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  • Chris on the Bike # Libanon & Zypern
    Bekaa Ebene und dem dahinter liegenden genauso weißen Libanon Zunächst ist jedoch illegaler Geldwechsel angesagt Das libanesische Visum lässt sich nur mit libanesischen Pfund bezahlen Der Kurs ist schlecht Was sonst Auf der Tiefe der Bekaa Ebene noch nicht ganz angekommen locken unübersehbare Schilder zu den Ruinen von Anjar arabisch عنجر armenisch Անճար Foto rechts und ganz oben links Eine Ansiedlung der Omajaden 7 8 Jh Die bedienten sich architektonisch und künstlerisch reichlich bei Griechen Römern Byzantinern und schufen damit einen Misch Stil Jetzt nur noch Ruinen Am schönsten wenn für ein paar Augenblicke mal die Sonne rauskommt Eigentlich folgen jetzt obligatorisch 50 Kilometer weiter nördlich in der Bekaa Ebene Baalbek Das habe ich schon vor elf Jahren besichtigt und es ist eine Sackgasse weil man im Winter nicht über den Zedern Pass nach Tripoli kommt Spare ich mir spontan Baalbek und nehme den vor mir liegenden Libanon Gebirgszug in Angriff Nicht ohne mich bei McDonald s aufzuwärmen Die wahre Kälte kommt erst noch Es geht steil bergan Etwa zehn Kilometer Und als ich nicht weiß ob ich s bei 1500 m endlich geschafft habe helfen mir die Libanesen Die den Straßenrand vollgeparkt haben und rundherum im Schnee herumspringen Schneeballschlachten schlagen Es ist angeblich der erste richtige Schnee in diesem Winter Und ich friere Obwohl die kalte Abfahrt erst noch ansteht Jogge am Straßenrand ein bisschen hin und her um meine Eisklumpen Füße etwas zu wärmen Ziehe ein Odlo Hemd unter den Windstopper Und erstmals meine jüngst erworbene Rettungsweste an Foto oben rechts Ich zitter jeden Meter mehr Pro hundert Höhenmeter Abstieg verspreche ich mir einen Grad Temperatur Anstieg Es geht nur langsam bergab Ich halte verzweifelt Ausschau nach einem Restaurant zum Aufwärmen Da entdecke ich eine Bäckerei Eine von den ganz einfachen alten Ein Ofen eine Brotsorte ein Mann Nur noch drei vier Brote fliegen herum Es ist drinnen fast so kalt wie draußen Ich schlage mich sofort zum Ofen durch Tatsächlich er ist warm So warm dass ich meine Hände nur in Handschuhen aufwärmen kann Etwa eine halbe Stunde halte ich mich an den heißen Ofen Dann sind die Hände so halbwegs aufgetaut Ich muss weiter Es wird gleich dunkel Nur ein paar Meter weiter bin ich wieder durchgefroren Es beginnt zu schneien Ich springe in eine Garagen Einfahrt Hinter den beiden Autos ist am Ende Licht Und ein Mann Er begrüßt mich überschwänglich obwohl ich mein Fahrrad nahezu ungebeten in seine Garage geschoben habe Ich solle doch ans Feuer kommen Er hat einen gusseisernen Ofen Foto links und tut nun alles Erdenkliche für mich Seine Frau kocht schwarzen Tee mit frischer Minze Er schenkt mir ein paar Strümpfe legt mir eine warme Jacke um Und im Ofen lodert ein Feuer Meine Hose beginnt sofort zu dampfen Er sei Druse Das Dorf sei drusisch So wie Anjar armenisch ist Unter dem Drusen Anführer Walid Jumblatt sei es ihnen im Bürgerkrieg gelungen 500 Hizbollah Mitglieder umzubringen berichtet er stolz Er zählt mich offenbar nicht zum Hizbollah Fan Club Es hat fast aufgehört zu schneien und weiter geht die Abfahrt jetzt teils durch Schneematsch Vor allem aber über eine grob aufgeraute Fahrbahn mit zahlreichen Lücken und Tücken Es ist bald dunkel und meine Stirnlampe kommt nicht so recht an gegen die verregnete Dunkelheit Zwei drei Mal wirft mich mein Drahtesel beinah aus dem Sattel Aber es wird wärmer Und ich will nicht immer bremsen So tauchen plötzlich zwei Touren Radler vor mir auf Amaya Amerikanerin und Eric Franzose haben ihre Tour World Biking Africa hinter sich und sind auf dem Weg zurück in ihre Heimaten Sie haben die letzte Nacht bei Scheestürmen im ständig von Abflug bedrohten Zelt verbracht Rollen wir ein paar Kilometer gemeinsam in die Gullis mit Blick auf die Lichter von Beirut Sie haben ein Privatquartier gebucht zu dem es bald abgeht Ich rolle über die Stadtautobahn weiter ins alte Zentrum Taubeninseln vor Beirut Aschenkreuz am Rosenmontag Rosenmontag 23 Februar 2009 Beirut Byblos Tripoli 99 km Regen lässt mich erst mal in der Stadt spazieren Wie vor elf Jahren sind Briefmarken nur schwer zu bekommen Die Libanpost operiert eher im Hintergrund Man findet sie nur schwer Stattdessen verkaufen sie im Malik s vor der American University of Beirut französische amerikanische und kanadische Briefmarken Auf dem Rad die obligatorische Corniche Fahrt an den Taubeninseln vorbei Foto oben Dann auf der Uferstraße wo einige Hochhäuser hochgezogen werden Die alten Suks sind zu Edel Boutiquen umgebaut und das Viertel fast menschenleer Bis Jounieh fahre ich mehr oder weniger alternativlos auf der Autobahn Foto rechts Danach die Küstenstraße Die bringt es bis Tripoli auf 659 Höhenmeter ist aber je nördlicher desto weniger befahren Das Ufer ist fast durchgehend bebaut Beirut Liban eine Art Stadtstaat mit ein paar Bergen im Hintergrund Und Jounieh ein einziger Nachtclub Zum Beispiel mit dem Moscow Night Club Blick von der Kreuzfahrerburg in Byblos auf die Ruinen und das Mittelmeer Das antike und mittelalterliche Byblos griechisch Βύβλος assyrisch Gubla arabisch جبيل Dschubail Jbail Jbeil ist ein Highlight In der Mitte die Kreuzfahrerburg rundherum Trümmer die bis zu 4000 Jahre alt sind Dahinter das Meer Fotos links und oben Wenn nur die Sonne noch scheinen würde Die lässt sich heute nicht blicken Stattdessen dunkle und ganz dunkle Wolken Einen Regenschauer warte ich ab Die Schuhe waren über Nacht eh nicht trocken geworden Durch die großen Pfützen werden sie ständig nasser An der Küste ist es immerhin wärmer als in den Bergen An Rosenmontag erinnern nur auf vielen Stirnen die Aschenkreuze die hier mangels Fastnacht offenbar schon am Sonntag verteilt worden sind Tripoli auch Tripolis arabisch طرابلس الشام Tarābulus aš Šaem libanesisch arabisch Trāblus Trablous bietet eine noch größere Kreuzfahrerburg Foto unten Während in Byblos auch die Kirche erhalten blieb ist sie in Tripoli in eine mameluckische Moschee umgewandelt worden Sowieso Mamelucken Architektur mit ihrem typischen Zebra Muster Foto rechts in der verwinkelten Altstadt überall Immer wieder sprechen mich Kinder Jugendliche Männer an Bilal frage ich nach ein paar Sätzen auf die abendlichen Schießereien an die in Tripoli Alltag sein sollen Die seien vorbei meint er Ich plante eigentlich mit dem Bus nach Beirut zurückzufahren um morgen die Südküste abzufahren Doch der letzte Connexion Bus fährt um 17 30 h Bin ich zehn Minuten zu spät Finde ein sensationell nettes kleines Hotel im dem wie in einer Karawanserei alle Zimmer um das zentrale Empfangs Aufenthalts Frühstücks Zimmer herum gruppiert sind Ein französisches Radler Paar mit Anhänger ist auch hier Im Internet Café muss ich warten Alle 16 Plätze besetzt Zehn Minuten heißt es Tatsächlich länger nicht Zeit zu beobachten was die Jungs hier so treiben Fast jeder was anderes Baller oder Fußball Spiele interaktiv Pokern Musik hören Bilder angucken Liebes Chatten auf Englisch oder auf Arabisch überwiegend in lateinischen Buchstaben geschrieben Messenger sind im Einsatz Jeder vierte hat ein Headset auf aber niemand spricht Nur die Wartenden quatschen die Chattenden an Kreuzfahrerburg in Tripoli Ich will ja auffallen Fastnacht Dienstag 24 Februar 2009 Tripoli Bus Taxi Saida Beit ed Dine Beirut 100 km Charlotte und François sind auf einer Art Hochzeitsreise mit ihrer Tour La terre au theatre Sie wollen von Frankreich nach Vietnam Durch Visa Probleme sahen sie sich allerdings in Istanbul gezwungen statt auf dem Landweg über Iran und Pakistan mit zwei Flügen zunächst nach Kairo und demnächst von Beirut nach Mumbai Bombay ein kleines Hopping zu veranstalten Es ist ihre allererste Tour von Beirut soll denn auch ein Großteil des Gepäcks nach Frankreich zurück François zieht den Hauptteil des Gepäcks in einem schicken Anhänger hinterher Gestern sind sie von Norden aus Syrien nach Tripoli gefahren gegen jenen Wind der mein Rückenwind war Da der Wind heute noch stärker aus Süd West weht entscheide ich mich als passionierter Rückenwind Fahrer dafür mit Bus und Taxi in den Süden nach Saida zu fahren um von dort wieder Richtung Norden nach Beirut zu radeln Saida das antike Sidon phönizisch sdn arabisch صيدا Saidā Sayda Fischerstadt eine der wichtigsten Städte Phöniziens ist voller Kreuzfahrer Bastionen In der ehemaligen Johannes Kirche der Barmherzigen Brüder aus dem 13 Jahrhundert längst die Al Omari oder Große Moschee albern die Schüler der benachbarten Schule herum bis der Vorbeter zum Schulpausen Gebet ruft Das nicht alle ganz ernst nehmen Dazu Kreuzfahrerburgen im Hafen und auf dem Berg Karawanserei der Franken Foto rechts Dann mit dem Wind nach Norden Schnell weht er mich an die Stelle an der der Prophet Jona vom Wal Maul an Land gespuckt wurde Die dazu gehörige Moschee Nabi Younis Younes Yonas entdecke ich trotz vielen Fragens bei kurzem Regen nicht Stattdessen ein Moschee Neubau in dessen Erdgeschoss ein Versammlungsraum mit Khomeini Bildern und einem von Kämpfern avisierten Felsendom in Jerusalem In den Schuf Bergen Kurz darauf biege ich ab in die Schuf Berge Die Sonne scheint wieder Und auf 20 Kilometern schlängelt sich der Weg auf fast 900 Meter Ich komme den verschneiten Gipfeln wieder nahe Mein Ziel der alte Palast Beit ed Dine auch Beit Eddine Beiteddine Beit ed Din Beit ad Dine arabisch بيت الدين Haus des Glaubens ist leider geschlossen Von außen ist die Mischung aus Euro Orient Elementen zu erahnen Die Sonne ist hinter den Wolken und bald ganz verschwunden Zeit für eine orgiastische Abfahrt Es ist grad noch so hell dass die gröbsten Hindernisse zu erkennen sind Zur frühabendlichen Nachtfahrt verwandle ich mich wieder in einen Weihnachtsbaum Mit allem was blinkt Jungs am Straßenrand brechen in Gelächter aus Gutes Zeichen Ich will ja auffallen Dann wieder auf der Autobahn Richtung Beirut auf der man stets damit rechnen muss dass in der Dunkelheit ein Fahrzeug auf dem Standstreifen entgegen kommt Erst gibt es keine Alternative und später entgeht mir die Abfahrt zur Küstenstraße Muss ich durch die zwischen Betonwände gepferchte vierspurige Autobahn am Flughafen die ich schon bei der Taxifahrt in den Süden am Mittag kennengelernt habe Wie stets wirkt sie vom Fahrrad aus kürzer als aus dem Auto Zwei längere Tunnel machen das nicht angenehmer Höhepunkt in der Mitte der beiden Fahrspuren nehmen mir rast ein Motorradfahrer auf seinem Motorrad stehend mit hochgerissenem Vorderrad laut schreiend an mir vorbei Was man alles on the bike so tun kann Dann führt mich die Autobahn ampellos bis auf die famose Rue Hamra so dass ich den kompletten Weg zum Flughafen morgen früh um fünf jetzt schon kenne Ein drittes Internet Café teste ich heute in Beirut nachdem die ersten beiden gestern und vorgestern keinen File Transfer ins Internet zuließen Ich bin hier der einzige im Netz 15 andere um mich herum spielen anscheinend alle zusammen das gleiche Spiel Warcraft III The Frozen Throne wie mir mein Nachbar verrät Sie spielen nicht nur virtuell Sondern schreien und rufen fortwährend in Engl Arabisch durch den Raum Computerspielen kann kommunikativ sein Während mir im Internet Café von Tripoli Viren auf meine Sticks gerieten Fassaden Mauer mit Tor in Deir El Qamar Schuf Gebirge Beauty Spot Aphrodites Landgang Aschermittwoch 25 Februar 2009 Beirut Flug Larnaka Limassol Paphos 150 km 5 15 h Rolling Durch das leere Beirut Ohne Stau In der Dunkelheit Auf der Autobahn Zum Flughafen Jetzt mal wieder ohne Karton ohne alles Vor allem ohne irgendwelche Probleme Eine halbe Stunde später landen wir auf Zypern Ein Katzensprung Leider nur im Flugzeug möglich Während vor mehr als 2000 Jahren die seefahrenden Phönizier von der libanesischen Küste aus Zypern eroberten verkehrt heutzutage eine Fähre nur im extrem heißen Hochsommer zwischen Syrien und Famagusta im türkisch besetzten Teil von Zypern Kamen mir im Libanon hier und da auf dem Seitenstreifen der Autobahn Fahrzeuge entgegen so fahren sie hier alle dort Typischer Fall von Linksverkehr Da wundert auch nicht dass die Briten hier an jeder schöneren Stelle einen Militärstützpunkt installiert haben Angesichts von leichter Müdigkeit lande ich anfangs hier und da auf der falschen Fahrbahn Fahre dann aber souverän an einem typischen Links Rechts Verkehr Verkehrsunfall vorbei Zur Einstimmung liegt in Kiti ein paar Kilometer vom Flughafen die Kirche Panagio Angeloktisti Foto rechts Die Straße an der Südküste ist dank paralleler Autobahn ruhig Teilweise schön Teilweise sehr schön Auf halber Strecke liegt Limassol griechisch Λεμεσός Lemesós türkisch Leymosun Limisso Limasol Hier erst die ersten Hotels