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  • Chris on the Bike mit Gudrun # 24 Stunden Ruhr: Quelle - Mündung
    angewiesen Meine Regenüberschuhe habe ich zu Hause gelassen warum auch mitnehmen für eine Nacht Außerdem war die Wettervorhersage gar nicht so schlecht Christoph Ich brauch glaub ich trockene Socken Die Handschuhe sind erstaunlich trocken Gudrun Ja ich glaub mit dem Wind sind die getrocknet Christoph Als der Regen vorbei war war s direkt wärmer Gudrun Ja Wir haben grad eine Regenpause eigentlich Christoph Ich hoffe der Regen war die Pause Und die Trockenheit ist die Regel Gudrun will irgendwoher Hoffnung schöpfen was sagt ihr iPhone zum Wetter Christoph Wie sieht s aus Gudrun Sonne und Regen 14 Grad Schon mal besser als heute Duisburg das gleiche 18 Grad Wie auch immer das Wetter morgen wirklich wird bis dahin liegt noch eine lange regnerische Nacht vor uns auf dem Ruhrtal Radweg Gudrun Hab ich noch nie gemacht Also ist ne ganz neue Erfahrung Normalerweise schlafe ich nachts oder trink Alkohol oder Aber Radfahren hab ich noch nie gemacht Christoph Was glaubst du wie geht das aus Gudrun Ob der Schlaf gewinnt Ich glaub so gegenseitig können wir uns schon wachhalten oder Christoph Na hoffentlich Wir folgen dem schwachen Schein unserer Bergarbeiter Stirnlampen am Helm Straßenbeleuchtung gibt es nur sporadisch Refugium Bushaltestelle Sturzregen in der Sauerland Nacht Foto Gudrun Klessinger Moonlightshadow auf dem Ruhrtal Radweg Samstag 28 August 2010 1 30 Uhr Arnsberg 60 Kilometer sind geschafft ein Viertel der Strecke Als wir vor dem Windsor Pub absteigen überfallt uns ein Anflug von Euphorie Gudrun So ein Bier ham wir uns jetzt verdient Christoph Eins Zehn Drinnen dröhnt Chris Daughtry aus den Lautsprechern You you got me Thinking it ll be alright You you told me Come and take a look inside Feels Like Tonight Yeah Feels like tonight Gudrun Ein Viertel der Strecke haben wir Christoph Ein Viertel hamwer Gudrun Ja Christoph Und es ist halb zwei Weniger als ein Viertel der Zeit Gudrun Dann trink ich noch ein Bier So viel Zeit muss sein Christoph Das dritte Paar Socken von dir Ich weiß nicht wie weit ich ohne Gudruns Socken an der Ruhr je gekommen wäre Zum Glück sind ihre Schuhe viel dichter als meine Gudrun Hast du schon Schwimmhäute Christoph Es geht in die Richtung Gudrun Ansonsten der Schlaf kündigt sich ein bissel an Christoph Welcher Schlaf Gudrun Ist eine Erfahrung Christoph Im Grunde läufts gut Gudrun Ja Zum Wohl Christoph Cheerio Den Windsor Pub hat uns ein Junge empfohlen den wir am Straßenrand gefragt haben Für ihn und seine Kumpel ist es eine der Topadressen am Freitagabend in dem kleinen Sauerland Städtchen Junge 1 Freitagabends ist eigentlich immer schön Und wenn hier Schluss macht immer schön ins Eden gehen da ist immer gut Junge 2 Eden ist so n Absacker für uns ist das nen Absacker so ne Möchtegern Disco wo man sich dann schön noch ein paar Bierchen genießen kann Und danach geht man dann ganz gepflegt nach Hause Auch die Wirte konnten wir nicht so recht von unserer Tour überzeugen Wirte Auf jeden Fall war das

    Original URL path: http://www.chris-on-the-bike.de/ruhr24 (2016-04-26)
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  • Chris on the Bike mit Miri # Jerewan - Noworossijsk
    mich zu einem kräftigen Glas Wodka ein Kaukasische Gastfreundschaft Die Passstraße Foto unten birgt noch einen Umweg wegen Bauarbeiten Die Landschaft sehr karg wie um den Sewan See herum Jenseits des Passes beginnt Landwirtschaft Foto rechts Die Straße wird zusehends schlechter Max speed auf der Abfahrt gerade mal 34 5 km h Erst recht als wir in Chambarak Jambarak bis 1920 Mikhaylovka 1920 1972 Karmir Gyugh 1972 1991 Krasnoye Krasnosel sk Krasnosyelsk Kraside in die Talstraße des Flusses Getik kommen Immerhin es geht weiter bergab Die Entfernungsangaben der Reise Know How Karte world mapping project sind wie stets bisher auf dieser Reise zu kurz Mit zehn bis zwölf Prozent mehr muss man immer rechnen Nichts und niemand bereitet uns darauf vor dass es vom Abzweig im Tal zum Kloster Goschawank in Gosch noch zwei bis drei Kilometer und vor allem reichlich Höhenmeter sind Wir sind reichlich erschöpft Kurz vor dem Ort entdeckt Miri einen Grillplatz mit Wasserhahn Ideale Station an der wir ein paar Meter oberhalb zelten Chris auf der Passstraße am Karmir Pass 2176 m Kloster Ralley I Goschawank und Hagarzin Freitag 6 August 2010 Gosch Hagarzin Dilidschan Fioletowo 10 km 62 km Unsere zweite Camping Nacht verläuft ruhig Und dennoch hat man uns bemerkt Eine ältere Frau kommt mit ihrem Enkel vorbei lädt uns zum Frühstück ein das wir gerade hinter uns haben Der Enkel wird auf Miris Sattel gesetzt Foto rechts Ist aber gar nicht glücklich darüber Kurze Zeit später kommen die beiden wieder Jetzt werden wir mit Brot und Käse beglückt Nach 150 Höhenmetern auf 1 7 Kilometern erreichen wir das Kloster Goschawank in Gosch Gosh Goschavank Goshavank benannt nach dem Kloster Gründer Mchitar Mkhitar Gosch Gosh Eine Anlage mit verschiedenen Kirchen Kapellen und einer Bibliothek Foto unten mehr Fotos davon hier Foto Special Armenische Kirchen Klöster Kreuzsteine Und Kreuzsteinen armenisch Chatschkar Khachkar Khatchkar Khatshkar vor allem das des Meisters Pawros 1291 vor der Lussarowitsch Saalkapelle 1237 Einige Gotteshäuser werden gekrönt vom typisch armenischen Spitzdach allerdings in einer eher provisorischen Stahl Glas Konstruktion In den Steindächern steckt mehr Kraut als gut ist fürs Gemäuer Zurück an der Getik die bald mündet in die Aghstafa armen Aghstev aserbaidschanisch Ağstafacay russisch Акстафа Akstafa Kurz darauf geht s rechts ab von der Straße nach Dilidschan Wir lassen unser Gepäck in einem Haus an der Straße Nach sechs Kilometerm mit 350 Höhenmetern erreichen wir Kloster Hagarzin Hagharzin Haghartsin Haghardzin Hararzin bis 1940 Dzharkhedzh Dzharkhech Zarkhej bis 1992 Kuybyshev Kuybishev ca 1460 m und staunen über die Restaurierungsarbeiten in voller Fahrt Ein armenischer Mönch der neun Jahre lang armenische Gemeinden in Deutschland betreut hat und erst grad zurückgekommen ist erzählt uns der muslimische Scheich Sultan bin Mohammed al Qassimi III Herrscher des arabischen Emirats Schardscha Shariqah Sharjah eines der sieben Vereinigten Arabischen Emirate habe mehrere Millionen Dollar springen lassen Er sei so beeindruckt gewesen von einem Besuch hier bzw von dem Restaurierungsbedarf Etwas abseits wird auch an neuen Klostergebäuden gebaut Ein Junge bietet gekochten Mais an Nach Miris Urteil aber kein Zucker Mais Schmeckt trotzdem Zurück auf der Hauptstraße steigt die Route stetig gen Dilidschan Dilijan Dilizhan Dilichan Dilidjan Tilichan an Im Ort gibt es ein exzellentes Restaurant direkt am See der von Tretbooten befahren wird Wir stärken uns mit Pilzen Bohnen Auberginen Tomaten Gurken Das ist nötig Die Straße folgt zwar weiter dem Flusslauf was sie nicht daran hindert auf 1875 Meter zu klettern Insgesamt bringen wir es heute auf rekordverdächtige 1400 Höhenmeter Als es grad etwa zehn Kilometer hinter Fioletowo Fioletovo bis 1936 Nikitino eines der letzten Refugien der russischen Molokaner Foto links bergab geht taucht linker Hand ein Hotel auf mit spitzen Holzhütten Die sind nicht mehr am Markt Dafür ein schönes großes Zimmer Kloster Goschawank mehr Fotos davon hier Foto Special Armenische Kirchen Klöster Kreuzsteine Downhill Biken mit Kloster Ralley II zum winzig windschiefen Bauernhaus Samstag 7 August 2010 Fioletowo 10 km Wanadsor Alawerdi Ayrum 88 km Downhill Biken Was gibt s Schöneres Downhill Biken in der Dedeb Schlucht Erst geht s aber noch ein paar Kilometer bergab nach Wanadsor Vanadzor Vanazor früher Kirowakan Kirovakan Korovakan Karaklis Karakilis Karakhs Gharak ilisa Karakilisa Mets Karakilisa Im Red Internet Café machen wir einen kleinen Zwischenstopp um nach unseren Abchasien Visa zu schaun Leider ohne positives Ergebnis Dann fehlen auf der Reise Know How Karte glatte zehn Kilometer dazu die üblichen zehn Prozent Macht gar nix Denn es geht weiter abwärts 1500 Meter abwärts heute bei 500 Metern aufwärts Foto links Die Debed Schlucht ist teils so eng dass die Straße nicht im Talgrund verlaufen kann Eine Eisenbahnlinie ist auch noch da Erstes Highlight die in alten Führern gar nicht verzeichneten Klosterruinen von Kobayr Kobair Vom Straßenrand an dem alte Mütterchen uns Brombeeren kiloweise verkaufen und auf unsere Fahrräder aufpassen geht s unter der Eisenbahnlinie durch entlang an einem Rohr das Alawerdi mit Wasser versorgt bergan Der zehnminütige Wanderweg wird noch schöner nach einem Brünnlein aus dem Jahr 1988 Es geht durch wilde Gärten auf schwarzem Gestein gelegentlich auch Stufen hinauf Die Ruinen in selbem schwarz bläulichen Gestein Fotos davon hier Foto Special Armenische Kirchen Klöster Kreuzsteine Seit einiger Zeit wird wohl auf privater Initiative an der Restaurierung gearbeitet Nur mit sehr einfachen Mitteln Heute gar nicht Der Chor der Hauptkirche ist vollständig erhalten vor allem seine Fresken die durch die fehlenden Außenmauern im hellen Tageslicht viel besser zur Geltung kommen als in den meist düsteren armenischen Kirchen Aber ungeschützt dem regenreichen und kalten Winterwetter ausgesetzt sind Der ernste Christuskopf schaut so in die Natur in die Berge Wo wenige Meter hinter der Kirche eine riesige Höhle vom Wasser überrieselt wird Ein Wasser Festival das erfrischende Kühle verbreitet Und unter dem sich Miri weitgehend nässt Gegenüber der Hauptkirche sind an einer anderen Ruine feines Maßwerk an Tür und Fenster sowie eine seit 700 Jahren intakte Sonnenuhr zu entdecken Sustainability pur Auf dem Weg bergab durch die Gärten ist für uns bei Anna ein Tisch reich gedeckt Selbst gebackener Kuchen Gurken Pflaumen Maulbeeren aus dem eigenen Garten der über uns ein Netz aus Weintrauben spannt die noch nicht reif sind Und Anna schafft ständig mehr herbei armenischen Kaffee Sahne Quark Brot Am Ende kaufen wir äh kauft Miri ein Riesenglas Honig in dem noch ein großer Brocken Wachswaben schwimmt Na ja es geht ja bergab heute An der Abzweigung nach Odsun Odzun fahren wir weiter Die Höhenmeter passen uns heute nicht ins Konzept genau so wie später das Haghpat Kloster In Alawerdi Alaverdi Alawerdy Alaverdy Allaverdy früher Manes aber steht neben dem gigantischen nach Anwohnerprotesten schon in den achtziger Jahren stillgelegten Kupfer Werk eine Kabinenbahn Foto rechts Die bringt uns in den Stadtteil Sadahart von wo es nur noch ein kleiner Spaziergang zum Kloster Sanahin Foto unten mehr Fotos davon hier Foto Special Armenische Kirchen Klöster Kreuzsteine ist Hier jagt eine Besuchergruppe die nächste Und eine armenische Mutter lässt sich in jeder der zahlreichen Kirchen und Kapellen zwischen ihren beiden Kindern jeweils von einem andern Touristen fotografieren Und die Kinder machen