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  • Chris on the Bike # Jerba - Jerusalem # 1. Woche # Jerba - Sirte
    er an der Passabfertigung abgewimmelt und will mit allen Pässen zur Stelle für arabische Autokennzeichen von denen das Partenkirchen Paar eins braucht In einem Anflug von Hybris bewege ich ihn dazu es noch einmal mit den Pässen zu versuchen Tatsächlich erreicht er die Bearbeitung Ich springe auf mein Rad Aber Kamal meint ohne ihn käme ich nicht durch den Rest der Abfertigung Als er nach eineinviertel Stunden immer noch nicht mit den Kennzeichen zurück ist versuche ich mich selbst durchzuschlagen Eine Viertelstunde später habe ich ein paar Eintragungen in irgendwelche Listen die üblichen Fragen hinter mir und kann mich frei gen Osten bewegen Dreieinhalb Stunden libysche Grenze sind genug Eine Stunde später fährt auch das Partenkirchen Paar an mir vorbei Eine Erklärung von Kamal haben sie nicht bekommen Wir verabreden morgen in Sabratha ein Einreise Fest Ich komme bis Zuara wo im Jugendszene Imbiss 45 Minuten lang der wahre un konvertierte Cat Stevens läuft von Father and Son bis First Cut Is The Deepest Libyen lässt hoffen Nur leider ist die Qualität der Internet Verbindung ebenfalls aus den siebziger Jahren Vor den Ruinen von Sabratha Gigantisches Theater und Steinewerfer Mittwoch 31 Oktober 2001 Zuara Sabratha Tripolis 121 km Die Ruinen von Sabratha mit dem gigantischen dreistöckigen Theater Foto links habe ich zwei Stunden lang für mich allein Nicht mal das Partenkirchen Paar taucht auf Während die tunesischen Kinder wie die Frankfurter Kinder beim Marathon mir die Hand am Straßenrand zum Abklatschen hingehalten haben werfen hier einzelne Jungen Steine Als ich Tripolis erreiche habe ich die angeblich verkehrsreichste Straße des Landes schon hinter mir sehr viel weniger befahren als die Rheinallee in Mainz Mittelmeer Bad an Allerheiligen Donnerstag 1 November 2001 Tripolis Al Khoms 125 km Die Suqs in der Altstadt von Tripolis sind touristisch so unverdorben dass ich dort eine Stunde spazieren gehen kann ohne einmal angequatscht zu werden Mittags 120 Kilometer Schnellstraße nach Al Khoms Schnell vor allem dank des Rückenwinds Sodass ich noch vor Sonnenuntergang ankomme und ein kleines Bad im Mittelmeer nehmen kann Für einen 1 November nicht das Schlechteste Gönner Afrikas Get up Freitag 2 November 2001 Al Khoms Leptis Magna Misratah 94 km Die Ruinen von Leptis Magna am Vormittag Theater Foto ganz unten Am Abend in Misratah trinke ich weiße Marzipan Limonade in einem Imbiss Das arabische Lied dazu aus der Box hat zwischendrin eine englische Zeile Wake up Africa Africa get up Es sind sehr viele Schwarzafrikaner hier Jeder zweite Erwerbstätige ist Gastarbeiter Muammar al Gaddafi lässt sich auf großen Propaganda Tafeln als Gönner Afrikas darstellen Schwarze Frauen reichen ihm ihre Söhne Die weiteste Etappe ever trotz missratener Nacht Samstag 3 November 2001 Misratah Sirte 257 km Die missratene Nacht von Misratah Mehrere Riesen Kakerlaken machen sich im Hotelzimmer Von außen frisch gestrichener italienischer Kolonial Stil Foto rechts bemerkbar Knabbern sich unüberhörbar durch Plastiktüten zu den Datteln vor Auch bei Licht geht s munter weiter Dazu fünf Stunden lang ständiges Blitzen ohne Donner bevor schließlich ein paar Tropfen Regen fallen Kurz hinter dem

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  • Chris on the Bike # Jerba - Jerusalem # 3. Woche # Tubruq - Alexandria
