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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    geschickt worden um diesen bis zum 05 10 2010 Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme zu geben Verwaltungsanweisung Das BMF informiert über die Grundstruktur und die Kernelemente Mindestumfang des zu übermittelnden Datensatzes wobei die veröffentlichten Taxonomiedateien als amtlich vorgeschriebener Datensatz i S des 5b EStG gelten Hierdurch wird der Mindestumfang der zu übermittelnden Daten mithin also die Struktur und Gliederungstiefe der Steuerbilanzen bestimmt Die für die Übermittlung verbindlichen Taxonomiedateien eine Visualisierung der Taxonomie sowie Dokumentationen zur Taxonomie stehen hierbei auch unter http www eSteuer de zum Abruf bereit Das für steuerliche Zwecke angepasste Datenschema basiert auf der aktuellen HGB Taxonomie 4 0 vom 31 01 2010 und enthält die Bilanzposten und Gewinn und Verlustpositionen des amtlichen Datensatzes nach 5b EStG Es ermöglicht die elektronische Übermittlung des Inhalts der Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung an die Finanzverwaltung Neben dem Stammdaten Modul GCD Modul enthält u a Informationen zum Unternehmen sind aus dem Jahresabschluss Modul GAAP Modul insbesondere die Berichtsbestandteile Bilanz Gewinn und Verlustrechnung Ergebnisverwendung und steuerliche Modifikationen insbes Umgliederung Überleitungsrechnung zu übermitteln Daneben existieren Berichtsbestandteile die zur freiwilligen elektronischen Übermittlung weiterer Informationen genutzt werden können z B der von der Finanzverwaltung in der Regel benötigte Anlagespiegel im Anhang Dabei besteht für den Steuerpflichtigen gem 5b Absatz 1 EStG die Möglichkeit eine Handelsbilanz mit Überleitungsrechnung oder alternativ eine Steuerbilanz zu übermitteln Wird eine Handelsbilanz mit Überleitungsrechnung übermittelt enthalten die Positionen in den Berichtsbestandteilen Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung die handelsrechtlichen Positionen oder handelsrechtliche Wertansätze Die nach 5b Absatz 1 Satz 2 EStG vorzunehmenden Anpassungen aller Positionen deren Ansätze und Beträge den steuerlichen Vorschriften nicht entsprechen sind mit der strukturierten Überleitungsrechnung der Taxonomie darzustellen Die Taxonomie ist nach Aussage des Entwurfs erstmals für Wirtschaftsjahre anzuwenden die nach dem 31 12 2010 beginnen Übergangsweise soll es nicht jedoch beanstandet werden wenn die Bilanz und die Gewinn

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bmf-elektronische-uebermittlung-von-bilanzen-sowie-gewinn--und-verlustrechnungen--veroeffentlichung-der-allgemeinen-taxonomie.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    den Steuerpflichtigen bereitzustellen sind Klarstellungserfordernisse durch die deutsche Finanzverwaltung Der Gesetzeswortlaut von 5b 51 Abs 4 Nr 1b EStG scheint deckungsgleich mit der ersten Phase des Zwei Phasenmodells in Großbritannien zu sein Nach 5b Abs 1 EStG ist für Bilanzierende der Inhalt der Steuer Bilanz sowie der GuV elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln Sowohl Steuer Bilanz als auch GuV sind grundsätzlich mangels spezifischer steuerrechtlicher Definition dem Handelsrecht 266 275 HGB zu entnehmen Die Finanzverwaltung ist gem 51 Abs 4 Nr 1b EStG lediglich ermächtigt den Mindestumfang der elektronisch zu übermittelnden Steuer Bilanz sowie GuV zu bestimmen Der Mindestumfang kann aber nicht über die materiell rechtlichen Normen des 4 5a EStG und 5 EStG i V m 266 275 HGB hinausgehen da andernfalls die Ermächtigungsnorm überschritten würde Die deutsche Finanzverwaltung sollte bei der Veröffentlichung der Tax Taxonomie klarstellen dass es um die Substitution von Papier geht so dass keine weitere Aufgliederung von Informationen erforderlich ist die im handelsrechtlichen Einzelabschluss enthalten sind Eine Ergänzung von Informationen die im handelsrechtlichen Einzelabschluss nicht enthalten sind kann nicht gefordert werden Konzeptionelle Hürden