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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    angemessenen Teilen der notwendigen Gemeinkosten zu bewerten 6 Abs 1 Nr 3a Buchst b EStG 1999 Maßgeblich sind die Wertverhältnisse am Bilanzstichtag In Zukunft zu erwartende Preis und Kostensteigerungen mindern die Leistungsfähigkeit am Bilanzstichtag noch nicht und können daher steuerlich nicht berücksichtigt werden Die Einführung des Abzinsungsgebots hat daran nichts geändert Zwar ist handelsrechtlich nach dem durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz BilMoG neugefassten 253 Abs 1 S 2 HGB der Erfüllungsbetrag anzusetzen diese Gesetzesänderung gilt jedoch für die Steuerbilanz nicht Denn insoweit schreibt die gleichzeitig eingeführte Regelung in 6 Abs 1 Nr 3a Buchst f EStG i d F des BilMoG nunmehr ausdrücklich vor dass die Wertverhältnisse am Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung künftiger Preis und Kostensteigerungen maßgebend bleiben Die Rückstellung für die Deponie Rekultivierung ist nach der tatsächlichen Inanspruchnahme die Rückstellungen für die Rückbauverpflichtungen sind zeitanteilig in gleichen Raten anzusammeln Gemäß 6 Abs 1 Nr 3a Buchst e EStG 1999 sind Rückstellungen für Verpflichtungen mit einem Zinssatz von 5 5 abzuzinsen Die Abzinsung beruht auf der typisierenden Vorstellung dass eine erst in Zukunft zu erfüllende Verpflichtung den Schuldner weniger belastet als eine sofortige Leistungspflicht BFH Urteil vom 06 10 2009 Die Verpflichtung zur Abzinsung gilt für Sachleistungsverpflichtungen ebenso wie für Geldleistungsverpflichtungen Das Abzinsungsgebot des 6 Abs 1 Nr 3a Buchst e EStG 1999 ist mit dem Grundgesetz vereinbar BFH Urteil vom 27 01 2010 Eine steuerbilanzrechtliche Abweichung von dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip für die Bildung von Rückstellungen gehört wie das BVerfG entschieden hat nicht zu den zentralen Fragen gerechter Belastungsverteilung und verletzt daher das Gebot folgerichtiger Ausgestaltung steuergesetzlicher Belastungsentscheidungen nur dann wenn sich kein sachlicher Grund dafür finden lässt sie also als willkürlich zu bewerten ist In der Verhinderung der Bildung stiller Reserven liegt weder eine relevante Abweichung von einer verfassungsrechtlich gebotenen Besteuerung nach finanzieller Leistungsfähigkeit noch eine Durchbrechung des einfachgesetzlichen objektiven Nettoprinzips vgl BVerfG Beschluss vom 12 05 2009 BFH Urteil vom 25 02 2010 Die Verpflichtung zur Abzinsung von Rückstellungen ist nicht gleichheitswidrig weil sie nicht willkürlich ist Ziel der Gesetzesänderung war es die Möglichkeit bilanzierender Unternehmer zur Bildung stiller Reserven im Interesse einer Angleichung an die Maßstäbe für diejenigen Steuerpflichtigen die nach den Grundsätzen von Zufluss und Abfluss besteuert werden einzuschränken Das Abzinsungsgebot hat daher einen sachlichen Grund Eine andere Beurteilung ergibt sich auch nicht aus einem Vergleich der Rückstellungen für Sachleistungsverpflichtungen mit Rückstellungen für Geldleistungsverpflichtungen Durch die Kumulation von Ansammlung und Abzinsung werden Rückstellungen für Sachleistungsverpflichtungen nicht willkürlich ungleich gegenüber Rückstellungen für Geldleistungsverpflichtungen behandelt 6 Abs 1 Nr 3a Buchst d EStG 1999 gilt in gleicher Weise für beide Arten von Rückstellungen weil dort allgemein von Verpflichtungen die Rede ist Demnach sind auch Geldleistungsverpflichtungen anzusammeln wenn für ihr Entstehen im wirtschaftlichen Sinne der laufende Betrieb ursächlich ist Dies wäre z B der Fall wenn an Stelle der Rückbauverpflichtung eine Geldleistung in Höhe der Kosten des Rückbaus vereinbart wäre Betroffene Norm 6 Abs 1 Nr 3a Buchst e EStG i d F des StEntlG 1999 2000 2002 Streitjahr 1999 Vorinstanz Niedersächsisches Finanzgericht Urteil vom 18 04 2007 3 K 11463 05

