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  • Gesellschaft für Deutschlandforschung e.V. - Dr. Peter März
    Erlangen 1972 1979 Studium der Geschichte Germanistik und Sozialkunde an der Universität Erlangen Nürnberg 1979 1984 Gymnasiallehrer in Höchstadt an der Aisch 1981 Promotion zum Thema Die Bundesrepublik zwischen Westintegration und Stalin Noten Zur deutschlandpolitischen Diskussion 1952 in der Bundesrepublik vor dem Hintergrund der westlichen und der sowjetischen Deutschlandpolitik 1984 1988 Tätigkeit im Bayrischen Innenministerium 1988 1997 Tätigkeit in der Bayrischen Staatskanzlei 1997 2011 Stv Leiter der Bayrischen Landeszentrale für

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  • Gesellschaft für Deutschlandforschung e.V. - Benn Roolf, Berlin
    Tagungsberichte Schriftenreihe Kontakt Beitritt Benn Roolf 1964 Geboren in Berlin Seit 1982 Engagement in verschiedenen DDR Oppositionsgruppen 1988 1989 Mitherausgeber der Zeitschrift Kontext und 1989 1991 deren Geschäftsführer und Redakteur Seit 1991 selbstständiger Unternehmer Seit 2010 leitender Redakteur der Zeitschrift

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  • Gesellschaft für Deutschlandforschung e.V. - Fachgruppe Geographie und Raumplanung
    Bestehen zurückblicken konnte wurde diese Fachgruppe erst im Jahre 1989 gegründet Prof Dr Karl Eckart Gerhard Mercator Universität Duisburg ist Initiator und seit seiner Gründung Leiter dieser Fachgruppe Die erste Veranstaltung fand 1990 an der Universität in Duisburg statt Bisher konnten bereits zahlreiche Symposien durchgeführt werden Symposien Energiestrukturveränderungen und ihre Raumwirksamkeit in den beiden deutschen Staaten Gerhard Mercator Universität GH Duisburg 1990 Räumliche Bedingungen und Wirkungen des sozial ökonomischen Umbruchs in Berlin Brandenburg Humboldt Universität zu Berlin 1991 Raumordnung und Landesplanung in Deutschland Gerhard Mercator Universität GH Duisburg 1992 Räumliche Aspekte des wirtschaftlichen Umbruchs in Thüringen Universität Jena 1993 Ökologische ökonomische und raumstrukturelle Prozesse in den neuen Bundesländern Das Beispiel Sachsen Anhalt Martin Luther Universität Halle Wittenberg 1994 Aktuelle sozialökonomische Strukturen Probleme und Entwicklungsprozesse in Mecklenburg Vorpommern Universität Greifswald 1995 Die Euroregionen im Osten Deutschlands Landratsamt Bautzen 1996 Raumplanung und Raumforschung in der DDR was verging und was bleibt Versuch einer selbstkritischen Einschätzung Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Berlin 1996 Die Wirtschaft im geteilten und vereinten Deutschland Ost West Kolleg Brühl 1997 Berlin Brandenburg Raum und Kommunalentwicklung im Spannungsfeld von Metropole Umland und ländlichem Raum Technologie Zentrum Hennigsdorf 1997 Revitalisierung märkischer Innenstädte und integrierte Entwicklung des ländlichen Raumes am 1

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  • Gesellschaft für Deutschlandforschung e.V. - Tagungsbericht
    konnte Während die internationale Politik im Zuge der Entspannungsbemühungen seit den 60er Jahren die Themenfelder Friedenssicherung und Rüstungskontrolle zunehmend in den Mittelpunkt rückte habe sich in Deutschland die Tendenz verstärkt den Status quo und somit die Teilung Deutschlands als einen unverzichtbaren deutschen Beitrag für ein friedliches Europa zu akzeptieren Gegentendenzen seien an den Rand geraten und ihre Verfechter bisweilen mit dem Vorwurf konfrontiert worden friedensgefährdende Absichten zu haben oder gar Revanchismus zu betreiben Haarmann erläuterte die Hintergründe seiner Thesen am Beispiel der Gründung der GfD und stellte weitere Gruppen und Einzelpersönlichkeiten vor darunter die Linken Patrioten den Friedensaktivisten Achim Franke den Freundeskreis Deutschland sowie das Wirken des ehemaligen Honecker Beraters Wolfgang