archive-de.com » DE » D » DGVN-BAYERN.DE

Total: 84

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Iran's Nuclear Ambitions: Two Paths to the Bomb, Another Path to Peace | DGVN-Bayern
    the United Nations Office in Vienna the International Atomic Energy Agency IAEA and other international organizations in Vienna Kurz vor Weihnachten letzten Jahres hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen VN im Atomstreit mit dem Iran die Resolution 1737 einstimmig verabschiedet die eine Reine von Sanktionen z B Handelssanktionen Reisebeschränkungen Finanzsanktionen gegen das Land vorsieht bis der Iran seine Nuklearaktivitäten einstellt Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA soll innerhalb von 60 Tagen prüfen ob der Iran den Forderungen nachgekommen ist Sollte dies nicht der Fall sein soll der VN Sicherheitsrat weitere Maßnahmen gemäß Artikel 41 der VN Charta beschließen Dieser Artikel bezieht sich auf nichtmilitärische Zwangsmaßnahmen der internationalen Gemeinschaft gegen einen Staat in dessen Verhalten der VN Sicherheitsrat eine Gefährdung oder einen Bruch des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit sieht Der Iran bezeichnet die VN Resolution als illegale Maßnahme außerhalb der Befugnisse des Sicherheitsrats und im Widerspruch zu den Regeln der VN Charta und beruft sich auf sein Recht als Mitgliedstaat im Vertrag über atomare Nichtverbreitung Atomwaffensperrvertrag Nuklearenergie zu zivilen Zwecken zu nutzen und dabei von den anerkannten Nuklearstaaten unter anderem den USA unterstützt zu werden Die Politik der USA ist es den Iran in einem multilateralen diplomatischen Rahmen zum Einlenken und zur bedingungslosen Beendigung seines Nuklearwaffenprogramms zu bewegen Dabei erkennen die USA das Recht jedes Mitgliedsstaates des Atomwaffensperrvertrags an Nuklearenergie zu friedlichen Zwecken zu nutzen Mit Botschafter Schulte konnte ein exzellenter Kenner der Materie und der Politik der USA in Fragen der nuklearen Nichtverbreitungspolitik gewonnen werden Vor seinem Dienstantritt in Wien im Jahr 2005 war er unter anderem Exekutivsekretär des Nationalen Sicherheitsrates der USA und im Büro des US Verteidigungsministers für Fragen der Prävention der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zuständig Mehrere Jahre lang war Greg Schulte auch im NATO Hauptquartier in Brüssel tätig und dort an der Vorbereitung der ersten out of area

    Original URL path: http://www.dgvn-bayern.de/CMS/?q=node/49 (2016-02-09)
    Open archived version from archive


  • Reisebericht | DGVN-Bayern
    Neben einem Checkpoint der libanesischen Armee gleich hinter Tyros hat die UNIFIL hier eine der wenigen eigenen Kontrollstellen und lässt niemanden unkontrolliert in den Ort hinein Das UNIFIL Areal ist mehrere Quadratkilometer groß und zieht sich direkt am Meer entlang hin Es ist von meterhohen Betonwänden umgeben und mit Stacheldraht eingezäunt Dort sind die Unterkünfte Bürogebäude Werkstätten eine Klinik für das VN Personal aber auch ein Treibstofflager und Hubschrauber Landeplätze eingerichtet Am Haupttor herrscht ein reges Treiben Weiße Geländewagen mit großen VN Lettern auf den Türen fahren ein und aus Auch kleinere Radpanzer gehen auf Patrouille oder kommen zurück ins Depot An einem Tag fahren die UNIFIL Truppen 330 Patrouillen im Südlibanon Schon die Blaue Linie die Rückzugslinie der israelischen Armee von 2000 ist 121 Kilometer lang