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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    der durch Sacheinlage erworbenen Beteiligungen an diesen Gesellschaften zu aktivieren Anschaffungskosten sind Aufwendungen die geleistet werden um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und die dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können 255 Abs 1 HGB Dieser handelsrechtliche Begriff der Anschaffungskosten ist auch der steuerbilanziellen Beurteilung zugrunde zu legen BFH Urteil vom 03 08 2005 m w N Anschaffungs kosten eines Wirtschaftsguts können nur solche Kosten sein die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten dessen Beschaffung tatsächlich zuzuordnen sind BFH Urteile vom 03 07 1997 und 17 10 2001 Hierzu ist ein bloßer kausaler oder zeitlicher Zusammenhang mit der Anschaffung nicht ausreichend Vielmehr kommt es auf die Zweckbestimmung der Aufwendungen an finaler Begriff der Anschaffungskosten vgl BFH Urteile vom 13 10 1983 und 03 08 2005 jeweils m w N Ein Rechtsgeschäft das den Anspruch auf Übertragung eines oder mehrerer Anteile einer Gesellschaft begründet unterliegt der Grunderwerbsteuer wenn durch die Übertragung unmittelbar oder mittelbar mindestens 95 der Anteile der Gesellschaft in der Hand des Erwerbers oder in der Hand von herrschenden und abhängigen Unternehmen vereinigt werden würden Anteilsvereinigung 1 Abs 3 Nr 1 GrEStG Mit dem Anteilserwerb wird grunderwerbsteuerrechtlich derjenige in dessen Hand sich die Anteile vereinigen so behandelt als habe er die Grundstücke von der Gesellschaft erworben deren Anteile sich in seiner Hand vereinigen BFH Urteil vom 02 04 2008 m w N Das grunderwerbsteuerrechtliche Besteuerungsobjekt bei der Anteilsvereinigung findet im Ertragsteuerrecht keine Entsprechung Die Grundstücke befinden sich nach dem Anteilserwerb unverändert im zivilrechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft und sind weiterhin bei dieser und nicht bei dem Anteilserwerber zu bilanzieren Die Verfügungsmacht über die Grundstücke ist weder rechtlich noch wirtschaftlich Gegenstand der Erwerbsvorgänge in Bezug auf die Geschäftsanteile In ertragsteuerlicher Hinsicht fehlt es an einem über die reine Kausalität hinausgehenden inhaltlichen Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und dem Anschaffungsvorgang Anknüpfungspunkt für die Entstehung der Grunderwerbsteuer ist nicht der Anteilserwerb als solcher sondern eine spezifisch grunderwerbsteuerrechtliche Fiktion im Hinblick auf ein anderes nicht vom Anteilserwerber angeschafftes und nicht bei diesem zu erfassendes Wirtschaftsgut so dass es sich dabei um Aufwand handelt der aus ertragsteuerlicher Sicht nicht spezifisch und final dem hinzuerworbenen Geschäftsanteil zugeordnet werden kann Die bloße Ursächlichkeit des Erwerbs für die Entstehung der Aufwendungen reicht zur Charakterisierung als Anschaffungs neben kosten nicht aus sondern zusätzlich ist auch ein innerer finaler Zweckzusammenhang zwischen Anschaffungsvorgang und Aufwendung