Auch B Bs sind nirgendwo zu entdecken Bis Paphos fast durchgehend Fehlanzeige in Sachen Unterkunft Vor den Ruinen von Kourion treffe ich ein älteres deutsches Paar das mit Mountainbikes von Limassol hierhin geradelt ist Er wanderte 1952 während der Revolution zu Fuß von Damaskus in den Libanon Jetzt logieren sie wie ich richtig errate in einem Hotel am Strand von Limassol Dadurch liegt es naturgemäß auch an der Straße Und dadurch is nix mit Ruhe Kourion assyrisch Ku ri i griechisch Κούριον Kurion lateinisch Curium erweist sich als Highlight Theater aus dem 1 2 Jahrhundert mit Blick aufs Meer Foto unten Gladiatoren Fußbodenmosaiken Agora frühchristliche Basilika Macht sich alles auf der Steilküste vor dem Meeres Hintergrund sehr gut Und als Zugabe zwei Kilometer weiter ein römisches Heiligtum Apollo Hylates Meine persönliche Besichtigungs Schwelle an diesem Nachmittag Kann ich aufrecht stehende Säulen von der Straße aus erkennen fahr ich hin Kann ich Als die Strecke dann Beauty mäßig noch mal schwer zulegt ist die Sonne hinter dunklen Wolken verschwunden Hier soll Aphrodite an Land gegangen sein nachdem sie aus Blut und Samen ihres von seinem Sohn Kronos kastrierten Vater Uranos im Meer geboren ward Statt Sonnenuntergang gibt es Regen Dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel Ich rette mich in eine Pottery Der Meister hat in Koblenz studiert Er empfiehlt mir eine günstige Unterkunft in Paphos neugriechisch Πάφος Páfos türkisch Baf und nicht noch drei weitere Kilometer runter zu fahren zum Strand Günstig ist auf Zypern relativ Jedenfalls tut sich in der recht toten Oberstadt ein Internet Café auf Kontrast Programm zu Damaskus Beirut und Tripoli Zwölf Computer habe ich für mich allein Und die Geschwindigkeit ist auch etwa die zwölffache Antikes Theater mit Meeresblick in Kourion Panorama Route im Troodos Gebirge Donnerstag 26 Februar 2009 Paphos Kidasi Pano Platres 58 km Regen treibt mich ins Internet Café Schlimmer der Hotel Chef meint es gebe nur einen Weg weiter zurück mindestens bis Limassol Richtig rum um die Insel kann man nicht fahren weil nördlich vom Gebirge die Straße durch die Grenze zum türkisch besetzten Nord Zypern gesperrt ist Übers Gebirge kann man nicht fahren weil laut Hotel Chef alles zugeschneit ist Erst im dritten Anlauf gelingt es mir ihm abzuringen man könne bis zu einer gewissen Höhe aufradeln und dann an der Höhe entlang irgendwie auch nach Nikosia kommen Als der Regen eine Pause einlegt und der Himmel nicht mehr ganz so düster dreinschaut schwinge ich mich aufs Rad 15 Kilometer den gleichen Weg wie gestern fast bis zu Aphrodites Beauty Spot Dann ins Diarizo Tal wobei man aus Westen kommend vorher noch unnötigerweise auf die Höhe der Staumauer des Asprokremmos Sees geführt wird 50 überflüssige Höhenmeter die man sofort wieder verliert Wie jedes ordentliche Bergtal wird das Diarizo Tal je länger desto schöner Und steiler Noch steiler wenn s aus dem Tal auf die Höhe führt Das hält auch warm Wieder sind Unterkünfte Fehlanzeige Selbst Lebensmittel Mein Vorrat ist klein genug In den Kneipen gibt es nur Getränke Eine Bruchbude die von außen mit Zeichen der zyprischen Post gesegnet ist wird von zwei älteren Herren bewohnt die nichts haben schon gar keine Briefmarken Zypern abseits des Massentourismus Die Straße ist erst mal oben und legt jetzt als Panorama Route so richtig los Foto rechts Richtig waldig Bis auf die Passhöhe von Troodos 1730 m werd ichs heute nicht schaffen Zur Not kann ich an anderer Stelle nach Limassol runter Es muss doch irgendwo Unterkünfte geben Es ist dunkel Wie stets auf dieser Reise um sechs Ich kaufe noch einmal zwei Snickers einen kleinen Trink Erdbeer Joghurt Eine Flasche Wasser Und frage nach dem nächsten Quartier Im nächsten Dorf Pano Platres gebe es ein Hotel vielleicht schon hier in Kato Platres am Ortsausgang Dort erzählen sie mir die Zimmer würden renoviert aber im nächsten Dorf gebe es einige Quartiere Erstaunt blicke ich in den Reise Know How Tatsächlich Stimmt Am ersten Hotel halte ich Es brennt drinnen entfernt Licht Ein alter Mann hockt an einem Tisch vertieft in Unterlagen Ich klopfe Stärker Nichts tut sich Ich schlage fest gegen die Scheiben Er rührt sich blickt auf und wieder runter Jetzt gehe ich an der Veranda Front entlang Acht große Scheiben Türen nebeneinander Eine davon wird sich öffnen lassen Schon die dritte gibt nach Ich stehe im Frühstückszimmer und eine weitere Glasfront trennt mich von dem alten Mann Der staunt nicht schlecht als er mich lässig in sein Winter Büro einziehen sieht Ich habe nicht viel Hoffnung auf ein Zimmer hier Doch der langsam aber gutes Englisch sprechende Manager bietet mir ein Zimmer an Fast halb so teuer wie gestern aber hier von vornherein freiwillig mit Extra Elektro Heizung Das Wasser brauche eine halbe Stunde bis es warm werde Es dauert zwar eine ganze Stunde bis es halbwegs lauwarm ist aber so lang kann ich mich ja aufwärmen Dazu wirft er die Zentralheizung an Nur mit dem Frühstück können wir uns nicht so recht einigen Ich will wie stets spätestens um acht Uhr er meint dann sei das ganze Wasser gefroren auf den Straßen Vor zehn Uhr mache das Losfahren keinen Sinn Immerhin es klingt als sei der Pass im Prinzip doch geöffnet Schon hier auf 1100 m Höhe liegen überall zusammengekehrte Schneereste vom Morgen Schnee Landschaft im Troodos Gebirge Verschneite Straße auf dem Weg zum Olympos Verschneiter Olympos Freitag 27 Februar 2009 Pano Platres Olympos 1950 m Astromeritis UN Zone Nikosia Boğaz 155 km Als Friedensangebot komme ich erst nach halb neun runter Genau der Moment als der Manager mühsam aus seinem Wagen steigt Mit Frühtücks Utensilien Evagoras Kyriakides dessen Visitenkarte ihn als Besitzer Manager des Kallithea Hotel ausweist ist sehr alt Jede Bewegung braucht seine Zeit Er nimmt s gelassen Ich auch Normalerweise hat er eine Hilfskraft Doch die Frau kommt erst morgen wieder Übers Wochenende werden Gäste erwartet Zum Spielen im Schnee Sie hatten bisher kaum Schnee in diesem Winter Und die Sommer Saison dauere nur vier Wochen der August

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  • Chris on the Bike # Budapest - Stara Zagora
    Donau Durchbruch Es sind nur noch 20 Kilometer an den serbisch orthodoxen Gesängen der Dorfkirche von Veliko Gradište Велико Градиште rumänisch Gradiştea Mare vorbei zur Öffnung des Eisernen Tors Hinter Golubac Голубац rumänisch Golumbei türkisch Güvercinlik verengen sich die Bergketten zu beiden Seiten und werden zur Schleuse für die Wassermassen der Donau Seit den sechziger Jahren wird das Wasser am andern Ende des Donau Durchbruchs gestaut Die Enge wird auf dieser Seite bewacht von der Festung Golubac Голубачки град mit ihren neun mächtigen Türmen Durch zwei Tunnel fahre ich unter ihr hindurch Die Mauern fast drei Meter breit Zu den Bastionen gesellt sich wie häufig an Talöffnungen ein Gegenwind der mir entgegenpeitscht Wind und Wände scheinen das Eindringen in die Donau Enge verhindern zu wollen Erst nach ein paar Kilometern und gelegentlich im Windschatten von Felsen oder Sträuchern ist das Strampeln gegen den Wind nicht mehr ganz so kräftezehrend Auf der andern Seite ist die rumänische Uferstraße zu sehen Steigungen gibt es zunächst auf beiden Seiten nur wenige Der Wind schleudert jetzt auch noch Regen gegen die Eindringlinge aus Westen Es ist ein bisschen wie das Rheintal zwischen Bingen und Koblenz Nur ohne Züge ohne Radler und fast ohne Autos Bei dem Wetter bleiben die Wochenendausflügler zu Haus Im Windschatten eines Hauses pausiere ich unter einem Vorsprung Die nächste Pause verlege ich bei den sehenswerten Steinzeit Ausgrabungen von Lepinski Vir ins Museum Ich bin der einzige Besucher Der Kassierer und Aufseher in einer Person hat Verständnis Mitleid Ich habe vor Entkräftung partout keinen Hunger Was mir eine gute Stunde später natürlich einen Hungerast beschert Im weiter strömenden Regen rette ich mich in eine Bushaltestelle und esse was geht Nach hundert Kilometern Donau Durchbruch das Finale Die Felsen nähern sich ihrer engsten Stelle Die Berge werden zu steilsten Hängen Das dunkel düstere Wetter dramatisiert die Natur Impressionen Foto unten Unvermittelt führt auch der serbische Uferweg bergan Auf rumänischer Seite erkennt man eine Kirche am Ufer und im Mount Rushmore Stil ein riesiges Gesicht in Stein gehauen Monumentul Decebalus Rex Der Daker König der so stark war wie zehn Männer Der letzte König von Dakien der sich 106 n Chr selbst tötete am Ende seines vergeblichen Rachefeldzugs gegen die Römer unter Trajan Dacia bleibt römische Provinz Dann tritt die Natur zurück Schon rollen Lastwagen Kolonnen auf der rumänischen Seite Die Schiffe die nicht durch die Schleuse wollen löschen ihre Ladung Die Staumauer erbaut 1962 1974 geht fast nahtlos in die Industriegebiete auf der andern Seite über Fotografier Verbot Die Staumauer nicht besonders hoch Die Länge über die der Fluss in dem engen Tal gestaut werden kann ist entscheidend Ich rolle noch bis Kladovo Кладово Es wird grad dunkel Der Eingang des vielgeschossigen Hotels Djerdap ist umlagert von Teenie Massen Jugendherbergs Stimmung Ich kämpfe mich samt Fahrrad zur Rezeption durch Der Rezeptionist springt auf Parlez vous français Schon ist er um den Desk herum bei mir Meint bei den vielen Jugendlichen fände ich ja gar keine Ruhe Er habe zu Hause auch Fremdenzimmer Seine Frau würde schon auf mich warten Das sei auch viel billiger als das Hotel 20 Euro Und schon schiebt er mich samt Radl und seiner Visitenkarte zurück auf die Straße erklärt mir den inzwischen dunklen Weg Wenn der Asphalt aufgehört hat links Mit Durchfragen finde ich sein Haus Die Frau ist schon alarmiert Nimmt auch partout nur Euro und keine Dinars Die zweite Etage des Hauses ist ein kleiner Herbergsbetrieb Den ich ganz für mich habe Es ist kalt meine Klamotten feucht aber ich bin im Trockenen Und trocken werden auch über Nacht halbwegs Schuhe und Kleidung Dramatisierte Natur Impressionen Donau Durchbruch Eisernes Tor bei Regen Donau Finale Grandiose dirt road dank famoser Schilder Montag 15 September 2008 Kladovo Negotin Zaječar Knjaževac 156 km Mein dritter Regentag in Folge Ich warte eine gute Stunde bis der Regen etwas nachgelassen hat Mein Hotel Herbergs Vater erzählt zum Abschied noch von seinem deutschen Bruder den er nie kennengelernt hat 20 Jahrhundert Bald bin ich wieder im Regentrott Ich spare mir den Donaubogen und lerne erst heute am Ende des serbischen Donau Radwegs die famose Beschilderung richtig kennen Der Donaubogen ist ebenso beschildert wie meine Abkürzung via Nationalstraße 25 Bei der nächsten Alternative wähle ich aufgrund der Beschilderung die längere Strecke Auf Serbisch und Englisch werden Radler vor die Alternative gestellt ein paar Hügel über die Straße zu nehmen oder den Weg am Fluss der allerdings zur Hälfte nicht asphaltiert sei dirt road Wow Wo gibt s Radwege mit solch perfekten Informationen Auch in einem andern Punkt liegt Serbien ganz weit vorn Geldbuße für Radfahrer mit Kopfhörer rund 32 Stand Jan 2014 Die dirt road ist grandios Führt an kleinen Häuschen vorbei die einen Privatsteg an der Donau haben mit träge im Regendunst dahinsiechenden Banken Der hier nicht mehr gestaute Fluss ist gleichwohl breiter als gestern der Donau Stausee Industrie Ruinen begleiten mich wieder in der Ferne auf der rumänischen Seite In Negotin Неготин flüchte ich vor wieder einsetzendem Starkregen in eine Tankstelle Der junge Ivica arbeitet hier Sein Graphik Studium hat er vor einem Jahr abgeschlossen Geld verdienen kann er nur an der Tankstelle Alle Hoffnung setzt er auf Serbiens in Aussicht gestellten EU Beitritt Früher ging es denen in Bulgarien und Rumänien auf der andern Seite der Grenze immer schlechter Jetzt fahren die mit EU Kennzeichen rum und die Dynamik der Entwicklung ist viel größer Die Waffeln und das Pepsi Twist gehen on the house Die Donau Radwegweiser zeigen weiter zur Grenze Ich verlasse hier nach 800 km die Donau das Reich des römischen Flussgottes Danubius Das Kloster Bukovo aus dem 14 Jahrhundert auf einer Anhöhe am Stadtrand umradle ich nur Schon beginnt die Kraftfahrstraße Ich bleibe auf der Nationalstraße 25 Sie führt mich bis in den Kosovo Quer über alle dazwischen liegenden Höhen Zaječar Зајечар rumänisch Zăii cer Zăiceri oder Zăicear Götter sind für die Opfer gefragt streife ich nur Die Straße berührt nur einen Zipfel Und ich muss heute weiter kommen damit ich morgen Abend in Prishtina sein kann Denn der Mann ohne Uhr den ich gefragt habe wie spät es sei und der nach kurzer Bedenkzeit sagt five hat hundertprozentig recht Die restlichen 40 Kilometer fliege ich mit Rückenwind abwärts fahrend dahin Besonders auf gelegentlich