Von einer Staatsgrenze darf man völkerrechtlich nicht sprechen denn der Grenzverlauf zwischen Israel und dem Libanon ist nach wie vor umstritten Entlang dieser Linie haben die VN Truppen im Abstand von ein paar Kilometern Beobachtungsposten errichtet Die UNIFIL Truppen sind heutzutage besser in der Lage das Land zu kontrollieren Aufwertung des Mandats 2006 Denn mit dem Ende des Sommerkriegs 2006 wurde das Mandat erheblich ausgeweitet Die UNIFIL Truppen sollen nicht mehr nur beobachten und die humanitäre Situation der Bevölkerung verbessern Sie sollen auch dafür sorgen dass keine Raketen auf Israel abgeschossen werden Das hehre Ziel heißt dass neben den libanesischen Streitkräften und der UNIFIL keine andere Partei Waffen besitzen soll Wie Cornelia Frank Senior Political Officer der UNIFIL betont sei das Mandat eindeutig militärisch Es geht zunächst einmal darum den Konflikt herunterzufahren das Militär zurückzudrängen und danach die staatliche Ordnung entstehen zu lassen Die VN Truppen sind bewaffnet um sich selbst zu verteidigen aber auch um die Ziele der Mission zu erfüllen 12 000 Soldaten aus 32 Ländern sind im Einsatz vor 2006 waren es lediglich 2 000 Allerdings ist der Landstrich hügelig wie Frank es nennt ein kleinteiliges Gebiet mit jeder Menge an Pfaden Dies macht es schwierig die Missionsziele vor allem die Entwaffnung durchzusetzen So gibt es immer wieder Nachrichten darüber dass die Hisbollah in der Zwischenzeit sogar mehr Waffen besitze als 2006 Die Israelis behaupten 160 schiitische Dörfer seien vergleichbar mit 160 Hisbollah Terrorcamps Dazu sagt Frau Frank von der UNIFIL nur dass es schwer sei die Hisbollah zu kontrollieren die in vielen Orten fest verwurzelt ist Allerdings scheint auch das Interesse an der UNIFIL Mission bei den Mitgliedstaaten zu erlahmen Würde das Personal aber reduziert könnte sich der Konflikt schnell wieder ungezügelt entfachen Und ein Problem wurde bis heute noch gar nicht angegangen Den Luftraum kontrolliert mangels anderer Bewachung faktisch die israelische Luftwaffe Sie führt trotz allgemeiner Proteste Aufklärungsflüge durch und lässt durch unbemannte Drohnen die Gegend fotografieren Südlibanesischer Wiederaufbau nach 2006 Weiter geht die Fahrt nach Bint Jbail Dieser Ort wurde während des kurzen sogenannten Sommerkriegs 2006 von israelischen Panzern und Kampfflugzeugen total zerstört Im Ortskern lieferten sich israelische Truppen und Milizionäre der schiitischen Hisbollah tagelang eine blutige Schlacht Doch heute ist davon fast nichts mehr zu erkennen Die Stadt mit ihren 25 000 Einwohnern steht da in frischem Glanz Moderne Häuser im traditionellen Stil Arkadenreihen die die Fußgänger vor der Sonne schützen und kleine Geschäfte haben die Spuren des Krieges verwischt Nur das israelische Geschütz in der Mitte des Hauptplatzes auf dessen Rohr die Flagge der Hisbollah weht und das große Plakat mit Hisbollah Chef Hassan Nasrallah lassen erkennen dass sich hier das Zentrum des Hisbollah Landes befindet die ideologische und wohl auch militärische Aufmarschzone gegen Israel Bint Jbail hat heute im Gegensatz zu anderen Orten in der Umgebung ein Gesicht erhalten Die Aufbauleistung in dieser rückständigen Ecke des Libanon ist enorm 7 5 Mio US Dollar war der Aufbau allein dem Emirat Katar wert Und so sind die neuen Gebäude auch ein wenig im Stil der Golfstaaten gebaut quasi als Reminiszenz an die Geldgeber Die Bevölkerung ist