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  • Zeittafel Ahrenshagen
    S T Herr Erbgesessen auf Pantlitz und Ahrenshaen Dechowschen Antheils Die Feststellungen beginnen mit dem Pfarrer Es wäre nicht unberühret zu lassen daß Pastor seines herannahenden Alters wegen und damit verknüpften Beschwerlichkeiten sein Amt in Predigten Cathechisieren Beichtsitzen Straffen und Ermahnen wie auch Rechnungs Führung von den Kirchenmitteln nicht wie sich gebührete verwaltete allerdings hat der arme Schleiff außer dem Alter weitere Probleme da bekandter maßen in seinem Hause von seinen Kindern viele Scandale und Ärgerniße welche der Gemeine zum Anstoß gedienet und dannenhero mit desto größerer Sorgfalt in Zukunft vermieden werden müßten begangen worden Was sonst noch los war Alle Gebäude in schlechtem Zustand zerborstene Glocke soll ersetzt werden ein bißchen Schacher um die Kirchensitze Unklarheiten darüber wer was dem Pastor und dem Küster schuldet welcher Acker wem gehört oder auch nicht wo sich derselbe eigentlich befindet 1745 1778 Magister und Doktor Gabriel Balten Studium in Rostock ist Pastor für Ahrenshagen und Pantlitz Anhaltender Streit mit den Patronen um die Pfarrländereien Es geht um die Zuordnung von Pfarrland welches das Einkommen des Pfarres sichern soll und Kirchenland zur Erhaltung der Kirchengebäude bestimmt Der Streit schwelt bis heute 1752 Der heute vorhandene obere Teil des Kirchturms wird für 578 Reichsthaler 20 1 2 l errichtet zur Sicherung der Chorgewölbe wird ein Angstpfeiler an der Nordostecke des Chores errichtet Ein Jahr später sammelt die Synode Barth für die Kirche Ahrenshagen 1756 1763 Der siebenjährige Krieg zwischen Preußen verbündet mit England und Österreich seinerseits verbündet mit Rußland Sachsen Polen Frankreich und Schweden schafft hier an der schwedisch preußischen Grenze besondere Belastungen Die Desertion aus schwedischen Diensten ist dies belegen unsere Texte ein riesiges Problem Kampf der Desertion Nicht nur in Preußen ist Armeedienst unbeliebt 1763 Der Krieg ist vorbei es zieht wieder Ordnung ein Die Sicherheit der Pfarrhöfe ist offenbar vordringlich Eine Mauer um uns bau daß dem Feinde davor grau 1768 1771 Neubau des Pfarrhauses das heute das ehemalige ist für 1560 Reichsthaler 21 ß 3 d War die Teuerungsrate dazumal so groß oder war der Kirchturm siehe 1752 nicht so wichtig 1778 1834 Ambrosius Andreas Hennings Studium in Greifswald ist Pastor für Ahrenshagen und Pantlitz prozessiert langjährig mit den Patronen Thun auf Pantlitz und Lillienanker auf Daskow um das Pantlitzer Papensoll Die ständig baufällige Kirche Pantlitz wurde mehrfach mit Holz aus dem Pfarrwald der den Pfarrer und seine Familie ernähren sollte repariert Obwohl er mehrere Prozesse gewann kam der Streit bis zu seinem Tode nicht zum Abschluß Seine Tätigkeit endet erst nach 56 Amtsjahren als er im 82 Lebensjahr stirbt heute heißt so etwas freiwilliger Lohnverzicht 1781 Die kleinste Glocke wird durch Metzger in Stralsund umgegossen weil sie eine sehr große Borste erhalten hatte geborsten war Die Kosten wurden durch eine Sammlung in der Gemeinde aufgebracht Die Bezahlung erfolgt nur zur Hälfte des vereinbarten Preises um Jahr und Tag unbeschädigter Funktion der Glocke abzuwarten Die Glocke ist in Ordnung aber wegen angeblich kontraktwidrigen Verhaltens des Glockengießers wird auf Beschluß der Patrone die zweite Hälfte nicht gezahlt Das gesammelte Geld wird

