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  • Chris on the Bike # Mittelmeer-Umrundung
    geschah aus meiner Nichtanerkennung von Staatengrenzen denn sie sind absurde Ursache für Kriege Wir leben alle in einer Welt So weit so originell Doch ohne Einreisestempel im Reisepass fällt man nach einer illegalen Einreise schnell auf Folge für Holger Knast Es fing an mit 4 Tagen Gefangenschaft und immer wieder die Sätze Don t worry morgen bist Du frei Nach einem Gerichtsurteil 3 Monate auf Bewährung hielten Sie mich weiter in Abschiebehaft um mich dann am Abend des vierten Tages überraschend doch freizulassen Seine Abschiebung soll er mit seinem Fahrrad selbst in die Hand nehmen Also radelt er ostwärts schließlich bis nach Tunesien Die letzten 200 algerischen Kilometer transportiert ihn mal wieder die Polizei Besonders stolz ist Holger dass er seinerzeit in Algerien mit einem Tagesetat von 2 50 DM auskam Es gibt allerdings offenbar eine legale Möglichkeit die Grenze mit vergleichsweise geringem Aufwand zu umgehen eine Fährfahrt über Spanien Vom marokkanischen Nador oder von der direkt benachbarten spanischen Exklave Melilla mit der Fähre ins europäische Almería und von Almería ins algerische Ghazaouet Diese Verbindung soll inzwischen ganzjährig verkehren Sie ist kaum teurer als die wesentlich kürzere Strecke bei Tanger Wer die Mittelmeer Umrundung lückenlos fahren will wird sich natürlich auf beiden Seiten die Fahrt zur geschlossenen Grenze gönnen Ich bin seinerzeit auf marokkanischer Seite von Tanger aus quer über den Höheren und Mittleren Atlas Foto links in die Traum Oase Figuig gefahren Ein paar Monate später flog ich ins algerische Béchar und erreichte von dort nach 120 Kilometern Béni Ounif die algerische Schwesterstadt von Figuig Von beiden Seiten kann man an den auf beiden Seiten besetzten Grenzübergang heran ihn aber nicht überqueren Radfahren in der Sahara Algerien Algerien Algerien ist für Fernradler das komplizierteste Mittelmeer Land Die deutsche Botschaft rät derzeit Frühjahr 2009 dazu sich nur auf dem Luftweg durchs Land zu bewegen Für das obligatorische Visum wird eine Einladung oder eine Buchung mit einem Reiseveranstalter verlangt In der Sahara dürfen sich Reisende nur in Begleitung des Reiseveranstalters bewegen Die Bedingungen für Visa und damit auch für Fern Rad Touren in Algerien verändern sich stetig Von daher lohnt sich wiederholte Recherche beim Auswärtigen Amt oder bei der algerischen Botschaft in Berlin oder beim Konsulat in Bonn Häufig erfährt man nur am Telefon dass die Vorraussetzungen für ein Visum lascher gehandhabt werden als es bei schriftlichen Informationen erscheint War es vor Jahren noch in der Wüste einfacher als an der von terroristischen Anschlägen beherrschten Küste zu radeln hat sich das inzwischen umgekehrt Durch die Entführung mehrerer Europäer im Jahr 2003 sind die Kontrollen an den Check Points in der Sahara sehr viel restriktiver Der nachlassende Terrorismus im Norden gewährt den Reisenden größere Freiheit im Norden Gewarnt wird nach wie vor vor der Kabylei einer Gegend südöstlich von Algiers Aktuelle Fahrrad Berichte aus Algerien sind rar Die Küsten Straße zu der es häufig auch weniger befahrene Alternativen gibt ist hügelig aber nicht sehr anspruchsvoll Die Fahrer sollen sich Radlern nur sehr vorsichtig nähern da Fahrrad fahren in Algerien nicht weit verbreitet ist Der schon bei der Grenzproblematik zitierte Holger Halfmann berichtet davon dass ihm Kinder nachgelaufen seien Und versucht hätten Gepäckstücke an sich zu bringen Algerien war denn auch das letzte Land meiner Mittelmeer Umrundung Im Herbst 2002 flog ich nach Béchar an die marokkanisch algerische Grenze und fuhr ein einsames Rennen gegen den Passat Wind aus Nordost Eine Million Kilometer Gegenwind auf so gut wie nicht befahrenen Straßen über Béni Abbès Timimoun El Meniaâ El Goléa Ghardaia Ouargla Touggourt ins tunesische Tozeur Meist befindet man sich in der Steinwüste und umkurvt dabei die großen Sandwüsten des Grand Erg occidental und oriental Die Warnschilder vor Sand haben dabei ihren Sinn Kleinste Anhäufungen auf der Fahrbahn können dem Radler zum Verhängnis werden Durch den Fahrtwind eines LKW rutschte ich beinah unters Fahrgestell 2 122 Kilometer vor Kairo in Tunesien Tunesien Tunesien ist für Radler ein Paradies Rund um das Mittelmeer gibt es keine Schulkinder die auch nur annähernd so begeistert auf Radfahrer reagieren wie hier Mädchen wie Jungen brechen schon von Weitem in Jubel aus feuern an versuchen abzuklatschen Begeistern sich an Aussehen Gepäck oder Fortbewegung der Radler und liefern sich gern Wettfahrten Günstige Unterkunft ist allerorten zu finden Römische Ruinen in Karthago auch durch punische Relikte durchsetzt bieten tolle Kulissen Das Bardo Museum in Tunis hat die bedeutendste Mosaik Sammlung der Welt Strand lädt vielerorts zum Bad im Mittelmeer ein Dass Tunesien eine sehr hart geführte Diktatur mit einem mächtigen Geheimdienst ist bleibt dem Radler wie dem Touristen mehr oder weniger verborgen Die vielen gesperrten Internet Seiten sind ein Indiz Wie die monotonen französischen Zeitungen Gespräche über den Präsidenten sollte man niemandem aufdrängen Thermen von Sabratha Libyen Libyen Das libysche Touristen Visum ist leider eine aufwändige und teure Sache Der Reisepass muss zunächst eine offizielle arabische Übersetzung der Pass Daten enthalten und darf keine Stempel von israelischen Grenzübergängen enthalten Andernfalls wird von deutschen Behörden ein zweiter Reisepass ausgestellt Darüber hinaus muss man in der Regel über ein deutsches Reisebüro eine Buchung bei einem libyschen Reisebüro vornehmen Das Reisebüro muss auch bei der Einreise an der Grenze präsent sein und ist theoretisch für seine n Kunden während des gesamten Aufenthalts verantwortlich Im Jahr 2001 hat mich das Visum umgerechnet etwa 250 Euro gekostet Inzwischen muss man bei der Einreise Geldmittel im Wert von 1 000 US vorweisen Die Mentalität vor allem der Behörden ist geprägt von jahrzehntelanger Skepsis gegenüber westlichen Ausländern Besonders beim Fotografieren gilt größte Vorsicht Ich musste einen Film aus der Kamera nehmen und zwangsentwickeln nachdem ich Autos fotografiert hatte die durch knöcheltiefes Wasser auf einer Wüstenstraße fuhren Abzüge und Negative dieser Szene wurden einbehalten Besonders in der Nähe von Raffinerien häufen sich die Check Points und die Ungeduld der Soldaten wenn man nach der Kontrolle nicht schnell weiter fährt Die Kräfte im Land die versuchen den Tourismus zu fördern sind immer noch schwach Mit Libyern kommt man selten in Kontakt Eher mit Händlern aus Schwarzafrika die je nach Heimat Französisch oder Englisch sprechen Libyens 2 000 km lange Mittelmeer

    Original URL path: http://www.chris-on-the-bike.de/mittelmeer (2016-04-26)
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  • Chris on the Bike # Karakorum-Highway
    über das K2 Massiv Zu den erwartbaren Strapazen trägt der gerade unter chinesischer Führung in Angriff genommene Ausbau des pakistanischen KKH Teils zusätzlich bei Eine Dauerbaustelle über viele hundert Kilometer Doch da man nur auf pakistanischer Seite bis zur Passhöhe fahren darf kommt für den Start nur Islamabad in Frage Live Twitter Ticker Teil 1 Abu Dhabi und Pakistan am Indus Polizei Eskorte im heißen Hochgebirgs Sommer Freitag 19 Juni 2009 Alles beginnt diesmal mit einem Gang zum Bahnhof Den überdimensionalen aber nicht überdimensionierten Fahrradkarton Teil 2 Khunjerab China und retour Aufstieg in Trance am Delirium Pass Sonntag 28 Juni 2009 Drei Mal lasse ich den Wecker klingeln Ich bin zu müde zu schwach mir ist zu schlecht Aspirin Route Karakorum Highway Höhenprofil Karakorum Highway Etappen Karakorum Highway 21 6 1 7 2009 Details mit Geschwindigkeiten Höhenmetern etc als Excel Tabelle Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km 1 21 6 2009 Islamabad Taxila Abbottabad 121 2 22 6 2009 Abbottabad Thakot Besham 154 3 23 6 2009 Besham Polizei Transport 18 km Dasu Barsin 69 4 24 6 2009 Barsin Chilas 119 5 25 6 2009 Chilas KKH km 530 115 6 26 6 2009 KKH km 530 Gilgit Ghulmet

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  • Chris on the Bike mit Miri # Samarkand - Kashgar # Kirgistan & China
    dessen derzeitige Schließung für Ausländer uns zum großen Umweg durchs Fergana Tal zwang Eigentlich soll diese Trasse wieder zu einem belebten Teil der Seidenstraße werden Auch auf tadschikischer Seite ist ein voller Ausbau der Strecke mit Hilfe von Entwicklungsgeldern geplant Der jetzt vor uns liegende Grenzübergang nach China ist erst vor zehn Jahren geöffnet worden Auf der kirgisischen Seite wirkt er ganz provisorisch Die Straße selbst gesäumt von wartenden LKW und mobilen Handels und Verpflegungsstationen ist gesperrt Wir müssen ein paar Meter zurück um durch die linker Hand liegenden Abfertigungsgebäude offiziell auszureisen Ein bisschen wirkt alles nach Feierabend Zwei drei Männer warnen uns die chinesische Seite sei für diesen Tag längst geschlossen aber die kirgisischen Soldaten über die sich manche Horrorgeschichte im Netz findet sind sehr bemüht uns schnell und kostenlos durchzuschleusen Wir erwarten eigentlich immer noch den Irkeshtam Pass und rechnen damit nun bis zur eigentlichen Grenze noch kräftig steigen zu müssen Stattdessen erscheinen nach ein paar hundert Metern 73 statt wie angegeben 78 km hinter Sary Tash kommunistisch rote Grenzsteine samt Stern Davor linker Hand noch einmal eine kirgisische Station die uns endgültig entlässt ins Niemandsland Hier stecken noch ein paar LKW fest Vor allem weil einer von ihnen umgekippt ist und die Ladung im Straßengraben liegt Wenige Meter weiter haben auch wir nichts mehr zu lachen Der chinesische Schlagbaum ist heruntergelassen Für heute Der Soldat macht uns in Zeichensprache klar dass wir bis zum frühen Morgen hier zu warten hätten Noch ist es halbwegs warm aber der Grenzübergang liegt verdammt hoch fast auf 3000 m Einzige denkbare Unterkunft wäre eins der nicht allzu gastfreundlich wirkenden LKW Führerhäuser Uns fröstelt Unentschlossen starren wir auf den Schlagbaum In China gehen alle Uhren nach Pekinger Zeit So ist es während die Sonne gerade untergeht auf kirgisischer Seite 18 Uhr während es auf chinesischer schon 20 Uhr ist Überraschend taucht ein chinesischer Militärjeep mit vier Mann Besatzung auf Vermutlich beschäftigen sie sich mit dem umgestürzten LKW Einige Minuten später kehren sie zurück Der Wagen