auftauchenden EU gesponserten Neubaustrecken Kilometern Auf den andern Kilometern sind die auszubessernden Straßenstücke rückwärts nummeriert Da es pro Kilometer meist etwa hundert sind kann man von der Nummer der Straßenstücke die Entfernung abschätzen Dann begegne ich dem Reparatur Trupp Ab jetzt sind die vollendeten Straßenreparaturen nummeriert Der Regen zeigt noch mal so richtig was er kann Die letzten 15 Kilometer An einer Tankstelle erfahre ich dass ein Hotel zwei Kilometer jenseits von Knjaževac Књажевац liegt Ein Typ mit Helm und Mountainbike kämpft sich durch den Regen Wendet kurz nachdem er mich gesehen hat und leitet mich durch die Stadt Den Berg rauf zum Hotel erspart er sich Der dritte Regentag an dem ich triefend an der Rezeption stehe Später nagen noch Mäuse an meinem Hotelzimmer Ich werde anstandslos im Nachbarzimmer einquartiert Perfekt zweisprachig mit Humor famose Beschilderung des Donau Radwegs in Serbien Auffahrt aufs Amselfeld Trauma und Allianz Arena im Kosova Dienstag 16 September 2008 Knjaževac Tresibaba 787 m Niš Grenze Serbien Kosovo Prishtina 177 km Es regnet nicht Zumindest vorerst Bergfahrt auf den Tresibaba 787 m Das zieht sich Ich bin so früh los wie noch nie bei dieser Tour Will ich wirklich nach Prishtina kommen über all die Berge werd ich die Zeit brauchen Nach dem ersten kommt noch ein kleinerer Pass bevor Niš Ниш erreicht ist Am Ende meiner Pause auf dem Hauptplatz fängt es dann doch wieder ein wenig an zu regnen Der Mensch in der Touri Info meint der Weg nach Prishtina sei kein Problem Für Ausländer Unpassierbar dagegen für ihn als Serben Der Weg aus der Stadt wird durch mehrere Baustellen zu einer kleinen Zickzack Tour Danach beginnt ein stetiges Auf und Ab Schließlich beginnt das lange aber recht flach ansteigende Tal zur Passhöhe Wunderschön grün Nahezu null Verkehr Immerhin eine Busverbindung gibt s zum Grenzort Merdare Мердаре der keiner sein soll Serbien erkennt den Kosovo als Staat nicht an Immerhin gibt es eine Polizeistation wo mein Pass kontrolliert und erfasst wird aber kein Ausreise Stempel ausgegeben wird Ein paar Meter dahinter das Willkommenschild der Republika e Kosoves in Albanisch Englisch aber auch Serbisch Über dem Posten thront auf einer Brücke ein Kfor Fahrzeug mit tschechischer Fahne wie sieht eigentlich die Fahne der Slowakei aus Die Abfertigung haben die Kosovaren übernommen Eilfertig füllen sie ein Grenzdokument aus das sie Visa nennen Ich bekomm es nie zu sehen Entweder weil sie es einbehalten haben oder weil es im Hotel verlustig ging Jedenfalls bekomme ich einen Kosovo eigentlich albanisch richtig Kosova Eingangsstempel albanisch Kosova oder Kosovë Serbisch Kosovo bzw Косово Der mir noch eine böse Überraschung bereiten wird Nun geht s von der Passhöhe nicht bergab sondern plötzlich hat sich die Landschaft völlig verändert Kein Wald mehr stattdessen weite Sicht auf die eine Hochebene Kosovo Polje das Amselfeld Für die Serben eine kollektive Erinnerung an die traumatische Niederlage gegen die Osmanen im Jahr 1389 Mit dem ruhigen Verkehr ist es aus und vorbei Ein Auto jagt das nächste und gelegentlich nur Millimeter an mir und meinem Fahrrad entlang So was hab ich schon Jahre nicht mehr erlebt Überall Neubauten Fast immer mehrgeschossig In der Regel nicht verputzt Kosovo liegt immer noch mit seiner Geburtenrate weit an der Spitze Europas Und wenn immer man meint in eine Gruppe jüngerer Menschen geraten zu sein befindet man sich mitten in der kosovarischen Durchschnittsbevölkerung Europas jüngstes Volk im jüngsten Staat Ein Kunststoff Fußballplatz ringsum und von oben mit Netzen versehen trägt die Aufschrift Allianz Arena 2005 neben dem Logo von Bayern München 35 Kilometer begleitet mich die Autokolonne bis in die neue Hauptstadt Europas jüngste Hauptstadt Erst Mitte Februar hat der Kosovo seine Unabhängigkeit erklärt Und damit wohl auch die Russen veranlasst Süd Ossetien und Abchasien anzuerkennen Prishtina albanisch Prishtinë serbisch Priština Приштина liegt auf 650 Meter und ist bitter kalt Ein Abendspaziergang führt trotzdem noch zum netten Café Fellini und einer Bäckerei Alles zu bezahlen in Euro der Kosovo Währung Alles ist sehr preiswert In meiner Snickers Währung 35 Cent Weintrauben kosten ein Euro das Kilo Das kostenlose Internet im Hotel funktioniert nicht so finde ich mit einem weiteren eiskalten Spaziergang nach einer Woche das erste Internet Café Das ist fast der größte Urlaub den man heutzutage machen kann Ibrahim Rugova 1944 2006 an der Häuserwand Symbol der Unabhängigkeit des Kosovo Der Muqibaba 880 m als Point of no Return Nie wieder Serbien Mittwoch 17 September 2008 Prishtina Gračanica Muqibaba 880 m Kaçanik Grenze Kosovo Mazedonien Skopje 158 km Etwas lustlos radle ich los Dreh noch ein paar Runden um die Bäckerei zu finden von der ich gestern Abend so begeistert war Heut Morgen um 9 Uhr steht dieselbe Bedienung wie gestern Abend um 9 Uhr hinter der Theke Sie redet wieder unentwegt in Albanisch auf mich ein Einer aus der Warteschlange übersetzt 1 60 Für eine ganze Menge Süßes und weniger Süßes Das Deutsch hat er in Frankfurt gelernt Seine Erinnerung Entweder auf dem Bau oder klauen eine andere Chance hatten wir nicht Ins Büro ist niemand gekommen da waren schon so viele Vierspurig geht es aus der Stadt über den großen Berg Dahinter liegen die ersten bescheidenen Einkaufsmärkte Schon geht s links ab nach Gračanica Das Manastir Gračanica Манастир Грачаница ist eines von zwei bedeutenden serbischen Klöstern im Kosovo Visoki Dečani Манастир Високи Дечани albanisch Deçan das andere hab ich vor acht Jahren kurz nach dem Kosovo Krieg zu Ostern besucht Mit Hilfe eines italienischen Panzerwagens Seitdem war es mehrfach Ziel von Angriffen einzelner Albaner Während Dečani einsam in einem grünen Tal liegt ist das Kloster Gračanica Mittelpunkt des gleichnamigen Ortes Грачаница albanisch Graçanicë Eine serbische Enklave zehn Kilometer vor den Toren Prishtinas Schwedische KFOR Soldaten wachen an beiden Ortseingängen und vor dem Kloster Komplex dessen Mauern mit Nato Stacheldraht gekrönt werden Was soll ich mit dem Fahrrad machen Take it into the monastery Ich schlüpfe samt Bike durch die offene Klosterpforte und befinde mich auf dem weiten Klosterhof rund um die Kirche der völlig leer ist Fast völlig leer Eine Bettlerin bittet um Geld sie gehöre zur Kirche Sicher nicht Die Kirche aus dem 14 Jahrhundert ist berühmt für ihre äußere steil nach oben führende Form und ihre Ikonenmalereien Wikipedia Die Kreuzkuppelkirche mit 5 Kuppeln ist das herausragendste sakrale Bauwerk der Palaiologischen Renaissance und eines der bekanntesten Bauwerke der byzantinischen Kunst überhaupt Das Bauwerk im Stil der Mazedonischen Schule übertrifft seine angenommenen Vorbilder insbesondere die Kirche der Heiligen Apostel in Thessaloniki in der Feinheit seiner Ausführung der formalen Integration seiner Bauteile und der resultierenden verstärkten Akzentuierung der Vertikalen Die im höfischen Stil ausgeführten Fresken im Inneren sind die bedeutendsten der ersten Hälfte des 14 Jh in Serbien Kamera und Waffen sollen nicht mit in die Kirche oder zumindest dort nicht benutzt werden Die Kirche ist fantastisch das Drumherum bedrückend Im Ort wehen serbische Fahnen auf den Ikonen liegen allenthalben serbische Geldscheine und stücke Eine Welt die die Welt drumherum nicht wahrhaben will nicht akzeptieren will Dann taucht noch eine Nonne auf die nicht nur die Bettlerin verscheucht sondern auch mein Fahrrad nicht im Klosterhof haben will Draußen im frei geräumten Sicherheitsbereich der Schweden stört es auch Ich ziehe vorzeitig von dannen Die Nonne ist zufrieden Fahre durch die nächste schwedische Sperre aus der Stadt Von dort ist schon die Staumauer zu sehen Kaum habe ich ihre Höhe erreicht ist Prishtina und das Amselfeld weit weg Ein ruhiger See liegt in mitten von Wäldern Die Straße ein Traum Auch wenn der ein oder andere Albaner mit seinem Auto wieder recht nahe kommt Viel weniger Verkehr als auf dem Highway nach Skopje Darauf hatte ich gehofft Und will durch die Berge noch mal kurz nach Serbien und von dort nach Mazedonien Komme so nicht nach Skopje sehe aber immer noch ein schönes Stückchen Mazedonien hoffe ich Am Ende des Sees geht s eine Weile bergauf Dann 20 Kilometer bergab Nach Gljan wo Danke Deutschland in Schwarz rot gelb an die Betonwand gemalt wurde Im Ort fahre ich ein Stück zu weit in die falsche Richtung bergauf bin aber bald auf dem Weg zur nächsten Passhöhe dem Muqibaba der Grenze Kaum Verkehr Zwei amerikanische Kfor Wagen begegnen mir wiederholt grüßen ein deutscher Kfor Panzerwagen passiert obwohl die Deutschen eigentlich rund um Prizren eingesetzt sind Der Soldat hupt nachdem ich im letzten Moment auf die deutsche Fahne reagiert habe Auch hier teils serbische Dörfer Immer daran zu erkennen dass sie keine Neubauten haben Nach 103 Kilometern Kosova fragt mich der Grenzbeamte wieso ich hier meinen Urlaub verbringe Ich erzähle dass ich nun 48 von 50 europäischen Ländern beradelt hätte und neben Island nur noch Mazedonien fehle aber nicht mehr lange Aber länger als ich denke Während die Kfor Kosovo Grenzabfertigung auf der Höhe des Muqibaba Passes 880 m liegt rolle ich nach ein paar hundert Metern in einer Serpentine in die serbische Kontrolle Wieder eine Polizei Kontrolle Von Anfang an macht man mir wenig Hoffnung dass ich hier durchkommen werde Wieder ist sofort jemand von den Passanten an meiner Seite der problemlos alles übersetzen kann Zunächst behaupten die Grenzer ich sei niemals legal nach Serbien eingereist sondern über Montenegro in den Kosovo Als ich meinen kyrillischen Einreisestempel von Нештин Neštin mit Hilfe meines Bikeline Donau Radweg Führers als eindeutig von serbischem Territorium stammend nachweisen kann wird das eigentliche Problem deutlich der Kosovo Einreise Stempel von gestern Da hilft nichts Der muss weg Nur wie will man einen Stempel annullieren Ich biete an ihn durchzustreichen doch das reicht ihnen nicht Es geht ums Prinzip Um die große Politik auf deren Kosten ich einen Umweg von mindestens hundert Kilometern in Kauf nehmen soll und die viel befahrene Hauptstraße nach Skopje Es gibt keinen Weg zurück nach Serbien für mich Dass das in der Konsequenz für mich heißen müsste Nie wieder Serbien interessiert die Polizisten wenig Als ich mir den Namen des Hauptwortführers mit seiner Alkohol Fahne aufschreiben möchte ist er nicht bereit ihn mir zu nennen Plötzlich meint er er sei nur Zöllner und verschwindet umgehend in einem der drei Container Was macht ein Zöllner an einer Grenz Station die nur Polizei Station sein will Als auch die andern nicht ihren Namen nennen wollen wird schließlich der Kommandant aus dem Container geholt Dem ist das Ganze egal seinen Ausweis will er nicht zeigen es genüge seine Nummer auf der Plakette und sein Name sei im übrigen Ivan Draganovic Klingt ein bisschen nach Helmut Schmidt auf Serbisch Mein Pass wird kopiert Es gibt keinen Weg für mich zurück nach Serbien nur ein Zurück in den Kosovo Strampel ich die paar hundert Meter wieder hoch zur Passhöhe Als erstes laufen mir zwei deutsche Unmik Polizisten über den Weg Der eine hat sein Jahr in zwei Wochen um der andere muss noch ein halbes Jahr ausharren hier oben wo es schon jetzt reichlich kalt ist Der erste meint der Kosovo Stempel hätte nie in meinem Pass auftauchen dürfen Man bekomme normalerweise nur ein kleines Blatt mit den Einreise Daten So hätte ich halt Pech In kurzer Zeit bin ich umringt von allen möglichen Uniformierten Ein nicht Uniformierter übersetzt ins Englische Auch ein indischer Unmik Mitarbeiter taucht auf Mein Pass wird mit seinen Stempeln kopiert der Fall aktenkundig Bergab geht s schnell und ich starte durch zur Hauptmagistrale Jetzt wieder reger albanischer Verkehr durchmischt mit Unmik OSZE und Kfor Wagen Alles gebaut von der European Agency for Reconstruction wie man an jedem halbwegs neuen Straßenabschnitt lesen kann Am Straßenrand gelegentliche Minen Warnungen Foto rechts und ein albanischer Hirte mit dem typischen weißen Ei förmigen Filz Hut Foto links Er erinnert mich an die archaische Stimmung samstags auf dem Bonner Münsterplatz als Ende der achtziger Jahre Tausende albanische Männer ganz in schwarz mit den rot schwarzen Kosovo Fahnen und eben den weißen Ei Hüten versuchten die Öffentlichkeit auf das Schicksal der Albaner im Kosovo aufmerksam zu machen Die Magistrale

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  • Chris on the Bike mit Martin # Ostsee: Danzig - Klaipeda
