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  • Shona Art oder Shona Skulptur › Into Africa
    künstlerischer Authentizität zu diskutieren Nachdem McEwen einige Arbeiten aus Tengenenge darunter Stücke von Bernard Matemera zurückgewiesen hatte distanzierte sich Tom Blomefield von der Nationalgalerie und weigerte sich Werke seiner Bildhauer weiterhin dort auszustellen Erstes Resultat war dass Kunden und Interessierte nun selbst nach Tengenenge kamen Die Künstler erlebten welche Begeisterung ihre Arbeiten auslösten wurden davon angesteckt und machten voller Enthusiasmus weiter Da Tom Blomefield aber nach wie vor darauf angewiesen war Umsatz zu machen mussten neue Märkte erschlossen werden In den Anfangsjahren Tengenenges hatte er einen makuwa angelegt einen Skulpturenfriedhof auf dem die Stücke gesammelt wurden die durch die strengen Auswahlkriterien von Mr McEwen gefallen waren In Südafrika fanden diese Skulpturen eine derartige große Beachtung dass Blomefield sie direkt von der Ladefläche seines Lkws verkaufen konnte Mit einer eigenen Galerie im Meikles Hotel in Salisbury und Verkaufsausstellungen in Malawi und Mocambique hatte Blomefield den Grundstein für die erfolgreiche Vermarktung seiner Skulpturen schließlich selbst gelegt Aus einem Bewusstsein von Opposition und Widerstand gegen die National Art Gallery entstand unter Tom Blomefield die eigene Identität der Bildhauerkooperative Tengenenge Der bürokratischen Institution Nationalgalerie mit ihren hierarchischen Strukturen und einem autoritären Direktor an der Spitze stand die Künstlerkolonie Tengenenge gegenüber deren Atmosphäre irgendwo zwischen liberal und anarchistisch anzusiedeln war Die Zahl der Bildhauer die zu Tom Blomefield kamen wuchs weiter so musste auch er irgendwann ein Minimum an Organisation einführen Er beauftragte Leman Moses mit der Verteilung der täglichen kostenlosen Mahlzeiten an die Künstler und übertrug ihm die Verantwortung für die Werkzeuge Es wurde eine Schmiede mit Blasebälgen aus Ziegenleder errichtet Aus Blattfedern ausrangierter Lkws wurden Meisel gefertigt Hammer und Axtstiele aus den Ästen der Bäume geschnitten Obwohl keiner der Künstler der ersten Generation eine Ausbildung genossen hatte oder Erfahrungen mit Kunst hatte waren sie alle geschickte Handwerker Sie waren daran gewöhnt harte körperliche Arbeit zu verrichten und konnten alle anfallenden Reparaturen an ihren Werkzeugen oder Häusern selbst ausführen Blomefield und seine Künstler pflegten nicht nur ihr primitives Image sie machten es zum Programm Die Straße war nicht geteert es gab keinen Strom und kein fließendes Wasser Auch als einige Künstler sehr gute Preise für ihre Arbeiten erzielten setzten sie die einfache Lebensweise fort und zogen es vor wie die Landarbeiter in der Umgebung in Lehmhütten in der Abgeschiedenheit am Fuße des Great Dyke zu wohnen Die Idylle hielt bis Anfang 1973 Es brach der rhodesischen Befreiungskrieg aus und die Sicherheitslage spitzte sich dramatisch zu Immer weniger potentielle Käufer kamen nach Tengenenge und immer mehr Bildhauer wanderten ab weil sie Zuflucht in der Hauptstadt oder ihren Heimatdörfern suchten Bis Kriegsende war der Absatz der Skulpturen praktisch zum Erliegen gekommen und alle Bildhauer außer Josia Manzi und seine Familie hatten die Gemeinschaft verlassen Ende 1979 musste Tom Blomefield Tengenenge schließen Als Zimbabwe 1980 unabhängig wurde versuchte Tom Blomefield seine Kooperative wiederaufzubauen Für eine Reihe von Künstlern hatte der Gedanke wieder in das Dorf im Busch zu ziehen aber wenig Verlockendes Blomefield hatte ihnen während des Krieges in Harare Häuser vermittelt und versorgte sie mit Stein

