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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    der einzelnen Leasingverträge gezahlten Honorare zeit anteilmäßig zurückgezahlt werden Die Klägerin bildete für die vereinnahmten Entgelte passive Rechnungsabgrenzungsposten die sie linear über die Grundmietzeit hin auflöste Aufgrund einer bei der Klägerin durchgeführten Außenprüfung versagte das Finanzamt die Bildung passiver Rechnungsabgrenzungsposten Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt dass Rechnungsabgrenzungsposten nur gebildet werden dürften wenn Einnahmen vor dem Abschlussstichtag geflossen seien d h ein barer oder unbarer Zahlungsvorgang vorliege Diese Zahlung müsse für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag erfolgt sein Anfang und Ende des Zeitraums müssten eindeutig festliegen d h kalendermäßig bestimmt oder zumindest genau bestimmbar sein Hierbei müsse sich die noch zu erbringende Leistung rechnerisch wie wirtschaftlich auf die bestimmte Zeit aufteilen lassen Im Streitfall sei jedoch der Umfang der nachträglichen Betreuung und Beratung nicht genau bestimmbar so dass eine gleichmäßige Verteilung des Erfüllungsrückstands nicht möglich sei Entscheidung Der Beklagte hat zu Unrecht die passiven Rechnungsabgrenzungsposten nicht anerkannt Die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten ist Ausdruck des Objektivierungs und des Vorsichtsprinzips Deshalb entspricht eine enge Auslegung des Merkmals bestimmte Zeit bei aktiven Rechnungsabgrenzungsposten dem Vorsichtsprinzip Bei passiven Rechnungsabgrenzungsposten könnte eine enge Auslegung jedoch zu einer zu frühen Gewinnrealisierung führen Das Merkmal der bestimmten Zeit ist daher nach einer weit verbreiteten Meinung der sich der erkennende Senat anschließt imparitätisch auszulegen Sinngemäß vertritt auch der Bundesfinanzhof bei der Bildung passiver Rechnungsabgrenzungsposten eine relativ weite Auslegung Dies kann sogar dazu führen dass Einnahmen für eine immerwährende Zeit passiv abzugrenzen sind BFH Urteil vom 09 12 1993 Im Streitfall ergibt sich die bestimmte Zeit aus der Grundmietzeit Der Bildung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten steht nicht entgegen dass unklar ist welchen Umfang die von der Klägerin zu erbringenden Leistungen in den einzelnen Jahren haben Entscheidend ist dass sie über die gesamt Grundmietzeit verpflichtet war im Bedarfsfall Leistungen zu erbringen die mit dem zu Beginn des Vertrags gezahlten Honorars

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-koeln-zur-bildung-und-aufloesung-von-passiven-rap1.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Rechts mit Betrieben gewerblicher Art für eine Übergangszeit nicht beanstandet wenn die Inhalte der Bilanz und GuV erstmals für Wirtschaftsjahre die nach dem 31 12 2014 beginnen durch Datenfernübertragung übermittelt werden In den Fällen in denen eine ausländische Betriebsstätte unterhalten wird gilt dies nur insoweit wie die Inhalte der Bilanz und GuV auf die Ergebnisse der ausländischen Betriebsstätte entfallen Die Bilanz und die Gewinn und Verlustrechnung können in dieser Zeit in Papierform abgegeben werden eine Gliederung gemäß der Taxonomie ist dabei nicht erforderlich Ausnahmeregelungen für bestimmte Steuerpflichtige Bei der Kapitalkontenentwicklung für Personenhandelsgesellschaften und andere Mitunternehmerschaften ist eine verpflichtende Übermittlung für die in diesem Bereich als Mussfelder gekennzeichneten Positionen erst für Wirtschaftsjahre vorgesehen die nach dem 31 12 2014 Übergangsphase beginnen Sonder und Ergänzungsbilanzen sind ebenfalls in gesonderten Datensätzen nach amtlich vorgeschriebenen Datensatz durch Datenfernübertragung zu übermitteln Für die Wirtschaftsjahre