Seiffert und seines Arbeitskreises ehemaliger DDR Akademiker in der Bundesrepublik Karl Rudolf Korte Duisburg Essen lenkte den Blick ins Kanzleramt des Jahres 1989 Er legte detailliert dar auf welche Weise Bundeskanzler Helmut Kohl der zu diesem Zeitpunkt innenpolitisch an einem Tiefpunkt seiner Macht stand die Ereignisse im Herbst 1989 strategisch zu nutzen wusste um seine Position zu konsolidieren Ausgestattet mit monumentaler Unbeirrbarkeit so Korte habe Kohl in einer Zeit in der Lageeinschätzungen nahezu unmöglich und Problemkonstellationen offen gewesen seien die Initiative zurückerlangt und schließlich drei Tage vor dem Mauerfall die Entscheidung für eine rasche Auseinandersetzung mit den Angelegenheiten der DDR gefällt Die uneinige Haltung der deutschen Sozialdemokratie im Vereinigungsprozess 1989 90 beleuchtete Daniel Friedrich Sturm Berlin Wesentliche Teile der SPD seien zu lange auf die SED und ihre Reformierbarkeit fixiert geblieben nur wenige Sozialdemokraten hätten den Sog der friedlichen Revolution in Richtung Wiedervereinigung erkannt Sturm zog das Fazit dass die SPD im Revolutionsjahr Sympathie hätte ernten können wenn sie in der Sache einig gewesen wäre und konstruktiv den deutschen Einigungsprozess unterstützt hätte Andreas Apelt Berlin widmete sich dem umstrittenen Verhältnis der DDR Opposition zur nationalen Frage vor und während der friedlichen Revolution 1989 90 Grundsätzlich stünden hierzu zwei Thesen gegeneinander einerseits Die Opposition habe die Erringung der deutschen Einheit als Ziel eigenen Wirkens angesehen und anerkannt und andererseits Die Opposition habe an der Eigenständigkeit der DDR und damit an einem neuen Sozialismusexperiment sprich einem dritten Weg festgehalten Die Wahrheit so Apelt liege in der Mitte Es gelte festzuhalten dass die DDR Opposition geschlossen für die Freiheit gestanden habe und dies sei immerhin die Voraussetzung für die Einheit gewesen der sie mit Abstrichen manchem Unbehagen aber zuweilen auch an der Spitze der Bewegung zugestimmt habe Über die gesellschaftlichen Vorbedingungen für die friedliche Revolution 1989 sprach Angelika Barbe Dresden Sie begab sich auf die subjektive Ebene und schilderte eindrücklich welche Art von inneren und äußeren Prozessen Menschen in der DDR durchlaufen hätten bis sie zu Oppositionellen wurden und welche Strategien es gab sich als Oppositionelle vor dem repressiven System zu schützen Scharf kritisierte Barbe geschichtsverfälschende Behauptungen nach denen die DDR kein Unrechtssystem gewesen sei Manfred Wilke Berlin erläuterte seine zentrale These dass es neben dem Aufstehen der Bürgerbewegung ein zweites Moment gebe den Herbst 1989 zu verstehen die Agonie der SED Dies wies Wilke in sechs Punkten nach darunter die veränderte

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  • Gesellschaft für Deutschlandforschung e.V. - Tagungsbericht
    den Erfolgen der Grünen und nach 1990 mit der Linkspartei PDS aufgeweitet wurde Die Rolle der Parteien heute ist als zwiespältig anzusehen Einerseits ist erkennbar dass es Gefährdungen der Demokratie durch die Machtfülle der Parteien gebe andererseits muss es eine Kontrolle der Mächtigen geben wobei sich die Frage nach Kontrollbedarf und einschlägigen Kriterien stelle Schon der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker sprach von machtversessenen und machtbesessenen Parteien eine Bewertung die folgenlos blieb Virulent ist insbesondere das Föderalismus Problem oppositioneller Parteien im Bundesrat das eine organisierte Unverantwortlichkeit darstellt Eine Machtbegrenzung der Parteien kann letztlich dem Gemeinwohl dienen Politische Akteure haben im Parteienbereich ein großes Interesse an der Ausschaltung von Wettbewerb dies belegt das Beispiel politischer Kartelle in Fragen der Ausstattung politischer Parteien mit öffentlichen Mitteln So wurde