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  • Motive der Bildhauer aus Zimbabwe › Into Africa
    persönlich nicht kennen Das Mutopo ist das wichtigste Kriterium Verwandtschaftsbeziehungen zu definieren Dem Mutopo kommt auch eine spirituelle Funktion zu Wer sich oder eine andere Person dazu bringen möchte etwas zu tun oder nicht zu tun appelliert an sein Mutopo Ein Vorgang der dem eines Schwures oder heiligen Eides vergleichbar ist Das Mutopo ist oft der Name eines Tieres oder eines natürlichen Elementes Einem Angehörigen eines Mutopo ist es nicht erlaubt dieses zu zerstören zu töten oder zu essen In fast allen afrikanischen Völkern sind heute noch Ahnenkult und Animismus tief verwurzelt Der Glaube an die Beseeltheit der Dinge bestimmt in reiner oder synchretistischer Form Werte und Normen Religion in den afrikanischen Gemeinschaften beschränkt sich nicht auf Gottesdienst und Spiritualität sondern bestimmt zu großen Teilen Alltag Handeln und Denken Zwangsläufig schlägt sich die religiöse Welt der Künstler auch in ihren Skulpturen nieder Wird versucht Unerklärliches und Überirdisches darzustellen und zu erklären Finden sich Motive die sich auf das Verhältnis der Ahnen zu den Lebenden beziehen Tiergestalten abstrakt und naturgetreu stellen Mutopo und Tabus der Gesellschaften dar Skulpturen zeigen Gottheiten und Geister in den Gestalten und Formen in denen sie dem Künstler erscheinen Metamorphosen von Mensch zu Tier beschreiben den Kontakt der Lebenden mit den Ahnen den Respekt vor dem Mutopo und die Gefahr in die man sich begibt wenn man die Regeln des Mutopos übertritt Neben spirituellen Themen findet sich eine Vielzahl von Szenen des afrikanischen Alltags Darstellungen des dörflichen Lebens Ernte und Vieh Häufig werden die Autoritäten der Dorfgemeinschaften dargestellt der Dorfchef der N anga der Schulmeister und der Missionar Beliebt sind Beziehungen wie Mutter und Kind Liebende Familien Auseinandersetzungen mit dem Schicksal führen zur Darstellung von Menschen in außergewöhnlichen Situationen wie der Blinde die Witwe oder der Verzweifelte Fanden anfänglich zeitgenössische oder politische Motive kaum Verwendung setzen sich

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  • Arbeitsweise der Bildhauer aus Zimbabwe › Into Africa
    zu dem er eine Verbindung spürt manche Künstler behaupten der Stein hätte sie ausgesucht Zur Auswahl stehen keine regelmäßig geschnittenen Blöcke sondern unregelmäßige Findlinge aller Größen und Zusammensetzungen aus den Steinbrüchen Teils sieht der Künstler die Grundstruktur der Skulptur bereits im unbehauenen Rohmaterial angelegt teils liefert ihm der Rohling die Idee Er arbeitet nicht nach Skizzen und reißt keine Grundrisse an Er sieht seine Arbeit als Verfeinerungsprozess ein Vordringen zum Herzen des Mediums zur perfekten Form Einem Achtjährigen der sich zum ersten mal mit Hammer und Meißel an einem Stein versuchen wollte erklärte Bernard Matemera er solle sich vorstellen er habe eine Banane vor sich und müsse nur noch die Schale entfernen Während der Arbeit besteht ein permanenter Dialog der Individualität des Rohsteins mit der Persönlichkeit des Künstlers Das Werk entsteht unter der Arbeit Jede Unregelmäßigkeit des Steines jede Maserung in der Farbe jeder kleine Riss kann der Skulptur eine neue Richtung geben Entfernen sich Idee und das im Entstehen begriffene Werk zu weit voneinander spricht der Stein nicht mehr zum Künstler ist es nicht üblich dem Stein seinen Willen aufzuzwingen nur um eine Skulptur fertig zu stellen Viele Bildhauer legen dann die angefangene Arbeit beiseite und beginnen eine neue bis zu dem Zeitpunkt an dem die Zwiesprache mit der angefangenen Arbeit wieder funktioniert Nachdem der Künstler sich eingehend mit seinem Stein beschäftigt hat beginnt er zunächst mit Hammer und Meißel unerwünschte Teile abzutragen Mit den gleichen Werkzeugen beginnt er anschließend grob zu formen Häufig kommt hierbei schon ein Läuferhammer mit auswechselbaren Zahneinsätzen zum Einsatz Feinere Konturen werden im nächsten Arbeitsgang mit Hammer verschiedenen Meißeln oder eben diesem sogenannten Brick Hammer angelegt Mit den unterschiedlichsten Raspeln und Feilen erhält das Werk dann seinen ersten Schliff Zum Glattpolieren der Skulptur wird in verschiedenen Schleifgängen Schleifpapier mit Körnungen von 40 bis 2000