hält Unseretwegen Der Kommandeur spricht chinesisch gefärbtes Englisch kassiert unsere Pässe und fordert uns auf ihrem Wagen zu folgen Diese Wendung des Geschehens lässt unsere Glückshormone ins Hirn schießen Mit voller Kraft folgen wir dem Jeep fast fünf Kilometer weit Bis sich vor uns ein Gebäude mit einem riesigen Uhrturm erhebt von dem zur vollen Stunde der Big Ben Klang durchs Tal schallt Die chinesische Grenzabfertigung Hinter dem Gebäude lässt sich eine Art Ortschaft erahnen die zu der Grenzstadt gehört Simhana wie wir später auf unserer Karte entdecken Der Kommandeur ist sicher entschieden aber freundlich in seinen Anweisungen Unsere Pässe bekämen wir morgen wieder einstweilen könnten wir hier übernachten Es gebe ein chinesisches und ein nicht chinesisches Hotel Das chinesische sei sauber Wir machen uns auf den Weg durch die in den vergangenen Jahren im Reißbrett Muster errichteten Flachbauten Erkennen nicht dass wir schon mitten in China sind Hinter jeder Tür verbirgt sich ein anderes Business Eine Tür kündet in arabischer chinesischer und kyrillischer Schrift Hotel Foto rechts Bestehend aus zwei Zimmern Das erste Durchgangszimmer zum zweiten wird unseres Zwei Etagenbetten stehen hier Eine Karaffe mit warmem Wasser wird hereingereicht Im zweiten Zimmer schlafen alle andern Gäste und das Service Personal Dort steht der Fernseher Haben wir heute keinerlei Bedarf Besser als beim Chinesen Freitag 15 September 2006 Simhana Karabel Daban 2930 m Akto Mountains Pass 2990 m Taktudulak Daban 2850 m Kansu 122 km Zur Grenzabfertigung müssen wir noch mal zurück auf die andere Seite des Abfertigungsgebäudes Bekommen zu diesem Zweck auch unsere Pässe zurück Wir sind um 10 30 Uhr anscheinend die ersten Chinas Ferner Westen lässt sich nicht von der Peking Zeit gängeln Die Menschen stehen mit der Sonne auf Ein fest installiertes Gerät misst unsere Körpertemperatur ohne Körperkontakt 35 8 Grad Celsius zeigt es bei mir an Ist ok Zentraler Raum des Abfertigungsgebäudes ist eine Bank LKW Fahrer um mich herum zahlen Berge von Geld ein Sie drängeln von allen Seiten Einer lässt mich schließlich vor Meine 50 Dollar sind hier nur läppisches Kleingeld ganz anders als in den ehemaligen Sowjetstaaten Miri kann endlich einkaufen Während sie die überdimensionierten chinesischen Luftverpackungen erwirbt und eine Flasche Future Cola Foto rechts die wie vieles hier ihrem westlichen Pendant aus Atlanta täuschend ähnelt entdecke ich einen Riss am Hinterreifen ihres Fahrrads An der Felge ist der Mantel Schwalbe Spezial auf einer Länge von 30 cm aufgerissen der Schlauch ist deutlich zu erkennen Foto weiter unten links Wat nu Einen Ersatzmantel haben wir jedenfalls nicht dabei Wir verlagern Miris Gepäck auf meinen Gepäckträger Und hoffen dass der Schlauch nicht platzt reißt Fahren langsamer auf den langen Abfahrten Denn die Berge legen sich weiter quer zu unserer Strecke Drei Pässe zwischen 2800 und 3000 m überqueren wir Ganz unterschiedliche Gesteinsformationen wechseln sich ab sh Foto special Es ist wieder oder immer noch traumhaft Und weil wir das nirgendwo sonst erwähnt fanden noch einmal Es ist traumhaft Foto links Wunderschöne Bergpanoramen Und Asphalt Selten haben wir ihn so genossen In der menschenleeren Gegend sind sogar alle paar Meter Frauen und Männer der Straßenmeisterei die wie Vorposten des 1 3 Mrd Volkes wirken dabei die Randstreifen des Asphalts zu hegen und zu pflegen In diesem Zipfel der Volksrepublik leben Tadschiken und Kirgisen vor allem aber Uiguren ebenfalls ein Turkvolk Trotz Latinisierungs Versuchen der Pekinger Regierung schreiben sie ihre Sprache immer noch mit arabischer Schrift Die Verkehrsschilder sind auf Chinesisch und Uigurisch verfasst die ehemaligen englischen Bezeichnungen lassen sich häufig im Lack erkennen Es gibt sowieso so gut wie keinen Abzweig Der einzige größere Ort Kansu ist ein kleines Dorf von weitem aber schon an der Dunstglocke seiner Fabrik zu erkennen Die Luft ist elend vor allem wenn man zuvor tagelang durch einsame Hochtäler geradelt ist Die Menschen sind freundlich es gibt einige Läden und sogar ein Hotel worauf wir gar nicht zu hoffen wagten Es hat keine Toilette aber das sind wir längst gewohnt Unser Raum hat sechs sieben Betten doch als mitten in der Nacht noch jemand Einlass verlangt

    Original URL path: http://www.chris-on-the-bike.de/kashi_j (2016-04-26)
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  • Chris on the Bike mit Miri # Mainz - Plettenberg
    Juni 2014 Rhein Wied Kurier 1982 Comeback2Neuwied 2014 Dann wirft Bonn Schatten voraus In Unkel ist nicht nur nach wie vor das Altenheim Christinenstift in dem wir damals übernachten durften sondern inzwischen auch das Willy Brandt Forum Der Altkanzler hat die letzten Jahre seines Lebens in dem Örtchen gewohnt und im Sparkassengebäude am zentralen Platz erinnert ein Museum daran Inzwischen ist es heiß geworden Die Stühle vor dem Eis Café gegenüber sind gut besetzt Bad Honnef und Königswinter sind weitere rechtsrheinische Highlights bevor ich bei meinem Freund Christian Foto links in Bonn Beuel im Garten sitzen kann Christian gehört zu den allerersten und treusten Fans dieser Website Seine amüsanten Kommentare erheiterten mich auf den härtesten Wüsten und Berg Etappen Dabei ist alles was ich mir körperlich freiwillig zumute ein Kinderspiel gegen das was ihm das Leben aufzwingt Vor elf Jahren hatte er grad die zweite Herzklappen OP hinter sich Gleichwohl schleppte er sich an die Ironman Strecke in Frankfurt um mein Marathon Walking zu unterstützen Seit vier Jahren kämpft er unermüdlich gegen die Folgen eines Schlaganfalls und erringt dabei Langstrecken Erfolge die man kaum für möglich hält Und ist dabei so ausgeglichen amüsiert und amüsant wie in seinen Kommentaren seit Jahren Tochter Emilia macht ein Foto von uns Foto links Louisa gibt mir ein Stück Kreide für eine weiteres Foto mit Weiter geht s rechtsrheinisch nach Köln Foto unten Anders als Mirjams Zug treffe ich pünktlich auf dem restlos überfüllten Bahnsteig im Kölner Hauptbahnhof ein Der Zug kommt innerhalb von fünf Minuten und geht somit nicht in die Verspätungsstatistik der Bahn ein Schon nach wenigen Metern sind wir am Rhein und lassen allen vorpfingstlichen Trubel hinter uns Im Norden von Köln führt der Radweg um Hafenbecken und Industrieanlagen Als wir die gerade umschifft haben biegen wir von der Merkenicher Hauptstraße auf den Rheindamm Hier und jetzt überrolle ich meinen persönlichen Touren Kilometer 90 000 Mit Louisas Kreide male ich die Zahl auf die Damm Mauer und das Wort DANKE als imaginäre Ziellinie Foto rechts Miri der das DANKE ganz besonders gilt macht die Fotos Bei KM 22 680 habe ich sie in Jerusalem 2001 kennengelernt bei KM 37 071 sind wir 2004 erstmals gemeinsam gefahren Seitdem haben wir rund 30 000 KM gemeinsam zurückgelegt Und vieles mehr Mehr als zwei Mal rund um die Erde auf dem Äquator Was für eine Fülle an Geschenk Die Abendsonne scheint heute ganz besonders schön Wirft goldige Schatten auf die fast reifen Getreidefelder Foto unten Die letzten Kilometer zur Festung Zons Wir schlendern noch durch die wechsel und wehrhafte Geschichte der großen Anlage Approaching Cologne from South East Abendsonne kurz vor Zons Heiß und Eis Samstag 7 Juni 2014 Zons Fähre Düsseldorf Essen 81 km Es ist einer der heißesten und schwülsten Tage aller meiner Radtouren Schon als wir in Zons auf die Fähre zur andern Rheinseite rollen ist es fast 30 Grad Bei Schloss Benrath fliehen wir in den grade öffnenden klimatisierten Schloss Shop Was hilft s Wir müssen wieder raus Und selbst

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  • Chris on the Bike mit Miri # Hull - Glasgow
    den Plastikbezug des Schalthebels Foto s Ausrüstung Seite Obwohl ich sofort anhalte finden wir in dem einsetzenden Regen das Plastikteil nicht mehr Da wir Whitby Abbey schon im vergangenen Jahr erlebt haben fahren wir heute über das hohe Viadukt des River Esk im Bogen runter in den Ort Sehr nett hier Weniger voll diesmal Nur Fish n Chips ist nicht so prickelnd wie gestern in Bridlington Auf dem Rail Trail Cinder Track zwischen Scarborough und Whitby Rekord Steigungen im Moor Dienstag 7 Juli 2015 Whitby North York Moors Middlesbrough 60 km Im vergangenen Jahr waren wir gezwungen die Tour in Whitby zu beenden und mit dem Zug fortzusetzen Der Blogeintrag damals Um 19 19 Uhr startet der letzte Zug heute nach Middlesbrough durchs North Yorkshire Moor Ein Traum Zumal bei Sonnenuntergang Ein grünes Tal voller Wiesen eingerahmt von knorrigen Bäumen und Heidelandschaft Ideal für die nächste Radtour Das soll nun heute realisiert werden Die Karten zeigen allerdings an eine Straßenverbindung parallel zur Zugstrecke im Talboden verlaufend gibt es nicht Den Abstecher ins Moor erleichtert allerdings die Tatsache dass der GROSSE Nordseeumrundungsradweg hier NCN 1 in Whitby einfach endet Er setzt erst 18 Kilometer weiter nördlich in Staithes an der Küste wieder ein Die dorthin führende A Road erschien den Planern wohl nicht zumutbar für Radler Aber was sollen sie tun Als Alternative ist wohl die NCN Route 165 gedacht die quer durch den North York Moors National Park führt und sich in Middlesbrough wieder mit dem NCN 1 vereinigt Ich glaube allerdings eine noch bessere Streckenführung als den NCN 165 gefunden zu haben Eben auf der Basis unserer Zugfahrt möglichst nah an der Bahnstrecke Sie erweist sich allerdings vor allem als noch härter Wir radeln zurück über das Viadukt mit Blick auf den River Esk Kurz darauf stoßen wir in Ruswarp auf den NCN 165 und folgen ihm im Flusstal Bei Sleights allerdings steigen wir durch den Ort auf um anders als der NCN 165 auf der Südseite des River Esk zu radeln Die Straße schwingt langsam mit einem Auf und Ab an das sich stetig steigert Bis bei der Abfahrt zum Bahnhof von Grosmont plötzlich 30 in Buchstaben dreißig Prozent Gefälle angekündigt sind Und es ist nicht der steilste Teil des heutigen Tages Am Bahnhof stoßen wir gerade auf den Steamtrain Mit ohrensprengendem Lärm stößt die Lokomotive Wasserdampf vorne hinaus während der schwarze Dampf aus dem Schornstein steigt Langsam setzt sich das Gefährt in Gang Zu genau dem klassischen Zischen das so lautmalerisch zum Markenzeichen des Zugfahrens geworden ist Dampflokomotive startet im Bahnhof Grosmont Miri radelt durch Schafverkehr Vor der nächsten 25 Prozent Steigung Foto rechts drehen wir ab auf den Dirt Trail am Fluss entlang bis Egton Bridge Danach