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  • Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. - Geschichte - Hugenotten in Frankreich
    Berühmtheit hat diese Bartholomäusnacht erlangt in der am 23 24 August 1572 tausende Hugenotten in Paris und anderen Orten niedergemetzelt wurden Zu den Opfern zählte auch der Anführer der Hugenotten der Admiral Gaspard de Coligny sowie ein Großteil des reformierten Adels In Rom ließ der darüber erfreute Papst Gregor VIII eine Siegesmedaille mit der Aufschrift Niedermetzelung der Hugenotten Ugonottorum Stranges 1572 prägen und gab bei Giorgio Vasari ein Historienbild in Auftrag das noch heute als dreiteiliges Fresko in der Sala Regia des Vatikan betrachtet werden kann Das Edikt von Nantes Der Hugenotte Heinrich von Navarra trat 22 Jahre später aus dynastischen Gründen zum Katholizismus über um als Heinrich IV König von Frankreich zu werden 1598 erließ er nach schwierigen Verhandlungen das berühmte Edikt von Nantes das den französischen Protestanten Gewissensfreiheit zusicherte und unter Einschränkungen die Ausübung reformierter Gottesdienste gestattete Die Reformierten erhielten nun Zutritt zu allen Staatsämtern Die Hugenotten denen über 100 Sicherheitsplätze mit eigenem Militär und Gouverneure zugebilligt wurden bildeten in der Tat so etwas wie ein Staat im Staate Ende der kurzen Freiheit Bereits unter dem Nachfolger des von einem fanatischen Mönch ermordeten König Heinrich IV Ludwig XIII setzten erneute Unterdrückungsmaßnahmen einschließlich militärischer Aktionen gegen die Hugenotten ein So musste sich beispielsweise die hugenottische Seefestung La Ro chelle 1628 nach 15 monatiger Belagerung ergeben Von den ursprünglich 17 000 Einwohnern waren 12 000 umgekommen Auch der Enkel Heinrichs IV der Sonnenkönig Ludwig XIV lehnte die Toleranzpolitik seines Großvaters ab Als absolutistischer und durch und durch katholischer Monarch der neben der politischen auch die religiöse Einheit des Staates anstrebte verschärfte er kontinuierlich die Unterdrückungsmaßnahmen gegenüber den Hugenotten Dazu zählten unter anderem Berufsverbote Verweigerung eines würdigen Begräbnisse und Schleifen der Leichen zum Schindanger Kopfprämien beim Übertritt zur katholischen Kirche Einquartierung von Dragonern in protestantischen Häusern Aufhebung der Elternrechte bei der religiösen Erziehung der eigenen Kinder oder das Verbot des öffentlichen Psalmgesanges Ziel war die Rekatholisierung der protestantischen Untertanen Une foi une loi un roi ein Glaube ein Gesetz ein König lautete die Devise des Sonnenkönigs Das Edikt von Fontainebleau Schlusspunkt der Kampagne gegen die Reformierten bildete das Edikt von Fontainebleau vom 18 Oktober 1685 mit dem der französische König das Edikt von Nantes seines Großvaters widerrief und die Rechte der protestantischen Minderheit aufhob Zwölf kurze Paragraphen besiegelten das Schicksal der reformierten Kirche Frankreichs und ihrer Anhänger Die wesentlichen Merkmale waren folgende Alle reformierten Kirchengebäude sollten sofort zerstört werden Reformierte Gottesdienste wurden verboten Die meisten Hugenotten wurden zwangsweise rekatholisiert und ihre Kinder katholisch erzogen Alle reformierten Pfarrer die nicht zum Katholizismus übertreten wollten sollten das Land innerhalb von 14 Tagen verlassen an dernfalls drohte die Galeerenstrafe ihre Kinder die älter als sieben Jahre waren mussten zurückbleiben Die Auswanderung der hugenottischen Gemeindeglieder wurde bei schwerster Strafe verboten Kirche der Wüste In Frankreich konnten die Reformierten fortan nur noch unter großen Gefahren ihren verbotenen Glauben praktizieren Eine kleine Zahl überlebte als so genannte Kirche der Wüste église du desert vorwiegend im südfranzösischen Untergrund Es ist ein Wunder dass die reformierte Kirche in Frankreich

