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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Ermittlung der steuerlichen Herstellungskosten Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgungen sind nach der jetzigen Auffassung der Finanzverwaltung zwingend bei der Berechnung der steuerlichen Herstellungskosten zu berücksichtigen Das handelsrechtliche Bewertungswahlrecht des 255 Abs 2 Satz 3 HGB soll steuerlich unbeachtlich sein da 6 Abs 1 Nr 1 Satz 1 EStG anordnet dass Wirtschaftsgüter mit ihren Anschaffungs oder Herstellungskosten anzusetzen seien dazu gehörten auch die in 255 Abs 2 Satz 3 HGB aufgeführten Kosten Gem 5 Abs 6 EStG gehe 6 Abs 1 Nr 1 Satz 1 EStG der handelsrechtlichen Regelung in 255 Abs 2 Satz 3 HGB vor Diese Auffassung stützt die Finanzverwaltung auf das BFH Urteil vom 21 Oktober 1993 BStBl 1994 II S 176 Hingegen hat die Finanzverwaltung in R 6 3 Abs 4 Satz 1 EStR 2008 bislang die Auffassung vertreten dass die Voraussetzung für die Berücksichtigung der vorstehenden Kosten ist dass in der Handelsbilanz entsprechend verfahren wird Die Finanzverwaltung ist somit bisher von einem Bewertungswahlrecht ausgegangen Eine steuergesetzliche Definition des Begriffs der Herstellungskosten ist im Einkommensteuergesetz nicht enthalten Handelsrechtliche Abschreibung auf niedrigeren beizulegenden Wert Eine handelsrechtliche Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert ist nicht zwingend in der Steuerbilanz durch eine entsprechende Teilwertabschreibung nachzuvollziehen der Steuerpflichtige kann darauf auch verzichten Für eine Zuschreibung zum Teilwert in einem folgenden Wirtschaftsjahr besteht dagegen kein Wahlrecht Sie ist stets dann vorzunehmen wenn die Voraussetzungen des 6 Abs 1 Nr 1 Satz 2 oder 6 Abs 1 Nr 2 Satz 2 EStG für eine Teilwertabschreibung nicht mehr vorliegen d h wenn die voraussichtlich dauernde Wertminderung nicht mehr gegeben ist 6 Abs 1 Nr 1 Satz 4 6 Abs 1 Nr 2 Satz 3 EStG 6b EStG Rücklage Die Bildung von 6b EStG Rücklagen unabhängig von der Handelsbilanz wird durch 5 Abs 1 Satz 1 Hs 2 EStG ermöglicht Handelsrechtliche und steuerliche Wahlrechte Wahlrechte die sowohl handelsrechtlich als auch steuerrechtlich bestehen können aufgrund des 5 Abs 1 Satz 1 Hs 2 EStG in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz unterschiedlich ausgeübt werden Beispielsweise setzt die Anwendung des Verbrauchsfolgeverfahrens nach 6 Abs 1 Nr 2a Satz 1 EStG Lifo in der Steuerbilanz nicht voraus dass der Steuerpflichtige die Wirtschaftsgüter auch in der Handelsbilanz nach diesem Verfahren bewertet Desgleichen erfordert die Inanspruchnahme der degressiven AfA bei beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens 7 Abs 2 EStG nicht dass in der Handelsbilanz entsprechend abgeschrieben wird Aufzeichnungen bei Ausübung von steuerlichen Wahlrechten Die laufende Führung des in 5 Abs 1 Satz 2 3 EStG genannten Verzeichnisses ist Tatbestandsvoraussetzung für die wirksame Ausübung des jeweiligen steuerlichen Wahlrechts Wird das Verzeichnis nicht oder nicht vollständig geführt ist der Gewinn durch die Finanzbehörde zu ermitteln als wenn das Wahlrecht nicht ausgeübt worden sei Eine besondere Form der Verzeichnisse ist nicht vorgeschrieben Es kann auch nach Ablauf des Wirtschaftsjahrs im Rahmen der Erstellung der Steuererklärung erfolgen Keine gesonderte Aufzeichnung ist bei der Ausübung steuerlicher Wahlrechte im Sonderbetriebsvermögen und bei Umwandlungsvorgängen des Umwandlungssteuerrechts erforderlich Das Gleiche gilt

