archive-de.com » DE » E » EISENBAHN-UND-MODELLBAU.DE

Total: 168

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Arbeitsgemeinschaft EISENBAHN UND MODELLBAU
    Das TRIX Signet erscheint durch die Schattierung wertiger Auf der Rückseite sind die einem Firmenleitbild entnommenen Schlagworte und die nicht zum Modell passenden allgemeinen Appetitmacher Bildchen einem zugegeben etwas euphorischen Text zum Vorbild sowie einem hübschen Modellfoto gewichen Auf den Stirnseiten fällt auf dass einige Informationen entfallen sind die für den Einzelhandel doch wichtig wären die Bestellnummer ist jetzt nur noch für Insider erkennbar im Barcode versteckt zu finden während sie bisher groß aufgedruckt war und die Darstellung der Decoderschnittstelle ist ersatzlos weggefallen Leider ist nun auch das traditionelle ovale TRIX Bildzeichen das in den fünfziger Jahren schon als TRIX EXRESS Bildzeichen in weißer oder gelber Schrift auf schwarzem Oval zu sehen war wahrscheinlich endgültig weg gefallen Zum Seitenanfang Zum genauen Hinschauen ist es immer schön einige Vorbildfotos zur Hand zu haben Leider haben wir kein Foto der 89 7422 wohl aber ihrer Schwestermaschine 89 7426 aufgetan Diese Lok stammt aus der gleichen Bauserie wie wir dem guten alten und antiquarisch ziemlich hoch bepreisten EK Buch über die T3 entnehmen können Moll Wenzel Die Baureihe 89 70 EK Verlag Freiburg 1981 ISBN 3 88255 189 5 Immerhin sind dem Buch einige Stationen des Lebenslaufs der 89 7422 zu entlocken Die Maschine wurde von Orenstein und Koppel im Jahre 1902 mit der Fabriknummer 962 für die Preußische Staatsbahn gebaut und ging hier als 6160 Berlin in Betrieb Es handelte sich um eine T3 nach der Normalie M III 4e näheres dazu in EMB 24 Ende 1930 war sie im Bw Berlin Gesundbrunnen gelistet und fiel 1935 nach nur rund 33 Betriebsjahren der Ausmusterung zum Opfer Die Beheimatung im Bw Berlin Gesundbrunnen können wir auch den Anschriften des Modells entnehmen Der Vergleich mit dem Vorbildfoto der Schwesterlok 89 7426 vom Bw Berlin Tempelhof im Zustand von 1932 zeigt eine überraschend genaue Übereinstimmung

    Original URL path: http://www.eisenbahn-und-modellbau.de/lesenT3-2008_TRIX_89-7422partial.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive


  • Arbeitsgemeinschaft EISENBAHN UND MODELLBAU
    Erscheinen der T3 und der Preußenwagen zerbrach ja die Ehe zwischen TRIX und RÖWA und RÖWA kam selbst mit Lok und Wagen auf den Markt TRIX verkaufte so um 1970 noch Lok und Wagen aus Lagerresten gemeinsam in einem Pappkarton ohne besondere Aufmachung Leider ging RÖWA nach wenigen Jahren in Konkurs die Formen der T3 Lesen Sie hierzu die Story der T3 in EMB 24 gingen an Merker Fischer und die Formen der Wagen an Roco Dort wurden sie mit Kurzkupplungskulissen versehen und kamen nach wenigen Jahren ansonsten unverändert wieder auf den Markt Zum Seitenanfang Soeben sind die Wagen bei Roco erneut aufgelegt worden und im Handel erhältlich und da es bei TRIX MÄRKLIN auch eine 89 7314 wieder gibt wollen wir einmal die Wagen näher anschauen Auf den ersten Blick keine Veränderungen der fehlende Gaskessel beim Dreiachser ist der Tatsache geschuldet dass die Befestigungszapfen nicht genau passen und beim Fototermin der Kessel somit im wahren Wortsinn unter den Tisch fiel Der erste Augenschein ergibt keine Änderungen seit den Siebzigern Und so kann man sagen alles wieder da alles wie es war Bis auf wenige Details die wir im Folgenden näher ansehen wollen Zum Seitenanfang Beginnen wir also mit dem Packwagen Leider liegt uns zur Zeit keine Zeichnung vom zweiachsigen Personenzug Packwagen vor sondern nur das Blatt IIa 1 4 Auflage von 1897 Dieses zeigt einen dreiachsigen Personenzug Packwagen dessen Maße natürlich nicht zum Zweiachser passen Die Zeichnung ist in Bildschirmauflösung kaum erkennbar Durch Click in die Zeichnung kann sie vergrößert werden durch Rechtsclick heruntergeladen und mit einem Bildbetrachtungsprogramm angesehen werden Zum Seitenanfang Von oben nach unten Die Zeichnung IIa 1 4 Auflage dann der Packwagen Roco 44230 von 2008 und der seinerzeitige Roco Packwagen aus dem Röwa Erbe aus den 1970er Jahren Beim Roco 44230 fehlt wieder der Gaskessel