dankbar Vom libanesischen Staat hatten die Menschen im Süden noch nie viel zu erwarten so werden Geschenke immer gerne genommen Als Zeichen des Dankes haben sie viele kleine Fähnchen an den Straßen gehisst und über die Straßen aufgehängt Flaggen von Katar und Iran neben denen des Libanon Und sie wünschen sie vor allem eines Die Zionisten sollen uns in Ruhe lassen sagte einer am Hauptplatz Besuch im UNIFIL Haupquartier Naqoura Der Leiter der Studienreise und stellv Vorsitzende der DGVN Bayern Dr Martin Pabst im Gespräch mit dem Senior Political Officer Cornelia Frank Foto W Schrag Ideologisches Grillen Kurz hinter Bint Jbail schlängelt sich die Straße steil hinauf in Richtung Maroun al Ras Auch um diesen Flecken gab es schwere Kämpfe da sich hier ein Kommunikationszentrum der Hisbollah befunden hat Zwischenzeitlich sind auch hier die Kriegsspuren getilgt Im Gegensatz zu Bint Jbail hängen hier aber vor allem iranische Flaggen Der Gottesstaat hat für die Brüder im Glauben die Schiiten Wiederaufbauarbeit geleistet und hier sogar einen Freizeitpark errichtet Aber auch solch ein Platz ist eine hochpolitische Angelegenheit Dort oben hat man nämlich einen traumhaften Blick weit hinein nach Israel Wo Israel liegt lässt sich übrigens einfach ausmachen Hinter der Grenze ist das Land grün Obstplantagen Weingärten und Kibbuzim soweit das Auge reicht diesseits der Grenze ist alles trocken und felsig Terrassenartig wurden hier oben schattige Grillplätze angelegt es riecht nach Köfte dem gegrillten arabischen Hackfleisch aus Lamm oder Rind Ganz oben thront neben einem Restaurant eine kleine Moschee die dem Felsendom in Jerusalem ziemlich ähnlich sieht und ein Aussichtsturm Das Ganze ist vor allem deshalb erstaunlich weil es so eine Anlage im ganzen Libanon sonst nicht gibt obwohl die Libanesen gerne und oft grillen Doch in diesem Land ist auch das entspannte Grillen mit der Familie hochpolitisch denn überall hängen Flaggen des Iran die des Libanon sieht man hingegen kaum Übrigens gibt es auch eine Paintball Anlage bei der schon die Kleinen mit Gewehren mit Farbe gefüllte Kugeln auf einander schießen können Alles ist dazu gedacht die Jugend spielerisch aber eben auch mit dem notwendigen militärischen Gehabe auf die Befreiung Palästinas vorzubereiten Die Anlage wurde für den Besuch des eng mit der Hisbollah verbundenen iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad auf Hochglanz gebracht der zwei Wochen nach unserer Abreise erfolgte Bilder des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Khomeini und von Märtyrern der Hisbollah im Südlibanon Foto M Pabst Unklarer Grenzverlauf Kriege beginnen in der Region häufig an der Grenze Auch wenn sich die Aggressionen meist schon Monate vorher aufgeschaukelt haben genügt ein Zwischenfall am Grenzzaun um die Situation eskalieren zu lassen So geschah es auch 2006 als die Hisbollah auf israelischer Seite vier Soldaten getötet und zwei entführt hatte Diese zwei sollten dann in Verhandlungen gegen gefangene Hisbollah Kämpfer freigelassen werden Dies war der Auslöser für den Sommerkrieg mit über 1 000 Toten und einer stark zerstörten Infrastruktur im Libanon Blick über die Blaue Linie auf Israel mit indonesischen Blauhelmen der UNIFIL Foto M Pabst Drei Tote an der Grenze Wie schnell die Situation eskalieren kann hat sich erst wieder im Sommer 2010 gezeigt Das israelische Kommando für den Norden hatte bei UNIFIL angezeigt