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  • Als Weltwärts-Freiwilliger im Kinderhaus
    die Kinder zu beschränken Es ist auffällig dass ich bisher mit voranschreitender Zeit immer glücklicher geworden bin Neben einem anfänglich zu überwindenen Kulturschock die Gewöhnung an andere Verhaltensweisen der Menschen technischen Problemen bürokratischen Unkorrektheiten und vielem mehr was Anpassungsbereitschafft erfordert hat liegt das vor allem auch an dem stetig wachsenden positiven Verhältnis zu den Kindern Jedes ist toll auf seine eigene Art und Weise Für mich geht es neben alltäglichen Arbeiten auch darum Projekte zu realisieren Als ich ankam hatte ich die Vorstellung einen Kinderchor mit allen Waisen zu organisieren schließlich wurde ich nicht zuletzt auch wegen meines musikalischen Interesses nach Togo entsandt Die Realität ist eine andere In kleinerem Rahmen singe ich des öfteren mit den jüngeren Kindern zu Gitarrenbegleitung Schon der schulische Druck der hier so scheint mir um einiges größer als in Deutschland ist und wohl auch daran liegt dass man hier in einer Fremdsprache unterrichtet wird macht es außerhalb der Ferien sehr schwer etwas mit allen Kindern gleichzeitig zu unternehmen Die Kinder kommen aus verschiedenen Ethnien und lernen erst in der Schule die Amtssprache Französisch Ich lasse mich dadurch aber nicht entmutigen Auf musikalischer Ebene möchte ich wenigsten noch einen Waisenhaussong mit den Kindern komponieren Außerdem

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  • Impressionen et Expressionen
    am Anfang aufgefallen dass ihr Interessenfeld auch anders ist als meines Sie haben mir ihre Spiele gezeigt was fu r mich wiederum eine Bereicherung ist Viel Zeit verbringe ich damit sie bei den Hausaufgaben zu unterstu tzen und begleite sie auch regelmäßig im Unterricht weil ich merke wie sehr es ihnen hilft von außerhalb Unterstu tzung zu bekommen Es gibt mir dann auch Bestätigung wenn ich sehe dass sie durch meine Hilfe etwas erreicht haben und ich freue mich mit ihnen wenn sie mit einer sehr guten Note zuru ckkommen Aber auch hier ist Geduld gefragt und man muss aufmerksam sein um zu merken dass man Schritt fu r Schritt an ein Ziel kommt Die größten Glu cksmomente sind fu r mich dann wenn ich von San einer der Fu nftklässler einen Brief bekomme in dem er sich bedankt dass ich ihm dabei geholfen habe für seinen Unterricht zu lernen Kreative Lernmittel kommen sehr gut bei ihnen an zum Beispiel einen Teil ihres Unterrichtes in ein Lied umzuwandeln das ihnen gefällt oder auf einem Bein um das Kinderhaus zu laufen und dabei die Hymne von Togo zu lernen Wenn Nadège die Kleinste unter ihnen nach der Schule auf mich zugerannt kommt oder ich mit den älteren Jungs in Englisch u ber verschiedene Themen kräftig diskutiere bzw argumentiere bin ich immer wieder sehr glu cklich daru ber was mir mein Projekt fu r Möglichkeiten bietet Beindruckende Menschen und ihre Lebensgeschichten Im Kinderhaus und in meiner Umgebung hatte ich die Möglichkeiten viele Menschen kennen zu lernen die mich positiv geprägt haben Mich beeindruckt immer wieder eine der Mu tter aus dem Kinderhaus Maman Fati Sie lebt schon seit drei Jahren im Kinderhaus und sieht ihre eigene Familie nur selten da sie ziemlich weit entfernt wohnen Ich bewundere die Mu tter dafu r dass sie ein Teil ihres persönlichen Lebens aufgeben um die Kinder im Kinderhaus zu unterstu tzen Die Arbeit ist oft anspruchsvoll und wird meiner Meinung nach nicht genu gend wertgeschätzt Außerdem habe ich bei vielen Menschen in meiner Umgebung beobachtet wie solide sie sind Ein Familienmitglied wird nicht im Stich gelassen und jeder der älteren Geschwister ist mitverantwortlich um die ju ngeren finanziell zu unterstu tzen Ich wurde hier oft von Menschen u berrascht Sei es ein Taxifahrer der mir zuerst den doppelten Preis gesagt hat als den den ich eigentlich bezahle um