    Original URL path: http://www.eisenbahn-und-modellbau.de/lesenROCOpreussenpartial.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Arbeitsgemeinschaft EISENBAHN UND MODELLBAU
    in Berlin Drewitz mit der Fabriknummer 2014 gebaut zusammen mit der 2011 bis 2013 Zum Seitenanfang Die Lok ging als 6206 Magdeburg bei der Königlich Preußischen Eisenbahnverwaltung in Betrieb Bei der Umzeichnung nach Gründung der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft erhielten sie und ihre beiden Geschwister mit den Fabriknummern 2011 und 2013 die Loknummern 89 7496 bis 89 7498 Die Fabriknummer 2012 scheint nicht mehr umnummeriert worden zu sein 1945 war die 89 7498 ebenso wie ihre beiden Schwesterloks weder im Bereich der DB noch der DR zu finden Interessant übrigens dass an die Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung immerhin 52 Maschinen nach Musterblatt III 4p geliefert wurden Gegenüber den 1 263 Maschinen der Musterblätter III 4e in den verschiedenen Ausgaben ist das allerdings verschwindend wenig Kein Wunder dass nur 89 7462 bis heute überlebt hat Wenn man nur die Lieferungen von Orenstein Koppel anschaut dann ist dort das Verhältnis von 34 Loks nach MIII 4e und 17 Loks nach MIII 4p schon etwas ausgewogener Die dicke T3 nach MIII 4p ist übrigens im wesentlichen nur von Orenstein Koppel und von Hagans gebaut worden 10 weitere Loks von Freudenstein Immerhin 42 Maschinen die 89 7457 bis 89 7498 wurden noch umgezeichnet Die T3 nach Musterblatt III 4p hat zwar einen höheren Rahmen und eine höhere Kessellage als ihre Vorgängerbauart aber der Kessel selbst ist baugleich und war tauschbar Diese Informationen stammen aus dem Buch Moll Wenzel Die Baureihe 89 70 EK Verlag Freiburg 1981 ISBN 3 88255 189 5 Das Buch ist gelegentlich zu heftigen Preisen antiquarisch noch zu haben Eine Neuauflage ist leider noch nicht im Handel Zum Seitenanfang Da das Musterblatt eine echte Ansicht nur von der Lokführer Seite zeigt und die Vorder und Rückansicht Schnitte sind ist ein Vergleich der Details der Musterzeichnung mit den des Modellfahrzeugs auch nur eingeschränkt möglich

    Original URL path: http://www.eisenbahn-und-modellbau.de/lesenT3-2008_GFN89.7498_optikundmassepartial.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Arbeitsgemeinschaft EISENBAHN UND MODELLBAU
    Musterblatt III4e 3 Auflage mit gerader Führerhausrückwand Sie wurde 1907 von Henschel Sohn in Cassel mit der Fabriknummer 8585 gebaut und zunächst bei der italienischen Bahngesellschaft Grignaseo Coggiola Fortula als Nr 2 eingesetzt In den 1950er Jahren wechselte sie zur Hafenbahn Savona als Nr 12 bis sie um die Jahrtausendwende beim Museo Ferroviario Piemontese als Nr 3 betriebsfähig wieder in die Öffentlichkeit trat Das Modell ist keine reine Beschriftungs und Farbvariante der Ursprungsversion 89 7314 Zwar ist sie in weiten Bereichen identisch punktuell aber doch verändert Als Petroleum beleuchtete Maschine verfügt sie natürlich nicht über einen Generator Der Kessel der TRIX Lok hat folgerichtig hier auch nicht die Einsteck Öffnung die wir an der 89 7314 finden Die Puffer sind Hülsenpuffer sind durch Stangenpuffer ersetzt Die elektrischen Laternen sind durch Petroleum Laternen ersetzt Nebenstehend stelle ich einmal die Lokführerseiten von Vorbild und Modell gegenüber Auf den ersten Blick sehr gleich fallen dann doch viele Abweichungen auf die ich im Folgenden noch einmal genauer eingehen werde Was in der Seitenansicht deutlich wird sind die hängenden Puffer vorn die ich bei der 89 7314 einer ungeschickten Behandlung beim Verpacken zugeschrieben hatte Da diese Lok den gleichen Effekt zeigt müssen wir wohl von