mit Inzwischen sind wir auf 800 700 Meter herunter Es ist in der Spätnachmittagssonne reichlich heiß Kamil Zawierucha und Piotr Bucik zwei polnische Radler mit polnischer Fahne Foto links haben es ungleich schwerer sie kommen uns entgegen müssen bergauf fahren Sie verbinden das Fahrrad fahren mit dem Bergsteigen Von daher werden sie wohl die Höhen des Klosters Sanahin per Rad erklimmen Um dort zu campen mit ihren in Georgien erworbenen Biwaks Sie haben sehr gute neue Räder ihre erste große Tour leidet etwas unter dem Gepäckmanagement So bin ich auch jahrelang mit defekten Fahrradtaschen durch die Weltgeschichte geeiert Ein zwei Kilometer vor Ayrum Mets Ayrum entscheiden wir uns zum Zelten Ein Rumpelweg führt zu einem einsamen Bauernhaus Auf halber Strecke finden wir ein schönes Plätzchen jenseits der Brombeersträucher Im winzig windschiefen Bauernhaus stoße ich auf eine alte kleine Frau Sie werkelt vor ihrem Haus mit zig Kochtöpfen Der Hund ist angekettet sein Bellen hält sich in Grenzen Der Blick in das Zwei Raum Haus vermittelt Armut Die Frau hilft sofort aus unserer Wasserknappheit Holt Wasserfläschchen aus dem Kühlschrank und ihre Milchkanne aus der mühsam Becher für Becher in unsere Plastikflaschen umgefüllt wird Fließend Wasser offenbar Fehlanzeige Sie ist erstaunt über mich ich lasse mal eine meiner neuen Bike Visitenkarten mit Foto da Später kommt sie dann doch mal vorbei mühsam auf einen selbst gebastelten Stock gestützt Bringt eine Anderthalb Literflasche mit eiskaltem Wasser Die wir tatsächlich brauchen Die Hitze im Tal hat uns ausgedörrt Und ein bisschen Waschen tut auch ganz gut Das Restwasser am Fahrrad bereitet uns eine Warmdusche Auch nach Sonnenuntergang ist es im Zelt trotz offener Seiten stickig heiß Die Bauersfrau ist noch zum Straßenrand gehumpelt hat acht riesige Pfirsiche für uns erstanden Unglaublich In der Dämmerung lernen wir noch einen sagen wir mal Sohn der alten Bauersfrau kennen der mit seinem Wagen vorbeikommt und sich nach unserem Wohlergehen erkundet Als wir schon im Zelt liegen schlägt sich noch ein alter Mann mit seinem Stock zu unserm Zelt durch Gesichtsfalten Körpergröße und haltung lassen ihn als alter Ego der Bauersfrau erkennen Auch er erkundigt sich noch mal ob alles in Ordnung sei und wir genug Wasser haben Schamatun 1211 des Kloster Sanahin Mehr Fotos davon hier Foto Special Armenische Kirchen Klöster Kreuzsteine Armeniens letzter Mann und die pralle Sonne Sonntag 8 August 2010 Ayrum Grenze Armenien Georgien Tbilisi 89 km Auch Ayrum das dann doch ein Hotel hat keine zwei Kilometer von unserm Zeltplatz wird dominiert von einer Industrieruine Wir investieren unser letzten armenischen Dinare in umfangreiche Getränkevorräte Kaufen erstmals auch Trinkwasser Gut gekühltes Abschied von Armenien Ein Land das erst in den letzten zehn Jahren den Aufschwung erlebt den die meisten Ostblock Staaten in den neunziger Jahren hatten Das jetzt aber mit Riesenschritten aufholt Das aber immer noch durch die geschlossenen Grenzen zur Türkei und zu Aserbaidschan mit dem ungelösten Karabagh Konflikt in seiner Entwicklung behindert wird Wenn man sich als Deutscher outet fällt auch heute noch im letzten Dorf das Stichwort Franz Werfel und sein Werk Die Vierzig Tage des Musa Dagh über den Überlebenskampf eines armenischen Dorfes im türkischen Völkermord das die Armenier als ihr National Epos angenommen haben Die Armenier sind uns freundlich distanziert begegnet Ein angenehmes Reiseland Nur ihr letzter Mann der Soldat an der Grenzabfertigung ist etwas überfordert Will dass unsere Fahrräder unbedingt zwei Meter zurück geschoben werden wo sie mit ihren Getränkevorräten in der prallen Sonne stehen Die Passanten drängen sich vor dem kleinen Kabäuschen in dem der Ausreisestempel erteilt wird Nach 20 Minuten Warten in der prallen Sonne sind wir schließlich an der Reihe Georgien Georgien ist einige Schritte weiter Auf der andern Uferseite des Grenzflusses größere Abfertigungsanlagen Alles geht schneller eingespielter Man spricht Englisch Ein Visum braucht man gar nicht mehr Der Pass wird gescannt eine kleine Webcam macht ein Foto von mir und dann gibt s nur noch einen Einreisestempel Wir sind in Georgien Wo die Menschen eifriger winken und rufen Am liebsten auf Englisch Abseits des Flusses führt es hügelig über die restlichen 70 Kilometer bis Tbilisi auch Tbilissi bis 1936 Tiflis Auf bis zu 46 Grad steigt mein Thermometer im heißen Fahrtwind Aus einem Rohr mit einem Durchmesser von mindestens 30 Zentimeter schießt ein dicker Wasserstrahl zur Bewässerung der Felder Sowjetische Dimensionen Wir halten unsere Helme Trikots und uns selbst in den Strahl Strampeln in den klatschnassen Trikots weiter Die in Windeseile trocknen Die großzügige Versorgung mit Lebensmitteln geht weiter In der Pause bekommen wir zwei Megatomaten geschenkt Beim Geldwechsel am Sonntag gäb s Kaffee und Wodka Noch einmal 150 Höhenmeter und dann rollen wir kilometerlang bergab nach Tbilisi Am Fluss Kura Mtkwari Mtkvari fehlt ein schöner Radweg Stattdessen ist er gesäumt von Müllkippen Und langen Mietsfassaden an denen auf einen Haushalt mindestens eine Satellitenschüssel kommt Dann die ersten Kirchtürme und wir biegen an den Backstein Kuppeln zu den Schwefel Bädern des Bäder Viertel Abanotubani ein vor allem dem Orbeliani Bad das mit seiner Fassade an die zentralasiatischen Medressen von Samarkand und Buchara erinnert Foto rechts Aber als Hammam gebaut wurde Und genutzt wird Massage für zwei Euro Wir schlagen uns zu der Lonely Planet Empfehlung Dodo s Homestay durch Dodo ist eine kleine alte Dame die über einen Innenhof herrscht an dem nicht nur ein paar Familien wohnen sondern auch in fünf großen Räumen ein reger Hostelbetrieb herrscht Drei Israelis brechen zu einer Bergtour nach Swanetien auf können uns was über die Zugverbindungen in den Westen sagen sind begeistert von der kaukasischen Bergwelt am Kasbegi zu der wir als nächstes wollen Aber erst nach einem Tag Relaxen in Tbilisi Die 2004 geweihte Kathedrale der Heiligen Trinität in Tbilisi Relax Montag 9 August 2010 Tbilisi Es ist nicht ganz so heiß wie gestern und vor allem strampeln wir nicht durch die kaukasische Bergwelt Sondern fahren hundert Meter unter der Erde sowjetisch Metro besichtigen die neue Kathedrale Foto oben und sehen den neuen Präsidentenpalast und die in seine Richtung führende weitgehend ungenutzte neue Fußgängerbrücke über den Fluss Kura Mtkwari Mtkvari Foto unten bevor wir die klassischen Ziele von Alt und Neustadt der georgischen Hauptstadt Foto links ansteuern Gelegentlich unterbrochen durch den Genuss von Borjomi Mineralwasser aus dem Kurort Bordschomi Bordshomi Foto rechts Schön sinnlos im April 2010 eröffnete weitgehend ungenutzte Fußgängerbrücke des italienischen Architekten Michele de Lucchi über die Kura in Tbilisi Joker Spiel im Hotel Qvesheti Dienstag 10 August 2010 Tbilisi Mzcheta Ananuri Pasanauri Kvesheti 106 km Dank einer Stunde Zeitunterschied zu Armenien schaffen wir es um 7 20 Uhr Ortszeit loszufahren Durch das noch menschen und autoleere Tiflis Es lockt die georgische Heerstraße 200 Kilometer zwischen Tbilisi und Wladikawkas Den kurzen russischen Teil habe ich 2003 zurückgelegt Er endete überraschend an der für Nicht GUS Ausländer geschlossenen Grenze Ein paar Monate zuvor war ich von Mzcheta nach Tiflis gefahren was wir nun in umgekehrter Richtung tun Sind dabei als Geisterfahrer unterwegs als wir auf der Autobahn in die Gegenrichtung geraten Nur ein einziger Autofahrer hupt bevor wir die Räder samt Gepäck auf die Gegenfahrbahn wuchten Mzcheta das geistige Zentrum der georgischen Kirche ist an diesem warmen Sommertag nicht zu vergleichen zu meinen Besuchen vor sieben und 14 Jahren Alles ist freundlich warm Im Umfeld wird weiter an Straßen und Bauten gearbeitet Selbst die Kirche Foto links ist innen angenehm warm Dann noch einmal eine kurze Stipvisite auf der Autobahn in beiden Richtungen und schon sind wir auf auch für mich völligem Neuland Ganz langsam steigt die georgische Heerstraße bergan Erst am Stausee bei Schinwali Schinvali Zhinvali müssen wir uns über das See Niveau hinaus in die Berge schrauben bevor wir die ganzen Höhenmeter bei der Abfahrt zur Burg von Ananuri wieder verlieren Max speed 69 5 km h meldet mein Fahrradcomputer Ich hätte die 70 km h überboten wenn nicht einige Kühe auf der Straße lägen Das Risiko in eine wahnsinnig gewordene Kuh zu rauschen ist mir zu groß Die Burg selber ist vollgestopft mit zwei Kirchen Foto unten Die eine besticht durch orientalische Friese außen und ein Ewiges Gericht innen die andere kleinere ungenutzte durch ihre rauen Backsteine Bis Panasauri 1050 Meter 90 Kilometer von Dodo s Homestay in Tbilisi geht es bei den aus den Seitentälern hereinstürzenden Flüssen immer etwas aufwärts zu den Brücken danach dann leider wieder runter Ab Panasauri bleibt man dann im Talboden Bis Kvesheti 106 Kilometer von Tbilisi kommen wir auf 1350 Meter Etwa so viele Höhenmeter brachte die Strecke heute mit sich Nach zehn Stunden finden wir Unterschlupf im kleinen restlos gefüllten Hotel Qvesheti Wir bekommen den Community Saal Mittelstandsfrauen machen hier mit ihren Kindern Urlaub Die Väter kommen nur am Wochenende Wir kommen in den Genuss von Halbpension Borschtsch Möhren Salat Reis Salat Marmelade Käse Brot Früchte Eine tolle Mischung Drei Jungs fordern mich zum Joker Spielen heraus Ein Spiel bei dem man vor Spielbeginn schätzen muss wie viele Stiche man machen wird Ich werde erstaunlicher Weise nicht letzter Beim Abheben hält der Mischer die Karten in seiner Hand und der Abhebende hebt nicht und nichts ab sondern schiebt einen Kartenblock ein Stück vom Stapel Die Mütter erzählen von ihrer Studienzeit in den neunzigern Als es in Tbilisi kaum Möglichkeiten gegeben habe auszugehen Als es überall unsicher war Erst recht abends Und wie sie zu guter Letzt ihre Deutschprüfung mit reinem Vorlesen von georgischer Umschrift geschafft haben Immerhin sprechen sie sehr gut Englisch Eka arbeitet in bei einer Baufirma im Management was ihre Freundin etwas neidisch als gut bezahlten Job bezeichnet Festung Ananuri mit den beiden Kirchen Schwarzmeer Umrundung Today is the day Mittwoch 11 August 2010 Kvesheti Kreuzpass 2375 m Kasbegi Grenze Georgien Russland Kasbegi Kreuzpass 2375 m Kvesheti 124 km Miri hat sich in der Nacht ein paar Mal übergeben müssen Ursache gänzlich unbekannt Wir haben das Gleiche gegessen den ganzen Tag über Das Halbpensions Abendessen kann es kaum gewesen sein Jedenfalls ist sie heute fahruntüchig So setz ich allein ihre Idee um Ohne Gepäck über den Kreuzpass und zurück zum Hotel Genau 999 Höhenmeter zählt mein Bike Computer auf dem Weg zum höchsten Punkt des Tages Die ersten 18 Kilometer bis Gudauri geht es recht konsequent bergauf Die Orte sind mehr Ansammlungen versprengter Bauten Alte Hotels