erforderlich an dem es hier fehlt Anmerkung Mit Urteil vom 02 09 2014 hat der BFH nun entschieden dass auch im Fall der Änderung des Gesellschafterbestands einer grundstücksbesitzenden Personengesellschaft gemäß 1 Abs 2a GrEStG die hierdurch ausgelöste Grunderwerbsteuer nicht den Anschaffungs neben kosten der erworbenen Kommanditanteile oder des vorhandenen Grundbesitzes der Objektgesellschaft zuzuordnen seien Stattdessen stellen sie wie auch im Fall der Anteilsvereinigung gemäß 1 Abs 3 Gr EStG sofort abziehbare Werbungskosten dar entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung Betroffene Norm 1 Abs 3 Nr 1 GrEStG 255 Abs 1 S 1 HGB Streitjahr 2000 Vorinstanz Finanzgericht Düsseldorf Urteil vom 08 12 2009 6 K 4720 07 K F EFG 2010 S 666 siehe

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-durch-anteilsvereinigung-ausgeloeste-grest-sofort-abziehbar.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    davon abhängen kann ob die Gegenleistung für den Erwerb aufgrund eines Vertrages in einer Summe gezahlt wird oder aufgrund mehrerer Verträge in die der einheitliche Vorgang aus steuerlichen Gründen aufgespalten wird in Teilbeträgen zu zahlen ist Dieser Rechtsprechung hat sich der BFH mit Urteil vom 28 06 2001 auch für Immobilienfonds in der Rechtsform einer gewerblich geprägten KG angeschlossen Die für den geschlossenen Immobilienfonds entwickelten Grundsätze sind gleichermaßen auf den vorliegend zu beurteilenden Fall eines geschlossenen Windkraftfonds zu übertragen Vergleichbar dem Immobilienfonds ist das vorliegende Fondskonzept darauf ausgerichtet in gesamthänderischer Verbundenheit Windkraftanlagen zu errichten und zu betreiben sowie steuerliche Vorteile und Vergünstigungen die das Erneuerbare Energien Gesetz gewährt in Anspruch zu nehmen Dieses Ziel sollte durch die Bündelung verschiedener bereits vor der Aufnahme zukünftiger Gesellschafter abgeschlossener Verträge erreicht werden Der einzelne dem Fonds beitretende Gesellschafter hatte im Zeitpunkt des Eintritts in die Gesellschaft keinerlei unternehmerischen Einfluss mehr auf das wirtschaftliche Konzept welches die Fondsinitiatoren im Einzelnen ausgearbeitet hatten Aus der Sicht der beitretenden Gesellschafter standen die Aufwendungen für die einzelvertraglich vereinbarten Dienstleistungen hier für die Platzierungsgarantie für die Prospekterstellung und prüfung für die Koordinierung Baubetreuung und für die Eigenkapitalvermittlung aufgrund der modellimmanenten Verknüpfung aller diesbezüglichen Verträge in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Erlangung des Eigentums an den Windkraftanlagen Dies gilt unabhängig davon ob die Aufwendungen an einen Dritten oder den Initiator des Windkraftfonds der zugleich Gesellschafter der Fondsgesellschaft hier der Klägerin ist gezahlt worden sind vgl BFH Urteil vom 28 06 2001 Ein Abzug von Aufwendungen als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben käme nur in Betracht als ein Erwerber einer Windkraftanlage außerhalb der modellhaften Vertragsgestaltung diese ebenfalls sofort als Betriebsausgaben abziehen könnte Dies ist bei den hier vorliegenden Aufwendungen aber nicht der Fall Betroffene Normen 255 Abs 1 HGB 42 AO Streitjahre 2000 bis 2002 Anmerkungen Im Hinblick auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer eines