    Original URL path: http://www.eisenbahn-und-modellbau.de/lesenT3-2008_MFP.Nr3_optikpartial.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Arbeitsgemeinschaft EISENBAHN UND MODELLBAU
    ehemaligen Röwa Formen auf einem Fleischmann Fahrgestell aufgebaut Deshalb stelle ich hier im folgenden jeweils die neue TRIX Maschine mit der RÖWA Lok von vor 40 Jahren abgebildet ist ein motorloses Modell aus dem o a Plastikbausatz und dem gesuperten Modell gegenüber In diesem Teil der Reihe befasse ich mich erst einmal mit der Optik und den Maßen des Modells Zu den Fahreigenschaften und deren Verbesserung komme ich dann im zweiten Teil und schließlich soll es noch eine Folge mit optischen Verbesserungen und hoffentlich weitere zu Umbauten geben Zum Seitenanfang Im Folgenden sind die Bilder immer in nachstehender Reihenfolge angeordnet Ein Vorbildfoto soweit vorhanden Das entsprechende Bild der nicht modifizierten Märkllin TRIX Lok von heute Das entsprechende Bild der seinerzeitigen RÖWA TRIX Lok von 1968 aus einem RÖWA Bausatz aus Ende der achtziger Jahre nachgebaut Das entsprechende Bild der Lok die ich 1988 aus dem RÖWA Bausatz und einem modifizierten Fleischmann Fahrwerk gebaut habe Die Version von 1968 aus der TRIX RÖWA Kooperation und das aus dem RÖWA Gehäuse mit umgebautem Fleischmann Fahrwerk 1988 gesuperte Modell Beginnen wir also mit der Lokführerseite Skizze aus dem Musterblatt Das berühmte und zigmal veröffentlichte Bellingrodt Standardfoto hier aus Sammlung Herbert Haun Die Märklin TRIX Lok lassen Sie die Augen über Vorbild und Modell spazieren Die RÖWA TRIX Lok im Zustand von vor 40 Jahren Und die Lok im optimierten Zustand von vor 20 Jahren Das Musterblatt finden Sie vollständig als tif Datei im Downloadbereich In der Ansicht der Lokführerseite fällt folgendes auf alles bezogen auf die aktuelle TRIX Lok Die Puffer vorn hängen etwas herunter Zunächst habe ich das einer unvorsichtigen Behandlung zugeordnet aber dann ist bei einer zweiten Maschine das gleiche Problem offenbar geworden Die Pufferbohle vorn ist zu breit wegen des Lichtleiters für die Frontlaternen Daher sind auch diese zu dick

    Original URL path: http://www.eisenbahn-und-modellbau.de/lesenT3-2008optikundmassepartial.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Arbeitsgemeinschaft EISENBAHN UND MODELLBAU
    Wagnnummer Köln 540 564 P Die zweite Variante von Liliput Abhilfe zu meiner anfänglichen Verunsicherung schuf Klaus Keuer per e mail mit dem Hinweis auf ein Uerdingen Werksfoto von ca 1925 mit großer Verwandtschaft zur roten Dujardin Variante Dieses Werksfoto findet sich in dem bekannten Buch Jakobs Manfred Historische Güterwagen Aus der Entwicklung von den Anfängen bis in die Reichsbahnzeit 1985 144 Seiten mit 130 Abbildungen 22 5 x 24 5 cm quer Gebunden Georg Siemens Verlagsbuchhandlung Berlin ISBN 10 3877490514 ISBN 13 9783877490518 Das Buch ist hin und wieder antiquarisch zu finden relativ teuer gemessen an der 1985 eher mäßigen Papierqualität aber der Inhalt ist für den Freund älterer Güterwagen ein absolutes Schmankerl Zum Seitenanfang War der Wagen rot das Foto ist S W Beide Wagen können also in der Tat mit Vorbildern glänzen doch ob die Farben so stimmen das lässt sich heute wahrscheinlich nicht mehr ganz nachvollziehen Es sei denn es hätten Liliput weitere Unterlagen bei der Farbbestimmung geholfen Nachfrage beim Spezialisten Wolfgang Diener hat ergeben dass leider auch bei ihm und seinen Mitstreitern keine Fotografien oder Wagenbeschreibungen vorliegen aus denen die Farbgebung der beiden Fahrzeugvarianten hervor ginge Wolfgang Diener vermutet als Grundlage die zeitgenössischen Kesselwagenfarben hellgrau oder dunkelgrau der Bahnverwaltung bei der die Wagen eingestellt waren und die dann um Logo und Anschriften ergänzt worden sein mögen Hier hilft uns Stefan Carstens der Verfasser der Güterwagen Bände von Bahn Modell und heute MIBA weiter Er schreibt im Oktober 2008 dass er in Abstimmung mit der Firma Racke die damaligen Hausfarben der Dujardin rekonstruiert hat Da er wusste dass der erstellte Wagen dem Vorbild auf Grund des Basismodells das Liliput zur Verfügung stellen konnte nicht gleich sein würde hat er den Wagen verwandte anstelle der authentischen Wagennummern gegeben Bezüglich der Kesselwagenfarbgebung merkt Stefan Carstens an dass die