dann nachdem wir ins Gespräch gekommen sind und er mehr daru ber erfahren hatte was ich in Lomé mache mich darum bittet seine Mahlzeit mit ihm zu teilen und gar nichts mehr von einer Bezahlung hören will oder Menschen die mich mit einer Freundlichkeit und Selbstverständlichkeit zu sich einladen Sprache und kulturelle Zusammenhänge Was mich aber am meisten beeindruckt hat sind die Sprachkompetenzen die die Kinder aber auch andere Personen die ich hier kennen gelernt habe besitzen Oft beherrschen sie drei bis zu fu nf Sprachen Die Kinder aus dem Waisenhaus sprechen meistens drei Sprachen fließend Die Sprache die sie vor ihrer Ankunft im Kinderhaus gelernt haben

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  • Projektreise 2015: Reisetagebuch
    In die 6 Klasse gingen im letzten Schuljahr 21 Schüler innen mehr als in diesem Jahr In diesem Schuljahr sind es 37 Mädchen und 42 Jungen Sabine Löser hatte Gummiband auf die Reise mitgenommen und begann sofort mit Gummihupf Training Die Kinder begeisterten sich schnell dafür 15 10 An diesem Tag stand ein Besuch der Dörfer Nagre II und Mandime an In beiden Orten fördern wir Grundschulen In Nagre II wurde 2014 ein neues Schulgebäude errichtet in Mandime 2015 In beiden neuen Schulgebäuden wurden im September 2015 Solaranlagen eingebaut Außerdem entstanden in beiden Schulen Schulküchen mit Speiseraum In Nagre II war im letzten Schuljahr die Schulspeisung gestartet worden In Mandime wird das in diesem Schuljahr sein Beide Schulgebäude sind auch nach Entwürfen des Architekten Kere entstanden Sie sind schön und zweckmäßig Die Bauweise wurde weiter entwickelt Unsere anwesenden Bauingenieure bescheinigten allen Bauten eine gute Qualität In Nagre II besuchen 188 Mädchen und 220 Jungen die Grundschule Das sind 24 mehr als im Vorjahr In der 6 Klasse sind es 10 mehr 25 Mädchen und 25 Jungen In Nagre II unterrichten 9 Lehrer 4 werden von DAZ finanziert Durch den Schulneubau hat sich die Unterrichtssituation verbessert Die Schule hat jetzt 6 gute Klassenräume Die Klassen sind für deutsche Verhältnisse immer noch sehr groß In Nagre II startete im letzten Jahr auch die Bearbeitung des Geländes für die landwirtschaftliche Ausbildung des BONITA HAUSES Die Dorfgemeinschaft hat dafür 10 ha kostenlos zur Verfügung gestellt Ein Stausee wurde angelegt Unsere Bauingenieure schlugen vor dass der Damm zur Ackerseite verstärkt wird Wenn er steil abfällt kann er bei starken Regengüssen weggespült werden Der Stausee hat eine Tiefe bis zu 5 m Er war gerade noch rechtzeitig fertig gestellt worden Wenige Tage vor unserem Besuch gab es einen kräftigen Regenguss der den See gefüllt hat Nun müssen wir sehen ob das Wasser die lange Trockenzeit durchhält und nicht verdunstet bzw durch das Begießen der Pflanzen ganz aufgebraucht wird In der Regenzeit waren die ersten Bäume gepflanzt worden Die Setzlinge waren in der Baumschule in Dapaong gezogen worden Das erste Gemüse und Hirse können in diesem Jahr schon geerntet werden In Mandime waren das neue Schulgebäude und die Küche gerade rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres fertig geworden Die Zahl der Schüler ist in diesem Jahr etwas rückläufig 12 weniger 169 Mädchen und 208 Jungen gehen zur Schule Die Zahl der Schüler innen in der 6 Klasse hat um 28 zugenommen 28 Mädchen und 33 Jungen Unseren Partner haben wir gebeten zu prüfen warum die Zahl der Mädchen in allen Schulen geringer ist als die der Jungen In Mandime unterrichten 8 Lehrer 3 werden von DAZ finanziert In Nagre blieb unser Kleinbus im weichen Sand kurz stecken Das war eine gute Gelegenheit einen Baobab aufzusuchen den wir bei jeder Reise bestaunen Es ist ein alter Baum mit vielen Bienenvölkern 16 10 In Mandime erlebten wir ein großes Dorffest Das neue Schulgebäude und die neue Schulküche wurden eingeweiht Schon am Dorfeingang wurden wir von einer Frauengruppe mit Gesang begrüßt und mit viel