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  • Deloitte Tax-News: BFH: Gewerbesteuerliche Hinzurechnung von negativen Beträgen
    dem Gewinn aus Gewerbebetrieb u a die Gewinnanteile des stillen Gesellschafters hinzugerechnet 8 Nr 1 Buchst c GewStG Sind daneben weitere gemäß 8 Nr 1 Buchst a b und d bis f GewStG hinzuzurechnende Beträge zu berücksichtigen dann ist aus den Einzelbeträgen eine Summe zu bilden und ein Viertel dieser Summe wird dem Gewinn aus Gewerbebetrieb wieder hinzugerechnet soweit die Summe den Betrag von 100 000 Euro übersteigt Ein Verlustanteil des stillen Gesellschafters beeinflusst grundsätzlich als negative Hinzurechnung die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer Bestätigung von R 8 1 Abs 3 S 2 GewStR 2009 Werde die in 8 Nr 1 GewStG in einer Zwischenrechnung auszuwerfende Summe der Einzelhinzurechnungsbeträge insgesamt negativ dann sei entgegen R 8 1 Abs 3 Satz 3 GewStR grundsätzlich eine negative Hinzurechnung vorzunehmen Es sei nicht ersichtlich warum die negative Hinzurechnung des Verlustanteils des stillen Gesellschafters nach 8 Nr 1 Buchst c GewStG nur dann steuerliche Folgen auslösen solle wenn sich nach Verrechnung mit ausreichend hohen positiven Hinzurechnungsbeträgen noch ein positiver Saldo ergebe Die vom Gesetzeszweck zwingend gebotene negative Hinzurechnung des Verlustanteils hänge nicht von der Existenz positiver Hinzurechnungsbeträge ab sondern müsse selbst dann greifen wenn bspw ausschließlich eine Hinzurechnung gemäß 8 Nr 1 Buchst c GewStG vorläge Bei einem mathematischen Begriffsverständnis könne eine Summe auch auf einen Betrag kleiner als Null lauten Diese negative Summe sei auch ohne Weiteres mit der Bruchzahl 1 4 multiplizierbar Auch die gesetzliche Formulierung den Betrag von 100 000 Euro übersteigt sei nicht zwingend dahin zu verstehen dass damit ausschließlich ein mit einem positiven Vorzeichen versehener Betrag gemeint wäre Die Frage ob die Betragsgrenze von 100 000 Euro im Falle einer negativen Summe der positiven und negativen Einzelhinzurechnungsbeträge spiegelbildlich mit der Folge anzuwenden sei dass in der Spanne von 1 EUR und 100 000 Euro eine Hinzurechnung gemäß 8 Nr 1 GewStG

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/steuern/unternehmensteuer/bfh-gewerbesteuerliche-hinzurechnung-von-negativen-betraegen.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: BFH: Buchführungspflicht einer ausländischen Immobilienkapitalgesellschaft zweifelhaft
    nicht entschieden wies aber den gestellten Antrag auf Aussetzung der Vollziehung AdV wies ab Entscheidung Die Vollziehung der Mitteilung über die Buchführungspflicht sei bis zu einer Entscheidung des FG im Hauptsacheverfahren auszusetzen Darüber hinaus äußerte sich der BFH mit vorliegendem Beschluss bereits richtungsweisend zur Zweifelhaftigkeit der Buchführungspflicht der ausländischen Immobilienkapitalgesellschaft So sehe der BFH ernstliche Zweifel in der grundsätzlichen Frage ob die Klägerin zu dem in 141 AO angesprochenem Personenkreis der gewerblichen Unternehmer gehöre Immerhin erziele sie keine originär gewerblichen Einkünfte und werde nur durch die Fiktion in 49 Abs 1 Nr 2 Buchst f S 2 EStG als gewerblich tätig fingiert Zwar ergebe sich aus dieser Umqualifizierung zurecht dass auch diese Einkünfte nach den Gewinnermittlungsvorschriften der 4 ff EStG zu ermitteln seien und auch handele es sich tatsächlich um inländisches gewerbliches Betriebsvermögen Gleichwohl sei eine Buchführungspflicht nach Ansicht