    Sie hätte nur einen Fehler gemacht die Spregung der Riesen Buddhas von Bamiyan Wenn er nun die Politik Mubaraks mit der der Taliban vergleiche was gefalle ihm denn besser Nach einem Loblied auf Mubarak meint er die Amerikaner müssten endlich mit dem Krieg aufhören Was er denn davon halte dass die Taliban die Mädchen nicht zur Schule gehen ließen Und was er denn von Terrorismus halte Und ob Osama nicht dazu aufgefordert habe mich umzubringen Darauf kommt keine Antwort Kein Ja kein Nein Ob das eine gute Idee sei mich umzubringen frage ich Kein Ja kein Nein Später schränkt er ein Osama sei so 50 Prozent gut 50 Prozent schlecht Wir verabschieden uns herzlich Das erste Seebad seit Jerba Mittwoch 14 November 2001 Sidi Barrani Marsa Matruh 146 km Mein Erste Hilfe Set wird erstmalig gefordert Es besteht ausschließlich aus 20 cm Pflaster Ein LKW Fahrer der an einem Reifen Wechsel arbeitet hält mich an fragt mich ob er nicht seinen Schraubenschlüssel der an einer Stelle verteert ist mit etwas Pflaster abkleben kann Is ok Am Abend im ersten Seebad meiner Reise Marsa Matruh Ein ägyptisches Seebad Foto links für Ägypter nicht für Deutsche Keine Highseason also Ich genieße Strand und Wasser für mich allein Radarfalle in der Wüste Donnerstag 15 November 2001 Marsa Matruh El Alamein 194 km Auf der immer noch einsamen Küstenstraße hockt ein Mann hinter einem Busch Vor sich eine Radarfalle Ein paar Kilometer weiter endlich mal ein Check Point an dem nur die Autos rausgewunken werden Apokalypse Alexandria Myriaden von Ratten am Mareotis See Freitag 16 November 2001 El Alamein Alexandria 126 km Ich habe Kilometer 21 vor Alexandria erreicht Es ist später geworden als geplant Am Morgen erst die Besichtigung der Commonwealth Kriegsgräber Foto rechts und des Museums von El Alamein das Begeisterung versprüht über einen Krieg auf einem riesigen Schlachtfeld ohne Zivilbevölkerung und ohne jede Infrastruktur Und auf dem mindestens 80 000 Soldaten im Zweiten Weltkrieg starben Dann 8 000 km nach dem Kauf meines Fahrrads im Juni der erste Platten Ein winziges Loch durch einen noch winzigeren logo einen Zentimeter langen Draht Da ist selbst der Schwalbe Marathon Mantel machtlos Und jetzt biegt die Straße wie auf der Karte Maßstab 1 3 5 Mio d h die heutige Etappe ist knapp 4 Zentimeter lang auf meiner Karte besser gab s nicht angedeutet von der Küste ab Bald geht mir das zu weit Zweimal frage ich aber jedesmal bestätigt man mir auf dem richtigen Weg zu sein Es ist der falsche Als es zu spät ist stehen 15 km Umweg an Rund um die stinkende quadratkilometer große Kloake des Mareotis Sees Lake Mariut Mariout Maryut Durch die Industriegebiete der fünf Millionen Metropole Überwiegend Petrochemie Die einzigen Lebewesen die ich noch sehe sind Myriaden von Ratten die sich vor mir in Sicherheit bringen Ein LKW überschüttet mich mit einer Salve Sand Es wird dunkel Die Straßen werden acht zehnspurig verlaufen auf drei Ebenen Dann muss ich auf eine Hochstraße Oben fahre ich zu schnell

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  • Chris on the Bike # Jerba - Jerusalem # 4. Woche # Alexandria - Jerusalem
    müsse nun die Reise mit einem Bus der in wenigen Minuten komme fortsetzen Ich frage warum Es sei zu gefährlich hier im Gaza Streifen Ob ich denn auf eigene Gefahr fahren könne Antwort Die Gegend sei voller Terroristen Der Grenzübergang ist eine israelische Exklave im israelisch besetzten und von israelischen Siedlungen durchzogenen Gaza Streifen Wenige Meter von Rafah und Khan Yunis entfernt wo es in den letzten Tagen häufiger Tote gab Rings um rotieren permanent Panzer im Sand Als ich das Rad nachdem bereits reichlich Minuten verstrichen sind zur vermeintlichen Haltestelle schiebe meint ein anderer Beamter zu mir warum ich nicht weiterfahre