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  • Chris on the Bike mit Miri # Samarkand - Kashgar # Foto Special # Kirgistan & China
    Gehöfft Jurte auf dem Weg in den Winterschlaf Chris immer noch auf Schotter Schotter ohne Ende In China Miri am Karabel Daban 2930 m Zwei Rucksäcke auf einem Fahrrad wegen Radschadens am andern Rad Grün Rote Berglandschaft Kamel 2 Hoecker interessiert sich für Fernradler Noch ein interessiertes Kamel Erste Pause in China Rolling abwärts in die Wüste China 21 Jh Miri Mao Bike Blog Teil 1 Usbekistan Tadschikistan Sackgasse im

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  • Chris on the Bike mit Miri # Samarkand - Kashgar # Foto Special # China
    See Kirgisische Beton Jurten Miri wandert voran Richtung Kongur Gipfel 7719 m Brücke mit Chris Kamel mit Miri Jak ohne Miri Miri im Karakul vor Muztag Ata 7546 m Mit dem Zug zum Flug via Urumqi alias Wulumuqi Wüste Taklamakan aus dem Zugfenster 24 Stunden Zugfahrt im soft sleeper nach Urumqi alias Wulumuqi Miri vor Wandzeitung und Coca Cola Werbung Parfümerie Abteilung Köstritzer Dosen ca 2 und Bitburger Fass ca

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  • Chris on the Bike mit Miri # Samarkand - Kashgar # Usbekistan & Tadschikistan
    ich zwei Miri einen Stempel in den Pass Die Zöllnerin im zweiten Container spricht besser Deutsch als ich Russisch Im dritten Container weint eine Frau mit usbekischem Pass Vor ihr liegt ein Protokol und ein in Taschentücher gewickeltes Päckchen in Größe eines Geldscheinbündels Mehr können wir nicht in Erfahrung bringen Bei unserer ersten tadschikischen Pause schenkt uns eine Bäuerin mehrfach Weintrauben In Pendschikent alias Pendjikent Pendzhikent Pandschakent Pandzhikent Panchekanth checken wir im Intourist Hotel ein Eine einst sehr schön angelegte weite Garten Anlage die nicht ganz so heruntergekommen ist wie es der Lonely Planet schildert Nachmittags und nachts ohne fließend Wasser dafür dürfen wir die Räder über den abgewetzten roten Teppich in unseren Bungalow rollen Wir raffen uns noch auf zur Besichtigung der Ruinenstätte von Pendschikent Wir finden sie mit Hilfe von ein paar Jungen Foto rechts ihr weibliches Pendant die darin wohl geübt sind aber kein Geld verlangen Die Ausgrabungen selbst sind enttäuschend Foto links weil die zerfallenden Lehmruinen der Sogdier aus dem 5 bis 8 Jh kaum etwas erkennen lassen Unsere Räder wirbeln viel Staub auf Zurück am Eingang ist inzwischen der Direktor oder Betreuer des Museums Ismatullo Rachmotullojew eingetroffen Er öffnet uns den kleinen Ausstellungsraum in dem vor allem Wandmalereien zu sehen sind Die Originale werden in Tashkent und St Petersburg gezeigt Ich kann den Direktor mit einem Spiegel Artikel erfreuen der im Wesentlichen aus seinen Zitaten und nicht gekennzeichneten Informationen aus dem DuMont Zentralasian besteht Serafschan Tal Dienstag 5 September 2006 Pendschikent Serafschan Tal Ayni 102 km Es erinnert an das Jordan Tal Ein breiter grüner Streifen der Fluss dazwischen eher zu ahnen als zu sehen umgeben von kahlen gelben Hügelketten So präsentiert sich das Serafschan Tal alias Zerafshan Zeravshan Zarafshan Zarawschan von Pendschikent an eine ganze Weile Und eben wunderschön Die Straße mutiert gelegentlich zur Schotterpiste vor allem an den Brücken die wir im enger werdenden Tal immer häufiger queren müssen Bald birgt das Tal nur noch den Fluss Serafschan Die Straße führt über die Berge mit bestem Blick auf die engen Flusswindungen Dann wird auch die Besiedlung und Bewirtschaftung weniger Kaum noch Dächer die mit Apfelstücken zum Trocknen belegt sind Die Lage von Ayni unserem heutigen Ziel ist auf den verschiedenen Karten nicht richtig auszumachen Zunächst taucht der Ort linker Hand auf reicht gerade an die Kreuzung mit der tadschikischen Nord Süd Verbindung heran An der Kreuzung selber Militär und ein paar Geschäfte Ein Hotel soll es weiter südwärts geben Tatsächlich nach ein paar hundert Metern liegt linker Hand der bescheidene Flughafen von Ayni Dahinter beginnt der Ort von Neuem Nicht mehr im Tal sondern ein paar Meter oberhalb Auch hier fragen wir wieder nach einem Hotel Ein Mann lässt seinen Sohn zunächst mal sein defektes Fahrrad holen Ich soll es reparieren Die Gangschaltung funktioniert gar nicht Sie sieht sehr chinesisch aus Ich ziehe die Schaltzüge an und schon lässt sich ein bisschen hin und her schalten Manchmal dreht aber auch alles durch Ein Fahrrad mit Leerlauf wie sich herausstellt Eine Unterkunft sollen wir weiter Richtung Süden finden Noch bevor wir wieder eine Ortsgrenze erreicht haben begegnet uns ein UN Jeep Ich versuche halbherzig ihn zu stoppen nach ein paar Minuten kommt er tatsächlich zurück Ein tadschikischer UN Mitarbeiter stellt uns vor die Alternative Gästehaus der Welthungerhilfe deren german agro action Schilder an den verschiedenen Projekten besonders Wasser Gräben uns seit Pendschikent treu begleitet haben oder ein privater Homestay in einer kleinen Seitengasse Wir entscheiden uns für Letzteres Und radeln dazu in den dritten Ortsteil von Ayni Finden dort das Haus das von außen nicht als Herberge zu erkennen ist ein großes Herrenhaus umgeben von einem Hof der wiederum von kleineren Gebäuden umrandet ist Während das Haus mit riesigen leeren Sälen aufwartet befinden sich Sauna Bad Bäckerei etc in den Außengebäuden In unserm riesigen Zimmer fühlen wir uns unter einem Berg sauberer Bettwäsche weit wohler in dieser klaren Nacht auf etwa 1400 m Höhe als die Nacht zuvor in dem alten Hotel von Pendschikent Und noch viel viel wohler als in der kommenden Nacht Auf den Ansob Mittwoch 6 September 2006 Ayni Ansob Pass 3373 m 77 km Im oberen Hauptsaal wird das Frühstück aufgetragen ein Gemisch aus Pommes Frites Erbsen Teigtaschen Eiern Wir brauchen viel Power Heute soll es auf 3373 m gehen Im August haben wir trainiert auf der Großglockner Hochalpenstraße und erreichten dort unser bisheriges all time high von 2504 m Heute also fast tausend Meter höher Zu den erwarteten Höhenmetern gesellen sich noch ein paar zusätzliche da die Straße zu Beginn auf und ab führt Wieder weil das Tal recht eng ist Und schon sehr einsam wirkt Überraschend taucht im Widerspruch zu manchen Karten nach 20 km der Ort Serafschan auf der rechten Seite auf Kurz zuvor führt eine Straße links ab Sie führt aber nicht zum See Iskander Kul Der Abzweig zu diesem touristischen Highlight folgt erst nachdem die Hauptstraße nach links gedreht hat dort wo der auf mancher Karte zu findende Ort Rabot ein Phantom bleibt Auf den auf 2400 m gelegenen See müssen wir leider verzichten Schon jetzt bedaure ich den Zeitplan durch die Festlegung des kirgisischen Visums so eng gezogen zu haben Andererseits haben wir in den zwei drei Tagen Fahrt schon so viel spektakuläre Natur gesehen Und es geht stetig weiter Mit ein paar Spitzkehren steigt die Straße von 1800 auf 2000 m wo sie sich zunächst in einem langen Talkessel entlangzieht um sich dann wieder durch eine Schlucht zu schlängeln Am Ende des Örtchens Ansob bzw Anzob beginnt der eigentliche Anstieg auf den Ansob Pass Uns ist nur nicht klar dass dieser Ort in dem wir mehr zufällig Wasser und Lebensmittel tanken bereits Ansob ist Stattdessen treibt uns die Verheißung dieses Ortes stetig voran Auf stetig schlechter werdender Strecke An einer Stelle teilt sich die Straße an einem steilen Teilstück Wir zögern eine Weile fragen Leute bevor sich nach mühseliger Fahrt die zwei Zweige bald wieder vereinen Langsam gerät die Straße in den Schatten Wir sind auf 2800 m 2900 m laut barometrischem Höhenmesser Noch einmal sehen wir Häuser auf der rechten Seite sie sehen mehr nach Ruinen aus obwohl auch Fahrer dort halten Ein paar Meter weiter ein Bauwagen mit zwei Männern Sollen wir bei denen übernachten Wir haben keine Ahnung wann die nächste Unterkunft kommt und ob wir es heute noch auf den Pass schaffen Denken daran zur Not uns hierher zurückrollen zu lassen Dann eine letzte rudimentäre Ruine am Straßenrand Auch sie könnte ein Notlager hergeben Weiter Während Miri voranradelt fällt mir jeder Meter schwerer ich steige vom Rad pausiere kurz schiebe blicke gebannt auf den Höhenmesser bis 3000 m will ich durchhalten Dann merke ich dass ich wanke mir wird übel alles im Kopf dreht sich es geht keinen Schritt weiter Mir ist zum Heulen Wir setzen uns an den Straßenrand Ich könnte nicht mal mehr aufstehen Ich spüre oder hoffe es vielleicht nur der Körper braucht Zeit sich an die Höhe zu gewöhnen Und dann beginnt der Kampf mit dem Kopf Während ich kräftig atme Ich denke an kritische Momente beim Laufen beim Radeln Und wie sich die Situation wieder besserte Iiiirgendwann wird es immer besser Warten Denken Motivieren So hocken wir da Mindestens eine halbe Stunde Die Sonne geht unter Es wird dunkel Es wird kälter Und dann stehe ich auf Gehe Klappe mit einem Tritt den Ständer zur Seite Und schiebe Es sind vier oder fünf km bis zur Passhöhe Und 400 oder 500 Höhenmeter Ich teile den Weg mental in lauter kleine Portionen zwei mal von unserer Mainzer Wohnung zum Hauptbahnhof und zurück Hier allerdings mit zehn Prozent Steigung Spätestens nach jeder dieser Mini Etappen müssen wir eine Pause machen Zum Glück geht es Miri gut auch wenn sie die Dunkelheit nicht gerade liebt durch die sich mit lautem Heulen die LKW neben uns hochquälen Und stetig arbeitet mein Kopf entwirft Ekstase Szenarien die mich nach vorne treiben Kann kaum noch vernünftige Sätze sprechen Und plötzlich sind wir ganz oben Die allerletzten Meter sind geschenkt die Strecke ist ein paar hundert Meter kürzer als erwartet und der Höhenmesser steigt auch nicht auf die offizielle Höhe von 3373 m Wir sind da Rollen aus dem Bergschatten auf den Mond beschienenen Pass Drei vier Häuser stehen hier rum In einem Fenster brennt Licht Mirjam stürzt sofort darauf zu Ich fühle mich mehr nach einer Abfahrt Miri ist nicht zu bremsen Auf unsere anscheinend deplatzierte Frage wo hier ein Hotel sei antwortet der Mann in der Tür mit einem unglaublichen JA In dem Zwei Zimmer Haus sollen wir den größeren Raum bekommen der außer ein paar auf dem Boden liegende Decken völlig leer ist Im andern Raum der Küche drängen sich drei Jungen und vier Männer Der Vater der Kinder ist Betreuer der Meterologie Station die neben dem Haus steht Drei Männer sind auf der Durchreise Viehwirtschafts Kontrolleure so