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bmf-schreiben-zur-anwendung-des-geaenderten-massgeblichkeitsgrundsatzes-nach-inkrafttreten-des-bilmog.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    bewegliche unbewegliche immaterielle Wirtschaftsgüter aufzuteilen Die Aufwendungen für die notwendigen Genehmigungen des Windparks sind als Herstellungskosten des Wirtschaftsgutes Windkraftanlage anzusehen Die Genehmigungskosten stehen in unmittelbarem und untrennbarem Zusammenhang mit der Errichtung und Inbetriebnahme der Windkraftanlage denn die Klägerin hat die Aufwendungen getragen um das Projekt überhaupt durchführen zu können Gesondert abzuschreiben sind indes die selbstständigen Wirtschaftsgüter Wegebau Kabelbau Netzanschluss Umspannwerk und Konzeptionierung Diese Wirtschaftsgüter sind nicht als Anschaffungs oder Herstellungskosten der Windkraftanlage zu qualifizieren denn sie stehen mit deren Errichtung nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang Bei der Ermittlung des Abschreibungsbetrages auf das Wirtschaftsgut Wegebau ist weder die degressive AfA noch eine Sonderabschreibung zu gewähren weil die Wegebefestigung zum unbeweglichen Anlagevermögen zählt Die Aufwendungen für externen Kabelbau Netzanschluss sowie die Übergabestation bilden ebenfalls eigenständige Wirtschaftsgüter Zwar dienen diese Aufwendungen dem Betrieb der Windkraftanlagen sie besitzen indes eine Eigenständigkeit dergestalt dass sie selbstständig und anderweitig beispielsweise für andere Windkraftanlagen nutzbar sind Ein Wirtschaftsgut Standortvorteil existiert nicht Indes zählen die von der Klägerin hierunter gefassten Aufwendungen für Genehmigungen zu den Herstellungskosten der Windkraftanlage selbst Die gesondert in Rechnung gestellten Aufwendungen für die betriebswirtschaftliche und vertragliche Konzeption des Windparks stellen hingegen ein eigenständiges entgeltlich erworbenes immaterielles Wirtschaftsgut dar Aufwendungen für die Erarbeitung eines finanziellen betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Konzepts für ein Vorhaben sind je nach den Verhältnissen im Einzelfall als Betriebsausgaben sofort abziehbar oder als Anschaffungskosten eines immateriellen Wirtschaftsguts zu aktivieren Die konkrete Einordnung richtet sich danach ob bloße Beratungsleistungen zu rechtlichen oder steuerlichen Teilbereichen des beabsichtigten Vorhabens erbracht werden dann sofort abzugsfähige Betriebsausgaben oder ob von einem Dritten ein selbstständig handelbares Anlagekonzept erworben wird das die Basis für die unternehmerische Tätigkeit bildet Sofern die Kosten der Beschaffung von Eigenkapital dienen würden kommt eine Aktivierung als immaterielles Wirtschaftsgut indes nicht in Betracht Die Aufwendungen für die Konzeptionierung des Windparks sind als eigenständiges immaterielles Wirtschaftsgut zu

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-niedersachsen-abschreibung-von-windkraftanlagen-und-damit-in-zusammenhang-stehenden-wirtschaftsguetern.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    eines höheren Werts ausgeglichen worden ist Grund für diese Ausnahme ist 8b Abs 3 KStG 2002 a F 8b Abs 3 Satz 2 KStG 2002 n F wonach Gewinnminderungen die im Zusammenhang mit dem in 8b Abs 2 KStG 2002 a F n F genannten und danach von der Körperschaftsteuer freigestellten Anteile an einer Körperschaft entstehen bei der Ermittlung des Einkommens nicht zu berücksichtigen sind Dieser Abzugsausschluss wurde indes erst mit der Systemumstellung vom körperschaftsteuerrechtlichen Anrechnungs zum sog Halbeinkünfteverfahren geschaffen Zuvor blieben die Gewinnminderungen und damit auch Abschreibungen auf einen niedrigeren Teilwert steuerwirksam