des deutschen Steuerrechts beim XBRL Reporting Das E Bilanz Reporting im XBRL Format wird stets dann Probleme verursachen wenn kein handelsrechtlicher Jahresabschluss für das sog Mapping Zuordnung der verwendeten Positionen auf die vorhandenen Taxonomieelemente zur Verfügung steht Dieser Situation sieht sich ein unbeschränkt Steuerpflichtiger insbesondere i im Liquidationsfall ii bei Umwandlungsvorgängen mit steuerlicher Rückwirkung i S v 2 UmwStG und iii bei Abbildung von Sonderbetriebsvermögen ausgesetzt In diesen Konstellationen sollte die Finanzverwaltung auf ein E Bilanz Reporting im XBRL Format verzichten da sich die Unmöglichkeit des E Bilanz Reportings aus der Konzeption des deutschen Steuerrechts ergibt Reaktionsmöglichkeiten des Steuerpflichtigen Der Steuerpflichtige sollte im Rahmen des E Bilanz Reporting zunächst annehmen dass die Finanzverwaltung die ihr in 51 Abs 4 Nr 1b EStG

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/e-bilanz-im-xbrl-format-im-internationalen-vergleich-aus-beratersicht.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Kraftfahrzeugs verwirklicht Die Steuerzahlungsschuld entsteht hierbei mit Beginn des jeweiligen Entrichtungszeitraums Entrichtungszeitraum ist ein Jahreszeitraum da die Steuer grundsätzlich für die Dauer eines Jahres im Voraus zu leisten ist Es handelt sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Vorauszahlung auf eine noch nicht entstandene Steuer Hieraus ergibt sich dass es sich bei der im Streitfall für die entrichtete Kfz Steuer in Höhe von 44 000 Euro um Ausgaben vor dem Abschlussstichtag des Streitjahres handelt die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen Für die gezahlten Kfz Steuern ist daher ein aktiver RAP in Höhe des Betrages zu bilden der auf das Halten der Fahrzeuge zum Verkehr auf öffentlichen Straßen im nachfolgenden Wirtschaftsjahr entfällt im Streitfall 44 000 Euro Das Finanzamt ist hierbei nicht an die von der Klägerin bei der Bilanzaufstellung vertretene Rechtsauffassung gebunden ein RAP sei nicht zu aktivieren Zwar ist Ausgangspunkt für die steuerliche Gewinnermittlung die von der Klägerin beim Finanzamt eingereichte Steuer Bilanz Von dieser darf und muss das Finanzamt nur abweichen wenn und soweit sie den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung oder den zwingenden bilanzrechtlichen Vorgaben des Einkommensteuergesetzes nicht entspricht Nach ständiger Rechtsprechung des BFH ist ein objektiv falscher Bilanzansatz nur unter der weiteren Voraussetzung fehlerhaft dass der Steuerpflichtige den Fehler nach den Erkenntnismöglichkeiten eines ordentlichen Kaufmanns im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bezogen auf die am Bilanzstichtag objektiv bestehenden Verhältnisse erkennen konnte Dieser sog subjektive Fehlerbegriff gilt nach bisheriger Rechtsprechung nicht nur für Tatsachenerkenntnisse sondern auch für die Beurteilung von Rechtsfragen Für die Fälle in denen die Rechtslage zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung ungeklärt ist weil noch keine Rechtsprechung zu der in Rede stehenden Bilanzierungsfrage ergangen ist hat der BFH daher entschieden dass dann jede der kaufmännischen Sorgfalt entsprechende Bilanzierung als richtig anzusehen ist An den in diesem Sinn zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung subjektiv richtigen Bilanzansatz ist das Finanzamt gebunden auch wenn die Rechtsfrage nach diesem Zeitpunkt durch eine höchstrichterliche Entscheidung im gegenteiligen Sinne entschieden worden ist Nach Maßgabe dieser Rechtsprechung hat die Klägerin durch das Unterlassen der Bildung eines aktiven RAP eine der kaufmännischen Sorgfalt nicht entsprechende Entscheidung getroffen Die Frage der Aktivierung eines RAP für vorausbezahlte Kfz Steuer war nicht streitig sondern entsprach im Anschluss an die BFH Rechtsprechung der gängigen Bilanzierungspraxis Angesichts dessen kann für den Zeitpunkt der von der Klägerin aufgestellten Bilanz davon ausgegangen werden dass die Pflicht zur Aktivierung