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  • Langenhanshagen
    Umgebung dem lebenden Friedhof Die gepflegte Feldsteinmauer hier nur im Vordergrund zu sehen ist vollständig und hübsch anzusehen Außerhalb des Bildausschnittes gibt es noch mehr alte Bäume und ein Gerüst für die Glocke Da fehlen nur noch adrett gekleidete Kirchgänger im Bild Der Blick auf den markanten Chor idyllisch von alten Bäumen eingerahmt Der Blick von Westen diesmal unter Einschluss des Glockenturmes Die Kirche wirkt sehr schmal oder besser sehr hoch für ihre Breite Der Westgiebel kein bißchen schief und grundsolide Da fühlt sich auch der Storch wohl Übrigens Herr Pfarrer die Kirche ist doch nicht ohne Schaden am Dach fehlt ein Ziegel Für Angucker aus zivilisierteren Gegenden die sich fragen Was geht den Pfarrer der Ziegel an Hauptamtliche Küster sind in pommerschen Dorfgemeinden eher selten Der Westgiebel noch einmal in Nahaufnahme Merkwürdig ist die Asymmetrie Außerdem erweckt er den Eindruck er sei nachträglich schmaler gemacht worden was zu den Maßen der Feldsteinmauern nicht passen will Der offensichtlich noch reicher gegliederte Ostgiebel der Halle ist durch den Chor verdeckt Man erkennt Der Chor ist jünger als dieser Giebel An der Nordseite sieht man im Bereich der Hallenmitte die glatt geputzte Feldsteinwand mit eingeritzten Fugen Es wird angenommen dass diese Art

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  • Langenhanshagen
    Allerdings es gibt einen Adventsstern im Chor und in der Halle man sieht es im linken Bild einige Stühle Schiene nicht die Sonne durch die Fenster man könnte meinen die hiesige Christenheit versammle sich wie die früheste in einer Katakombe Wenigstens das kunsthungrige Auge bekommt etwas Futter Die sehr schönen Chorgewölbe ungewöhnlich für eine gewöhnliche Dorfkirche sollte man meinen Langenhanshagen war die meiste Zeit seiner Geschichte eines der bedeutendsten Dörfer weit und breit Allerdings hatte es immer mehrere meist adlige Gutsherrschaften und freie Bauern nebeneinander gegeben mit Ausnahme natürlich der jüngeren Geschichte und die konnten sich offensichtlich nicht auf eine größere Kirche einigen wie sie etwa das unbedeutendere Lüdershagen ohne hochadlige Beteiligung zustande brachte Es gibt auch noch unentdeckte Schätze hier einige Zipfel freigelegter mittelalterlicher Wandmalerei An die adlige Geschichte Langenhanshagens erinnert eine Grabplatte die sich im Boden des Chores findet Nebenan die Inschrift Für Pisaner also nicht der römischen Zahlen Mächtige Geboren 1671 gestorben 1756 HIER RUHEN IN GOTT DIE ENTSEELTEN GEBEINE DES WEYLAND HOCHWOHLGEBOHRN HERRN HERRN MATHIAS FRIEDERICH VON BIBOW ERB UND GERICHTS HERR DES LEHN GUTHS LANGEN HANSHAGEN AUCH PATRONI DIESER KIRCHEN GEBOHREN IM JAHRE CHRISTI MDCLXXI DEN Z8 MARTY UND VERMÄHLET ANNO 1699 ANNO 1737 MIT

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  • Besuch der Langenhanshagener Kirche
