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  • Gewaltbegünstigende Faktoren
    keine Aussage darüber getroffen werden inwieweit diese Faktoren im Einzelfall überhaupt oder aber mit welchem Gewicht zu Kindesmisshandlung beitragen können vgl Deegener Körner 2006 Untersuchungen haben ergeben dass folgende Faktoren das Risiko von Kindesmisshandlung erhöhen können und zwar insbesondere dann wenn sie mehrfach auftreten Mögliche Merkmale der Eltern ungewollte Schwangerschaft große Kinderzahl frühe Mutterschaft Erziehungsstil geprägt durch Drohungen Missbilligung Anschreien eigene Gewalterfahrungen in der Kindheit Alkohol und Drogenprobleme Psychische Störungen misshandelnde Eltern sind häufig depressiv negative Befindlichkeiten wie erhöhte Ängstlichkeit emotionale Verstimmung sowie erhöhte Erregbarkeit geringe Frustrationstoleranz Reizbarkeit verbunden mit Impulskontroll Störungen Stress und das Gefühl der Überbeanspruchung überhöhte Erwartungen an die Kinder Befürwortung körperlicher Strafen Mögliche Merkmale des Kindes geringes Körpergewicht des Kindes oder starkes Übergewicht Auffälligkeiten in der körperlichen Entwicklung gesundheitliche Probleme Entwicklungsverzögerungen Verhaltensprobleme Mögliche Merkmale des sozialen Umfeldes geringe finanzielle Ressourcen Arbeitslosigkeit bei Männern Wohngegend und Nachbarschaft mit hoher Gewalt und Armuts rate soziale Isolation wenig Kontakte zu Verwandten wenig soziale Unterstützung Mögliche kulturelle und gesellschaftliche Faktoren Erziehungseinstellungen und praktiken gesellschaftliche Verbreitung von Gewalt Mögliche Faktoren die insbesondere sexuelle Gewalt fördern sind Gleichsetzung von Männlichkeit mit Macht Kontrolle und Dominanz sexuelle Aktivität als Gradmesser von Männlichkeit und psycho sozialer Potenz Sexualisierung von Beziehungen von Bedürfnissen und von

    Original URL path: http://www.gewalt-gegen-kinder-mv.de/index.php?view=article&id=16%3A14&tmpl=component&print=1&layout=default&page=&option=com_content&Itemid=33 (2016-02-16)
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  • Literaturverzeichnis
    1997 Bundesministerium für Familie Senioren Frauen und Jugend Lebenssituation Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland Eine repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland Zusammenfassung zentraler Ergebnisse Berlin 2004 Bussmann K D Gewaltfreie Erziehung Eine Bilanz nach Einführung des Rechts auf gewaltfreie Erziehung Berlin Bundesministerium für Familie Senioren Frauen und Jugend Bundesministerium der Justiz 2003 Dalton H J Slovis T Helfer R E Comstok J Scheurer S Riolo S Undiagnosed abuse in children younger than 3 years with femoral fracture Am J Dis Child 144 875 878 1990 Deegener G Körner W Hrsg Kindesmisshandlung und Vernachlässigung Ein Handbuch Hogrefe 2005 Deegener g Körner W Risikoerfassung bei Kindesmisshandlung und Vernachlässigung Theorie Praxis Materialien Dustri 2006 Deutscher Kinderschutzbund Hrsg Kinder sind gewaltlos zu erziehen Materialien zum Kinderschutz Band 4 Hannover 1992 Eggers C Seelische Misshandlung von Kindern Der Kinderarzt 25 748 755 1994 Enders U Hrsg Zart war ich bitter war s Sexueller Missbrauch an Jungen und Mädchen Köln 1990 Engfer A Entwicklung von Gewalt in den sogenannten Normalfamilien In Martinius J Frank R Hrsg Vernachlässigung Misshandlung und Missbrauch von Kindern Erkennen Bewusst machen Helfen Bern 1990 Esser G Weinel W Vernachlässigende und ablehnende Mütter in Interaktion mit ihren Kindern In

    Original URL path: http://www.gewalt-gegen-kinder-mv.de/index.php?option=com_content&task=view&id=35&Itemid=66&limit=1&limitstart=0 (2016-02-16)
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  • Literaturverzeichnis - Seite 2
    Internetzeitschrift der Arbeitsgemeinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie AGSP http www agps de Jacobi G Kindesmisshandlung aus der Sicht der Neuropädiatrie Vortrag vor der Sektion Kinderheilkunde Jugendmedizin Abt Kinder Jugendpsychiatrie Akademie für ärztliche Fortbildung und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen Bad Nauheim 1995 Kavemann B Lohstöter I et al Sexuallität Beschädigung statt Selbstbestimmung Leverkusen Leske 1985 Kavemann B Kinder und häusliche Gewalt Kinder misshandelter Mütter In Kindesmisshandlung und vernachlässigung Interdisziplinäre Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und vernachlässigung e V Jg 3 Heft 2 S 1006 120 Krause D Schneider V Blaha R Leichenschau am Fundort Paderborn 2006 Kopecky Wenzel M Frank R Gewalt an Kindern Teil 1 Prävention von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung In Allhoff P G Hrsg Präventivmedizin Praxis Methoden Arbeitshilfen Heidelberg 1995 Lockemann U Püschel K Gyn 4 Heft 2 Seite 129 130 1999 Madea B Die ärztliche Leichenschau Rechtsgrundlagen Praktische Durchführung Problemlösungen Heidelberg 2006 Madea B Praxis Rechtsmedizin 2 aktualisierte Aufl Heidelberg 2007 Püschel K Das Problem der Kindesmisshandlung aus ärztlicher Sicht Diagnostik und Interventionsmöglichkeiten Diskussion In Bundesärztekammer Hrsg Fortschritt und Fortbildung in der Medizin Band 18 Deutscher Ärzte Verlag 1994 Remschmidt H Elterliche Kindesmisshandlung Münchner Medizinische Wochenschrift 128 1986 Rutschky K Wolff R Handbuch sexueller Missbrauch Reinbek bei