Die von der Klägerin vorgenommenen Wertaufholungen sind solange steuerfrei zu belassen bis die steuerlich unwirksamen Teilwertabschreibungen vollständig ausgeglichen sind Allein diese Reihenfolge ist sachgerecht und korrespondiert mit dem Regelungszweck des Gesetzes Ziel war es zu verhindern dass es nach dem Systemwechsel zum sog Halbeinkünfteverfahren zu einer steuerfreien Realisation der stillen Reserven kommt die nach früherer Rechtslage steuerpflichtig gewesen wäre Dem entspricht es die Verrechnungsreihenfolge an einer Zeitenreihenfolge zu orientieren und dabei die zuletzt eingetretene Wertminderung als zuerst ausgeglichen anzusehen Denn es ist nicht so dass jene Werte welche zuerst steuerwirksam Abschreibungen auf den sog Teilwert ausgelöst haben sich als erste wieder erholen und eine Teilwertaufstockung gebieten Im Gegenteil beziehen sich jene Buchwertabschreibungen die zuerst vorgenommen worden sind regelmäßig auf höhere Ausgangs Werte als spätere Abschreibungen Somit sind Werterholungen die sich als solche ununterscheidbar nur auf den betreffenden Anteil beziehen und sich nicht einer konkreten vorangegangenen Abschreibung zuordnen lassen zunächst mit jenen späteren Abschreibungen zu verrechnen weil erst dann wieder der jeweilige Zwischen Buchwert erreicht worden ist Bis dahin sind die vor dem Systemwechsel vorgenommenen Abschreibungen wertmäßig noch nicht rückgängig gemacht und dementsprechend noch keine Buchgewinne erzielt worden die nunmehr ausnahmsweise als steuerpflichtig zu behandeln wären Dies entspricht auch dem Gesetzeswortlaut Denn danach sollen die Erträge aus den

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-wertaufholungen-sind-vorrangig-mit-steuerlich-unwirksamen-teilwertabschreibungen-zu-kompensieren.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Gesetz oder Verwaltungsakt innerhalb eines bestimmten Zeitraums vorgeschrieben sein muss und an die Verletzung der Verpflichtung Sanktionen geknüpft sind Bei der Verpflichtung zum Abbruch zur Verfüllung und zur Rekultivierung im Zusammenhang mit der Aufgabe eines Erdgasspeichers handelt es sich um eine solche öffentlich rechtliche Verpflichtung Bisher ist die Finanzverwaltung Verfügung der OFD Hannover vom 02 11 1998 davon ausgegangen dass die entsprechende Verpflichtung zwar nach den einschlägigen Vorschriften des Bundesberggesetzes oder entsprechender Verwaltungsakte der Bergämter als in sachlicher Hinsicht hinreichend konkretisiert angesehen werden kann Eine daneben erforderliche Konkretisierung in zeitlicher Hinsicht lag jedoch nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht vor Denn nach der Rechtsprechung des BFH erfordert die zeitliche Konkretisierung einer öffentlich rechtlichen Verpflichtung dass der Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung bestimmt werden kann oder zumindest der Zeitraum in dem die Verpflichtung erfüllt werden muss bestimmbar ist Ein Zeitraum für den Betrieb eines Erdgasspeichers wird jedoch von der zuständigen Bergbehörde nicht festgelegt Eine vorübergehende Beendigung der Speichertätigkeit schließt somit auch eine spätere Wiederaufnahme der Speicherung nicht aus Folglich ist es anders als z B in Fällen der Erdöl bzw Erdgasgewinnungswirtschaft nicht möglich den Zeitpunkt zu bestimmen in dem die Maßnahmen durchzuführen sind Die erforderliche zeitliche Bestimmbarkeit lag nach bisheriger Auffassung der Finanzverwaltung damit erst zu dem Bilanzstichtag vor zu dem der zuständigen Behörde der Abschlussbetriebsplan vorgelegt und von dieser genehmigt wird Verwaltungsanweisung Die Finanzverwaltung hält an der