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-anschaffungskosten-eines-windkraftfonds.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    EStG sind die Wirtschaftsgüter einzeln anzusetzen und zu bewerten BFH Urteil vom 22 11 1988 Die vier WKA mit Fundament sowie interner Verkabelung einschließlich des jeweiligen Kompakttransformators die externe Verkabelung einschließlich der Übergabestation und die Zuwegung sind als selbständige Wirtschaftsgüter anzusehen vgl Urteil des FG Rheinland Pfalz vom 06 05 2010 Eine Aufteilung der WKA in weitere Komponenten wie dies wohl nach dem Komponentenansatz nach den International Accounting Standards bzw International Financial Reporting Standards möglich wäre IDW RH HFA 1 016 ist nicht geboten Die externe Verkabelung stellt in Verbindung mit der Übergabestation ein weiteres selbständiges Wirtschaftsgut dar Auch die Zuwegung ist als selbständiges Wirtschaftsgut zu beurteilen Aus dem Grundsatz der Einzelbewertung für das selbständige Wirtschaftsgut folgt dass es nur eine einheitliche Nutzungsdauer haben kann BFH Urteil vom 25 03 1988 Beschluss des Großen Senats des BFH vom 26 11 1973 Dies gilt unabhängig davon ob einzelne unselbständige Teile des Wirtschaftsguts eine kürzere oder längere Nutzungsdauer haben Maßgebend ist die Nutzungsdauer des Teils welches dem Wirtschaftsgut das Gepräge gibt Ausgehend von den amtlichen AfA Tabellen beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für die WKA mit Fundament einschließlich des Kompakttransformators sowie interner Verkabelung 16 Jahre Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für die externe Verkabelung in Verbindung mit der Übergabestation beträgt nach der AfA Tabelle 20 Jahre Das FG hat die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der externen Verkabelung nebst Übergabestation und der Zuwegung in Abweichung von den amtlichen AfA Tabellen unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Wertverzehrs auf 16 Jahre geschätzt hat Das FG hat unterstellt dass die derzeitige Verkabelung und auch die Zuwegung im Fall einer Neuerrichtung des Windparks nach Ablauf der 16jährigen Nutzungsdauer der WKA nicht mehr weiter genutzt werden können und damit wirtschaftlich mit dem Ablauf der Nutzungsdauer der WKA ebenfalls verbraucht sein werden Diese Ausführungen bewegen sich im Rahmen der dem FG obliegenden Schätzungsbefugnis und sind revisionsrechtlich nicht zu beanstanden Es ist insbesondere nicht zu beanstanden wenn sich das FG an der in den AfA Tabellen ausgewiesenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer eines anderen Wirtschaftsguts hier der WKA orientiert Darin liegt keine unzulässige Vermengung der nach der AfA Tabelle ermittelten Nutzungsdauer des einen Wirtschaftsguts WKA mit der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines anderen Wirtschaftsguts Verkabelung und Zuwegung Betroffene Norm 252 Abs 1 Nr 3 HGB Streitjahr 2001 Vorinstanz Schleswig Holsteinisches Finanzgericht Urteil vom 30 09 2009 2 K 134 08 Fundstelle BFH Urteil vom 14 04 2011 IV R 46 09 BStBl II 2011 S 696 Weitere Fundstellen BFH Urteil vom 22 11 1988 VIII R 62 85 BStBl II 1989 S 359 Finanzgericht Rheinland Pfalz Urteil vom 06 05 2010 1 K 2037 07 BB 2011 S 946 Verlautbarung des Instituts der Wirtschaftsprüfer vom 29 05 2009 IDW RH HFA 1 016 IDW Fachnachrichten 2009 S 362 BFH Urteil vom 25 03 1988 III R 96 85 BStBl II 1988 S 655 BFH Beschluss des Großen Senats vom 26 11 1973 GrS 5 71 BStBl II 1974 S 132 BFH Urteil vom 14 04 2011 IV R 52 10 BFH NV Hinweis Im Hinblick auf die Feststellung von Einheitswerten bilden