ich müsse nur einmal ums Gebäude und schon könne ich durch den Korridor nach Israel Das lasse ich mir nicht zwei Mal sagen Aber an der Ausfahrt ist Schluss Ich müsse mit dem Bus fahren meint ein junger Soldat der später noch meine große Hilfe werden soll Und wenn ich darauf bestehen würde nicht nur durch den Korridor sondern durch den ganzen Gaza Streifen zu radeln Das sei möglich Aber sehr gefährlich Er bestelle jetzt the big military bus und der werde mich samt Fahrrad in wenigen Minuten nach Israel bringen Nachdem sämtliche mögliche Reparaturen am Fahrrad erledigt sind und der erste Grenzbeamte mir zwischenzeitlich noch einmal bestätigt hat dass der Bus in wenigen Minuten da sei kommt der junge Soldat vorbei Ich mache nun darauf aufmerksam dass die Sonne auch an diesem Tage nicht ewig scheinen werde und dass dadurch irgendwann das Fahrrad fahren auch nicht einfacher werde Obwohl er gerade in die Mittagspause geht will er sich noch einmal um den Military Bus kümmern Tatsächlich einige Zeit später ich habe gerade ein umfangreiches Stretching Programm absolviert taucht ein Bus auf begleitet von einem umfangreich bewaffneten Militär Jeep Einziges Problem Der Busfahrer weigert sich mein Fahrrad in seinen Bus zu lassen Er meint die paar Meter könne ich ja wohl selber fahren Damit steht er natürlich voll und ganz auf meiner Seite Allein die meisten Grenzbeamten sehen das eben anders Einer von ihnen hilft mir das Fahrrad unterm Bus zu verstauen Als wir gerade fertig sind vermitteln mir meine bescheidenen Hebräisch Kenntnisse die Information dass der Busfahrer gedenkt erst in einer Stunde zu fahren Noch bevor ich die nächste Sonnenfinsternis beweinen kann holen die Grenzer mein Fahrrad wieder aus dem Bus auf den ich immerhin zwei Stunden gewartet habe Wenige Minuten später steht ein doppelt verglastes Militärfahrzeug in das eigentlich kein Fahrrad passt bereit Und es geht durch einen schmalen Korridor der rechts durch die gestaffelten israelisch ägyptischen Grenzbefestigungen und links durch Stacheldraht begrenzt wird Ganze drei Kilometer lang Ich bin in Israel Dreieinviertel Stunden hat s gedauert Der deutsche Engel von Jerusalem Freitag 23 November 2001 Ashqelon Jerusalem 85 km Der Kilometerzähler zeigt 3 km h Minusrekord Beim Marathon bin ich mehr als doppelt so schnell gelaufen Die Steigung hinter Bet Shemesh Vor mir ein richtiger Rennradler Auf halber Höhe wartet er auf mich Ja ich hätte mir den steilsten Weg nach Jerusalem ausgesucht aber auch

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  • Chris on the Bike # Khartum - Addis Abeba # Ausrüstung
    Bike Wear Tool III Windstopper Soft Shell Jacke spear gray schwarz M 450 1 Adidas Bmap Jersey Short Sleeve Race Fit Cyber Metallic SO6 L 200 2 TCM Fahrrad Handschuhe L XL 15 30 1 Runners Point Running Cap Mütze schwarz 49 1 Jeantex Ultraleichtjacke Nantes T3000 Ult dry peperoni L 245 1 Columbia Titanium Omni Dry Mountain Tech SS Tee Shirt 160 1 Jack Wolfskin Fleece Shirt 225 1 VauDe Bodensee Zip off Pant Men M anthrazit 330 1 Columbia Sportswear Trekking Travel Pants mit abtrennbaren Beinen 272 2 Gürtel grau schwarz 48 96 1 TCM Shirt langarm Herren Funktions Sportunterwäsche 180 1 Falke Ergonomic Sport System Men Athletic Cool Slip 37 1 Falke Ergonomic Sport System Men Athletic Cool Long Tights 170 1 Odlo Slip 52 1 Vaude Herren Slip Lite TransFashion Underwear 46 1 Vaude Herren Slip Lite Sports Underwear anthrazit 52 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Shirt kurzarm 110 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Shirt langarm 135 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Hose