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  • Arbeitsweise der Bildhauer aus Zimbabwe › Into Africa
    Metamorphite haben sie eine ähnliche Entstehungsgeschichte und der Springstone ist mit einer Mohs Härte von vier auch ähnlich hart Die Gesteinsart ist etwa 2 6 Milliarden Jahre alt und wird in großen Vorkommen in ganz Zimbabwe gefunden Springstone Mine bei Mvurwi Serpentinsteine tragen einen rötlich braunen Mantel aus oxydiertem erzhaltigem Gestein Die Farbschattierungen reichen von schwarz bis grün von rötlich über orange bis violett Die Farbe wird bestimmt von der Zusammensetzung der Mineralien und ist von Ort zu Ort verschieden Bevorzugter Stein der bekannten Bildhauer ist der eigentliche Serpentin Serpentin zeichnet sich durch eine feine Struktur und wenige Risse aus Im Norden Zimbabwes werden grüne braune und schwarze Schattierungen abgebaut In den Steinbrüchen von Tengenenge findet sich mit Springstone ein besonders harter Serpentin mit intensiver Schwarzfärbung Der sehr seltene Golden Serpentine weist eine ungewöhnlich tiefe Schwarzfärbung auf die häufig von hellen Maserungen durchzogen wird Diese und ähnlich häufig sehr bunt gefärbte Serpentine kommen in den Minen von Mudindo aber auch in der Nyanga Region vor Bei dem äußerst seltenen Farnstein handelt es sich um einen hellorangefarbenen Serpentin mit eingeschlossenen Farnfossilien Opalstein ist eine hellgrüne Serpentinart aus der Nähe von Chiweshe Er ist wegen seiner Festigkeit und seiner Zeichnung beliebt Unter der durchscheinenden Oberfläche finden sich oft rote orangefarbene und blaue Schichten Häufig auftretende Quarzeinschlüsse machen es zu einem ausgesprochen anspruchsvollen Rohmaterial Steine aus Zimbabwe Chiweshe Stone ist eine häufig vorkommende dunkelgrüne Serpentinart dessen Maserung nicht so fein ist wie die des Opalsteins dessen Konsistenz aber ebenfalls sehr hart und fest ist Lemon Opal Stone ist eine Variation die sich durch eine olivgrüne Färbung auszeichnet die an die Farbe einer Limonenschale erinnert Sipolilo Stone oder der weiße Opal wird bei Guruve gefunden und erinnert in seiner Färbung an helle Kalksteine Häufig trägt er rote und rotbraune Einschlüsse die auf Eisenminerale schließen

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  • Into Africa Bildhauer Workshops in Wernsbach › Into Africa
    Flyer Abschlussfest Künstler Bildhauer aus Zimbabwe Shona Bildhauer A C Shona Bildhauer D F Shona Bildhauer G L Shona Bildhauer M R Shona Bildhauer S Z Shona Bildhauer nach Nachnamen Aktuelle Seminarleiter Seminarleiter seit 1998 Maysoon and Bassam Maysoon Masalha Bassam Al Selawi Links Seite auswählen Into Africa Bildhauer Workshops mit Künstlern aus Zimbabwe Alles ist möglich Bernard Matemera beim Bildhauer Workshop auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne 1998 Seit wir 1998 Bernard Matemera für das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne in Nürnberg engagieren konnten veranstalten wir jedes Jahr Bildhauerworkshops mit Künstlern aus Zimbabwe Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen darstellen dass bei unseren Workshops tatsächlich alles möglich ist Prinzipiell funktioniert der Weg zur eigenen Skulptur bei unsere Workshops nach folgender Arbeitsweise Stein auswählen Basis schaffen Form geben Form verfeinern Form vollenden Fertig Von Beginn Ihres Workshops bis zu dessen Ende teilweise auch darüber hinaus werden Sie zwei wesentliche Dinge begleiten Ihr persönlicher Dialog mit dem Stein und die Unterstützung durch unsere Seminarleiter allesamt international anerkannte Bildhauer aus Zimbabwe Die Arbeit an den Steinen lässt schnell alles andere in den Hintergrund treten und hat trotz aller Anstrengungen einen sehr entspannenden Charakter Die meisten die einmal an einem Steinbildhauer