eines RAP für vorausbezahlte Kfz Steuer nicht zweifelhaft war Betroffene Norm 5 Abs 5 Nr 1 EStG 4 Abs 2 EStG Streitjahr 2002 Anmerkungen Mit dieser Entscheidung bestätigt der BFH die bisher gängige Bilanzierungspraxis Gerade weil die Rechnungsabgrenzung in den Fällen vorausbezahlter Kfz Steuern bei Bilanzaufstellung nicht zweifelhaft war sah der Senat auch keinen Anlass den Ausgang des Verfahrens vor dem Großen Senat zum sog subjektiven Fehlerbegriff abzuwarten Im BFH Beschluss vom 07 04 2010 Vorlagebeschluss an den Großen Senat legt der I Senat jedoch dar weshalb sich der sog subjektive Fehlerbegriff bei der Bilanzierung anders als nach der bisherigen Rechtsprechung nur auf die Tatsachenfragen beschränken sollte Sollte der Große Senat des BFH die im Vorlagebeschluss

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-rechnungsabgrenzung-fuer-kfz-steueraufwand-berichtigung-eines-objektiv-falschen-bilanzansatzes.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    9 Abs 1 Satz 1 EStG wenn es sich um Herstellungskosten handelt In diesem Fall sind sie nur im Rahmen der Absetzungen für Abnutzung AfA zu berücksichtigen 9 Abs 1 Satz 3 Nr 7 i V m 7 EStG Welche Aufwendungen zu den Herstellungskosten zählen bestimmt sich auch für die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach 255 Abs 2 Satz 1 HGB Danach sind Herstellungskosten Aufwendungen die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten für die Herstellung eines Vermögensgegenstandes seine Erweiterung oder für eine über seinen ursprünglichen Zustand hinausgehende wesentliche Verbesserung entstehen Die streitigen Aufwendungen sind aber nicht allein deshalb als Herstellungskosten zu werten weil sie in zeitlichem Zusammenhang mit dem Erwerb des Grundstücks stehen und im Vergleich zum Kaufpreis hoch sind oder wie im Streitfall ein Vielfaches des Kaufpreises ausmachen Daher lässt sich aus der Höhe der Aufwendungen im Verhältnis zum Kaufpreis auch keine tatsächliche widerlegbare Vermutung für die Qualifikation in der einen oder anderen Richtung ableiten Übliche Instandsetzungs oder Modernisierungsmaßnahmen also die bloße Instandsetzung vorhandener Sanitär Elektro und Heizungsanlagen der Fußbodenbeläge der Fenster und der Dacheindeckung sind in der Regel sofort abziehbare Erhaltungsaufwendungen Indes können solche Maßnahmen in ihrer Gesamtheit zu einer wesentlichen Verbesserung i S des 255 Abs 2 Satz 1 HGB führen wenn dadurch der Gebrauchswert das Nutzungspotential des Gebäudes gegenüber dem ursprünglichen Zustand d h hier dem Zustand im Zeitpunkt des Erwerbs deutlich erhöht wird Das ist der Fall wenn die Maßnahmen bei mindestens drei der Kern Bereiche Heizung Sanitär Elektro und Fenster jeweils zu einer Standarderhöhung geführt haben Ob die streitigen Maßnahmen als Herstellungskosten oder Erhaltungsaufwendungen zu beurteilen sind ist anhand der gesamten Umstände des Einzelfalls zu prüfen Dabei ist zunächst zu ermitteln welchem Standard sehr einfach mittel oder sehr anspruchsvoll die Kernbereiche im ursprünglichen Zustand entsprachen Für diese Beurteilung sind

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-abgrenzung-von-herstellungskosten-und-erhaltungsaufwendungen.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Die Klägerin habe sich im Zusagezeitpunkt in keiner wirtschaftlichen Notlage befunden Entscheidung Eine verdeckte Gewinnausschüttung ist anzunehmen soweit die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter Geschäftsführer eine Pensionszusage erteilt die nicht finanzierbar ist Die Finanzierbarkeit der Pensionszusage hängt davon ab ob die Passivierung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtung 6a Abs 3 Satz 2 Nr 2 EStG im Zusagezeitpunkt zur Überschuldung der Gesellschaft im insolvenzrechtlichen Sinne führen würde Dabei ist jedoch eine teilkongruente Rückdeckungsversicherung zu berücksichtigen Besteht die Pensionszusage wie im Streitfall aus einer Alterszusage einer Invaliden sowie einer Hinterbliebenenversorgungszusage ist die