    un Ilken un anner sodhan Tueg alleen up den Beenen suent Denn muett se herut in Hagel un Snei un Wind un Regen in dem witten Doodenhemd mit dem gefaehrlichen Licht in der Hand Un wiel se im Keller un in der Bleke dat meiste Geld vorgrawen hett daruem muett se dar am meisten uemlopen De Herr hett woll de Loecher sehn de de Schatzgroewers dissen Winter up der Bleke upwoehlt hebben Aewerst de dummen Narren da ward keen Minsch wat finden Denn je slimmer de Minsch ist de Geld in der Erd voergroeft desto groetere Macht hett de Boes aewer den Schatz un desto deeper kann he en to sick heruntertrecken Un wer seggt uns wo veele dausend Faden deep he ehre Geldkasten in de Erd herunnerslaken hett Dat is ook wahr un is doer veele Teken bewist datt dueslike vordammte Seelen de im Graw keene Rauh hebben van Gott brukt warden de Slimmen in Tucht to holden Denn wer in voerbadner Tid as Sliker edder Deef heruemlurt un wat soecht wo he nicks voerlaren hett un dem witten Wiwe in den Wurf kuemmt mit dem doerft se affahren as t ehr gefoellt wenn he nich noch tor rechten Tid een himmlisch Gewehr ergrippt as een Evangelienbook edder een Gebet dem Gott anmarkt datt et nich tom Spass ut der Kehle geiht Dat hett sick voer een twintig Jahr begewen Da was in Langenhanshagen een Snider de het Jakobs un was as een Toewerer un Deef voerropen de des Nachts selden in sinem Bedd sleep Den funden se eenes Morgens to Loebnitz an der Eek achter dem Backhus wo de Steg aewer de Beek geiht O je wo bummelde de grote Kramsvagel un wo frisch weihede dat Sniderhoiken im Wind He was mit eener frischen groenen Wide upknueppt Sine Fruendschaft sede woll datt he sick woll suelwst een Leed andhan hedd aewerst wi weten dat beter sine Uphengersche lewt noch Horst Kleineidam Bühnenautor oder sogar Dichter Ob dieser Herr aus Langenhanshagen stammt ist nicht bekannt Immerhin hat er den Ort auf die Bühne gebracht Ob zur Ehre oder Unehre Langenhanshagens lassen wir mal offen Am 17 04 1969 hatte das Stück Barfuß nach Langenhanshagen im Karl Marx Städter Theater Premiere Zum Inhalt des Stückes ist nichts bekannt Der Autor wird mit Kleineidam angegeben Die Information ist der Datensammlung des Beleuchters Lange zu entnehmen Es wären Recherchen am Ort nötig Liste aller Premieren im Chemnitzer Theater von 1949 bis 1990 Zum Autor Horst Kleineidam findet sich im Internet 1 Neue Sozialistische Dramatik 47 Herausgegeben vom Ministerium für Kultur der DDR Abteilung Theater Erscheint als Beilage zu Theater der Zeit 15 1968 Von Riesen und Menschen Schauspiel 2 Sozialistische Dramatik Autoren der DDR A Matusche H Hauser E Strittmatter H Müller H Baierl H Sakowski R Kerndl Kuba C Hammel H Kleineidam Henschelverl Bln 1968 3 Unter Kleineidam und der Bitterfelder Weg die Anmerkung er habe mit einigen anderen Autoren davon profitiert blieb aber mit ihren literatur und theatergeschichtlichen Ergebnissen weit

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  • Zeittafel Langenhanshagen
    1578 ff Matthäus Stemwede aus Teterow studierte in 1555 in Rostock ist Pastor und auf den Barther Synoden von 1578 1583 1584 und 1585 belegt 1 1583 Kirchenvisitation in L Zum Kirchspiel gehören Der Hanshagen welcher in sich begrefet den Oldenhagen Knevenhagen und Nienhagen Knevelshagen wird auch Kirchenhagen genannt Das Patronat haben die v York Vgl den Eintrag von 1407 1 1593 Petrus Eccius aus Greifswald hat dort 1575 studiert durch Teilnahme an der Barther Synode belegt Er ist noch 1615 im Amt 1 1596 Die nicht mehr vorhandenen Glasfenster nennen unter dieser Jahreszahl neben anderen den Namen Ahlheit Barholt 8 1608 Visitation in L es wird ein e St Annen erwähnt 1 1665 Joachim Schumacher aus Greifswald Immatrikulation dort 1605 ist Pastor 1 1665 bis 1710 Georg Thesing aus Osnabrück studiert in