zwar die 1959 eingeführte Subventionierung der Parlamentsparteien durch das Parteienfinanzierungsurteil des Bundesverfassungsgerichts 1966 begrenzt jedoch von den Parteien durch politische Stiftungen und Fraktionsförderung umgangen Aktuell liegen Bestrebungen vor über eine Europäische Parteienverordnung den Parteien zusätzliche Einnahmen zu sichern Kritisch zu betrachten ist auch die Steuerbegünstigung von Beiträgen und Spenden Das Bundesverfassungsgericht als Kartellamt für Parteien hat kein Initiativrecht für eine wirksame Kontrolle Letztlich entscheiden die Parteien Fraktionen selbst wann es für eine Parteien Entscheidung angerufen werden soll Hier fällt den Parteien eine Kartellbildung zur Vermeidung negativer Entscheidungen leicht Besonders ärgerlich ist auch die Ämterpatronage Der Referent kritisierte die Durchsetzung öffentlicher Kontrollinstanzen durch Parteigänger ausgehend von den Präsidenten und Vizepräsidenten der Rechnungshöfe der öffentlich rechtlichen Anstalten öffentlich rechtlicher Unternehmen bis hin zu Spitzenämtern im öffentlichen Dienst In diesem Kontext fielen Worte vom Ruin für Berlin Nach kritischen Worten zur politischen Klasse die keinem produktiven Wettbewerb unterliegt ist in Deutschland nicht nur ein Reformstau sondern vor allem ein Wahrnehmungsstau bei den zu bewältigenden Problemen festzustellen In einer lebhaften Diskussion wurden Kontrollmöglichkeiten gegen Ämterpatronage nachgefragt und Möglichkeiten einer ausgeweiteten Demokratie nach Schweizer Vorbild behandelt Es wurde klargestellt dass die offene Kritik auf Verbesserungen im System und nicht auf dessen Infragestellung abziele Massive Kritik äußerte der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin Eberhard Diepgen insbesondere an dem aufgeworfenen Zerbild von Berlin Wenn er zurückblicke so führte er wörtlich aus war einer der entscheidenden Fehler dass ich nicht Politiker entsandt habe sondern Wirtschaftsvertreter Er stehe der unmittelbaren Bürgerbeteiligung bei Personalfragen wie sie zum Beispiel das bayerische Wahlrecht kennt positiv gegenüber Eine Beteiligung von Bürgern an Sachentscheidungen führe zu einer Handlungsunfähigkeit unserer Gesellschaft Gruppenegoismen würden sich gegen Großinvestitionen richten In Deutschland könne man sich beispielsweise die Folgen eines Bürgerentscheides zur Nutzung des Potsdamer Platzes in Berlin ausmalen Es würde wohl noch zehn Jahre dauern bevor dort überhaupt etwas in Angriff genommen werden könnte Zweifel wurden abschließend seitens des Plenums geäußert ob politische Bildung heute noch Aufgabe der Parteien sein könne Der Vortrag Das Problem der Überhangmandate und der Drei Mandats Regelung von Prof Dr Hans Hugo Klein Karlsruhe Göttingen beleuchtete das Spannungsverhältnis eines kombinierten Mehrheits und Verhältniswahlrechts das letztlich zu Überhangmandaten führen kann Diese außerhalb des Wahlproporzes zugeteilten Mandate sind in zwölf der 16 Bundestagswahlen angefallen und nach einer Entscheidung des

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  • Gesellschaft für Deutschlandforschung e.V. - Tagungsbericht
    Problematik begegnet die TÜV Rheinland Group bereits heute mit Zukunftsprojekten in den Bereichen neue Technologien Erschließung von Logistikressourcen und Effizienzsteigerung der Transporte Allen voran wird die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf Schiene und Wasser forciert Darüber hinaus werden Gedanken zur Vermeidung von Verkehr zu Veränderung von Arbeitsprozessen und zu intelligenten Verkehrsnetzen einbezogen Während Verkehrsinfrastrukturprojekte und probleme in Art und Umfang bislang unter wirtschaftsgeographischem Blickwinkel stark vereinfachend als Notwendigkeit aus steigendem Nutzungsgrad und Aufkommen analysiert wurden verdeutlichte nunmehr eine bautechnische Betrachtung des Verkehrsprojektes 17 im europäischen