weit wir verstehen Sie bieten auch uns etwas zu essen an Ich lehne mit Verweis auf meine Übelkeit dankend ab auch wenn es mir längst wieder ganz gut geht Miri lässt sich erweichen mit einem ekeligen Löffel Dosenfleisch das uns zu Ehren in den Kochtopf wanderte zu essen Wirklich klasse dagegen ist die lange Honig Melone die einer der Männer liebevoll und sehr hygienisch in kleine Stücke schneidet Uns zieht es ziemlich schnell aufs Nachtlager Ein paar Decken bekommen wir zugeteilt der Rest bleibt in der Ecke liegen wo wir uns bedienen So gehen die andern leider leer aus als der Vater später noch ein paar in die Küche holen möchte Kaum liegen wir auf dem harten aber warmen Untergrund beginnen die Mäuse zu tanzen Im Gebälk über uns Früher oder später raschelt es auch in unserm Zimmer Das ganze Haus steckt voller Ungeziefer Wir sind reichlich müde Schrecken dennoch immer wieder aus dem Schlaf Gegen halb drei piept ein Wecker Ohne Unterlass Obwohl er im Nachbarraum steht wo die andern schlafen nervt er auch uns Irgendwann hat Miri genug geht ins Nachbarzimmer und stoppt den Wecker inmitten der schlafenden Kinder und ihrem Vater Drei Stunden später ist wieder Mess Alarm in der Station Diesmal wacht der Vater auf Die Mess Werte verbreitet er danach lautstark auf Russisch via Telefon in die weite Welt Auf dem Ansob Pass 3373 m Geräderte Radler Donnerstag 7 September 2006 Ansob Pass 3373 m Duschanbe 90 km Wir fühlen uns gerädert Als eine Maus über meinen Schlafsack klettert erleichtert das das Aufstehen ungemein Schnell alles zusammenpacken Dankend das Frühstück ablehnen Das Dosenfleisch murrt schon etwas in Miris Magen Aber nicht ohne ein paar Fotos an diesem höchsten Punkt Der Vater und seine drei Söhne Foto links die Meteorologie Station mit amerikanischen Instrumenten die automatisch abgelesen werden und die Pass Höhe ein Blick zurück und eine fantastische Abfahrt Richtung Duschanbe Die Straße ist zwar so schlecht dass man das Rad nie richtig rollen lassen kann aber der Blick entschädigt für die Straße die Steigung und die Nacht Es wäre noch sehr sehr weit und lang gewesen zum nächsten Ort Und ob wir dort ein besseres Quartier bekommen hätten lässt sich nicht sagen Immerhin gibt es einige offene Straßencafés Holzpodeste die mit Teppichen rundum bespannt sind Hier frühstücken wir Direkt hinterm Dorfende kommt endlich wonach wir gestern vergebens Ausschau gehalten haben der Tunnel Kurz vor unserer Abreise habe ich einen Hinweis gefunden dass Irans Präsident Ahmadineschad einen von seinem Land finanzierten und gebauten Tunnel feierlich eingeweiht habe kleines Foto rechts Tadschikistan und Persien sind sprachlich und ethnisch verwandt Wir hatten in den ersten Tagen schon erfahren dass der Tunnel noch nicht für den Verkehr freigegeben sei Ein Stück Resthoffnung war geblieben dass wir den Pass samt meteorologischer Mäuse auf 2000 m unterqueren könnten Doch wie wir später erfahren liegt die Tunnelöffnung auf der Nordseite nicht direkt an der bisherigen Straße Deshalb hatten wir vergeblich Ausschau gehalten Hier auf der Südseite dagegen liegt der Tunnel direkt an der Straße und wird bald die Dorf Cafés überflüssigmachen Eine Gruppe ausländischer Hilfskräfte verhandelt von ihrem Auto aus an dem Kontroll Häuschen ob sie durchfahren können Wir haben kein Interesse mehr daran Genießen die Abfahrt auf der allmählich besser werdenden Straße Chinesische Bautrupps arbeiten offenbar daran die Straße bis zum Tunnel durchgängig zu asphaltieren An den zahlreichen Baustellen müssen wir immer wieder durch Staubwolken hindurch Und dann können wir wirklich rollen Im Tal stehen einige neu gebaute Paläste mit bester Aussicht Ein Komplex gehört wie wir am nächsten Tag erfahren dem tadschikischen Präsidenten der auf dem Gründstück auch Wladimir Putin eine Villa geschenkt hat Soldaten ohne jeden Schutz fällen kurz vor Duschanbe einen Baum der mit großer Wucht auf die Fahrbahn knallt ohne dass der Verkehr zurückgehalten worden wäre Mehr zufällig passiert nichts Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe bzw Dushanbe kommt sehr unspektakulär daher Wir sind im Zentrum bevor wir es richtig merken Wir haben Schwierigkeiten uns zu orientieren weil die großen repräsentativen Gebäude einige Nummern kleiner sind als erwartet Eine grüne Stadt weiträumig geplant In einem Straßencafé essen wir am Abend Vor uns sammeln sich verschiedenstePolizei und Militärtrupps und ziehen Richtung Zentrum Sinn und Zweck der Übung erschließt sich uns erst in den folgenden Tagen Ich mache noch kurz einen Schlenker zum Internet Café wo ich über unsere weitere Strecke lese dass das von uns in Aussicht genommene Garm Tal mit dem Fluss Kyzylsu Kyzyl Suu eine Islamisten Hochburg ein Rückzugsgebiet für Schläfer sei in dem schwer bewaffnete Mujaheddin den Alltag prägen Das verspricht Spannung Umplanung ins Taxi Freitag 8 September 2006 Duschanbe Taxi Fahrt Chudschand Miri geht s nicht gut Ich kann sie davon überzeugen im Bett zu bleiben Ich ziehe los ein paar Kleinigkeiten zu erledigen und nebenbei bleibt noch Zeit für einige Telefongespräch an der Rezeption Gerade ist Schichtende für die ältere Dame mit Deutschkenntnissen Ablösung durch eine jüngere russische Matrone Sie wirft sofort den Fernseher an Und schaltet gleich den Ton ab weil auch auf ihrem Bildschirm die Rede des Präsidenten zum morgigen Nationalfeiertag übertragen wird Neunzig Minuten wird sie dauern und der optische Eindruck hätte das ZK der SED sicher in Begeisterung versetzt Es soll ein reiner Routine Anruf bei der deutschen Botschaft in Duschanbe sein Frank Walter Steinmeier ruft auf seiner Homepage ausdrücklich dazu auf bei Reisen in Tadschikistan mit der deutschen Botschaft Kontakt zu halten die Reisedaten zu hinterlegen und sich nach der aktuellen Sicherheitslage zu erkundigen Vor zwei Monaten hatte ich deshalb schon mit einem Mitarbeiter telefoniert Jetzt will ich ihn wieder sprechen Der Mitarbeiter ist inzwischen versetzt Ich werde mit Frau Böhme verbunden Sie habe vor zwei Wochen versucht erzählt sie mir über den Grenzübergang über den wir nach Kirgisien wollen mit einem Wagen nach Tadschikistan einzureisen Das sei sogar für sie als Diplomatin unmöglich gewesen Nur noch Einheimische dürften dort durch Bleibt uns also das Islamisten Tal erspart Aber wie weiter Eine Alternative wäre der Pamir Highway eine Hochstraße auf dem Pamir Plateau mit mehreren 4000 m Pässen Von dieser Strecke könnte man entweder bei Murgab abzweigen und über den Kulma Pass 4363 m direkt nach China auf das letzte Stück des Karakorum Highways kommen oder nach Kirgisien und von dort über den von uns ins Auge gefassten Irkeshtam Pass nach China Allerdings braucht man für den Pamir eine Sondergenehmigung und das dauert gewöhnlich Wochen Frau Böhme meint noch die Wartedauer sei wohl auch eine Frage des Geldes Wir bräuchten den Permit aber sofort und das geht gar nicht Bleibt der Weg durch das breite Fergana Tal Einziger Haken wir müssen dabei unser zweites Usbekistan Visum verballern das eigentlich für den etwa 15 stündigen Aufenthalt in Tashkent zwischen den Rückflügen gedacht war den wir jetzt wohl im Transit Bereich verbringen müssen Nur die Fergana Strecke ist nicht zu bewältigen ohne die Frist unseres Krigisien Visums zu sprengen Müssen wir also ein Stück per Flug oder Auto zurücklegen Eine Rückfahrt mit dem Fahrrad über den Ansob Pass kommt sowieso nicht in Frage Auch nördlich von Ayni ist ein gleich hoher Pass den wir auch nicht mehr schaffen können Reisen wir also nach Chudschand Beim Flug mit dem sowjetischen Kleinflugzeug Jak 40 ist unklar ob auch die Räder mitkommen können Wählen wir folglich das Taxi Beim Taxi Stand am nördlichen Stadtrand von Duschanbe treffe ich Oleg ein Russe in Diensten von USAid der auch nach Chudschand muss schnell Letzteres kann er bei der Fahrt über zwei 3370 m hohe Pässe größtenteils nicht mehr asphaltiert vergessen Obwohl er tadschikische Helfer hat muss er feilschen um den erhöhten Wessi Fahrpreis in Grenzen zu halten Zu dritt ist das einfacher vor allem billiger Am Ende zahlen wir für uns und die Fahrräder 100 den Rest übernimmt Oleg Zehn Stunden sollen wir für die 350 km brauchen Am Ende sind es 15 Stunden weil Rachim unser tadschikischer Fahrer Foto rechts im Deutschland Trikot von letzten WM Gewinn 1990 in Italien beim Kühlwasser Nachfüllen Räder auf dem Dach zwar sehr gut fährt aber die Strecke nicht so gut kennt Und Straßenschilder gibt es in Tadschikistan praktisch gar nicht Zwischenzeitlich landen wir an irgendeinem Schlagbaum werden kontrolliert Ein Schild besagt Veterinär Kontroll Punkt Also rückwärts Nachdem Oleg seinen Flug von Tashkent endgültig abgeschrieben hat Immerhin amüsieren wir uns mit ihm großartig über die zentralasiatischen Pirouetten unseres Chauffeurs Allein der nächtliche Besuch einer Tankstelle Rachim prüft die in großen Gläsern angebotenen Kraftstoffe mit Nase und Zunge bevor er sie in den Wagen füllen lässt Foto rechts Nationalfeiertag der Arier Samstag 9 September 2006 Chudschand Grenze Tadschikistan Usbekistan Kokan 142 km Es ist 3 Uhr morgens als wir einchecken im Hotel Leninabad so hieß Chudschand alias Khudzhand Khujand Chodschent von 1939 bis 1992 Deshalb steht eine rekordverdächtige 22 m hohe Lenin Statue heute noch in Sichtweite des Hotels am andern Ufer des Syrdarja herum abgesehen davon hieß die Stadt ursprünglich Alexandra Eschate das eschatologischste also entfernteste Alexandria im Imperium ihres Gründers Alexanders des Großen D h wir schleppen unsere restlos verstaubten Klamotten und Räder vom Wagen ins Hotel nachdem es mir gelungen ist einen Nachtwächter zu wecken Mit seinem Kollegen spult er das gesamte quälende Ritual der Anmeldung ab Als der bescheidene Preis bezahlt ist fordert er noch Geld für das

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  • Chris on the Bike mit Miri # Samarkand - Kashgar # Foto Special # Usbekistan & Tadschikistan
    Ansob Pass Im Café Baby auf Sattel Rachim tadschikischer Taxifahrer in Deutschland Trikot von 1990 Nationalfeiertag 15 Jahre Tadschikistan Seiltänzer am Nationalfeiertag in Chudschand Tee Werbung an Hochhaus in Chudschand Bike Blog Teil 1 Usbekistan Tadschikistan Sackgasse im Islamisten Tal Neue Route auf alter Seidenstraße Bike Blog Teil 2 Kirgistan China Beton Jurten und andere Höhepunkte Auf lockerem Schotter zu den Uiguren Foto Special zu Teil 2 Kirgistan China Foto