kommt dann doch eine unausweichliche Mega Steigung die bald ebenso steil 30 Prozent mal wieder einmal sollen es heute auch 33 Prozent sein hinunterführt Nicht ohne dass wir trotz miserabler Kilometer Bilanz eine Pause mit Blick auf das in der Sonne liegende Glaisdale machen Bis dorthin kommen wir gar nicht weil wir auf der Nordseite des Flusses bleiben wollen was nur möglich ist indem wir Bauzäune an die Seite räumen Nur um wieder eine höllische Steigung in Angriff zu nehmen D h ich schiebe Miri mäandert auf dem Rad Am Ende des Tages gibt der Radcomputer als durchschnittliche Steigung fünf Prozent an Ein extrem hoher Wert Ein SUV überholt uns Wir fragen wohin es eigentlich geht Die Straße soll nach Lealholm führen Irgendwie erreichen wir es auch Aber realisieren es nicht Und noch bevor wir es nicht realisieren stoßen wir wieder auf den NCN 165 Geläutert bleiben wir ihm treu bis Great Ayton Er verschont uns allerdings keineswegs mit spektakulären Steigungen Wenn es gelegentlich nur mit 15 oder 17 Prozent rauf geht jubilieren wir Dann Regen Unter einer riesigen Eiche samt klassischer Feld Mauer sind wir zunächst ganz gut geschützt Als wir weiter wollen legt der Regen erst mal richtig los Wir bleiben Langsam werden wir auch hier unter dem Baum nass Nach fast einer Stunde sind wir so geflutet dass wir uns ein paar hundert Meter weiter in eine Scheune schleppen Da ist aber schon wieder blauer Himmel zu sehen der der Sonne bald das ganze Terrain überlässt Bald führt der Radweg mal wieder auf einem sehr schönen Dirt Trail parallel zum Zug Wieder ist eine Parkbank da auf der wir in der Sonne unsere Scarborough Vorräte aufbrauchen Umgeben von Farn und Heidekraut Bei 240 Meter Höhe etwa beenden die Bauern ihre Landwirtschaft und überlassen dem Heidekraut und den Heidelbeeren das Gelände Foto links Der Weg heute geht zu guter Letzt auf 280 Meter Aus der Hochmoor Fläche geht es hinab nach Great Ayton Um zu unserem Hotel am Stadtrand von Middlesbrough zu kommen müssen wir die Radroute verlassen und auf sehr angenehmer A Route Richtung Stadt fahren Bei der Fahrt auf den Hotelparkplatz springt die Kette zwischen Kettenblatt und Rad Schon wieder Und wieder ist es eine Schweinemaloche die Kette da rauszukriegen Zumal wenn man so müde und erschöpft ist wie es heute und auf dieser Tour nicht vorgesehen war Dennoch der ideale Moment für eine Panne Steg auf dem Castle Eden Walkway Auf dem Castle Walkway zur Partnerstadt Mittwoch 8 Juli 2015 Middlesbrough Station Town Sunderland 72 km Regen verschiebt den Start in den Tour Tag Wenn Weatheronline bzw Wetteronline in Deutschland regenfreie Perioden anzeigt sind sie auch regenfrei Hier nicht Jeden Tag Als wir losfahren regnet s immer noch ein bisschen In Downtown Middlesbrough weist uns ein Mann stolz auf die Möglichkeit hin am Busbahnhof das Fahrrad bewacht abzustellen Die Homepage der Stadt schreibt The centre offers free indoor manned and secure cycle parking along with lockers showering facilities and help and advice Aber wir sind ja gerade erst gestartet Und müssen über den River Tee Die NCN 1 haben wir zwar gefunden aber die Schilder sind widersprüchlich Am Stadtende stellen wir fest dass es auf Middlesbrougher Seite eine Riverside und eine Town Variante gibt Das hilft uns aber immer noch nicht über den Tee Wir fahren schließlich über die von Google Maps vorgeschlagene Brücke auch wenn der offizielle Radweg nicht so recht will Wir finden aber in Stockton on Tee sofort wieder zu ihm zurück Und danach verlässt er uns nur noch selten Er führt ungewöhnlich konsequent durch Gewerbegebiete wie durch Wohnviertel und über Schnellstraßen Foto rechts Und dann nördlich von Stockton on Tee sehr lange fast durchgehend auf einer ehemaligen Bahntrasse Herz des Ganzen der Wynward Woodland Park mit seinem Castle Eden Walkway Die letzten Züge fuhren hier vor 50 Jahren Jetzt ist der Untergrund schwarz und weich Auch der Nordwind erleichtert das Fahren nicht Dennoch ein sehr angenehmer weil autofreier Weg Gelegentlich über eigens gebaute Holzstege Foto oben Selbst Radlern begegnet man kaum Auf dem Holzsteg durch den Sumpf Hinter South Hetton verlieren wir den NCN 1 wollen aber so oder so nach Seaham zurück ans Meer Von dort geht s wunderbar am Meer entlang sanft nach Sunderland Partnerstadt meiner Heimatstadt Essen Mein Onkel hat dadurch eine Dame kennengelernt die inzwischen 77 Jahre alt ist Olive Foto links empfängt mich sehr nett und ich erfahre eine Menge über das Leben hier am Südrand von Northumberland Blick aus dem Balmoral Terrace Guest Houses auf Miri in the Sea Promenade am Roker Cliff Park in Sunderland Traumhaft am Meer Donnerstag 9 Juli 2015 Sunderland Blyth Warkworth 75 km Wir haben ein wunderbares Zimmer im zweiten Stock der Balmoral Terrace Guest Houses mit Blick auf Strand Hafen und Meer Auch heute stürzt sich Miri am frühen Morgen in die Fluten Die Wellen schwappen auf die Promenade Fotos oben Einige sehr schöne Streckenabschnitte führen direkt an den Klippen entlang Foto rechts In South Shields werden wir an die Fähre über den River Tyne nach North Shields geführt Eine Brücke ist hier weit und breit nicht zu sehen Der Fluss ist riesig breit Einige Kilometer landeinwärts existieren Tunnels für Autos Fußgänger und Radler Letztere sind aber momentan wegen Renovierung geschlossen Hier am Fluss begann auch der Hadrian s Wall auch zu dem gibt es inzwischen den Hadrian s Cycleway die NCN 72 Einer der Coast to Coast Routen the Roman Way Am Leuchtturm von St Mary s Island ist die Flut noch nicht so weit zurück gegangen dass wir trockenen Fußes auf die Insel kämen Foto unten Leuchtturm von St Mary s Island Immer auf der britischen National Cycle Route 1 Auch in Blyth müssen wir zur Überquerung des gleichnamigen Flusses etwas landeinwärts Vorher legen wir in einem schönen Park eine Pause ein Einige Kindergruppen spielen hier in den Wasserfontänen Und ein etwas herunter gekommener Radler irrt erst umher und schält dann seine Orangen auf der Nachbarbank Wir kommen kurz ins Gespräch Aus Tübingen komme er Ist auch auf dem Weg nach Norden Wir sehen uns Noch am selben Abend Baut er sein Zelt im Burggraben von Warkworth auf wo auf der andern Seite der Burg auch unsere allernetteste Unterkunft steht das Roxbro House Das am frühen Abend Käse und Wein für alle Gäste spendiert Wie am frühen Morgen frische Milch vor der Zimmertür für den wichtigen allerersten Tee nach dem Schlaf Vorher allerdings sparen wir uns den NCN 1 Abstecher nach Ashington geraten dafür aber in Newbiggin by the Sea an selbige See die sich aber als Sackgasse erweist Nur ein minimaler Umweg Industrieanlagen umkurvend geht es durch Lynemouth in Schleifen wieder ans Meer Und nun für den Rest des Tages einfach traumhaft Ganz ruhige Straßen und Wege direkt am Meer Fotos oben und links Bei Amble geht es zum dritten Mal an diesem Tag landeinwärts Zur Überquerung des River Coquet in Warkworth Unser Tagesziel Mit besagtem Roxbro House Und einem Abendspaziergang In der Kirche werden 800 Jahre Magna Charta gefeiert und eine Hochzeit vorbereitet Warkworth mit Kirche mit Schloss mit River Coquet On the Beach Freitag 10 Juli 2015 Warkworth Die wunderschöne Halbinsel auf der Warkworth liegt Fotos oben und unten ist ideal für einen Ruhetag Auch wenn wir ins Nachbarhotel umziehen müssen Die Unterkünfte werden rar hier im Norden Miri schwimmt im River Coquet ich im Meer Meine Füße bekommen einen Sonnenbrand Zu wenig Übung im Sonnenbaden Zu wenig Stranderfahrung Blick auf das Schloss von Warkworth aus unserm Zimmer im Sun Hotel Heiler Manfred Samstag 11 Juli 2015 Warkworth Seahouses Berwick upon Tweed 80 km Es geht wieder raus rauf auf die Klippen Wieder mal mehr mal weniger direkt am Meer Mal asphaltiert mal Betonplatten Foto unten Mal ein schmaler Pfad am Rande der Klippen Die mühsamsten Kilometer sind in der Erinnerung die tollsten Schon geht s auf Meeresniveau hinunter um den sich dahinschlängelnden River Alnmouth zu überqueren Der malerische Blick zurück geht über Mohnfelder Foto weiter unten Auf der Höhe von Littlehoughton ist die schönste Bucht Foto rechts Wie so oft ist der Weg am Eingang zur Bucht mal wieder mit einem Hindernis für Rindviecher und alle anderen versehen Diesmal ein Klapptor Foto noch weiter unten Auf Betonplatten River Aln bei Alnmouth Kleine Hindernisse auf dem Nationalen Radweg Nr 1 Hier fließt nicht nur ein kleiner Bach ins Meer sondern auch eine Quelle die Whitefin Spring springt ebenfalls direkt ins Meer An diesem romantischen Plätzchen wo der Fahrradpfad am engsten wird treffen wir ihn wieder den Tübinger den wir schon in Blyth und Warkworth gesehen haben Foto links Dann kann er uns wieder einordnen die aus Mainz Was er vorgestern sagen wollte und wir nicht verstanden hatten Mainz wie es singt und lacht sei mal im Fernsehn direkt nach einem Krimi Loch gesendet worden Das sei doch wohl ein kapitaler Programmprogrammierungsfehler Manfred heiße er Er hat hier geschlafen und sattelt grade sein Hab und Gut Miri fragt nach dem was rausragt aus seinem Pullover Flöte aus Holunderholz Bekommt man nur im Internet für 70 Euro Er spielt ein paar Töne Nicht schlecht Auf einem Flughafen habe man ihn mal mit vorgehaltener Waffe gebeten die Flöte hinter seinem Nacken hervorzuziehen Dann hätten alle zu seinen Klängen getanzt Mit seinen Sandalen weiter Trainingshose langem weißen Bart weißen Haare und bunter Brille gehören für ihn Schwierigkeiten an Grenzübergängen dazu 42 Länder habe er mit dem Fahrrad bereist Zuletzt die Azoren Meine Touren Visitenkarte will er mir erst zurückgeben Internet sei nicht sein Ding Er sei Heiler Und Computer würden die heilende Kräfte stören wenn nicht zerstören Natürlich Auch von Bahn Fahrkarten Automaten halte er sich fern Lasse sich bestenfalls von anderen die Tickets ziehen Als Heiler sei er berühmt denn es gebe schon einen YouTube Film über ihn Manos der Heiler Wider seinen Willen habe ein Fernsehsender Material über ihn ins Netz gestellt Der Film Manos The Guru vom Finkenbach Festival 2011 hat bis heute 1161 Aufrufe Manfred Linz aus Bamberg ist ein Heiler der in allen mystischen ayurvedischen und heilenden Kreisen bewandert ist heißt es da Manfred wirkt um einiges jünger Wir fahren voraus Folgen der NCN 1 nicht runter in die Sackgasse nach Craster und zum Dunstanburgh Castle das wir in der Ferne sehen Folgen dem NCN 1 auch dann nicht als er kurz darauf ins Landesinnere führt während die nicht allzu befahrene Küstenstraße uns als