Finanzierbarkeit für jeden einzelnen Versorgungsteil gesondert zu prüfen weil es sich hierbei im Gegensatz zu einer Rückdeckungsversicherung die eine Kapitallebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung kombiniert nicht um ein einheitliches Wirtschaftsgut handelt Daher kann eine Zusage für eine Altersversorgung nicht allein deshalb als im Gesellschaftsverhältnis veranlasst und damit als verdeckte Gewinnausschüttung angesehen werden weil eine daneben bestehende Invaliditäts oder Hinterbliebenenzusage nicht mehr finanzierbar ist Der Ansatz des Anwartschaftsbarwerts würde nach der von der Finanzverwaltung vorgenommenen Berechnung zu einer Überschuldungssituation führen wenn man die teilkongruente Rückdeckungsversicherung außer Acht lässt und den erforderlichen weiteren Prüfungsschritt ob die Fortführungsprognose der Klägerin positiv ausfällt oder nicht unterlässt Die danach gebotene Prüfung ob die Klägerin in der Lage ist die jährlichen Versicherungsbeiträge für die teilkongruente Rückdeckungsversicherung aufzubringen fällt im Streitfall zu Gunsten der Klägerin aus Denn angesichts des Jahresüberschusses für 2001 erscheint der jährliche Beitrag für die Rückdeckungsversicherung in Gestalt der teilkongruenten Rentenversicherung unproblematisch finanzierbar Jedoch können die Einzelheiten der Berechnung dahingestellt bleiben Denn die Kapitalgesellschaft kann statt des Anwartschaftsbarwerts nach 6a Abs 3 Satz 2 Nr 2 EStG den niedrigeren Teilwert gemäß 6a Abs 3 Satz 2 Nr 1 EStG ansetzen wenn sie diesen nachweist Damit ist nur der vom Arbeitnehmer bereits erdiente Teil der Pensionszusage anzusetzen nicht aber der zukünftige zu erdienende Teil Die Finanzverwaltung hat diese Rechtsprechung des BFH akzeptiert vgl BMF Schreiben vom 06 09 2005 BStBl I 2005 875 Der Kapitalgesellschaft steht damit im Ergebnis ein Bewertungswahlrecht zu Legt man den von der Klägerin nachgewiesenen steuerlichen Teilwert der Überschuldungsprüfung zu Grunde mindern sich die Passiva so dass sich anstelle einer Überschuldung ein positiver Wert ergibt Es ist grundsätzlich zulässig den steuerlichen Teilwert in der Handelsbilanz zu übernehmen denn das HGB enthielt im Streitjahr keine eigenständige Regelung zur Ermittlung des Rückstellungswerts einer Pensionsrückstellung Angesichts der sich danach für das Streitjahr ergebenden generellen Zulässigkeit der Übernahme des steuerlichen Teilwerts in der Handelsbilanz besteht somit kein Anlass von dem von der Klägerin vorgelegten Teilwert abzuweichen und einen höheren handelsrechtlichen Teilwert anzusetzen Anmerkung Der Ansatz der Verpflichtung mit dem steuerlichen gleich handelsrechtlichen Teilwert lässt sich nach Inkrafttreten des BilMoG nicht mehr begründen Durch 253 Abs 1 Sätze 2 bis 4 und Abs 2 Satz 2 HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes BilMoG vom 25 09 2009 BGBl I 2009 1102 ist eine eigenständige handelsrechtliche Wertermittlung normiert worden Hiernach ist eine pauschale Abzinsung von Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz zulässig der sich bei einer angemessenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der Ansatz mit dem Erfüllungsbetrag erforderlich Hierdurch kann sich

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-berlin-brandenburg-finanzierbarkeit-einer-pensionszusage---passivierung-des-niedrigeren-teilwerts-anstelle-des-anwartschaftsbarwerts.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    durchgeführt werden könne und die Antragstellerin bisher keine entsprechend geänderte Handels und Steuerbilanz eingereicht hätte Hiergegen wandte sich die Antragstellerin Bei Anwendung des ermäßigten Bodenrichtwertes des Bewertungsgesetzes ergebe sich ein höherer Wert als der vereinbarte Kaufpreis Zudem sei ein im Auftrage der Finanzverwaltung erstelltes Gutachten eines Bausachverständigen nicht richtig weil hierbei die Bewertung zum Stichtag auf Grund von Erkenntnissen aus der Gegenwart durchgeführt worden sei Entscheidung Im Rahmen eines AdV Verfahrens bestehen ernstliche