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  • Chris on the Bike mit Miri # Hull - Glasgow # Ausrüstung
    Muttern 98 1 Kettennieter 105 1 Epple Kopfschlüssel vulgo Knochen spezialgehärtet mit 10 Schlüsselweiten 90 1 Schweizer Taschenmesser 43 1 Victorinox Taschenmesser Classic Alox Blue Green 0 6221 L22824 17 1 Inbusschlüssel 1 5 6 98 3 Schwalbe Reifenheber 11 33 4 Gummi Streifen 0 5 2 1 Speichenschlüssel 10 1 Kombizange 77 2 große Schraubenzieher 32 64 1 kleiner Schraubenzieher 11 1 Büchel LED Rücklicht Beetle 86 3 Ersatz Batterien 25 10 Workzone Kabelbinder aus Nylon 5 25 mm 0 5 5 1 Kabel 1 50 m 20 63 Summe 5038 Fort Plastikhülle von Schalthebel Anzahl Outfit g Teil g gesamt 1 Crane Herbst Radlertrikot Softshell TechTex neon Herren Gr 48 410 1 Bike Shirt Ion Traze Tee Zip SS helio lime M Am Ende von Tour 74 Reißverschluss defekt Kaufpreis erstattet 200 1 Columbia Trail Drier Windbreaker Jacket 12 Omni Heat M Chartreuse 155 2 Roeckl Ikast Radsport Sommer Handschuhe 3103 213 Limone Gr 9 24 48 1 Mütze Кыргызстан weiß grau 41 1 Columbia Men s Rapidfire II Windshell Charcoal M 158 1 Columbia Titanium Omni Dry Mountain Tech SS Tee Shirt 160 1 Columbia Trail Endurance Short Sleeve Crew Vermillion Rot M 147 1 Jack Wolfskin Fleece Shirt 225 1 Vaude Birch Zip Off Pant Männer Bike Hose 52 L schwarz 320 1 Columbia Silver Ridge II Convertible Pant Fossil M 282 1 Gürtel beige 48 1 Falke Ergonomic Sport System Men Athletic Cool Slip 37 1 Odlo Slip blau 52 1 Vaude Herren Slip Lite TransFashion Underwear schwarz 46 1 Vaude Herren Slip Lite Sports Underwear anthrazit 52 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Shirt kurzarm 110 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Shirt langarm 135 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Hose lang 140 1 Jack Wolfskin Schlafshirt 195 1 kurze Polartec Schlafhose 135 1 Badehose active blau SIG GmbH 43 1 Reise Inlett Square Shape 220 X 84 cm bigpack 300 4 Falke Airport Socken gelb Wool Cotton Mix 43 44 44 176 2 Montbelluna Pro X elements Überschuh Fahrradgamasche neongelb XXL g 37 74 2 Brooks weiß orange Adrenaline GTS 9 Gr 12 46 350 700 2 Kunststoff Schalen Einlagen move control langsohlig mit Weichbettung Kussmann 101 202 1 The Heat Company Handwärmer 60 1 The Heat Company Fußwärmer 150 36 Summe 4801 Am Union Canal zwischen Edinburgh und Falkirk Anzahl BodyHealth g Teil g gesamt 1 Spiegel 19 1 Fuchs Dentosan Wechselkopf Zahnbürste medium gelb 18 1 Fuchs Clips Pocket Reise Zahnbürste 16 1 Sensodyne Pro Schmelz Tägliche Zahncreme 20 ml 30 1 Zahnseide 4 1 Arzt Seife 98 1 Gall Seife Blücher Schering 47 1 Yves Rocher Duschgel Vitalität fraicheur verveine 30 20 ebelin Bio Wattestäbchen nature 1 20 2 Ohren Stöpsel 1 2 1 Nivea Creme 52 1 Labello Lipcare Sun 14 3 Rossmann SunOzon Sonnenmilch 50 hoch 30 90 1 Deo dm alverde Men Deo Zerstäuber 30 1 CK one eau de toilette Calvin Klein 16 1 Nagelschere 19 1 Bikemate Erste Hilfe Tasche für unterwegs 120 1 Zinkoxid Salbe Law 8 1 Bode

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  • Chris on the Bike mit Miri # Iran - Persischer Golf # Ausrüstung
    Outfit g Teil g gesamt 1 Crane Herbst Radlertrikot Softshell TechTex neon Herren Gr 48 410 1 Puma sportlifestyle Trikot Rhein Ruhr Marathon Finisher 2011 52 54 L 150 1 NB New Balance Trikot langärmelig 180 1 Columbia Trail Drier Windbreaker Jacket 12 Omni Heat M Chartreuse 155 1 Columbia Men s Rapidfire II Windshell Charcoal Gray M 158 2 Roeckl Ikast Radsport Sommer Handschuhe 3103 213 Limone Gr 9 24 48 2 Chiba Winter Vollfinger Fahrradhandschuhe 78 156 1 Rodeo Sports at C A Vipers Performance Mütze M 20 1 Mütze Кыргызстан weiß grau 41 1 Columbia Sportswear Shirt olivgrün L 210 1 Columbia Titanium Omni Dry Mountain Tech SS Tee Shirt 160 1 Columbia Trail Endurance Short Sleeve Crew Vermillion Rot M 147 1 Jack Wolfskin Fleece Shirt 225 1 Vaude Birch Zip Off Pant Männer Bike Hose 52 L schwarz 320 1 Columbia Silver Ridge II Convertible Pant Fossil M 282 1 Gürtel beige 48 1 Gürtel grau 49 1 Odlo Slip schwarz XL 52 1 Falke Ergonomic Sport System Men Athletic Cool Slip schwarz XL 37 1 Vaude Herren Slip Lite TransFashion Underwear anthrazit XL 46 1 Vaude Herren Slip Lite Sports Underwear anthrazit XL 52 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Shirt langarm grau 135 1 Adidas techfit climalite Preparation Long Tights 176 XL 160 1 Jack Wolfskin Schlafshirt 195 1 kurze Polartec Schlafhose 135 1 Badehose active blau SIG GmbH 43 1 Reise Inlett Square Shape 220 X 84 cm bigpack 300 4 Falke Airport Socken gelb Wool Cotton Mix 43 44 44 176 2 Montbelluna Pro X elements Überschuh Fahrradgamasche neongelb XXL g 37 74 1 Vaude Mark II light Kuppel Zelt Fläche 215 x 165 cm Höhe 115 125 cm Packmaß 52 x 17 cm Außenzelt 3 000 mm Boden 10 000 mm Wassersäule 2900 6 Me ru Expert Y Profil Peg Aluminium Hering 17 cm 14 84 5 Me ru Rockpin Spezial Trekking Erdnagel paletto aluminium 15 cm 6 mm 15 75 1 Windhager Schutz Plane 2x3 m 626 1 Therm a Rest ProLite Regular sunset sunset 810 1 Schlafsack Yeti VIB 600 1000 2 Brooks weiß orange Adrenaline GTS 9 Gr 12 46 350 700 2 Kunststoff Schalen Einlagen move control langsohlig mit Weichbettung Kussmann 101 202 1 The Heat Company Fußwärmer 150 55 Summe 10711 Nach der Schlammschlacht wieder auf Asphalt Anzahl BodyHealth g Teil g gesamt 1 Fuchs Dentosan Wechselkopf Zahnbürste medium gelb 18 1 Fuchs Clips Pocket Reise Zahnbürste 16 1 Sensodyne Pro Schmelz Tägliche Zahncreme 20 ml 30 6 DenTek Complete Clean Zahnseide Stick 1 6 1 Arzt Seife 98 1 Gall Seife Blücher Schering 47 1 Yves Rocher Duschgel Vitalität fraicheur verveine 30 42 ebelin Bio Wattestäbchen nature 1 42 2 Ohren Stöpsel 1 2 1 Nivea Creme 52 1 Labello Lipcare Sun 14 3 dm SunDance Sonnenmilch 30 hoch 40 120 1 dm alverde Men Deo Zerstäuber Limette Salbei 30 1 CK one eau de toilette Calvin Klein 16 1 Nagelschere 19 1 Bikemate Erste Hilfe

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  • Chris on the Bike mit Miri # Iran - Persischer Golf
    ein paar Lieder auf dem Saiten Instrument das er aus Rosenholz selbst gebaut hat Abend am Lake Sharjah Keine Visum Chance in Saudi Arabien Montag 30 November 2015 Sharjah Dubai Palm Jumeirah Dubai Marina 80 km Mit einer Tasse Kaffee und Keksen beginnt der Morgen im Junggesellen Haushalt Talal ist schon vor sechs Uhr zur Arbeit gefahren Den Großteil des Arbeitstages verbringen beide im Stau auf den Straßen Denn Arbeit gibt es vor allem im Dubai Mit dem Fahrrad bin ich wohl auch schneller in Dubai als mit dem Auto Vor dem Besuch beim saudi arabischen Generalkonsulat will ich schnell ein Zimmer in Deira dem früheren Handelszentrum von Dubai nehmen Leider habe ich nichts vorgebucht weil ich nicht so recht planen konnte Obwohl keine Hauptsaison ist versuchen die Hoteliers mich mit allen möglichen Tricks zum Geldausgeben zu bewegen Ich muss mich auch nach vier Wochen Iran umstellen auf ein völlig anderes Preisniveau Und das Leben in der kapitalistischen Welt Ibrahim schwärmte im Kontrast dazu vom einfachen Leben vor dem Krieg in Syrien In einem Guest House das mir zu teuer ist helfen mir noch ein paar junge Deutsche die gerade mit dem Mietwagen durch den Oman getourt sind mit ein paar Online Infos Im Hotel Al Burak wollen sie sich aber nicht auf den booking com Preis einlassen Wollen es mich aber auch nicht auf booking com buchen lassen Ich zieh ab Geh zurück zum ersten Hotel Al Ras Auch hier umständlich Ich will keine Zimmerbesichtigungen sondern ein Zimmer Einfach mein Zeug abstellen Und schnell zum saudischen Konsulat Für die Holzfähre über den Dubai Creek wollen sie 20 Dirham 5 Euro haben Ein Spezial Preis wg Fahrrad Fahre ich über die Brücke etwas weiter im Osten Geht schnell Noch schneller geht die Abfertigung im königlichen Generalkonsulat das sich direkt neben dem amerikanischen und das wiederum neben dem britischen Konsulat befindet Visa Angelegenheiten werden am Nebeneingang bearbeitet Alle Handys muss ich abgeben samt Ladegerät Kameras und mein Taschenmesser Dann kaum Wartezeit aber vom ersten und einzig sichtbaren Botschaftsmitarbeiter eine klare Ansage Für den Transit auf 150 saudischen Kilometern zwischen den Emiraten und Katar müsse ich mal mindestens eine Sondergenehmigung des saudischen Sportministeriums haben Schon allein wegen der Sicherheit und überhaupt Ich ziehe ab Nicht ohne in Ruhe ein Foto zu konfigurieren das Schwert des Propheten beendet die Reise meines Rades Foto rechts Aufgeregt kommen die Saudis aus der Pforte Ich stehe auf dem Standpunkt dass ich die Fotos von öffentlichem Boden aus mache und dass sie von den Hochhäusern auf der andern Seite des Creek mindestens genauso gut gemacht werden könnten Bei der UK Botschaft sehe ich später Foto Verbotsschilder Hier nicht Ich erkläre meinen Souvenir Bedarf Dass nachdem ich nun 1800 Kilometer bei den schiitischen Glaubensbrüdern im Iran fahren konnte ich leider Null Kilometer in Saudi Arabien zurücklegen kann und mir nur dieses eine Bild von Saudi Arabien bleibe Der Typ von der Botschaft löscht von mir unbemerkt das Foto Ich kann es aber später ganz einfach wiederherstellen Da ich kaum mit einem Visum rechnen konnte hält sich die Enttäuschung in Grenzen Ich widme mich dem Touri Programm per Rad Im Heritage Café wird Hummus zu unglaublichen Preisen serviert Am Ufer fahre ich weiter Auch da wächst Dubai all überall ins Meer hinein Ich entdecke noch eine freie Passage Wo ich wunderbar schwimmen kann Sand Wasser Sonne Und nur zwei drei Menschen Später lande ich auf einer mindestens 5000 Meter langen elastischen Joggingbahn die am Strand entlang führt Fahrradfahren ist da verboten aber exzellent möglich Es sind die letzten fünf Kilometer zu dem Komplex von Jumeirah Beach Hotel und dem Sechs Sterne Hotel und Wahrzeichen Burj Al Arab Foto unten rechts Auf den letzten Metern nimmt die Zahl der Touristen zu auch die Preise für Eis und Snacks Aber alles ist inzwischen eine sehr schöne Strandanlage Ich fahre jetzt weiter nach Süden als vor acht Jahren bei unserer Oman Tour Palm Jumeirah eine Riesenanlage die in Form einer stilisierten Palme ins Meer gebaut wurde interessiert mich Sie soll vom Mond aus zu erkennen sind Und ein bisschen fühle ich mich auch selbst vom Mond aus sichtbar Um auf den äußersten Ring der Palme zu kommen muss man