bessere Alternative erscheint So oder so kommt man und kommen wir nach Seahouses Shoppen dort Trifle den Berwick Advertiser Fish n Chips herrliche Teilchen beim Bäcker Kortison Salbe und Antihistaminikum gegen Allergien beim Apotheker und ähnliches Noch ein paar Kilometer und wir sind in Bamburgh Foto rechts In Sunderland konnte ich ein Gemälde der Burg am Strand sehen das Olives Vater 1968 gemalt hat Miri besichtigt das Schloss Ich werde bemitleidet ob meines Sonnenbrandes auf den Fußrücken den ich mit Nivea und viel Trinken bekämpfe Eine andere Frau schenkt mir Taschentücher Und als ich ein bisschen rumlaufe fährt auch Manfred ein auf dem Platz unterhalb der Schlossburg So was Gewaltiges hab ich noch nicht gesehen Er ist etwas anders gefahren Hat die Burgruine von Dunstanburgh mitgenommen und musste dann über einen Golfplatz die Route fortsetzen Danach hat er den NCN 1 weitab von der Küste genommen und sich gewundert warum niemand weit und breit zu sehen ist Sofort kommt er wieder ins Erzählen Zwei Frauen habe er gehabt Eine wohl im Rheinland sieben Jahre mit Job bei Thyssen Aufzügen dann war alles vorbei eine auf den Philippinen mit der er auch noch verheiratet sei Von beiden habe er eine Tochter In Wuppertal habe er von 1979 bis 1984 ein Restaurant gehabt wo er mit verschiedenen Frauen Veranstaltungen Geld gemacht habe 250 000 Mark Am Ende gab s dann aber Probleme mit dem Finanzamt Aber alles verjährt Gestern habe er sich eine tote Taube gebraten die er irgendwo gefunden habe Heute hatte er einen Hasen im Blick aber der war ihm zu groß Drei vier Kilo Fleisch Zu viel Manfred scheint zufrieden mit seiner Rolle als Radler durch die Lande Es tut nur weh dass er den Eindruck vermittelt nirgendwo anders mehr klarzukommen Im Zickzack verlässt der Fahrradweg nun die Küste vor der hier die große Inselgruppe Holy Island liegt die bei Ebbe zu erreichen ist aber nur von Norden Auch sie ist mit der Missionierung Britanniens verbunden Um die große A 1 zu vermeiden steigt der Radweg NCN 1 bei Bedford nun in die Hügel Ein junges Paar auf einem Liege Sitz Tandem hat hier schon ihr Tagesziel erreicht Sie sind bergauf sehr schnell gewesen Zwei Fernradlerinnen begegnen uns und schließlich als wir schon wieder in Küstennähe sind ein Doppel Paar Die vier Freizeitradler wollen auch nach Berwick Sind sich unsicher ob sie richtig sind Wir nicht Der NCN 1 ist inzwischen ein treuer Begleiter geworden Wir glauben zu wissen wann wir uns auf ihn verlassen können Eine letzte Pause in den Dünen mit Blick auf Holy Island und die Piste die dahinführt Trifle Lemonkuchen laufen aus Alles muss weg Der Weg durch die Wattwiesen ist mühsam Die Kräfte schwinden Wir schinden uns Zuletzt ein paar Tropfen Rein in die Jugendherberge von Berwick Im Jungenzimmer liegt ein alter Mann dem sein Rucksack abhanden gekommen ist Er versucht schon zu schlafen will um vier Uhr aufbrechen Seine Krawatte liegt herum Sonst praktisch nichts Der Junge von der Rezeption kommt mit der guten Nachricht dass der Rucksack gefunden worden sei Weitere Entscheidungen überfordern den alten Mann mit dem ich mir das Fünf Bett Zimmer teilen werde Zumindest wohl bis vier Uhr Ich gehe Mit Miri und ohne Dusche erkunden wir noch die Gottesdienstzeiten Als wir ratlos vor einem Gebäude mit Davidsternen stehen klärt uns ein älterer Passant auf eine Freimaurer Kultstätte In der römisch katholischen Kirche ist morgen Erstkommunion aber es gibt auch noch anglikanische schottische reformierte und methodistische Gottesdienste Ayton Castle Big Baby unnötige Schlenker und die Armada Windräder Sonntag 12 Juli 2015 Berwick upon Tweed Grenze England Schottland Eyemouth Dunbar 53 km Um halb zwei nachts kommt ein Typ ins Zimmer den ich sofort Big Baby taufe Kaum steht er mit seinen Riesen Shorts und Riesen T Shirt im Zimmer hat den alten Mann und mich geweckt wirft er sein Smartphone an und beginnt intensiv zu telefonieren Hätte er vielleicht auch vor der Tür machen können Vermutlich telefoniert er mit dem Nachbarzimmer oder mit seiner Mutti Dann geht s ins Bad Durch Öffnen der Tür springt unweigerlich dank Bewegungsmelder das Licht dort an und das schwillt auch in den so genannten Schlafraum Als Riesen Baby endlich im Bett liegt beginnt er innerhalb von Sekunden granatenmäßig zu schnarchen Nun kommt der alte Mann ins Spiel und versucht durch Zischen den Schnarcher zu wecken Ab und zu gelingt das Dazu die Dauerspülung des Klos Irgendwann stößt noch Riesen Baby II dazu Als der alte Mann gegen vier Uhr das Zimmer verlässt um seinem wieder gefundenen Rucksack zuzureisen schlafe ich wohl Riesen Baby II springt dafür recht früh aus dem oberen Bett komplett mit Jeans gekleidet und zieht davon Kurz darauf auch Big Baby Auch er zieht im Schlafzeug in die Welt Viel Schlaf war nicht Wir gehen zur Frühmesse der Anglikaner So trist wie vor einem Jahr in Boston Keine Lieder keine Orgel keine Predigt Sinkt der Kirchenbesuch weiter wie bisher habe ich gestern in der Kirchenzeitung gelesen werden statt

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  • Chris on the Bike mit Miri # Iran - Persischer Golf
    für die iranische Großfamilie mit Blick aufs Meer Der Gasofen stellt um sechs Uhr abends seinen Dienst ein Wir werden uns alle Decken hier übereinander legen Geschafft Glücklich aus dem Kandovan Tunnel Schnee auf der Nordseite des Elburs Gebirge Abfahrt zum Kaspischen Meer auf der Chalus Road Taxi Teheran Mittwoch 4 November 2015 Tschalus Taxi Teheran Imam Khomeini Airport Mohammad Ali Khan 35 km Um sechs Uhr lässt Miri in die Kälte ihr Smartphone säuseln Sie will nur mal eben runter zum Meer Da Miri zu jeder Jahreszeit jede Art von Gewässer am liebsten schwimmend erlebt ahne ich was das bedeutet Ein paar Minuten später bin also auch ich auf den Beinen Der Premium Blick aus unserm Strand Apartment im fünften Stock macht schnell klar Miri macht es auch hier Ist im Halbdunkel des Morgens irgendwie ins Wasser und schwimmt in sicherem Abstand zum Strand im Meer Ein paar junge Männer schauen dem gelassen vom sicheren Festland aus zu Ich mache ein paar Fotos Die Morgenröte steht über dem Kaspischen Meer Als auch die geduldigsten Männer vom Horizont verschwunden sind steigt Miri langsam aus dem Wasser Leicht umhüllt von Gewändern die sie nun der Allgemeinheit spendet Um sich in ihrem weiten Umhang nun wieder ins langsam warm werdende Hotelzimmer zu bewegen Wir wollen nach Vollendung des Links zu unserer 2005er Tour zurück zum Flughafen um von dort Richtung Süden durchzustarten Dazu müssen wir erst mal fünf Kilometer durch Tschalus hinauf zum Busbahnhof Auf halber Strecke versuche ich es mit wartenden Pickup Fahrern Einer scheint bereit uns samt Fahrrädern für rund 25 Euro die 220 Kilometer zum Flughafen zu bringen Allerdings hat er den schmalsten Laderaum von allen und auch vorne würde es eng werden zu dritt Und so richtig begeistert ist der Fahrer nicht Also weiter zum Busbahnhof In einer Stunde soll ein Bus zumindest bis Karaj fahren nach Ghom Qom geht der nächste erst um sechs Uhr abends Der käme in etwa am Flughafen vorbei Da mischen sich ein paar Taxifahrer ein unterbrochen von einem unermüdlichen Fischverkäufer der uns aus einer Plastiktüte durchaus ansehnliche Fische anbietet Das Angebot der Taxifahrer sie packen unsere Räder in den Kofferraum da hängen sie dann halt raus Besonders ein mittelalter Fahrer der von der Haarpracht eher als Künstler Typ durchgeht bemüht sich um uns und macht schließlich das Rennen Im wahrsten Sinne des Wortes Die Räder sind noch nicht halbwegs mit einem Seil und ein paar Pappkarton Stücken fixiert Foto rechts da prescht er schon los Natürlich nicht über die Autobahn sondern auf der engen Landstraße Ist schon der normale persische Autofahrer nach unseren Erfahrungen der vergangenen drei Tage nicht von Pappe beim Überholen versucht unser Fahrkünstler sie alle noch zu toppen Ich habe mehr Angst als auf den bisherigen 210 Rad Kilometern Zehn Meter Busse werden vor der nächsten engen uneinsehbaren Kurve noch mal schnell überholt Wenn s mal eng wird drängt er einfach die Wagen auf beiden Seiten beiseite Dazu kommen offenbar unaufschiebbare Telefongespräche mit seinem alten Nur Handy Ruhig ist nur der geheimnisvolle dritte Passagier auf dem Beifahrersitz Ein Gentleman mit Krawatte der jeden Kontakt mit uns meidet Will er nach Karaj Auch zum Flughafen Ruckzuck sind wir wieder am Kandovan Tunnel immer noch im Schnee Wir sind noch keine zwei Stunden auf unserm Trip unterwegs der Verkehr hat nach einer Abzweigung ins Skigebiet etwas nachgelassen als der Raser zur Rast bläst Gemütlich sitzt er in einer einfachen Raststätte beim obligatorischen Omelette Das bestellen wir uns dann auch Und zahlen nur noch die Hälfte von dem was wir bisher in den Edel Restaurants gezahlt haben Karaj umfahren wir auf der Umgehungsstraße um am Ende dort doch noch zu halten Die Telefonkontakte des Fahrers haben zuletzt stark zugenommen Schließlich steht die Person mit der er telefoniert unmittelbar vor ihm Eine alte Frau nimmt eine fette schwarze Plastiktüte entgegen Die hat auf unseren Ortlieb Taschen gequetscht auf der Rückbank die Fahrt mitgemacht Entsprechend riechen unsere Taschen nun nach Olivenöl und Chili Noch steht eine weitere Steigerung aus wir fahren nicht etwa auf dem direkten Weg zum Flughafen unserer Radstrecke vom Sonntag sondern es geht auf der Autobahn mitten rein nach Teheran Hier kann unser Fahrkünstler noch mal richtig aufdrehen Auch wenn ab 120 Stundenkilometern automatisch alle paar Sekunden ein Warnton hinzukommt Unser Fahrer nimmt das zum Anlass sein zweites Handy ein Smartphone hervorzuzaubern und dem Beifahrer ausführlich Familienfotos zu zeigen Foto links Während er auf der rechtesten Fahrspur von zehnen ein Auto nach dem anderen überholt Erst der Teheraner Stau macht dem ein Ende Und bald steigt Mr Geheimnisvoll aus ohne uns weiter zu grüßen Der Taxifahrer gibt Vollgas Richtung Flughafen Nach vier Stunden Fahrt mit ca 270 Kilometern sind wir wieder am Ausgangspunkt Kein 40 Euro hat s gekostet Alles gut gegangen Wir bauen Räder und Gepäck wieder zusammen Nächstes Ziel Ghom Dafür müssten wir allerdings entweder 30 Kilometer Umweg rund um den Flughafen fahren oder fünf Kilometer auf der Autobahn fahren Undeutlich sind auf dem Google Maps Satellitenbild Feldwege zu erkennen die eventuell eine Alternative wären Tatsächlich finden wir eine Lücke in den Zäunen rund um den Cargo Bereich des Flughafens und können auch