dass ein Bautrupp am sogenannten Sicherheitszaun einen Baum fällen wolle Die VN gaben diese Nachricht an die Libanesische Armee weiter die diesen Plan aber ablehnte Der Sicherheitszaun stellt dabei nicht die eigentliche Grenze da sondern ist ein auf israelischer Seite errichteter etwa zweieinhalb Meter hoher sogenannter technischer Zaun ein Stahlzaun der unter anderem mit Bewegungsmeldern ausgestattet ist um ein Eindringen zu verhindern Direkt dahinter verläuft ein Weg auf dem israelische Soldaten mit ihren Geländewagen Streife fahren Die von den Vereinten Nationen gezogene Blaue Linie befindet sich allerdings zum Teil einige Meter weiter auf libanesischem Gebiet Um das Land dazwischen streiten sich die Länder seit Jahrzehnten da die Mandatsmächte Frankreich und Großbritannien es bei Gründung der Staaten Libanon 1943 und Israel 1948 versäumt hatten eine klare Grenze zu ziehen Deshalb kann das Fällen eines Baumes zur Katastrophe führen Nachdem nämlich die libanesische Armee das Ansinnen Israels abgelehnt hatte den Baum zu fällen bat UNIFIL nach eigener Auskunft die Libanesen den Plan vorerst nicht weiterzuverfolgen Zudem war der Oberkommandierende der UNIFIL an diesem Tag nicht anwesend Die Israelis begannen dann doch die Baumfällarbeiten indem sie mit einem Kranwagen über den Zaun hinweg Bäume beschnitten Dabei kam es dann zu dem Schusswechsel wohl ausgelöst von einem libanesischen Soldaten Schnell eskalierte die Situation israelische Hubschrauber flogen einen Angriff auf das libanesische Hauptquartier in der Nähe und die Truppen am Boden lieferten sich stundenlang ein Feuergefecht Zum Schluss waren vier Menschen tot ein israelischer Soldat zwei libanesische Soldaten und ein Zivilist ein Israeli wurde schwer verletzt Erst als der stellvertretende UNIFIL Kommandant beiden Parteien ankündigte er werde jetzt mit einem Hubschrauber in das Gebiet fliegen wurden die Kampfhandlungen beendet In der Folge versuchten beide Staaten den Zwischenfall herunterzuspielen und sprachen davon dass einzelne Verantwortliche überreagiert hätten Die UNIFIL konnte somit die bewaffnete Auseinandersetzung nicht verhindern aber zumindest einen schnelle Waffenruhe erreichen Hilfreich ist dabei sicher dass sich Generäle beider Länder regelmäßig zusammen mit den UNIFIL Verantwortlichen treffen Dies hat seit 2006 auch dazu geführt dass die israelische Armee Karten übergeben hat auf denen die Gebiete aufgeführt sind die sie im letzten Krieg mit Minen und Streubomben versehen hat Es sind kleine Schritte die aber nur dann gegangen werden wenn es die Parteien wollen Hisbollah als Geldgeber Geld erhalten Menschen im Süden von der Hisbollah der Partei Gottes Die DGVN Gruppe trifft Hussein der in Deutschland lebt Stolz zeigt er das wieder errichtete Haus seiner Eltern in der Nähe von Bint Jbail Es ist eines der Häuser die das Emirat Katar finanziert hat Deshalb sind sie auch dankbar für die Hilfe 2006 hatte die Familie alles verloren das Haus war zerbombt Noch viel wichtiger aber sei gewesen dass die Hisbollah im Jahr 2006 Bargeld verteilt hat 10 000 Dollar bekamen die Familien als Soforthilfe Auch andere erzählen von dem warmen Geldregen der nach dem Sommerkrieg auf die Bevölkerung niederging Der libanesische Staat machte ebenfalls ein wenig Geld locker den Löwenanteil aber gab die Miliz Das wirkt ungemein nach Die Hisbollah ist nicht zum ersten Mal als Hilfsorganisation aufgetreten und hat