durch einen Tunnel Der ist für Fahrräder gesperrt aber es gibt keine Alternative Der Tunnel erweist sich auch als gut beleuchtet und geht nur rund 15 Meter unter den Meeresspiegel Hinter dem großen Bogen vom Hotel Atlantis sind aber nur Straße und Befestigungen gegen die Fluten zu entdecken Enttäuschend Zurück mit 57 5 km h durch die Tunnel Radarfalle und das Tempolimit von 50 km h Das nächste Highlight Shopping im Mini Carrefour Was es alles gibt Und noch doller Marina Dubai Foto unten Unglaublich was hier alles in den letzten Jahren seit unserer Oman Tour 2007 entstanden ist Sieben Kilometer Promenade rings um ein mit Jachten gespicktes Gewässer das von Hunderten von Hochhäusern umgeben ist Und das wiederum ist nur eine Hochhaussiedlung von vielen Da ich nun schon 30 Kilometer südlich von meinem Hotel bin Strecken Karte der Emirate weiter unten und keine Lust habe wieder zurückzufahren überlege ich mein Fahrrad dort zu lassen Ich nähere mich der fahrerlosen Metro an mit der ich zurückfahren kann Ein merkwürdiger Fahrradständer mit vielen defekten ausgeschlachteten Rädern kann mich nicht so recht überzeugen Auf der andern Seite der hier 16 spurigen Sheikh Zayed Road steht ein Fahrradparkschild ohne Fahrradparkmöglichkeit Die Leute haben zwei Räder daher einfach an dem Fahrradparkschild festgemacht Ich entscheide mich für die nächste Metro Station Drei vier Räder mit ganz schlechten Schlössern stehen hier Da wird mein Schloss wohl reichen Helm und Wasserflaschen bleiben auch Die Metro Fahrt unterbreche ich an der Mall of the Emirates u a das Ski Paradies der Wüste Im Riesen Carrefour suche ich nach einer Fahrradverpackung für die anstehenden Flüge Ich entdecke ein Goodyear Motorcycle Cover 228 x 99 x 124 cm für 15 Euro das von der Nippon Auto Spare Parts L L C Dubai offensichtlich eher als Fake Produkt vertrieben wird Denn nirgendwo sonst auf der Welt sind Goodyear Motorcycle Cover zu bekommen Von Fahrt zu Fahrt wird es enger in der Metro Nächster Stopp an der Mall of Dubai mit dem Burj Khalifa Mittags habe ich ihn nur vom Strand aus der Entfernung im Dunst gesehen Foto links Jetzt läuft man ewig durch eine übderdachte klimatisierte Hochstrecke mit Gehbändern von ThyssenKrupp aber sie führen am Burj vorbei Es ist schon dunkel und man sieht nichts richtig Zurück zum Hotel Wo mir ein Hotel Boy der mir am Morgen beim Waschen zusah helfen will ins Internet zu kommen Ja ja Ich gehe sowieso noch ins Internet Café Recherchiere ein bisschen rum Der Fahrrad Transport von Land zu Land ist nicht ganz einfach Bin etwas ratlos was ich machen soll In jedem Fall muss ich nach Kuwait Dubai Marina Ticket nur mit Weiterreise Beleg Dienstag 1 Dezember 2015 Dubai Ein Sudanese rastet am Nachbartisch beim Frühstück aus weil der Kellner den Tee schon während des Frühstücks und nicht erst nach dem Frühstück serviert Mir wäre es lieber gewesen er hätte ihn schon früher gebracht Mehr als vier Stunden geister ich durch Deira Mein Ziel das Büro von Kuwait Airways Ich will sicher gehen dass mit dem Fahrradtransport alles klar geht Das Büro soll im Pearl Building sein An dem ich erst vorbei laufe Als ich es gefunden habe stellt sich heraus dass Kuwait Airways hier nicht mehr ist Vielmehr im City Center Fahre ich mit der Metro hin City Center Deira bedeutet zunächst mal eine riesige Mall Das Etihad Building mit dem Kuwait Büro liegt gegenüber Dort wollen sie bei einem Einweg Flug einen Beleg dass ich wieder ausreise also zurück ins Einkaufszentrum mit seinem kostenlosen Wlan Ticket Kuwait Frankfurt weitergeleitet Jedenfalls sind vier Stunden um als ich zurück im Hotel bin Wahrscheinlich hätte ich das alles auch in zehn Minuten im Internet Café machen können Aber so schläft es sich besser Sand auf der Fahrbahn Hitzeschlacht auf der Autobahn Mittwoch 2 Dezember 2015 Dubai Marina Abu Dhabi Airport 120 km Ich wache früh auf verzichte deshalb aufs bescheidene Frühstück Hab ja noch Kniften geschmiert gestern mit iranischem Brot So komme ich schon kurz nach sieben aus dem Haus Feiertag Vereinigungstag Vor 44 Jahren vereinten sich die Emirate Ruhe Die Metro ist leer An meiner Endhaltestelle hat ein Minimarkt auf Mahlzeit und Getränke bunkere ich sicherheitshalber mal Es ist schon 26 Grad als ich alles zum Rad schleppe Und das steht nach 40 Stunden noch an seinem Platz vor der Metro Station Erleichterung Vor den meisten Etappen denke ich über alles Mögliche nach Besonders was an Schwierigkeiten auftreten könnte Oft treffe ich dabei nicht den entscheidenden Punkt Bei der heutigen Etappe dachte ich daran ob das Fahrrad noch an der Metro Station stehen würde Welches Hotel ich erreichen könnte Die Strecke stand weniger im Fokus Eine gewisse Ungewissheit brachte die Tatsache mit sich dass auf der Karte die Strecke zwischen Dubai und Abu Dhabi eine einzige Autobahn ist Aber als Stadtstraße in Dubai und sei sie noch so breit wirkt sie halt als naheliegende Fahrbahn Sehr bald bin ich dann auf dieser Autobahn Mangels Alternative An den ersten Ausfahrten fahr ich meistens raus Vergebens Ich habe weniger Angst vor Autos als vor der emiratischen Polizei Und ihren ruppigen Strafen vor denen überall gewarnt wird Der Randstreifen ist breit Die Ausfahrten natürlich immer eine besondere Beachtung Wert Vergleichsweise wenig Verkehr auf den zunächst zwölf später acht Spuren Der Hafen zieht sich ewig lang Die letzten Gates kommen dann entlang der Querstraße D 53 an Exit 13 Foto rechts Auf der hoffe ich wenigstens ein Stück parallel fahren zu können Auf dem Weg Richtung Küste kämpfe ich erstmals mit dem Gegenwind Und nach sechs Kilometern mit einem wieder mal indischen Security Menschen Die Straße ist gesperrt Die Gegend ist weit und breit gesperrt wegen der Küstengestaltung rund um das neue Meer Palmen Projekt Jebel Ali Ich könnte ganz sicher da durchfahren Sehe später das andere Ende von der Autobahn Aber kein Durchkommen Sechs Kilometer zurück Bei der Gelegenheit mache ich die erste Pause Den einzigen Schatten weit und breit bietet das Einfahrthäuschen des Schieß Clubs von Dubai Die Security Männer füllen mir die Wasserflaschen Es ist noch keine zehn Uhr und schon deutlich über 30 Grad Einen Moment denke ich darüber nach einen Umweg von rund 50 Kilometern zu fahren um die Autobahn zu umgehen Das würde mich auch zum Airport Al Maktoum International Airport der in zehn Jahren der weltweit größte Flughafen sein soll und deshalb in aller Bescheidenheit auch auf Dubai World Central IATA DWC beide Bezeichungen oben im Foto der Autobahn Ausfahrt getauft ist Zurück an der Autobahn Auffahrt ist mir der Umweg einfach zu weit Über die vielen Unwägbarkeiten im Radverkehr von Dubai lese ich erst später daheim Meine Strecken in den Emiraten Buchstaben Etappen Start Ziel Das Emirat Dubai endet mit einem Power oder Desalination Plant Dubai hat jeden Meter Küste inzwischen verplant Und baut überall ins Meer Jetzt beginnt das allergrößte der sieben Emirate Abu Dhabi Die Straße wechselt ihren Namen von Sheikh Zayed Road zu Sheikh Maktoum Road Die Nummer E 11 bleibt Woran man nicht denkt wenn man auf die Autobahn radelt was passiert eigentlich an einer Baustelle Was an der Raststätte Erst kommt die Baustelle Es ist halt eng Dann endlich eine Raststätte Ich muss dringend raus aus der Hitze Auch wenn an der Raststätte eine Polizei Station ist Haben sie mich bemerkt Es ist inzwischen 36 Grad Zwei Liter Apfelsaft eisgekühlt Sandwiches Ich kippe schon stetig Wasser über den Kopf Dann kommt Ghantoot Eine Art Naturschutzgebiet mit Bäumen eingefasst mit einer kilometerlangen Mauer Endlich eine Abfahrt sh Karte oben Ich frage einen Fahrer der grad aus der Stichstraße kommt Ja man könne da Richtung Meer und irgendwann dann parallel zur Autobahn fahren Irgendwann bedeutet sechs Kilometer Gegenwind Zwischen zwei Mauern Alle zehn Minuten kommt ein Lkw mit der Aufschrift Drinking Water Dann links oder rechts So oder so nur zwischen Mauern Hinter den Mauern jetzt Bäumchen der Al Sameih Forest Ich passiere ein einziges Tor auf 14 Kilometern Das bietet Schatten Wieder kann ich das Wasser auffüllen Dank eines Wächters Einsam verbringt er seinen 24 Stunden Dienst Kurz danach Sand auf der Fahrbahn Foto oben Gefährlich Vor allem wenn es Autoverkehr gäbe Ich überquere eine achtspurige neue Fahrbahn deren Trassen zum Meer führt Zu Emirates Aluminium Endlich kommen wieder Orte D h ein endloser Ort und Grünstreifen Farms Ich muss immer wieder fragen wo es genau weitergeht Ich halte einen unscheinbaren weißen Wagen an Es öffnet Die Traffic Police persönlich Kein Problem Bin ja schon seit 30 Kilometern nicht mehr auf der Autobahn Was rät mir der Polizist Fahr doch auf die Autobahn Ah ja Aber die Parallelstraße ist doch viel ruhiger wage ich zu bedenken zu geben Ach da seien doch Brücken und Roundabouts Von wegen Straße Nr 15 später 13 sind wunderbar leer Ganz am Ende führen sie wieder auf die Autobahn die ich jetzt mit besserem Gefühl befahre Auch wenn die Autos zahlreicher geworden sind Dann ginge es rechts ab zur Formel 1 Strecke dem Yas Marina Circuit wo gerade vor drei Tagen der Tross gastierte Dann Abfahrt zum Flughafen Hab mir gestern das Flughafen Hotel Premier Inn gemerkt nur halbernst Vor Ort kostet es noch mal die Hälfte mehr als bei booking com angegeben Nach kurzer Bedenkzeit ist klar ich hab keine Kräfte mehr für 40 Kilometer bis in die Stadt wo sicher heute Abend ein Feiertags Feuerwerk zu erwarten ist Die Hitze hat mich erschöpft Ich checke ein Auch an der Rezeption Menschen die wie Maschinen agieren Die nur ihre Arbeit kennen und die möglichst schnell und präzise erledigen wollen Die sind mir in den Emiraten in den letzten Tagen immer wieder aufgefallen Im Iran ist mir so was nicht begegnet Ich schiebe mein Fahrrad wie selbstverständlich aufs Zimmer Der Aufzug groß genug Die Hitzeschlacht ist vorbei ZDF gibt es auch noch Und das Premier Inn hat einen Roof Pool Foto links Mit Blick auf die Startbahn wo sich um diese Zeit wenig tut Im Pool dagegen mehr Nach Sonnenuntergang lande ich sogar im warmen Whirlpool First class regeneration Durst und Staub der langen Reise wer denkt daran zurück Meine Achillessehnen lasse ich durch Wasserstrahlen massieren Durch konsequentes Massieren und Dehnen sind sie viel besser geworden Scheich Zayid Moschee in Abu Dhabi Kälteschock in Kuwait Donnerstag 3 Dezember 2015 Abu Dhabi