    zusammen Ihr Bett sei nicht genutzt Gut es hängt ein Rucksack dran ein Handtuch zum Trocknen aber ich bin mehr als glücklich über das Angebot Nachdem Martin schnell ganz hinweggedämmert ist spricht ein Deutscher bei mir vor Er wolle sich entschuldigen dass er eine Bierflasche im Zimmer umgekippt habe ich sei jedoch herzlich willkommen in dem Drei Etagen Bett Schon gut Ich wasche Martins Kotzklamotten quatsche ein bisschen mit dem Nachtwächter der lange in Berlin gelebt hat Erzähle ihm auch dass Martin und ich nun doch in einem Zimmer übernachten können Kurz nach Mitternacht liege ich in meinem Etagenbett in dem ein Kuli auftaucht Sei s drum Es ist dunkel Ich bin müde Friedlich liegt schräg gegenüber das Pärchen im Bett Überraschung um ein Uhr Das Pärchen ist wach geworden und will offenbar noch mal losziehen Nein sie reisen ab Als ich ihnen in letzter Minute den Kuli reichen will lehnen sie dankend ab Der gehört uns nicht sagen sie Und sprechen auch noch Deutsch Nun gut Vier Uhr morgens Beim Öffnen meiner Auge sehe ich einen Südländer wild neben meinem Bett gestikulieren This is my bed Nun ausschließen kann ich das nicht Und der Spätheimkehrer hat berechtigter Weise Angst um sein gesamtes Hab und Gut Zumindest in dieser Hinsicht kann ich ihn beruhigen Selbst sein Kuli ist da Längst hat der Südländer den Nachtwächter mobil gemacht die restlichen Mädels in unserm Zimmer erkundigen sich What s up Nur Martin gleitet nahtlos von Traum zu Traum Salomonische Lösung Ich verkrieche mich mit dem Bettzeug in das Ex Pärchen Bett der Nachwächter bezieht das Pärchen Bettzeug neu für den Südländer Good night Danzig mit dem Krantor Kraftreserven fürs Trampolin Samstag 9 August 2008 Danzig Gdansk Schiewenhorst Swibno Fähre Nickelswalde Mikoszewo Stutthof Sztutowo Kahlberg Krynica Morska 68 km Martin ist am Morgen wieder fit als wäre nix gewesen Selbstbedienungsfrühstück ist in dem gemütlichen Aufenthaltsraum inklusive Wir sitzen an langen Tischen zum Beispiel mit Sophie In ihrem Zimmer war ich am vergangenen Wochenende untergebracht Nachdem ich damals mit einem tschechischen Paar ankam und jetzt mit Martin unterwegs bin vermutet sie ich böte solche Touren professionell an Wär auch ein netter Broterwerb Sie hat eine Woche mit zwei Freundinnen in Danzig verbracht fährt zu ihren Eltern nach Kolberg Kolobrzeg will am liebsten in Berlin studieren Und große Fahrradtouren in Frankreich und Spanien machen Nur los Ein deutscher Jugendlicher am Tisch hat im polnischen Seebad Ausweise und Autoschlüssel geklaut bekommen Gut der Rucksack stand vor dem Zelt Ich installiere im Treppenhaus einen neuen Schlauch in Martins Hinterrad korrigiere an beiden Rädern ein paar Kleinigkeiten während Martin dem Start entgegenfiebert Dann muss sein Helm richtig eingestellt werden Es wird ein Start in Etappen Wir klappern noch ein paar Highlights in Danzig ab die ich mir schon am letzten Wochenende angeschaut habe Und gewöhnen uns ans Fahren zu zweit An der Josefskirche halten wir wegen der dort begangenen sowjetischen Gräuel am Kriegsende an der alten Hauptpost wegen der dort begangenen deutschen Gräuel zu Kriegsbeginn an dem Krantor weil es das Wahrzeichen ist und an der Marienkirche weil sie eine großartige und die größte Backsteinkirche der Welt ist Dann spucken uns die Touristenmassen aus und wir sind schon auf der E77 Richtung Nordost Mit Südwest Wind im Rücken Jetzt beginnt auch für mich terra inkognita Erst auf der Nordhälfte der Kurischen Nehrung komme ich wieder auf bekanntes Gelände Der Weg direkt am Wasser ist leider durch ein großes Industriegelände versperrt Müssen wir zurück und den großen Bogen auf der E77 fahren Dann verlassen wir die National und Europastraße folgen der Küstenstraße 501 Über eine Pontonbrücke tuckern wir auf die Bohnsacker Insel Wyspa Sobieszewska die wir bei Swibno mit der Fähre wieder verlassen An der Anlegestelle die erste gemeinsame Pause mit Blick auf ein schönes Bötchen an der breiten Weichsel Foto links Harter Etappenstopp am Nachmittag das Konzentrationslager Stutthof Foto rechts liegt nur ein paar Hundert Meter abseits der Küstenstraße Nur ein Teil des ehemaligen Lagers ist heute Gedenkstätte Schon riesig genug Viele Gebäude sind nur noch im Grundriss kenntlich gemacht Die die stehen sind schlimm genug Ganz am Ende die Gaskammer ein schlichtes Ein Raum Haus mit Loch im Dach und das Krematorium Brutal der riesige Berg Schuhe der einen Ausstellungsraum füllt Abgetretene dünne Latschen von zig Menschen Martin fotografiert viel Erst ab 13 Jahren ist der Besuch zugelassen Aber es gibt keine Eintrittskontrolle Martin wollte mit seine Eltern waren einverstanden Was bewirkt so ein Besuch in diesem Alter Dann stehen wieder leichtere Dinge an Martins Sattel ist ein Stück zu hoch Er quält sich zunehmend Etwas niedriger ist es einfacher Und wenn er hinterherfahren kann Er hat ein zwei Tage trainiert Aber 68 Kilometer sind kein Kinderspiel Zumal die anstrengendsten erst noch anstehen Durch sandigen Wald am Strand entlang Wir sind jetzt auf der Frischen Nehrung Ästhetisch traumhaft Trampeln traumahaft R64 Zeichen markieren Fahrrad Küstenweg nicht mehr der R10 der mich von Swinemünde bis Danzig begleitet hat Gelegentlich ist der R64 eine Zitterpartie aber weil der Radwaldweg zwischen Straße und Strand verläuft können wir uns nicht wirklich verfahren Zehn Kilometer vor dem Ziel haben wir die Chance auf die Straße zurückzukehren Was wir uns nicht nehmen lassen Sehen das Frische Haff auf der andern Seite der Halbinsel Es bleibt mühsam für Martin Auch der gestrige Tag fordert seinen Tribut Aber er klagt nicht Rundum erleichtert rollen wir in Kahlberg Krynica Morska ein Das Ortsschild des Etappenziels lässt die Anspannung abfallen Auch wenn sich der Ort lange hinzieht Am Hafensteg warten zwei Schiffe für die Fahrt über das Frische Haff ans Festland Eine Fähre brauchen wir denn auf der Frischen Nehrung gibt es anders als auf der Kurischen Nehrung keinen Grenzübergang Die erste fährt schon um neun Uhr morgens nicht um 9 30 h wie es im Internet zu finden ist Quasi auf der Verlängerung des Hafenstegs finden wir schon nach wenigen Metern ein Quartier Auf dem großen Anwesen O W Jantar bekommen wir in einem Häuschen ein kleines Zimmerchen Alles alt aber sauber Foto links Martin muss sich an den maroden Osten erst gewöhnen reißt die Klospülung aus der Verankerung und holt beinah den Vorhang runter als er ihn im Bett liegend zuziehen will Lernen durch Experimente Dafür hab ich meine Kamera ruiniert Sie war einen Moment zu lang in der Hosentasche Ich habe mehr geschwitzt als gedacht So hat sich Kondenswasser abgesetzt Am nächsten Morgen ist auf dem Display nichts mehr zu erkennen Totalschaden auch wenn ich auf Verdacht weiter Fotos machen kann ohne zu sehen was ich denn genau fotografiere Kaum sind wir am Strand entdeckt Martin in sich neue Kraftreserven fürs Trampolinspringen Foto unten während ich im 17 Grad Wasser schwimme Auch beim Airhockey bei der ein Puk auf einem Luftteppich hin und hergeschleudert wird in den verschiedenen offenen oder halboffenen Spielhallen geht s noch mal hoch her Und da wir Polen morgen am Sonntag schon wieder verlassen muss Martin für seine Sammlung ein paar Briefmarken kaufen die wir angesichts des umfangreichen Postkarten Angebots bald gefunden haben Trampolin am Strand von Kahlberg Krynica Morska Martin hat auch nach 68 Rad Kilometern noch Power Kopernikus und Kant am Grab der Menschheits Lehrer Sonntag 10 August 2008 Kahlberg Krynica Morska Fähre Frauenburg Frombork Grenze Polen Russland Königsberg Kaliningrad 78 km Auch heute eine Fährfahrt Über das Frische Haff nach Frauenburg Frombork dessen Kopernikus Turm mit dem gesamten Kathedral Komplex sich schon früh am Horizont abzeichnet Foto links Samt dem Grab jenes Nikolaus der die Erde davon befreite sich selbst als Mittelpunkt der Welt zu sehen Einen Holländer treffen wir der von Frombork nach Elbing Elblag zurückwandern will nachdem er zuvor an der Ostseeküste lückenlos von seiner Heimat bis hierhin gelaufen ist Die Lücke der Fährfahrt die sich selbst mir nicht völlig erschließt muss irgendwie geschlossen werden Auch eine Berlinerin die aus der Hauptstadt geradelt kam fährt wieder zurück nach Westen Mit unserer polnischen Straßen Karte die von Kolberg bis hier ihr Geld allemal wert war Viele lassen sich abschrecken von der russischen Grenze von dem Visum das leider immer noch verlangt wird Auch zwei Motorradfahrer mit Delitzscher Kennzeichen die uns kurz vor der Grenze überholen kommen uns bald wieder entgegen Offenbar fehlt auch ihnen der richtige Pass mit dem richtigen Stempel Der Verkehr ist da schon völlig zum Erliegen gekommen Prägten hier vor Jahren noch Schmuggel Kolonnen in alle Richtungen das Bild erreichen wir nun einen einsamen Grenzposten an dem in aller Ruhe die Formalitäten abgewickelt werden Erst auf der polnischen Seite Dann auf russischer Seite schon am ersten Schlagbaum auch das Wort ein deutscher Exportschlager der Eingang in den russischen Wortschatz gefunden hat Wo wir die Immigrationskarte zwei Mal ausfüllen müssen Allerdings keine Zoll bzw Devisen Erklärung Auch der Asphalt auf der russischen Seite der Grenze verdient das Prädikat 1a Die Landschaft wirkt etwas wilder Nicht so konsequent landwirtschaftlich genutzt Überraschender die Busse der Linie 117 die alle paar Minuten in beide Richtungen zwischen Kaliningrad und dem Grenzort fahren meist menschenleer Immer wieder geht s ein bisschen rauf bis auf 80 Meter Und wieder runter So stellt sich auch heute Martins Müdigkeit am Nachmittag ein Eigentlich fühle ich mich wohler wenn er vor mir herfährt Aber das kostet ihn noch mehr Kraft und macht uns ein ganzes Stück langsamer So fahre ich meist vor Aber es ist kaum Verkehr selbst als wir die Vororte von Kaliningrad und schließlich durch das wieder aufgebaute Brandenburger Tor Foto auf der Seite Foto Special Martin den Stadtkern erreichen Es ist ja auch Sonntag So beobachten wir ein Brautpaar Fotoshooting auf der Pregelinsel wo Dom und Kant Grab Rücken an Rücken stehen Foto rechts und unten Auf der Brücke hängen lauter Schlösser eingraviert die Namen und Daten von Vermählungen Sie sollen ewig zusammenhalten Der Dom ist schon geschlossen das Kant Grab schlicht Mir fällt noch ein dass Kant eine hervorragende CO 2 Bilanz hatte da er sich Zeit seines Lebens und posthum nie aus Königsberg herausbegeben hat Zumindest erzählt man sich das Es ist kühl wir sind müde Und haben kein Quartier Es gibt kaum welche Einige wenige Privatquartiere Wir haben eine Liste dabei aber die Suche erweist sich schnell als zu mühsam für uns hier und heute Versuchen wir es mal bei dem riesigen restaurierten Kaliningrad Hotel Das Personal personifiziert die russische Unfreundlichkeit in extenso und Zwei Bett Zimmer gibt es angeblich nur noch in der teuersten Kategorie Bleiben Martin weitere Kilometer in der Stadt nicht erspart Wir sehen das Zentrum Die neuerbaute Christ Erlöser Kathedrale der russisch orthodoxen Kirche die die imposante Lenin Statue ersetzt in Russland immer noch nicht selbstverständlich Lernen noch ein junges deutsch russisch usbekisches Paar kennen das auf Heimat Urlaub ist Und landen dann im Hotel Moskwa das die gleichen Preis Schilder wie das Kaliningrad Hotel hat Hier ist man freundlich und hat auch ein günstigeres Zwei Bett Zimmer 78 Kilometer sind es geworden Wieder ein neuer Rekord für Martin Wieder entfesselt das Airhockey am Abend neue Kräfte Heute bleibt es bei einer Partie Die Family nach uns bringt das Gerät aus dem Takt Dafür stößt Martin in der Spielhölle gegen eines jener Geräte die man mit kleinen Münzen füllen kann in der Hoffnung dass zahlreiche überhängende Münzen herunterfallen in die Ausgabe Martins Versuch ohne eigene Münzen zu mehr Rubeln zu kommen endet schnell Das Licht am Gerät erlischt Einer der Security Guards ist sofort zur Stelle Wir sehen zu dass wir schnell weiter kommen Am Grab von Immanuel Kant 1724 1804 in Königsberg Kaliningrad Kurische Nehrung total im Sonnenschein Montag 11 August 2008 Königsberg Kaliningrad Cranz Selenogradsk Rossitten Rybachy 84 km Zimmerfrühstück Die Ausfahrt aus der Stadt verbinden wir mit ein wenig Shopping Heute sind russische Briefmarken dran Wir kaufen alle Sorten die es gibt Wir statten einem Geldwechsler dem Obmen valut einen Besuch ab Der kurz vor zehn grad öffnet Der Buchladen leider immer noch nicht Kurz bevor wir Kaliningrad endgültig Richtung Flughafen und Selenogradsk im Norden verlassen verspricht ein kleines Einkaufszentrum knigi Der winzige Buchladen hat tatsächlich zwei exzellente Straßenkarten des Kaliningrader Kreises Ich entscheide mich für die Карта Калининградская область im Maßstab 1 200000 Mit ihr entdecke ich nachdem wir 25 Kilometer auf der großen Nationalstraße vom Montagmorgen Verkehr umtost waren einen winzigen Feldweg mitten durch die Botanik Foto links und rechts