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-ein-windpark-ist-einheitlich-abzuschreiben.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: BFH: Keine Klagebefugnis des aufnehmenden Unternehmens
    090 814 31 Euro und auf der Passivseite eine Kapitalrücklage in Höhe von 15 065 814 31 Euro und gezeichnetes Kapital in Höhe von 25 000 Euro ausgewiesen EA behandelte diesen Vorgang in seiner Einkommensteuererklärung für das Jahr 2000 steuerneutral Die Betriebsprüfung vertrat die Auffassung in Höhe der Differenz zwischen den Anschaffungskosten der GmbH Anteile von 534 044 37 Euro und dem Wert von 15 090 814 31 Euro mit dem die Anteile in der Eröffnungsbilanz der Klägerin angesetzt worden sind sei im Jahr 2000 ein von EA zu versteuernder Einbringungsgewinn entstanden 17 EStG In 2004 wurden eine von EA unterzeichnete geänderte Eröffnungsbilanz und geänderte Bilanzen auf den 31 12 2000 und 2001 der Klägerin eingereicht Darin war der Wert der eingebrachten GmbH Anteile nur noch mit 534 044 Euro beziffert Das Finanzamt hat dem Antrag auf Bilanzberichtigung nicht entsprochen Maßgebend sei der tatsächliche Bilanzansatz in der aufnehmenden Gesellschaft und dieser sei nicht unrichtig da der Ansatz eines Zwischenwertes oder des Teilwertes nach der hier einschlägigen Vorschrift von 20 Abs 2 S 2 UmwStG möglich wäre Entscheidung Der überhöhte Wert der ursprünglichen Eröffnungsbilanz konnte durch Einreichung der geänderten Eröffnungsbilanz im Jahr 2004 berichtigt werden so dass die eingebrachten GmbH Anteile mit 534 044 37 Euro anzusetzen sind Der ursprüngliche Wert von 15 090 814 31 Euro entsprach nicht dem von der Klägerin ausgeübten Wahlrecht da sie sich für den Ansatz zum Buchwert entschieden hatte Es ist kein Veräußerungsgewinn entstanden da die eingebrachten GmbH Anteile mit den Anschaffungskosten bilanziert wurden Gem 20 Abs 1 i V m 20 Abs 2 UmwStG 1995 können Anteile an einer Kapitalgesellschaft die in eine andere Kapitalgesellschaft eingebracht werden mit dem Buchwert dem Teilwert oder einem Zwischenwert in der Bilanz der aufnehmenden Gesellschaft angesetzt werden wenn der Einbringende dafür neue Anteile an der aufnehmenden Gesellschaft erhält Gem 20 Abs 4 UmwStG 1995 gilt der Wert mit dem das eingebrachte Vermögen angesetzt wird als Veräußerungspreis des Einbringenden und als Anschaffungskosten der neuen Anteile In den Fällen in denen durch die Sacheinlage eine Kapitalgesellschaft gegründet wird wird das Wahlrecht in der Eröffnungsbilanz der Gesellschaft ausgeübt Maßgebend ist der in der Steuerbilanz gewählte Wert Nach Überzeugung des Senats hat die Klägerin ihr Wahlrecht dahingehend ausgeübt dass die Einbringung der GmbH Anteile zu Buchwerten erfolgte da das Einbringungskonzept und der Gesellschaftsvertrag der Klägerin auf eine Buchwert Einbringung gerichtet waren Der Steuerberater von EA hat bekundet er sei von EA ausdrücklich dazu beauftragt worden ein Konzept für eine steuerneutrale Einbringung zu entwerfen Eine Einbringung zu einem Zwischenwert oder Teilwert wäre auch nicht sinnvoll gewesen da EA keine Verlustvorträge hatte die er hätte nutzen können so dass ein Veräußerungsgewinn zu versteuern gewesen wäre ohne dass es zu einem Zufluss liquider Mittel gekommen wäre Es ist kein Anhaltspunkt dafür ersichtlich dass EA seinen ursprünglichen Entschluss geändert und sich für eine vom Konzept abweichende Einbringung zum Zwischenwert entschieden hätte Der Steuerpflichtige darf die Bilanz auch nach ihrer Einreichung beim Finanzamt ändern soweit sie den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung unter Befolgung der Vorschriften des EStG nicht