damit ihre Machtstellung noch verstärkt Zentrale Macht Die Gründung der Partei Gottes war eine Reaktion auf den Einmarsch der Israelis im Jahr 1982 in den Libanon Die israelischen Truppen wollten die Kämpfer der PLO aus dem Libanon vertreiben und das Hauptquartier der Fatah mit dem Vorsitzenden Yassir Arafat zerstören Die PLO war nie religiös motiviert sondern immer eine säkulare Organisation die den politischen Kampf zur Befreiung Palästinas führte zum Teil auch unterstützt durch die sozialistischen Staaten in Mittel und Osteuropa sowie aus dem Orient und Afrika Darüber hinaus bekämpften sich im Libanon mit wechselnden Allianzen immer stärker christliche und muslimische Bevölkerungsgruppen Einen ganz entscheidenden Schub bekamen religiöse Kräfte im ganzen Nahen und Mittleren Osten allerdings durch die islamische Revolution im Iran die 1979 das Schah Regime gestürzt hat Auch die Gründung der 4 geht direkt auf iranischen Einfluss zurück ausgelöst vom Wunsch des iranischen Staatspräsidenten Ayatollah Khomeini die schiitischen Bürgerkriegsparteien zu stützen Außerdem entwickelte sich die Hisbollah dadurch schnell zu einem Sammelbecken radikaler schiitischer Geistlicher Einer von ihnen war Scheich Mohammad Hussein Fadlallah ein im Irak geborener und der Islamischen Revolution im Iran verbundener Libanese der sich sehr früh der Bewegung anschloss und radikale Ansichten vertrat So unterstützte er Selbstmordattentate als Teil des politischen Kampfes Generalsekretär ist seit 1992 Hassan Nasrallah Auch er ist ein gläubiger Muslim der schiitische Theologie im Irak und Iran studiert hat Wie Fadlallah kam auch er 1978 wieder in den Libanon zurück nachdem die sozialistische Baath Partei des irakischen Diktators Saddam Hussein alle islamistischen Studenten des Landes verwiesen hatte Kampfgruppe und Wohltäter Im Laufe der Jahre konnte die Hisbollah ihren Einfluss von der Bekaa Ebene an der syrischen Grenze über den Süden der Hauptstadt Beirut bis zur Grenze nach Israel ausweiten Durch die kräftige finanzielle Unterstützung seitens des Iran hat sie vor allem in den unterentwickelten Landesteilen dafür gesorgt dass Schulen Hochschulen und Krankenhäuser errichtet wurden Dabei gilt die Organisation als effizient und vor allem als nicht korrupt Dieses soziale Engagement hat aber einen Preis der darin besteht dass die Hisbollah für ihre politischen Ziele agitiert Vor allem die anderen politischen Parteien des Landes sind höchst beunruhigt über diese Art der Indoktrination da sie berechtigterweise befürchten dass der im Innern liberale Libanon immer stärker fundamentalistisch ausgerichtet wird Andererseits gehört die religiöse und konfessionelle Einteilung des Landes zu den Konstanten des Libanon Militärisches Potential der Hisbollah Ebenfalls mit Sorge wird in der Öffentlichkeit diskutiert wie gewaltbereit die Hisbollah ist und wie viel militärische Macht sie hinter sich vereint So werden immer wieder Schreckensszenarien durchgespielt welche Folgen eine militärische Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Israel für die Region haben könnte Dabei sind viele Fragen offen Wäre Hisbollah in der Lage vom Libanon aus mit iranischen Waffen anzugreifen Könnte also der Iran den Libanon als verkürzte Startbahn gegen Israel nutzen Welche Raketen haben die Iraner der Hisbollah gegeben und wie sieht deren Bewaffnung aus Würde der Schlag Israels gegen iranische Atomanlagen einen