    Original URL path: http://www.gewalt-gegen-kinder-mv.de/index.php?option=com_content&task=view&id=35&Itemid=66&limitstart=1 (2016-02-16)
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  • Epidemiologie - Fallentwicklung Kindesmisshandlung
    Kindesmisshandlung Jahre Fallzahl Bund Fallzahl M V Bevölkerungsentwicklung Bund 0 14 Jahre in Bevölkerungsentwicklung M V 0 14 Jahre in 2002 2642 48 1 94 6 93 2003 2928 52 1 99 6 10 2004 2916 56 2 22 5 25 2005 2905 48 1 71 0 83 2006 3131 43 Fallentwicklung Geschlechter Tatverdächtige Opfer Jahre Fallzahl Bund männlich weiblich männlich weiblich 2002 2642 1640 1082 1702 1369 2003 2928

    Original URL path: http://www.gewalt-gegen-kinder-mv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51&Itemid=83&widthstyle=w-fluid&limitstart=1 (2016-02-16)
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  • Epidemiologie - Fallentwicklung Vernachläsigung
    Seite 3 von 4 Fallentwicklung Vernachläsigung Fallentwicklung Vernachlässigung Jahre Fallzahl Bund Fallzahl M V Bevölkerungsentwicklung Bund 0 14 Jahre in Bevölkerungsentwicklung M V 0 14 Jahre in 2002 1089 42 1 94 6 93 2003 1240 42 1 99 6 10 2004 1170 51 2 22 5 25 2005 1178 43 1 71 0 83 2006 1597 40 Fallentwicklung Geschlechter Tatverdächtige Jahre Fallzahl Bund männlich weiblich 2002 1089 366 853

    Original URL path: http://www.gewalt-gegen-kinder-mv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51&Itemid=83&widthstyle=w-fluid&limitstart=2 (2016-02-16)
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  • Epidemiologie - Fallentwicklung sexueller Missbrauch
    sexueller Missbrauch Jahre Fallzahl Bund Fallzahl M V Bevölkerungsentwicklung Bund 0 14 Jahre in Bevölkerungsentwicklung M V 0 14 Jahre in 2002 15989 405 1 94 6 93 2003 15430 405 1 99 6 10 2004 15255 398 2 22 5 25 2005 13962 297 1 71 0 83 2006 12765 306 Fallentwicklung Geschlechter Tatverdächtige Opfer Jahre Fallzahl Land männlich weiblich männlich weiblich 2002 405 249 6 93 285 2003

    Original URL path: http://www.gewalt-gegen-kinder-mv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51&Itemid=83&widthstyle=w-fluid&limitstart=3 (2016-02-16)
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  • Rechtliche Rahmenbedingungen
    herangetragen werden so dass Sie mit dessen Einverständnis und in Absprache mit ihm handeln Ebenfalls sind Sie von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden wenn die Annahme berechtigt ist dass Sie von einer Einwilligung ausgehen können Eine Einwilligungsfähigkeit kann in der Regel bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren angenommen werden Sie sollten sich von ihnen eine schriftliche Einwilligungserklärung aushändigen lassen Die Einwilligungsfähigkeit von Kindern bis 14 Jahren hängt von den Umständen des Einzelfalls insbesondere von deren Einsichtsfähigkeit ab Bei der mutmaßlichen Einwilligung dürfen Sie nur im vermeintlichen Interesse und Einverständnis des betroffenen Kindes handeln Je jünger das Kind ist desto seltener dürfte dieser Fall in der Praxis vorliegen Rechtfertigender Notstand bei Abwendung einer Gefahr Noch wichtiger für Ihre Praxis ist dass auch ohne Einwilligung Informationen weitergegeben werden können wenn ein rechtfertigender Notstand nach 34 StGB vorliegt Danach handeln Sie nicht rechtswidrig wenn die Gefahr für Gesundheit und Leben des Kindes so groß ist dass eine Abwendung dieser Gefahr schwerer wiegt als die Einhaltung der Schweigepflicht Dies ist in der Regel bei Vorliegen einer gegenwärtigen erheblichen Gefahr für das Kind der Fall 34 Rechtfertigender Notstand Wer in einer gegenwärtigen Gefahr für Leib Leben eine Tat begeht um die Gefahr von einem anderen abzuwenden handelt nicht rechtswidrig wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren das geschützte Interesse das Beeinträchtigte wesentlich überwiegt Dies gilt jedoch nur wenn die Tat ein angemessenes Mittel ist die Gefahr abzuwenden Nach erschütternden Fällen von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung bei denen Kinder zu Tode gekommen sind ist der Kinderschutz nach 8a SGB VIII neu geregelt und präzisiert worden Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ist nach 8a SGB VIII in besonderer Weise zu erfüllen siehe hierzu den Gesetzestext in Kap 6 Nach dem Gesetz stellen die Jugendämter in Vereinbarungen mit den Trägern