bisher vertretenen o a Rechtsauffassung nicht mehr fest wonach Rückstellungen für die öffentlich rechtliche Verpflichtung zum Abbruch zur Verfüllung und zur Rekultivierung von Erdgasspeichern wegen fehlender zeitlicher Konkretisierung nicht zuzulassen sind Liegen die übrigen Voraussetzungen für die Passivierung einer Rückstellung vor und ist der Zeitraum in dem die Verpflichtungen Abbruch Verfüllung und Rekultivierung zu erfüllen sind zumindest bestimmbar können Rückstellungen gebildet werden Fundstelle OFD Hannover Verfügung vom 14 12 2009 S 2137 84 StO

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/ofd-hannover-verfuegung-betr-rueckstellungen-fuer-ungewisse-verbindlichkeiten-verpflichtung-zum-abbruch-zur-verfuellung-und-rekultivierung-von-erdgasspeichern.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    zu beurteilen wenn die Versorgungskasse zahlungsunfähig ist In diesem Fall sei wieder eine Pensionsrückstellung nach 6a EStG auszuweisen Diese Entscheidungen des BFH stehen im Einklang mit den seitens der Finanzverwaltung aufgestellten Grundsätzen für die Bildung von Pensionsrückstellungen Hiernach ist bei Pensionsverpflichtungen neben der Frage ob die Voraussetzungen des 6a EStG vorliegen u a schriftlich erteilte Pensionszusage auch zu prüfen ob die unmittelbare Inanspruchnahme aus der Verpflichtung wahrscheinlich ist Verwaltungsanweisung Das Bundesministerium der Finanzen hat daher mit Schreiben vom 26 01 2010 festgelegt dass die Grundsätze der o a Entscheidungen des BFH auch in vergleichbaren Fällen anzuwenden sind Bei entsprechenden umlagefinanzierten Versorgungssystemen können Pensionsrückstellungen nach 6a EStG daher künftig regelmäßig nicht mehr passiviert werden Das gilt unabhängig davon ob es sich um öffentlich rechtliche oder privatrechtliche Versorgungszusagen handelt Geht die Erfüllung der Versorgungsverpflichtung wieder auf den Arbeitgeber über z B aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit der Versorgungskasse ist eine Pensionsrückstellung nach 6a EStG zu passivieren Gewährleistet die Versorgungskasse dagegen ausschließlich die Durchführung der einzelnen Pensionsverpflichtungen bspw Berechnung und Auszahlung der Altersversorgungen und erstattet der Arbeitgeber der Versorgungskasse die hierfür erforderlichen Aufwendungen muss der Arbeitgeber Rückstellungen nach 6a EStG ausweisen In diesen Fällen ist weiterhin von einer wahrscheinlichen Inanspruchnahme des Arbeitgebers aus den Pensionsverpflichtungen auszugehen da die Versorgungskasse lediglich seine Versorgungsverpflichtungen ausführt Zudem können die Zahlungen an die Versorgungskasse den jeweiligen Pensionszusagen des Arbeitgebers zugerechnet werden sodass eventuell bestehende Ansprüche gegenüber der Versorgungskasse zu aktivieren sind Die Grundsätze der o a BFH Urteile sind erstmals in nach dem 05 04 2006 Entscheidungsdatum des ersten BFH Urteils aufgestellten Bilanzen zu berücksichtigen Es ist jedoch nicht zu beanstanden wenn diese Grundsätze erstmals der Gewinnermittlung des Wirtschaftsjahrs zugrunde gelegt werden das nach dem Tag der Veröffentlichung des Schreibens im Bundessteuerblatt endet Das BMF Schreiben wurde am 26 02 2010 im Bundessteuerblatt BStBl I 2010 S 138 veröffentlicht