Airport Abu Dhabi Airport Flug Kuwait Airport Kuwait 80 km Roof Pool auch am Morgen Eine Araberin geht mit allen Klamotten in den Whirlpool Beim bescheidenen Frühstück mit den Tea making Facilities auf meinem Zimmer denke ich über die Gepäck Logistik nach Sowohl laut allen Internet Seiten als auch nach Infos des Büros von Kuwait Airways darf ich zwar 30 Kilo transportieren aber die nur in einem Gepäckstück Also das Fahrrad Alles andere werde pro Kilogramm mit 25 oder 28 AED also sechs bis acht Euro berechnet Vergleichsweise günstig Trotzdem verteile ich alles so dass ich möglichst schweres Handgepäck habe Doch zunächst ist noch Zeit für einen Trip in die Stadt Ein neun Kilometer langer Radweg Foto rechts führt von Masdar City am Rande von Khalifa City Dann kommt ein wildes Autobahnkreuz Eine große Brücke und ich bin an der Moschee Bei meinem Flug nach Pakistan zum Karakorum Highway 2009 hatte ich schon mal einen Tag Zwischenstopp in Abu Dhabi Ohne Rad Damals war die Moschee fast fertig Heute scheint sie Touristenattraktion Nummer eins zu sein Nicht muslimische Menschenmasse schieben sich durch die weiße Moschee Foto oben Danach komme ich noch bis zum Kirchenkomplex von St Joseph und Therese Dann muss ich hurtig zurück Noch mal Roof Pool Ein kurzes Essen im iranischen Restaurant das zwischen den üblichen Fastfood Ketten zu finden ist Der Salat ist großzügig und großartig Dazu Brot frisch gebacken man sieht die Flammen im Ofen Ich schreibe noch zwei Postkarten Die Rezeption hat angeboten sie zu frankieren Die Flughafen Post hat zu weil heute immer noch Vereinigungs Feiertag ist Der Rezeptionsmensch tackert meinen Geldschein an die Karten und schiebt sie in die Schublade Keine Fein Ästheten Angekommen sind sie aber Vor dem Abflug eine Odyssee durch die Security Leute Schon morgens als mir der nette Scheich von der TouriInfo am Flughafen einen Stadtplan gibt ertönt das indische Singsang Bicycle is not allowed Hallo ich schiebe Und wie soll ich mit dem Fahrrad fliegen wenn ich es nicht ins Flughafen Gebäude mitnehmen kann Nerv Jetzt am Zugang zum langem Eingangs Scan wird wieder ein Security Mensch wach Er muss erst mal fragen ob ich weiter darf Oh Wunder ich darf in den Scan Bereich Dann wollen sie dass ich das Rad auseinander baue damit es durch die X Ray machine geht Mache ich Soll ich aber plötzlich nicht da direkt bei der Maschine machen weil so viel los sei Es ist gar nichts los Nach dem Kuwait Flug kommen noch drei Flüge heute Deshalb war es ja auf dem Airport Hotel so schön leise Endlich bin ich am Schalter Ich soll die Luft rauslassen Das ignoriere ich wie üblich Plötzlich aber ist die Zahl der Gepäckstücke egal Entscheidend sei nur dass die Summe 30 kg nicht überschreite Meine Angaben dass das Rad 20 Kilogramm wiegt reicht ihnen nicht Es muss gewogen werden Weil die Waage viel zu klein ist liegt es nicht richtig auf und wiegt folglich nur 17 Kilogramm Plötzlich kann ich das ganze Gepäck aufgeben Ohne irgendwas für Rad oder Gepäck zu zahlen Jetzt fehlen aber die Sicherheitsbapper vom Scan Haben sie vergessen Muss ich mein Gepäck noch mal durchleuchten lassen Ich weigere mich allerdings das Rad wieder auszupacken und auseinanderzubauen Das Goodyear Motorcycle Cover aus Dubai passt fast optimal Foto links Es geht dann auch so Ich altere bei jedem Radtransport um Jahre Der Flieger ist leer Abu Dhabi liegt schön in der Abendsonne Foto unten Plötzlich tauchen Wolken auf Und der Pilot kündigt 18 Grad am Zielort Kuwait an Das Visum kostet 10 Euro Und dauert Geldwechsel Gebührenmarke Stempel Passkontrolle Wo ist das Gepäck Mein Flug wird bei den Gepäckbändern nicht angezeigt Ich frage eine Frau erst mal nach dem Rad Sie sieht es später Zeigt es mir Daneben steht auch das ganze Gepäck von unserm Flug beisammen Da ich durch einen weiteren Scan muss baue ich das Rad erst hinter der letzten Kontrolle zusammen Als ich schon eine ganze Weile rummache kommt ein kuwaitischer Polizist This no Die Inder können wenigstens ein paar englische Wörter mehr Jedenfalls kann ich nur versichern This yes Ich werde das Rad nicht in der Dunkelheit vor dem Flughafen assembeln Der Polizist wartet bis ich fertig bin schleppt mich dann samt Rad zur Wache Sein Chef versteht das nicht ganz Der Flughafen wirkt alt Die Straßen sind nicht gerade im Top Zustand Folge des zweiten Golfkriegs Gegen den ich als Zivi damals auf die Straße gegangen bin Was wäre gewesen hätte man die Kuwaitis ihrem Schicksal überlassen Und in welchem Verhältnis steht dieser Krieg zu all denen die folgten Die Fahrer sind rabiater Es hat geregnet 19 Grad Das ist nach den Hitzeschlachten in den Emiraten gewöhnungsbedürftig Im Hotel läuft die Klimaanlage allerdings weiter als sei draußen Hochsommer Ich mache sie wie meist sofort aus Außerdem stelle ich fest die Temperaturen sollen nachts in den nächsten Tagen bis auf zwei drei Grad runtergehen Bei heftigem Wind Wie geht s weiter Abu Dhabi im Sonnenuntergang Die Golf Flüge Freitag 4 Dezember 2015 Kuwait Kuwait Towers Green Island Kuwait Flug Bahrain 21 km Es ist auch heute Morgen kalt Dazu kräftiger Wind Reuemütig kehre ich ins Haus zum Frühstück zurück Elfte Etage Grandioser Blick auf den Golf Und ein grandioses Angebot alles was wir in diesen fünf Wochen bisher irgendwann irgendwo mal zum Frühstück angeboten bekommen haben all das gibt es hier auf einen Schlag Nur das Wlan lässt zu wünschen übrig Mit dem Endeffekt dass ich beschließe angesichts des Wetters und des Zeitplans heute nach Bahrain zu fliegen Bei Kuwait Airways will ich einen Flug nach Bahrain und zurück ab Katar buchen Und zwischendrin von Bahrain nach Katar mit British Airways am späten Abend All das ohne Rad Denn die Radflüge kosten einfach zu viel Nerven Und für zwei Tage Radfahren lohnt sich der Aufwand nicht Ich werde versuchen vor Ort Räder zu leihen Auch Zelt und einiges mehr lasse ich im Hotel So viel dass ich den Rest zur Not eine Weile auf dem Rücken transportieren könnte Vorher gönne ich meinem Rad noch eine Tour durch Kuwait Ganz in der Nähe des Hotels ist der Kirchenkomplex Heute am Freitag läuft gerade die Messe auf Arabisch Ich fahre immer an der Küsten Promenade entlang Zu den Kuwait Towers Foto rechts und ganz oben Und zur Green Island Dann zurück quer durch die Stadt vorbei am Fernsehturm Liberation Tower Foto links Liberation weil er nach dem Rückzug der Iraker vollendet wurde Ein paar Meter vom Hotel entfernt am Panasonic Tower fährt Bus Linie 13 zum Flughafen Hier ist es ganz eng die alten Busse werden getrieben mehr noch die Busfahrer treiben sich und alle an Tickets Wechselgeld alles später Hauptsache weg vom Fleck Und so ist der ganze Fahrstil Die Türen sind immer halb auf und zu Ständiges raus und rein Kein Fahrgast sieht nach Fahrtziel Flughafen aus aber die Richtung stimmt Und am Ende gehen die Wohngebiete direkt in den Flughafenbereich über Gut zwei Stunden vor Abflug starte ich meinen Ticketkauf Will ihn starten Aber von 13 30 bis 14 Uhr werden bei Kuwait Airways Zentralticketverkauf am Flughafen Kuwait keine Tickets verkauft Mittagspause Ich könne ja auch bei jedem Reisebüro im Flughafen kaufen Ich versuche es Waren bei Google Flights der Rückflug Kuwait Bahrain Kuwait mit 190 Euro fast genauso teuer wie mein geplanter Flug Kuwait Bahrain Katar Kuwait so ist letzterer hier plötzlich 30 Euro teurer Warte ich also auf das Ende der Mittagspause Siehe da bei Kuwait Airways selbst ist es gleich 90 Euro teurer Also zurück zum Reisebüro Das verlangt dann noch alle möglichen Gebühren u a zehn Euro für den Gebrauch der Visa Karte und schon kostet das Ticket 250 Euro Danach wird es tatsächlich entspannter Wenn man kein Fahrrad einzuchecken hat weiß man gar nicht was man die ganze Zeit über machen soll Das Flugzeug ist so wie gestern wieder reichlich leer Etwa jeder sechste Platz ist besetzt Das Visum in Bahrain kostet mit 60 Euro das Zehnfache von dem was der Reiseführer ankündigt Das Kuwait Visum hat gestern 10 Euro gekostet Der Flughafen ist wieder chic Viel Platz Ruhe Die Gepäckstücke von den paar Passagieren finden sich wieder nicht auf einem der Gepäckbänder sondern irgendwo dazwischen abgestellt Mit dem Bus fahre ich in die Stadt Der totale Kontrast zum Kuwait Bus skandinavische Sicherheits Fahrweise Alles extrem langsam Und da Busse beim Ablegen von der Haltstelle offenbar keine Vorfahrt haben dauert auch das ewig Noch ein paar Meter zu Fuß und ich bin am Hotel Frage gleich nach einem Fahrrad das ich leihen kann Man will sich umhören Auf dem Weg durch die Stadt habe ich jede Menge Uralt Gebrauchträder gesehen Und ultramassive Fahrrad Ständer an den großen Busstationen Dann Ticketkauf letzter Akt Ein paar Smartphone Versuche die am Ende das Smartphone oder das Hotel Wlan oder beides überfordern Also raus zum Internet Café Sonst ist es morgen u U schon wieder zu spät für eine Buchung Alles in allem dauert auch das ne Stunde Und am Ende hab ich wohl bei British Airways gebucht Nur auf die Bestätigungsmail warte ich noch Sie findet sich später im Spam Folder Kuwait Wohnviertel beim Flughafen World Trade Center Manama Bahrain Miet Rad das große Glück dank Rolando Samstag 5 Dezember 2015 Manama Amwaj Islands Manama 45 km Das Frühstücks Buffet im Concord International Hotel sagt mir nicht so zu Ich entdecke gegenüber im vegetarischen indischen Restaurant Saravanaa Bhavan eine alternative Variante Richtig indisch gewürzt und in dem original Alu Geschirr Foto rechts Wenig später sitze ich mit Hossam wieder da bei Masala Tee und Schoko Shake Der Ägypter ist aber nicht so angetan davon Kennengelernt habe ich ihn über das Rad Übernachtungs Portal warmshowers org Er ist einer von zwei Mitgliedern in Bahrain überhaupt Aber er fährt gar kein Rad Vielmehr sucht er Freizeit Kontakte eidiweil seine Familie noch in Kairo lebt Wo seine fünf Jahre alte Tochter auf die deutsche Schule geht Und dafür findet man hier nicht so schnell Ersatz Rad gefahren ist er zuletzt als Kind Jetzt ist auch klar warum er mir im Vorfeld als ich ihn schon vor einigen Monaten nach Radleih Möglichkeiten in Bahrain fragte nicht so recht weiter helfen konnte Immerhin haben wir ein paar Radläden recherchiert von denen aber keiner Homepage oder Email hatte Einen davon versuchen wir jetzt mit seinem Auto anzusteuern Aber wir verfranzen uns völlig Meist stimmt die Himmelsrichtung nicht dann sind Straßen