des BFH zweifelhaft da 141 AO tatbestandlich an das Vorliegen eines tatsächlichen Gewerbebetriebs sowie in personeller Hinsicht an die Einkunftserzielung durch einen gewerblichen Unternehmer anknüpfe und nach der Rechtsprechung des BFH hierbei auf die Gewerblichkeit im Sinne von 15 Abs 2 EStG Bezug genommen werde Außerdem gab der BFH zu bedenken dass zu prüfen sei ob die Klägerin nach liechtensteinischem Recht buchführungspflichtig sei Denn 141 AO begründe lediglich eine originäre steuerrechtliche Buchführungspflicht und sei gegenüber 140 AO nur subsidiär von Bedeutung Dies bedeute dass 141 AO nur den über 140 AO hinausgehenden Kreis von Buchführungspflichtigen erfasse und bislang habe der BFH ausdrücklich offen gelassen ob ausländische Buchführungspflichten nach 140 AO materiell rechtlich die Art der Gewinnermittlung nach deutschem Ertragsteuerrecht bestimmen BFH Urteil vom 25 06 2014 Jedenfalls schließe eine ausländische Buchführungspflicht sowie eine tatsächliche freiwillige Buchführung das Wahlrecht zur Überschussrechnung im Inland aus BFH Urteil vom 25 06 2014 Somit sei im Streitfall zu beurteilen ob angesichts dieser materiell rechtlichen Betrachtung

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/steuern/verfahrensrecht/bfh-buchfuehrungspflicht-einer-auslaendischen-immobilienkapitalgesellschaft-zweifelhaft.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: BMF-Entwurf: Voraussetzungen zur Nichtanwendung des § 50i Abs. 2 EStG
    Entwurf ordnet das BMF nun unter bestimmten Voraussetzungen die Nichtanwendung des 50i Abs 2 EStG aus Gründen sachlicher Unbilligkeit an mit der Folge dass nicht zwingend der gemeine Wert anzusetzen ist sondern auf Antrag der Buchwert fortgeführt oder ein Zwischenwert angesetzt werden kann Folgende Fälle könnten unter den genannten Voraussetzungen von der Anwendung des 50i Abs 2 EStG ausgenommen werden Einbringung in eine Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft nach 20 und 25 UmwStG bei übereinstimmendem Antrag des Einbringenden und der übernehmenden Gesellschaft wenn das deutsche Besteuerungsrecht hinsichtlich der laufenden Einkünfte und des Gewinns aus der Veräußerung oder Entnahme der erhaltenen Anteile nicht ausgeschlossen oder beschränkt werde Einbringung in eine Personengesellschaft nach 24 UmwStG bei übereinstimmendem Antrag des Einbringenden und der übernehmenden Gesellschaft soweit das deutsche Besteuerungsrecht hinsichtlich der laufenden Einkünfte und des Gewinns aus der Veräußerung oder Entnahme des eingebrachten Betriebsvermögens nicht ausgeschlossen oder beschränkt werde bei der Beurteilung ob das deutsche Besteuerungsrecht ausgeschlossen oder beschränkt wird bleibe 50i EStG unberücksichtigt Umwandlungen nach 3 9 11 15 und 16 UmwStG bei übereinstimmendem Antrag des übertragenden und des übernehmenden Rechtsträgers soweit das deutsche Besteuerungsrecht hinsichtlich der laufenden Einkünfte und des Gewinns aus der Veräußerung oder Entnahme des übertragenen Betriebsvermögens nicht ausgeschlossen oder beschränkt werde bei der Beurteilung ob das deutsche Besteuerungsrecht ausgeschlossen oder beschränkt wird bleibe 50i EStG unberücksichtigt Übertragung nach 6 Abs 3 EStG bei übereinstimmendem Antrag des übertragenden und des übernehmenden Rechtsträgers soweit der Rechtsträger eine natürliche Person sei und das deutsche Besteuerungsrecht hinsichtlich der laufenden Einkünfte und des Gewinns aus der Veräußerung oder Entnahme der Wirtschaftsgüter und Anteile i S d 50i Abs 1 EStG nicht ausgeschlossen oder beschränkt werde bei der Beurteilung ob das deutsche Besteuerungsrecht ausgeschlossen oder beschränkt wird bleibe 50i EStG unberücksichtigt Überführung oder Übertragung nach 6 Abs 5 EStG bei übereinstimmendem Antrag des übertragenden und des