Dazu müssen wir über die Bahnstrecke klettern und ein Bächlein überqueren in dessen Motsch mein Schuh kurzzeitig versinkt Dann können wir den Rest der Strecke auf ruhigen Landstraßen zurücklegen Bis wir das einstige Ostseebad Cranz erreichen In Cranz Selenogradsk rollen wir sofort zur Promenade Die ist eine Mischung aus sozialistischen Ruinen Foto links und verschiedenen Erneuerungsversuchen Erschwerend kommt hinzu dass der Strand in ständigem Schwinden begriffen ist und an weiten Strecken nur noch ein paar Kiesel am Wasser liegen ebenfalls auf dem Foto zu erkennen Die prächtigen Fotos von einst als Cranz zu den in jedem Sinne ersten Adressen des See Tourismus gehörte stimmen wehmütig Dabei ist der russische Aufschwung der just in dieser Woche zur kriegerischen Attacke auf georgisches Staatsgebiet geführt hat nur wenige Straßenzüge oder Orte entfernt Russland imitiert zwar in Vielem den Westen in dem Bewusstsein allerdings den Westen eigentlich nicht zu brauchen Dass 750 Kilometer Ostseeküste Deutschland waren wenn auch schon damals von unterschiedlichen Nationen besiedelt ist schwer vorstellbar Gerade weil die Entwicklung in Polen Russland und Litauen sehr unterschiedlich verlaufen ist und dem ehemals deutschen Land auch so seine Einheit verloren ging Jetzt also begrenzter Charme Kurz hinter dem Ortsende öffnet eine Schranke die Radler kostenlos passieren dürfen den Weg in den Naturpark Kurische Nehrung Seit ich vor neun Jahren die nördliche litauische Hälfte der Kurischen Nehrung befuhr und vor der russischen Grenze stand träume ich davon die Nehrung auf ganzer Länge zu durchfahren Auch wenn sich die Landschaftsgestaltung als sehr homogen erweist Geprägt von den deutschen Deichgrafen die im 19 20 Jahrhundert mit systematischer Bepflanzung einen Weg fanden die Wanderbewegung der Sanddünen zu verlangsamen und sogar zu beenden sodass die deutschen Orte auf der Nehrung nicht alle hundert Jahre verlassen und andernorts neu errichtet werden mussten In Lesnoje an der schmalsten Stelle der Insel fahren wir zur Pause an den Strand Eine schöne warme Pause weit und breit Sand Etwas weiter verlassen wir die ruhige Landstraße fahren durchs Gestrüpp bis an den Fuß einer bewaldeten Sanddüne Lassen die Fahrräder stehen und erklettern den Wall auf dem wir oben weiter wandernd die weiten Sandfelder sehen Foto unten Da wir ansonsten weder Sand Wald Wege wie am ersten Tag noch Hügel wie am zweiten Tag haben bringen wir es auf einen weiteren Martin Rekord 84 Kilometer Wobei wir die letzten Kilometer erst in Angriff nehmen nachdem wir in dem 900 Einwohner Dörfchen Rybachy dem früheren Rossitten wo sich inzwischen sogar ein Hotel Gostiniza Rossitten nennt uns von dem Infozentrum zur Abwechslung ein Privatquartier vermitteln lassen Es findet sich in der Ulitsa Gagarina der erste Kosmonaut verewigt in der winzigen Straße eines kleinen Dorfes auf dem winzigen Strich der Kurischen Nehrung Neben der alten einst protestantischen Kirche die mit Unterstützung deutscher Ehemaliger als russisch orthodoxe Kirche restauriert wurde begrüßt uns ein altes russisches Mütterchen Foto rechts Alle Schuhe stehen im Eingang wir dürfen unsere anlassen In der Küchenwand ist halbhoch ein kleiner Einstieg durch den man direkt auf eine Treppe ins Obergeschoss steigen kann Da haben wir ein großes Zimmer Alles alt Alles Holz Bad und Toilette teilen wir mit der von Stunde zu Stunde größer werdenden Familie Ein kleiner Einblick in den russischen Alltag Und das bestialisch schmeckende Wasser aus dem Wasserhahn Das schon beim Zähneputzen anwidert Tausend Rubel etwa 27 Euro mehr als wert Beschwingt fahren wir noch einmal quer über die Nehrung um zur Ostsee Seite zum Strand zu kommen Obwohl es schon 17 Uhr ist bekomme ich fast noch einen Sonnenbrand Ein herrlich warmer Tag Martin gräbt sich in den Sand ein Fotos auf der Seite Foto Special Martin Abendessen auf der großen Terrasse des Hotels an der Straße Pelmeni gefüllte Teigtaschen und Blini Pfannküchle sind innerhalb von zwei Tagen zu Martins Leibgerichten avanciert Als wir im Laden die allerletzten verbliebenen Kopeken in russische Lebensmittel umsetzen lernen wir zwei Lehrerinnen aus Schwerin kennen Sie haben mit der Fähre den russischen Hafen Baltijsk angesteuert und fahren ausführlichst in der russischen Enklave herum Den Rest vom Ostseeradweg haben sie schon in den Vorjahren hinter sich gelassen Sie wohnen gegenüber unserer Nachbar Kirche im ehemaligen Pfarrhaus Als Martin seine 84 Rekord Kilometer ausschläft unterhalte ich mich mit ihnen noch bei moldawischem Wein über das Radler Leben an der Ostsee Wurzeln im Sand Bewaldete Dünen auf der Kurischen Nehrung in Russland Nolens volens auf dem litauischen Bike Highway Dienstag 12 August 2008 Rossitten Rybachy Grenze Russland Litauen Nidden Nida Schwarzort Juodkrante 69 km Frühstück unter übervollen Apfelbäumen Foto rechts Das schöne Wetter von gestern hat sich nicht gehalten Anfangs ist es regnerisch Wird der Regen heftig machen wir eine Pause unter Bäumen So bleiben wir halbwegs trocken Wieder eine übersichtliche Grenzabfertigung Nach einer halben Stunde sind wir in Litauen Nähern uns Nidden Nida dem Haupt Touristen Ort der Kurischen Nehrung Wir lassen uns heute treiben Wir könnten bis Klaipeda durchfahren aber das wäre wieder ein sehr langer Tag wieder eine Rekordfahrt Beinah fahre ich Martin über den Haufen Ich habe ihm zugerufen wir fahren weiter auf dem Fahrradweg doch der führt geradeaus weiter aber auch direkt vor meinem Rad nach links Nur ein Schrecken Nix passiert Es geht jedenfalls ein Stück zurück zu den Dünen von Nida der litauischen Sahara Foto rechts und unten Wieder lassen wir die Räder am Fuße stehen und erklettern 60 70 Höhenmeter Allein das Wetter lässt kein Wüsten Feeling aufkommen Der litauische Teil der Kurischen Nehrung ist inzwischen von einem durchgehenden Fahrradweg durchzogen meist fernab der Straße 1999 hatte ich noch nichts davon entdeckt 2002 immerhin die letzten 15 km vor Nida Jetzt nutzen ihn aber auch viele Touristen Der meist etwa zwei Meter breite Streifen der durch die Nadelwälder führt ist ein richtiger Bike Highway Eine größere Gruppe deutscher Senioren radelt sogar in geschlossener Formation einige Kilometer drauf In Vilnius sind sie gestartet Aber immer nur kurze Strecken mit

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  • Chris on the Bike # Ostsee: Lübeck - Danzig
    Buchstaben FKK Ausschau zu halten Über den Tipp mit der Fähre direkt am Ort nach Rügen überzusetzen gerät die Gruppe in eine kleine Entscheidungsnot Die kann auch nicht nachdem Preis Verfügbarkeit von Benzin etc geklärt sind endgültig entschieden werden Werner und ich radeln die verbliebenen Kilometer nach Greifswald Jetzt auf dem alten Kopfstein Pflaster der Fernstraßen Allee die jenseits der Bäume als Bundesstraßen Neubau auferstanden ist Das Pflaster ist so platt und weich Foto auf der Ausrüstungsseite dass es kaum zu spüren ist Früh sind wir in Greifswald Die Nikolaikirche ist noch nicht geöffnet Wir schauen uns solange Marienkirche Fußgängerzone und Marktplatz an bis sie schließlich geöffnet ist Und trennen uns dann Werner will gleich in der JuHe einchecken während ich an der Klosterruine Eldena Foto rechts Richtung Usedom und Polen radle Zufällig entdecke ich einen kleinen Hinweis auf eine Fähre am Nordende von Usedom Nach einem superfrischen Matjes Brötchen Willst du s frischer geh zum Fischer in Freest überquere ich mit dieser Fähre den Peenestrom nach Peenemünde Zwischen Kriegsruinen größtem Diesel U Boot und einem Kriegsschiff legen wir an Der Radweg ist bald nur noch ein kleiner Pfad am Straßenrand Dann aber ein breiter Waldweg Auch hier der local traffic beachtlich Katrin fährt mir mit ihrem Geländerad und leichtem Gepäck auf dem Rücken fast davon Aber bald sind wir im gleichen Rhythmus Ganz steile Stellen im Wald sind gepflastert und mit 16 Prozent Steigung ausgeschildert Als sie bei fast 16 Prozent dann mal nicht gepflastert ist fällt Katrin Ich höre es und sehe noch im Augenwinkel wie sie nach links kippend aufschlägt und dann noch dieses winzige aber bittere Stück mit dem Rad weiterrutscht Schürfwunden unvermeidlich Katrin nimmt s sportlich und mein Aldi Erste Hilfe Set hat nach langer Zeit mal wieder einen Einsatz Ein bisschen Schock gehört dazu Und so nehm ich ihr Gepäck und wir rollen gemächlich nach Heringsdorf wo Katrin von ihrer Verwandtschaft schon in Empfang genommen wird Ich schwanke nach den Schwierigkeiten bei der Zimmersuche in Stralsund ob ich ein freies Zimmer nehme Fahre weiter Geradeaus Auch als der Ostsee Radweg nach rechts zum alten offiziellen Grenzübergang abbiegt Der Grenzzaun im Strandbereich ist weg Es stehen nur noch Zaunpfähle Und ein deutscher und ein polnischer Grenzpfahl einsam im Sand Foto links Ein paar Meter weiter ist schon der erste polnische Parkplatz erreicht Ein paar Meter weiter das erste freie polnische Zimmer Mit rund hundert Euro nicht übermäßig günstig Durch Swinemünde Swinoujscie und seinen Kurpark erreiche ich schließlich die Stadtfähre zur Insel Wollin Bis zur nächsten Abfahrt reicht die Zeit noch um ein paar Zloty zu ziehen Als ich zum Fahrrad zurückkehre steht dort ein Bettler und mahnt mich mein Rad nie allein zurück zu lassen Willkommen in Polen Den deutlich mit kostenlos und free bedruckten Stadtplan bietet er mir an Meine 45 Cent Restmünzen sind ihm nicht genug Ein Euro müsse es schon sein Es geht offenbar aufwärts mit der polnischen Wirtschaft Der Stadtplan ist dennoch ein gutes Geschäft weil die Touri Info um 18 Uhr längst geschlossen hat und ich auf der kurzen Fährfahrt entdecke dass der Ostsee Radweg in Polen R10 heißt Und dass er schon kurz hinter der Fähre mitten durch den Wald führt So finde ich den Einstieg recht schnell und habe eine traumhafte Fahrt in der langsam untergehenden Sonne über den weichen Waldboden Nur die überlebensgroßen rot gelb grellen Zecken Warnschilder stören die Romantik ein bisschen Ich erreiche Misdroy Miedzyzdroje an einem riesigen Campingplatz mit Holzhütten wo ich womöglich auch eine Unterkunft gefunden hätte Da ich nicht recht abschätzen kann wie weit es noch bis zum Ort ist fahre ich weiter Es ist nicht weit aber es ist sehr schwer dort ein Zimmer zu finden Es mangelt nicht an Zimmer frei Schildern nur sind die Zimmer alles andere als frei wie sich bei einem kleinen radebrechenden Interview mit den Hausherrinnen schnell herausstellt Ganz wenige haben Zimmer frei Schilder mit brak fehlt überklebt Wer grad wie ich aus Irland mit super korrekten no vacancies Schildern kommt kann schnell verzweifeln Schließlich versuche ich es bei einem Hotel 200 Zloty mehr als 60 Euro wollen sie für ein Doppelzimmer dass ich alleine nicht füllen kann Nehme ich für den gleichen Preis ein Einzelzimmer im großen Traditions Hotel Slavia wo wie fast überall in der Stadt zahlreiche deutsche Autos stehen Und steige noch schnell in die vor dem Hotel recht flache Ostsee BORN TO PERFORM Beim Leuchtturm von Horst Niechorze Stradeln nur Wasser Sand und Dünen Donnerstag 31 Juli 2008 Misdroy Miedzyzdroje Kolberg Kolobrzeg Großmöllen Mielno 128 km Am Abend bin ich vor dem deutschen Fernseh Programm versumpft Frühstück gibt s erst ab acht ich will noch was von der Promenade und langen Seebrücke sehen versacke wiederum im Internet Café Nach den harten letzten beiden Tagen fällt heute der Start schwer Erst kurz vor 11 Uhr geht s los Ich nehme die Straße statt den R10 Um die 95 Meter hohen Klippen kurz nach dem Ort zu sehen Mit vier polnischen Studenten Radlern aus Krakau Foto links finde ich sie Sie sind nicht ganz so beeindruckend weil es nicht ganz so steil und ganz so weiß bergab geht Noch weniger beeindruckend ist die Kirchenruine von Hoff Trz sacz Es steht nur noch der allerletzte Chor Abschluss der Rest ist von der See davongetragen Doch diese zwei drei Fenster werden von einer eigens gegründeten Stiftung mit Millionenaufwand gesichert Und eine Brücke wird über den Strand gebaut von der man einen besseren Blick auf die kleine Ruine haben soll Verschiedene deutsche Radler ballen sich hier Dann bin ich wieder allein D h Michael ist plötzlich an meiner Seite Foto rechts Ein Programmierer aus Lodz 800 Euro verdient er netto in seinem ersten Job nach der Uni Zahlt aber auch für sein Drei Bett Zimmer hier 40 Euro Überhaupt ist inzwischen hier alles fast so teuer wie in Deutschland Vor 15 Jahren hab ich die Strecke mal per Anhalter Bus und Zug zurückgelegt Damals war alles so gut wie geschenkt Beim Leuchtturm von Horst Niechorze Foto oben

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  • Chris on the Bike mit Miri # Irland & Nordirland