traditionellem Geschrei zum neuen Schulgebäude begleitet Dort hatten sich das Dorf und regionale Prominenz versammelt Die Schulbehörde und Vertreter der staatlichen Verwaltung waren vertreten So gab es viele Reden aber zwischendurch traditionelle Tänze der Moba und Gesang Nach dem Durchschneiden des Bandes und der Besichtigung der neuen Räume konnten alle tanzen sich mit Getränken erfrischen und mit Fleischspießen stärken Es war wie immer heiß etwas über 30 Grad Sabine Löser betätigte sich wieder als Trainerin für Gummihupf was auch an dieser Schule sehr gut ankam Am Nachmittag unternahmen wir eine kleine Rundfahrt durch die Savanne IT Village will seine Schulförderung ausweiten und auf eine bestimmte Region konzentrieren Die in den Grundschulen eingerichteten Bibliotheken sollen verlagert werden in die Hauptdörfer Die Bibliotheken sind zurzeit in den langen Sommerferien nicht zugänglich Die Lehrer wohnen in der Regel nicht in den Schulorten Darum bleiben die Bibliotheken geschlossen Die Hauptdörfer sind auch von den jetzt geförderten Schulen gut zu erreichen Vor allem können so mehr Menschen die Bibliotheken nutzen Dieses Konzept wurde von uns Mitreisenden befürwortet Die Schulsituation soll zunächst in diesen Hauptdörfern analysiert werden Danach wollen wir gemeinsam mit der Fürsorge und Bildungsstiftung Bauten für die nächsten Jahre verabreden Die Stiftung will mit DAZ und IT Village 2016 eine Planung für 5 Jahre verabreden Das ist eine große Chance die Schulsituation in dieser Region nachhaltig zu verbessern Bevor wir die Rundreise antraten führte uns Souke Kankpiame zu einem besonderen Gebäude Souke ist Grundschullehrer in Mandime und Schriftführer im Verein IT Village Im letzten Schuljahr haben viele Schüler innen die Grundschule erfolgreich abgeschlossen Sie wollten weiter auf die Mittelschule In den in der Region vorhandenen Mittelschulen waren aber nicht genug Plätze vorhanden Auf Initiative von Souke und anderen haben fünf Dorfgemeinschaften zusammen eine Mittelschule in Kourdjoak gebaut und vier Lehrer angestellt Die Gründung der Mittelschule ist von der staatlichen Schulbehörde genehmigt worden Aber der Staat hilft nicht bei der Finanzierung Es ist ein sehr einfacher Bau 151 Schüler innen besuchen die Schule Das ist das was wir durch unsere Zusammenarbeit mit IT Village erreichen wollen dass die Menschen selbst aktiv werden Initiativen umsetzen die ihnen möglich sind Für viele junge Menschen verbessern sich so die Chancen für ein besseres Leben zumal sie jetzt im BONITA HAUS auch eine berufliche Ausbildung erhalten können Auf der Rundreise sahen wir auch größere Investitionen von religiösen Einrichtungen auch sogenannten christlichen Gruppierungen In einem abgelegenen Dorf werden Katechumenen unterrichtet Dafür sind mehrere stattliche Häuser gebaut worden In einem anderen Dorf war eine große Moschee mit Koranschule gebaut worden Das muss alles nichts Negatives sein Allerdings sind Christen und Muslime in der Savanne Minderheiten Wenn religiöse Gruppen hier aggressive Mission betreiben kann das zu Auseinandersetzungen führen Die Gefahr besteht besonders bei intoleranten religiösen Gruppen Da diese Investitionen nur zur Stärkung der jeweiligen Religion und nicht zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen dienen sollte man nach meiner Auffassung diese Entwicklung im Blick behalten Zurzeit leben Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen friedlich miteinander Investitionen in die Verbesserung der Lebensverhältnisse hat

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  • Projektreise 2015: Bauten von Francis Kere