Zweifel daran dass es sich bei dem tatsächlich angesetzten Kaufpreis um einen unangemessenen Wert gehandelt hat welche die Verkäuferin ohne die familiären Beziehungen der Gesellschafter nicht erhalten hätte Insbesondere bestehen ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit des von der Finanzverwaltung zur Begründung des überhöhten Kaufpreises maßgeblich herangezogenen Gutachtens der Bausachverständigen Es lässt sich dem Gutachten nicht entnehmen dass die Sachverständige zu Ihrer Bewertung den tatsächlichen Zustand der Grundstücke etwa den Anteil der Befüllung mit Klärschlamm zum maßgeblichen Zeitpunkt 2000 ermittelt hätte Im Gutachten wird lediglich ausgeführt dass zum Zeitpunkt der Ortsbesichtigung in 2006 beide Grundstücke voll in Rekultivierungsmaßnahmen eingeschlossen waren und vorerst nicht forstwirtschaftlich genutzt werden könnten daher als sog Unland zu bewerten seien Eine nähere Begründung hierfür wird jedoch nicht genannt Die von der Antragstellerin bereits während der Betriebsprüfung begehrte Teilwertabschreibung der Anschaffungskosten i H v 70 zum 31 12 2000 erscheint gerechtfertigt auch wenn die Antragstellerin für die Begründung der Teilwertabschreibung kein Gutachten vorgelegt hat Bei nicht abnutzbaren Wirtschaftsgütern besteht zwar die Vermutung dass der Teilwert der nachfolgenden Bilanzstichtage noch den Anschaffungskosten entspricht denn die Bewertung mit den Anschaffungskosten ist die Regel und die mit dem Teilwert die Ausnahme Deshalb ist es Sache desjenigen der die Bewertung mit dem geringeren Teilwert geltend macht die Voraussetzungen dafür darzulegen Allerdings ist die Vermutung widerlegbar wobei nur im Einzelfall entschieden werden kann welche Anforderungen an die Widerlegung dieser Vermutung zu stellen sind Mit der Begründung die Grundstücke könnten weder zum Stichtag 31 12 2000 zu 70 noch voraussichtlich in der Zukunft landwirtschaftlich genutzt werden weil insbesondere in der Zeit zwischen Ankauf und dem Bilanzstichtag 31 12 2000 eine Verfüllung der Kiesgrube und eine Rekultivierung mit Klärschlamm zu ca 70 stattgefunden habe hat die Antragstellerin substantiiert die Möglichkeit dargetan dass der Wert der Grundstücke unter die Anschaffungskosten gefallen sein kann Es wäre dann bereits zum Bilanzstichtag 31 12 2000 ca 70 der Fläche als Unland lediglich mit einem Anerkennungswert zu bewerten Nennt der Steuerpflichtige triftige Gründe die einen unter die Anschaffungskosten eines Grundstückes gefallenen Teilwert nahe legen hat das Finanzgericht den Teilwert selbst zu ermitteln Die Richtigkeit der Höhe der beantragten Teilwertabschreibung zum Bilanzstichtag 31 12 2000 wäre daher ggf durch ein gerichtliches Sachverständigengutachten zu überprüfen Die Antragstellerin kann auch nicht darauf verwiesen werden dass es zu der von ihr begehrten Bilanzberichtigung gem 4 Abs 2 Satz 1 EStG der vorherigen Einreichung einer entsprechend geänderten Handels und Steuerbilanz bedarf Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs kann ein Bilanzansatz u a dann nicht nach 4 Abs 2 Satz 1 EStG geändert berichtigt werden wenn und soweit er denjenigen Kenntnisstand widerspiegelt den der

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-sachsen-anhalt-bestimmung-des-teilwerts-eines-grundstuecks-im-finanzgerichtlichen-verfahren-.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Bilanzierung latenter Steuern nach HGB eine Aufwertung erfahren Die Zielsetzung der besseren Vergleichbarkeit mit nach IFRS erstellten Abschlüssen wurde durch eine an den Regelungen des IAS 12 orientierte Abgrenzungskonzeption umgesetzt Eckpunkte der durch das BilMoG induzierten Änderungen sind die Ablösung der GuV orientierten durch die bilanzorientierte Abgrenzungskonzeption sowie das Gebot steuerliche Verlustvorträge bei der Berechnung aktiver latenter Steuern zu berücksichtigen Gleichzeitig hat der Gesetzgeber allerdings auf ein Aktivierungsgebot für einen aktiven latenten Steuerüberhang verzichtet Außerdem steht dem Bilanzierenden weiterhin