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/steuern/unternehmensteuer/bmf-entwurf-voraussetzungen-zur-nichtanwendung-des-para-50i-abs-2-estg-.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: BFH: Steuerermäßigung bei Beteiligungsveräußerung nach Einbringung im zeitlichen Zusammenhang mit Betriebsaufgabe
    an der B GmbH an eine AG Im Februar 2002 wurde die H GmbH rückwirkend zum 01 01 2002 auf die KG verschmolzen Die im Rahmen der Verschmelzung übergegangenen Anteile der H GmbH an der B GmbH wurden aufgrund einer bereits in 2001 eingeräumten Kaufoption an die AG abgetreten Ebenfalls in 2002 wurde die KG aufgelöst Im Rahmen einer Außenprüfung kam das Finanzamt zu dem Ergebnis dass der streitige Gewinn aus der Veräußerung des Anteils an der B GmbH im Streitjahr 2002 nach 18 Abs 4 UmwStG 2002 jetzt 18 Abs 3 UmwStG der Gewerbesteuer unterliege da die Sperrfrist von fünf Jahren nicht eingehalten wurde Die Steuerermäßigung nach 35 EStG finde keine Anwendung Die Klage hatte Erfolg Entscheidung Das FG habe zu Recht entschieden dass es sich bei dem streitigen Gewinn aus der Veräußerung des Anteils an der B GmbH nicht um einen Auflösungs oder Veräußerungsgewinn i S des 18 Abs 4 UmwStG 2002 handele Vielmehr liege ein dem laufenden Gewinn zuzurechnender Gewinn aus einem Geschäftsvorfall der auf der im Wesentlichen unveränderten Fortführung der bisherigen unternehmerischen Tätigkeit beruhe vor Daher sei der darauf entfallende Gewerbesteuermessbetrag bei der Einkommensteuerermäßigung nach 35 Abs 1 EStG zu berücksichtigen Nach 35 Abs 1 Nr 2 EStG 2002 ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer soweit sie anteilig auf im zu versteuernden Einkommen enthaltene gewerbliche Einkünfte entfällt bei Einkünften aus Gewerbebetrieb als Mitunternehmer i S des 15 Abs 1 S 1 Nrn 2 und 3 EStG 2002 um das 1 8fache des festgesetzten anteiligen Gewerbesteuermessbetrags Allerdings gehören Veräußerungs und Aufgabegewinne i S des 18 Abs 4 S 1 und 2 UmwStG 2002 aktuell 18 Abs 3 S 1 und 2 UmwStG n F nicht zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb i S von 35 Abs 1 Nr 2 EStG 2002 18 Abs 4 S 3 UmwStG 2002 aktuell 18 Abs 3 S 3 UmwStG n F Von 18 Abs 4 S 1 und 2 UmwStG 2002 werden Gewinne aus Geschäftsvorfällen die auf der im Wesentlichen unveränderten Fortführung der bisherigen unternehmerischen Tätigkeit beruhen nicht erfasst Dies sei für den Streitfall zu bejahen denn die Tätigkeit der KG habe auch den Handel mit Beteiligungen umfasst Die Veräußerung des Anteils an der B GmbH sei daher nicht Teil der Aufgabe des Betriebs der KG Schließlich sei die Veräußerung von Wirtschaftsgütern des Umlaufvermögens regelmäßig selbst dann als Fortführung der bisherigen Tätigkeit anzusehen und damit dem laufenden Gewinn und nicht dem Aufgabegewinn zuzuordnen wenn sie im zeitlichen Zusammenhang mit der Betriebsaufgabe erfolge Der streitige Anteil an der B GmbH gehörte zum Umlaufvermögen der KG Anteile an der Betriebskapitalgesellschaft gehörten zwar grundsätzlich zum Anlagevermögen der Besitzgesellschaft Die Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung seien im Streitfall aber spätestens mit der Veräußerung des Betriebsgrundstücks an die B GmbH mit Wirkung zum 01 07 2001 weggefallen Wirtschaftsgüter die zum Zwecke der dauerhaften Einbindung in einen bereits bestehenden Geschäftsbetrieb erworben werden seien vorbehaltlich eines Gestaltungsmissbrauchs auch dann im Anlagevermögen auszuweisen wenn die gesamte organisatorische Einheit Betrieb einschließlich erworbener Wirtschaftsgüter kurze Zeit später mit der Absicht ihrer Weiterführung veräußert werde vgl