    Frieda in Lomé einen Besuch ab Dort hatten wir Gelegenheit uns mit den Kindern und den Patenmüttern zu unterhalten immer hilfreich unterstützt von unserem Französischexperten Bodo Borowicki und natürlich Etienne Dable Wir durften sogar einen Blick in die Zimmer der Kinder und in die Funktionsräume werfen Herzliche Grüße überbrachten wir von der Arbeitsgruppe Hude die sich seit Jahren um alle Belange dieses Kinderhauses und deren Bewohner kümmert Auf unserer Fahrt Richtung Norden machten wir einen kleinen Umweg durch Benin und besuchten das Ausbildungszentrum Songhai in Porto Novo Dann nach einigen Hundert Kilometer Autofahrt wieder in Togo angekommen war für uns am 13 Oktober der Besuch des Bonita Hauses einer der großen Höhepunkte der Reise Für vier Mitglieder der Reisegruppe war es übrigens das erste Mal die nur aus Zeitschrift und Fotos bekannten Gebäude im Original anzusehen anzufassen und zu begehen Und jetzt war das Wirken des Architekten Francis Kéré der für die Planung der Gebäude zuständig war erlebbar Eigentlich wurde Kéré mit dem Bau einer ebenso einfachen wie eleganten Schule in seinem Heimatdorf Gando in Burkina Faso berühmt Die Erde ist Kérés bevorzugtes Material Aus Lehmerde wurden auch die ersten Gebäude der Schule gebaut So begann dann auch seine Laufbahn als international anerkannter und gefragter Architekt der für seine wegweisenden Bauten aus Naturmaterialien mehrere hochdotierte Auszeichnungen erhielt Vor einigen Jahren konnte Herr Kéré auch für die Planung des ersten Schulgebäudes in Dapaong gewonnen werden Durch sein Wirken für IT Village war überhaupt erst das großartige Schulneubauprogramm in dieser Art und Qualität möglich Auf unseren weiteren Besichtigungstouren konnten wir auch die Schulen in Kourdjoak Mandime und Nagre II besuchen bei denen Francis Kéré die Planungen ausgeführt hatte Bei allen Gebäuden waren deutlich die Spuren seiner Kreativität und der Verbundenheit mit der Natur zu erkennen Wir waren begeistert von der Klarheit der

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  • Projektreise 2015: Songhai
    Unterkunft und Verpflegung ausgebildet Auf die Ausbildung von Frauen wird besonderer Wert gelegt es gibt für die Aufnahme als Studenten aus Benin eine 50 Quote Etienne Dablè ist nicht zum ersten Mal hier Das Bonita Haus in Dapaong kann die Erfahrungen die hier über Jahrzehnte gemacht wurden gut nutzen so seine Meinung und daher entsendet er Mitarbeiter des Ausbildungszentrums in der Savanne Togos hierher zum Lernen Das kostet Geld aber dieses ist gut angelegt Im Ausbildungsprogramm des Bonita Hauses steht die landwirtschaftliche Ausbildung im Mittelpunkt Für die Zukunft der Menschen in der Savanne Togos ist es wichtig dass gute Ernten nicht zu Lasten der Umwelt erzielt werden Dabei können die künftigen Ausbilder des Bonita Hauses viel auf dem Songhaï Hof in Porto Novo lernen Wir konnten uns bei einem mehrstündigen Rundgang von der Einzigartigkeit der Stätte überzeugen Der Rundgang begann bei aussagefähigen Schautafeln die das Prinzip der Kreislaufwirtschaft anschaulich verdeutlichten Dabei ist die Überzeugung zu ökologischem Landbau nicht leicht denn in der traditionellen Landwirtschaft sind Schutz von Boden und Umwelt nicht ausgeprägt Hier im Zentrum von Songhaï sehen die Bäuerinnen und Bauern dass dies möglich ist ein integrierter Ansatz der die Viehzucht und die Pflanzenproduktion zusammenspielen lässt Die Diversifikation ist nicht einfach denn nicht alle Bauern können Viehzüchter werden Noch herrscht unter den Bauern ein enormes Informationsdefizit Für die Viehhaltung ist zudem der Zugang zu Kleinkrediten wichtig und der ist häufig ungenügend Doch auch mit der Ziegenzucht oder Hühnern die auf dem Feld gehalten werden kann man beginnen Songhaï setzt dabei vor allem auf die Investitionen in die junge Generation Man geht hier davon aus bspw auf Modellbetrieben angelegte Versuchsfelder zu nutzen damit die Bäuerinnen und Bauern die Methoden direkt erlernen können Der Bio Landbau hat eine große Zukunft und viele Bauern in Benin haben begonnen ihre Produktepalette zu diversifizieren Aber das alles braucht seine Zeit Erst recht in der Savanne Togos Wir besichtigten