sind geschlossen neue werden gebaut und in dieser Zwischenzeit leben hier ein paar Menschen Ski Niki wirbt Auch Rossignol und ein paar andere Wintersport Firmen Die eigentliche Saison ist im Winter Hinter Gudauri sind die letzten sechs Kilometer flacher aber nicht weniger schwierig Einen Kilometer nach dem Ort beginnt eine Galerie mit deren Ende auch der Asphalt aufhört Rumpeldipumpel geht s über eine einst asphaltierte Strecke Kurz dahinter ein Abstecher zur Aussichtsplattform aus sowjetischer Zeit mit Preisung der sozialistischen Errungenschaften und Völkerfreundschaften Foto rechts Vielleicht aus strategischen Gründe wird die Höhe des Kreuzpass Jvari Pass Dschwris ugheltechili russisch Крестовый перевал Krestowy perewal nicht passabel asphaltiert 2395 Meter verkündet der Pass Stein mit Kreuz Foto links Auf Karten sind es 2379 oder 2375 Meter wenn überhaupt Die nächsten acht Kilometer bis zur Polizeistation geht s kräftig bergab Ebenfalls mühsam Erst dann lockt frischer Asphalt Das Gefälle reicht immer noch für max speed 75 5 km h fast ohne Gepäck Kasbegi Kazbegi seit 2006 eigentlich wieder Stepanzminda Stepantsminda Stepantsiminda Stepandsminda aber selbst die Linienbusse fahren nach Kazbegi 1777 Meter 50 Kilometer von Kvesheti ist ein kleiner Ort Immerhin mal mit Kirche Museum Ortsverwaltung ein paar Cafés Aber ich muss weiter Hinab in die Darjal Schlucht Daryal Dort wo Georgien mit Nord Ossetien Alania und Tschetschenien zusammenstößt Wieder wird die Straße schlecht und schlechter Ein paar Israelis überall Israelis hüpfen am Straßenrand herum und versuchen zur Grenze zu trampen begegnen mir aber nicht mehr Im düstern kühlen Tunnel liegen an den Seiten Kühe Mein Licht führt mich weitgehend um die Schlaglöcher Dann steht rechter Hand eine fast fertig gebaute georgische Kirche deren frische bronzene Dächer auf die roten Pfannen der ebenfalls recht neuen Grenzstation 11 Kilometer hinter Kasbegi blicken Und sonst nichts Von den 139 Kilometern die von der Autobahnabzweigung bei Mzcheta an runtergezählt werden sind noch knapp vier übrig Wie so oft schießt die Kilometer Zählung mal wieder ein paar Meter über die Staatsgrenze hinaus Die russische Abfertigung ist nicht zu sehen aber Karten oder Google Earth zeigen dass sie nicht allzu weit entfernt ist Eine Touristen Gruppe knipst munter alles was sich an der Grenze bewegt Erstaunlicher Weise ohne jeden Protest der Grenzer Die Grenze ist gerade erst nach vier Jahre langer Schließung im März 2010 wiedereröffnet worden Aber nach wie vor nur für Russen Georgier Armenier etc Nicht aber für einfache Touristen Das wurde mir vor ziemlich genau sieben Jahren klar gemacht als ich gezeichnet von einem Überfall in Wladikawkas auf der andern Seite vergeblich um den Übergang kämpfte Tour 23 Budapest Kaukasus 3154 km 2003 3 Teil Russland und die verschlossene Grenze nach Georgien Fledermaus im Hotelzimmer vor dem Überfall in der Nacht Foto unten Jedenfalls fehlen mir seitdem jene 150 Kilometer zwischen dem russischen Grenzort Werchni Lars russisch Верхний Ларс Werchnij Lars Verchni Lars Verhni Lars und dem georgischen Mzcheta zur kompletten Umrundung des Schwarzen Meeres Budapest Ankara Nov 2000 Ankara Mzcheta April 2003 Budapest Werchni Lars Sep Okt 2003 Today is the day wie ich schon Hank sagte einem Niederländer der mir am Morgen auf seinem olivgrünen Klappfahrrad made by US Military Technology entgegenkam Jetzt ist der Moment da Das Schwarze Meer ist weit weg aber umrundet 2003 russische Seite der Grenze 2010 georgische Seite der Grenze Eine Polin fragt mich in bestem Englisch wieso wir denn diesen Grenzübergang nicht benutzen dürften Wenn ich das doch selber bloß verstehen würde Die Staaten sind eben frei was sie mit ihren Grenzübergängen machen Und es gibt eben solche internationalen Grenzübergänge mit eingeschränktem Verkehr Nach Deutschland haben die meisten Menschen auf diesem Globus überhaupt keine Möglichkeit einzureisen Apropos Reisefreiheit Einen Thüringer aus der Umgebung von Mühlhausen mit deutschen Autokennzeichen UH winke ich zu Er hält Ist mit seinem geländegängigen Wagen von Deutschland über die Türkei hierhin gefahren Wir kommen ins Gespräch Als ich ihm meine Visitenkarte geben meint er ja ja ich sei doch auch schon in Zentralasien in Tadschikistan und Kirgistan unterwegs gewesen Die Berichte habe er gelesen Er begegnet mir danach immer wieder weil er viele Abstecher macht Auf dem Rückweg habe ich noch einmal einen Blick auf die Kirche Tsminda Sameba 2170 m und die Gipfelhülle des Kasbek 5047 m Foto ganz unten In Kasbegi folge ich den Schildern Turist Agency Internet In einem kleinen Kabäuschen eines Cafés sitzt eine kleine junge Frau an einem Computer Damit ist der Raum auch bereits ausgefüllt Eine agile wirbelige Agentin die mir sofort anbietet den Computer zu nutzen Vorher müsse sie aber noch ein Telefonat führen Computer und Telefon sind nur alternativ nutzbar Ein Informationshungriger nach dem andern entert die ziemlich privat wirkende Turist Agency und die Frau telefoniert und telefoniert nach Unterkünften Immer erfolgreich Die Traveler die sich in Kasbegi ballen sind begeistert Dann kann ich endlich für ein paar Minuten meine Mail Accounts entern Wieder keine Meldung aus Abchasien Nicht mal eine Absage Ok Weiter zurück auf den Kreuzpass War der Anstieg nach Kasbegi anstrengend so läuft es jetzt zunächst leichter Auf den letzten acht den schweren Kilometern entdecke ich vor mir einen Radler Das gibt Schwung Plötzlich entdeckt mein Körper die Leichtigkeit Holt Meter um Meter auf Bald bin ich auf einer Höhe mit Andrej aus Polen Andreas wie er sich wohl mir zuliebe nennt Andrej Foto links ist so zurückhaltend und bescheiden Spricht besser Deutsch als Englisch Aber am liebsten gar nicht Er arbeitet in einem Fahrradladen und ist auf seiner ersten großen Tour Von Polen über die Ukraine Rumänien Bulgarien und die Türkei ist er bis nach Georgien gekommen In drei vier Tagen fliegt er von Tbilisi zurück Sein zwölf Jahre altes Wheeler Rad ziert natürlich eine polnische Fahne Wir fahren gemeinsam über die Passhöhe Haben den gleichen Höhenmesser Aber unterschiedliche Höhen Bei mir sind es ein paar Meter mehr als am Vormittag D h der Luftdruck sinkt das Wetter wird schlechter Oder sind es nur die dunklen Wolken die beim Aufstieg plötzlich aufgezogen sind und jetzt auf der andern Passseite bleiben Der Blick ist großartig Foto unten Andrej macht viele Fotos und wird am Ende wieder in seinem Zelt liegen Ich stürze voran in den Abgrund zurück zu Miri der es wesentlich besser geht Wieder gibt es Abendessen in dem etwas düsteren Esszimmer Immerhin fällt heute nicht der Strom aus Das Essen ist klasse Unser Zimmer das riesige Konferenzzimmer in das man uns Matratzen gelegt hat können wir auch behalten Ich bin so müde von dem langen Treck zur Grenze und zurück mit 2200 Höhenmetern dass ich nicht mehr mit Karten spielen kann sondern gleich nach dem Essen und einer Wäsche im Konferenzzimmer versinke Blick in die Schlucht von Gudauri an der Georgischen Heerstraße Die wahren Fehler von Stalin Donnerstag 12 August 2010 Kvesheti Pasanauri Ananuri Mzcheta Gori 144 km Da der Mahlzeiten Rhythmus der Hausgäste 10 15 und 20 Uhr heißt sind wir beim Frühstück im Hotel Qvesheti wieder auf uns selbst gestellt Den Tee und Wasser Samowar kann man immer anwerfen und ein bisschen Marmelade steht auch herum Miri geht es wieder gut Und das Motto lautet ja auch erstmal 75 Kilometer bergab Abgesehen von der ein oder andern Erhebung und den 160 Höhenmetern hinter Ananuri wo die Straße beim Stausee von 900 auf 1060 Meter steigt In vier Stunden sind wir zurück an der Abzweigung zur Autobahn Die wir zwangsweise rund zwei Kilometer benutzen müssen Diesmal auf der richtigen Seite Umso mehr wird gehupt Dann geht s hurtig durch Mzcheta Am Bahnhof wollen wir eigentlich nach einem Zug in den Westen fragen aber von der Lonely Planet Lektüre wissen wir dass in der Mittagszeit nichts zu erwarten ist So starten wir durch nach Gori aber eben auf der südlichen Seite der Kura die wir aber kaum zu Gesicht bekommen Vor sieben Jahren war die ganze Strecke eine einzige Katastrophe Heute sind die ersten 22 Kilometer gut asphaltiert und die letzten 22 Kilometer auch Dazwischen aber sind 15 Kilometer übelste Piste An deren Asphaltierung gearbeitet wird An der Stelle an der ich vor sieben Jahren den Weg dokumentiert habe ist aber noch wenig geschehen 2003 2010 Schließlich sind wir in Gori der Heimatstadt Stalins Sein großes Denkmal das letzte in der ehemaligen Sowjetunion auf dem Platz vor dem Rathaus ist im Juni entfernt worden Vor dem Stalin Museum ein paar Meter weiter die Stalin Straße hinauf wird schon am Fundament gearbeitet Planungsskizze für die Neuerrichtung Foto unten Hier wo das Elternhaus des größten Sohnes der Stadt in dem die Familie von 1879 bis 1883 gelebt haben soll tempelartig überbaut ist und worauf die ganze Stadtarchitektur hin ausgerichtet ist steht das Denkmal demnächst Tempel und neuer Monumentstelle am nächsten sitzen zwei herausgeputzte Teenies Marie im Foto links und ihre Freundin 16 17 Jahre alt Noch Schülerinnen Offensichtlich wollen sie ihr Englisch verbessern Besonders Marie redet drauflos Schwärmt von England Während ihre Freundin ein Fan von Tokio Hotel ist Dann die entscheidende Frage Wie halten sie es mit Stalin Sie sind nicht wirklich stolz auf ihn Schließlich habe er sich als Russe und nicht wirklich als Georgier gefühlt Er habe nicht wirklich etwas für Georgien getan Er hätte ehemals georgische Teile der Türkei zurückerobern können Habe es aber nicht getan Als ich von unserm Reiseziel Sotschi spreche meint Marie auch das gehöre eigentlich zu Georgien Sie habe auch russische Vorfahren aber seit dem Krieg vor zwei Jahren sei das Verhältnis gestört Auch spreche sie jetzt lieber Englisch als Russisch was sie in der Schule und per Privatlehrer ebenfalls lerne Auf dem ursprünglichen Platz des Stalin Denkmals vor dem Rathaus soll hingegen ein Denkmal für die Opfer des Krieges von 2008 platziert werden Vor genau zwei Jahren waren nach dem georgischen Angriff auf die Haupstadt Süd Ossetiens Tshkinvali wenige Kilometer von Gori entfernt Bomben auf Gori abgeworfen worden und die Stadt vorübergehend von russischen Soldaten besetzt Wir übernachten dem Museum schräg gegenüber im Hotel Intourist Stalin Ave 26 wie das Hausnummernschild verrät Foto links Hierhin hab ich mich schon im April 2003 nach einem eiskalten Kampf durch einen Schneesturm gerettet Jetzt stinkt es im immer noch leblosen i e toten Foyer bestialisch nach frischer Farbe Die Zimmer haben noch das alte Parkett die alten Schränke Stühle und Sessel Betten und Bettwäsche dagegen chic und der Samsung Fernseher in 16 9 Unser Abendspaziergang führt uns durch einen fröhlich unbeschwerten heißen Sommerabend in Gori Rund um den Brunnen vor