von Panzerwagen gesperrt dort wo in Folge der Arabellion seit 2011 Unruhen der schiitischen Mehrheitsbevölkerung auch wenn die wahre Mehrheit längst von Indern gestellt wird aufkamen Einbahnstraßen und ein nicht funktionierender Google Navi tun ihr übriges Ich bedanke mich herzlich und steige aus Bin dem Fahrradladen inzwischen auch ziemlich nah Aber der verkauft eigentlich nur Kinderräder Und auch alle andern Läden in der Straße tun es ihm gleich Verleih Das haben wir vor 50 Jahren mal gemacht Am Wahrzeichen Bab el Bahrain einem unscheinbaren nachempfundenen Stadttor aus dem Jahr 1945 sehe ich ein Rennrad stehen Ich passe den Fahrer ab aber der springt auch nicht so recht an Die Touri Info ist geschlossen weil hier Samstag zum Wochenende zählt Bleiben die Top Hotels der Stadt Manche davon sollen Räder verleihen habe ich irgendwo gelesen Ich versuche mein Glück beim InterContinental Regency Hotel Fünf Sterne An der Rezeption verweisen sie mich an die Concierge Eine Dreiviertelstunde kann ich mich da halten Zeitweise beschäftigen sich alle drei Mitarbeiter mit Ideenfindung und Recherche in Sachen Radverleih Auch als sie längst wissen dass ich nicht im Hotel abgestiegen bin Vor allem Rolando Er ruft Bekannte an Und Fahrradläden Denkt darüber nach wer von den Hotelangestellten vielleicht ein Rad leihen könnte In welchen Parks man zumindest für Parkrunden Räder ausleihen kann Und schließlich stöbert er auf der Seite von Expatriates in Bahrain Dort werden mehrere gebrauchte Räder angeboten Zum Verkauf natürlich Aber jetzt rufen wir einen nach dem andern an ob sie ihre Räder nicht auch für zwei Tage verleihen Ich stelle mal so 20 Dollar Miete pro Tag in den Raum Es scheitert ein ums andere Mal aus verschiedenen Gründen Als ich mich schließlich zurückziehe um die Concierge Bemühungen nicht über Gebühr zu strapazieren macht Rolando offensichtlich weiter Denn nachdem ich beim Inder auch noch Mittagessen war entdecke ich zurück im Hotel eine Mail Ruf doch bei Alma an Eine halbe Stunde später treffe ich die Philipina aus Manila an einer Bushaltestelle Sie führt mich zu ihrem Apartment in dem sie mit ihrem Mann Noel und einigen anderen Philipinos lebt Zwischen den beiden Eingangstüren steht ein nagelneues jungfräuliches Mountain Bike der Marke Fuji Foto links Ihr Mann habe es gerade gekauft Und den wolle sie nicht verärgern Zur Sicherheit gebe ich ihr meinen Zweitpass auf den ich zur Not auch verzichten könnte Dann tausche ich noch schnell Geld Ich biete 50 Euro für knapp zwei Tage vermutlich eher 30 Stunden 350 Euro soll das Teil gekostet haben Für alle ein gutes Geschäft Schließlich ist es 16 Uhr als ich meinen Kilometerzähler montiert habe und losgurke Helm sitzt auch Das scheint hier Pflicht Selbst der ein oder andere indisch Gurkenrad Fahrer trägt einen Im Sonnenuntergang bin ich auf einer der Causeways unterwegs Foto unten Karte weiter unten zu den östlichen Inseln auf denen auch der Flughafen ist Jenseits davon sind neue Inseln aufgeschüttet worden Allen voran Amwaj Islands Eine künstliche Welt mit mehreren kleinen Inseln und der Floating City Villen die mehr oder weniger mitten im Wasser stehen die Yacht vor der Tür Ganz am Ende entdecke ich noch Amwaj Marina Nichts gegen die von Dubai aber jetzt nach Sonnenuntergang ziehen an den Edel Restaurants viele Inder und Araber entlang So komme ich unerwartet noch auf 45 Kilometer heute Und einen Blick in Bereiche von Bahrain die den Kreuzfahrt Deutschen die mir mittags in der Stadt überall über die Füße gelaufen sind nicht vor die Linse kommen Nur ein ruhiger Tag wie ich ihn mir eigentlich nach den großen Sprüngen der letzten Tage vorgestellt hatte war das nun nicht Happy mit dem Miet Rad im Sonnenuntergang von Manama Inselrundfahrt in den Westen und Süden Sonntag Zweiter Advent 6 Dezember 2015 Manama Budaiya Jazair Beach Awali Manama 111 km Als ich um 6 30 Uhr zur englischen Advents Messe in der Herz Jesu Kirche von Manama erscheine läuft da noch ein Rosenkranz Er beginnt mit Santa Maria geht dann aber irgendwie auf Philippinisch weiter Die Kirche ist auch vergleichsweise leer Frühmesse halt denke ich Aber auch nach Ende des Rosenkranzes kommt der Kult nicht so richtig in Gang Ich genieße die Ruhe Und bin noch im Halbschlaf Erst um 6 54 Uhr erinnere ich mich der englische Gottesdienst ist ja in der Mother Church eine holzvertäfelte Kapelle auf dem Kirchencompound die ich erst später entdecke Jetzt nehme ich erst mal den philippinischen Gottesdienst um sieben Uhr mit Die philippinischen Texte und Lieder auf der Video Projektion kann ich leicht mitbeten weil Philippinisch alphabetisch geschrieben und ziemlich Deutsch ausgesprochen wird Nur wahnsinnig schnell Der Priester baut offenbar den einen oder andern Gag in seine Predigt ein Und die überwiegend weiblichen Besucher von denen die meisten vermutlich heute noch arbeiten müssen lassen sich am Ende noch persönlich von ihm segnen Eine Insel Rundfahrt also heute Über Wind auf einer Insel kann man sich so wenig beschweren wie über Hitze in der Wüste Allerdings ist das Wetter in diesen Tagen für hiesige Verhältnisse so schlecht dass die Regierung eigens davor in den Medien gewarnt hat Windstärke sechs herrscht heute weitgehend Und da ich letztlich im Kreis fahre bekomm ich ihn von allen Seiten ab Zunächst geht s raus an der Nordküste entlang Das Fort Bahrain das ich entdecke ist offensichtlich nicht das richtige Ich sehe nur ein paar Trümmer ein Mann bestätigt mir dass es sich um das Fort handelt Allein meine Lektüre später im Reiseführer beschreibt es sehr viel spektakulärer Auch der sumerische Barbar Tempel ist nicht beschildert Diesmal finde ich die richtigen Trümmer was ein kleiner Besucher Pavillon bekräftigt Viel zu sehen ist nicht aber von 2 100 v Chr wurden hier nacheinander drei Tempel Foto rechts errichtet die zur Dilmunkultur gehörten die in der Nähe auch durch riesige Hügelgräber und andere Ausgrabungen dokumentiert ist Daraus dass der Tempel im dritten Jahrtausend vor der Zeitrechnung geschaffen wurde schließt der ein oder andere Reiseführer dass er 5 000 Jahre alt sei Da wir allerdings bereits im dritten Jahrtausend n Chr leben müsste man dann gleich von 6 000 Jahren sprechen Was allerdings noch falscher wäre Obwohl die ganze Insel zu einer ganzen Stadt zusammenzuwachsen scheint gibt es doch immer noch viele beschauliche Dörfer und kleine Städte Zunächst fahre ich weiter zur Hafenstadt Budaiya Hier bekomme ich in einem indischen Restaurant für 75 Cent ein komplettes indisches Mittagessen und eine Mirinda Citrus Unglaublich Doch auch in Budaiya werkelt man schon an einer Marina mit zig Hochhäusern Rund um die Autobahn nach Saudi Arabien die ich nun Richtung Süden überqueren will sollen sich die Riesengrabhügel finden Es soll auch ein unterirdischer Ort vermutlich ein Übersetzungsfehler meines Reiseführers der Ort war einfach verschüttet ausgegraben sein und von einem Museum ergänzt Kein Schwein weit und breit weiß etwas von der Ausgrabung geschweige denn von einem Museum Zwölf Kilometer gurke ich zusätzlich durch die Gegend um Sar bis ich mehr oder weniger zufällig die Ausgrabung finde die noch in vollem Gange ist Von Museum weit und breit keine Spur In der Nähe auch einige der vielen Gräber Einen Kilometer fahre ich dann auf der Autobahn die danach in den King Fahad Causeway übergeht der die Insel mit dem saudischen Festland verbindet Für mich leider kein Durchkommen Mir bleibt der Blick auf die Riesenbrücke Foto links Kurz darauf die nächste Attraktion da Al Jasra House Ein ganz bescheidener Hof mit ein paar anliegenden kleinen Räumen gebaut aus Korallensteinen und Palmwedeln Hier kam 1933 noch der Thronerbe zur Welt Der Nordwestwind treibt mich nun easy die Küste hinunter Das geliehene nagelneue Rad ist großartig Mit einem Kilo Gepäck auf dem Rücken fährt es sich wunderbar Und so nehme ich hinter dem grässlichen Sofitel Bunker von Zallaq auch noch den großen Bogen bis Jazair Beach Foto unten in Kauf Eigentlich wollte ich hier schwimmen Aber der Wind und die vergleichsweise kühlen Temperaturen halten mich davon ab Zurück führt die Fahrt direkt an der Formel 1 Strecke von Bahrain vorbei Das weckt offenbar bei einigen Fahrern niedere Instinkte Sie müssen auf ihren eigenen Fahrzeugen Geräusche herauskitzeln die zumindest ansatzweise an die Formel 1 erinnern Ich umrunde den riesigen Universitäts Komplex und komme nach Awali Hier sollte längst der Grundstein zur neuen Kathedrale Our Lady of Arabia gelegt werden So habe ich es heute Morgen bei der Kirche gelesen Doch die Stadt gehört zu den vielen Bereichen die nur durch eine Extra Einfahrt zugänglich sind Ich bin auch zu müde es ist zu dunkel Und am nächsten Morgen erfahre ich dass die Baugenehmigung weiter auf sich warten lässt Die römisch katholische Kirche hat nach der Schenkung des Grundstücks durch den König den Hauptsitz ihres Apostolischen Vikariats Nördliches Arabien von Kuwait hierhin verlegt Der Bischof wohnt schon hier In der Dunkelheit erreiche ich die kleine boomende Hauptstadt Manama Routen Karte unten Das Akku betriebene Vorderlicht des Rades hat gestern Abend schon den Geist aufgegeben Mangels Ladegerät behelfe ich mich jetzt mit meiner Stirnlampe Schon um 18 Uhr bin ich wieder vor der Wohnung von Alma um das nunmehr eingerittene Rad zurückzugeben Sie kommt eine halbe Stunde später von ihrer Arbeit Ein Firmenbus bringt die Mitarbeiter reihum nach Haus So hat der Tag elf Arbeitsstunden mit Transport Alma will mir die Hälfte meines Geldes wiedergeben weil ich ja das Rad im Grunde nur 30 statt 48 Stunden hatte Ich lehne dankend ab Spaziere zurück zum Hotel Bei etwa 17 18 Grad Viele frieren Ich auch Ein bisschen Die Route meiner beiden Bahrain Etappen erst der Osten dann der Westen Mein Bahrain Rad am Strand von Jazair Der Flughafen Bus der nicht zum Flughafen fährt Montag 7 Dezember 2015 Bahrain Flug Katar Jetzt also wirklich mal ein ruhiger Tag Der Flug nach Doha ist erst am späten Abend Computer Internet Arbeit ist angesagt Pause mit einem Besuch im Nationalmuseum Foto rechts Nicht gerade eine Fußgänger Destination Ringsherum toben die breiten Autostraßen Ich komme dennoch hin Die Gräber Abteilung ist leider geschlossen Immerhin sind die Museen hier nicht montags geschlossen Die Informationen und Exponate zu den Ausgrabungsstätten die ich gestern gesehen habe sind jedenfalls eine wunderbare Ergänzung Ich schlender zurück zum Hotel in Manama Eine Stadt die sehr viel Atmosphäre hat Ich habe mich sehr wohl gefühlt im Hotel und drumherum Nicht zuletzt dank der ganz vielen indischen Restaurants die eben wirklich indisch scharf kochen Der Bus A 1 fährt theoretisch ganz in der Nähe des Hotels vorbei Aber da mir die roten neuen Busse in den letzten Tagen in dieser Gegend nicht weiter aufgefallen sind bin ich skeptisch Gehe mit reichlich viel Reservezeit an den Start die Bushaltestelle Innerhalb der ersten Minuten kommen zwei Busse in Gegenrichtung Und zwei Inder warten auch auf den Bus Richtung Flughafen Der kommt aber einfach nicht Dann der dritte Bus in Gegenrichtung Die Inder geben auf Nach fast einer halben Stunde ich auch Und gehe weiter Richtung Hauptstraße Im Umdrehen sehe ich von der nächsten Kreuzung aus hinter mir die A 1 Ich erreiche gerade noch die nächste Haltestelle Dann beginnt Teil 2 der Odyssee Für die etwa sieben Kilometer bis zum Flughafen braucht der Bus über eine Stunde Es geht erst in die andere Richtung zur zentralen Bus Station Und dann ganz langsam durch Manama und dann hinüber zur Flughafen Insel Da heißt es plötzlich alle aussteigen Mit der Linie 10 geht es weiter zum Flughafen Am