einen kleinen Bach trocken überqueren folgen ein paar Meter dem Treidelpfad am Rande der Eisenbahn und kommen irgendwie wieder auf Asphalt Der mündet bald in jene Nationalstraße 71 die uns zu den nächsten Zielen führen soll Schon aus der Ferne ist klar auf der Autobahn fahren die PKW auf der Nationalstraße die LKW Einer hinter dem andern Mit ihren fürchterlichen Abgasen Wir fügen uns alternativlos auf den meist recht komfortablen Seitenstreifen Es geht durch felsiges gerölliges Wüstengebiet Hügeliger als gedacht Einsam Bis auf eine Polizeikontrolle wo wir nach kurzer Befragung weiter fahren dürfen Lange dauert es bis endlich eine Trucker Gaststätte kommt Wir können noch ein bisschen Brot und Joghurt für die Nacht bunkern Am nächsten Hügel kurz nach der Abzweigung zu einer kleinen Schaffarm die auf der Karte als Mohammad Ali Khan bezeichnet wird schlagen wird uns ein paar Meter rechts ab Sichtschutz vor den LKW aber nur wenig Lärmschutz Es wird um 17 Uhr schnell kalt und dunkel Mit der Dunkelheit wird plötzlich wieder Teheran erkennbar am Fuß des Elburs Gebirge Die verschneiten Gipfel von Damavand und Co haben wir den ganzen Nachmittag beim Blick zurück über dem Dunst gesehen Jetzt ist wieder das ganze Panorama da Eine Insel elektrischen Lichts Rumpelpiste am Flughafen neben Bahnstrecke Zeltplatz am Morgen Im Heiligtum als Terroristen beschimpft Donnerstag 5 November 2015 Mohammad Ali Khan Ghom 77 km Miri ist wieder die erste draußen in der Kälte Erst als die Sonne über unsern Nachbarhügel steigt wird es angenehmer Und schließlich trocknet auch unser Zelt ganz gut Weiter auf der LKW Straße Am Morgen sind es etwas weniger Trucks Es geht noch kräftig bergauf Bis zur Microwave Station Aliabad Dann runter Foto rechts Wir kreuzen die Autobahn Jetzt geht es mit dem Rückenwind richtig zügig Richtung Ghom der zweit heiligsten Stadt des Iran Mashad das wichtigste Heiligtum der Schiiten der hier beerdigte achte Imam Reza ist der einzige der zwölf schiitischen Imame dessen Grabmal sich auf iranischem Boden befindet haben wir vor zehn Jahren besucht Zuletzt ist es ziemlich lang ziemlich flach Dunst all überall Und die Einfahrt in die Stadt zieht sich Zuletzt können wir im Stau gelegentlich auf der Busspur ein paar Meter gut machen Wenige Meter gibt es sogar einen Radweg Die Straße führt direkt auf den Heiligen Schrein von Fatima al Masumah der Schwester des Imam Reza zu mit den verschiedenen Kuppeln und Türmen Foto links Bei inzwischen kräftiger Sonne und 24 Grad Schnell ein Foto und dann erst mal die Biege Direkt am Heiligtum wären auch zahlreiche Hotels aber wir folgen unserm Reiseführer einen Kilometer weiter Dort sind inzwischen drei größere Hotels Eins hat ein gutes Zimmer für uns Aber im Stil der konservativsten aller iranischen Städte ist das Zimmer verhüllt Kein Blick soll nach drinnen oder draußen dringen Obwohl Licht sowieso fast nur durch ein schmales Fensterband in zwei Metern Höhe kommen könnte Eine Stadt in Schwarz Nach angemessener Pause begeben wir uns am Abend noch unter die Pilgerscharen Pakistaner fallen uns besonders auf Schon am Haus in dem Khomeini vor seinem Pariser Exil lebte und lehrte Zum Schrein dürfen nur Muslime Allerdings bekommen wir wie einst in Mashad eine englisch sprachige Betreuung Erst ist es Ali der die angemessene Mullah Kleidung trägt sich aber plötzlich verabschiedet weil er noch dringend Schuhe vom Schuster holen müsse Merhad führt uns dann statt seiner durch die verschiedenen Vorhöfe des Heiligtums und die schiitische Theologie Als er gerade gesagt hat wir könnten auch beliebig fotografieren was wir erst sehr viel später in bescheidenem Umfang tun stürzt eine geifernde Frau auf ihn zu weist voller Empörung auf uns und das entscheidende Wort ist auch für uns gut zu verstehen Terrorist Merhad und wir tun das als religiös psychiatrische Entgleisung ab Merhad erklärt uns auch eine Art Krippenspiel das wir vor dem Schrein Komplex gesehen hatten Ein totes Baby umgeben von Schlachtszenen erinnert an das Martyrium des dritten Imam Al Husain ibn Alī in der Schlacht von Kerbela das in diesem Monat dem ersten im islamischen Kalender 2015 14 10 12 11 von den Schiiten begangen wird Als wir nach dem Konfliktpotential zwischen Schiiten und Sunniten fragen bekommen wir zu hören das sei nur von westlichen Medien so dargestellt in Wirklichkeit seien alle Muslime gute Brüder Am Fatima al Masumah Schrein von Ghom Romantische Gemäuer Freitag 6 November 2015 Ghom Kashan 101 km Freitag Frei von Arbeit im Iran Zumindest für die meisten Schon auf der zehnspurigen Ausfallstraße gegen Süden himmlische Ruhe Dazu ein acht Kilometer langer Fahrradweg Foto rechts Hier und da durch Querstraßen und Blockaden unpassierbar Alles führt zu einer weiteren großen Pilger Anlage im Süden der Stadt der Jamkaran Moschee Sie geht zurück auf eine Erscheinung im Jahr 1917 wurde aber erst nach der iranischen Revolution als Pilger Ziel etabliert als die bedeutenderen schiitischen Pilgerorte im Irak wegen des Krieges nicht erreichbar waren Zuletzt wurden unter Präsident Achmadinejad Millionen Euro ausgegeben um den Pilgerort zu vergrößern und zu verschönern Kurz darauf sind wir wieder auf der Nationalstraße 71 Doch auch hier heute wenn überhaupt eher PKW das LKW Fahrverbot auf der Autobahn gilt offenbar nur bis Ghom wie wir später hören Wir haben Rückenwind Es geht oft ganz leicht bergab Und so fährt es sich fast von selbst Die Autobahn verläuft ganz in der Nähe Und hat allen Restaurants an der Landstraße das Wasser abgegraben Es sind nur Ruinen geblieben So setzen wir uns zur ersten Pause an den Straßenrand Zur zweiten Pause in einen Imbiss der Stadt Mashkat wo Ehemänner für die ganze Familie im großen Stil Grillfleisch und Brot nach Hause abschleppen Wir genießen auch hier die Wochenendstimmung Es geht dann eine ganze Weile ganz leicht bergauf der Wind will auch nicht mehr so richtig die Kräfte lassen nach Ein Familienvater hält mit seiner Familienkutsche und wir werden mal wieder ausführlich fotografiert und befragt Dann sind wir schon praktisch in Kashan Kaschan zumindest suggerierten das die vorherigen Entfernungsschilder Doch es geht noch zehn Kilometer bis in die Stadt hinein Wieder auf einer sehr großzügigen breiten Straße vorbei an riesigen Anlagen von Industrie und Universität In der Nacht habe ich in der Iran App von Turkish Airlines eine einzige Unterkunft gefunden Ehsan Traditional House Das klingt vielversprechend Und da zur App auch eine detaillierte iranische Straßenkarte gehört ist es für uns leicht die Unterkunft zu finden Tatsächlich es ist eine verträumte Anlage um einen Innenhof mit langem Wasserbecken in dem Fische schwimmen Wir bekommen ein einfaches Zimmerchen auf dem Dach Foto links Dusch Toiletten gegenüber Alte romantische Gemäuer wohl aus dem 19 Jahrhundert Wie es sie viele in Kashan gibt Nur wenige sind so restauriert wie unsere Unterkunft in der sich Traveller aus allen Richtungen treffen Unsere erste Begegnung mit Iran Tourismus Auch in der Moschee und Medresse Agha Bozorg gegenüber mit seldschukischen Wurzeln tummelt sich eine italienische Touristengruppe In einem Traditional House in der Nähe der winzigen Altstadt Mauer essen wir zu Abend Das tägliche Eier Einerlei dem wir bei Frühstück und in Landstraßen Restaurant ausgeliefert sind verlangt dringend nach Abwechslung Hier bekommen wir sie Mit zwei leckeren Auberginen Gerichten Im Fin Garden bei Kashan 16 19 Jh Die Welt auf dem Computer und Fernseh Bildschirm Samstag 7 November 2015 Kashan Hier ist es schön Hier bleiben wir Am Morgen streifen wir durch den endlosen und gänzlich untouristischen Basar Mit seinen vielen Seiten Gängen Bädern Höfen Fotos rechts und links Lassen uns zu den außerhalb gelegen Fin Gärten kutschieren Fotos oben und unten Die erweisen sich kleiner als gedacht aber Wasser und schließlich auch Sonnendurchflutet Erst als wir wieder in unserer Traumunterkunft sind regnet es Ich versuche mein Glück im Internet Café Nichts funktioniert so recht Weder der Computer noch die USB Anschlüsse schon gar nicht die Verbindung in die weite Welt Vor allem der File Transfer gelingt nicht mal im Ansatz Auch das Wlan im Guest House ist sehr wählerisch und mehr Episode Was auf keinen Fall funktioniert Twitter und Facebook sind im Iran gesperrt Wohl nur über Umwege zu erreichen Auch die Spiegel App ist dauergesperrt Spiegel Online über den Web Browser dagegen frei zugänglich Während wir am Abend durch die Straßen laufen läuft auf dem ein oder andern Bildschirm das Bundesliga Spiel Bayern gegen Stuttgart Live Dann stürmen Schülerinnen aus einem Englisch Abendkurs und stürzen sich gleich auf die beiden Englisch sprechenden Touristen Das kommt uns sehr gelegen weil wir unser Restaurant nicht finden Sie wollen helfen Eine nach der anderen verabschiedet sich zuletzt führt uns Zeinab zu einem Restaurant Mamnoun Zeinab Am späten Abend ein zweiter Versuch im Internet Café Siehe da Computer 1 ist sehr viel besser als Computer 2 In gewissem Rahmen funktioniert sogar der File Transfer zu meiner Website Auch wenn alles in der Transfer Software File Zilla auf Arabisch angezeigt wird Auch die Passwort Zahlen Das einzige Problem die Homepage ist nun weiß Gibt gar nichts mehr von sich Das ist blöd Vor allem für die die hoffen auf diesem Wege etwas über uns zu erfahren Und dann zehn Minuten vor zehn der xste Versuch der Aktualisierung der funktioniert Good night world Im Fin Garden bei Kashan 16 19 Jh Sie wissen was sie tun Sonntag 8 November 2015 Kashan Militär Zwangstransport 10 km Abyaneh 70 km Erst der große Abzweig nach Yazd das wir links liegen lassen müssen weil der Umweg zu weit wäre dann der Abzweig zur Amirkabir Industrial Town dann der Abzweig zum air pot von Kashan Das sind die ersten Stationen Jedes Mal werden die Autos weniger Bis wir fast allein durch die Landschaft ziehen Foto oben Es wird ein bisschen hügelig und dadurch noch schöner Rollender Sonntags Gottesdienst Pause in der Felswüste Als es wieder übersichtlicher wird und wir gerade die Autobahn unterquert haben rauscht plötzlich von hinten ein Militär Pickup heran Passport Keine Fotos zehn Kilometer Zwangstransport Mein Smartphone wird kontrolliert welche Fotos habe ich gemacht Zum Glück sind die letzten alle harmlos Fin Garden und der Bazar von Kashan Miris Apparat wird dagegen nicht angeworfen Wir werden mit einer Filmkamera ausführlich dokumentiert Unsere Pässe gescannt Viel Federlesens machen die drei Soldaten nicht