unserm Hotel ist kaum ein Platz zu bekommen Wir landen bei einem Lokal das mit Krombacher wirbt aber auch Veltins anbietet Klarer Fall von Expatriates Stammlokal Die kommen hier vor allem von der European Union Monitoring Mission EUMM Sie scheinen nicht gerade glücklich über die Abordnung nach Gori Auch der österreichische Arzt nicht den ich im Dafne treffe Hier gibts Wifi alias Wlan Zumindest ein Lichtblick für die Exil Europäer Plan für die Neuaufstellung des großen Stalin Denkmals von Gori In die Türkei katapultiert Freitag 13 August 2010 Gori Chaschuri 49 km Bus Trabzon Die Strecke von Gori nach Chaschuri Khashuri vor 1917 Mikhaylovo 1928 1934 Stalinisi habe ich als sehr flach aber relativ befahren in Erinnerung Das war vor sieben Jahren Den Berg auf den man nördlich von Gori erst hinauf muss habe ich verdrängt Der Rest ist wirklich flach aber mehr als viel befahren Am Ausbau der Straße wird zumindest an einer Stelle gearbeitet Wir fahren ohne Unterbrechung durch 49 Kilometer Mit Rückenwind Dann ist Schluss Miri ist mit den Nerven am Ende Foto links Ich sehe ein Schild der türkischen Bus Firma Metro Siehe da in einer Stunde fährt ein Bus nach Trabzon griechisch Τραπεζούντα lateinisch Trapezunt um Für 30 Dollar pro Person lassen wir uns aus dem Stand in die Türkei katapultieren Auf den befahrenen Straßen Georgiens mit einem Endlos Geschiebe an den Schwarzmeer Urlaubsdomizilen von Kobuleti vorbei und auf der Schwarzmeer Autobahn in der Türkei Wir haben keine festen Plätze und da der Bus ausgebucht ist werden wir und andere an der ein oder andern Station kreuz und quer durch den Bus verschoben Nie ohne größere Diskussion Insbesondere zwischen den beiden Busbegleitern Türkei Gegen 21 Uhr werden wir wie stets bei türkischen Bussen in großer Hektik samt Gepäck aus dem Bus geworfen Kämpfen uns bergauf in das Herz der touristischen Altstadt Die Räder landen über die steilste Kellertreppe der Welt in der untergründigen Waschküche des Hotels Wir im hintersten Zimmer der obersten Etage Geschafft Russischer Passagier springt vom Hafenboot auf die Guniz Dagestan Liebling Mariam und der Russe in Jubelpose Samstag 14 August 2010 Fähre Trabzon Sotschi Die Weiterfahrt ist schnell geklärt Um 15 Uhr fährt die tägliche Fähre nach Sotschi 70 Dollar pro Person Kabinen gibt s nicht Nur Sessel durch die Nacht Wann kommen wir an Morgen früh Uhrzeit unbekannt Schon die Abfahrtszeit erweist sich als sehr entfernt wahr Etwas nach 15 Uhr beginnen Einchecken und Passkontrolle im Hafen von Trabzon Alles muss durchleuchtet werden Zum Glück kommt niemand auf die Idee die Fahrräder zu durchleuchten Die Apparate sind viel zu klein Die Räder landen mit drei vier Wagen im Laderaum In dessen hinteren Teil stapeln sich jede Menge Eisenschrott Im Falle von starkem Seegang kann alles zum Geschoss werden Immerhin werden zumindest die Räder mit Gurten gesichert Die Guniz ist ein betagter Kahn dessen Schrottstatut nur durch das daneben liegende ehemals in Algeciras zugelassene Schiff das jetzt unter dem Namen Princess Victoria zugelassen in Kambodschas Hauptstadt Phnom Phen die Weltmeere beschifft relativiert wird In den beiden großen Innenräumen herrscht eine erbärmliche Hitze die fast bis zum frühen Morgen anhält Die Toilettenräume Waschräume sind so wenig zu finden wie Kabinen sieht man von zwei drei Räumen ab die auf unerfindliche Weise Betten enthalten größtenteils aber nicht belegt sind sind schon vor Abfahrt des Schiffes ungenießbar In den Mini Abfallkörben türmt sich der Müll bald zu dreifacher Höhe des Korbs Da war die berüchtigte Fähre von Assuan nach Wadi Halfa ein wahres Luxusschiff Die Zeit geht dahin irgendwann wird die Klappe geschlossen Und nichts weiter geschieht Jede Menge Zeit rinnt dahin Plötzlich und unerwartet heißt es Leinen los und der Kahn bewegt sich zentimeterweise aus seiner Hafenposition Bis feststeht dass ein Passagier fehlt Man sieht ihn verzweifelt in Badelatschen und Muskelshirt an der Kaimauer Gemach Ein kleines Hafenpatrouillenboot mit düsterster Abgasfahne kreuzt auf nimmt Kurs auf die Kaimauer Der Passagier geht an Bord und zeigt sich jetzt in Jubelpose den wartenden Massen auf der Guniz Die große Einfahrklappe für die Autos wird herabgelassen und der Russe kann an Bord springen Foto oben Er dachte das Schiff werde erst um 18 Uhr fahren und sei noch mal kurz schwimmen gewesen Es hatte dann doch ein paar Minuten vor 18 Uhr abgelegt Jetzt passiert natürlich erst mal eine ganze Weile gar nichts Per Mundpropaganda werden wir eher zufällig gebeten Pass und Fahrschein an der Rezeption abzugeben Wo tatsächlich ein missmutig dreinschauender Mann die Daten mit einem veralteten Computer in eine Liste einträgt Bis dahin war von einer Passagierliste nichts zu erkennen Der Mann verkauft auch zu einem unbekannten Kurs gegen verschiedenste Währungen Koupons mit denen man sich an einer Theke zu unbekannten Preisen einen Plastikbecher Tee oder Kaffee oder sogar was zu essen kaufen kann Das türkisch russische Boot nimmt Fahrt auf Trabzon liegt unter Wolken zurück Zwischen den heißen Innenräumen gibt es einen Platz an dem durch zwei Fenster etwas Fahrtwind gibt Ich setze mich hier zum Lesen auf den Boden Bald sitzt Leria mit ihrem veralteten Fujitsu Siemens Notebook neben mir Die Moskauerin Energie Ingenieurs Absolventin versucht einen kanadischen Text ins Russische zu übersetzen Es geht um ihr Spezialgebiet Stabilität elektrischer Großsysteme Im September hat sie begonnen Englisch zu lernen Und spricht dafür schon sehr gut und sehr viel Sie möchte sich für ein post graduate Stipendium bewerben Und am liebsten im Westen leben Russland werde erst angenehm werden wenn es kein Öl und Gas mehr habe Ich schlafe in der Hitze auf der gepolsterten Plastikbank Der Schweiß rinnt in Strömen auf mein Schlafsack Kopfkissen und das rote Plastik Miri zieht mit Thermarest Matte und Schlafsack auf Deck neben die Kapitänskajüte Foto unten Neben uns arrangiert sich eine dagestanische Großfamilie die mal in Turk Dialekt mal in Russisch kommuniziert und die Gebetszeiten auf einem Teppich versucht einzuhalten mit zahlreichen Kindern Liebling ist die alle paar Sekunden gerufene Mariam Miris Schlafplatz hinter der Kapitänsbrücke der türkischen Fähre Guniz Im Bann der russischen Immigration Sonntag 15 August 2010 Sotschi Zwölf Stunden sollte die Überfahrt dauern Reine Fahrtzeit Russland Nach 14 Stunden liegen wir vor dem Hafen von Sotschi russisch Сочи Sochi Soči Und wieder passiert nichts Stundenlang Ich schlafe noch einmal Die dagestanische Familie hat sich auf die umliegenden Bankreihen ausgeweitet Der Müll auch Die Sonne knallt schon wieder aufs Deck Zum Glück hat das Schiff gedreht und unsere Fenster liegen auf der Schattenseite Es ist etwa zwölf Uhr als wir weiterfahren Rein in den kleinen Hafen von Sotschi wo angeblich ein anderes Schiff erst ablegen musste bevor wir anlegen durften Sagen Gerüchte Leria und ihr Freund wissen davon nichts Foto rechts Offizielle Ansagen Fehlanzeige Das Schiff steht Die Menschen stehen schon vor der Klappe Der Zugang zu den Autos unsern Fahrrädern und anderen Gepäckstücken war die ganze Überfahrt über möglich Und jetzt passiert mal wieder nichts Dann senkt sich die Klappe Und wieder passiert lange Zeit gar nichts Es zeichnet sich ab dass die zwölfstündige Überfahrt 24 Stunden dauern wird Denn als wir endlich an Land gehen dürfen wartet die katastrophal organisierte Immigration Wie wollen die hier mit den olympischen Spielen fertig werden wenn nicht mal hundert Passagiere abgefertigt werden können Ich dokumentiere das unkoordinierte Treiben mit meiner Kamera Gegen den schwachen Protest einer uniformierten Dame die von der Situation offenbar überfordert ist Und natürlich kein Wort Englisch spricht Unter einer halb herunter gelassenen Rollade hinduch muss man seine Gepäckstücke mit unbekannter Destination schieben Danach durch einen andern Eingang zur Passkontrolle Es ist mal wieder eine Stunde ins Land gegangen als wir unter den allerletzten an die dubiose Rollade kommen Es ist unklar ob wir das Gepäck von den Rädern nehmen sollen oder nicht Ich nehm die meisten Gepäcktaschen ab sehe das Fahrrad unter der Rollade verschwinden Richtung Durchleuchtungsgerät das offenbar zu klein ist Bevor in meiner Abwesenheit versucht wird das Fahrrad durch das Gerät zu treiben eine wie sich später herausstellt unberechtigte Befürchtung hechte ich hinterher und will auch den Rest des Gepäcks vom Rad nehmen Jetzt bekomme ich den handgreiflichen Protest der Grenzsoldaten zu spüren Ich beginne die Namensschilder des erstbesten abzuschreiben Darauf wird der Chefgrenzer geholt der mich abführt in einige Nebenzimmer In einer Kladde mit Rechenpapier werden meine Personalien aufgenommen Ich bemühe mich so gut wie möglich die Fragen auf Russisch zu beantworten Englisch versteht hier niemand Dann will der junge Vernehmungsbeamte plötzlich meine Fotos sehen Er entnimmt meiner Kamera den Chip und kann ihn trotz des eher seltenen Formats meiner Fujifilm xD Picture Card direkt in seinen Laptop einführen Ich stelle mich hinter ihn um zu beobachten was mit den Fotos passiert Da sagt er Sit down Aha er kann also doch Englisch Ich bleibe stehen und verfolge wie er vier fünf Bilder die ich

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  • Chris on the Bike mit Sara # Ruhr.2010: Dortmund - Duisburg