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  • Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. - Geschichte - Das internationale und das deutsche Refuge
    Entwicklung ihrer Aufnahmeländer geleistet haben Dabei werden auch hier wiederum der Glaube und die Spiritualität dieser Menschen leider viel zu oft ausgeblendet obwohl es sich um einen Personenkreis handelte der um des Glaubens willen seine geliebte französische Heimat verlassen hat Aus hugenottischer Sicht war die damalige vom Papsttum geprägte katholische Lehre eine Irrlehre die nicht mit dem von der Bibel geforderten christlichen Glauben in Einklang zu bringen war Lieber ließen viele Hugenotten ihren irdischen Besitz in ihrer französischen Heimat zurück als ihren himmlischen Besitz durch einen Wechsel zur katholischen Kirche zu verlieren Aber auch das Verhältnis von Lutheranern und Reformierten war häufig nicht frei von Spannungen So warnte beispielsweise das lutherische geistliche Ministerium Lübecks angesichts der Ansiedlung von Hugenotten vor dem calvinistischen Wolf und unter dem 2 November 1696 findet sich im Hamburger Diakoniebuch der Französisch reformierten Gemeinde der Eintrag Man hat uns verboten hier in der Stadt zu predigen Angesichts des heutigen ökumenischen Miteinanders von Lutheranern Reformierten und Katholiken dürfen wir diesen tiefen Glaubensgraben nicht übersehen der damals vor allem Katholiken und Hugenotten trennte Nur wenn wir uns auch die religiöse Motivation ihres Handelns vor Augen führen können wir die Kultur das Denken und die Mentalität der hugenottischen Glaubensflüchtlinge verstehen Leider beobachte ich oft dass sowohl in der historischen wie auch in der genealogischen Forschung diese religiösen Gesichtspunkte zu wenig Beachtung finden Ansiedlungsorte in Deutschland Die deutsche Hugenottenforschung leidet sowohl innerhalb Deutschlands als auch in der internationalen Wahrnehmung unter einer Dominanz zweier Aufnahmeländer die zusammen rund 65 der Flüchtlinge aufnahmen Wenn das Wort Hugenotten in Verbindung mit Deutschland gebraucht wird so denkt man unwillkürlich an Brandenburg Preußen oder Hessen Wer weiß schon dass es beispielsweise auch in Glückstadt Emden oder Lüneburg eigenständige Französisch reformierte Gemeinden gab Vielerorts bilden gerade in Norddeutschland diese Hugenottengemeinden die vielfach im 19 Jahrhundert mit den am Ort bestehenden Deutsch reformierten Gemeinden vereinigt wurden die Wurzeln der heute noch bestehenden Evangelisch reformierten Gemeinden Welche deutsche Territorien nahmen die Hugenotten auf und wie viele siedelten sich dort jeweils an Von den rund 38 000 französisch reformierten Glaubensflüchtlingen gingen nach Französisch reformierte Glaubensflüchtlinge in Deutschland Nach Deutschland kamen ca 44 000 Hugenotten Davon gingen nach Brandenburg Preußen ca 18 000 um 1700 war jeder fünfte Berliner ein Hugenotte Hessen Kassel ca 3 800 Rhein Main Gebiet ca 2 500 Kurpfalz mit Zweibrücken ca 3 400 Franken ca 3 200 Württemberg ca 2 400 Hansestädte ca 1 500 Niedersachsen ca 1 500 Baden Durlach ca 500 Kursachsen ca 250 Andere zogen nach Baden Durlach Kursachsen Leipzig und Dresden in das Saarland Ludweiler im Warndt nach Thüringen Mecklenburg Anhalt Lippe Detmold Danzig Neuwied Waldeck ins Bergische Land usw Die deutsche Bevölkerung stand der Ansiedlung der Hugenotten die mitunter als ungeliebte wirtschaftliche Konkurrenten angesehen wurden häufig ablehnend gegenüber So wurden die Franzosen beispielsweise in Celle als Nahrungsstöhrer bezeichnet und als in Magdeburg einmal drei Hugenottenhäuser in Flammen standen und einige deutsche Feuerwehrleute den Brand löschen wollten wurden im Volk Stimmen laut die sagten Lasset die Franzosen brennen Doch möchte ich

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  • Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. - Geschichte
    Zentrum Zum einen beherbergt es auf zwei Etagen das Deutsche Hugenotten Museum Dieses dokumentiert die Geschichte der Hugenotten und Waldenser in Frankreich und im deutschen Refuge wobei Hessen Kassel Brandenburg Preußen und Franken die Schwerpunkte bilden Weitere Hugenotten bzw Waldensermuseen in Deutschland sind unter anderem noch das Hugenottenmuseum im Französischen Dom in Berlin und das Deutsche Waldenser Museum in Ötisheim Schönenberg bei Mühlacker Zum anderen ist das Deutsche Hugenotten Zentrum in Bad Karlshafen auch das Domizil der Deutschen Hugenotten Gesellschaft e V Diese verfügt neben der Geschäftsstelle über eine viele tausend Bände umfassende Spezialbibliothek sowie ein Bildarchiv zur Hugenottenforschung Genealogische Forschung und Fortbildungen Ferner befindet sich dort das genealogische Forschungszentrum der Gesellschaft in dem auch regelmäßige genealogische Fortbildungen für die Vereinsmitglieder organisiert werden Dort befassen wir uns nicht nur mit den Hugenotten im engeren Sinn sondern berücksichtigen auch weitere reformierte Auswanderergruppen deren Quellen im französischen Staats Volks und Sprachgebiet sowie in dessen kulturellem Ausstrahlungsbereich liegen Dazu zählen die bereits in der zweiten Hälfte des 16 Jahrhunderts aus den damaligen Spanischen Niederlanden geflüchteten reformierten Wallonen die aus dem Piemont vertriebenen Waldenser die Anfang des 18 Jahrhunderts aus dem südfranzösischen Fürstentum Orange ausgewiesenen Orangeois reformierter Konfession und die so genannten Pfälzer die oder deren Vorfahren reformierte Franzosen Wallonen oder Waldenser waren Zuweilen zählt man sogar die Welsschweizer die sich in Deutschland häufig den französisch reformierten Gemeinden angeschlossen haben die Graubündner oder die Mömpelgarder dazu Vorhandene Quellen Vorhanden sind in Bad Karlshafen zahlreiche kopierte Kirchenbücher Kirchenregister und Kolonielisten Mikrofiches und filme über hugenottische Einwanderer nach Deutschland einschließlich der ehemaligen deutschen Ostgebiete Auch von einzelnen französischen Gemeinden wie z B Metz liegen die Einträge vor Die in Bad Karlshafen einzusehenden Kirchenbücher umfassen einen zeitlichen Rahmen von der Einwanderung der Hugenotten ins deutsche Refuge bis ca 1830 In Einzelfällen sind jedoch auch duplizierte Kirchenbücher neueren

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