lang 140 1 Jack Wolfskin Schlafshirt 195 1 kurze Polartec Schlafhose 135 1 Badehose Rodeo Sports at C A grau 70 1 Care Plus Mosquito Net Compact Bell Long Lasting Durallin Impregnation 850 X 225 cm 380 1 Reise Inlett Square Shape 220 X 84 cm bigpack 300 1 Globetrotter Ohio Daunen Schlafsack 1800 1 Gelbe Isomatte 275 1 Iglu Domzelt Dakota outdoor Danke Daniela 2600 4 Paar Falke Airport Herrensocken 34 146 2 Ballett Schuhe Drostel 43 86 2 Shimano SPD Schuhe 475 950 2 Laufschuhe Brooks Adrenaline GTS six 380 760 2 Schaleneinlagen Orthopädie Kussmann 77 154 44 Summe 13098 Mutter von der Korb Befestigung landet in Gepäckträger Anzahl BodyHealth g Teil g gesamt 1 Spiegel 19 1 Fuchs Dentosan Wechselkopf Zahnbürste medium blau weiß 18 1 Sensodyne Pro Schmelz Tägliche Zahncreme 20 ml 30 1 Zahnseide 4 1 Arzt Seife 98 1 Gall Seife Blücher Schering 47 1 Yves Rocher Duschgel Vitalität fraicheur verveine 30 1 Nivea Creme 52 1 Labello Lipcare Sun 14 1 Rossmann sun ozon Sonnenmilch 10 12 1 Balea Deo Compact Sensitive 30 1 CK one eau de toilette Calvin Klein 16 1 Nagelschere 19 1 Malarone Filmtabletten Atovaquon Proguanilhydrochlorid 21 1 Bikemate Erste Hilfe Tasche für unterwegs 120 1 Zinkoxid Salbe Law 8 1 Bode Cutasept F Hautdesinfiziens 43 1 Bepanthen Wund und Heilsalbe 6 1 Diclofenac Schmerzgel 13 1 Diclofenac Tabletten 3 1 Imodium akut lingual 2 1 Aspirin plus C Brausetabletten 24 1 Senada Alu Rettungsdecke Gold Silber 67 1 Nähset 2 3 Pakete Taschentücher 27 81 1 MSR Mountain Safety Research Packtowl UltraLite Medium 25 25 Multinorm 21 Aldi Tabletten Vitamine Mineralstoffe Spurenelemente 1 25 1 Flaschen Trinkverschluss 6 29 Summe 825 Raststation an der Straße zur äthiopischen Grenze Prints g gesamt Karten in Kopien Nordost Afrika Arabien 1 4 000 000 Michelin Reise Verlag 954 Ligugé Poitiers Juni 2000 21 Sudan Maßstab 1 1 8 Mio Reise Know How Verlag Bielefeld 1 Auflage 2008 21 Ostafrika Äthiopien Eritrea Somalia Djibouti Maßstab 1 1 8

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  • Chris on the Bike # Grenzerfahrung Allenby-Bridge
    noch etwas essen Nun ja Seit dem Sechs Tage Krieg 1967 als der Jordan zur Grenze und die Allenby Bridge zur tiefsten Grenzstation der Welt wurde machen sie es den Fahrradfahrern hier schwer Nicht nur denen Bis zum jordanisch israelischen Friedensabkommen 1994 ist an dieser Stelle nur einmal die Jordan Überquerung per Rad gelungen Die spätberufene Welt Radlerin Bettina Selby beschreibt in Riding to Jerusalem wie sie durch Penetranz und diplomatische Kontakte auf höchster Ebene samt Fahrrad die Brücke passieren durfte Ich hörte noch von zwei deutschen Radlern die mit dem Rahmen im Bus von Amman nach Jerusalem fuhren Die Reifen reisten separat mit einer anderen Gruppe Die israelischen Grenzer sind in Wochenendstimmung Die SoldatInnen wohl Wehrdienstleistende scherzen und flirten miteinander Eine post pubertäre zionistische Peer Group mit ihrer typischen Mischung aus Trotz gegenüber der bedrohlichen Umgebung Überlegenheitsgefühl und Zeltlager Atmosphäre Als ich das Rad aus dem Gepäckfach des Busses gezogen habe bin ich der letzte Grenzgänger Noch bevor die Befragung ergibt dass ich auch Syrien durchquert habe offenbart mir eine Offizierin Sabbat hin oder her Das Rad muss komplett durchs Röntgengerät Dies ist nur für Koffer konzipiert Deshalb soll der Lenker abmontiert werden Weder ich noch die Zöllner haben dazu geeignetes Werkzeug In einer Verhandlungspause nimmt mich ein Soldat beiseite Was sind das eigentlich für Menschen diese Syrer Der Erzfeind Syrien für Israelis terra incognita Nett Sage ich Leben gezwungenermaßen sozialistisch bescheiden Erstaunen Also soll das Vorderrad raus Die israelische Zange taugt dazu nicht Mein Fahrrad Knochen hilft So passt das Radl erst von vorne dann von hinten fast zur Hälfte in die x ray machine Nach mir fallen die letzten Rolläden am Grenzposten Sabbatruhe Die auf den Abtransport wartenden GrenzerInnen schauen mir zu wie ich Luft aus dem Vorderrad lasse es einbaue und wieder aufpumpe Auch auf israelischer