Sie wissen was sie tun bzw zu tun haben Ruckzuck landen die Räder samt Taschen auf der schmalen Ladefläche des Pickups Der Grund der Aktion die Atomanlage Natanz zur Anreicherung von Uran seinerzeit wohl entscheidend gelähmt durch den Computervirus Stuxnet Abgesehen davon dass sie unterirdisch liegt kommt sie eigentlich erst jenseits der Kreuzung an der wir nach Süden Richtung Abyaneh abbiegen Vorher allerdings liegt rechter Hand ein größeres Industriegelände das vermutlich irgendeine Bedeutung für die Atomanlage hat Jedenfalls bekommen wir 170 Höhenmeter auf den maximal zehn Kilometern von der islamischen Republik geschenkt Müssen noch einmal versprechen die nächsten 30 Kilometer nicht zu fotografieren Und so sind wir bald auf der Höhe des Abzweigs nach Abyaneh Unser Tagesziel Ein einst zoroastrisches Dorf in entlegenen Bergen Und weil das in keinem Reiseführer steht schon das Tal das hinaufführt ist allein die Fahrt wert Foto rechts Links und rechts türmen sich Felsformationen In der Tiefe des Tals prägen herbstlich gefärbte Bäume das Bild Auch viele Obstbäume Granatäpfel hängen da Khakis und hier und da noch eine vergessene Feige Trotz der geschenkten Kilo und Höhenmeter lassen die Kräfte nach Bis wir vor der Pay Toll Station stehen Einer Schranke mitten im Karkas Gebirge auf über 2000 Metern Höhe Touristen werden hier geschröpft Fahrradfahrer nicht Wir bekommen sogar einen kleinen Prospekt zum Ort Samt Stadtplan Alles sieht nach Sackgasse aus Auch wenn Google Maps und Reise Know how Karte zusätzlich eine Zufahrt von Westen kennen Die Leute hier kennen sie offenbar nicht So die erste Auskunft Das Dorf am Hang mit seiner roten Lehmbau Erscheinung ist nicht gerade verkehrstauglich gebaut Bald müssen wir einen frommen Holy Shrine Complex mit dem Fahrrad durchqueren um überhaupt voran zu kommen Der Hauptweg ist mit Platten belegt Mit einer 20 Zentimeter breiten Rinne Foto links Alles ist so glitschig dass man weder in der Rinne noch am Rand halbwegs sicher fahren kann Die alten Häuser und Gassen sind trotz einsetzender Dunkelheit und Kälte grandios Am Ende geht s dann noch mal kräftig bergauf zu einem kleinen Guest House wo heute aber niemand öffnet Und zum zweiten Hotel am Platze An der Rezeption habe ich Startschwierigkeiten Obwohl der Eingangsbereich belebt ist ignorieren mich alle Insbesondere der Kellner der stoisch seine Gerichte serviert Erst als ich mich demonstrativ auf den Chefsessel hinterm Tresen setze geht er auf mich ein und will mich von dort wegbewegen Weil ich nicht weiche holt er endlich den Rezeptionisten Geht doch Bach bei Abyaneh Schlamm Schlacht im Karkas Gebirge Montag 9 November 2015 Abyaneh Pass 2850 m Kamoo 33 km Wir sind die einzigen Frühstücksgäste Gibt es nun die Google Straße Abyaneh Ghohrud nach Westen oder nicht Alle streiten das ab bis auf einen Der wohnt direkt am Einstieg Ok es ist eine Piste Aber scheinbar nicht schlecht Bald müssen wir die Räder über Wasserläufe hinweg tragen Gegenverkehr ein Mopedfahrer begegnet uns Der einzige auf der Strecke sieht man davon ab dass er bei der zweiten Bach Überquerung wieder auftaucht Foto rechts Er warnt uns vor wilden Tieren denen man legt man seine Gestik zugrunde besser nur mit Schusswaffen begegnet Und wenn mal eine Abzweigung komme rechts halten signalisiert er ebenfalls mit seinen Händen Nach einer Stunde haben wir fast die Hälfte der 22 Kilometer Strecke bis zur Asphaltstraße hinter uns Es läuft super Sonne Fotos oben links und unten Wir machen eine Pause Foto unten Die Wolken ziehen etwas zu Auf einer langer Geraden plötzlich Schlamm In null Komma nix blockieren die Räder Schutzbleche Bremsen alles dicht Foto unten Wir laden Gepäck ab Tragen alles etappenweise weiter Immer wieder den Schlamm beseitigend Die letzten Meter zum Pass Kein Schlamm mehr aber stärker steigend Miri wie stets schneller an die Höhe von 2800 Metern gewöhnt übernimmt den schweren Zelt Rucksack Schiebt mich Dann sind wir auf unserm ersten Pass im Karkas Gebirge Im Schnee Kalt windig Das Höhenprofil sagt wir bleiben zunächst weitgehend auf dieser Höhe Das hilft bei der ersten Abzweigung Außerdem gilt eben grundsätzlich rechts halten Jetzt Schneefall Donner Schnee und Schlamm Wieder ein Abzweig Miri schaut voraus Die beiden Wege vereinigen sich bald wieder An einer Ziegenstation ohne Ziegen auf 2800 m stehen Gatter Tränke und eine offene Steinhütte Wir versuchen Feuer zu machen Gegen die Eiseskälte Vergeblich Das Holz ist zu feucht Weiter Im Wesentlichen nun runter Immer wieder Schlammpassagen Manchmal fliegt der Schlamm durchs Runterfahren weg Nach fünf Stunden für 22 Kilometer erreichen wir völlig verschlammt Asphalt Reinigen eine Stunde lang die Räder soweit nötig und möglich mit Wasser aus zwei Pfützen Immer wieder unsere Wasserflaschen nachfüllend Hier und da ein Auto Hupen Ein junger Mann hält und schenkt uns Brot Und holt dann noch eine Plastiktüte voller Plätzchen und einem großen Glas selbst gemachten Joghurt aus dem Kofferraum Unglaublich Die Plätzchen stärken uns für die letzten zehn Tages Kilometer Es ist dunkel und kalt Auf 2600 Metern Höhe entdecken wir einen Rohbau am Rande eines Dorfes Um 18 Uhr liegen wir im Zelt Mir ist es zu kalt von unten Die Thermarest Matte ist zu dünn zu wenig aufgeblasen Das ändere ich und breite die Überlebens Decke darunter aus So geht es halbwegs Noch ist die Welt in Ordnung erste Pause Schnee Schlamm Auf dem ersten von drei Passhöhen Schneematsch auf der Strecke Am Ende verschlammte Räder Ketten Öl von der Rosenfabrik Dienstag 10 November 2015 Kamoo Meymeh Isfahan 137 km Ich habe auf dem gefrorenen Boden sehr schlecht geschlafen Miri ging es auf ihrer Luftmatratze besser Ein sonniger Morgen Es wird schnell warm Kaum Feuchtigkeit im Zelt wegen Rohbau und Wüste Foto links Niemand aus dem Dorf scheint uns bemerkt zu haben Ein brillantes Frühstück dank des Brotes vom jungen Autofahrer Foto rechts Unsere Ketten rattern Kein Milligramm Fett ist nach der Schlammschlacht von gestern mehr drauf Da kommt die Rosenfabrik von Kamoo wo wohl die Rosen von Ghamsar Qamsar verarbeitet werden gerade recht Maschinen Feinöl ist genau das Richtige Jetzt läuft s wieder Wolken ziehen auf Kälte beim Abwärts Fahren Nach Schlenker um die Militärstation von Jowsheqan Josheqaneqali Rückenwind Fast den ganzen Tag Aufwärmen bei zwei Spiegeleiern in Meymeh Die Einheits Nahrung geht uns allerdings langsam etwas auf die Nerven Der Vorteil wir fühlen uns nie richtig überfressen Jetzt pustet uns der Wind Richtung Isfahan Wir sind wieder auf einer Schnellstraße Weitgehend mit Standstreifen Und mit Sonne Jetzt wird es knall warm Nur rund um die Autobahn Überquerung kein Standardstreifen sehr unangenehm Es gibt eine Nebenstrecke nach Isfahan auf der Karte Aber in der Realität finden wir sie nicht Da wird unsere Straße auch schon dreispurig Alles gut Als es dann nach dem letzten Abzweig in die Stadt geht nimmt der Verkehr schlagartig zu Kurzer Stau wegen einer Baustelle Elf Kilometer geht es nun stadteinwärts Die meiste Zeit überdacht durch eine Hochstraße Rund 30 Meter lang sieht es sogar so aus als sei ein Radweg im Bau Wir suchen ein Hotel von dem uns unser junger Autofahrer gestern eine Visitenkarte gegeben hat Niemand kennt es Die Straßen Skizze auf der Visitenkarte ist definitiv falsch Wir versuchen es trotzdem Brechen es ab Fahren durch ein erstaunlich ruhiges Viertel Null Verkehr Im Gegensatz zu außen rum Wir finden die Lonely Planet Empfehlung Hotel Totia Bekommen ein Zimmer zur Straße hin Sind froh 137 km geschafft zu haben Machen sogar einen Abendspaziergang Völlig neue Shopping Möglichkeiten Wir finden Camping Gaz Kartuschen Der erste Verkäufer hat allerdings anscheinend null Interesse an einem Verkauf Er telefoniert unentwegt Im zweiten Geschäft ist das anders Dazwischen sind wir auf dem riesigen Naqsh e Jahan Platz Imam Khomeini Platz So riesig dass er auch angesichts der vergleichsweise flachen Umbauung nicht so kompakt als Platz wirkt Imam Moschee Isfahan Schlaflos in Isfahan Mittwoch 11 November 2015 Isfahan Ich hab sehr schlecht geschlafen Der Verkehr vor dem Hotel lässt nicht nach Und damit auch der Lärm Wir könnten eventuell das Zimmer wechseln Aber so sehr gefällt uns das Hotel nicht Während Miri wäscht mache ich mich auf die Suche nach einem besseren Quartier Die Kette springt ab Ich finde schließlich das Traditional Hotel das wir mit der Visitenkarte gestern gesucht haben Sehr schöner Innenhof Sie wollen 80 Dollar dann 70 Immer noch ein bisschen viel Ich bin unausgeschlafen missmutig den ganzen Tag sehr gereizt schlecht in Form Kann nicht recht verhandeln Das Nachbarhotel viel schlechter will 50 Dollar Ich radle weiter will zurück zum Hotel verfahre mich lande wieder am großen Naqsh e Jahan Platz Da will ich wenigstens Postkarten kaufen Gestern Abend war der Chef nicht da jetzt ist der Laden noch nicht auf Frage hier noch mal direkt am Platz beiläufig in zwei Hotels nach Zimmern Im zweiten bekommen wir eine Riesen Suite zwei Bäder zwei Schlafzimmer Riesen Küche Und mit direktem Blick auf die Imam Moschee Für 45 Dollar Wir wechseln Zehn Kilometer bin ich durch die Stadt gegurkt Ich versuche zu schlafen Aber der starke Frühstücks Tee verhindert auch das Trotzdem Besichtigung der Imam Moschee am Nachmittag Kalter Wind trotz Sonne Viele italienische Touristen Gruppen Während Miri noch den Bazar unsicher macht schleppe ich mich zurück ins Hotel Auch die Müdigkeit nach anstrengenden Radtagen macht sich bemerkbar Ich kann im dritten Versuch endlich Postkarten kaufen in dem Nachbarladen Hier kostet das Porto nur 20 000 Rial Bei der Post in Kashan waren es in der ersten Etage noch 25 000 Später am Abend als ich noch nachkaufe will der gleiche Mann mir plötzlich Porto für 40 000 Rial rund ein Euro pro Postkarte verkaufen Früher Morgen vor dem Ali Kapu Palast am Imam Khomeini Platz in Isfahan Gemischtes Volleyball und unarmenische Bilderwelt Donnerstag 12 November 2015 Isfahan Da wir direkt am Naqsh e Jahan Platz wohnen können wir vor dem Frühstück in unserm Riesen Apartment einen kleinen Morgenspaziergang machen Ganz leer ist er noch Später wollen wir im Post Office am Platz unsere Postkarten einwerfen Und sind gespannt wie viel Porto hier erwartet wird Dem Postmenschen ist das egal Wir sollen einfach einwerfen Die mit 20 000 Rial frankierten Postkarten nach Deutschland und in die Schweiz kommen alle an Viele Mädchen Klassen sind im Kollektiv auf dem Platz unterwegs Mobina