    Original URL path: http://www.eisenbahn-und-modellbau.de/lesendujardinkesselwagenpartial.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Arbeitsgemeinschaft EISENBAHN UND MODELLBAU
    eisernen Bauart verfügt hatte So wurden in Losgrößen von je 10 Stück ab 1921 gebaut von Wegmann u Co in Kassel der Bi 21 vom Düsseldorfer Eisenbahnbedarf AG vorm C Weyer u Co Düsseldorf der BCi 21 von der Wagonfabrik AG Uerdingen in Uerdingen der Ci 21 von der WUMAG Waggon u Maschinenbau AG in Görlitz der Di 21b ab 1928 Cid 21b und schließlich von der H Fuchs Wagonfabrik AG in Heidelberg der Wagen um den es im Folgenden gehen soll der BDi 21 ab 1928 BCid 21 Zum Seitenanfang Foto 2 Noch einmal aus minimal anderer Perspektive als Foto 1 am Endpunkt Schönberger Strand der VVM Museumsstrecke der ehemalige BDi 21 Allen Wagen gemeinsam war das eiserne Untergestell in vereinheitlichter Bauform mit einem Achsstand von 8500 mm und einer LüP von 13920 mm Auf diesem aufgebaut war das eiserne Wagenkastengerippe auf welches die äußeren Bekleidungsbleche aufgenietet waren Die Dachspriegel sonstige Profile und Befestigungswinkel bestanden ebenfalls aus Eisen und waren untereinander vernietet Lediglich die auf den Dachspriegeln aufgebrachte Dachverschalung bestand aus Holz Verbleib der Wagen Von den ursprünglich zehn BDi 21 sind noch zwei Wagen mit den Nummern 36 012 Esn ausgem Januar 1964 und 36 020 Han ausgem Juni 1965 nach dem zweiten Weltkrieg bei der DB eingesetzt worden Zum Seitenanfang Foto 3 Derselbe Wagen mit Blick auf die Bühne Zumindest ein Wagen hat alle Zeitwirrnisse überstanden und ist bis zum April 2005 erhalten geblieben Bei der DR der DDR mit der Nummer 36 011 Berlin eingesetzt überlebte der Wagen wurde im Laufe der Jahres 1985 im damaligen RAW Erich Kramer Potsdam vorbildlich und vorbildgerecht aufgearbeitet und restauriert und lief bis zum Jahreswechsel 2000 2001 im früheren Traditions Personenzug der DR der seit der Wiedervereinigung von den Dampflokfreunden Berlin betreut wird Zum Seitenanfang Foto 4 Der durch die DR der DDR restaurierte und bis 2005 erhalten gebliebene frühere 36 011 Bln am 6 8 2000 im Bahnhof Schönberg der Kiel Schönberger Eisenbahn Leider sind der seinerzeit dem DB Museum Nürnberg gehörende Wagen und auch der zu dem Zug gehörende Packwagen am Sonntag den 4 Februar 2001 bei einem Rangierunfall in Berlin Grunewald so stark beschädigt worden dass sie nach dem Unfall nicht mehr eingesetzt werden konnten Der Eisenbahnkurier wusste im Oktoberheft 2001 zu berichten dass die Aufarbeitung der beiden historischen Personenwagen wegen zu hoher Kosten unterbleiben soll Jedoch sollten die Fahrzeuge geschützt untergestellt werden und auf eine zukünftige Lösung gewartet werden Diese sah nun so aus dass obwohl sich andere Museumsbahnvereine bereit erklärt hatten den Wagen mit dem Unfallschaden zu übernehmen und langfristig wieder aufzuarbeiten dieser im Frühjahr 2005 vom Verkehrsmuseum Nürnberg unwiederbringlich verschrottet worden ist Es ist doch immer wieder erstaunlich wie gerade das DB Museum immer wieder mit historisch wertvollen Fahrzeugen umgeht Im Jahr 2000 war der Wagen jedoch noch zu Gast auf der VVM Museumsbahn vom schleswig holsteinischen Schönberg nach Schönberger Strand an der Ostsee Der von der 86 457 gezogene Zug brachte an den Sommerwochenenden Tagesgäste von Kiel zum Schönberger Strand und zurück Während