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  • Chris on the Bike # Karakorum-Highway # Ausrüstung
    5 5 1 Kabel 1 50 m 20 66 Summe 5240 Schlusspunkt in China 250 Kilometer vor Kashgar Anzahl Outfit g Teil g gesamt 1 Warnweste EN 471 2003 Simon Lettner GmbH gelb 115 1 Newline Windpack Jacket gelb M 80 1 Assos airJack 851 Limited Jacke soho L 475 1 Adidas Bmap Jersey Short Sleeve Race Fit Cyber Metallic SO6 L 200 2 Newline Handschuhe 22 44 2 TCM Fahrrad Handschuhe L XL 15 30 2 Chiba Winter Vollfinger Fahrradhandschuhe 78 156 1 Rodeo Sports at C A Vipers Performance Mütze M 20 1 Orange Tour Mütze 45 1 Kufiya Kafiya Kefije weiß 88 1 Jeantex Ultraleichtjacke Nantes T3000 Ult dry peperoni L 245 1 Columbia Titanium Omni Dry Mountain Tech SS Tee Shirt 160 1 Jack Wolfskin Fleece Shirt 225 2 VauDe Bodensee Zip off Pant Men M anthrazit und L khaki 330 660 1 Gürtel grau 48 1 TCM Shirt langarm Herren Funktions Sportunterwäsche 180 1 Falke Ergonomic Sport System Men Athletic Cool Slip 37 1 Falke Ergonomic Sport System Athletic Cool Men Long Tights 170 1 Odlo Termic Sportunterwäsche lange Hose graublau 190 1 Odlo Slip 52 1 Vaude Herren Slip Lite TransFashion Underwear 46 1 Vaude Herren Slip Lite Sports Underwear anthrazit 52 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Shirt kurzarm 110 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Shirt langarm 135 1 Odlo Termic Sportunterwäsche Hose lang 140 1 Falke Ergonomic Sport System Comfort Light Men Long Tights L 175 1 Jack Wolfskin Schlafshirt 195 1 kurze Polartec Schlafhose 135 1 Badehose active blau SIG GmbH 43 1 Reise Inlett Square Shape 220 X 84 cm bigpack 300 3 Paar Falke Airport Herrensocken 34 102 2 Ballett Schuhe Drostel 43 86 2 Shimano SPD Schuhe 475 950 2 Laufschuhe Brooks Adrenaline GTS six 380 760 2 Schaleneinlagen Orthopädie Kussmann 77 154 45 Summe 6603 Im Karakorum Gebirge Pakistan Anzahl BodyHealth g Teil g gesamt 1 Spiegel 19 1 Fuchs Zahnbürste gelb 14 1 Weleda Pflanzen Zahngel 10 ml 16 1 Zahnseide 4 1 Arzt Seife 98 1 Gall Seife Blücher Schering 47 1 Yves Rocher Duschgel Vitalität fraicheur verveine 30 1 Nivea Creme 52 1 Labello Lipcare Sun 14 1 Rossmann sun ozon Sonnenmilch 10 12 1 Balea Deo Compact Sensitive 30 1 CK one eau de toilette Calvin Klein 16 1 Nagelschere 19 1 Bikemate Erste Hilfe Tasche für unterwegs 120 1 Zinkoxid Salbe Law 8 1 Bode Cutasept F Hautdesinfiziens 43 1 Bepanthen Wund und Heilsalbe 6 1 Voltaren Schmerzgel 13 1 Diclofenac 3 1 Imodium akut lingual 2 1 Aspirin 24 1 Senada Alu Rettungsdecke Gold Silber 67 1 Nähset 2 3 Pakete Taschentücher 27 81 1 MSR Mountain Safety Research Packtowl UltraLite Medium 25 1 Multinorm 24 Aldi Tabletten Vitamine Mineralstoffe Spurenelemente 50 1 Flaschen Trinkverschluss 6 29 Summe 821 Panther Dominance Trekking auf dem Bus Dach am Fuße des Khunjerab Passes Prints g gesamt Karten in Kopien Central Asia Kazakhstan South Kyrgyzstan Tajikistan Turkmenistan East Uzbekistan 1 1 750 000 Gizi Map Budapest 1999

    Original URL path: http://www.chris-on-the-bike.de/karakorum_a (2016-04-26)
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  • Chris on the Bike # Karakorum-Highway # Teil 1