Rostock 1657 ist Pastor Verheiratet mit einer Tochter des Vorgängers 1 28 März 1671 bis 19 März 1756 Lebensdaten des Gutsherrn Mathias Friederich v Bibow wie sie die Grabplatte in der Kirche belegt 1699 Wie ebenfalls die Grabplatte in der Kirche ausweist heiratet Margartha Sophia v Iörcken aus L allhier den Gutsherrn v Bibow vgl den vorhergehenden Eintrag 1704 Gussjahr der Glocke 1712 bis 1716 Vincenz Beuthin aus Wismar studiert 1702 in Rostock heiratet die Tochter des Vorgängers 1 1716 bis 1741 Paul Christian Frick aus Sternberg in Mecklenburg studiert 1703 in Rostock ist Pastor 1 1737 In zweiter Ehe heiratet der Gutsherr Mathias Friederich v Bibow eine Magthalen Eleonora v Bassewitz aus dem Hause Hohen Luckow zwischen Rostock und Bützow gelegen Grabplatte in der Kirche Die Beziehung der v Bibow zu den Bassewitz kann schon uralt sein Es wird berichtet dass bis 1450 ein Claus Bassewitz im Stammgut Bibow zwischen Schwerin Wismar und Sternberg gelegen der Bibower sitzt 3 1741 Carl Gustav v Santen aus Gülzow geb 1721 studiert in Rostock und Greifswald Heiratet die Tocher des Vorgängers 1 1761 bis 1776 Helmut Friedrich Collasius aus Russow in Mecklenburg studiert in Rostock und Greifswald ist Pastor 1 1769 Der Kammerjunker Friederich Christoph von Bibow musste um 1769 Langen Hanshagen und 1774 sein Stammgut Blengow seinen Gläubigern abtreten Seine Nachkommen sind verschwunden sein ältester Sohn preussischer Lieutnant lebte noch im Anfange dieses Jahrhunderts verarmt in der Gegend von Langen Hanshagen und starb unbekannt und verlassen 3 1776 bis 1798 Friedrich Gustav Graeff aus Barth Er starb 1798 nicht unbedingt in L 1 1787 Ludwig Arndt der Vater des Dichters Ernst Moritz Arndt ehemaliger Leibeigener aus Rügen pachtet von der verwitweten Gräfin zu Putbus Wilhelmine Gräfin von der Schulenburg die sogenannten Löbnitzer Güter Zu dem Gutskomplex gehörten neben Löbnitz noch Kindshagen Wobbelkow und Teile von Langenhanshagen In diesem Bereich übte der Pächter Arndt die Patrimonialgerichtsbarkeit über 300 Bauern aus 7 1799 bis 1801 Gustav Sidburg Magister aus Hoegestadt in Schonen studiert in Greifswald ist Pastor Heiratete pünktlich zum Dienstantritt die Tochter des Vorgängers Graeff und starb 1801 1 1803 bis 1851 Heinrich Gustav Gildemeister aus Gresdorf bei Doberan studiert in Halle 1795 Heiratete die Witwe des Vorgängers Die

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  • Besuch der Lüdershäger Kirche
    das ist eine kleine Stadtkirche Eine Erklärung Der Lüdershäger Grund ist seit 1278 immer in städtischem Besitz gewesen Damit lag die Verantwortung für den Kirchenbau auch bei der Stadt Barth die eben in städtischem Geschmack bauen ließ So könnte es gewesen sein Oder auch anders Ich kann mir nicht helfen irgendwas ist hier schief gelaufen Die Gerüstlöcher neben den Fenstern beweisen daß hier nur zwei Fenster vorgesehen wurden Was ist geschehen Wurde dem Barther Rat die Sache zu teuer und das Kirchenschiff noch während des Baues verkürzt Oder haben schon im 13 14 Jahrhundert die Maurer gelegentlich zu viel Bier getrunken Vielleicht kennt jemand auch einen geistlichen Grund für die Asymmetrie des Südportals Der Grabstein des Johann Heinrich Sengebusch der vom Webmaster noch nicht vollständig entziffert werden konnte läßt darauf schließen daß Lüdershäger Bauern zuzeiten nicht am Hungertuche nagten Der Kirchturm aus der Nähe gedrungener wirkend als er ist Dieses elegante Turmdach hat schon was Stimmt s Der Ostgiebel genauer mit Fensterattrappen die erkennbar passend zum Chordach gebaut wurden und genauso gestaltet sind wie die des Turmes Ganz falsch Die des Turmes sind nachempfunden denn sie stammen von 1909 Damit geht es der Lüdershäger Kirche ähnlich wie dem Kölner Dom