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  • Chris on the Bike mit Miri # Seidenstraße # Iran
    die Click Pedale beim Abflug aufgegangen Wir schleppen uns zurück zu dem Edel Hotel Komplex Aber die Preisverhandlungen sind mühsam Miri will weiter und so lassen wir uns vom Wind noch 25 km weitertreiben zu einem Strandbad Motel wo wir einen Bungalow mit Wohnzimmer und Küche ergattern Eine Gruppe Italiener war kürzlich hier auf dem Weg nach China 14 Deutsche ebenfalls Miri kann kaum noch absteigen vom Rad Sie ist auf den Rücken gefallen die Lendenwirbel schmerzen der Helm ist hinten in der Mitte gespalten Glück gehabt Oder Schutzengel wie Miri sagt Ruhetag Nietzsche ADSL und der Stromausfall Sonntag 9 Oktober 2005 Mahmud Abad Miri ist vergleichsweise leicht zu einem Ruhetag zu überreden Obwohl der Wind verlockend weiter aus Westen weht Am Nachmittag gehen wir ins Ortszentrum von Mahmud Abad Ein Verkäufer im Sportladen fragt was wir von Nietzsche halten Er hält Nietzsche für den Schlüssel zum Erfolg der westlichen Industrienationen Leider lässt der geringe gemeinsame Sprachschatz keine tiefere Diskussion mit dem BWL Studenten zu Wir finden ein Internet Café Cafenet wie sie im Iran heißen Wieder lahme Leitung Die Zensur erlaubt nur Internetverbindung via Telefonleitung Demnächst soll in diesem Café immerhin ADSL kommen Kurz nachdem ich ein bisschen Korrekturvorschlag von Miri lautstark auf Deutsch über die slow motion rumgemosert habe erscheint Omrid Er hat einen Magister in Deutscher Sprache erworben und spricht Deutsch nahezu akzentfrei ohne jemals in einem deutschsprachigen Land gewesen zu sein Als ich gerade einen Text für die Homepage fertig geschrieben habe um ihn hochzuladen fällt der Strom aus Als wir nach zehn Minuten gehen wollen ist der Strom plötzlich wieder da Ich kann von vorn anfangen Das Fasten ist jetzt beendet durch den ersehnten Ruf des Muezzin Alle sind nach Hause gegangen Ein bisschen wie Heiligabend Nur einer harrt unsretwegen im Café aus bietet uns sehr leckere Datteln an Motorradbraut in Skandal Jacke Montag 10 Oktober 2005 Mahmud Abad Khazarabad Neka Beshahr 140 km Der Westwind hat nachgelassen Bläst uns aber immer noch kräftig voran Hinter Babolsar weisen die Karten vor allem die gestern erworbene iranische eine Straße direkt am Meer aus Wir finden sie nicht fragen einmal zu wenig und landen prompt auf einer Holperpiste Als dann noch ein Motorradfahrer auf und ab fährt wird Miri unruhig Dies ignorierend mache ich ein Foto von der Bambus gesäumten Piste Foto links Irgendwie kommen wir zurück zum Meer Machen eine Pause am weiten breiten Sandstrand Danach stimmen Karte und Wirklichkeit wieder nicht überein Wir gurken kreuz und quer kommen nicht voran Aus der locker leichten Etappe wird ein tagesfüllendes Programm Mein Fahrradcomputer setzt aus So haben wir noch weniger Anhaltspunkte wo wir uns befinden Eine Motorradbraut in Jeanshosen und einer Jacke die gerade bis zur Gürtellinie reicht das bedeutet hier so viel ist uns klar Skandal schenkt Miri spontan ein Stofftaschentuch Ein Junge fotografiert uns mit seinem Handy aus dem fahrenden Wagen Lässt den Fahrer dann anhalten um ein Bild von uns mit ihm machen zu lassen Wir kommen wieder auf die breite Hauptstraße hier mit komfortablem Seitenstreifen und brausen die letzte Stunde in der Dunkelheit nach Beshahr Schock nach dem Fisch Abendessen Dienstag 11 Oktober 2005 Beshahr Gorgan Nahar Khoran 93 km Vor dem Frühstück wandern wir durch den Stadtpark von Beshahr auf der vergeblichen Suche nach Palastresten Frühstück gibt s überraschender Weise trotz Ramadan im Hotel Auch die iranischen Gäste sind mit dabei Von den beiden schweizer Ingenieuren ist einer froh heute zurückzufliegen Der andere muss noch vier Wochen bleiben Es ist recht warm Wolken bewahren uns vor Hitze Geschenk des Tages sind zwei Granatäpfel wieder von Motorradfahrern Logistisch bedingt ist die heutige Etappe recht kurz Zuletzt erwartet uns ein Zehn Kilometer Anstieg ins Nahar Khoran in die Berge die uns den ganzen Tag auf der rechten Seite begleitet haben Schock nach dem guten Fisch Abendessen der Mann an der Rezeption erklärt uns unsere Route nach Mashhad sei nach einem Unwetter wegen eines Brückeneinsturzes unpassierbar Fasten verboten im Ramadan Mittwoch 12 Oktober 2005 Nahar Khoran Gorgan Gonbade Kavus Minu Dasht 125 km Abfahrt nach Gorgan Mausoleum Emamzadeh ye Nur Foto links Moschee Jameh und eine Medresse Unser letztlich vergebliches Fragen nach den Spuren des antiken Alexanderwalls verhelfen uns immerhin zu einem Kontakt mit dem jungen Kulturdezernenten der für die Restaurierung der Ziegelbauten in der Altstadt verantwortlich ist Er deckt mich mit Info Material ein will mich sogar mit einem englischen Team mitschicken zu einem andern Wall Wir haben keine Zeit und erstmals Gegenwind Fahren weiter am Fuß des südlich liegenden Gebirgszugs Alle paar Kilometer zählen Wegweiser auch auf Englisch die Attraktionen der einzelnen Seitentäler auf Mit dem Blick in eines davon genießen wir unsere Mittagspause in der Sonne Ein Abstecher nach Gonbad führt uns zum Prototypen der iranischen Grabtürme aus dem elften Jahrhundert Ein eleganter riesiger Bau innen leer Foto rechts Englisch sprechende Studenten nehmen Kontakt mit uns auf Turkmenen präsentieren uns ihre folkloristische Kleidung Wir müssen weiter nach Minu Dasht der letzten Hotel Station vor 220 km Bergland Eben jener Passstraße die aufgrund der Überschwemmungen unpassierbar sein soll Im Hotel kann uns niemand konkretere Informationen zu diesem Nadelöhr unserer Reise geben Wir versuchen es in einem Restaurant dessen agiler Manager uns schon den Weg zum Hotel verraten hat Er macht ein paar Anrufe meint die Straße sei mit dem Rad trotz Brückeneinstürzen zu passieren wir müssten dafür morgen früh nur eine Genehmigung der Militär Straßen Polizei im Ort einholen Zurück im Hotel stoßen wir auf die Riesen einer Top Volleyball Mannschaft aus Teheran vor ihrem morgigen Ligaspiel in Gonbad An Trainingstagen dürfen die Spieler im Ramadan fasten morgen am Spieltag nicht erklärt mir der iranische Trainer Er hat jahrelang für Ottobrunn in der Bundesliga geblockt und erfüllt jetzt einen Zwei Jahres Vertrag im Iran Während seine deutsche Frau und Tochter in Baden Baden leben wo die Frau für die Badische Zeitung schreibt Er erzählt von seinem Leben als bekannter Volleyball Spieler vor und während der Revolution den Ausweg nach Deutschland Spieler Jahre in Benelux Trainer Dasein Wirkt nicht wirklich glücklich Tag und Nacht gegen und mit Polizei Eskorte Donnerstag 13 Oktober 2005 Minu Dasht Kalaleh Shahr Azad Garmab 147 km Pünktlich zum Morgen Appell treffen wir vor der Militär Straßen Polizei ein 90 Minuten stehen wir hier Ein Geduldsspiel Um die Genehmigung zum Passieren der teils zerstörten aber mit Rädern gut zu meisternden Straße nach Bojnurd zu bekommen Das sei zu gefährlich wilde Tiere und ein neues Unwetter drohten Ein junger akademisch gekleideter Mann will die gleiche Genehmigung für sich und seine Frau Er hat keine Schwierigkeiten weil er als Geomorphologe vor Ort Studien über die Flutschäden machen will Während das Ehepaar wartet kommen wir mit ihnen ins Gespräch Sofort beginnt der Mann sich für uns einzusetzen Ergebnis Er soll uns eskortieren bis zum Abzweig der Alternativroute die 80 km länger und wesentlich gebirgiger sein soll Uns droht dadurch ein zusätzlicher Fahrtag Das würde unseren Turkmenistan Zeitplan gefährden Die Argumente sind lächerlich Der Soldat weiß es und zieht sich immer wieder zurück auf die Worte I am only a soldier Dann geht s los Der Geograph bekommt noch einen militärischen Aufpasser ins Auto gesetzt und tuckert mit Tempo 15 20 25 vor uns her 15 km bis zur Abzweigung an der angeblich die Entscheidung fallen soll die die Soldaten längst getroffen haben Wir müssen den Umweg fahren und werden zudem vom Militär begleitet Zunächst in einem mit fünf Soldaten besetzten Auto dann von einem Motorradfahrer Widerstand zwecklos Ich verzweifle Das lange zermürbende Warten völlig vergebens schlimmer wir haben wertvolle Stunden auf der schweren Strecke verloren An den Ortsgrenzen wechseln die Soldaten Jetzt sind zwei Soldaten mit einem Pick Up vor hinter oder neben uns Foto links mit einem der beiden Soldaten Nach anfänglichem gegenseitigem Abtasten versuchen sie unseren Ärger und Frust über die unfreiwillige Eskorte mit dem Kauf eines frisch gebackenen Brotes zu erweichen Auch das Tal in dem wir jetzt emporstrampeln entschädigt uns Zunächst ein 100 200 m breites karges Lehmtal in das sich mit dem Unwetter Ende Juli Anfang August der Bach ein tiefes neues Bett gegraben hat Und dabei Häuser Bäume und Strommasten mitriss Wir hören die offizielle Zahl der Toten liege bei 250 die wahre bei 6 000 Der Rote Halbmond hat Zelte aufgestellt von Neubauten ist jetzt zu Beginn des Winters nichts zu sehen Wieder wechselt das Begleit Team Das neue Duo ist sehr viel mürrischer will uns samt Räder am liebsten gleich auf den Pick Up laden was wir dankend ablehnen Sie fahren nicht in unserem unmittelbaren Windschatten