fragt offensiv woher wir kommen Ihre Englisch Lehrerin ist begeistert Foto rechts Während ich Geld wechsle nimmt Miri Persisch Unterricht auf dem Platz und bekommt einen Wespenstich ab Davon erzählt sie allerdings erst Stunden später Im Bazar Foto links bekomme ich Gas für mein leeres Feuerzeug Falafel in einem Imbiss Die Jameh Moschee finden wir nicht so bewegend Der Eintritt wenn er denn außerhalb der Mittagspause kassiert worden wäre hätte sich nicht gelohnt Miri erfreut sich an Granatapfel und Karottensaft mit Safraneis Heute ist wieder alles in Balance Normale Ruhetags Müdigkeit Mittagspause Nachmittags um 16 Uhr ist es dann zu spät für Palast und Moschee am Platz Auch der nächstbeste Palast ist geschlossen Der Fahrer eines Großraum Taxis bietet uns einen Trip zur armenischen Kathedrale von Jolfa an Foto unten Glockenturm Mit Museum samt Genozid Ausstellung Die unislamische Bilderwelt der Kirche wirkt in ihrer unarmenischen 19 Jahrhundert Italien Stilistik doppelt fremd Drumherum ist das armenische Viertel gestylter als unsere bisherigen Stadterfahrungen im Iran Wir spazieren am Ufer des Zayandeh Flusses Junge Männer und Frauen spielen gemeinsam Volleyball Die Sio Se Pol Brücke ist wundervoll beleuchtet Mit dem Taxi geht es zurück zum Hotel Am Glockenturm der armenischen Kathedrale von Jolfa Geschenkt Bohnenbrei Muffins Plätzchen Freitag 13 November 2015 Isfahan Pir Bakran Pass 2410 m Boroujen 107 km Selfmade Frühstück in unserem Riesen Apartment Mit Gerstenflocken Milch Brombeermarmelade Freitagmorgen am Ufer des Zayandeh Flusses Jogger Sonne Schöne Uferwege Gut zum Radfahren Wochenendstimmung am frühen Morgen Wir klappern vier der fünf historischen Brücken von Isfahan ab Fotos rechts und ganz oben Aus dem 17 Jahrhundert Überall junge Leute Auch alte Viele wollen mit uns in Kontakt kommen Sprechen uns an Dann ab auf die Schnellstraße Wesentlich mehr Verkehr als vor einer Woche bei der Ausfahrt aus Ghom An einer Stelle weiß ich nicht weiter Schaue lange auf Karten Höhenprofile und Umgebung Ein städtischer Müllsammler am Straßenrand meint wir sollten geradeaus fahren Ich meine nicht Noch während ich überlege hält ein Mann und beglückt uns mit einem tiefen Plastikteller voller Bohnenbrei Einfach so Er hat uns vermutlich schon einige Zeit beobachtet und dann gezielt damit beglückt Vielleicht auch ganz spontan Toll Hebt die Stimmung Wir fahren rechts Wieder hilft das Höhenprofil am meisten Weil die Auffahrt kurz auf 1700 Meter führt Bei Abrisham geht s schon wieder von der Schnellstraße runter Am Stadtrand von Pir Bakran lockt uns ein kleines Heiligtum Foto links zur ersten Pause Die Bohnenpaste schmeckt super Ist immer noch ein bisschen warm Ein oder zwei Familien scheinen am Heiligtum zu wohnen Einer der Männer hat in Deutschland gearbeitet In Essen und Hannover Kann aber praktisch kein Deutsch Bei Mobarakeh lockt uns die Beschilderung zu einem Umweg an der Universität vorbei Der direkte Weg führt womöglich über das Stahlwerk weit im Süden der Stadt Das wir am Ende unseres Umwegs in der Ferne sehen Der wärmste Tag bisher 22 Grad Vom Stahlwerk aus führt ein gerader Weg direkt auf ein Bergmassiv zu 15 Kilometer immer geradeaus Man sieht das ansteigende Ende und es kommt einfach nicht näher Miri macht die Führungsarbeit Wir bekommen eine weitere Einladung zur Übernachtung Ein Typ hält mit seinem Auto und erzählt dass er vor einem Jahr drei Polen aufgenommen hat Wir sind schon jetzt zu müde für Konversation Miri spricht mit ihm Schon am Vormittag hat ein Herr mit SUV angehalten und erzählt von einem Holländer den er samt Rad vor einer Woche aufgenommen habe Und ihm seine Fabrik gezeigt habe Auch wir seien herzlich eingeladen Oft schwingt die Sorge nach dem Bild Irans im Ausland mit Ohne dass damit die Regierung infrage gestellt wird Und immer sehr respektvoll bei der ersten Kontaktaufnahme distanziert höflich Endlich endlich ist der lange Weg durch den Bergzug am höchsten Punkt Rundum schöne flache Hügel Foto unten Lange flache Abfahrt nach Boroujen Ruckzuck wird es kalt schon während die Sonne noch zu sehen ist 13 elf Grad Bevor wir zum Vier Sterne Hotel außerhalb der Stadt fahren erfahren wir noch vom Drei Sterne Hotel Fajr direkt am Stadtpark Man spricht Persisch und alles ist recht einfach aber ok Und wie stets sind die Handtücher in Plastik eingeschweißt Wie in den Restaurants das Besteck Wir bleiben Zu müde zu kalt um noch das Vier Sterne Experiment in Angriff zu nehmen So können wir gegenüber Falafel essen Und mit einer kleinen Familie mit ihren zwei kleinen Kindern quatschen Beim Konditor bekommen wir zehn Muffins die wir kaufen wollen geschenkt Als wir das nicht annehmen wollen kriegen wir noch ein paar Plätzchen obenauf Zahlen unmöglich An der Passhöhe 2410 m vor Boroujen Wieder weiße Berge Homestay bei 25 Grad statt eisige Zeltnacht Samstag 14 November 2015 Boroujen Pass 2350 m Pass 2265 m Pass 2265 m Qara 107 km Beim Frühstück zeigt sich dass doch ein bisschen Leben im Hotel steckt Gegenwind aus Westen Schon der erste Pass ist sehr sehr mühsam Auch wenn er nicht wie auf der Karte vermerkt 2750 Meter hoch ist sondern nur 2350 Schnee in Sichtweite Foto oben und links Selbst runter nach Gandoman wo vor allem Walnüsse säckeweise angeboten werden ist es mühsam Auch viel Verkehr Aber sehr schöne Berg Wüsten Landschaft Die Straße ist vierspurig zumindest im Ausbau Dann versucht uns ein Auto zum Halten zu bringen Der erste Versuch ist zu knapp kalkuliert beim zweiten ist mir das nicht geheuer beim dritten behaupten sie von der Polizei zu sein Sie halten direkt am engen Straßenrand Ausnahmsweise gibt es kaum Seitenstreifen Sie fotografieren primär mich gefühlte 50 Mal Ich protestiere Will einen Ausweis sehen Sie nicht Schließlich zeigen sie mir einen Ausweis auf dem ich nichts lesen kann Ich fotografiere sie Foto rechts Da haben sie nichts gegen Alles sehr unangenehm weil verunsichernd Miris linke Pedale macht seit gestern Krach Heute noch mehr Nach einem weiteren Pass zweigt überraschend der Hauptverkehr ab Richtung Lordegan Wir fahren auf einer kleineren Straße weiter im Gegenwind Eine Umgehung kürzen wir ab auf der Dorfstraße Im Laden können wir einiges kaufen aber kein Brot Schon ist die Frau von Gegenüber da und bringt gleich drei große selbst gebackene Fladen Unglaublich Der persische Prospekt samt Straßenkarte den man uns in letzter Minute heute Morgen noch im Hotel gegeben hat ist eine ganz gute Orientierung Unser provisorisches Tagesziel generiert aus Google Maps Sileh vor Ort als Seeleh angeschrieben ist ein bisschen klein geraten Zwei Jungs warten in einem dicken Jeep am Ortsrand Sie laden uns spontan nach Hause ein wohl zu ihren Eltern Aber so ganz profund scheint dieses Angebot nicht zu sein Sie raten von der Nebenstrecke ab die ich auf der Karte entdeckt habe Und meinen in 30 Kilometern Entfernung gebe es ein Hotel Das klingt überzeugend Müssten wir eigentlich noch schaffen auch wenn die Sonne langsam untergeht und die Kälte zügig zunimmt Vor dem vermeintlichen Hotel allerdings kommt der letzte Pass des Tages Eine gute Stunde brauchen wir für 300 Höhenmeter Der Wind hat endlich nachgelassen Oben angekommen wird s dunkel Wir installieren Lichter Vergessen unsere Stirnlampen Fahren los Mein Vorderlicht verreckt wohl bei 66 km h Dafür brennt mein Rücklicht wieder von dem ich schon lang nichts mehr gesehen habe Plötzlich Wald Bäume Es ist eiskalt Wir ziehen uns noch was über Werden aber nicht mehr warm weil es nur noch bergab geht So richtig Unten angekommen fragen wir nach einem Hotel Bekommen widersprüchliche Antworten Die Moschee in Mal e Khalifeh Kalvart Olya wird empfohlen Wir brausen weiter Sehen fast nichts mehr Verkehr und Gegenverkehr beleuchten die Fahrbahn Schließlich heißt es wieder aus einem Auto heraus in 500 Metern sei ein Hotel Wir starten einen letzten Versuch obwohl man gerade hier gut zum Zelten abbiegen könnte Wir können kein Hotel entdecken Wir fragen in einem Laden Die kennen kein Hotel Miri kauft noch eine Wasserflasche für die Zelt Nacht Plötzlich taucht die Ehefrau des Ladenbesitzers auf Die beiden laden uns spontan zu sich nach Hause ein Überreden uns zumindest mal ihr Haus hinterm Geschäft anzuschauen Ich geh hin Berichte Miri von 25 Grad Wohnungstemperatur Wir schlagen zu Draußen ist es einfach wahnsinnig kalt Zwei Kinder haben die beiden Hussein und Leila Die Mutter ist clever managt alles ganz schnell Und zeigt auch beiläufig Miri ihre Haare indem sie ihr Kopftuch neu bindet Es wird noch schnell gekocht Ein Hähnchen für uns gegrillt Das Klo vor dem Haus für uns geputzt Die Bettwäsche neu bezogen Wir bekommen das Kinderzimmer Alle Zimmer sind riesig Nur mit Teppichen ausgelegt Der Gasofen wärmt alles super Die Verwandtschaft wird herbeitelefoniert Der Bruder der Frau erscheint mit seiner Frau und zwei älteren Söhnen Vorher erscheint noch Ramasan der Opa Mit 55 Jahren hat man ihm gerade ein Bein amputiert wegen Diabetes Alles ist sehr herzlich Wir spielen Memory mit den Kindern Und der Fernseher läuft Vor der Hauptnachrichtensendung wird der Kriegsgefallenen gedacht Die Moderatorin ist wie stets besonders streng verschleiert Syriens Präsident Assad kommt ausführlich zu Wort Im Sportblock ist das Foto einer Schwimmerin im Ganzkörperkondom auf dem Startblock zu sehen Dann Switch auf einen anderen Sender Die Terror Attentate von Paris sind plötzlich das Thema Von Daesh also ISIS Es gibt kaum Bilder einige Fotos aber wir verstehen nicht was passiert ist Einer der Jungs zeigt mir das Foto seiner Verlobten Auf einem anderen Foto posiert er in Daesh Pose ein schwarz verhüllter Kopf Faszination des Terrors auch bei der schiitischen Jugend Die Kommunikation ist schwer Nur rudimentäre Englisch Kenntnisse bei den Männern Wir wollen in unseren Schlafsäcken liegen Geht nicht Bettzeug ist angesagt Unsere separate Ausgangstür zum Hof mit Klo erweist sich in der Nacht als blockiert Muss auch nicht sein Nach jedem Pass eine Abfahrt Felsen im Sonnenuntergang bei Sileh Seeleh Pause hinter Tunnel 11 Frisch gekochter Kaffee von der Ladefläche Sonntag 15 November 2015 Qara Yasuj 97 km Eigentlich sollen wir uns erst um acht Uhr melden Aber dann werden wir doch schon eine halbe Stunde früher mobil gemacht Und dürfen auf Toilette Die noch mal extra für uns geputzt ist Draußen säubert Ramasan mit seinen 55 Jahren sein Gebiss Frühstück mit Sahne Honig und Eiern Foto rechts und ganz unten So viel Gastfreundschaft Wir können uns nicht mal richtig bedanken Die Straße führt bald noch ein bisschen tiefer In ein wunderbares Tal Wieder mit Bäumen Die uns fast den ganzen Tag begleiten Auf der andern Talseite geht es kräftig bergan Schneekettenschilder oder Fasten Seatbelt Schilder sind sehr beliebt um Steigungen aller Art anzukündigen Am ersten von zwölf Tunneln der Nummerierung nach der zwölfte von zwölf Tunneln wartet ein Polizei Militär Fahrzeug mit vier Insassen auf uns Nach der gestrigen Begegnung sind wir verunsichert Aber sie warten nur um uns mitzuteilen dass wir die alte Umgehungsstraße um den Tunnel herum nehmen sollen Der Tunnel ist 210 Meter lang Das Ende gut einsehbar Alles bequem zu fahren Dennoch folgen wir brav der Anweisung Ist nur ein Höhenmeter mehr und vielleicht