zuerst die Produktionsstätten Räucherofen für Schinken und Fische zum Beispiel deren Asche zur Schädlingsbekämpfung weiter verwendet wird Lehmöfen mit Edelstahleinsatz sind die Kochstätten für Sirup und köstlichen Konfitüren Natürlich wird auch das Brot und Kuchen selbst gebacken Ausgeklügelte Trockner mit Ventilatoren die die Sonnenenergie nutzen und die empfindlichen Moringablätter eine Arzneipflanze trocknen und diverse Mühlen für die Zerealien wurden begutachtet Auf unserem Weg vorbei an der Molkerei und den Kühlräumen fielen uns die offenen Betonrinnen auf die die Abwässer zu Klärbecken transportieren Nichts stinkt hier Dafür sorgen die Wasserhyazinthen die die Nährstoffe aufnehmen und selbst zerhackt im Kompost oder der Biogasanlage landen Das gereinigte Wasser speist den Fischteich oder dient der Bewässerung Einzig die menschlichen Fäkalien sind aus diesem Kreislauf ausgenommen Das von der Biogasanlage die sogar die Schlachtabfälle verwertet erzeugte Gas wird in der benachbarten Filteranlage gereinigt denn nur Methan wird für die Energiegewinnung gebraucht Einzig zum Kochen wird das Gas ungefiltert genutzt Biogas Solarenergie und Holzschnitzelwerk sorgen heute dafür dass der große Songhaï Hof mit seinen verschiedenen Produktionsstätten nur noch 40 Elektroenergie aus dem Netz braucht Und selbst die Restflüssigkeit wird wieder verwendet 1

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  • Projektreise 2015: Imkerei
    könnten Fotografien rund um die Imkerei aufgehängt werden Diese könnten die Arbeit des Imkers sowie die Honiggewinnung veranschaulichen Etienne sprach von seiner Idee im Honigladen eine Schaubeute aufzustellen mit der Möglichkeit für die Bienen rausfliegen zu können ohne durch den Laden zu fliegen Dies wäre mit Sicherheit für alle Besucher sehr interessant Um die Betreuung einer solchen Schaubeute sicherzustellen sei ein mobiler Bienenstand ganz in der Nähe oder wie Etienne vorschlug auf dem Dach des Honighauses notwendig In Dapaong und den umliegenden Savannenregionen verbrachten wir 7 Tage Gleich am Tage der Anreise besuchten wir das BONITA HAUS Dort wird der gesammelte Honig von den Imkern der Genossenschaften verarbeitet und abgefüllt Jede Genossenschaft in den fünf Savannenregionen hat 10 15 Imker vereint welche jeweils zwischen 10 und 20 Bienenvölker betreuen Geerntet wird der Honig nur einmal im Jahr Eine anfängliche zweite Ernte wurde wieder eingestellt da der Aufwand und Nutzen ungünstig war Neu ist auch dass der Honig nicht mehr wie sonst mit den Waben in einer Honigpresse gepresst wird sondern nur noch aus den Waben heraustropft und aufgefangen wird Daraus ergibt sich ein Verlust von 30 verkaufsfähigem Honigs Es wurde dazu übergegangen weil der ausgepresste Honig sehr pollenreich war und so eine sehr feinrieselige Struktur hatte Den Käufern missfiel dies es erweckte sogar Misstrauen ob der Naturbelassenheit des Honigs Eine gute und sinnvolle Idee war die restlichen Honig Pollen Waben in schon vorhandene Schulspeisungen zu liefern und an die Schüler zu verteilen Der finanzielle Verlust wird ausgeglichen durch den Energiegewinn bei den Kindern In der Honigverarbeitung im BONITA HAUS wird sehr sauber gearbeitet und die Honigmenge mit Hilfe einer Honigpumpe exakt in die Honiggefäße abgefüllt Den Preis von etwa 3 30 Euro pro 500g Honig halte ich persönlich für angemessen kann jedoch nicht einschätzen wie viele Menschen in Togo sich

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  • Als Weltwärts-Freiwilliger im Kinderhaus