die vor dem 01 01 2015 enden wird es nicht beanstandet wenn Sonder und Ergänzungsbilanzen in dem Freitextfeld Sonder und Ergänzungsbilanzen im Berichtsbestandteil Steuerliche Modifikationen übermittelt werden Anwendung Nichtbeanstandungsregelung für 2012 5b EStG ist erstmals für Wirtschaftsjahre anzuwenden die nach dem 31 Dezember 2011 beginnen 52 Absatz 15a EStG i V m 1 der AnwZpvV Grundsätzlich sind die Inhalte der Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung für Wirtschaftsjahre die nach dem 31 12 2011 beginnen durch Datenfernübertragung zu übermitteln Die vorgenannten Übergangsregelungen bleiben unberührt Für das erste Wirtschaftsjahr das nach dem 31 12 2011 beginnt wird es von der Finanzverwaltung nicht beanstandet wenn die Bilanz und die Gewinn und Verlustrechnung noch nicht gemäß 5b EStG nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung übermittelt werden Eine Bilanz sowie die Gewinn und Verlustrechnung können in diesen Fällen in Papierform abgegeben werden eine Gliederung gemäß der Taxonomie ist dabei nicht erforderlich Aktualisierung Die Taxonomie wird regelmäßig auf notwendige Aktualisierungen geprüft und gegebenenfalls um Branchentaxonomien erweitert Wird

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bmf-anwendungsschreiben-zur-e-bilanz.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    dürfen Kosten eines maximal fünfjährigen Zeitraums berücksichtigt werden Kostenüberdeckungen zu viel vereinnahmte Gebühren sind innerhalb der auf diesen Zeitraum folgenden fünf Jahre durch entsprechend niedrigere Gebühren auszugleichen Streitig war ob in den Jahren der Mehreinnahmen für derartige Kostenüberdeckungen Rückstellungen gebildet werden dürfen Entscheidung Das Sächsische Finanzgericht entschied dass für Kostenüberdeckungen i S v 10 Abs 2 SächsKAG in den Jahren in denen zu viel Gebühren vereinnahmt wurden keine Rückstellungen gebildet werden dürften Voraussetzung für die Bildung einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach 249 Abs 1 Satz 1 HGB 5 Abs 1 Satz 1 EStG in der Steuerbilanz ist nach ständiger BFH Rechtsprechung eine betrieblich veranlasste und in der Vergangenheit wirtschaftlich verursachte aber dem Grunde und oder der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeit gegenüber einem Dritten sofern wahrscheinlich ist dass die Verbindlichkeit besteht oder entstehen wird und der Steuerpflichtige in Anspruch genommen wird Die Kostenüberdeckungen sind unabhängig davon auszugleichen ob genau die Kunden die zuvor höhere Gebühren gezahlt haben und deren Vertrag über das Ende des Bemessungszeitraums hinaus besteht oder ausschließlich Neukunden die zuvor keine höheren Gebühren bezahlt haben von der zukünftigen Entgeltminderung profitieren Folglich könne nicht von einer Verpflichtung gegenüber einem anderen gesprochen werden Die Frage ob Rückstellungen aus öffentlich rechtlichen Verpflichtungen gebildet werden können stelle sich schon wegen 5 Abs 2a EStG nicht Demnach sind für Verpflichtungen die nur zu erfüllen sind soweit künftig Einnahmen oder Gewinne anfallen Verbindlichkeiten oder Rückstellungen erst anzusetzen wenn die Einnahmen oder Gewinne angefallen sind Verbindlichkeiten die nur aus künftigen Gewinnanteilen zu tilgen sind dürfen mangels wirtschaftlicher Verursachung weder in der Handelsbilanz noch in der Steuerbilanz ausgewiesen werden vgl BFH Urteil vom 14 05 2002 Betroffene Norm 10 Abs 1 2 SächsKAG Anmerkung Die Revision war wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen Fundstelle Finanzgericht Sachsen Urteil vom 10 08 2011 1 K 1487 07 Weitere