sondern warten meist alle paar hundert Meter auf uns Eskortiert zu werden hatte ich mir schlimmer vorgestellt Wir fahren dadurch zügiger konquenter schneller Jetzt geht s richtig aufwärts zur Passhöhe Mit jeder Haarnadelkurve steigt die Achtung unserer Begleiter die beginnen uns gelegentlich anzufeuern Auch mit dem Versprechen die nächste Anhöhe sei die letzte was sich immer wieder als Lüge erweist versuchen sie uns Mut zu machen Miri meistert die Höhe brilliant Wir sind sicher über 1 000 m Dann sind wir tatsächlich ganz oben und rauschen auf ein Hochplateau hinab Max speed 64 km h Der Militärjeep setzt sich vor uns um unsere Fahrt zu bremsen Bis auf 14 Grad ist das Thermometer gefallen dann wird es unter einer Wolkendecke wärmer Aber auch dunkler dunkel Wir haben keine Ahnung wo wir sind was kommt wo wir übernachten können Geben uns ganz der Fürsorge der Militärs hin Ein kleiner Ort mit lauter Lehmhäusern taucht auf Die Soldaten halten erst als wir am Ortsende auf einen Zwei Container Stützpunkt ihrer Kollegen stoßen Sie fragen uns wo wir denn unser Zelt aufstellen wollten Äh wir haben weder Zelt noch Isomatte noch Schlafsack Spekulieren eigentlich auf einen Homestay oder eine Moschee Die Sonne ist weg vor den Häusern brennt eine Glühbirne Die Soldaten meinen Weiterfahren Den einzigen Ort den wir laut Karte erwarten haben wir offenbar weiträumig umfahren Wir jagen trotz Dynamo Einsatz zügig mit Rückenwind über die Hochebene stetig umgeben vom Militärjeep Bis sich die beiden Soldaten völlig überraschend verabschieden und mit Fingern andeuten in 15 km komme schon irgendetwas Wir stehen im Dunkel Da dieser Weg auch der offzielle Umweg für Fahrzeuge aller Art zur unpassierbaren Straße durch Golestan ist herrscht reger Verkehr Als nach einer Stunde Nachtradeln immer noch kein Dorf aufgetaucht ist pausieren wir Ganz in der Nähe eines einsamen Wohnhauses mit verbarrikadierten Fensterläden und einer einsam leuchtenden Glühbirne vor der Haustür Zu wenig einladend um um ein Nachtquartier zu bitten Außerdem ist es weiterhin angenehm warm Das Mondlicht dringt durch die Wolkendecke Um im Notfall jederzeit die Räder aufgeben zu können stecken wir Pass und Taschenlampe in unsere Radkleidung Ganz geheuer ist uns die Umgebung nicht Überall war zu lesen dass hier im Grenzgebiet zu Turkmenistan und nicht allzu weit von Afghanistan eine Lebensader des Opium Handels nach Europa verläuft wo Kuriere nachts die heiße Ware nach Westen schaffen Wir fahren weiter Schon nach kurzer Zeit überholt uns ein weißes Auto mit Warnblinklicht Es hält Ein paar hundert Meter vor uns Wir halten an Versuchen unsere Standlicht Beleuchtung zu verdunkeln Zwei Männer steigen aus dem Wagen In der klaren Bergluft können wir ein paar Worte hören Da vorbeifahren wollen wir nicht Also zurück Zurück zu unserem Pausenplatz Vielleicht doch dort klopfen Dynamo aus Los Wir sind ein paar Meter gefahren und schon startet der immer noch blinkende Wagen Wendet Kommt hinter uns die Straße hoch Wir wenden Wollen bergab vorbeifahren Versuchen ein anderes Fahrzeug anzuhalten Vergeblich Jetzt ist das Auto mit den Männern auf unserer Höhe Miri startet durch Ich hinterher Höre im Vorbeifahrn noch die Worte Warten Sie Hier ist die Polizei Auf Deutsch Wir bleiben stehen das Auto hat gewendet Ich sperre mit meinem Fahrrad die Gegenfahrbahn und zwinge so einen kleinen Pick Up zum Anhalten Aus dem unverändert blinkenden Wagen sind vier Männer ausgestiegen Einer davon mit Uniform und Maschinengewehr Der älteste Herr kommt auf uns zu Sind Sie die deutschen Radler Er hat viele Jahre in Hamburg gearbeitet und wurde wohl angerufen um sich um uns zu kümmern Erleichterung Der blinkende Wagen eskortiert uns ein paar Kilometer bis zum Ortseingang von Garmab wo Kollegen der uns inzwischen wohl bekannten Militär Straßen Polizei einen Checkpoint mitten in der Bergwelt von Golestan bemannen Wir werden hineingebeten in die Dienststube links vom Eingang rechts davon erspähen wir sehnsuchtsvoll ein frisch bezogenes zweistöckiges Etagenbett Eine absurde Zeremonie beginnt Obwohl bereits die Soldaten in Minu Dasht unsere Ausweis kopiert haben trägt jetzt der Ex Hamburger der sich wie seine Mitfahrer als Kurde bezeichnet aus unseren Reisepässen Daten vor die ein junger Soldat in ein dickes Buch einträgt Diese Informationen übermittelt dieser Soldat offensichtlich in einem Nachbarraum telefonisch weiter Als Anfänger fehlen ihm jedoch Mal um Mal entscheidende Daten Passnummer Geburtsdatum Gültigkeitsdatum So dass die Zeremonie immer wieder von vorn beginnt Dann wird endlich die Frage nach unserer Übernachtung gestellt Uns wird ein Quartier in der Militärstation angeboten oder eine Eskorte ins 60 km entfernte Ashkhane über eine wie uns mehrfach versichert wird einfache flache Strecke um im dortigen Hotel geführt von einem guten Freund des Ex Hamburgers zu nächtigen Wir wollen uns erst mal das Militärquartier anschaun Leider werden wir nicht zu dem Jugendherbergs Etagenbett geführt sondern zu einem Container auf der andern Straßenseite vor dem Soldaten die Wagen in beide Richtungen kontrollieren Kurz bevor wir diesen Container in Fußball Mannschafts Stärke mit Kurden und Militärtross erreichen tauchen neue Probleme auf Urplötzlich sollen wir statt im Container zu schlafen nach einem Quartier im Dorf Ausschau halten Daraufhin entscheiden wir uns zum Weiterfahrn Wir starten allerdings ohne die versprochene Eskorte Die Straße hat es in sich Alles andere als leicht und flach Lang gezogene Anstiege mit Dynamo noch etwas härter Dann überholt uns der Kurden Hamburger mit seinem Team ohne anzuhalten Wenig später taucht ein Militärjeep auf setzt sich hinter uns Wir können dadurch das Lichtausschalten Unermüdlich kämpfen wir uns einen Hügel nach dem nächsten hinauf Ich biete Miri an dass wir jederzeit auf den Wagen wechseln könnten Schließlich beginnt es zu regnen Ich winke die Soldaten zur Seite Absteigen aufladen Zu viert quetschen wir uns ins Führerhaus Sitzen bedröppelt vor den Tropfen auf der Scheibe Auf meine Bitte fährt der Fahrer den Rädern auf der Ladefläche zu Liebe sogar langsamer Eher scherzhaft frage ich Miri ob wir uns zum Checkpoint zurückbringen lassen sollen Plötzlich fragen die Soldaten von sich aus wohin sie uns eigentlich bringen sollen Ashkhane sei ihnen übrigens zu weit Bleibt also nur die Fahrt zurück nach Garmab zum Polizei Container den wir ja bisher nur von außen kennen Als wir wieder dort sind offenbart sich das Problem Der Schlüssel für das Vorhängeschloss ist verschwunden Nehmen die Soldaten halt die Brechstange Dadurch können wir die Tür in der Nacht nur noch mit Klebeband symbolisch schließen Die untere Hälfte der Tür ist sowieso kaum noch befestigt Im Container liegen tatsächlich ein paar Decken die halbwegs sauber aussehn Foto rechts Zwei Soldaten versuchen jetzt die Stromleitung zum Container wieder herzustellen Ich gehe mit allen verfügbaren Flaschen zum Wasserhahn vor der Station Als ich zurückkomme liegt plötzlich die gesamte Station im Dunkeln Die Jungs am Container haben einen Kurzschluss produziert Irgendwann ist auch der behoben Und wir haben Licht im Container Wo wir die kleinen und großen Brummis hören die sich stetig durch die Bergwelt quälen und vor unsern Augen eine recht oberflächliche Kontrolle durch zwei Soldaten erleben Ohne Drogenspürhunde oder sonstiges Spezialequipment Am Morgen danach Zerbrochene Sonnenbrille in die Enge getrieben Freitag 14 Oktober 2005 Garmab Ashkhaneh Bojnurd 109 km Das wäre noch eine lange Nacht geworden Wir fahren die ersten 15 km die gleiche Strecke wie gestern abend als wir die grandiose Schönheit nur erahnen konnten Ein Hochplateau mit Aufs und Abs gesäumt auf beiden Seiten von rotbräunlichen Bergketten häufig mit vorgelagerten sanften Hügeln hier und da ein Beduinenlager Eine Frau die in einem Steinloch Brot bäckt schenkt uns einen Laib Den wir zügig und mit Begeisterung verschlingen da unsere Lebensmittelvorräte gegen Null tendieren Als wir gegen Mittag Ashkhane erreichen plündern wir einen Lebensmittelladen müssen uns Ramadan mäßig aber mit dem Konsum gedulden zumal sich gerade nach Ende des Freitags Gottesdienstes die Schar der Frommen in die Straße ergießt Als wir zum lang ersehnten Picnic aus der Stadt radeln folgt uns diesmal ohne Begrüßung mal wieder ein Polizeiwagen Schon im Ort wollten Militärpolizisten uns dirigieren Als wir uns an einem schattigen Plätzchen niederlassen dreht der Polizeiwagen ab und ward nicht mehr gesehen Unerwartet taucht vor dem Zielort Bojnurd eine weitere nicht enden wollende Passstraße auf Wir radeln wieder auf der Autostraße 22 der wir schon einige Tage gefolgt sind und kommen nicht recht vom Fleck Hier ein Foto da ein gefundenes Geldstück der Geomorphologe und seine Frau tauchen plötzlich auf Ein begeistertes Wiedersehen Ihre Forschungsarbeit ist gelungen sie beschenken uns mit Nüssen getrockneten Feigen und einer Einladung in Mashhad Kurz darauf schenkt mir ein LKW Fahrer ein paar Trauben Da will ein Traubenhändler nicht nachstehen folgt uns auf dem Moped samt Frau und übergibt mir in halsbrecherischer Manier weitere Trauben Dann hält ein Pick Up Der Fahrer bietet uns samt Rädern einen Lift am immer steiler werdenden Berg an Beim zweiten Versuch fühle ich mich zum Halten gezwungen Komme zwischen Pick Up auf dem Standstreifen und der wenige Zentimeter höheren Fahrbahndecke zum Stehen um dankend abzulehnen In der Enge zerbreche ich meine verspiegelte Sonnenbrille die ich für Gespräche immer abnehme Ich kann sie zwar am nächsten Morgen für den Rest der Tour notdürftig zusammenkleben aber erst mal bin ich sauer auf mich und alle und nehm jetzt konsequent den Berg in Angriff Auch Miri kommt locker auf die Passhöhe In die anbrechende Dunkelheit radeln wir in das recht große Bojnurd Wo uns das Zentrum entgeht sollte es eins geben nicht aber das spröde Guest House Schafherde im Anstieg Wie eine Karawanserei Samstag 15 Oktober 2005 Bojnurd Shirvan Quchan 125 km Mit großem Schwung und Rückenwind geht s ein bisschen bergan dann durch einen Tunnel und plötzlich kommt der Wind von vorn Es wird ein langsamer Tag Parallel zur Strecke entsteht eine neue Trasse die teils schon asphaltiert aber

    Original URL path: http://www.chris-on-the-bike.de/silkroad_ir (2016-04-26)
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