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-duesseldorf-unrichtig-ermittelter-wert-bei-buchwerteinbringung.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    gemäß Darlehensvertrag eine Befriedigung ihrer Gesamtforderung nur aus künftigen Jahresüberschüssen oder gegebenenfalls aus einem Liquidationsüberschuss zu verlangen Die Gläubigerin kann demgemäß ihre Forderung nur geltend machen wenn entweder eine Besserung der wirtschaftlichen Situation der Klägerin eingetreten ist und Gewinne erzielt werden oder wenn nach Auflösung der Klägerin ein Liquidationsüberschuss zu verteilen ist Die Forderung ist nicht gemäß 5 Abs 2a i V m 52 Abs 12a EStG in der Fassung des StBereinG 1999 aufzulösen Nach 5 Abs 2a EStG darf eine Verbindlichkeit deren Erfüllung davon abhängt dass künftige Einnahmen oder Gewinne anfallen erst passiviert werden wenn die Einnahmen oder Gewinne angefallen sind Nach 52 Abs 12a S 2 EStG a F ist eine bereits passivierte Verbindlichkeit oder Rückstellung zum Schluss des ersten nach dem 31 12 1998 beginnenden Wirtschaftsjahres gewinnerhöhend aufzulösen Nach dem Wortlaut des Gesetzes ist also darauf abzustellen dass die Verpflichtung des Schuldners die Verbindlichkeit zu erfüllen ausschließlich davon abhängt dass künftige Einnahmen oder Gewinne anfallen Im Streitfall besteht keine solche ausschließliche Abhängigkeit Das Vermögen der Klägerin haftet auch ohne künftige Einnahmen oder Gewinne im Liquidationsfall für die Darlehensverbindlichkeiten Ein Liquidationsüberschuss ergibt sich wenn die Gesellschaft aufgelöst ist und nach Verwertung des Vermögens und Befriedigung der Gläubiger ein Restbetrag verbleibt Die Haftung mit einem Liquidationsüberschuss belastet wirtschaftlich bereits das gegenwärtig vorhandene Vermögen Insbesondere die stillen Reserven werden im Falle einer Liquidation aufgedeckt und zur Befriedigung der Verbindlichkeit verwendet Lediglich der Zeitpunkt der Geltendmachung ist aufgeschoben Die Haftung mit einem Liquidationsüberschuss ist in gleicher Weise zu behandeln wie die Haftung mit dem die sonstigen Verbindlichkeiten übersteigendem Vermögen sog freies Vermögen Für diese Fallgestaltung hat der BFH bereits entschieden dass eine Anwendung des 5 Abs 2a EStG nicht in Betracht kommt weil die Verpflichtung aus dem zum Stichtag vorhandenen Vermögen zu bedienen ist Es werden nicht nur künftige Gewinne belastet

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-muenchen-kein-passivierungsaufschub-fuer-auch-aus-einem-kuenftigen-liquidationsueberschuss-zu-bedienende-darlehensverbindlichkeit.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Steuerberatungsgesellschaft die hierfür im Regelfall die Softwarelösungen und angebote der DATEV eG nutzen Deutlich weniger als ein Fünftel 14 0 der befragten Unternehmen nutzt zurzeit DATEV im eigenen Haus für die laufende Steuerbearbeitung Fast ein Drittel 31 5 der befragten Unternehmen gab an für die laufende Steuerbearbeitung zurzeit das Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel zu verwenden Abb 1 Umfrage zur E Bilanz 11 05 2011 Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen hat aufgrund der Nutzung von Excel bei der laufenden Steuerbearbeitung keine ideale technische Ausgangsbasis