    Original URL path: http://www.gewalt-gegen-kinder-mv.de/index.php?option=com_content&view=article&id=18&Itemid=35&widthstyle=w-fluid (2016-02-16)
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  • Rechtliche Rahmenbedingungen
    Gesetzestext in Kap 6 Nach dem Gesetz stellen die Jugendämter in Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten sicher dass diese den Schutzauftrag wahrnehmen und mit erfahrenen Fachkräften zusammenarbeiten Dazu gehören auch Regelungen über die Frage wie in Verdachtsfällen Gefährdungseinschätzungen vorgenommen und Schutzmaßnahmen für das Kind organisiert werden sollen Haben Sie anlässlich der Behandlung eines Kindes Kenntnis von Verletzungen die auf Misshandlung Missbrauch oder schwerwiegende Vernachlässigung hindeuten sollten Sie sich an eine im Serviceteil genannte Beratungsstelle oder an das örtliche Jugendamt wenden Dort gibt es erfahrene Fachkräfte die Ihnen bei einer Einschätzung und ggf beim weiteren Vorgehen zur Seite stehen und den Kindern helfen können Mit anderen Institutionen kooperieren Es ist Aufgabe des Jugendamtes und der Allgemeinen Sozialen Dienste einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nachzugehen und die Misshandlung zu stoppen Die Interventionsmöglichkeiten dieser Einrichtungen sind stets hilfeorientiert und sehr vielfältig Hilfen sollen soweit möglich unter Beteiligung der Eltern und Kinder entwickelt werden um damit den Schutz von Kindern in ihren Familien sicherzustellen Die Palette reicht von präventiven Hilfen über ambulante anonyme Beratung und Therapie bis zu langfristigen und stationären Maßnahmen Vorübergehende Inobhutnahme als sofortige Hilfe In Fällen einer akuten Gefährdung ist das Jugendamt bzw der Allgemeine Soziale Dienst ASD gemäß 42 des Sozialgesetzbuchs VIII Kinder und Jugendhilfe berechtigt und verpflichtet Kinder und Jugendliche in Obhut zu nehmen Zur Inobhutnahme ist auch der Kinder und Jugendnotdienst KJND berechtigt der auch abends an Wochenenden und Feiertagen zur Verfügung steht Einschalten des Familiengerichts Sie können u a das Familiengericht einschalten Dort kann eine Sorgerechtseinschränkung oder ein Sorgerechtsentzug erwirkt werden wenn anderweitig der Schutz nicht sichergestellt werden kann Das Familiengericht kann auch ein Umgangs und Kontaktverbot für den mutmaßlichen Täter aussprechen Bei Information dieser Institutionen bedenken Sie dass personenbezogene Daten nur bei Vorliegen einer Einwilligung oder eines rechtfertigenden Notstandes übermittelt werden dürfen Andernfalls dürfen Sie nur anonymisierte Daten weitergeben Dies soll Sie jedoch nicht daran hindern mit dem Jugendamtmitarbeiter oder Familienrichter in Kontakt zu treten und das weitere Vorgehen abzusprechen Einschalten der Polizei Die Polizei ist eine für die Abwehr und Verhütung von Gefahren zuständige Behörde Auf diesem Gebiet wird sie entweder subsidiär hilfsweise für andere eigentlich zuständige Behörden z B bei deren Nichterreichbarkeit oder bei besonderer Eilbedürftigkeit wie z B auch an Stelle des Jugendamtes tätig Darüber hinaus wird sie auch originär in den Fällen Gefahren abwehrend tätig wo es ihre ureigenste Aufgabe ist z B wenn es um die Verhütung von Straftaten geht Die Vernachlässigung von Kindern die Kindesmisshandlung der sexuelle Missbrauch von Kindern sind Straftaten die es zu verhüten gilt Zudem ist die Polizei auch Strafverfolgungsbehörde die nach dem so genannten Legalitätsprinzip gesetzlich verpflichtet ist bei allen Straftaten von denen sie Kenntnis erlangt die erforderlichen Ermittlungen aufzunehmen Vernachlässigung Misshandlung und Sexueller Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen im StGB Der Gesetzgeber stellt die Misshandlung von Kindern und zwar die Vernachlässigung den sexuellen Missbrauch und die körperliche Gewalt unter Strafe Die Verletzung der Fürsorge oder Erziehungspflicht zu der auch die Vernachlässigung von Kindern zählt kann gemäß 171 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei

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