    Original URL path: http://www.eisenbahn-und-modellbau.de/lesenBDi-21baupartial.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Arbeitsgemeinschaft EISENBAHN UND MODELLBAU
    und etwa noch 500 km von Addis Abeba entfernt der Bahn von der Hafenstadt Djibouti aus eine Stadt genannt DIRE DABOUA DIRE DAUA auf einer Höhe von 1200 m über dem Meeresspiegel von Djibouti gelegen Der Zugverkehr florierte es wurden u a ausgeführt per Bahn Kaffee Tierhäute Leder Felle Tropenhölzer Elfenbein Tabak Ölsamen Hülsenfrüchte später auch Obst Nüsse Gemüse und sogar wilde Tiere für die europäischen Zoos Zum Seitenanfang Irritationen und Krieg In den unterschiedlichen Quellen zum Thema Bahnbaustopp wird aber auch erwähnt dass der Kaiser Menelik II eingesehen habe dass der Bahnbau schädlich für sein Land Abessinien sei Es käme zu Interessenskonflikten und Reibereien mit den Nachbarn die alle bereits als Kolonien der europäischen imperialistischen Nationen dienten Da wurden England Italien und Deutschland als mit Abessinien im Handelswettbewerb stehend genannt Es soll auch Irritationen mit Staatsrat Ilg dem Schweizer gegeben haben Der hatte ja als mächtiger Berater des Kaisers bereits eine Telegrafenlinie von Addis Abeba nach Djibouti bauen lassen und begründete die äthiopische Post auf der Strecke via dem damals noch mickrigen Dorf Dire Daua Mit dem Franzosen Herrn Chefneux hatte Minister Ilg die Eisenbahnlinie geplant und bauen lassen die aber 1905 erst bis Dire Daua reichte somit erst einen Torso darstellte Dabei hatte auch der Herr Ilg viel von seinem Geld investiert und verloren Ein weiterer Franzose muss in diesem Zusammenhang Erwähnung finden Monsieur M Lagarde Er muss bei der wirtschaftlichen Erschließung Abessiniens und beim Bau der Eisenbahn von Djibouti eine sehr wesentliche Rolle gespielt haben denn der Negus hat ihn mit dem Titel eines Herzogs von Antotto ausgezeichnet Bekannt ist ja die Rolle Englands mit Frankreich in der berühmten Faschoda Affaire in der sich England anmaßte den Franzosen das Nildelta streitig zu machen obwohl jene es bereits besetzt hatten und eine Eisenbahnlinie quer durch den nordafrikanischen Kontinent bauen wollten von Senegambien bis zum Golf von Tadjura Wie gesagt die Briten machten den Franzosen einen Strich durch die Planung Sie keilten sich zwischen West und Ost Afrika ein und ließen den Franzosentraum platzen Die Italiener berannten ebenfalls die abessinischen Grenzen und es gelang ihnen sich Eritrea anzueignen Ihre weiteren Einfälle wurden aber vom Negus Menelik II erfolgreich unterbunden 1896 Schlacht bei Adua Wie gesagt der Bahnbau war gestoppt Dann starb der Negus und sein Tod wurde lange geheimgehalten Seine Witwe Taitu mißachtete aus eigenem Machtstreben den Willen des Verstorbenen der den Prinzen Jassu als Thronerben einsetzen wollte Man entriss der Kaiserinwitwe die Macht und übergab sie einem Reichsverweser bis 1913 der Erbprinz Jassu eingesetzt werden konnte Nun der Erste Weltkrieg 1914 1918 machte erst einmal einen Strich durch den Werdegang des neuen Negus Jassu Durch Intrigen auch mit Hilfe der Franzosen wurde ihm Deutschfreundlichkeit vorgeworfen und dass er sich auf dem Wege über die Türken den Mittelmächten anschließen wolle Die Kaiserinwitwe Taitu hatte ihr Süppchen gekocht es brach der abessinische Bürgerkrieg 1916 aus Jassu verlor alle Schlachten Aber die ehrgeizige Witwe Taitu war dem Adel nicht genehm und so holte man eine andere Tochter Kaiser Menelik II aus

    Original URL path: http://www.eisenbahn-und-modellbau.de/lesengothapartial.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive



  •