Wasserstraßennetz den sich hinter einer Verwirklichung solcher Projekte verbergenden technischen Aufwand Das genannte Projekt behandelt den Ausbau des Wasserstraßennetzes Hannover Magdeburg Berlin über den Mittelland und den Elbe Havel Kanal Diesem Aspekt widmete sich Dipl Ing H Täger aus dem Wasser und Schifffahrtsamt Magdeburg mit seinen Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg betitelten Ausführungen Das Wasserstraßenkreuz Magdeburg bildet das verkehrsmäßige Zentrum in der Verbindung zwischen Hannover und Berlin Der Ausbau forderte natürliche Höhenunterschiede zu überwinden und Naturlandschaften galt es zu ersetzen Die sog Kanalbrücke wurde dazu errichtet und die Doppelsparschleuse Hohenwarte sowie das Schiffhebewerk Rothensee ausgebaut Herr Täger ließ die besonderen Bestandteile der drei Infrastrukturelemente z B bezüglich Wasserführung und Ausstattung und ihre Inbetriebnahme für den Zuhörer plastisch werden Heute ist das Wasserstraßenkreuz in Betrieb Trotzdem sind weitere Arbeiten u a die Einrichtung einer Hafenschleuse in Magdeburg vorzunehmen Welche technische und daraus folgend auch zeitliche und monetäre Dimension ein solches Bauprojekt einnimmt ist nach den Ausführungen des Herrn Täger aus geändertem Blickwinkel nachvollziehbar Ebenfalls mit dem Element Wasser beschäftigte sich Dr Oliver Neuhoff vom Verband Spedition und Logistik NRW e V Rhein Main Donau Transeuropäische Verkehrsachse lautete sein Thema Einleitend schwenkte er über die historische Entstehung des Kanals mit seinen seit 793 dokumentierten Vorläufern auf die Sekundärnutzbarkeit der Wasserstraße als Freizeitstätte um dann zum Potential des Wasserweges als transeuropäische Verkehrsachse zu gelangen Bezüglich des Verkehrsweges ist nebenbei seine Finanzierung über Wasserkraftwerke erwähnenswert Gesamtkosten von 2 35 Mrd Die Schifffahrt auf dem Rhein Main Donau Kanal ist gegenwärtig nicht ausgeprägt da sich die Standorte der versendenden Industrie im Vergleich mit anderen Wasserstraßen mehrheitlich sehr weit vom Ufer entfernt befinden Herr Dr Neuhoff verband prognostizierte Entwicklungsschübe aus Südosteuropa mit sich ausweitenden Handelsrouten und einer Zunahme des Verkehrs die er exemplarisch für die Verkehrsverflechtungen mit der Türkei Griechenland und Rumänien darlegte Wie bereits Frau Dr Kremer TÜV Rheinland Group setzt auch der Verband Spedition und Logistik e V und Herr Dr Neuhoff mit Blick in die Zukunft auf eine multimodale Verkehrkette aus Wasser und Schienennetz um die Straße als Verkehrsträger zu entlasten Die Donau ist dafür im Binnenwasserstraßenbereich schon heute nutzbar eine sich unmittelbar anschließende globale Güterverschiffung ist über die ARA Häfen möglich Als verkehrsgeographischer Experte flocht Prof i V Dr Rudolf Juchelka selbst Universität Duisburg Essen und Deutscher Verband für Angewandte Geographie das nächste neue Element die Luft ins Tagungsprogramm ein und rückte dabei den Menschen als zu beförderndes Medium in den Mittelpunkt seiner Betrachtung Er befasste sich mit dem Thema Aktuelle Entwicklungen im Luftverkehr und in der

    Original URL path: http://www.gfd-berlin.de/tagungen/gfd_051104.html (2016-02-14)
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  • Gesellschaft für Deutschlandforschung e.V. - Tagungsbericht