Schlag vom Südlibanon in Richtung Tel Aviv bedeuten Und womit wäre die Rakete bestückt Keine Anerkennung Israels Selbstbewusst tritt Hisbollah Sprecher Ibrahim Mousawi auf Ihn trifft die Gruppe der DGVN in Beirut Er ist ein fundamentalistischer Muslim der zunächst für den Hisbollah Sender Al Manar gearbeitet hatte und seit 1998 Sprecher der Hisbollah ist Aufgrund seiner radikalen Ansichten gelten für ihn seit längerem Einreiseverbote in die USA und nach Großbritannien wo er studiert hat Die Hisbollah ist keine Miliz sondern eine Widerstandsbewegung um der am meisten vernachlässigten Gruppe der Schiiten eine Stimme zu geben sagt er im Gespräch Für Israel hat er nur eine einzige Feststellung übrig Die Hisbollah wird Israel niemals anerkennen Wir haben nichts gegen Juden aber wir haben etwas gegen den Staat Israel Auf den Einwand dass man die Geschichte schwer zurückdrehen könne kommen phrasenartig dieselben Parolen die Hassan Nasrallah und Mahmud Ahmadinedschad ebenfalls immer wieder verlautbaren lassen Sollen doch die Juden in ihre Heimatländer zurückkehren Diskussion mit Vertretern der Hisbollah rechts ihr Sprecher Ibrahim Mousawi Foto W Schrag Schiitische Amal Die zweite große schiitische Bewegung im Libanon ist die Amal von Nabih Berri Auch sie ist entschieden im Kampf gegenüber dem jüdischen Staat aber gemäßigter in der Wortwahl Diese Partei ging aus der Bewegung von Musa as Sadr hervor Dieser schiitische Geistliche wurde im Iran geboren und dort auch ausgebildet bevor er in den 1960er Jahren im Südlibanon Oberhaupt der dortigen Schiiten wurde und sich in der Folge immer stärker auch für die sozialen Belange der armen und vernachlässigten Bevölkerung im Süden des Landes einsetzte Er unterstützte den Bau von Kliniken und Schulen und gründete 1974 die Bewegung der Entrechteten aus der während des Bürgerkriegs die Amal Miliz arab Hoffnung hervorging As Sadr wurde dann erster Vorsitzender des Hohen Islamischen Schiitischen Rats und schmiedete ein Bündnis muslimischer und christlicher Gruppen gegen eine mögliche Invasion Israels Im Jahr 1978 verschwand er bei einem Besuch in Libyen spurlos Die Hintergründe darüber sind bis heute im Dunkeln Die DGVN Gruppe aus Bayern wird zu Scheich Hassan Sharife eingeladen einem Mitglied im Schiitischen Rat Direkt neben seiner Moschee in Beirut trifft die Gruppe den Scheich in der Wohnung seiner Familie Die weiblichen Reiseteilnehmer wurden schon vorher instruiert auf einen Händedruck mit dem Geistlichen zu verzichten um den Gastgeber nicht zu beleidigen Der Scheich in typischem Gewand dichtem schwarzen Vollbart und einer kräftigen Stimme lässt in Körpersprache und Auftreten erkennen dass er normalerweise das Sagen hat weist die Besucher aber auch darauf hin dass nicht alle Schiiten radikal und militant sind Gespräch mit dem schiitischen Scheich Hassan Sharife Mitglied im Höchsten Schiitischen Rat des Libanon Foto W Schrag Grenzzaun Humvees und Schlachtengesänge Das Dorf Kfar Kila liegt genau an der Grenze zu Israel Eine neu asphaltierte Straße führt am Grenzzaun entlang Hinter diesem Stahlzaun liegt eine Obstplantage in der Äpfel wachsen und wenige hundert Meter weiter eine moderne Siedlung Sie gehört zum Ort Metula das Araber und Israelis übrigens gleich aussprechen Dann ein Armeeposten über dem der Davidstern weht Auf der libanesischen Seite des Zaunes haben spanische VN Truppen eine Unterkunft Sie sind freundlich aber