    die Kinder zu beschränken Es ist auffällig dass ich bisher mit voranschreitender Zeit immer glücklicher geworden bin Neben einem anfänglich zu überwindenen Kulturschock die Gewöhnung an andere Verhaltensweisen der Menschen technischen Problemen bürokratischen Unkorrektheiten und vielem mehr was Anpassungsbereitschafft erfordert hat liegt das vor allem auch an dem stetig wachsenden positiven Verhältnis zu den Kindern Jedes ist toll auf seine eigene Art und Weise Für mich geht es neben alltäglichen Arbeiten auch darum Projekte zu realisieren Als ich ankam hatte ich die Vorstellung einen Kinderchor mit allen Waisen zu organisieren schließlich wurde ich nicht zuletzt auch wegen meines musikalischen Interesses nach Togo entsandt Die Realität ist eine andere In kleinerem Rahmen singe ich des öfteren mit den jüngeren Kindern zu Gitarrenbegleitung Schon der schulische Druck der hier so scheint mir um einiges größer als in Deutschland ist und wohl auch daran liegt dass man hier in einer Fremdsprache unterrichtet wird macht es außerhalb der Ferien sehr schwer etwas mit allen Kindern gleichzeitig zu unternehmen Die Kinder kommen aus verschiedenen Ethnien und lernen erst in der Schule die Amtssprache Französisch Ich lasse mich dadurch aber nicht entmutigen Auf musikalischer Ebene möchte ich wenigsten noch einen Waisenhaussong mit den Kindern komponieren Außerdem

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  • Projektreise 2015: Reisetagebuch
    In die 6 Klasse gingen im letzten Schuljahr 21 Schüler innen mehr als in diesem Jahr In diesem Schuljahr sind es 37 Mädchen und 42 Jungen Sabine Löser hatte Gummiband auf die Reise mitgenommen und begann sofort mit Gummihupf Training Die Kinder begeisterten sich schnell dafür 15 10 An diesem Tag stand ein Besuch der Dörfer Nagre II und Mandime an In beiden Orten fördern wir Grundschulen In Nagre II wurde 2014 ein neues Schulgebäude errichtet in Mandime 2015 In beiden neuen Schulgebäuden wurden im September 2015 Solaranlagen eingebaut Außerdem entstanden in beiden Schulen Schulküchen mit Speiseraum In Nagre II war im letzten Schuljahr die Schulspeisung gestartet worden In Mandime wird das in diesem Schuljahr sein Beide Schulgebäude sind auch nach Entwürfen des Architekten Kere entstanden Sie sind schön und zweckmäßig Die Bauweise wurde weiter entwickelt Unsere anwesenden Bauingenieure bescheinigten allen Bauten eine gute Qualität In Nagre II besuchen 188 Mädchen und 220 Jungen die Grundschule Das sind 24 mehr als im Vorjahr In der 6 Klasse sind es 10 mehr 25 Mädchen und 25 Jungen In Nagre II unterrichten 9 Lehrer 4 werden von DAZ finanziert Durch den Schulneubau hat sich die Unterrichtssituation verbessert Die Schule hat jetzt 6 gute Klassenräume Die Klassen sind für deutsche Verhältnisse immer noch sehr groß In Nagre II startete im letzten Jahr auch die Bearbeitung des Geländes für die landwirtschaftliche Ausbildung des BONITA HAUSES Die Dorfgemeinschaft hat dafür 10 ha kostenlos zur Verfügung gestellt Ein Stausee wurde angelegt Unsere Bauingenieure schlugen vor dass der Damm zur Ackerseite verstärkt wird Wenn er steil abfällt kann er bei starken Regengüssen weggespült werden Der Stausee hat eine Tiefe bis zu 5 m Er war gerade noch rechtzeitig fertig gestellt worden Wenige Tage vor unserem Besuch gab es einen kräftigen Regenguss der den See gefüllt hat Nun müssen wir sehen ob das Wasser die lange Trockenzeit durchhält und nicht verdunstet bzw durch das Begießen der Pflanzen ganz aufgebraucht wird In der Regenzeit waren die ersten Bäume gepflanzt worden Die Setzlinge waren in der Baumschule in Dapaong gezogen worden Das erste Gemüse und Hirse können in diesem Jahr schon geerntet werden In Mandime waren das neue Schulgebäude und die Küche gerade rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres fertig geworden Die Zahl der Schüler ist in diesem Jahr etwas rückläufig 12 weniger 169 Mädchen und 208 Jungen gehen zur Schule Die Zahl der Schüler innen in der 6 Klasse hat um 28 zugenommen 28 Mädchen und 33 Jungen Unseren Partner haben wir gebeten zu prüfen warum die Zahl der Mädchen in allen Schulen geringer ist als die der Jungen In Mandime unterrichten 8 Lehrer 3 werden von DAZ finanziert In Nagre blieb unser Kleinbus im weichen Sand kurz stecken Das war