    hochwertige Wissenschaftslandschaft in der Biotechnologie Medizintechnik und im Pharmabereich International renommierte Krankenhäuser wie die Carité und Vivantes werden gegenwärtig schon nach ökonomischen Prinzipien wie Unternehmen geführt und nicht als Elemente einer sozialen Infrastruktur verwaltet Die Forschungsförderung in der Gesundheitswirtschaft erreicht Millionenhöhe Innerhalb der Universitäten verselbständigen sich die finanziellen Mittel allerdings noch Außerdem unterschätzen Forschungsinstitute die individuelle Wettbewerbsposition hinsichtlich ihres eigenen Wissens und Wirtschaftspotentials Weiterhin bestehen vielfältige Kooperationen mit Großkonzernen Die Vielzahl der Potentialfaktoren ist bislang dennoch größtenteils unkoordiniert Um derartige Defizite zukünftig zu minimieren zielen Berlins Aktivitäten auf stärkere Vernetzung der Akteure Ein in Anlehnung an den Masterplan des Gesundheitswesens in Nordrhein Westfalen erstellter Plan ein Abbau administrativer Hemmnisse in der politischen Entscheidungsfindung verstärkte außenwirtschaftliche Orientierung und eine kompetente Steuerung des Gesamtprozesses nach Vorbild Mecklenburg Vorpommerns bilden Berlins Ansätze zur Netzwerkbildung und zur Erreichung der angestrebten Spitzenposition in der Gesundheitswirtschaft Dr Karin Timmel war mehr als zehn Jahre lang Landrätin auf Rügen Gegenwärtig ist sie Health Clustermanagerin im Koordinierungsbüro Gesundheitswirtschaft MV bei der BioCon Valley GmbH in Warnemünde einer Gesellschaft die es sich zum Ziel gesetzt hat einen Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Politik einerseits herzustellen und als Plattform zum Erfahrungsaustausch der regionalen Akteure andererseits zu fungieren Mecklenburg Vorpommern auf dem Weg zum Gesundheitsland Nr 1 in Deutland lautete das Thema ihres Vortrages Einleitend skizzierte Dr Timmel die über die Seebäder und Bademedizin lange begründete Tradition Mecklenburg Vorpommerns als Gesundheitsstandort Dem folgend setzt das Land nun auf traditionelle europäische und natürliche Anwendungen wie Moor oder Sole Bäder Kein Preiswettbewerb sondern hohe Qualitätsstandards stehen hier im Mittepunkt sämtlicher Aktivitäten Die Projektfinanzierung erfolgt etwa hälftig über Landesmittel Es werden medizinische Projekte durchgeführt der Tourismus ausgebaut und Universitätswissen in die einzelnen Bereiche getragen Ergänzend stehen die Ernährungswirtschaft und Spitzenhotels zur Seite um insbesondere für die Rehabilitation einen fließenden Übergang zum Wellness Bereich zu ermöglichen Selbstzahler als Zielgruppe versucht man beispielsweise über eine Landesimagekampagne zu gewinnen Zukünftig maßgebend werden eine gute Versorgungsinfrastruktur die Schwerpunktsetzung in der modernen Medizin die Bio Medizin und der Kompetenzzentrenausbau der Spitzenmedizin in Mecklenburg Vorpommern sein Von Hause aus Soziologe betitelt Uwe Borchers Stellvertretender Geschäftsführer des Zentrums für Innovation und Gesundheitswirtschaft ZIG Ostwestfahlen Lippe seinen Vortrag mit Stärkung der Gesundheitswirtschaft durch Netzwerkkooperation und Clustermanagement Erfahrungen und Perspektiven Netzwerkbildung und Kooperation erweisen sich in Ostwestfalen Lippe als besonders bedeutsam da man sich hier mit ausgeprägten regionalen Identitäten auseinandersetzen muss Eine Tradition in der Behandlung chronisch kranker Menschen kennzeichnet den Raum Des Weiteren sind auch hier Naherholung und Wellness fest verankert Allianzen zwischen Kliniken und gastronomischen Einrichtungen schaffen ein als Medical Wellness bezeichnetes Qualitätsmerkmal bei dem Prävention einen wesentlichen Part ausmacht Branchenübergreifende Zusammenarbeit gilt dabei genauso als Mittel zur Innovationsfindung wie Universitäten über Unternehmensausgründungen zur Vitalität der Region beitragen Krankenhäuser Wirtschaft primär Medizintechnik und Wissenschaft stützen die Gesundheitswirtschaft vor Ort Die ZIG übernimmt dabei das Prozessmanagement in der Partnerschaft zwischen Anwendern und Herstellern So stand sie beispielsweise Pate bei der Entwicklung eines neuartigen Krankenhausbettes Extern wird die ZIG als Testfeld für Ideen wahrgenommen und ermöglicht die enge Zusammenarbeit der verschiedensten Akteure da sie

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  • Gesellschaft für Deutschlandforschung e.V. - Tagungsbericht