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  • Chris on the Bike # Karte
    2006 Frankreich Tour 26 Paris Trier 477 km 2005 Frankreich Tour 25 Brest Mainz 4455 km 2004 Frankreich Tour 21 Brest Lyon 1018 km 2003 Frankreich Tour 6 Mainz Strasbourg 428 km 1998 Frankreich Tour 5 Strasbourg Santiago 2144 km 1987 Frankreich Tour 2 Düsseldorf Rom 1719 km 1982 Georgien Tour 53 Jerewan Noworossijsk 1460 km 2010 Georgien Tour 22 Ankara Baku 2100 km 2003 Gibraltar Tour 67 Malaga Casablanca 1296 km 2013 Griechenland Tour 29 Athen Adana 1521 km 2006 Griechenland Tour 28 Zagreb Athen 1829 km 2005 Iran Tour 75 Iran Persischer Golf 2690 km 2015 Iran Tour 27 Baku Samarkand 2707 km 2005 Irland Tour 41 Irland Nordirland 1025 km 2008 Island Tour 49 Färöer Island 993 km 2009 Israel Tour 15 Jerba Jerusalem 3300 km 2001 Israel Tour 12 Belen Assuan 1750 km 2001 Italien Tour 68 Strasbourg Vicenza 1275 km 2014 Italien Tour 63 Lago Maggiore Breisach 450 km 2013 Italien Tour 58 Alpen Prag Berlin 2060 km 2011 Italien Tour 38 Malta Bari 922 km 2008 Italien Tour 35 Feldkirch Nizza 1457 km 2007 Italien Tour 19 Ravensburg Zagreb 943 km 2002 Italien Tour 16 Rom Jerba 1741 km 2002 Italien Tour 2 Düsseldorf Rom 1719 km 1982 Jordanien Tour 12 Belen Assuan 1750 km 2001 Kanada Tour 61 New York Detroit 1369 km 2012 Kasachstan Tour 65 Kirgisien Almaty 951 km 2013 Katar Tour 75 Iran Persischer Golf 2690 km 2015 Kirgistan Tour 65 Kirgisien Almaty 951 km 2013 Kirgistan Tour 32 Samarkand Kashgar 1200 km 2006 Kosovo Tour 44 Budapest St Zagora 1682 km 2008 Kroatien Tour 44 Budapest St Zagora 1682 km 2008 Kroatien Tour 28 Zagreb Athen 1829 km 2005 Kroatien Tour 19 Ravensburg Zagreb 943 km 2002 Kroatien Tour 3 Essen Zagreb 1680 km 1983 Kuwait Tour 75 Iran Persischer Golf 2690 km 2015 Lettland Tour 8 Tallinn Nida 875 km 1999 Libanon Tour 45 Libanon Zypern 765 km 2009 Libyen Tour 15 Jerba Jerusalem 3300 km 2001 Liechtenstein Tour 35 Feldkirch Nizza 1457 km 2007 Litauen Tour 43 Danzig Klaipeda 339 km 2008 Litauen Tour 18 Nida Vilnius 505 km 2002 Litauen Tour 10 Mainz Vilnius 2070 km 2000 Litauen Tour 8 Tallinn Nida 875 km 1999 Luxemburg Tour 26 Paris Trier 477 km 2005 Luxemburg Tour 4 Bonn Luxembourg 295 km 1987 Luxemburg Tour 1 Essen Trier 422 km 1981 Malta Tour 38 Malta Bari 922 km 2008 Marokko Tour 67 Malaga Casablanca 1296 km 2013 Marokko Tour 59 Errachidia Agadir 1005 km 2012 Marokko Tour 33 Casablanca Dakar 3165 km 2006 Marokko Tour 17 Santiago Figuig 2106 km 2002 Mauretanien Tour 33 Casablanca Dakar 3165 km 2006 Mazedonien Tour 44 Budapest St Zagora 1682 km 2008 Moldawien Tour 23 Budapest Kaukasus 3154 km 2003 Monaco Tour 35 Feldkirch Nizza 1457 km 2007 Montenegro Tour 28 Zagreb Athen 1829 km 2005 Niederlande Tour 64 Essen Borkum 980 km 2013 Niederlande Tour 31 Paris Hamburg 1100 km 2006 Nordirland Tour 41 Irland Nordirland 1025 km 2008 Norwegen Tour

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  • Chris on the Bike mit Miri # Salzburg - Passau
    zuletzt noch einen Bogen nach Maria Alm machen will erschließt sich uns nicht Den ersparen wir uns Im Saalfeldener Vorort Ramseiden haben wir in einer Pension ein Zimmer reserviert Wunderbar ruhig Zell am See mit Zeller See Gegenverkehr an einem Gehöft im Saalach Tal Theater in den Zeiten sozialer Medien Montag 4 April 2016 Saalfelden am Steinernen Meer Grenze Österreich Deutschland Bad Reichenhall Grenze Deutschland Österreich Salzburg 79 km Der Saalach Radweg erweist sich als ein Traum Radweg Meist abseits der Straße führt er durch Wälder Felder und Wiesen Fotos oben links und ganz unten Ein älteres Radler Paar auf Mountain Bikes das wir anfangs treffen fährt hier regelmäßig Und will wie wir heute zu den Biergärten von Salzburg Selbst ein kurzes Rumpel Stück mit 17prozentiger Steigung ist ein Vergnügen weil es rundum so wunderschön ist Zumal bei dem sonnigen warmen Wetter Die österreichisch deutsche Grenze ist auf dem Radweg nicht markiert Über 26 Kilometer fahren wir an der Saalach entlang durch Deutschland Der kurze deutsche Teil hat sogar ein eigenes Logo und einen eigenen Namen Saalachtal Radweg Der neben allen möglichen Radwegen Foto rechts durch die Altstadt von Bad Reichenhall führt Wo wir eine sommerliche Pause im Schatten einlegen Bis die Sonne um die historischen Ecken kommt Der österreichische Tauernradweg versucht die Radler schnell wieder auf österreichisches Territorium zu bringen Und dann im Zickzack in die Salzburger City zu führen Dabei ist nichts naheliegender als einfach der Saalach bis zum Saalachspitz zu folgen und von dort der Salzach nach Salzburg hinein zu folgen Sogar Google Maps sonst gern mit dem kürzesten Weg zur Hand empfiehlt diesen kleinen Umweg So kommen wir auch am Trainigsgelände von Red Bull Salzburg überragt von zwei ins Holz gebrannten schwarzen Bullen vorbei Hinten verschwindet offenbar gerade die erste Fußball Mannschaft in den Kabinen Von unserm netten Hotel am Nordrand der Innnenstadt spazieren wir bald wieder in die Stadt Genießen an diesem frühsommerlichen Abend die Magnolien Pracht vor dem Mozart Wohnhaus Schloss Mirabell Fotos unten das Salzach Ufer und schließlich noch das Theaterstück Cyber Cyrano über Intrigen in Zeiten sozialer Medien Die jungen Schauspieler stellen sich ausführlich der Diskussion mit den überwiegend jugendlichen Zuschauern Magnolien Blüte in Salzburg Moderne Architektur Skulpturen am Schloss Mirabell Dreifaltigkeitskirche mit Straßenbahn Oberleitung Affichomanie Dienstag 5 April 2016 Salzburg Auch heute ist es noch mal richtig warm 25 Grad Unser Aktionsradius begrenzt Wir genießen die Stadt Miri radelt zum Schloss Hellbrunn besucht ein Mozart Konzert Ich fahre mit dem Aufzug ins Museum der Moderne Fotos links und rechts über der Altstadt Die Ausstellung Affichomanie interessiert mich über Toulouse Lautrec und das Plakat um 1900 Eine Zusammenstellung von Plakaten aus verschiedenen Ländern Europas mit viel Jugendstil Der zeitgenössische Titel Affichomanie war auch die Diffamierung eines neuen Mediums das sich mit großer Dynamik durchsetzt Am frühen Abend gehen wir ins Kino Ein seltenes Vergnügen auf unseren Touren Selten genug sind wir an Orten mit ansprechendem Kinoprogramm Und sind dann auch noch in Stimmung und Lage das wahrzunehmen Heute also Mein Ein mein Alles oder im Original Mon roi Etwas lang aber man bleibt dran an dem Beziehungsdrama Am Zusammenfluss von Salzach und Saalach Saalachspitz Stille Nacht der Papst und die Flüchtlinge Mittwoch 6 April 2016 Salzburg Grenze Österreich Deutschland Tittmoning Trostberg Traunreut 78 km Die warmen Frühsommertage sind vorbei Im Grau liegen die Berggipfel Kurze Schauer sind vorhergesagt Es ist wesentlich kälter Elf bis zwölf Grad den ganzen Morgen über Wir fahren wieder an der Salzach Nunmehr flussabwärts Auf österreichischer Seite Vorbei an der Mündung der Saalach in die Salzach am Saalachspitz Foto oben Gut zu fahren Gelegentlich asphaltiert Links der Fluss Rechts der Wald Dann Oberndorf Die Grenzbrücke hinüber nach Laufen Die Stiftskirche lockt auf der andern Seite Foto links Von dort führt die neue Europabrücke für Fußgänger und Fahrradfahrer zurück Wir könnten auch auf deutscher Seite zum Abtsee mit seiner Schlossklinik Wo ich für Planetopia Anti Aging dokumentiert habe Wir entscheiden uns dann doch einfach dafür auf der österreichischen Salzach Seite zu bleiben Der einfachste flachste Weg Die Stille Nacht Kapelle passieren wir Am Weihnachtsfest 1818 ist der Klassiker von Texter Joseph Mohr und Komponist Franz Xaver Gruber hier erstmals öffentlich geschmettert worden Dann der Grenzstein von Oberösterreich Die Strecke wird schlechter Der Untergrund gröber Dann und wann Betonplatten Miri hat noch zwei Postkarten im Lenktertäschle Gelegenheiten in Salzburg und Oberndorf sie einzuwerfen haben wir verpasst Kommt noch ein österreichischer Briefkasten Die nächste Brücke Die nächste Grenzbrücke Auch Tittmoning hat einen österreichischen Counterpart Eine winzige Ansammlung von sechs Häusern Am größten ist das Schild mit den österreichischen Geschwindigkeitsbegrenzungen Daneben ein winziger verwitterter Briefkasten Vielleicht kommen die Karten ja an Tittmoning hat ein irres Ensemble als Stadtplatz ein lang gezogener Durchfahrts Platz rundum eingefasst von Gebäuden so primär aus dem 17 Jahrhundert Ein bisschen mediterran zumindest süd alpin wirkt das Die Inn Salzach Bauweise die wir auch am Inn in Wasserburg und Mühldorf entdecken werden Die Bürgerhäuser am Stadtplatz wirken durch Scheinfassaden vereint Die Giebel der Dächer werden versteckt indem die Fassade höher gezogen ist wie auf dem Foto weiter unten von Burghausen Wir biegen rechts ab zur Kirche Foto unten Außen exzellent erhaltene Grabsteine in rotem Stein Ebenfalls 17 18 Jahrhundert Innen ein Foto vom bayerischen Papst In seiner Kindheit lebte Joseph Ratzinger hier von 1929 bis 1932 Der Weg zur Burg hoch trägt seinen Namen Papst Benedikt XVI Weg Foto rechts Die Schule trägt den Namen eines Kerpeners Kolping Hier zweigt der Bienen Lehrpfad ab Genau wie der päpstliche Benedikt Radweg Benediktweg Der zunächst auf einer alten Bahntrasse verläuft wie man an den aufgeschütteten Dämmen und der minimal prozentigen Steigung leicht erkennt Aber nur für kurze Zeit Dann sind Bahndamm und Benediktweg weg Nur die Beschilderung nach Trostberg bleibt unser Begleiter Nicht als Alz Salzach Radweg wie es auf dem bayrischen Radtouren Portal Bayernnetz für Radler bezeichnet wird Das wiederum kennt den Benediktweg gar nicht Ganz kleine Straßen führen uns über die Hügel des Rupertiwinkel Bis zum Wiener Kongress gehörte die ganze Gegend zu Salzburg Seitdem ist sie bayerisch

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