offen aktive und passive latente Steuern saldiert oder unsaldiert in der Bilanz auszuweisen Saldierungswahlrecht Die Abschaffung zahlreicher Bilanzierungs und Bewertungswahlrechte durch das BilMoG führt zu einer Reduzierung der auslösenden Tatbestände insbesondere für aktive latente Steuern wohingegen die Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit in der Regel in einer Erhöhung der passiven latenten Steuern resultiert DRS 18 latente Steuern Der DSR hat auf die Gesetzgebungsänderung durch das BilMoG mit der Verabschiedung eines neuen Standards DRS 18 reagiert Der Standard soll die durch das BilMoG geänderten gesetzlichen Regelungen für latente Steuern für Zwecke der konsolidierten Rechnungslegung konkretisieren Hierbei sind aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen gegenüber dem Entwurf vom 18 11 2009 E DRS 24 einige bedeutende Veränderungen vorgenommen worden Diese Anpassungen sollen insbesondere der sachgerechten Information des Abschlussadressaten sowie der Berücksichtigung des Vereinfachungsgedankens des Gesetzgebers dienen Berücksichtigung von Verlustvorträgen bei der Ermittlung aktiver latenter Steuern Ausnahme phasenverschobener Ergebnisübernahmen vom Ansatzverbot des 306 Abs 4 HGB Ergebniswirksame Erfassung von Änderungen latenter Steuern aufgrund von Gesetzesänderungen Erfordernis qualitativer Angaben im Anhang Fundstelle DSR aktueller Stand des DRS 18 abrufbar unter DRSC Newsletter abonnieren Rechtliche Hinweise Impressum Datenschutz sicherheit www deloitte de Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited eine private company limited by guarantee Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht und oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig Eine detaillierte

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/dsr-deutscher-rechnungslegungs-standard-drs-18--latente-steuern--verabschiedet.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    8 des Schreibens vom 12 03 2010 Danach sind angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgungen zwingend bei der Berechnung der steuerlichen Herstellungskosten zu berücksichtigen Das handelsrechtliche Bewertungswahlrecht des 255 Abs 2 Satz 3 HGB soll damit steuerlich unbeachtlich sein da 6 Abs 1 Nr 1 Satz 1 EStG anordnet dass Wirtschaftsgüter mit ihren Anschaffungs oder Herstellungskosten anzusetzen seien Dazu gehören nach jetziger Auffassung der Finanzverwaltung zwingend auch die in 255 Abs 2 Satz 3 HGB aufgeführten Kosten Denn gem 5 Abs 6 EStG gehe 6 Abs 1 Nr 1 Satz 1 EStG der handelsrechtlichen Regelung in 255 Abs 2 Satz 3 HGB vor In R 6 3 Abs 4 Satz 1 EStR 2008 vertritt die Finanzverwaltung jedoch bislang die Auffassung dass die Voraussetzung für die Berücksichtigung der vorstehenden Kosten ist dass in der Handelsbilanz entsprechend verfahren wird Die Finanzverwaltung ist somit bisher von einem Bewertungswahlrecht hinsichtlich der o a Kostenbestandteile ausgegangen Diese Auffassung wird im Schreiben vom 12 03 2010 aufgegeben Verwaltungsanweisung Mit Schreiben vom 22 06 2010 legt die Finanzverwaltung hinsichtlich der steuerlichen Aktivierungspflicht von Herstellungskosten fest dass das Schreiben vom 12 03 2010 um eine Randnummer 25 ergänzt wird Hiernach ist es nicht zu beanstanden dass soweit Randnummer 8 des Schreibens vom 12 03 2010 von R 6 3 Absatz 4 EStR 2008 abweicht für Wirtschaftsjahre die vor der Veröffentlichung einer geänderten Richtlinienfassung enden noch nach R 6 3 Absatz 4 EStR 2008 verfahren wird Der Steuerpflichtige kann somit bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin ein Wahlrecht zur Einbeziehung der o a Kostenbestandteile in die Herstellungskosten ausüben Fundstelle BMF Schreiben vom 22 06 2010 IV C 6 S 2133 09 10001 BMF Schreiben vom 12 03 2010 IV C 6 S 2133

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bmf-massgeblichkeit-der-handelsrechtlichen-gob-fuer-die-steuerliche-gewinnermittlung-hier-herstellungskosten.html (2016-04-26)
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