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-sachsen-keine-rueckstellung-fuer-kostenueberdeckungen-isv-p-10-abs-2-des-saechsischen-kommunalabgabengesetzes-saechskag.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    vgl 253 Abs 3 Satz 1 HGB in der im Streitjahr 2007 noch geltenden Fassung vor den Änderungen durch das BilMoG bestimmt 6 Abs 1 Nr 2 Satz 2 EStG dass der Teilwert angesetzt werden kann sofern er auf Grund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger ist als derjenige Wert der sich bei Ansatz des in 6 Abs 1 Nr 2 Satz 1 EStG genannten Regelbewertungsmaßstabs ergibt Mit der Feststellung eines bestimmten unter dem Buchwert liegenden Börsenkurswertes zum Bilanzstichtag ist noch nicht zugleich über die Frage mitentschieden ob diese Wertminderung voraussichtlich dauernd sein wird Insofern stimmt der Senat dem Grunde nach der Verwaltungsauffassung zu wonach die Frage der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung auch bei börsennotierten Wertpapieren eigenständig zu prüfen ist Mit gewissen Einschränkungen stimmt der Senat auch der Verwaltungsauffassung zu wonach diese Prüfung in typisierender und verwaltungsvereinfachender Weise anhand der zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Aufstellung der Steuerbilanz eingetretenen Entwicklung der Börsenkurse vorgenommen werden kann Lt BFH Urteil vom 26 09 2007 sei bei börsennotierten Aktien des Finanzanlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen wenn deren Kurswert zum Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken sei und zum Zeitpunkt der Aufstellung der Bilanz keine Anhaltspunkte für ein alsbaldiges Ansteigen des Kurses vorliegen würden Diese Erwägungen sind nach Auffassung des erkennenden Senats ebenso auf die Bewertung festverzinslicher Wertpapiere des Umlaufvermögens zu übertragen Jede typisierende Auslegung des Merkmals der voraussichtlich dauernden Wertminderung müsse berücksichtigen dass das Steuerverfahren als Massenverfahren konzipiert ist Die Notwendigkeit einer Einzelfallprüfung und analyse der Gründe für Kursveränderungen die bis zur Bilanzaufstellung eintreten würde sowohl die Finanzverwaltung als auch die Steuerpflichtigen und ihre Berater überfordern Ob eine Minderung des Teilwerts eines Wirtschaftsguts voraussichtlich dauernd sei sei daher anhand einfacher und leicht nachprüfbarer Kriterien zu beurteilen Vor diesem Hintergrund scheidet die von der Klägerin vertretene Einzelfallbetrachtung aus Danach stellt sich die Auffassung der Finanzverwaltung von der tatsächlichen Entwicklung der Börsenkurse im Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und Bilanzaufstellung in typisierender Weise auf die voraussichtliche Dauerhaftigkeit einer zum Bilanzstichtag eingetretenen Wertminderung zu schließen im Ausgangspunkt als sachgerecht dar Hierfür spricht vor allem die Einfachheit dieses Kriteriums insbesondere der Umstand dass der aktuelle Börsenkurs zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung für den Steuerpflichtigen leicht feststellbar ist und jegliche Einzelfallbetrachtung und â ermittlung überflüssig ist Eine solche Nachbetrachtung ist aber auch in der Sache geeignet um das gesetzliche Merkmal der voraussichtlich dauernden Wertminderung in zutreffender Weise auszulegen Denn die tatsächliche Entwicklung des Börsenkurses nach dem Stichtag darf schon aufgrund des im Gesetzeswortlaut enthaltenen prognostischen Elements durchaus zur Feststellung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit einer Wertminderung herangezogen werden Allerdings ist nach Auffassung des Senats im Gegensatz zu den Erwägungen im BMF Schreiben vom 25 02 2000 nicht auf die Kursentwicklung während des gesamten Zeitraums zwischen Bilanzstichtag und Bilanzaufstellung sondern allein auf den Stichtagskurs zum Tag der Bilanzaufstellung abzustellen Die Revision war zugelassen Mit Urteil vom 08 06 2011 hat der BFH das FG Urteil aufgehoben und eine Teilwertabschreibung auf festverzinsliche Wertpapiere unter ihren Nennwert abgelehnt siehe Deloitte Tax News Betroffene Norm 6 Abs 1 Nr 2 Sätze 1 und 2 EStG