    Kray Wanne in Gelsenkirchen Industrie Kultur Auf der Suche nach dem schönen Ruhrgebiet Video zur 2 Etappe Samstag 5 Juni 2010 Gelsenkirchen Zeche Zollverein Essen 28 km Wir fahren über einen rundum grünen Fahrradweg in Gelsenkirchen Was so schön aussieht ist bereits die erste Industrie Ruine des Tages eine stillgelegte Zugstrecke auf der wir mitten durchs Ruhrgebiet radeln Schon taucht die nächste Ruine auf eine Halde jene Überbleibsel des Kohlen Abbaus die sich bis zu hundert Meter über ihre Umgebung erheben Künstliche Industrie Berge als Freizeit Herausforderung Hügel die es in sich haben Glückliche Sara sie findet Hochleistungs Helfer Bobfahrer die an den steilen Halden Hängen nicht nur Radlerinnen bergauf schieben sondern vor allem bei ihrem Sommertraining auf der Halde Rheinelbe immer wieder bergauf spurten Bobfahrer und Diskuswerfer Roman Stoutjesdijk Das ist genau das was wir brauchen Sara Und noch Lust Roman Stoutjesdijk Ach et geht wir haben es ja gleich geschafft Die letzten Meter auf die Halde für uns eine Quälerei Dann fehlen nur noch die Stufen auf der Himmelstreppe die samt Beton Kunstwerk von einem Künstler geschaffen wurden Ganz oben haben wir einen Blick ins grüne Ruhrgebiet aus dem noch der ein oder andere Schornstein oder Kühlturm aufragt die Schalker Arena aber auch die postindustrielle Skyline von Essen Maria und Thomas Schild erklimmen die Höhen der Halde mit vereinten Kräften auf einem Tandem Die beiden sind aus Bad Kreuznach bei Mainz gekommen um ein langes Wochenende durch Europas größtes Industriegebiet zu radeln Thomas Schild Total begeistert so schön hätt ich mir das nicht vorgestellt Natürlich kommt dieses traumhafte Wetter dazu Passt hundertprozentig Weiter geht s auf dem Fahrradweg Industriekultur der ehemaligen Eisenbahnstrecke von Essen Kray nach Wanne Eickel Die Gleise wurden damals nur gebaut um damit Kohle von fünf umliegenden Zechen in das Netz der Rheinische Eisenbahn Gesellschaft zu befördern Irgendwann muss also ein altes Stellwerk kommen Und auch diese Industrie Ruine ist inzwischen veredelt worden Gerd Petermeyer hat aus dem einst verrotteten Stellwerk sein Atelier geschaffen Hier hat er genau die Atmosphäre gesucht und gefunden um die Motive zu malen die ihn seit seiner Kindheit beschäftigen die Schönheit der verlassenen Industrielandschaften an der Ruhr Mich fasziniert vor allem wenn es ein bisschen morbide ist wenns rostig ist wenn alte Werke überwuchtert werden Das find ich ungeheuer ästhetisch Wir nähern uns dem Epizentrum der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 dem weitläufigen Gelände der Zeche Zollverein in Essen Hier ist die Bergmannswelt schon längst zum Unesco Weltkulturerbe erklärt worden Und trotz der vielen Besucher die jetzt jeden Tag hier einfallen finden sich noch Ecken wo Ruhrgebietsmenschen ihr kleines Idyll gefunden haben Ein Pärchen spielt Tischtennis Sie besitzen weder Balkon noch Schrebergarten Das wäre ihnen auch viel zu klein Sie lieben die riesigen Dimensionen von Zeche und Kokerei Ja das ist idyllisch Abends ist es noch schöner dann leuchtet das alles Das ist romantisch und ein bisschen Ruhe von dem ganzen Stadtleben ein bissel weg Wir fahren weiter ins Zentrum der inoffiziellen Ruhr Hauptstadt Direkt an die Essener City grenzt das Areal

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  • Chris on the Bike mit Miri # Richen - Altmühl - Donau - Lech - Füssen
    in Deutschland Das lasse ich unkommentiert Ich bin ja auch keine 28 mehr In der unspektakulären Landschaft ist der Altmühlsee ein kleines Highlight Hier ist auch schon einiges los schließlich ist das Thermometer auf 20 Grad gestiegen Der Altmühlweg mutiert in Gunzenhausen zum Altmühltal Radweg Das Tal verdichtet sich zum Zielort Treuchtlingen hin Wo wir den Tag in der Altmühltherme ausklingen lassen Miri ist am girls only day in der Sauna willkommen während ich zuletzt ganz allein meine Runden im Schwimmbecken ziehe Burg von Pappenheim Altmühltal Radweg und Natur in perfekter Ergänzung Donnerstag 8 April 2010 Treuchtlingen Eichstätt Riedenburg 118 km Heute nun das große Hochamt des Altmühltal Radwegs Jetzt ist er endlich das was er ist Eingerahmt von Jura Felsen und gesäumt von rund hundert Meter hohen Waldrücken sich stetig windend zwischen dem Gestein meist ein solider flacher Talboden bestens beschildert asphaltiert oder auf festem Grund Kurzum ein Radweg wie er sein soll und wie er doch nur sein kann wenn die Natur das Ihre dazu gibt heute wolkenlose Sonne und angenehmen Nord West Wind Die Burg von Pappenheim Foto oben bekommen wir von allen Seiten zu sehen Ein paar Bayern stochern auf einem schwimmenden Biergarten in der Altmühl Frühstück mit Bier Und Kaffee Darauf legen sie wert Foto rechts Während ein Landsmann mit Filzhut vor uns auf dem Altmühltal Radweg unterwegs ist Foto links Eichstätt ist gewissermaßen die Hauptstadt des Altmühltals Von katholischen Kirchen geschwängert Da wir uns in Jerusalem kennengelernt haben darf ein Besuch an der ältesten Heilig Grab Darstellung Deutschlands in der Kapuzinerkirche nicht fehlen Ein Geistlicher erklärt einer Gruppe merkwürdige Phänomene im Umfeld vom Schweißtuch der Veronika Wir machen uns davon zur glanzvollen neuen Zentralbibliothek der katholischen Universität Eichstätt Und sind schon wieder auf dem Altmühltal Radweg Einfahrt in Eichstätt Dom von Eichstätt mit Kreuzgang Domplatz in Eichstätt mit Marienstatue Miri Kreuzgang im Dom von Eichstätt Neue Zentralbibliothek der Katholischen Universität Eichstätt Schöne Burgen liegen auf den Höhen Arnsberg Foto links Kipfenberg Foto rechts Miris Knie macht sich wieder bemerkbar Gegen Abend etwas weniger Da wird aus der Altmühl ein großer Fluss besser gesagt der Main Donau Kanal Auf Radreise Wiki heißt es Dietfurt Von hier an verläuft der Kanal auf der einst idyllischen Altmühl Trauriges Beispiel einer gigantischen Naturzerstörung Der Radtourist bemerkt es zu Anfang kaum Er wird von Dietfurt aus in einem Bogen um den Wolfsberg herumgeführt Wo dann ein paar Alt Arme der Altmühl noch recht romantisch aussehen Nur die Riesenpötte die plötzlich im stillen Wasser dahintuckern wirken befremdlich Bis sich der Ausbau der Altmühl in seiner ganzen grotesken Breite und Weite offenbart Da sind wir schon am Tagesziel Riedenburg Ein winziges Städtchen das uns richtig gut gefällt Miri auf dem Altmühltal Radweg vor Eichstätt Die enttäuschende Mutter aller Radwege Freitag 9 April 2010 Riedenburg Kelheim Ingolstadt Neuburg an der Donau 94 km Breit fließt die Altmühl der Mündung in die Donau entgegen Die Kilometerzählung bestimmt inzwischen der Main Donau Kanal In Kelheim verlieren wir den bis dato hervorragend beschilderten Altmühltal Radweg aus den Augen Eine Verzahnung von Altmühl und Donau Radweg ist nicht zu erkennen Wie auch der Donau Durchbruch durchbricht auch seinen Radweg Auf der südlichen Donau Seite klärt uns ein Fahrlehrer der um seine Motorrad Kandidaten fürchtet die orangene Verkehrshüte umschiffen ein wenig über unsere vermeintlichen Alternativen auf Über die Höhen auf dem Waldweg oder der Straße auf dieser Seite oder mit der halbstündig fahrenden Fähre durch den Donau Durchbruch zum Kloster Weltenburg Zurück auf der Nordseite ist die Elf Uhr Fähre nur von hinten zu sehen die nächste Fähre fährt erst um 12 30 Uhr Ein Wanderzeichen lockt uns auf den Uferweg Richtung Weltenburg auf dem wir bald die Fähre überholen Als der Uferweg nach der Hälfte der Strecke vor Felsen endet und in die Höhen steigt ist plötzlich ein Fahrrad Wegzeichen dabei Steigung und Walduntergrund machen Radfahren kaum möglich 80 90 Höhenmeter geht es steil bergauf Dann hält sich der Weg auf der Höhe Der Radweg führt auf schnellstem Wege wieder bergab aber der Wanderweg führt über die Klippen oberhalb des Donau Durchbruchs Den Blick auf den Donau Durchbruch samt der Elf Uhr Fähre gönnen wir uns Auch wenn der Abstieg über viele Stufen führt Am Ufer jenseits der Weltenburger Enge setzt gerade ein kleines Boot Wanderer ab Wir können mit auf die Klosterseite Das Kloster ist naturgemäß von Donaufluten bedroht was einen Pater im Film des Info Zentrums an Gottes Gerechtigkeit zweifeln lässt Das größere Wunder ist die barocke Gesamtwirkung des Baus der Brüder Cosmas Damian Asam 1686 1739 und Egid Quirin Asam 1692 1750 Eine Kirche aus einem genialen Guss Donau Durchbruch bei Weltenburg Deckengemälde von Asam in Weltenburg Fähre bei Weltenburg mit Miri Unsere Erwartung an den Donau Radweg als Mutter aller Radwege ist groß Die Enttäuschung donau aufwärts hinter Weltenburg umso größer Zunächst führt der Weg vom Fluss weg in die Höhen Was noch ganz schön ist Doch in Bad Gögging und Neustadt an der Donau führt der Weg ein Schattendasein Ist schlecht beschildert Oft ist unklar ob er auf der Fahrbahn oder den schmalen teils mit Kopfstein zugepflasterten Bürgersteigen verläuft Lieblos geht es um beliebig viele Ecken durch die Ortschaften Nach der Donau Überquerung hält er sich ein paar Kilometer am Damm Allerdings auf einem schlechten Nebenweg der sich alle paar Meter auf die Höhe des Damms schwingt auf der gerade die Krone erneuert wird In Pförring verlieren wir völlig unseren Glauben an den Donau Radweg Um endlose Ecken wird der Radler scheinbar willkürlich gezerrt dann haben wir ihn wieder verloren Nehmen den direkten Weg über kleine Straßen und finden bei Dünzing wieder gelegentlich Donau Radweg Zeichen Zurück auf der Süd Seite lässt sich ab Vohburg ganz gut fahren Bevor direkt nach Rückkehr auf die Nordseite bei Kleinmehring der offizielle Weg einen völlig unnötigen Schlenker am Ortsrand entlang macht während man schlicht und sehr gut auf dem Damm fahren kann Leicht genervt erreichen wir Ingolstadt In einer Buchhandlung versuche ich Klarheit über die kommenden Kilometer zu bekommen Schließlich kaufe ich den bikeline

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  • Chris on the Bike mit Sonja # Berlin - Rostock
    Markt in Fürstenberg nieder mit Blick auf die 1845 48 erbaute neo byzantiinische Stadtkirche Foto rechts die eine gefühlte Nähe zu England vermittelt Hinter Fürstenberg werden die Kopenhagen Radler vor eine Wahl gestellt die keine ist Auch wir nehmen den direkten Weg nach Westen ohne den Schlenker nach Süden Hier und da sind wir auch auf der Eiszeit Route Ein See folgt dem nächsten Kurz hinterm Wartberg rasten wir am Trünnensee bei Neu Canow der so unendlich still und friedlich ist dass es auf dieser Seite gleich drei Fotos davon gibt ganz oben links und unten Wir sitzen auf dem einzigen Steg lassen die Beine baumeln über dem bewegungslosen Wasser Ringsum ein Saum von Wildgras und Bäumen Der Weg führt durch Wald Bald mit einem Parallelweg eine Schneise die neben dem schlecht passierbaren Hauptweg zwischen den Bäumen geschlagen worden ist Wir beschließen dass Wesenberg ein schönes Ziel ist für eine Tages Etappe die in Wesendorf begann Und finden gleich an der Ortseinfahrt ein passendes Zimmer auf einer Art Bauernhof das neben lebenden Hühnern und einem Storchennest sogar ein Bambi hat das wir aber nicht zu sehen bekommen Ich jogge den Radweg in der Dunkelheit noch ein paar Kilometer zurück Die Stirnlampe nach wie vor suboptimal mit Batterien ausgestattet Aber ausreichend um den Radtrail immer wieder zu finden Sonja hat genug gepowert Vor allem die Steigungen und die nicht asphaltierten machen ihr und ihrem Knie zu schaffen No pain no glory Sonjas Schuhe spiegeln sich im Trünnensee bei Neu Canow Kekse Hühnersuppe und die Kartoffelscheune Samstag 10 Oktober 2009 Wesenberg Neustrelitz Ankershagen Waren Müritz 73 km Frühstück im Wintergarten des Bauernhofs Nach den ersten Kilometern reißt ein Schaltkabel Während wir reparieren passiert ein umfangreicher Fuchsjagd Tross die Bushaltestelle an der wir uns niedergelassen haben Kutschen und Reiter ohne Ende Mit Fanfaren aus dem Hintergrund Neustrelitz ist eine prächtige barocke Anlage auch wenn das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Schloss erst virtuell erstanden ist als Folien Aufdruck an einer Gerüst Konstruktion Die Kirche ähnelt sehr der von Fürstenberg und ist auch nur ein paar Jahre später gebaut Die Parks spiegeln den neuen ganz anderen Kosmos der barocken Stadtanlage die jenseits der traditionellen Metropolen eine eigene heile Welt schafft Sorgsam angepasst die Wasserspiele auf dem Markt der so kein Markt mehr sein kann Sonja radelt mittendurch Foto oben Noch scheint Sonne Bald wird das Wetter schlechter Wolkiger kälter regnerischer Neustrelitz ist eigentlich konzipiert als Sackgasse des Berlin Kopenhagen Radwegs Wir sollen ein paar Kilometer zurückfahren und einen großen Bogen nach Südwesten fahren Das machen wir nicht mit Nehmen dafür ein paar Kilometer Bundesstraße 193 in Kauf Teilweise ohne Radweg Stoßen in Krotzeburg wieder auf den großen Weg und einen Zugang zum Müritz Nationalpark Mittendrin auch die Havelquelle Sensationell dass die Havel hier im hohen Norden nicht direkt ins Meer sondern zuerst nach Süden fließt um in Sachsen Anhalt bei Havelberg in die Elbe zu münden Da das Bistro von Krotzeburg erst um 14 Uhr öffnet knuspert Sonja zu viele Kekse Eine Art Zucker Overkill