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/steuern/unternehmensteuer/bfh-steuerermaessigung-bei-beteiligungsveraeusserung-nach-einbringung-im-zeitlichen-zusammenhang-mit-betriebsaufgabe.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: BFH: Keine Betriebsaufspaltung allein wg. des Ausweises einzelner Räume als Unternehmenssitz
    Klage blieben ohne Erfolg Entscheidung Der BFH hob das Urteil des FG München auf und verwies die Sache zur erneuten Entscheidung zurück Das FG sei verfrüht von einer Betriebsaufspaltung ausgegangen Ob im Streitfall neben der unstreitigen personellen auch eine sachliche Verflechtung zu bejahen sei die Klägerin der AG also wesentliche Betriebsgrundlagen überlassen habe ließe sich auf Grundlage der Feststellungen des FG nicht beantworten Ein Grundstück das der Betriebsgesellschaft überlassen und von dieser genutzt werde stelle nur dann eine wesentliche Betriebsgrundlage dar wenn das Grundstück die räumliche und funktionale Grundlage für die Geschäftstätigkeit der Betriebsgesellschaft bilde und es ihr ermögliche ihren Geschäftsbetrieb aufzunehmen und auszuüben Einer spezifischen Ausstattung des Gebäudes bedürfe es nicht sodass auch die Vermietung von Räumen in einem Einfamilienhaus in Betracht kommen könne Bei der erforderlichen Beurteilung könne auch das quantitative Verhältnis zwischen den überlassenen Flächen und den übrigen Nutzflächen des Betriebsunternehmens von Bedeutung sein Insbesondere rechtfertige allein der Umstand dass eine AG am Ort ihres Sitzes Räumlichkeiten angemietet habe noch nicht die Annahme dass diese für die AG stets von funktional wesentlicher Bedeutung seien Dem Sitz einer AG komme lediglich eine Indizwirkung zu Tatsächlicher Geschäftsleitungssitz und Satzungssitz könnten auch auseinanderfallen sodass die Bestimmung des Sitzes einer AG nur lediglich formalen Charakter habe Auch eine teilweise an Wochenenden ausgeübte Geschäftsleitungstätigkeit sei kein hinreichendes Indiz für die funktional wesentliche Bedeutung der Räume Dies gelte gerade dann wenn wie im Streitfall vorgetragen wurde die Geschäftsleitung ganz überwiegend von anderen Standorten ausgeübt werde Auch wenn sich Sitz und Geschäftsleitung der AG zu einer früheren Zeit räumlich gedeckt hätten gebe der Umstand dass im Laufe der Unternehmensentwicklung weitere Standorte hinzugekommen seien Anlass zu weiterer Aufklärung Art Ort und Umfang der tatsächlichen Geschäftsleitungstätigkeit in den Streitjahren sei zu ermitteln und ein Nutzungsverhältnis zwischen den streitbefangenen Räumen und den übrigen andernorts genutzten Räumen zu

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/steuern/unternehmensteuer/bfh-keine-betriebsaufspaltung-allein-wg-des-ausweises-einzelner-raeume-als-unternehmenssitz.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: BFH: Zeitanteilige Berücksichtigung einer Leasingsonderzahlung bei Fahrtenbuchmethode