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-muenster-tw-abschreibung-auf-boersennotierte-aktien-des-umlaufvermoegens.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: BFH: Keine Teilwertabschreibung auf festverzinsliche Wertpapiere unter ihren Nennwert
    Nennwert allein wegen gesunkener Kurse regelmäßig nicht zulässig da es an einer voraussichtlich dauernden Wertminderung fehlt Dies gilt auch dann wenn die Wertpapiere zum Umlaufvermögen gehören Beteiligungen und Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens sind grundsätzlich mit den Anschaffungs oder Herstellungskosten anzusetzen 6 Abs 1 Nr 1 und Nr 2 EStG 2002 Der niedrigere Teilwert kann angesetzt werden wenn er aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger ist 6 Abs 1 Nr 2 S 2 EStG 2002 Diesem Begehren ist das Finanzamt teilweise gefolgt Für eine darüber hinausgehende Gewinnminderung ist im Streitfall kein Raum In diesem Zusammenhang muss nicht die zwischen den Beteiligten streitige Frage entschieden werden ob am maßgeblichen Bilanzstichtag bei allen in Rede stehenden Wirtschaftsgütern voraussichtlich dauernde Wertminderungen insoweit nicht vorlagen als die Werte jener Wirtschaftsgüter bis zum Tag der Bilanzaufstellung durch die Klägerin wieder angestiegen waren Denn unabhängig davon fehlt es jedenfalls bei den festverzinslichen Wertpapieren an einer voraussichtlich dauernden Wertminderung soweit die Kurswerte der Papiere unter deren Nominalwert abgesunken sind oder schon vor ihrem weiteren Absinken unter jenem Wert lagen Der Begriff voraussichtlich dauernde Wertminderung ist weder im HGB noch im Steuerrecht definiert Er bezeichnet im Grundsatz eine Minderung des Teilwerts die einerseits nicht endgültig sein muss andererseits aber nicht nur vorübergehend sein darf Ob eine Wertminderung voraussichtlich dauernd ist muss unter Berücksichtigung der Eigenart des jeweils in Rede stehenden Wirtschaftsguts beurteilt werden BFH Urteil vom 27 11 1974 Im Zusammenhang mit festverzinslichen Wertpapieren ist insoweit zu berücksichtigen dass diese regelmäßig eine Forderung in Höhe des Nominalwerts des Papiers verbriefen Der Inhaber eines solchen Papiers hat mithin das gesicherte Recht am Ende der Laufzeit diesen Nominalwert zu erhalten Diese Sicherheit hat er an jedem Bilanzstichtag und zwar unabhängig davon ob zwischenzeitlich infolge bestimmter Marktgegebenheiten der Kurswert des Papiers unter dessen Nominalwert liegt Ein Absinken des Kurswerts unter den Nominalwert erweist sich unter diesem zeitlichen Blickwinkel mithin jedenfalls dann wenn sich darin nicht ein Risiko hinsichtlich der Rückzahlung widerspiegelt als nur vorübergehend und folglich als nicht dauerhaft Das schließt entgegen der Ansicht der Finanzverwaltung BMF Schreiben vom 25 02 2000 Tz 24 f die Annahme einer voraussichtlich dauernden Wertminderung aus Das gilt auch dann wenn die Wertpapiere zum Umlaufvermögen gehören Denn in einem solchen Fall sind die Papiere zwar nicht dazu bestimmt dem Betrieb auf Dauer zu dienen sie sollen vielmehr nach dem Willen des Unternehmers ggf vor dem Ende ihrer Laufzeit veräußert werden Auch kann aus der Sicht eines jeden Bilanzstichtags nicht ausgeschlossen werden dass bei einer in diesem Sinne vorzeitigen späteren Veräußerung nur ein unterhalb des Nominalwerts liegender Wert erlöst werden kann Darauf ist aber bei der Anwendung des 6 Abs 1 Nr 2 S 2 EStG 2002 nicht abzustellen Maßgeblich ist insoweit vielmehr dass weder eine vorzeitige Veräußerung noch ein Zuwarten des Gläubigers bis zur Endfälligkeit vorausgesehen werden kann Unter diesen Umständen liegt die vom Gesetz geforderte voraussichtliche Dauerhaftigkeit der Wertminderung nicht vor Ein Absinken des Teilwerts kann nur insoweit gewinnmindernd berücksichtigt werden als der Teilwert den Nennwert nicht unterschreitet Betroffene Norm 6 Abs 1 Nr 1 und