    Original URL path: http://www.khirte.de/luedershagen/kirche_aussen.html (2016-05-02)
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  • Besuch der Lüdershäger Kirche
    Stolz der seinerzeitigen Bauern zeugt Was würde man wohl heute auf gedenkenden Fensterscheibchen abbilden Vielleicht den letzten Kontostand Da sind Phantasiewappen schon unterhaltsamer Der Taufstein Er ist aus Kalkstein und soll aus dem 14 Jahrhundert stammen In einer kirchenamtlichen Bestandsaufnahme aus dem Jahre 1881 E v Haselberg wird er nicht erwähnt was vielleicht an seiner Schlichtheit liegt die heutige Augen wieder erfreut Der Blick zum neogotischen Altar von ca 1863

    Original URL path: http://www.khirte.de/luedershagen/kirche_innen.html (2016-05-02)
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  • Besuch der Lüdershäger Kirche
    alle unsre Kinder verlieren und du willst deine Tochter behalten So du an ihr das Gesetz nicht erfüllest das du gegeben hast verbrennen wir dich und dein Haus Als der König ihren Ernst sah hub er an sein um seine Tochter zu klagen Weh mir mein Kind was soll ich mit dir tun was soll ich sprechen Ach nimmer werde ich deine Hochzeit sehen und zum Volk sprach er Ich bitte Euch laßt sie mir nur noch acht Tage daß ich um sie klage Das gewährten sie ihm Aber am achten Tage kam das Volk zu Hauf und schrie mit Zorne Warum verdirbst du dein Land um deiner Tochter willen Denn wir müssen alle von dem Anhauch des Drachen sterben Da sah der König daß er seine Tochter nicht erretten mochte und ließ ihr königliche Kleider anlegen umarmte sie und sprach zu ihr mit Tränen O weh liebe Tochter ich gedachte königliche Kinder von deinem Schoße zu erziehen nun wirst du von dem Drachen verschlungen Ich dachte zu deiner Hochzeit edle Fürsten zu laden das Schloß mit Perlen zu schmücken Pauken und Trompeten zu hören nun gehst du hin daß dich der Drache essen soll Und küßte sie und rief O Tochter ich wäre besser vor dir gestorben denn daß ich dich also muß verlieren Da fiel sie zu des Vaters Füßen nieder und bat um seinen Segen Den gab er ihr unter Tränen und sie machte sich auf zu dem See Da kam Sanct Georg von ungefähr dahergeritten und da er sie weinen sah fragte er was ihr wäre Sie antwortete Guter Jüngling steiget schnell auf euer Roß und fliehet oder ihr werdet mit mir verderben Sprach Georg Fürchte dich nicht liebe Tochter sondern sage mir worauf du hier harrest unter den Augen alles des Volkes Sie antwortete Herr ich sehe daß ihr edlen Herzens seit aber begehrt euch mit mir zu sterben Fliehet eilends von hinnen Sprach Georg Ich werde nicht eher von diesem Orte kommen bis du mir sagst was dir sei Da erzählte sie ihm alles Er aber sprach Liebe Tochter sei ohne Furcht ich will dir helfen in den Namen Christi Sie sprach Guter Ritter du sollst nicht mit mir sterben es ist genug so ich untergehe denn retten magst du mich nicht sondern du wirst mit mir verderben Da sie noch sprachen siehe so hob der Drache sein Haupt aus dem See Die Jungfrau zitterte vor Schrecken und