    die einmalige Leasingzahlung insgesamt den im Streitjahr anzusetzenden Gesamtkosten hinzuzurechnen sei Im Anschluss an das für die Klägerin erfolgreiche Verfahren vor dem FG erhob das Finanzamt Revision zum BFH Entscheidung Das FG habe zutreffend erkannt dass die Leasingsonderzahlung nur zeitanteilig bei den gesamten Kfz Aufwendungen i S d 8 Abs 2 S 4 EStG zu berücksichtigen sei angesetzt werden sog Fahrtenbuchmethode Zu den im Rahmen Fahrtenbuchmethode anzusetzenden Kfz Aufwendungen Gesamtkosten seien die Kosten zu rechnen die unmittelbar dem Halten und dem Betrieb des Kfz dienen und in Zusammenhang mit dessen Nutzung typischerweise entstünden Dazu gehörten auch die regelmäßig wiederkehrenden Kosten worunter auch die Leasingsonderzahlung falle Die zutreffende Ermittlung des geldwerten Vorteils gebiete aber nicht nur die Gesamtkosten dem Grunde nach zutreffend zu erfassen sondern auch diese Gesamtkosten periodengerecht den jeweiligen Nutzungszeiträumen zuzuordnen Die Anschaffungskosten eines Fahrzeugs seien seit jeher in der Weise zu berücksichtigen dass sie über den gesamten voraussichtlichen Nutzungszeitraum des Fahrzeugs hinweg aufgeteilt werden müssten 7 Abs 1 EStG Nichts anderes habe für die in der Gewinnermittlung zu erfassenden Mietvorauszahlungen oder Leasingsonderzahlungen zu gelten die für einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erbracht werden Dies gelte jedenfalls dann wenn der Arbeitgeber die Kosten des von ihm überlassenen Fahrzeugs in seiner Gewinnermittlung periodengerecht erfassen müsse Denn im Gegensatz zur Auffassung des Finanzamtes seien auch bei Lohnvorteilen des Arbeitnehmers die bei ihm dem Bereich der Überschusseinkünfte zugeordnet werden die Grundsätze der Gewinnermittlung anzuwenden Mithin sei auch der Vorteil eines zur privaten Nutzung überlassenen betrieblichen Dienstwagens periodengerecht zu erfassen 6 Abs 1 Nr 4 S 2 EStG 8 Abs 2 EStG Entsprechend diesen Grundsätzen habe das FG im Streitfall für die Leasingsonderzahlung zutreffend einen steuerbilanziellen Rechnungsabgrenzungsposten angenommen soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellt Ein allgemeines Korrespondenzprinzip bzgl des Ansatzes auf Arbeitgeberseite und auf Arbeitnehmerseite existiere

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/steuern/arbeitnehmerbesteuerung-sozialversicherung/bfh-zeitanteilige-beruecksichtigung-einer-leasingsonderzahlung-bei-fahrtenbuchmethode-.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Steuern – Indirekte Steuern/Zoll
    2 Nr 9 S 1 Alt 2 UStG Die Finanzverwaltung war in Abweichung zur Rechtsprechung vgl BFH v 12 5 2005 V R 54 02 bislang der Auffassung dass die verabreichten Heilbäder ihrer Art nach bereits allgemeinen Heilzwecken dienen sodass es einer ärztlichen Verordnung hierzu nicht bedurfte Für die Inanspruchnahme von Saunaleistungen galt damit regelmäßig der ermäßigte Steuersatz Mit Schreiben vom 28 10 2014 änderte das BMF jedoch seine bisherige Rechtsauffassung mit Wirkung zum 01 07 2015 Inhalt Werden nach dem 30 06 2015 Beherbergungsleistungen die gemäß 12 Abs 2 Nr 11 UStG ermäßigt zu besteuern sind zusammen mit Saunaleistungen zu einem pauschalen Gesamtentgelt erbracht ist nach der Verwaltungsauffassung das einheitliche Entgelt sachgerecht auf die einzelnen Leistungen aufzuteilen Dabei könne der Anteil des Entgelts der auf die nicht ermäßigte Leistung entfällt im Wege der Schätzung ermittelt werden Schätzungsmaßstab kann beispielsweise der kalkulatorische Kostenanteil zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags sein Zu Übernachtungsleistungen die mit verschiedenen anderen Leistungen zu einem Pauschalpreis angeboten werden enthält Abschnitt 12 16 Abs 12 UStAE eine