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-keine-teilwertabschreibung-auf-festverzinsliche-wertpapiere-unter-ihren-nennwert.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    zum 31 12 1999 hat die Klägerin eine Rückstellung für Grunderwerbsteuer GrESt gebildet und diese als steuerlich abzugsfähige Betriebsausgabe im Rahmen ihrer Körperschaftsteuererklärung behandelt Das Finanzamt erfasste die GrESt als Anschaffungsnebenkosten bei dem Wirtschaftsgut Beteiligung und hat den dagegen gerichteten Einspruch als unbegründet zurückgewiesen Streitig ist ob die aufgewendete GrESt im Rahmen der Besteuerung als sofort abzugsfähige Betriebsausgabe zu behandeln ist Entscheidung Die Klage ist nicht begründet Die strittige GrESt stellt Anschaffungsnebenkosten des Wirtschaftsgutes Beteiligung dar die bei diesem zu aktivieren sind Anschaffungsnebenkosten sind alle Aufwendungen die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Erwerb eines Vermögensgegenstandes stehen und direkt zugemessen werden können Das GrEStG fingiert die Vereinigung aller Anteile in einer Hand als Fall des Erwerbs gemäß 1 Abs 3 GrEStG Diese Anteilsvereinigung stellt zwar keinen klassischen Erwerbsvorgang im Sinne eines Austauschvertrags dar wird diesem aber von der steuerlichen Wirkung her gleichgestellt Gegenstand der Besteuerung ist nicht der Erwerb der Anteile als solcher sondern die Zuordnung der der Gesellschaft gehörenden Grundstücke BFH Urteil vom 12 01 1994 Die Art der die GrESt auslösenden Anteilsvereinigung Einzelrechtsnachfolge kraft Kaufvertrag oder kraft unentgeltlicher Einlage oder sonstiger Fälle der Rechtsnachfolge ist unerheblich Entscheidend ist vielmehr dass der Vorgang Anteilsvereinigung die GrESt auslöst Der BFH hat mit Urteil vom 14 03 2011 I R 40 10 entschieden siehe ausführlicher in den Deloitte Tax News Betroffene Norm 1 Abs 3 GrEStG Fundstelle Finanzgericht Baden Württemberg Urteil vom 07 07 2009 6 K 2349 08 Weitere Fundstellen BFH Urteil vom 12 01 1994 II R 130 91 BStBl II 1994 S 408 Newsletter abonnieren Rechtliche Hinweise Impressum Datenschutz sicherheit www deloitte de Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited eine private company limited by guarantee Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht und oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/fg-baden-wuerttemberg-grunderwerbsteuer-als-anschaffungsnebenkosten-bei-anteilsvereinigung1.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    den für die Aktien zu bildenden Bilanzansatz Die unter den Beteiligten eigentliche Streitfrage danach ob die infolge einer Sacheinlage von Gesellschaftsanteilen aufgrund Anteilsvereinigung ausgelöste Grunderwerbsteuer von der aufnehmenden Gesellschaft als Anschaffungskosten der eingebrachten Anteile zu aktivieren sind kann dahinstehen Denn die bilanzielle Berücksichtigung der Grunderwerbsteuern als Bestandteil von Anschaffungskosten scheidet im Streitfall schon deshalb aus weil die vom Land übertragenen Aktien bei der Klägerin nicht mit den Anschaffungskosten sondern mit dem Teilwert zu bilanzieren sind Grundsätzlich gehören Beteiligungen an Kapitalgesellschaften zwar zu den Wirtschaftsgütern die gemäß 6 Abs 1 Nr 2 S 1 EStG 1997 in der Steuerbilanz mit den Anschaffungs oder Herstellungskosten anzusetzen sind Jedoch bestimmt die speziellere Vorschrift des 6 Abs 1 Nr 5 S 1 HS 1 EStG 1997 für die Bewertung von Einlagen den Ansatz mit dem Teilwert für den Zeitpunkt der Zuführung Diese Vorschrift