    einen großen Friedhof und daneben ein nagelneues Einkaufszentrum samt Aldi Immer noch sieht der celtic tiger nach Boom aus auch wenn die Nachrichten voller schlechter irischer Wirtschaftsdaten sind Verdoppelung der Arbeitslosenzahlen innerhalb von Monaten Die publizierte Baisse wird verstärkt durch das Nein bei der Volksabstimmung zum Lissabonner Grundlagenvertrag der Europäischen Union vor wenigen Wochen Irland ratlos Arm sieht es nirgendwo mehr aus Die nächste Abkürzung über Pontoon einer Landbrücke zwischen zwei traumhaften Seen Foto rechts und unten Ballina können wir dann nicht mehr richtig würdigen Miri wünscht sich den Sonntag als Ruhetag Am liebsten an der See Deshalb radeln wir noch 16 hügelige abendliche km stadtauswärts nach Norden Foto unten links beim Sonntag Bis Enniscrone Gälisch Inis Eascair Abhainn auch Inniscrone geschrieben offiziell Inishcrone Gälisch Inis Crabhann Irish Saturday Night fever nachdem uns ein Geldautomat ATM die sich hier in kleinen Supermärkten verstecken wieder flüssig gemacht hat in den Pubs des Seebads Wetttrinken von Jugendlichen irische Musiker Die irische Kneipen Kultur hat das seit 2004 geltende Rauchverbot offenbar mit Leichtigkeit überlebt Nur vielleicht einige junge Mädchen nicht die kaumst bekleidet vor den Kneipentüren ihre Zigaretten smirten smoken und flirten Bei 13 14 Grad und kräftigem Wind Lough Conn bei Pontoon Foto Mirjam Müller Schiet Wetter Ruhetag mit fliegendem Berg Sonntag 6 Juli 2008 Enniscrone Die neue riesige Kirche ist bestens gefüllt Die zweite Kollekte nach der Kommunion fällt gut aus sie dient dem Abschluss der Bauarbeiten rund um die Kirche Überhaupt der Euro in Irland und wo auch immer immer ein Stück Heimat in der Hand Das Wetter ist zwar alles andere als toll Was Miri nicht vom obligatorischen Meeresbad abhalten kann Mich lässt Der fliegende Berg abheben meine Reiselektüre die von den Küsten Irlands auf die höchsten Gipfel des Himalaya führt Und inspiriert noch ganz andere Gipfel anzustreben Dazu reichlich Sonntagszeitung Ein Shit Wetter Ruhetag Euroland Irland Ohne Moos nix los Die Beton Wand von Donegal Montag 7 Juli 2008 Enniscrone Sligo Donegal 127 km Noch einmal Frühstück bei der leider fast allzeit alkoholisierten B B Mutter Wir folgen weiter der Küstenstraße Die ab Easky nicht nur noch schöner wird sondern uns auch noch Rückenwind bereitet May the wind be always at your back In Sligo flüchten wir zur Mittagspause vor dem Wind in ein kühnes Einkaufszentrum Wo wir mit den Fahrrädern erst rausgeworfen werden als unser Aldi Lidl self catering Lunch beendet ist Auch 15 Kilometer nach Sligo können wir wieder wie am Morgen auf der Küstenstraße einer schönen hügeligen Nebenstrecke folgen Vorbei an Tafelbergen Foto rechts Zum täglichen Regenschauer flüchten wir hier in eine offen stehende Haustür Ein alte gebeugte Frau begrüßt uns Geht fast wortlos wieder in ihre Wohnung Der Nachbar sieht uns vom Trecker aus und begibt sich wohl zur Unterstützung der alten Dame in ihre gute Stube Als wir uns kurze Zeit später verabschieden ist sie schon dabei Tee zu kochen Hinter Ballyshannon bleibt dann nur die Nationalstraße Und einige Höhenmeter Mühsam erreichen wir Ort und County Donegal Auch hier ist der irische Boom angekommen Eine schicke neue Touri Info ist harmonisch in die Bucht gebaut Das alte Touri Gebäude gegenüber steht zum Kauf Auf den neuen Bänken auf denen wir unser fast food Abendessen einnehmen schaut man leider nicht aufs Wasser sondern auf die neue Beton Wand Wir schleppen uns zurück zum Independant Hostel am Stadtrand wo Leiterin Linda eine äußerst angenehme freundliche relaxte Atmosphäre verbreitet Immer gegen Wind und den nächsten Regenschauer gewappnet Miri Gelebter Kolonialismus Derry oder Londonderry Dienstag 8 Juli 2008 Donegal Raphoe Grenze Irland Nordirland Derry Portstewart 130 km Dank des Hostels ist das Breakfast self gecatert und fällt dadurch mal nicht so üppig aus wie in den B Bs Dafür bereiten wir den ein oder anderen Imbiss für zwischendurch vor Am Anfang steht der lange Anstieg zum Gap Barnesmore Bergab treibt uns der Regen unter die Büsche Auch bei der Pause vor dem neuen Balor Arts Centre in Ballybofey Foto ganz oben auf der Ausrüstungsseite flüchten wir uns in eine Bushaltestelle Der Nachmittag wird dann immer schöner immer sonniger nur nicht warm Eine sehr schöne Nebenstrecke führt uns via Raphoe schließlich über die nicht markierte Grenze nach Nordirland Nur ein Schild weist darauf hin dass im Unterschied zu Irland das seit einiger Zeit auf das metrische Dezimalsystem umgestellt hat in Nordirland Geschwindigkeits Beschränkungen immer noch in Meilen angegeben werden So friedlich wie an der Grenze geht es nicht weiter An der ersten Kreuzung ist auf dem Straßenschild Richtung Londonderry London weiß überstrichen Derry oder Londonderry Ein Stück aktuelle Kolonialgeschichte Für Großbritannien ist es Londonderry für die Iren Derry Schon Derry ist ein Anglizismus des alt irischen Daire Eichen Waldung das im modernen Gälisch heute Doire geschrieben wird So irren die Iren stets ein bisschen zwischen der längst verinnerlichten Übernahme der Sprache und Kultur ihrer Unterdrücker und Kolonialherren den Briten und dem umso stärkeren Stolz auf ihre Eigenständigkeit Geschrieben heißt der Ort fast überall Londonderry genannt wird er überwiegend Derry So auch in der Touri Info Zwei Drittel der Bevölkerung sind katholisch irisch ein Drittel protestantisch britisch Am Fuß der Stadtmauer liegt ein katholischer Stadtteil die Kern Zelle des Widerstands Eines zunächst friedlichen Widerstands der durch die brutale Tötung von 13 bzw 14 unbewaffneten Bürgerrechtlern durch britische Ordnungskräfte am Bloody Sunday dem 30 Januar 1972 zum Jahrzehnte langen Bürgerkrieg wird Riesige Wandgemälde Foto rechts ein Denkmal und ein Museum erinnern an die düstere Zeit die hier im Sonnenschein bedrückende Geschichte aber keine unmittelbare Gegenwart mehr zu sein scheint Die 25 Kilometer lange Straße nach Limavady ist ein Härtetest für unsere Nerven die folgenden Kilometer auf der B201 nach Coleraine ein Härtetest für die Bein Muskeln Noch mal auf 250 Meter und dann über viele Wälle bergab nach Coleraine Zuletzt ein Radweg nach Portstewart dem ein bisschen viktorianischen Seebad Wo wir einen schönen Abend an der langen Hafenpromenade verbringen Und die Sonne tatsächlich auch mal wolkenlos untergeht fast ganz im Norden Seil Brücke nach Carrick a rede Juwelen Strecke Antrim Coast Mittwoch 9 Juli 2008 Portstewart Giant s Causeway Torr

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  • Chris on the Bike mit Günter & Max # Nürnberg - Prag
    Steigungen in jenen Grenzen die die Loks vor hundert Jahren vorgaben Ein älteres Ehepaar warnt uns vor den Pflöcken die an den Straßenüberquerungen die Radler warnen sollen ihnen aber gelegentlich zum Verhängnis werden Besonders wenn größere Gruppen unterwegs sind Zwei Mädchen erzählen uns wie sich ihre Griffe verharkt haben und die girlies daraufhin über die Lenker flogen Zum Glück blieb es bei einer Beule Der Bockl Radweg hat eine eigene Radl Raststation Floss Hier bringt uns Renate Schaller den Salat und mit ihrem Mann Harald bildet sie so etwas wie ein paneuropäisches Liebespaar Sie ist Tschechin er ist Deutscher die zwei Töchter haben beide Staatsbürgerschaften So können auch tschechische Gäste in eigener Sprache bedient werden Zum Beispiel mit der Schnaps Pfeife für den Bockl Dampf Obstler Foto links Weiter führt der Bockl Radweg mit seinen ganz sanften Steigungen auf angenehmste Weise durch das hügelige Oberpfälzer Land Auf halber Strecke etwa kommt allerdings ein kleiner Wechsel von Aspahlt auf Asche Aber auf der fährt es sich fast genauso gut Wir nähern uns der Heimat von Max dem Örtchen Pleystein Im Schatten der Wallfahrtskirche ist Max aufgewachsen und dort lebt er auch heute noch Als Bub habe er schon mal Angst davor gehabt dass die Kirche vom 38 Meter hohen Rosenquarzfelsen Foto rechts herabstürze Heute ist nicht nur diese Angst vergessen sondern auch die Befürchtung dass die Grenzöffnung nach Tschechien die örtliche Wirtschaft untergrabe Manche Ortsansässige finden inzwischen sogar Arbeit in Böhmen Zuletzt zieht sich der Bockl Radweg ein wenig dahin muss die Autobahn A6 kreuzen bevor wir endlich um 21 Uhr das Etappenziel Eslarn erreichen Zwei drei Kilometer noch und wir sind in Tschechien Schatten am Abend auf dem Bockl Radweg Tschechien Pavel und Radka bringen uns zur Mutter aller Pils Biere Panslawistische Farben der tschechischen Fahne auf dem Paneuropa Radweg Montag 14 April 2008 Eslarn Grenze Deutschland Tschechien Železná Kladruby Pilsen Plzeň 98 km Bevor wir über die tschechische Grenze fahren schenkt uns Garbiele Buchbinder von der deutschen Grenz Gemeinde Eslarn ein halbes Pfund Schokolade Geschmückt mit der eigenen und der tschechischen Fahne Ruckzuck sind wir an der tschechischen Grenze wo seit ein paar Monaten nicht mehr kontrolliert wird Schon treffen wir Pavel unseren ersten Guide in Tschechien Pavel fährt voran damit wir nicht vom Paneuropa Radweg abkommen und er zeigt uns seine Heimat Wir fahren am Flüsschen Radbusa entlang Die fließt bis Pilsen aber noch ist es nicht möglich ihr den ganzen Weg über zu folgen Es geht durch Wälder und bald fordern die ruckeligen Wege ihr erstes Opfer Der Gepäckträger an meinem Fahrrad hat sich in seine Bestandteile aufgelöst Es hilft nichts Dreißig Kilogramm Gepäck müssen runter Mit vereinten Kräften ist der Schaden schnell behoben Fünf Minuten später sitzen wir schon wieder im Sattel Wir stärken uns mit der Schokolade aus Deutschland in Bela nad Radbuzou Weißensulz wo die Brücke über die Radbusa mit Heiligen Figuren wie die vom Heiligen Wenzel schon an die Karlsbrücke in Prag erinnert Foto links Unter den Schildern der tschechischen Route 37 klebt jetzt fast überall der kleine deutsche Aufkleber Paneuropa Radweg Eben noch ein ganz neuer Asphalt Weg in herrlichster Landschaft dann plötzlich eine kleine Schlammschlacht quer durch die Äcker Bald sind wir wieder auf Asphalt und ich kann mich mal mit meinem Reiseführer amüsieren was der über böhmische Dörfer wie Kladruby Kladrau mit seinem Benediktinerkloster aus dem 12 Jahrhunder schreibt 1771 wurden hier alle Häuser nummeriert 1888 wurde das Postamt an das Telegrafennetz angeschlossen 1923 gab es elektrische Straßenbeleuchtung Half aber alles nichts 1960 verlor Kladruby die Stadtrechte Kurz darauf erreichen wir die Radstation in Lhota u Stribra Elhoten bei Mies Hier übergibt Pavel das Kommando an unsern neuen Guide Radka Sie ist hier besonders hilfreich ist weil dieser Teilabschnitt des Paneuropa Radwegs noch nicht ganz fertig ist Bei Schloss Rochlow mit seiner Sammlung uralter Fahrräder zeigt sie uns eine Fahrradwaschanlage Radka Foto rechts führt uns über kleine Straßen in ihre Heimatstadt Pilsen doch über dem heutigen Etappenziel liegen bedrohliche Wolken I think there are showers not very good Bei Schloss Krimice Krimitz begrüßt uns ein Fürst Jaroslav von Lobkowicz mit fast allen Namen und Titeln Jaroslav Franz von Assisi Klemens Alois Gabriel Eleonnora Josef Anton Johann Bosco Joachim Felix Maria 14 Fürst von Lobkowicz Herzog von Raudnitz maltesischer Ordens Ritter tschechisches Parlaments Mitglied 1998 2002 erzählt von seiner Familien Geschichte und dem Versuch den alten Familien Besitz zu sanieren Das neue Dach schwächelt aber schon wieder und ist doch nur ein kleiner erster Versuch zu retten was noch zu retten ist Als wir den Schlosshof von Krimice verlassen Foto unten haben sich die dunklen Wolken zurückgezogen So erreichen wir regenfrei Pilsen die Mutter aller Pils Biere der Welt Und nach der täglichen Dusche gibt es um 21 Uhr dann endlich auch für Max Günter und mich ein Pils in Pilsen Bilanz des ersten Tages in Tschechien Max Sicherlich war es sehr anstrengend da wir einige Berge zu bewältigen hatten aber es war auch wunderschön romantisch traumhaft Günter Die Radwege waren etwas anders anstrengender als gerechnet Das Ankommen in Pilsen hat für vieles entschädigt Der Abend ist sehr schön Radka fährt voran aus dem Hof von Schloss in Křimice Krimitz Mitternachts auf der Karlsbrücke Dienstag 15 April 2008 Pils Plzeň Rokycany Karlstein Karlštejn Prag 139 km Kurz nach dem Frühstück lassen wir die Quelle aller Pils Biere dieser Welt links liegen Pilsner Urquell gehört inzwischen einem Weltkonzern aus Amerika und Südafrika Vor uns die längste Etappe noch 130 bis 140 Kilometer von Pilsen nach Prag Reicht dafür ein Tag Radka Zakova ist wieder unser Guide Wegen ihres Fahrrad Nummernschildes CycloRadka nenne ich sie Radl Radka Sie baut ein Fahrrad Kommunikationsnetz für Pilsen auf Ihr Leben dreht sich auf zwei Rädern Für sie ist Fahrrad fahren Genuss und ein Muss Passion I need it evry day it s a kind of discovery of new areas of new countries Auch heute lernen wir wieder in wenigen Stunden einige schöne Landschaften kennen Erstaunlich wie weit man an einem Tag auf dem Rad kommen kann