rief Flieh guter Herr flieh so schnell du magst Aber Georg sprang auf sein Roß machte das Kreuz vor sich und ritt gegen den Drachen der wider ihn kam er schwang die Lanze mit großer Macht befahl sich Gott und traf den Drachen also schwer daß er zu Boden stürzte Dann sprach er zu der Jungfrau Nimm deinen Gürtel und wirf ihn dem Wurm um den Hals und fürchte nichts Sie tat es und der Drache folgte ihr nach wie ein zahm Hündlein Als sie ihn nun in die Stadt führte erschrak das Volk und floh auf die Berge und in die Höhlen und sprach Weh uns nun sind wir alle verloren Da winkte ihnen Sanct Georg und rief Fürchtet euch nicht denn Gott der Herr hat mich zu euch gesandt daß ich euch erlöse von diesem Drachen Darum glaubet an Christum und empfanget die Taufe allesamt so will ich diesen Drachen erschlagen Da ließ der König sich taufen und alles Volk mit ihm und Sanct Georg zog sein Schwert und erschlug den Drachen Darnach gebot er ihn aus der Stadt zu schaffen und vier Paar Ochsen zogen ihn heraus vor die Stadt auf ein großes Feld Es wurden aber an jenem Tage 20 000 Menschen getauft die Weiber und Kinder nicht gerechnet Der König ließ der Jungfrau Maria zu Ehren und Sanct Georg eine schöne Kirche bauen und auf dem Altar entsprang ein lebendiger Quell der machte alle Kranken gesund die daraus tranken Sanct Georgen bot der König unermeßliche Schätze an aber der wollte sie nicht nehmen sondern ließ sie unter die Armen teilen Darnach gab er dem König gute Lehre und sprach er sollte vier Dinge halten daß er die Kirche in seine Hut nehme die Priester ehre fleißig Messe höre und der Armen sei eingedenk Darnach küßte er den König und ritt hinweg In anderen Büchern lesen wir auch daß Sanct Georg sah wie der Drache sich auf die Königstochter wollte stürzen und da machte er das Kreuzeszeichen ritt wider den Drachen und tötete ihn alsbald Zu den Zeiten da Diocletianus und Maximinianus Kaiser waren geschah unter dem Richter Dacianus eine so große Verfolgung der Christen daß in einem Monate ihrer 17 000 die Märtyrerkrone gewannen Aber in den großen Martern wurden auch viele Christen untreu und opferten den Götzen Als das Georgius sah ward er ins innerste Herz getroffen von großen Schmerzen Und legte sein ritterlich Kleid hin gab alles was er hatte den Armen und zog Christengewand an Und trat inmitten unter das Volk und rief Alle Heiden Götter sind böse Geister unser Herr aber hat die Himmel erschaffen Da sprach der Richter voll Zorn Wie magst du wagen unsre Götter böse Geister zu nennen Sage von wannen bist du und wie nennst du dich Sprach zu ihm Georg Ich heiße Georgius und bin von Cappadocien aus edelem Geschlecht und habe mit Christie Hilfe das Land Palästina erobert Aber ich habe alles gelassen daß ich Gott im Himmel desto besser möge dienen Da nun der Richter sah daß er ihn nicht von seinem Glauben kehren mochte ließ er ihn auf die Folter bringen und ließ seinen Leib Glied für Glied mit Nägeln zerreißen Darnach ließ er seine Seiten mit Fackeln brennen bis man seine Eingeweide durch die Risse des Leibes schauen konnte und ließ die Wunden mit Salz reiben In derselbigen Nacht erschien ihm der Herr in einem großen Lichte und stärkte ihn süßiglich von diesem Gesicht und von den Worten ward er also gekräftigt daß er keine Marter meinte erlitten zu haben Als Dacianus sah daß er ihn mit solchen

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