Vereinfachungsregelung Danach wird es nicht beanstandet wenn die in einem Pauschalangebot enthaltenen nicht begünstigten Leistungen in der Rechnung zu einem Sammelposten z B Business Package Servicepauschale zusammengefasst und der darauf entfallende Entgeltanteil in einem Betrag ausgewiesen werden Diese Vereinfachungsregelung gelte auch für Saunaleistungen die nach dem 30 06 2015 erbracht werden Anmerkung Die Grundsätze dieses Schreibens sind auf Umsätze anzuwenden die nach dem 30 Juni 2015 ausgeführt werden Fundstelle BMF Schreiben v 21 10 2015 III C 2 S 7243 07 10002 03 Weitere Fundstellen BMF Schreiben v 28 10 2014 IV D 2 S 7243 07 10002 02 BFH Urteil v 12 05 2005 V R 54 02 Ihre Ansprechpartner Markus Lamm Düsseldorf Senior Manager mlamm deloitte de 0211 8772 2205 Nico Löhr Düsseldorf Consultant nloehr deloitte de 0211 8772 4145

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/steuern/indirekte-steuern-zoll/bmf-aufteilung-eines-gesamtentgeltes-fuer-uebernachtungsleistungen-und-saunanutzung.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Schleswig-Holsteinisches FG: Verdeckte Gewinnausschüttung wg. Ausgleichszahlung bei Abspaltung zur Neugründung
    Finanzamt habe zu Recht erkannt dass die Klägerin im Zuge der Abspaltung zur Neugründung der Z GmbH und Einbuchung einer Verbindlichkeit bei der Z GmbH zugunsten der X GmbH eine vGA erhalten habe Geht wie im Streitfall Vermögen einer Körperschaft durch Abspaltung auf eine andere Körperschaft über und wird hierbei auf die Übernehmerin ein Teilbetrieb übertragen und bei der übertragenden Körperschaft verbleibt ebenfalls ein Teilbetrieb sind hierauf die Vorschriften des UmwStG anzuwenden 15 Abs 1 S 1 2 UmwStG i V m 11 bis 13 UmwStG vorbehaltlich 16 UmwStG Den umwandlungssteuerlichen Spezialnormen gebühre Vorrang vor den Rechtsfolgen einer vGA Jedoch handele es sich im Streitfall bei der Einbuchung der streitbefangenen Verbindlichkeit bei der Z GmbH und der korrespondierenden Einbuchung der Forderung bei der X GmbH nicht um einen Vorgang der dem UmwStG i V m UmwG unterfalle Nach 123 Abs 2 Nr 2 UmwG kann ein Rechtsträger übertragender Rechtsträger von seinem Vermögen einen Teil abspalten Im Streitfall gehörte die streitbefangene Verbindlichkeit aber nicht zum Vermögen der X GmbH auch nicht als eine Art Verbindlichkeit gegen sich selbst Da diese Verbindlichkeit noch nicht existent gewesen sei konnte sie daher auch nicht auf die Z GmbH übertragen werden Der neu gegründete Rechtsträger entstehe nämlich erst mit Wirksamwerden der Spaltung Erst in einer logischen Sekunde nach Entstehen der neugegründeten Z GmbH könne der Ausgleichsanspruch der X GmbH und die entsprechende Verbindlichkeit bei der Z GmbH begründet werden Die Voraussetzungen für die Annahme einer vGA seien vorliegend gegeben Die Z GmbH habe sich außerhalb der gesellschaftsrechtlichen Gewinnverteilung zugunsten der X GmbH verpflichtet einen Ausgleich zu zahlen Ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsführer hätte unter sonst gleichen Umständen diesen Vorteil einem Nichtgesellschafter nicht zugewendet Die Einbuchung der Verbindlichkeit habe das Betriebsvermögen der Z GmbH gemindert Zwar habe die Z GmbH den Vorteil unmittelbar ihrer Schwestergesellschaft der

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/steuern/unternehmensteuer/schleswig-holsteinisches-fg-verdeckte-gewinnausschuettung-wg-ausgleichszahlung-bei-abspaltung-zur-neugruendung-.html (2016-04-26)
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