kann aber die E Bilanz als Ausgangspunkt dafür nutzen einen sichereren prozessorientierten und vollelektronischen steuerlichen Arbeitsablauf aufzusetzen und zu implementieren Im Zusammenhang mit der E Bilanz fordert die Finanzverwaltung von den Unternehmen nicht zwingend eine Steuerbilanz 5b Abs 1 S 3 EStG Allerdings sollten alle Unternehmen auch im Hinblick auf die i d R bestehenden Verpflichtung zur Ermittlung latenter Steuern durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz prüfen ob nicht im Vorgriff auf die E Bilanz doch eine Steuerbilanz erstellt werden sollte Die Frage ob sie bisher schon eine Steuerbilanz 60 Abs 2 S 2 EStDV erstellen oder erstellen lassen bejahten fast zwei Drittel der befragten Unternehmen 59 8 Abb 2 Umfrage zur E Bilanz 11 05 2011 Inhaltlich entspricht die steuerliche Überleitungsrechnung mit dem HGB Einzelabschluss einer Steuerbilanz Während allerdings die Steuerbilanz die steuerlichen Anpassungen den korrespondierenden Bilanzpositionen im HGB Einzelabschluss zuordnet orientiert sich die Überleitungsrechnung regelmäßig nicht am formalen Aufbau der Handelsbilanz Da zur Ermittlung von latenten Steuern im handelsrechtlichen Einzelabschluss zwingend die jeweiligen Steuerbilanz Positionen zu ermitteln sind wird die rein GuV orientierte Überleitungsrechnung vermutlich nach und nach vollständig durch die Steuerbilanz verdrängt Zusammenfassung Die E Bilanz bietet den Unternehmen die Chance manuelle Doppelarbeiten Medienbrüche und potentielle Fehlerquellen bei Steuererklärungen und Steuerbilanzen zu minimieren und einen effizienten prozessorientierten und vollelektronischen steuerlichen Arbeitsablauf zu implementieren der auch die steuerlichen Anforderungen der Finanzverwaltung erfüllt Allen buchführungspflichtigen Unternehmen und Körperschaften mit einem kalenderjahrgleichen Wirtschaftsjahr bleibt nach der aktuellen Zeitplanung der Finanzverwaltung nur noch bis zum 31 12 2011 Zeit um die fachlichen und technischen Anforderungen für die E Bilanz intern sowie ggf unterstützt durch externe Berater zu erarbeiten und zu implementieren damit ab dem 01 01 2012 das Buchungsverhalten und die Kontenpläne an die Taxonomie angepasst werden können Eine Umfrage von Deloitte im April 2011 ergab einen ernüchternden Status und Wissensstand zur E Bilanz bei den befragten Unternehmen der sich auf ca 1 35 Mio buchführungspflichtige Unternehmen bundesweit hochrechnen lässt Obwohl mehr als drei Viertel der Befragten nach HGB prüfungspflichtig sind und damit ein vergleichsweise gutes E Bilanz Ausgangsprofil haben bewerteten mehr als 40 der Unternehmen ihren E Bilanz Status im April 2011 noch als ungenügend Die Finanzverwaltung sollte die Betroffenen vor allem durch mehr Kommunikation zu den Ergebnisse der Pilotphase intensiver zum Thema E Bilanz informieren und auch mehr Arbeitshilfen bereit stellen damit alle Unternehmen ihre Chancen und Potenziale aus der E Bilanz nutzen können Die Umfrage von Deloitte zeigte außerdem dass die Finanzverwaltung die speziellen steuerlichen Belange bestimmter E Bilanz Anwender z B Tochtergesellschaften ausländischer Unternehmen und gemeinnützige