    sind das jüngste Hochgebirge auf der Welt Und das sich am schnellsten verändernde Die indische Platte schiebt sich auf die asiatischen Landmassen Folge viele kleine und gelegentlich größere Erdbeben Ich schließe mich der Masse ohne große Überzeugung an Für mich klang es eher wie eine Explosion Für Straßenbauarbeiten Obwohl gerade im letzten Abschnitt vor der Mittagspause keine Bauarbeiten im Gange waren Weil weitere Explosionen ausbleiben setzen wir uns wieder Es bleibt unruhig Beunruhigend Ich versinke dennoch in meine Reiseunterlagen Doch wenige Minuten später kommt aus dem Hinterzimmer einer der beiden Wessi Pakistanis heraus und spricht mich an Ich möge mich hier aus der vordersten Front zurückziehen und mich zu ihnen ins Hinterzimmer gesellen Warum Es seien offensichtlich Terroristen in der Nähe und da solle ich mich tunlichst aus der ersten Schusslinie bringen Dann ist alle Ruhe dahin Ständig sprechen mich Menschen an Ja es habe ein Attentat gegeben Mit Todesopfern Wenige Minuten nach dem Anschlag rasen kleine Suzuki Krankenwagen vorbei Soldaten in offenen Jeeps fahren zur Brücke über den Fluss Die Wagen stauen sich an der Raststätte Die Brücke ist gesperrt Weiterfahrt unmöglich Ein Linienfernbus hält an Ein Ausländer ist an Bord Carlos Kolumbianer Er setzt sich zu mir War schon häufiger hier Von Jahr zu Jahr nehme das Chaos zu meint er Die Unsicherheit Ich will wissen was genau passiert ist will in den Ort Er bleibt beim Bus Ich sattle mein Gepäck Versuche zunächst einfach auf der Hauptstraße so weit zu kommen wie es geht Der kleine Ort ist voller Unruhe die Straße runter zur Brücke ist abgesperrt in respektvollem Abstand zur Absperrung hat sich eine Menschenmenge zusammengefunden Als ich dazustoße bilden sie einen Halbkreis um mich Foto ganz oben Obwohl ich keineswegs beunruhigt bin meint Irshadullah ein Physik Student der hier im Dorf Naturwissenschaften unterrichtet mir versichern zu müssen Do not be afraid Ich hätte nichts zu befürchten Hier im Ort sei ich sicher Die Menschen würden mir nichts tun Ich versuche von einem höheren Standpunkt aus mehr Überblick zu bekommen und klettere ein paar Querstraßen aufwärts Die Attentäter haben offenbar am diesseitigen Brückenkopf zugeschlagen 700 Meter von meinem Rastplatz entfernt Ich kann nichts Genaues erkennen Foto links nicht von mir Bleibe in Deckung weil unten Scharfschützen die Umgebung beobachten In der Querstraße stauen sich Wagen Über und über mit Menschen beladen Das Phänomen begleitet mich seit gestern Morgen Es auf der Überlandstraße gibt wenige Privatwagen und sehr viel mehr Transportwagen auf denen die Menschen auf der hinteren Stoßstange stehen sich irgendwie am Fahrzeug festhalten obenauf sitzen oder an der Seite hängen Jeder kleinste Unfall muss für viele von ihnen tödlich enden Eine Schranke versperrt den Weg Aber es kommt Bewegung in die Schlange Ganz vorne eine Art Schulbus Ein Jeep der unter einer Traube uniformierter Jungen gar nicht mehr zu erkennen ist Foto rechts Sie jubeln als Soldaten die Schranke hochgehen lassen Die Nebenstrecke die auf dieser Seite des Flusses bleibt war ebenfalls nach dem Anschlag gesperrt worden und wird jetzt wieder frei gegeben An der Brücke soll das noch ein paar Stunden dauern Unlimited curfew Ich kehre zurück zur Raststätte Carlos steckt mit seinem Bus weiterhin fest Ich lese wieder Schließlich packt mich die Unruhe Wenn ich Besham mit seinen Hotels noch vor Sonnenuntergang erreichen will muss ich jetzt weiter Und die neue Einschätzung der Sicherheitslage bestätigt mich darin So breche ich auf verabschiede mich von Carlos der leider kein Handy zum weiteren Austausch hat Es ist nach 