    Messesektor In wirtschaftlichen Analysen nimmt Berlin als Wirtschaftsstandort gleichwohl bestenfalls einen Mittelplatz ein Die Gründe sind vielfältig insbesondere die starke industrielle Prägung mit Strukturwandeldefiziten das schwache Wirtschaftswachstum die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit sowie gesellschaftliche Problemlagen Die Neugründung von Firmen im Jahr 2004 mit rund 27000 Neugründungen boomt seit einigen Jahren wobei im Falle der als Einzelunternehmer gestarteten Ich AGs kaum mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze gerechnet werden kann Seit Mitte der 90er Jahre hat Berlin auch als Forschungs und Innovationsstandort an Zugkraft gewonnen Mit einem Anteil von rund 4 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für getätigte Forschungs und Entwicklungsaufgaben rangiert Berlin an der Spitze der Bundesländer Als unzulänglich wird allerdings die Verknüpfung der Wissenschafts und Forschungspotentiale mit dem Wirtschaftsbereich gesehen Für die Politik wird die Forderung erhoben die Innovationsschwäche der Berliner Wirtschaft zu beheben und die Wissenschaft unternehmerischer zu gestalten Flankierend dazu sollte in der Berliner Verwaltung ein Abbau der Bürokratie erfolgen und eine Neuorientierung als modernes Dienstleistungsunternehmen stattfinden Die Frage nach möglichen positiven Synergieeffekten einer Vereinigung von Berlin Brandenburg wurde diskutiert dabei aber darauf hingewiesen dass Brandenburg selbst derzeit eher ein Armenhaus ist Einen besonderen Stellenwert nahm die Podiumsdiskussion zum Vereinigungsprozess ein die interessante Persönlichkeiten an den Tisch der GfD brachte In einem engagierten Statement beklagte Angelika Barbe Dresden die als Vertreterin der damaligen Bürgerbewegung teilnahm dass heute in der Öffentlichkeit nur die Personen aus der ehemaligen DDR wahrgenommen werden die sich öffentlich über alles und jedes beklagen und der Freiheitskampf und die Errungenschaften vollständig in den Hintergrund getreten seien Bezeichnend ist dass der verurteilte Wahlfälscher Hans Modrow heute Europaabgeordneter ist und weithin vergessen wurde dass die DDR rund 8 5 Mrd DM für ihren Menschenhandel mit Dissidenten dem so genannten Freikauf aus Bonn erhalten habe Prof Dr Rolf Reißig Berlin bezeichnete die deutsche Einheit als ungeplantes Experiment das seinen Lauf nahm mit den Ausreisen und Massendemonstrationen Helmut Kohl setzte das Thema am schnellsten auf die politische Tagesordnung und fand die Zustimmung der Eliten in Westdeutschland sowie der Massen in der ehemaligen DDR die in der Vereinigung einen privilegierten Fall sahen mit institutioneller Gleichheit nach dem Vorbild der alten Bundesländer 15 Jahre nach der Vereinigung mangelt es nicht an Befunden es fehlen jedoch strukturelle Analysen insbesondere zur Systemintegration und zur Sozialintegration Dabei bleibt eine positive Bilanz festzuhalten die durch ein inneres Staatswesen mit Demokratie und Rechtsstaat sowie international durch Integration in die Europäische Union und in die NATO gekennzeichnet ist Die privilegierte Transformation gewährleistete eine Kultur und Mentalintegration sie führte jedoch nicht zu selbsttragenden Wirtschaftsleistungen Demnach wird es in den nächsten 10 15 Jahren keine Angleichung der Lebensverhältnisse mit den alten Bundesländern geben Die Massenarbeitslosigkeit mit Phänomenen der Abwanderung ist auf absehbare Zeit nicht zu beseitigen Die Einheit ist damit zwar nicht gescheitert sie ist aber auch nicht vollendet Sie stellt ein offenes Generationenprojekt dar und bedarf insoweit eines grundlegenden Perspektivenwechsels Prof Dr Günther Heydemann Leipzig ordnete die Thematik nach drei Gesichtspunkten Zunächst eine Einordnung der Jahre 1989 90 in den historischen Kontext dann einige Bemerkungen zum Transformationsprozess und schließlich noch

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