ist hier anzuwenden weil es sich bei der Übertragung der Aktien der B AG auf die Klägerin um eine Einlage des Landes gehandelt hat Die aufgrund der Anteilsvereinigung anfallenden Grunderwerbsteuern erhöhen nicht den Teilwert mit dem die eingelegten Aktien zu aktivieren sind Anknüpfungspunkt für die Grunderwerbsteuer ist im Falle der Anteilsvereinigung nach 1 Abs 3 Nr 1 GrEStG die Zuordnung aller Geschäftsanteile in einer Hand mit der das Gesetz einen grundstücksbezogenen Erwerbsvorgang fingiert vgl BFH Urteile vom 02 04 2008 und 25 08 2010 Grunderwerbsteuerpflichtig wird der Aktienerwerb deshalb nur wenn der Erwerber sämtliche anderen Aktien für Erwerbsvorgänge ab dem 01 01 2000 mindestens 95 der Aktien entweder bereits hält oder zugleich erwirbt Es handelt sich somit bei den Grunderwerbsteuern nicht um regelmäßig sondern nur in bestimmten Ausnahmefällen an den Aktienerwerb geknüpfte Folgekosten die deshalb im Rahmen der Bemessung des Teilwerts der eingelegten Aktien nicht zu berücksichtigen sind Betroffene Normen 1 Abs 3 Nr 1 GrEStG 6 Abs 1 Nr 5

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/bfh-bewertung-eingelegter-kapitalgesellschaftsanteile.html (2016-04-26)
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  • Deloitte Tax-News: Rechnungslegung
    Schreibens zu den Anwendungsregeln eingehen und zusammen mit der überarbeiteten Kern Taxonomie im Bundessteuerblatt veröffentlicht werden Die Vorstellung und Erörterung der Ergebnisse der Pilotierung ist für den 16 08 2011 beim BMF geplant Bericht Die Projektgruppe Konsens hat ihren Bericht über die Auswertung der Pilotphase vorgelegt Danach sei im Ergebnis die elektronische Übermittlung von Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung in Abhängigkeit von den technischen Voraussetzungen innerhalb der Unternehmen möglich Es sei jedoch zu erwarten dass die Unternehmen noch Zeit für die Umsetzung benötigen In der Mehrzahl der Fälle seien Datensätze übermittelt worden die der Struktur der E Bilanz entsprachen Bei Einzelpositionen ist es jedoch kumuliert zu Problemen im Datensatz gekommen wie z B bei den Stammdaten der Ergebnisverwendung des rechnerischen Zusammenhangs zwischen Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung und der Kapitalentwicklung Die Positionen werden in dem Bericht näher erläutert Die Teilnehmer der Pilotierung bemängelten in ihren Evaluierungsbögen insbesondere die Gliederungstiefe der Taxonomie im Hinblick auf 266 und 275 HGB die genaue Definition und Befüllbarkeit der Mussfelder die technischen Schwierigkeiten beim Mapping die hohen Kosten im Vergleich zum Nutzen der E Bilanz die Notwendigkeit der Doppelabfrage von Positionen in der E Bilanz und den Steuererklärungen die Unverständlichkeit von Fehlermeldungen bei der Datenvalidierung nach Übermittlung des Datensatzes In einigen Bereichen der Taxonomie wurden weitere Auffangpositionen sowie zusätzliche Positionen angeregt um Sachverhalte besser abbilden zu können Nach dem Ergebnis des Berichts sollen folgende Änderungen vorgenommen werden Nichtbeanstandung des zeitlichen Verzugs der erstmaligen Anwendung der E Bilanz ist bereits im geänderten Entwurf des Anwendungsschreibens enthalten Rn 26 27 Verbesserung der Datenvalidierung durch die Finanzverwaltung Überarbeitung der Kern Taxonomie durch Streichung von Mussfeldeigenschaften bei 13 Positionen vgl Anlage 1 Einfügung von 30 Auffangpositionen vgl Anlage 2 Einfügung von 54 fakultativen Positionen vgl Anlage 3 Fundstelle Bericht Pilotphase Alle Beiträge zum Thema E Bilanz Ansprechpartner E Bilanz

    Original URL path: http://www.deloitte-tax-news.de/rechnungslegung/e-bilanz-bericht-ueber-die-auswertung-der-pilotphase.html (2016-04-26)
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