reserviert Am Ende der Straße steht ein kleines Café in dem der Wirt Tee reicht Nebenan hat jemand Musik aufgelegt so dass der halbe Ort mit Kampfgesängen beschallt wird Direkt an der Grenze sind mehrere von innen beleuchtete Quader aufgestellt mit der Flagge des Libanon des Iran der Hisbollah und Palästinas Dazu noch eine Flagge der gemäßigten schiitischen Amal Miliz und ein paar Parolen Einige Minuten später fährt in wenigen Metern Entfernung und mit geringer Geschwindigkeit ein gepanzerter Jeep der israelischen Armee vom Typ Humvee mit aufgebautem Maschinengewehr auf dem sandigen Pfad vorbei Innen sitzen vier Soldaten Sie sind nah und doch so weit entfernt was die ganze Absurdität des Nahostkonflikts deutlich macht Während einer dieser Patrouillen waren Hisbollah Milizionäre 2006 über die Grenze gestürmt und hatten zwei Israelis gekidnappt die anderen getötet So begann der Krieg Die Angst ist spürbar hier ist alles ganz weit von jeder Normalität entfernt 29 09 30 09 Politische kulturelle und wirtschaftliche Gespräche in Beirut Zum Ende der Reise war die DGVN Delegation Gast der deutschen Evangelischen Kirchengemeinde in deren Gemeindezentrum im Stadtteil Hamra in West Beirut Bauboom durch Solidère Nach einer Stadtbesichtigung wird die Gruppe durch das Projekt Solidère geführt In der Hauptstadt gibt es viele Werbeplakate darunter auch die von den Beirut Souks der Entwicklungsgesellschaft Solidère Was hier als neue Erfahrung angepriesen wird ist kein arabischer Basar nach dem herkömmlichen Muster der wurde durch den Bürgerkrieg zerstört und nicht mehr aufgebaut vielmehr handelt es sich um eine exklusive Shopping Mall auf 128 000 qm in der sich eine Luxusboutique neben die andere reiht Das Ganze ist hochwertig und im Basarstil gebaut strömt aber eine gewisse Sterilität aus Es ist das zweite Projekt der Firma Solidère Dabei handelt es sich um eine besondere Form des Private Public Partnership die 1994 vom späteren Ministerpräsidenten Rafik Hariri gegründet wurde um die in Schutt liegende Innenstadt Beiruts rund um das Parlament mit dem typischen Glockenturm wieder zu errichten Mit Hilfe der Aktiengesellschaft Solidère in der sich Investoren und Grundstückseigentümer zusammentaten gelang es innerhalb von acht

    Original URL path: http://www.dgvn-bayern.de/CMS/?q=node/78 (2016-02-09)
    Open archived version from archive

  • JetPhoto Studio Flash Gallery for Picasa - more free templates on www.paulvanroekel.nl
    This album was generated using Picasa and powered by JetPhoto Studio More free Picasa templates on www paulvanroekel nl

    Original URL path: http://www.dgvn-bayern.de/reisen/galerie-zypern/index.html (2016-02-09)
    Open archived version from archive

  • Benutzerkonto | DGVN-Bayern
    Nord Süd Menschenrechte Fortbildung des Völkerrechts u v a m bestellen Suche Anmelden Neues Passwort anfordern Benutzerkonto Benutzername Geben Sie Ihren DGVN Bayern Benutzernamen ein Passwort Geben Sie hier das zugehörige Passwort an Rückblick Veranstaltungen 2015 Veranstaltungen 2014 Veranstaltungen 2013 Veranstaltungen 2012 Veranstaltungen 2011 Veranstaltungen 2010 Veranstaltungen 2009 Veranstaltungen 2008 Veranstaltungen 2007 Studienreisen Bosnien und Herzegowina 2015 Wien 2014 New York 2013 Kairo 2012 Israel Paläst 2011 Libanon 2010 Rom

    Original URL path: http://www.dgvn-bayern.de/CMS/?q=user (2016-02-09)
    Open archived version from archive



  •