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  • Chris on the Bike mit Miri # Nizza - Andorra - Nogaro
    zum Nachbau von van Goghs Café mit der gelben Fassade Dass der Zipfel vom Halstuch der Bedienung hier in ein Weinglas gerät ist der jungen Dame die penetrant in Englisch auf uns einredet weder eine Entschuldigung geschweige denn einen Austausch wert Als die meisten Touristen in ihren Betten liegen stiefel ich zu einem arabischen Cybercafé das aber bald seine Pforten schließt So mache ich noch eine nächtliche Fotosafari rund um das antike Theater Foto unten Nachtstimmung bei der Arena dem antiken Amphitheater von Arles Camino Versuch in der Camargue Freitag 28 März 2008 Arles St Gilles Vauvert Montpellier Sète 116 km Im schönen Hotel Voltaire genießen wir das Frühstück mit Blick auf den Platz Noch einmal St Trophime Schließlich radeln wir heute auf dem Camino Auf dem südlichsten der vier großen mittelalterlichen Pilgerwege in Frankreich der Via Tolosana die über Toulouse und den Somport Pass nach Spanien führt wo sie bei Pamplona auf die andern drei Pilgerwege stößt Hier ist es der französische Fernwanderweg GR632 Weiß rot markiert häufig ergänzt durch eine stilisierte Pilger Muschel Bis St Gilles verläuft der Wanderweg auf kleinen Nebenstraßen Schön zu radeln Die Kirche von St Gilles alias Sankt Ägidius Egidius birgt in der Krypta die Gebeine des Heiligen Tickets gibt es nur bei der Touri Info Bei der warn wir nur schon Ohne dort einen Hinweis auf die Tickets gesehen zu haben Wie frustrierend muss das für Fuss Pilger sein Stattdessen Großeinkauf bei Lidl Danach wird der Weg schlechter und schlechter D h immer mehr ein reiner Wanderweg bei dem wir gelegentlich die Wanderzeichen nicht entdecken Uns verfahren Die Schimmel der Camargue entschädigen uns Foto links Bei Nauvert kehren wir zurück zur Straße Der Camino Versuch ist beendet Auf Nebenstrecken erreichen wir Montpellier vorbei an dem autofreien modernen Zentrum Antigone das der Architekt Ricardo Bofill im vergangenen Jahrhundert geschaffen hat Miri besucht das Musée Fabre Ich lese im Park Eine schöne warme Stimmung unter Bäumen Frederic von der Touri Info gab einen guten Tipp Die D116 schlängelt sich von Montpellier schön zum Meer Lange fahren wir auf Radwegen am Ufer entlang Vögel stehen im Licht der untergehenden Sonne im Wasser und picken sich Fische Sète Wieder haben wir Glück Das Hotel schließt gewöhnlich um 20 Uhr wir treffen um 20 18 Uhr noch den Portier der gerade das Haus verlassen will Im Cybercafé checken wir noch mal verschiedene Routen Plötzlich scheint es möglich dass wir morgen am Canal du Midi entlang nach Carcassonne kommen On verra Abschied vom Meer bei Agde Zur Festung Carcassonne Versuch am Canal du Midi Samstag 29 März 2008 Sète Canal du Midi Béziers Carcassone 131 km Austern Frühstück in der Markthalle von Sète Fünf Knochenmuscheln zum unschlagbaren Preis von 0 95 Öró sogar Öffnen inclusive Miri machen Muscheln munter Dank der neuen Dammstraße ist die alte Straße ein exzellenter Fahrradweg entlang der Lagune von Thau nach Süden Schon müssen wir Abschied vom Mittelmeer nehmen Foto oben Wir wollen am Wasser bleiben und finden die Mündung des Canal du Midi Auf seinem Südufer verengt sich der Weg zusehends zu einem Trampelpfad Zeitweise können wir die Fahrräder nur vorsichtig balancieren vorrutschen Mühseligst gewinnen wir Meter um Meter Mit den Rädern unter einem Zaun durch Dann über einen Stacheldrahtzaun Schließlich weitet sich der Weg wieder Eine Schleuse erscheint Und von da an ist es ein typischer französischer Kanal Weg Zum Radeln zu schlecht zum Nicht Radeln zu schön Foto links Gesäumt von Bäumen Ganz Natur kein Fremdkörper in der Natur Als wäre er gar nicht als Verbindung zwischen Mittelmeer und Atlantik künstlich geschaffen worden Endlich erreichen wir Agde Nur vier Kilometer haben wir geschafft Pause Touri Info Neuorientierung Im Syndicat d Initiative empfehlen sie weiterhin das Südufer Wir rumpeln weiter An einem Freizeitpark vorbei vorübergehend auf der Straße Dann wieder am Kanal Ufer Kristian Foto rechts Foto von ihm von uns unten hat genau die gleiche Ortlieb Ausstattung wie ich Der Maschinenbauer begeht seinen Übergang in die post graduate Phase mit einer Radtour von Lyon nach Valencia Da er die Original Michelin Karte hat und nicht wie wir eine Schwarz Weiß Kopie lässt sich erkennen dass der Uferweg bald ein richtiger Radweg wird Asphaltiert Yeah So können wir uns sogar gut unterhalten Leider trennen sich am Ende des Asphaltstreifens in Béziers schon wieder unsere Wege Wir steigen in die Eisen um die Kathedrale zu erklimmen Schöne Aussicht von dort Die Kirche wurde erbaut nach einem Kreuzfahrer Gemetzel an 700 Katharern und 7000 Katholiken die ihre katharischen Mitbürger nicht ausliefern wollten Wir entscheiden uns das Ziel Carcassonne beizubehalten aber den Weg zu wechseln Straße statt Kanal D11 Nach der Pause an der Schleuse von Homps D610 Den Kanal mit seinen romantischen Bootshäusern kreuzen wir immer wieder Das Gelände ist hügelig Höchster Punkt heute ist das Ziel das wir mit Rückenwind schneller erreichen als erhofft Die riesige Festung Carcasssonne wo wir mittendrin ein Jugendherbergs Zimmer kriegen und eine Münze für die Waschmaschine Zweiter Waschtag Die Stimmung ist gut Schon gestern war der turning point der fühlen ließ wir schaffen das Am Canal du Midi Foto Kristian Huchtemann Kein Spiel Die Festungsstadt Carcassonne Weißer Weißer Sonntag Sonntag 30 März 2008 Carcassone Quillan Col de Coudons 883 m Col des 7 Frères 1253 m Col de Chioula 1431 m Ax les Thermes 114 km Wir könnten einen Ruhetag einlegen Zumal Zeitumstellung ist Zumal Sonntag Zumal in dieser herrlichen Festung Carcassonne Stattdessen Wecker wie immer d h eine Stunde früher aufstehen als bisher Es ist noch dunkel um 7 10 Uhr JuHe Frühstück Das erste Buffet Wir die ersten 8 20 Uhr Rolling downtown in die Ville basse auf der Suche nach einem Gottesdienst Die Kirche in der Burgstadt ist erst ab neun Uhr zu besichtigen Elf Uhr Gottesdienst So auch in der Kathedrale Wir hören Glocken zum Neun Uhr Gottesdienst aber finden die passende Kirche nicht in der menschenleeren Innenstadt von Carcassonne Fahren schließlich weiter An der Aude entlang In einem der Dörfer Preixan erklimmen wir den Gipfel um um 10 02 Uhr festzustellen dass der Zehn Uhr Gottesdienst in einem Nachbarort stattfindet Durch den fahren wir als nächstes und bekommen den Gottesdienst vom Evangelium aufwärts mit Nicht mitreißend ohne Orgel aber katholisch Nächster Stopp bei McDonald s Ich drücke etwas aufs Tempo Die Verführung des Rückenwinds Die erste Tageshälfte im Aude Tal bis Quillan ist schnell geschafft Pause daselbst auf dem Dorfplatz wo englisch sprechende Kids mit einem ferngesteuerten Rennwagen die Nerven belasten Sich aber bald verziehen Schneebedeckte Pyrenäen Gipfel haben wir schon gesehen Jetzt geht s auch für uns wieder aufwärts Auf der Route des Cols der Straße der Gebirgspässe Erst dank Miri einen Schlenker durch Ginoles dann der längste Anstieg zum Col de Coudons Hochplateau Wechselnde Winde Mühsam Bei einer schwerhörigen Seniorin nutzen wir die vor dem Haus stehende Parkbank im Windschatten zu einer Pause Am Col des 7 Frères haben wir die Schneegrenze erreicht Die Auffahrt auf den höchsten Pass ist danach außergewöhnlich flach Unangenehm wird die Abfahrt Der Schnee geht in Regen über Miri bravourös Nasskalt kommen wir in Ax les Thermes 800 Meter tiefer an Hotelsuche bei anhaltendem Regen Wie schon in den Tagen zuvor eröffnen viele Hotels erst in Kürze die Saison Das Hotel de France sieht nicht doll aus Eingang und Restaurant sind mal wieder überraschend nett das Zimmer mäßig die Heizung kalt Für einen potentiellen Ruhetag sind wir weit gekommen mitten in die Pyrenäen Ski Betrieb auf über 2000 Meter in Pas de la Casa Andorra Ein Zipfelchen Andorra 2000 Meter über dem Meeresspiegel Montag 31 März 2008 Ax les Thermes Pas de la Casa 2028 m Andorra Ax les Thermes 62 km Die Schneegrenze ist über Nacht auf Ortshöhe gefallen Miri hat sowieso einen Ruhetag ausgerufen und widmet sich den warmen Quellen von Ax les Thermes Ich will rauf nach Andorra dem 66 Land meiner Rad Reisen Ziehe mich entschlossen an um mich angesichts von kontinuierlichem Schneeregen gleich wieder hinzulegen Um zehn Uhr starte ich schließlich Es ist zunächst niederschlagsfrei Aber zwei bis vier Grad den ganzen Tag Was treibt ist der Rückenwind Elf Stundenkilometer kann ich zunächst halten Habe heute auch kaum Gepäck weil ich wieder nach Ax les Thermes zurück will Das erste Stück ist etwas steiler dann wird s flacher In L Hospitalet près l Andorre der einzige Laden Öffnet erst morgen Daneben die kleine Post Station Im Vorzimmer kann ich mich aufwärmen Trinke einen Liter Wasser Der Postfahrer der mich irgendwo überholt hat staunt dass ich schon hier bin Und dass ich zu so einer Jahreszeit hier Fahrrad fahre Doch die weißen Pyrenäen sind schön Auch wenn jetzt wieder Schneefall einsetzt Der ein oder andere Fahrer bemitleidet mich Es gibt keine geschützten Stellen zum Anhalten Die Füße hängen wie Eisklumpen an den Waden Zum Glück immer noch Rückenwind Nur in den Serpentinen sind die gegenläufigen Passagen unangenehm Winzige Momente lang bricht die Sonne durch Ringsum Nebel und Wolken Kaum Sicht Nach dreieinhalb Stunden französische Zollkontrolle 300 Meter weiter ruhen die Arbeiten an einer neuen Abfertigungs Station Neue Grenzen in Europa Drei Kilometer weiter beginnt auf 2003 Metern Höhe der Tunnel der den Pass Envalira unterquert Für Fahrräder Fahren verboten Aber von dieser Seite kann man offensichtlich problemlos einfahren weil die Zahl Station am andern Ende ist Der gesamte 2002 eröffnete Tunnel ist durch einen Gebietstausch andorranisch Der höchste Pyrenäen Pass der Port d Envalira 2407 m ist anscheinend trotz des ganzen Schnees der letzten 24 Stunden offen Mir reicht s Denn auch auf dieser Seite des Passes und Tunnels präsentiert der Ort Pas de la Casa das andorranische Wirtschaftswunder mit seinen Nikotin und Alkohol Tempeln Hotels Einkaufszentren und weist mit fünf Baukränen in die Zukunft Ich wärme mich und das Fahrrad bei McDonald s auf Aufdruck auf der Zuckerpackung McDonald s Andorra Dann gerate ich in einen Kaufrausch Schokolade Eau de Toilette T Shirt und 30 Prozent WSV Rabatt für eine Columbia Winterjacke Dass die beim Anprobieren schön warm war fällt mir ein als ich mich zur Abfahrt rüste Dazu kommen Plastiktüten vom Parfum Palast als Handschuhe Foto rechts Die Abfahrt gegen den Wind zieht sich hin Eisregen peitscht auf die freien Gesichtsstellen Wird erst kurz vor Ax zu Regen Wieder kaltnasse Hotel Ankunft Ich war in Andorra Am Abend versacken wir im Grand Café Ein Liter Weißwein kostet am Ende den Salzstreuer seine Existenz Sackgasse in den Pyrenäen am Port de Lers 1517 m Foto Matthieu alias Matthiou mit vielen weiteren schönen Pyrenäen Fotos hier Schnee Sackgasse auf dem Pyrenäen Pass Dienstag 1 April 2008 Ax les Thermes Port de Lers 1517 m Tarascon sur Ariège Col de Port 1250 m Massat Biert 114 km Miri möchte über den Port de Lers 1517 m Mir reicht nach zwei Bergtagen der Col de Port 1250 m Obwohl der Port de Lers am Straßenrand als fermé angekündigt wird lasse ich mich breitschlagen Nach dem was wir vorgestern auf 1431 m vorfanden kann der Pass nicht wirklich zugeschneit sein Glauben wir Von Tarascon sur Ariège geht es 15 Kilometer mit Rückenwind leicht bergauf bis Vicdessos Hier beginnt die schmale Bergstraße Keine Sperre Es geht wunderschön aufwärts an Wiesen Weiden und Wäldern entlang Auch als wir längst über der Schneehöhe radeln ist der Neuschnee von gestern tadellos beiseite geräumt Immer weiter Ein grüner Renault überholt uns Und kehrt nicht zurück Das ist uns der ultimative Beweis der Pass ist offen Wir übersteigen die Baumgrenze Nur noch Schnee ringsum Das Allez auf dem Asphalt vom letzten großen Radrennen feuert uns an Dann steht plötzlich der grüne Renault am Straßenrand wo die Schneeraupe einen größeren Platz freigeräumt hat Und neben ihm bereitet ein junger Mann seine Skier für eine kleine Tour vor Matthieu Ich bitte ihn gleich ein Foto von uns zu machen Um im selben Moment zu erkennen dass wir in einer Sackgasse stecken Am Ende der Passhöhe ist der Schnee zusammengeschoben Ende Gelände Matthieu macht ein Sackgassen Foto von uns Und gleitet anschließend zur Foto Safari auf den Pic de Girante Er meint mindestens vier Kilometer Schnee Blockade seien zu erwarten Wir versuchen s Die ersten Meter läuft s ganz