18 Uhr An der Absperrung will man mich nicht durchlassen Seit Stunden wird niemand mehr über die Brücke gelassen Ich bitte darum mit dem Kommandanten zu sprechen Ich werde in das nächstliegende Haus geführt Im ersten Raum Parterre sitzen zwei Herren Dem hinterm Schreibtisch der vor drei Stunden zwei seiner Leute Shabir Shah und Niaz Khan verloren hat und sechs Verletzte zu beklagen habe ich kaum mein Anliegen erklärt sagt er nur He can go Es ist alles gesagt Die Wachen werden per Handy informiert Ich fahre zur Brücke Kann in den Augenwinkeln keine eindeutigen Spuren des Anschlags erkennen Ein paar Metallteile liegen herum Später erfahre ich der Selbstmordattentäter hat mit seinem Auto den gesamten Checkpunkt in die Luft gesprengt Ich radle auf die andere Seite Die Grenze einer neuen Provinz den North Western Territories zu denen auch die Unruhe Region Waziristan gehört Ich reise nun durch Indus Kohistan Für das andere Ufer den Distrikt Battagram war es der erste Taliban Anschlag überhaupt Seit Jahrhunderten für seine begrenzte Fremdenfreundlichkeit berüchtigt Auch auf dieser Brückenseite ein Checkpoint rundum gesichert mit Sandsäcken Ich muss mich registrieren lassen mich in die Liste der Ausländer eintragen Mit Datum und Uhrzeit Handschriftlich Aber zum Glück eigenhändig Das geht schneller Und niemand prüft ob meine Angaben mit meinem Pass übereinstimmen Aber nach dem Anschlag ist mir nicht nach Späßen zumute Ich darf weiter Muss versprechen nicht über Besham hinaus in die Dunkelheit zu fahren Auch die wartende Menge auf dieser Flussseite nimmt mich beiläufig zur Kenntnis An den sich stauenden Autos radle ich vorbei Auch die große Anzeige Tafel die erste die ich sehe zum Khunjerab kann mich nicht erheitern Erst auf dem Foto entdecke ich daheim einen wichtigen Hinweis auf dem Straßenschild Es sind nur 80 Kilometer bis zum Swat Tal Das Swat und das Indus Tal durch das ich in den nächsten Tagen radle verlaufen hier parallel Die wenigen Querverbindungen sind kürzer als hundert Kilometer Im Swat Tal kämpfen seit Wochen pakistanische Truppen gegen die Vormachtstellung der pakistanischen Taliban unter Baitullah Mehsud der sechs Wochen später durch eine amerikanische Rakete abgefeuert von einer Drohne ermordet wird Mitte Juli wird Pakistan den Krieg für beendet und gewonnen erklären Der Rest der Strecke verläuft abseits des Flusstals aber flach Trotzdem zäh Ein paar Steinwürfe was soll s Erst in Besham wieder am Fluss geht es hoch in den Ort wo ich im Halbdunkel schnell ein paar Kleinigkeiten einkaufe Dann runter über die Brücke und neben der großen neuen Tankstelle liegt das von mir auf Basis verschiedener Reiseführer erwählte Hotel im totalen Dunkel Ein paar Jungs lungern herum Als sie mich sehen lebt das Ganze auf Nach einigen Minuten ist der Generator angeworfen Das Hotel erstrahlt in Licht Für mich Wieder reduzieren sie den Preis ohne Verhandlung um ein Drittel Mein neu gewonnenes Sicherheitsbewusstsein lässt mich nachdenken ob ein Fenster zur Straße günstig sei ob vom gegenüberliegenden Hang Gefahr drohe ob ich nicht besser Licht im Zimmer vermeide Ich schiebe einen Sessel zwischen Bett und Tür die sich so nicht mehr öffnen lässt Do not be afraid Aber vorsichtig Brücke über das Indus Tal Bewaffnete Moped Teams Polizei Transporte und Anti Terror Squads in Indus Kohistan Dienstag 23 Juni 2009 Besham Polizei Transport 18 km Dasu Barsin 69 km Wieder piept um 5 Uhr meine Casio Uhr stottert mein Handy Zimmerfrühstück mit Cola Wasser Brot Sogar das zerbrochene Rücklicht wird geklebt 6 15 Uhr Rolling Indus Kohistan präsentiert sich wenig fremdenfeindlich Vor allem