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  • Seminarleiter der Into Africa Bildhauer Workshops in Wernsbach › Into Africa
    aus Zimbabwe Shona Bildhauer A C Shona Bildhauer D F Shona Bildhauer G L Shona Bildhauer M R Shona Bildhauer S Z Shona Bildhauer nach Nachnamen Aktuelle Seminarleiter Seminarleiter seit 1998 Maysoon and Bassam Maysoon Masalha Bassam Al Selawi Links Seite auswählen Seminarleiter der Into Africa Bildhauer Workshops in Wernsbach 2015 Dieses Jahr besteht die Möglichkeit mit fünf Künstlern aus Zimbabwe in Wernsbach zu arbeiten Den Anfang macht Benjamin Musendami der schon in den vergangenen beiden Jahren bei uns zu Gast war Er ist Seminarleiter der Workshops in Altdorf die wir wieder in Zusammenarbeit mit der Firma Garten und Landschaftsbau und der Rosengärtnerei Kalbus durchführen Neu in unserem Team sind Tutani Mugavazi der von Mitte Juni bis Anfang Juli gemeinsam mit seinem ehemaligen Schüler Benjamin bei uns arbeiten wird Collen Nyanhongo Sohn von Claude und Bruder von Agnes Gideon und anderen Nyanhongos von Juli bis September und Rickson Muhrewa Zavare von Mitte bis Ende August Edmore Sango kommt Mitte Juli und bleibt bis zum Saisonfinale im Oktober bei uns Er wird im August auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne in Nürnberg arbeiten und die Afrikatage im Hotel Hubertus in Neunkirchen am Großvenediger betreuen die wir in Kooperation mit der

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  • Philosophie der Into Africa Bildhauer Workshops › Into Africa
    Al Selawi Links Seite auswählen Philosophie der Into Africa Steinbildhauer Workshops Wie bereits erwähnt führen wir seit 1998 jedes Jahr im Sommer Steinbildhauer Workshops mit Künstlern aus Zimbabwe durch Die Arbeitsweise orientiert sich an der unserer Künstler in ihrer Heimat Unter anderem bedeutet dies dass weder pneumatische noch elektrische Werkzeuge zum Einsatz kommen sondern ausschließlich von Hand gearbeitet wird Für die Teilnahme an unseren Workshops sind weder Vorkenntnisse in der Steinbearbeitung noch ist eine herausragende handwerkliche oder künstlerische Begabung erforderlich Wir richten uns nicht an bestimmte Berufs Alters oder Gesellschaftsgruppen Wir haben mit Kindergartenkinder gearbeitet und mit Teilnehmern die das Alter von 75 Jahren überschritten hatten Wir haben Hausfrauen und Ärzte betreut Handwerker und Lehrer Apotheker und Steuerberater Künstler und IT Fachleute Der Frauenanteil unserer Teilnehmer liegt bei knapp 70 Bitte werfen Sie einen Blick auf die Teilnehmerskulpturen bei nicht wenigen dieser Arbeiten handelt es sich um Erstlingswerke Wir setzen auf größtmögliche Individualität das heißt es gibt keine festen Kurszeiten jeder Teilnehmer kann Beginn und Dauer seines Workshops frei wählen Je nach Anmeldungen arbeiten wir in Gruppen mit wechselnden Teilnehmerzahlen maximal 7 Teilnehmer pro Künstler innerhalb dieser Gruppe soll jeder einzelne Teilnehmer die Betreuung erhalten die er benötigt und wünscht

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  • Into Africa Bildhauer Workshop Dialog mit dem Stein › Into Africa
    Maysoon and Bassam Maysoon Masalha Bassam Al Selawi Links Seite auswählen Der Dialog mit dem Stein Die Vorgehensweise der europäischen akademischen Bildhauer folgt im Wesentlichen dem Schema Skizze Modell Skulptur Der Schaffensprozess ist mit dem Modell weitgehend abgeschlossen Bei unseren Bildhauern aus Zimbabwe entstehen Skulpturen aufgrund des vielzitierten Dialogs mit dem Stein mehr oder weniger in Kooperation mit dem Rohmaterial Dieser Dialog mit dem Stein zeigt sich in den unterschiedlichsten

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