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bmf-betriebliche-altersversorgung-bildung-von-pensionsrueckstellungen-nach-6a-estg-bei-erbringung-der-versorgungsleistungen-durch-externe-versorgungstraeger-im-sog-umlageverfahren1.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    nicht an Die Übernahme der Globalgarantie stelle ein schwebendes Geschäft dar da die Klägerin die Provision der Bank nicht nur für die Vermittlung der Kredite sondern auch für die Abgabe der Garantieerklärung erhalten habe Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften dürfen indes in der Steuerbilanz nicht passiviert werden Entscheidung Da schwebende Geschäfte nur zwei oder mehrseitig verpflichtende Handlungen sein können fallen lediglich einseitig verpflichtende Rechtsgeschäfte oder Willenserklärungen nicht unter den Begriff des schwebenden Geschäfts Für die Frage ob der Verpflichtung der Klägerin gegenüber der Bank aus der von ihr übernommenen sog Globalgarantie ein schwebendes Geschäft zugrunde liegt sind die einzelnen Rechtsbeziehungen zwischen dem jeweiligen Kunden der Klägerin und der Bank zu unterscheiden Die Provisionen die die Klägerin von der Bank erhält stehen nicht in einem synallagmatischen Verhältnis zur Übernahme der Globalgarantie sondern sind Entgelt für die Leistungen die die Klägerin gegenüber der Bank im Rahmen der Vermittlung der Kreditverträge erbringt Im Verhältnis zur Bank handelt es sich bei der Globalgarantieurkunde um ein einseitig verpflichtendes Rechtsverhältnis Zwar ist ein Garantie bzw Bürgschaftsvertrag nicht zwangsläufig einseitig verpflichtender Natur Er kann auch Bestandteil eines zwischen dem Garantiegeber bzw Bürgen und dem Gläubiger bestehenden zweiseitig verpflichtenden oder gegenseitigen Vertrags sein Das ist insbesondere dann der Fall wenn sich der Gläubiger verpflichtet seinerseits dem Bürgen eine Leistung zu erbringen Eine solche Fallgestaltung lag im Streitfall jedoch nicht vor Denn hier ging die Klägerin die Verpflichtung gegenüber der Bank Globalgarantie im Interesse der Kunden ein die von der Bank einen Kredit erhalten haben damit diese nicht selbst Sicherheit gegenüber der Bank erbringen müssen Würden die Sicherheiten nicht von der Klägerin erbracht müssten die Kunden selbst gegenüber der Bank Sicherheit leisten Da die Abgabe der Globalgarantie im Streitfall somit ein einseitig verpflichtendes Rechtsgeschäft darstellt ist die Bildung der Rückstellung daher mit steuerlicher Wirkung anzuerkennen Fundstelle Finanzgericht

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/rueckstellung-fuer-drohende-inanspruchnahme-aus-avalhaftung.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    1 S 5 EStG sei Bemessungsgrundlage der AfA nach der Einlage die Differenz zwischen den ursprünglichen AK HK und den bereits bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung in Anspruch genommenen Abschreibungen Die Klägerin beanspruchte hingegen als Bemessungsgrundlage der AfA die Differenz zwischen Teilwert und den bereits in Anspruch genommenen Abschreibungen Entscheidung Als Bemessungsgrundlage für Absetzungen für Abnutzung nach Einlage ist die Differenz zwischen dem Einlagewert und den vor der Einlage bei den Überschusseinkunftsarten bereits in Anspruch genommenen planmäßigen und außerplanmäßigen Absetzungen anzusetzen Der erkennende Senat ist der Auffassung dass bei zum Teilwert eingelegten Wirtschaftsgütern gemäß 6 Abs 1 Nr 5 Satz 1 1 Halbsatz EStG mit Anschaffungs oder Herstellungskosten i S des 7 Abs 1 Satz 4 EStG der Einlagewert gemeint ist Dies ergibt sich aus einer am Zweck der Vorschrift orientierten Auslegung Der Wortlaut des 7 Abs 1 Satz 4 EStG führt entgegen der Auffassung des Finanzamts nicht zwingend zu der Auslegung dass AfA Bemessungsgrundlage nach Einlage die historischen fortgeführten Anschaffungs und Herstellungskosten sind Für diese teleologische Auslegung der Vorschrift spricht maßgeblich der ansonsten drohende Wertungswiderspruch zur