gut Dann sogar über eine Wiese die stückweise frei von Schnee ist Wir können ein paar Meter fahren Dann versacken wir mit den Rädern mehr und mehr im Schnee Der Blick wird frei es geht noch einige Kilometer weiter und gegenüber scheint es noch einmal im Schnee bergauf zu gehn Ich plädiere für Rückmarsch Verliere zunehmend die Schuhe im tiefen Schnee weil die Klettverschlüsse wegen des Schnees nicht mehr aneinander haften Nach einer Stunde für maximal zwei Kilometer sind wir wieder auf der Passhöhe Befreien die Felgen von Schnee Traumhafte Abfahrt auf der Strecke die wir hochgefahren sind Jetzt durchqueren wir Tarascon sur Ariège Kräftigen uns gegenüber vom Espace Francois Mitterand eingeweiht von Danielle Mitterand 1997 Die Touri Info wirkt hypermodern und kann auch ein paar Unterkünfte nennen Noch einmal zwei Stunden für 750 Höhenmeter auf den Col de Port 1250 Meter Wieder ein sehr schöner Pass Zuletzt nur ganz ganz flach ansteigend Dann runter Ich ziehe dummerweise nicht meine neue Andorra Columbia Jacke an Bequemlichkeit So werden Wind und Kälte unbequem Zumal wir dann Schwierigkeiten haben in Massat ein Quartier zu finden Das Hotel Le Globe hat heute und morgen geschlossen die Hostellerie des Trois Seigneurs öffnet erst Samstag die Roquefort Cycle Lodge ist voller Biker Erst im kleinen Ort Biert finden wir ein von Engländern geführtes B B das Maison Esmeralda mit einem schönen Zimmer und noch schönerem Badezimmer Ein langer Tag mit mehr als 2000 Höhenmetern geht zu Ende Obwohl wir vom Tagesziel nur noch 20 Kilometer entfernt waren mussten wir wegen der Schnee Sackgasse noch 60 Kilometer fahren Gegenüber den ersten Tagen in der Provence haben wir uns mal wieder beachtlich gesteigert Abendstimmung in der Hügellandschaft bei Mauvezin Pyrenäen Lourdes aus eigener Kraft Mittwoch 2 April 2008 Massat Biert St Girons Mauvezin Lourdes 148 km Full English Breakfast in Frankreich Die Esmeraldas sind eigentlich Milch Bauern die erst aus England flohen weil dort die Höfe immer größer werden müssten um zu überleben dann in Zentral Frankreich was sich auch nicht recht gelohnt hat Jetzt steht nur noch eine Metall Kuh vor der B B Tür und ein Gite in den Bergen das sie im Sommer bewirtschaften Weiter abwärts durch das schmale Tal des Arac Durch die Gorges de Ribaouto kann man auf beiden Seiten fahren Wir wählen die schmalere südliche Mit ein paar Tunneln die für Fahrräder ohne Licht gesperrt sind Meine LED Lampe schwächelt erstaunlich bei Tageslicht Wegen unserer gestrigen Sackgassen Fahrt müssen wir heute schwer ackern um bis Lourdes zu kommen Lohnenswerter Stopp in St Lizier mit Kreuzgang Foto links und Kirche ein klassischer Jakobsweg Stopp auf der Nebenstrecke Chemin du Piémont Ariège Pyrénées mit römischen Spuren Die Gegenwind Arbeit beginnt Heute geht s nur über Hügel 1200 Höhenmeter in vielen kleinen Häppchen Miri zieht mich viele viele Kilometer Ein alter Mann deutet mir ich müsse doch so eine Frau längst überholt haben Können Dann zieh ich wieder an Jeder Kilometer zieht sich wie Gummi Mittags reichen die Wolken so tief dass die Pyrenäen verschwunden sind Erst kurz vor ihrem Untergang scheint die Sonne wieder Die Schneefelder in den Bergen sind zu sehen Steigungen bis zum Schluss Nur die letzten zwölf Kilometer führen bergab in großen Bögen um alle Hügel herum Tiefer und tiefer zur Grotte von Lourdes wo ein Wächter uns die Einfahrt in den menschenleeren Wallfahrtsbereich verwehrt privé Trotten wir zurück über den Grotto Boulevard Nehmen ein Hotelzimmer vielleicht auch Pilgerzimmer Jedenfalls wenig luxuriös Der übergewichtige Patron klebt an seinem Stuhl im Keller Restaurant Als die kleine Lichterprozession am Hotel vorbeizieht will Miri doch noch mal runter Die Prozessionen aus allen Ecken der Stadt führen vor dem Wallfahrts Heiligtum zusammen Wo eine ausführliche Marien Rosenkranz Andacht vollendet wird Jedes Avé des unvermeidlichen Lourdes Klassikers Avé Avé Avé Maria von Abbé Gaignet aus dem Jahr 1874 Kurt Tucholsky in seinem Pyrenäenbuch Es hat unzählige Strophen wird mit dem Hochreißen aller verfügbaren Kerzen gewürdigt Irgendwann werden die Kerzen verstärkt durch Scheinwerfer die die Wallfahrtskirche erleuchten Ein polyglottes Zeremoniell An dem zu Tucholskys Zeiten Mitte der zwanziger Jahre wegen des Ersten Weltkriegs keine deutschen Gruppen teilnahmen Was wäre wenn alle diese Menschen so an ihre eigene Kraft glaubten wie sie auf ein Wunder hoffen Morgenstimmung in Lourdes Armagnac vom Feinsten Donnerstag 3 April 2008 Lourdes Termes d Armagnac Nogaro 94 km Auch am Vormittag studieren wir den Pilgerbetrieb Mittags machen wir uns auf zu den letzten Kilometern Es geht im Allgemeinen bergab Vorbei am kleinen prosperierenden Flughafen Tarbes Lourdes Pyrénées Bei Tarbes sitzen wir mal wieder im McDonald s Ein Vorteil Man hat die Räder immer gut im Blick Kann auch die eigenen Lebensmittelreserven nutzen Es ist zwischen Midi et Deux Um uns das geballte Geschnatter von Teenie Gruppen aus einer nahe gelegenen Schule Dann die D935 Richtung Norden Hier und da wählen wir noch ruhigere Parallel Routen Alles flach Wo die Straße nach Westen abzweigt stoßen wir gradeaus durch über ein paar Hügel nach Termes d Armagnac Der Name jedenfalls ist schon mal Garantie dass wir im Armagnac sind Ein 36 Meter hoher Turm wo um 18 Uhr grad das Museum und die Turmbesteigung beendet werden bestimmt die Landschaft Von hier soll es laut Karte querfeldein gehen nach Arblade le Haut Die Michelin Karte hilft bei den schmalen Feldwegen nicht so richtig weiter Eine Frau drückt sich etwas missverständlich aus Schon drehen wir noch eine Extra Runde berühren fast Nogaro Und fahren wieder ein Stück zurück bis wir zwischen St Martin d Armagnac und Arblade le Haut jenes kleine Gehöft entdecken in dem meine Studienkollegin Maria sich niedergelassen hat Foto rechts Ein alter Bauernhof den sie sich zunächst als Feriendomizil zugelegt hat und wohin sie vor zwei Jahren ganz gezogen ist Zwei Katzen und eine Hündin sind inzwischen auch dabei Das schlichte Gebäude hat eine tolle Atmosphäre Und die Landschaft drumherum ist Armagnac vom Feinsten Blick am Morgen aus unserm Schlafzimmer in Arblade le Haut Rad los Freitag 4 April 2008 Arblade le Haut Idealer Ort für einen ruhigen

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  • Chris on the Bike # Malta - Bari
    danach besser wird ist berechtigt Beim Lido Fontane Biancho lege ich direkt am Meer eine an sich nette Pause ein Wenn nicht ein Köter ununterbrochen bellen würde Kurz danach die nächste Pause in Syrakus alias Siracusa Die Altstadt Insel Ortigia ist wirklich großartig Die vielen kleinen Gassen klasse solange man nicht versucht mit dem Fahrrad gegen die Einbahnstraße zu fahren Pause mit Cioccolato dem fast Pudding artigen Kakao vor dem Dom Fassade Foto rechts der ein umgewandelter dorischer Tempel aus dem vierten Jahrhundert v Chr ist Schließlich wurde Syrakus von Griechen aus Korinth gegründet Cicero nannte sie größte und schönste aller griechischen Städte Hinter Syrakus wartet eine Armada von Raffinerien auf den Radler Nichts für empfindliche Nasen Sicilfuel ist stetig ausgeschildert Was immer damit gemeint ist eine gute Ortsbezeichnung ist es allemal Viele Teilstücke der Autostrada sind immer noch nicht fertig So wälzt sich viel Verkehr über die Landstraße Aber weiterhin mit Rückenwind Auch in Catania finde ich ein nettes Quartier ein paar Meter von der Prachtmeile Via Etnea Die Rooms des Blue Moon sind grade renoviert Ein älteres Ehepaar das lange in Duisburg gelebt hat steckt dahinter Als Sweets sind hier Teig Brüste mit roter Kirsche drauf zu empfehlen Sizilien führt Mit Air Malta dagegen trete ich per Mail in Kontakt Eine Antwort lässt vorerst auf sich warten Lied Adaptation des Tages Oh Sicilia You re breaking my heart You re shaking my confidence daily Schnee bedeckter Ätna mit Rauchfahne vor Zitrusbäumen Sizilien Ätna Tag der schwarz weiße Riese Mittwoch 30 Januar 2008 Catania Messina Fähre Villa San Giovanni Reggio Calabria Brancaleone 180 km Am Abend konnte man den Ätna nur erahnen Er entzog sich den Blicken durch Wolken war umnebelt von Dunst Die schwarze Via Etnea führte ins Nichts Ganz anders jetzt am Morgen Azzurro Blauer Himmel all überall In diesen ragt der Ätna Im oberen Drittel verschneit Und auf der Spitze des Weiß eine kleine Rauchfahne die der Wind nach Westen weht drückt Sie kommt nicht über den Gipfel hinaus Wegen der gestrigen Wolken hatte ich die Idee den Ätna zu erradeln schon so gut wie fallen gelassen Jetzt wo der Weg frei ist kann ich mich nicht mehr recht dafür begeistern Im Juli 2001 bei seinem bisher letzten großen Ausbruch war ich hier Bis an den Rand der glühend fließenden Lava kam ich Spürte die Hitze des Erdinnern Sah wie der Skilift zentimeterweise unter Magma begraben wurde Wie Masten wie Streichhölzer knickten Ein gigantisches Schauspiel Da reicht jetzt die Motivation nicht sich irgendwo an die Schneegrenze heranzustrampeln Der weiße Berg und seine schwarze von ihm selbst geschaffene Umgebung Aus den schwarzen Straßen und Häusern Catanias geht s hinaus an das Meeresufer hier gebildet von erkalteten schwarzen Lavamassen die sich auftürmen wie sie wollen Foto rechts Und die sehr fruchtbar sein können Zitrusplantagen ziehen sich entlang der Straße Über weite Strecken kleine Nebenstraßen immer zur Linken vom Ätna begleitet Der zieht immer wieder den Blick auf sich mit seinen verschiedenen Kratern und Kraken Vorbei auch am Normannenkastell Aci Castello dessen Felsgrund wie zu steilen Wände zurechtgestutzt wirkt Foto links Noch ein Höhepunkt naht Taormina mit seinem antiken Theater vor der Kulisse von Meer und Ätna Läppsche 250 Meter über dem Meer Selbst hier kann ich mich nicht so recht zum Aufstieg aufraffen Kurz vor dem Ort eine Touristen Info im Bahnhof der Stadt Ich frage nach der Höhe dem Weg dann die verlockende Nachricht Es gebe eine Seilbahn Ein Kilometer hinter dem Abzweig zu den Höhen der Stadt Nehm ich doch die Die Talstation ist direkt an der Nationalstraße Doch sie ist geschlossen Seit November Das hätte sich vielleicht inzwischen zur drei Kilometer entfernten Touri Info herumsprechen können Zurückfahren ist nicht meine Stärke Also weiter Der Meerenge von Messina entgegen Zügig erreiche ich den Hafen Die Brücke deren Bau schon einmal an den finanziellen Erwartungen der Mafia scheiterte soll wieder in Angriff genommen werden Zwei Firmen bieten die Überfahrt an Leider gibt es keine Übersicht wer wann mit welchem Tempo übersetzt Ich halte mich rechts Richtung Bahnhof aus dem heraus ein langer Güterzug in den Schiffsbau gleitet Schon hab ich ein Ticket und rolle auf das Schiff Selten so wenig Kontrollen so wenig Sicherheitsbestimmungen bei einer Fähre dieser Größe erlebt Niemand achtet darauf ob und wie ich mein Fahrrad fixiere Man kann auf der offenen Ladefläche bleiben Und ziemlich hurtig sind wir auf der andern Seite Viertel nach vier Eine Stunde bleibt bis zum Sonnenuntergang Hinter dem Ätna Dieser Blick übertrifft noch den Augenschmaus des ganzen Tages auf der Promenade von Reggio Calabria der Hauptstadt Kalabriens die nicht mehr Hauptstadt ist weil sie vom organisierten Verbrechen i e Ndrangheta beherrscht wird sehe ich wie die letzten Sonnenstrahlen hinter dem Vulkan Monstrum verschwinden aus dem das Rauchfähnchen immer noch signalisiert welche Energie in ihm steckt Foto unten Ätna im Sonnenuntergang von Reggio Calabria auf der Ost Seite der Straße von Messina aus gesehen Die Verkehrsführung und ein Motorradfahrer befördern mich im Halbdunkel auf die Autobahn die stadtauswärts Richtung Süden führt Mein Licht funktioniert aus unbekanntem Grunde nicht Müssen Reflektoren helfen Einen verlier ich im Laufe des Abends Dann die Rad Premiere meiner Stirnlampe Sie erhellt nicht nur die Straße sondern quasi mein ganzes Cockpit mit Karte Kilometerzähler Uhr Ein völlig neues Nachtfahr Gefühl Ein völlig neues Gefühl von Sicherheit Und ich kann mit dem Kopf die Lampe dorthin schwenken wo immer ich mehr erkennen möchte Großartig Trotzdem steigert die Ungewissheit über Unterkunftsmöglichkeiten am Wegesrand die innere Unruhe Es läuft gut Ich fahre langsam um die Fußspitze des italienischen Stiefels herum Im Dunkeln Das ist ein bisschen schade Aber es läuft zu gut Es ist nicht zu kalt Die Agriturismi sind entweder zu weit vom Schuss oder mangelhaft beschildert Alle Versuche scheitern Dann ein Ort mit Hotel 45 Euro wollen sie haben Kein Verhandlungsspielraum Die rettende Info vom Capo In Brancaleone 20 km weiter gebe es zwei drei Hotels Also weiter Diese Stunde ist mal wieder der Moment wo eine Tour gefühlt schon an ihr Ziel kommt Wo ich

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