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  • Chris on the Bike mit Miri # Färöer & Island
    jede Steigung An der Abzweigung zum größten Wasserfall Europas vom Volumen her und so Dentifoss rasten und ratschlagen wir Wir frieren so dass uns ein Blick auf einen noch so tosenden Fall eiskalten Wassers nicht wirklich wärmen kann Außerdem sind 70 Kilometer Umweg ein bisschen viel und Wasserfälle auch nicht so mein Fall Also weiter Über den schon hier tosenden Fluss der weiter nördlich auf dem Weg zur arktischen See eben zum Wasserfall Dentifoss wird Dann bricht unerwartet Sonne durch Sofort klettert das Thermometer auf 17 Grad An der nächsten Bergkette hängen dafür die Regenwolken fest Und regnen sich auf uns aus Bis wir einmal so richtig nass sind Dann wird s noch isländischer Dampfwolken entfernt halblinks und halbrechts Halblinks liegen sie näher an der Straße Zig Autos und Busse vor Ort Wo kommen die her Sonst aber nichts Nicht mal ein Abfalleimer Und natürlich die Schwefel Schlamm Wassser und Dampf speienden Erdlöcher Foto links und rechts Das riecht nach faulen Eiern Aber ist auch schön warm Für einen kurzen Moment bis die Übelkeit hochkommt Das brodelnde Erdinnere ist ein wenig eingezäunt Die Erdkruste ist dünn Nicht einsinken In 200 Grad heißes Sulfat Miri möchte auch zu den halbrechten Dampfwolken am Vulkan Krafla Die ersten 300 hm steige ich mit Sehe einen dampfenden Bach in dem ich ein wohltemperiertes einstündiges Bad nehme Die Schwefeldämpfe sind gerade erträglich Mein Körper wird so eingeschwefelt dass ich und meine Klamotten bis zum Ende der isländischen Tage nach Schwefel duften Bin ich jetzt länger haltbar als geschwefelte Aprikosen Miri erklimmt die Berge Wieder vereint rollen wir zum Myvatn Zu deutsch Mückensee Doch bei nunmehr zwölf Grad bleiben die Mücken in ihren Verstecken Dafür Touris ohne Ende Zimmer sind schon lang nicht mehr zu bekommen Auf dem Campingplatz direkt am See eine riesige Zeltstadt Wohnmobile haben hier nur eine winzige Zone am Rand Israelis sind hier ansonsten wie meist Franzosen Italiener Tschechen Die Tschechin an unserm Abendbrottisch im restlos ausgelasteten Küchenzelt hatte mit ihrem Freund keinen Platz mehr auf der Fähre bekommen Nur teure Kabinen seien noch im Angebot gewesen Da sind sie von Berlin nach Reykjavík geflogen Spätabendstimmung am Myvatn Mückensee Morning Prayer am Mückensee und Dinner am Arktischen Ozean Sonntag 16 August 2009 Reykjahlíð Goðafoss Akureyri 105 km Das Küchenzelt hat um halb acht noch freie Kapazitäten Kann ich Porridge und Tee kochen Es ist nicht so kalt Mit einigen Hundertstel Minuten Verspätung schaffen wir es zum 8 30 Uhr Morning Prayer in der kleinen Kirche Ein älterer Pfarrer eingekesselt wie in den meisten isländischen Kirchen von den Kniebänken zum Abendmahls Empfang singt mit drei älteren Isländern und einer älteren Isländerin Die Gottesdienst Texte sind zweisprachig auf einen Zettel gedruckt Die englische Version trägt der Pfarrer mit römischen Collar immer mit Blick auf uns vor Die Kirchenlieder sind meist deutscher Provenienz und den isländischen Text singen wir munter mit Nicht gut aber gut gemeint Miri möchte ein bisschen am Mückensee bleiben Ich radle weiter um die Südseite des Sees mit seinen Pseudokratern und andern Vulkanphänomenen Dann die erste von drei Steigungen Im nächsten Tal komme ich mit einem älteren deutschen Radler ins Gespräch Er hat heute seinen Fotografier Tag wie er sagt Überall entdeckt er wilde Stiefmütterchen Für die ich mich nur begrenzt begeistern kann Vor 25 Jahren ist er die Strecke durchs Hochland die wir nehmen wollen im Juni gewandert Fünf Tage sei er niemandem begegnet Und als er an der zentralen Wetterstation ankam sei er der sechste Besucher des Jahres gewesen Er biegt zur Tankstelle ab und ich zur zweiten Steigung Hinter der sich das heutige Highlight verbirgt Goðafoss ein gigantischer Wasserfall Günstiger Weise direkt an der Straße Prachtvoll kracht das Wasser auf breiter Front hinab Fotor rechts Da die Sonne sich mal wieder verabschiedet hat ist es ein wenig kühl Ich bleibe trotzdem zur Mittagspause Die letzte Steigung und ich rolle hinab zum Arktischen Ozean Am Ende des Eyjafjördur Fjords liegt Akureyri mit ihren 17 253 Einwohnern die zweitgrößte Stadt auf der Island Insel und mithin Hauptstadt des Nordens Nach den Erfahrungen der letzten Tage haben wir telefonisch im Guesthouse AkurInn vorgebucht Ich bin kurz vor Miris Bus vor Ort und nehme zwei Fünftel des Fünf Bett Zimmers in Beschlag Wenn wir schon in einer richtigen Metropole sind gehen wir auch mal so richtig essen Im Bautinn ist es brechend voll Der Fisch ist gut und das Salatbuffet gibt zusätzlich Vor Haupt und Nachspeise her Rainbow Warrior Chris nass in der Sonne vor Regenbogen Sonniges Eisland mit Waffeln und Regenbogen Montag 17 August 2009 Akureyri Varmahlíð Bólstaðarhlíð 119 km Der Morgen in der Nord Hauptstadt Auryeri bringt beglückende Erlebnisse Kerstin und Christian ein sympathisch zufriedenes Paar aus Unter Hambach bei Heppenheim am Frühstückstisch das den Mietwagen wegen lahmender Elektronik ausgetauscht bekam und an schönen Fjorden an der Westküste in einer Cottage mit Blick auf Robben schlief in der Touri Info organisiert man zwei Betten für uns am Wochenende in Reykjavík Das ist eine Sensation Denn es ist DAAAAS Wochenende des Jahres in Islands Hauptstadt Kultur Wochenende Marathon Internet mäßig versagt die Touri Info keine Stick Nutzung alles zu langsam Stattdessen versuche ich mit meinem neuen Netbook WLAN mäßig online zu gehen Mir fiel schon gestern auf dass in der großen KEA Buchhandlung am Ausgang der Fußgängzone Leute mit ihren Laptops saßen Setze ich mich auch kurz rein Das freie Netzwerk KEA Vodafone hilft mir nicht weiter Ich frage die andern Notebook User Der erste sagt mir das funktioniere nicht Ich sehe aber dass andere ihre Mails lesen Und siehe da ein zweites Vodafone Netz ist kostenlos zugänglich Und das ein paar Meter südlich des Polarkreises an der Arktischen See Weg Wind und Wetter meinen es wieder ganz gut mit uns heute In einem Bogen am Fjord entlang biegen wir ein zwischen zwei Bergketten mit Schneefeldern in den höheren Lagen Ein breites alpin anmutendes Tal In dem genau zur rechten Zeit ein Restaurant auftaucht Vor dem wir in der Sonne draußen sitzen können bei Fritten Waffeln Cacao Ein neues Eisland Gefühl Als wir aufbrechen hat leider der Wind gedreht und peitscht jetzt auch noch Regen über uns Wie schon des Öfteren fahren wir während des Regens in der Sonne Und werden trotzdem nass Foto oben mit Regenbogen Auch als es ein bisschen bergauf geht über ein Pässle von 560 m Hier auch die alltägliche Begegnung mit einem Rad Paar in Gegenrichtung Foto links Gegenwindfahren dicht an dicht heißt es auch auf der Abfahrt Bis wir in Varmahlíð isländisch für Warmer Abhang wieder fast auf Meereshöhe sind In dem 139 Einwohner Dorf einem Mittelzentrum der Region Skagafjörður decken wir uns für die nächsten Tage im einsamen Hochland ein Miri nimmt dann die letzten 20 Kilometer mit dem Bus während ich mir noch ein weiteres Pässle mit 440 m Foto rechts gönne Am Fuß der Abfahrt treffen wir uns an der Abzweigung Richtung Svartárdalur in Bólstaðarhlíð wo die Schlafsack Unterkunft mit der Riesenaufschrift Húnaver genauer das Húnaver Kommune Center uns ganz allein gehört Ein großer Festsaal mit Bühne Küche und neuen Duschen im Keller Und eben ein paar Matratzen zum Schlafen Alle Heizkörper laufen Zum Glück Miri kürt die Unterkunft zur bisher besten auf dieser Tour Erstaunlich die Dimension des Kommune Center denn rundherum sind nur zwei Gehöfte zu sehen und ein Kappellchen In dieser Einöde entdeckt mein Netbook auch noch frei zugängliches WLAN Zum zweiten Mal an diesem Tag Die düstere Wetterprognose für Mittwoch lautet unverändert Dauerregen der nun auch schon am Dienstag Abend loslegen soll Kjölur Route kurz vor Hveravellir im Hintergrund der Langjökull Gletscher Alles wird duster Dienstag 18 August 2009 Bólstaðarhlíð Hveravellir 92 km Nach drei vier Kilometern auf der Ringstraße verlassen wir den Asphalt um auf der Kjölur Route das Hochland von Island zu durchqueren Die Piste ist zunächst hervorragend Anfangs ist die Gegend für isländische Verhältnisse dicht besiedelt Dann ist sie gar einige Aufwärts Kilometer asphaltiert Wie sich herausstellt für ein E Werk das die Energie aus mehreren hintereinander liegenden Staudämmen bündelt Obwohl die Seen fast auf höchster Höhe liegen sind sie voller Wasser Eine kahle Hochebene die uns anfangs wenig Mühe bereitet Foto links Auch heute sind unsere Pausen Wetter Zäsuren Nach der ersten Pause hat sich der Wind gedreht Statt Rückenwind aus Norden starker Gegenwind aus Süden Da nützt auch eine gute Piste nix Wir strampeln plötzlich für jeden Meter Und sind froh schließlich am Pistenrand eine Schutzhütte zu finden Drei hintereinander liegende Zimmer Küche Wohnraum Schlafraum Sie ist leer man kann hier übernachten Müll soll man mitnehmen Wir sind froh aus dem Wind herauszukommen Und der Kälte So kalt dass Miri erstmals ihren Mini Esbit Kocher aufbaut um sich eine Tasse Tee zu brauen Funktioniert Als wir wieder auf die Strecke gehen hat sich der Gegenwind verflüchtigt Dafür wandelt sich die Piste zu Sand und Geröll Das bremst noch mehr als der Gegenwind Die letzten 15 Kilometer werden zur Qual Zumal es hier und da auch noch regnet Vegetation hat sich völlig verflüchtigt Alles ist duster Erde und Himmel und unsere Stimmung Auch die links Langjökull und rechts Hofsjökull in der Ferne auftauchenden Gletscher können uns nicht erheitern Rauch am Horizont Dort muss Hveravellir liegen Mit zwei Übernachtungshütten aber auch Campingmöglichkeiten auf die wir wenig Lust verspüren weil Wolken und Wettervorhersage weiteren Regen verheißen Genauer gesagt morgen einen Dauerregentag Die vielen Zelte und die kleine Hütte machen wenig Hoffnung Alle Betten ausgebucht Zeltaufbau in leichtem Regen vor schwerem Regen an den wir aber noch nicht so recht glauben Und deshalb