AfA Bemessungsgrundlage bei nicht vorgenutzten Wirtschaftsgütern die in das Betriebsvermögen eingelegt und ungekürzt vom Einlagewert abgeschrieben werden können Denn dann wären Wirtschaftsgüter die vor der Einlage nicht im Rahmen einer Überschusseinkunftsart genutzt worden wären weiterhin vom Einlagewert Teilwert voll und die von 7 Abs 1 Satz 4 EStG erfassten Wirtschaftsgüter nur in Höhe der historischen Anschaffungs oder Herstellungskosten abschreibbar Die Nutzung eines Wirtschaftsguts zur Einkünfteerzielung vor der Einlage bildet nach Ansicht des BFH indes keinen tragfähigen Rechtfertigungsgrund für eine solche Ungleichbehandlung Vorinstanz Schleswig Holsteinisches Finanzgericht Urteil vom 14 02 2008 5 K 282 04 EFG 2008 915 Fundstelle BFH Urteil vom 18 08 2009 X R 40 06 BStBl II 2010 S 961 Newsletter abonnieren Rechtliche Hinweise Impressum Datenschutz sicherheit www

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-bemessungsgrundlage-fuer-absetzungen-fuer-abnutzung-nach-einlage-zum-teilwert.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Finanzverwaltung somit effektiv jeweils über differenzierte Steuerbilanzen verfügen Das Bundesministerium der Finanzen ist zudem ermächtigt den Mindestumfang zu übermittelnder Daten mithin also die Struktur und Gliederungstiefe der Steuerbilanzen zu bestimmen Während das Bundesministerium mit Schreiben vom 19 01 2010 IV C 6 S 2133 b 0 DB 2010 S 194 die Grundlagen zur papierlosen und medienbruchfreien elektronischen Übersendung der steuerlichen Gewinnermittlungen beschrieben hat erfolgt nun mit Schreiben vom 05 02 2010 eine Information über den derzeitigen Arbeitsstand zur Umsetzung des gesetzlichen Auftrags Verwaltungsanweisung Zur Realisierung der Übermittlung der Jahresabschlüsse nach 5b EStG wurde das Projekt Elektronische Bilanz E Bilanz gegründet Innerhalb des Projekts wurde die grundlegende Entscheidung getroffen als Instrument zur Datenübermittlung den in der Wirtschaft bereits weit verbreiteten Standard XBRL eXtensible Business Reporting Language zu verwenden Die fachlichen und technischen Grundlagen für die elektronische Übermittlung werden in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Verwaltung und des Vereins XBRL Deutschland e V erarbeitet Der Fokus der Arbeit lag im letzten Jahr auf der Fach AG Taxonomie Steuer Dort wurde das bereits für XBRL Übermittlungen existierende Datenschema HGB Taxonomie 3 0 überarbeitet und um Positionen und Elemente ergänzt die für die steuerliche Deklaration erforderlich sind Ein erster Entwurf des so überarbeiteten Datenschemas wird im 2 Quartal des Jahres 2010 fertig gestellt werden Zusätzlich wurde damit begonnen die spezifischen Anforderungen an die Jahresabschlussübermittlung abzubilden die sich aus speziellen Rechnungslegungsvorschriften ergeben bspw für Kreditinstitute oder für die Versicherungswirtschaft Derzeit werden die von verwaltungseigenen Experten erarbeiteten Entwürfe für Erweiterungen des Datenschemas mit den Vertretern der betroffenen Verbände abgestimmt Im zweiten Halbjahr 2009 fand bereits ein erster Praxistest statt in dem freiwillige Übermittler Testdatensätze an die Steuerverwaltung gesendet haben Nach Eingang wurden diese Datensätze in der Verwaltung anhand bestimmter Prüfungskriterien auf ihre technische Richtigkeit auf Grundlage der bestehenden HGB Taxonomie überprüft In 2010 werden im Rahmen der

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bmf-e-bilanz-information-zur-einfuehrung-der-elektronischen-uebermittlung-von-jahresabschluessen1.html (2016-04-26)
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