eine gute Gelegenheit einen Baobab aufzusuchen den wir bei jeder Reise bestaunen Es ist ein alter Baum mit vielen Bienenvölkern 16 10 In Mandime erlebten wir ein großes Dorffest Das neue Schulgebäude und die neue Schulküche wurden eingeweiht Schon am Dorfeingang wurden wir von einer Frauengruppe mit Gesang begrüßt und mit viel traditionellem Geschrei zum neuen Schulgebäude begleitet Dort hatten sich das Dorf und regionale Prominenz versammelt Die Schulbehörde und Vertreter der staatlichen Verwaltung waren vertreten So gab es viele Reden aber zwischendurch traditionelle Tänze der Moba und Gesang Nach dem Durchschneiden des Bandes und der Besichtigung der neuen Räume konnten alle tanzen sich mit Getränken erfrischen und mit Fleischspießen stärken Es war wie immer heiß etwas über 30 Grad Sabine Löser betätigte sich wieder als Trainerin für Gummihupf was auch an dieser Schule sehr gut ankam Am Nachmittag unternahmen wir eine kleine Rundfahrt durch die Savanne IT Village will seine Schulförderung ausweiten und auf eine bestimmte Region konzentrieren Die in den Grundschulen eingerichteten Bibliotheken sollen verlagert werden in die Hauptdörfer Die Bibliotheken sind zurzeit in den langen Sommerferien nicht zugänglich Die Lehrer wohnen in der Regel nicht in den Schulorten Darum bleiben die Bibliotheken geschlossen Die Hauptdörfer sind auch von den jetzt geförderten Schulen gut zu erreichen Vor allem können so mehr Menschen die Bibliotheken nutzen Dieses Konzept wurde von uns Mitreisenden befürwortet Die Schulsituation soll zunächst in diesen Hauptdörfern analysiert werden Danach wollen wir gemeinsam mit der Fürsorge und Bildungsstiftung Bauten für die nächsten Jahre verabreden Die Stiftung will mit DAZ und IT Village 2016 eine Planung für 5 Jahre verabreden Das ist eine große Chance die Schulsituation in dieser Region nachhaltig zu verbessern Bevor wir die Rundreise antraten führte uns Souke Kankpiame zu einem besonderen Gebäude Souke ist Grundschullehrer in Mandime und Schriftführer im Verein IT Village Im letzten Schuljahr haben viele Schüler innen die Grundschule erfolgreich abgeschlossen Sie wollten weiter auf die Mittelschule In den in der Region vorhandenen Mittelschulen waren aber nicht genug Plätze vorhanden Auf Initiative von Souke und anderen haben fünf Dorfgemeinschaften zusammen eine Mittelschule in Kourdjoak gebaut und vier Lehrer angestellt Die Gründung der Mittelschule ist von der staatlichen Schulbehörde genehmigt worden Aber der Staat hilft nicht bei der Finanzierung Es ist ein sehr einfacher Bau 151 Schüler innen besuchen die Schule Das ist das was wir durch unsere Zusammenarbeit mit IT Village erreichen wollen dass die Menschen selbst aktiv werden Initiativen umsetzen die ihnen möglich sind Für viele junge Menschen verbessern sich so die Chancen für ein besseres Leben zumal sie jetzt im BONITA HAUS auch eine berufliche Ausbildung erhalten können Auf der Rundreise sahen wir auch größere Investitionen von religiösen Einrichtungen auch sogenannten christlichen Gruppierungen In einem abgelegenen Dorf werden Katechumenen unterrichtet Dafür sind mehrere stattliche Häuser gebaut worden In einem anderen Dorf war eine große Moschee mit Koranschule gebaut worden Das muss alles nichts Negatives sein Allerdings sind Christen und Muslime in der Savanne Minderheiten Wenn religiöse Gruppen hier aggressive Mission betreiben kann das zu Auseinandersetzungen führen Die Gefahr besteht besonders bei intoleranten religiösen Gruppen Da diese Investitionen nur zur Stärkung der jeweiligen Religion und nicht zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen dienen sollte man nach meiner Auffassung diese Entwicklung im Blick behalten Zurzeit leben Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen friedlich miteinander Investitionen in die Verbesserung der Lebensverhältnisse hat

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