Heringe und Seile recht locker montieren Der von den heißen Quellen der Umgebung gespeiste Pool wärmt und stimmt uns milde Er muss durch kaltes Wasser auf menschliche Temperaturen gebracht werden Da kalter und heißer Zufluss an entgegengesetzten Enden des Beckens liegen Foto rechts im Vordergrund das Rohr mit dem heißen Zufluss betätige ich mich als lebender Quirl um einen angenehmen Whirl Pool zu schaffen Eine Nürnberger und eine französische Familie bleiben so wie wir endlos im Pool Hveravellir am Abend Wolkenlücken am Regentag Mittwoch 19 August 2009 Hveravellir Kerlingarfjöll 41 km Der seit Tagen für heute angekündigte Dauerregentag beginnt schon in der Nacht Begleitet von der ein oder andern Windböe Unsere Zeltaufbau Nachlässigkeiten werden nicht bestraft Auch am Morgen gibt es keinen Grund das Zelt zu verlassen Wir lassen den Regen prasseln Und genießen das geräumige Zelt Ein verlängerter Mittagsschlaf Am späten Nachmittag stellen wir wider Erwarten fest dass der Regen fast vollständig nachgelassen hat Und machen uns auf die Piste Die ist besser als zuletzt Auch wenn wir im Durchschnitt über 11 km h nicht hinauskommen Der Regen hat viele Pfützen hinterlassen Foto links Das meiste Wasser aber ist durch den Asche Lava Boden schnell abgeflossen sodass die Strecke sehr stabil ist Dank des Regens wirbeln die wenigen Fahrzeuge auch keine Staubfahnen mehr auf Nach 30 Kilometern auf der F35 biegen wir zum Kerlingarfjöll ab Die Strecke ist nicht schlechter nicht besser Ein paar kleinere Flüsse sind durch Dämme überbrückt Die Wolken bilden ein paar Lücken So ist es um 22 Uhr halbwegs hell als wir um eine Ecke biegend die Hüttenzeile von Kerlingarfjöll erblicken Viel größer als erhofft Zwei Matratzen hatten sie uns von Hveravellir reservieren können Aber hier gibt es viel mehr Kapazitäten als dort Und eine sechsköpfige deutsche Studentengruppe die mit ihren Mountainbikes viel abenteuerlichere Wege im Hochland in Angriff nimmt als wir Und von denen Lisa Basti und Christoph schon den Manali Leh Highway in Indien hinter sich gebracht haben Bachlauf mit Algen am Kerlingarfjöll Highlight Tirathlon im Nord Wind Donnerstag 20 August 2009 Kerlingarfjöll Gullfoss Geysir 99 km Nach dem Frühstücksbuffet geht s ohne Gepäck um die Ecke rauf zum Kerlingarfjöll Je näher wir unserer Tour Höchstmarke von 1056 m kommen desto mehr nähert sich das Thermometer der Tour Tiefstmarke von drei Grad Schlamm Geröll und saftige Steigungen lassen uns gelegentlicht auch ohne Gepäck schieben Durch eine Lücke im Fels kann man erste Dampfwolken erkennen Das belebt immer das Tempo Und verheißt Wärme Schon einige Meter vor einer Absperrung lassen wir die Räder stehen und stapfen durch den Matsch Unversehens bietet sich plötzlich wieder mal ein grandioses völlig neues Island Panorama Foto links Und die Mikrobetrachtung Foto oben ist genauso spektakulär Nur richtig warm wird s nicht Ganz im Gegenteil Mir ist so kalt dass ich voranrase soweit der Weg das zulässt zurück zum Hüttendorf Wo wir uns kräftigen und kräftig aufwärmen Es geht zurück etwa zehn Kilometer zur Abzweigung von der Kjölur Route Und heiter weiter Denn heut ist wieder Rückenwindtag Der Nordwind unterstützt unsere Pistenfahrt nach Kräften Aber auch ein Kölner Jeep Gespann aus dem heraus wir Snickers und Snickers Cruncher gereicht bekommen Die dazugehörige Familie ist auf ihrem x ten Island Trip Vorher und nachher fotografiert uns ein Franzose Der uns beim zweiten Mal weitere Radler im Gegenverkehr ankündigt Zwei Paare kämpfen sich gegen den unentwegt dahin fegenden Nordwind Mit dem zweiten kommen wir ins Gespräch Verheißen ihnen in elf Kilometern Entfernung eine Schutzhütte wo selbst wir froh waren aus dem Geräuschpegel des Windes für einige Minuten rauszukommen Miri ist es dort gelungen mit ihrem Esbit Kocher den Feuermelder zur Meldung zu bringen Er erstummt aber als sie mit dem Mini Kocher wieder nach draußen geht wo selbst auf der windgeschützesten Ecke des Holzhauses keine rechte Hitze im Alubecher aufkommen will Gerade nachdem wir dem deutschen Paar gesagt haben die Qualität der Piste bleibe konstant müssen und dürfen wir feststellen dass das Paar bisher eine viel bessere Pistenqualität hinter sich gebracht hat Auf der wir vom letzten Pässle mit max speed von 65 5 km h runterrasen Wesentlich früher als erwartet schon 17 Kilometer vor Gullfoss haben wir wieder Asphalt unter den Reifen Und rollen zum bekanntesten Wasserfall Islands Gullfoss der Goldene Wasserfall Genauer ein Doppel Wasserfall des Flusses Hvítá der vom Gletscher Langjökull gespeist wird Er rauscht erst nach halblinks dann nach rechts in eine ganz schmale Spalte Foto rechts So schmal dass ein Großteil der Gischt auf der gegenüberliegenden Seite niederkommt und von da runterfließt Nehmen wir noch die wenigen Kilometer zum Geysir genauer gesagt zum Vater und Namenspatron aller Geysire Wieder ist in der klaren Luft die Wasserfontäne sehr früh zu sehen und scheint viel näher als sie ist Zumal zuletzt die Strecke nach Westen dreht und wir uns so etwas gegen den Nordwest Wind kämpfen müssen Dann sind wir da und sind nahezu die einzigen an Islands Touri Ziel Nr 1 Der Geysir Geysir ist allerdings weitgehend außer Betrieb Touristen haben ihm mit Steinwürfen soweit zugesetzt dass er seine Tätigkeit vor Jahren nahezu eingestellt hat Bleibt sein kleiner Verwandter rund 50 Meter weiter Strokkur Miri ist hin und weg wie der Geysir minutenlang recht ruhig daliegt sich dann das Wasser langsam anschaukelt und die Eruption plötzlich in Sekunden bis auf eine Höhe von 20 30 Metern schnellt Manchmal gefolgt von einer weiteren Eruption Um uns dann wieder rund sieben Minuten warten zu lassen Zeit sich andere kleinere brodelnde und zischende Erdöffnungen zu betrachten Hotel und Schlafsackunterkünfte sind ausgebucht Der Campingplatz ist angesichts des unverändert brausenden Windes eine nicht besonders attraktive Variante Eines von mehreren sehr liebevoll eingerichteten Chalets auf einem Reiterhof an dem wir drei vier Kilometer zuvor vorbeigefahren sind können wir telefonisch reservieren Miri erlebt frierend einen Ausbruch des Geysir Strokkur Alle sieben Minuten ein Ausbruch Geysir Strokkur Zum Marathon in Amerika Freitag 21 August 2009 Geysir Laugarvatn Þingvellir Reykjavík 114 km Der Nord Wind hat nicht nachgelassen ist eher noch stärker geworden Windstärke 4 mit Böen von 60km h verheißt wetteronline de als ich kurz den Geysir Hotelcomputer nutze während Miri noch ein paar Strokkur Ausbrüche bewundert Youtube Video oben links mit grellem Windpfeif Konzert Schon auf den ersten Metern hierhin kamen wir durch den Seitenwind nur schleppend voran und wurden mehrfach in Sekundenbruchteilen auf die Gegenfahrbahn geschoben So geht s auch vorerst weiter Sobald sich die Strecke nach Westen wendet balancieren wir mit einem Kraftakt an der rechten Fahrbahnseite Es ist leichter zu fahren als die Strecke für ein zwei Kilometer zurück nach Norden führt Der frontale Gegenwind hat weniger Angriffsfläche am Rad als der Seitenwind In Laugarvatn finden wir zurück in die Zivilisation Unser erster Supermarkt seit vier Tagen seit Varmahlíð Jetzt brauchen nur kaum noch was denn Reykjavík liegt nahe Zwei längere Höhenzüge erwarten uns Der erste weitgehend mit Piste ausgestattet auf der ein Großteil des Geysir Tourismus uns entgegenfährt Dann geht die Fahrt hinunter zum See Þingvallavatn Die Sonne kommt raus und glücklicherweise wählen wir die Nebenstraße direkt am nördlichen Seeufer Erreichen so Þingvellir historisch und geologisch ein weiteres Highlight Hier am Þing sprich Thing übten die Isländer jahrhundertelang Demokratie während der Rest Europas noch feudal regiert wurde Zugleich öffnet sich hier der Graben zwischen der europäischen und amerikanischen Kontinentalplatte Wir wechseln quasi durch ein paar Raddrehungen rüber nach Amerika Der große Graben ist umgeben von zahlreichen kleinen Gräben Foto links Und windgeschützter ist es hier auch Noch einmal bergan Die isländischen Pferde werden zahlreicher Foto rechts Kurz bevor wir auf die Ringstraße die 1 zurückkehren beginnt ein Radweg Leider nicht beschildert Er begleitet kurz die 1 weiterhin unbeschildert und verliert sich Halten wir uns an die große Ringstraße die bald sechsspurig ist aber einen passablen Seitenrand zu bieten hat Erst am nächsten Tag erfahren wir in der Touristen Info dass es direkt am Meeresufer einen offiziellen Radweg gibt So aber folgen wir der Automasse in die Stadt Schießen ein paar Meter über unser erstes Ziel hinaus die große Laugardalshöll Sports Hall Bis 19 Uhr kann ich mich hier anmelden für den morgigen Marathon auf isländisch Maraþon Miri hat so viel Tempo am Nachmittag gemacht dass wir schon kurz nach 18 Uhr vor Ort sind Vor allem Deutsch hören wir bei den Athleten mit Startunterlagen unterm Arm Anmeldung geht ruckzuck Online hätte ich 64 bzw 78 Euro zahlen müssen vor Ort kann ich in Kronen zahlen Da ihr Wert sich seit Festsetzung der Startgebühren halbiert hat zahle ich nur rund 39 Euro Pasta Party gibt s auch Dann geht s am Ufer entlang zur Innenstadt mit Dom Reykjavík hat etwa so viele Einwohner wie Mainz

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  • Chris on the Bike mit Franziska # Mulde: Zwickau - Dessau