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/deloitte-umfrage-zur-e-bilanz-steuerbilanz-optimal-erstellen.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    hat Aus technischer Sicht sind von den Unternehmen zur Erstellung der E Bilanz die Bilanz und GuV Daten in das notwendige Taxonomie Format zu übertragen bzw die erzeugten Daten den jeweiligen Taxonomie Elementen zuzuordnen dies wird als Mapping bezeichnet Mehr als ein Drittel 37 5 aller befragten Unternehmen gab an keinen einheitlichen Kontenplan im Unternehmen oder der Unternehmensgruppe zu verwenden Abb 2 Umfrage zur E Bilanz 04 05 2011 Die Erfahrungen aus der Pilotphase zeigen dass der Mehraufwand beim Mapping bei nicht einheitlichen Kontenplänen von vielen Unternehmen stark unterschätzt wurde Der Zeitaufwand für den Abgleich steigt nahezu linear mit der Anzahl der nicht einheitlichen Kontenpläne Entsprechendes gilt für Fälle in denen mehr als ein Finanzbuchhaltungs oder ERP System im Unternehmen oder in der Unternehmensgruppe genutzt wird EDV Finanzbuchhaltungs und ERP System Viele der betroffenen Unternehmen reduzieren die E Bilanz zunächst auf ein technisches Problem der Datenkonvertierung und übertragung Es wird zunächst überlegt dieses über neue Softwarelösungen oder anpassungen zu lösen Statt den Herausforderungen aus der E Bilanz nur mit zusätzlichen Softwareinvestitionen oder manuellem Mehraufwand zu begegnen sollte das Thema E Bilanz von Beginn an umfassend und vor allem prozessorientiert betrachtet werden um eine sinnvolle Lösung für das einzelne Unternehmen zu entwickeln und zu implementieren Mehr als die Hälfte 56 7 der befragten Unternehmen verfügt über eine eigene EDV IT Abteilung die auch in die Implementierung der E Bilanz einbezogen ist Abb 3 Umfrage zur E Bilanz 04 05 2011 Unternehmen mit einer eigenen EDV IT Abteilung haben einen Wettbewerbsvorteil bei der E Bilanz Zu beachten ist in diesem Zusammenhang dass mehr als zwei Drittel der Befragten prüfungspflichtige Gesellschaften sind die i d R über mehr interne Ressourcen verfügen Im Hinblick auf die Frage nach dem gegenwärtig verwendeten Finanzbuchhaltungs bzw ERP System und dem Namen des Softwareanbieters bzw herstellers gab fast die Hälfte der Unternehmen an ein ERP System z B SAP oder Oracle zu nutzen Häufiger genutzt werden auch Navision 11 9 und JD Edwards 1 6 Mehr als ein Drittel der Unternehmen 38 1 gab an andere Softwareangebote zu nutzen Abb 4 Umfrage zur E Bilanz 04 05 2011 Der prozessorientierte Lösungsansatz bei der E Bilanz erfordert die Entstehung der Finanzdaten von der Belegerfassung bis hin zur Übertragung an die Finanzverwaltung vollständig einzubeziehen und die daran beteiligten Systeme zu untersuchen Werden die für die E Bilanz notwendigen Rohdaten bzw Buchungen schon in der benötigten Qualität aus den Quellsystemen mitgegeben Kann der Kontenplan dahingehend erweitert werden dass die steuerlich relevanten Geschäftsvorfälle abgebildet werden können Führt das Unternehmen ein separates Steuer Hauptbuch in einem eigenen Buchungskreis Tax Ledger Gibt es Nebenbücher die die Buchungslogik und Kontenfindung abbilden und den angepassten Kontenplan im Hauptbuch befüllen können Befragt danach ob in der Finanzbuchhaltung bzw im ERP System bereits parallele Buchführungsbereiche genutzt werden bereits Überleitungen er stellt werden oder ob das Unternehmen bereits Buchungskreise Ledger nutzt antworteten die Unternehmen wie folgt Abb 5 Umfrage zur E Bilanz 04 05 2011 Ein technisch gutes Ausgangsprofil zur E Bilanz hat damit nur knapp ein Viertel der

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/deloitte-umfrage-zur-e-bilanz-im-rechnungswesen-faengt-es-an.html (2016-04-26)
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