    aus dem ganzen Land macht sie noch heute dankbar Natürlich Kirche und dann noch von Leuten Das waren ja auch teilweise Sachen wo man auch mal einen Mann braucht Und da hatten wir ganz liebe aus Halle die waren zwei oder drei Tage bei uns Ganz lieben Dank noch mal Grimma in nur 20 Jahren gleich zweimal wieder hergerichtet Ohne die Wende undenkbar und doch bleibt Kerstin Koch zurückhaltend Die Wende hat in vielen Beziehungen Vorteile gebracht Wenn ich an meine Kinder denke einiges an Nachteilen Es ist heute nicht mehr so einfach ein Kind groß zu ziehen Und zu sagen ja es kann seinen Weg gehen Wir verlassen Grimma und radeln weiter durch das Muldental Es tritt sich leicht angesichts der herrlichen Landschaft Ohne große Anstrengung erreichen wir die 1000 Jahre alte Stadt Wurzen Das älteste Bauwerk ist der Dom St Marien Als Pfarrer Horst Schulze 1980 hierher versetzt wird ist der Dom kaum mehr als eine Ruine Den Verfall zu stoppen ist in der DDR mühsam Geld ist keins da und die Kirche den Obrigen sowieso ein Dorn im Auge schließlich bildet sich hier auch der Widerstand Die Friedensgebete 89 gehen in die Geschichte ein Horst Schulze Domdechant Wir saßen hier buchstäblich auf einem Pulverfass denn nebenan das Schloss war der Sitz der Volkspolizei des Volkspolizeikreisamtes Die Leitung der Polizei hatte Angst dass hier Leute die Besinnung verlieren versuchen den Schlosshof und die Waffen zu stürmen Es wäre hier zu einer massiven Schießerei gekommen Und heute der Dom ist wunderschön restauriert doch die Menschen die mit ihren Gebeten soviel erreichten glauben die noch immer Horst Schulze Dom St Marien Alle Menschen glauben etwas Es ist nur die Frage wie realistisch dieser Glaube ist und was man unter Glaube versteht Wo Glaube zur ethischen Verantwortung wird oder zum Gottvertrauen da ist statistisch gesehen der Glaube nicht gewachsen Statistisch gesehen hat jeder vierte die Kleinstadt verlassen Weil es nur wenig Arbeit gibt und kaum Ausbildungsplätze Ina Zeug Azubi Ich war acht Monate im Westen In Bayern unten habe dort meine Lehre angefangen Es war nicht schlecht Man verdient dort ziemlich gut aber man muss auch mit den Leuten klar kommen können Es ist eine ziemliche Umgewöhnung aber es ist möglich Obwohl die 18jährige in Gesamtdeutschland aufwächst spricht auch sie von Ost und West Dabei kennt sie die DDR nur noch aus Erzählungen Ich habe da nicht wirklich Ahnung von aber meine Eltern sagen In der DDR war es besser war es billiger Deshalb glaub ich das mal Und so ist sie wieder heimgekehrt Anders Melanie Haller hat ihre Heimat eigentlich gut 500 Kilometer von hier entfernt in Köln Doch für die 32jährige Sozialarbeiterin beim Netzwerk für Demokratie ist Wurzen und das nahe gelegene Leipzig zum neuen Zuhause geworden Ich finde Leipzig total toll Diese tollen Häuser diese Kontraste diese kreativen Projekte das ganze Grün große Seen rundum Es hat eine unheimliche Lebensqualität Wenn man einen Job hat muss man natürlich dazu sagen Und den hat sie beim Netzwerk für Demokratie Ein Projekt das sich auch gegen rechts stark macht und Anlaufstelle für junge Leute ist Sie fühlt sich hier in der Mitte Deutschlands genau richtig Man hat eine Mittlerfunktion zwischen Ost und Westdeutschland Da auch in unserer Generation immer noch viele Vorurteile entstehen Dass die Ossis dass da der ganze Solizuschlag hingeht und dann die ganzen Straßen neu gemacht sind und alles ist toll Und die Ossis über die Wessis genauso Und viele sagen ja wirklich noch Mein Sohn meine Tochter wohnt drüben Unsere Tour führt uns weiter nach Eilenburg Wir gönnen uns eine kurze Pause und treffen auf Silke Hussein die sich vor 20 Jahren nicht hätte vorstellen können in einem türkischen Imbiss mit türkischen Kollegen zu arbeiten Was hatte sie sich denn vorgestellt Silke Hussein Da war ich gerade mal Anfang 20 Habe mir da noch nicht so die Gedanken drüber gemacht Hab gedacht naja jetzt kannst du überall hin fahren und so Wir lassen die Stadt die Häuser hinter uns malerisch schlängelt sich unsere Route an der Mulde entlang Es ist spät geworden und wir wollen eigentlich noch über den Fluss Doch die einzige Fähre in Nordsachsen liegt verlassen am Ufer Eine Klingel am Fährhaus lässt uns hoffen Und tatsächlich Antje Bieligk und Hund Bootsmann bringen uns hinüber Die 47jährige arbeitete in der DDR in einer Gärtnerei Doch mit dem Mauerfall wagte auch sie einen persönlichen Neuanfang Wie dann die Rente kam ich weiß nicht was mich da geritten hat hab ich mir einen Imbiss gekauft und habe mit dem Imbissgeschäft angefangen Und das hat sich dann alles so entwickelt Aber das hätte mir vorher keiner sagen können Später wurde daraus eine Gaststätte samt Fährhaus und Fähre Man muss aber trotzdem auch selber gucken ob die Sonne aufgeht Also es gibt Höhen und Tiefen das gehört dazu Bis jetzt hat für mich das Schöne überwogen Morgen geht unsere Reise weiter Die Mulde wird uns weiter begleiten die Mulde und die Menschen die an ihrem Ufer leben Text Franziska Wunderlich Video zur 2 Etappe Grimma Bad Düben Christoph und Franziska auf dem Muldental Radweg Was interessiert denn uns die DDR Dienstag 16 Juni 2009 Bad Düben Muldental Radweg Dessau 76 km Gut 160 Kilometer entlang der Mulde liegen hinter Christoph und mir Doch noch bevor wir richtig in Tritt kommen endet unsere dritte Etappe in einer Sackgasse Hinter diesem Tor waren einst die chemischen Truppen der DDR untergebracht In die Öffentlichkeit rückte die Kaserne nochmal 2005 als sie zur Kulisse für den Film NVA wurde Wir radeln weiter es ist noch früh und kaum ein Mensch unterwegs Da begegnen wir Rudi Geißler Nach der Wende ist nichts weiter gewesen Das einzige ist dass wir mehr Bananen gekriegt haben aber das andere winkt ab Zu essen hatten wir immer gehungert hab ich nie meine ganze Familie nicht Jeden Morgen ist der 79jährige mit seinem Hund unterwegs Jeder Stein ist ihm vertraut schließlich verbringt er schon sein ganzes Leben hier Er war dabei als die DDR gegründet wurde und als

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  • Chris on the Bike mit Miri # Rhône: Quelle - Mündung
    ins Bild Foto rechts Man fährt eine ganze Weile darauf zu Und an mehreren chicen Nestlé Zentralen vorbei Reichlich Privatgrundstücke reichen an den See und verhindern einen durchgehenden Uferweg Am östlichen Ortsrand von Lausanne ist das Olympische Museum unübersehbar Das Internationale Olympische Komitee IOC hat seinen Sitz am andern Ufer Ende der Stadt Die Serpentinen Auffahrt zum Museum ist gesäumt von muskulösen Denkmalen Ganz oben rennt Rennlegende Emil Zatopek Richtung Museum Das mit großen Video Wänden lockt Im Shop finden sich Souvenirs von jeglichen Olympischen Spielen der Gegenwart Ob 1972 München 1976 Montréal 1980 Moskau 1984 Los Angelos bis 2008 Peking oder gar 1936 Berlin keine Olympia Veranstaltung ist nur in positiver rein sportlicher Erinnerung Immer wieder fällt Schatten auf dieses Mega Event Und seine Profiteure am Genfer See Die Fähre nach Évian fährt Ohne uns Wir entscheiden uns für das großartige Backpacker Guesthouse in Lausanne Mit Blick aus der Höhe zum See Auch wenn der Abendspaziergang durch die Stadt bis zur Kathedrale deren Südportal durch eine Glaswand gesichert wird noch viel viel höher führt Cluniazenser Priorat Saint Sulpice 11 Jh am Nordufer des Genfer See Vive la französische Ess Kultur Dienstag 14 April 2009 Lausanne Genf Grenze Schweiz Frankreich Seyssel 128 km Schöne Morgenstimmung am See Schmale Wege und Stege eigentlich nur für Fußgänger doch die gibt es kaum führen direkt am Ufer entlang Holperig romantisch Foto links Auch wenn die Sicht heute schlechter ist Die Kirchenreste des ehemaligen Cluniazenser Priorats Saint Sulpice Foto oben geben immer noch eine prächtige calvinistische Rest Kirche ab Wenig später führt die jetzt wieder erkennbare Veloroute 1 etwas unmotiviert in die Weinberge Und quert gelegentlich Gleise und Autobahn Das nervt Wir kehren zurück auf die Uferstraße die meist einen respektablen Radweg zur Seite hat Die Uefa hat ihren Sitz im weniger bekannten Nyon wo sie grad kräftig ausbaut Die Uefa ist mit ihren 53 Mitgliedsländern nicht ganz unwichtig für meine Radl Statistik Mit der Uefa zähle ich England Nordirland Schottland und Wales als eigene Länder Von den UEFA Ländern fehlen mir derzeit noch Armenien Färöer Kasachstan und Island Der UEFA fehlt dafür im Gegensatz zu mir der Kosovo Monaco und der Vatikan In Genf potenziert sich die Zahl der internationalen Organisationen die ihren Hauptsitz am See haben IKRK ILO ÖRK UNHCR WHO Wir machen einen Abstecher durch den Botanischen Garten mit blühenden Magnolien Foto unten beim 19 April zum ehemaligen Völkerbund Gelände wo die Uno ihren Europa Sitz hat Ein nahezu endloses Spalier von Fahnen der Mitgliedsländer Früh erblicken wir auch die 140 Meter hohe Wasserfontäne über der City In der Kathedrale durchkreuzt die calvinistisch motivierte Ausrichtung auf die Kanzel die gotische Konstruktion In der Touri Info versuchen wir noch was zu erfahren über das Rad Projekt du Léman à la mer Vom Genfer See zum Mittelmeer Die Mitarbeiterin kann aber auch nur die im Aufbau befindliche und inzwischen wieder verschwundene Internet Seite aufrufen Immerhin bekommen wir eine exzellente Fahrradkarte für Genf und Umgebung die uns straight aus der Stadt führt Über die Route de Chancy Da ein direkter Uferweg an der Rhône nicht zu erkennen ist In Chancy beginnt dann wie wir eine Stunde zu spät erfahren der beschilderte Radweg du Léman à la mer Wir wählen einen andern Weg über die seit Mitte Dezember offene Schengen Grenze nach Frankreich und den ersten Durchbruch der Rhône durch den Jura nach Bellegarde Dort ist die Touri Info richtig fit Und weiß auch etwas vom Rhône Radweg Vor allem von den Unterkünften der Gegend Das erlaubt uns nach telefonischer Voranmeldung noch bis zum Hotel Beau Séjour in Seyssel zu fahren Zunächst ein bisschen aufwärts bis Billiat und dann sanft durch Hügelland oberhalb des Rhône Tals Seyssel ist eine geteilte Stadt Durch die Rhône Das Westufer gehört zum allerersten französischen Département durch das wir seit der Grenze fahren der No 01 Ain Das Ostufer wo wir auch unser frisch renoviertes Hotel finden zu Haute Savoie Endlich testen wir Rhône Wein Allerdings nicht in der Westufer Pizzeria wo auch gegen 22 Uhr nur Menus aufgetragen werden Vive la französische Ess Kultur Blick vom Hotel Beau Séjour in Seyssel vom Ostufer der Rhône auf das Westufer mit dem Hôtel du Rhône Ed Mc und ein englischer Taiwanese Mittwoch 15 April 2009 Seyssel Murs et Gélignieux Montalieu Vercieu Lyon 145 km Französisches Frühstück Croissant Baguette Café au lait jus d orange Was will man mehr Von allem Als Radler Sogar der Radweg ist ein paar Meter mit dem du Léman à la mer Logo beschildert Foto links Unser Versuch danach wenigstens dem Ufer Wanderweg zu folgen endet an einer geschätzten 20 Prozent Steigung auf Kiesgrund Back to the road Bei Chanaz öffnen wir schon wieder einen Bauzaun und erreichen so den nagelneuen Radweg der sich dann fast durchgehend 50 Kilometer lang erstreckt Foto unten Bei Belley wechseln er und wir vom Ost wieder aufs West Ufer Nicht ohne Zwischenstopp bei Ed und Mc Vergeblich suchen wir an der Südspitze der Rhône Schleife auf einer Insel die Grotte d une bonne femme Dann ist es warm genug für ein Sonnenbad im Gras des Rhône Ufers Foto Ausrüstungs Seite ganz oben Kurz darauf bei Evieu hört der Radweg auf Partageons la route Last uns die Straße teilen heißt es gern auf Schildern die Auto und Fahrrad schiedlich friedlich nebeneinander zeigen Die folgende nördliche Rhône Schleife kürzen wir über Montalieu Vercieu ab um am Abend noch Lyon zu erreichen Zuletzt gegen immer stärker werdenden Gegenwind und irritierende Beschilderungen Von den Höhen erblicken wir einmal kurz auf der andern Rhône Seite einen wohl ganz akzeptablen Radweg Jenseits von Rhône Saône erklimmen wir in Lyon die Höhen der Jugendherberge Die ähnlich wie 2003 durch eine 20 bis 21 Uhr Rezeptions Schließung und grässliche Akustik bei lautester Musik versucht abzuschrecken Immerhin ist der in Taiwan lebende Engländer der samt Mini Notebook und reichlich Gepäck nach Amsterdam geflogen ist um von dort das europäische Festland aufzurollen genau so betroffen Das Frühstück versöhnt dann wieder Frisch angelegter Rhône Radweg bei Belley Unbefleckte Empfängnis und 200 Extra

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