wunderschön Ein enges Tal in dem auf halber Höhe der Karakorum Highway in den Fels gesprengt worden ist Foto links Auf und ab führend mit Blick auf Terrassenfelder da wo man sie noch anlegen kann Foto oben und ganz unten Nach 15 Kilometern der nächste Checkpoint Wieder darf ich mich unkontrolliert eintragen Jedes Heft hat andere Rubriken Manchmal wird nach Ausstellungsort und zeit des Passes gefragt manchmal nach dem Namen des Vaters Geburtsort Jedenfalls immer nach mehr als genug Daten um mich eindeutig zu identifizieren Ich blicke auf meine Vorgänger Etwa sechs Einträge pro Tag Chinesen Japaner Kolumbianer Carlos ist um Mitternacht hier durch Das bedeutet die Brücke von Thakot ist etwa bis 21 Uhr gesperrt geblieben Die nächste unangenehme Überraschung ab jetzt habe ich Polizeischutz Polizeibegleitung eine Polizeieskorte Das ist unangenehm Weniger wegen der unablässigen Kontrolle und Beobachtung sondern vor allem weil ich seit gestern weiß dass die Taliban sich auf die Sicherheitskräfte konzentrieren Mein persönliches Risiko vervielfacht sich also durch den Polizei schutz in der Regel ein Polizisten Duo auf dem Moped der eine fährt der andere sitzt mit Knarre hintendrauf Von Checkpoint zu Checkpoint die meist etwa 20 Kilometer voneinander entfernt sind werden sie abgelöst Beim ersten Wechsel werd ich zur Einstimmung zum Tee eingeladen Hier meist schwarzer Tee mit Milch und Zucker Erstes Schlüsselerlebnis Einkaufen unter Polizeischutz in Dubair Mit Mühe bringe ich das Moped Duett zum Stehen Ein Polizist begleitet mich jetzt Ich daf nicht mehr entscheiden in welchen Laden ich gehe was ich kaufe Der Polizist macht sich zu einer Art unumgänglicher Dolmetscher Bildet ein Cocon um mich durch den ich die Menschen vor Ort nur noch als gleichgültig erlebe Ich komme gar nicht ins allgemeine Whooling Wooling Wuling Wuhling oder wie immer man das schreiben mag Der Polizist drängt stets zur Eile Dann eine Ablösung im Pritschenwagen Ohne Diskussion wird mein Rad samt mir zwangsverladen Die Taliban seien very dangerous heißt es lakonisch Ich habe eher den Eindruck der Fahrer möchte nicht hinter mir herzockeln Vor allem ist offen wie weit der Zwangstransport reicht Aus der Ungewissheit heraus fotografiere ich wie wild unter der Zeltplane heraus Foto rechts Es ist einfach soooo unendlich schön Dann plötzlich Halt Ein Moped Team übernimmt mich wieder Aus den Kilometer Steinen ergibt sich dass ich 18 Kilometer weit befördert worden bin Die Moped Teams Foto links ersparen mir vermutlich auch manchen Steinwurf der sonst in dieser Gegend als obligatorisch gilt Für die Polizei Soldaten ist es mühsam Die Strecke ist schlecht geht stetig auf und ab Ich bin entsprechend langsam Und die Autozwangsfahrt hat mich zusätzlich aus dem Rhythmus gebracht Kurz nach Mittag erreichen wir Dasu Ich will noch früher Pause machen als gestern Außerdem kommt danach recht wenig Ich habe meine Überlegungen ohne die Polizei gemacht Die scheint ihre Anstrengungen deutlich zu erhöhen Ein Polizeiwagen fährt auf der Straße auf und ab alle paar Meter steht ein Polizist Spalier Als ich spontan vor einem offenen very basic restaurant halte muss ich mich rechtfertigen Ein Polizist der anders als die Moped Crew sehr westlich Sheriff mäßig gekleidet ist postiert sich neben meinem Fahrrad Touri Romantik Wasserfall in Indus Kohistan Als er sich später demonstrativ vor das Restaurant stellt lese ich was auf seinem Rücken steht Anti Terror Squad Ich bekomme ein sehr leckeres scharfes Omlette Für das die Eier eigens eingekauft werden Da es noch früher noch heißer als gestern ist wieder über 40 Grad will ich eine längere Pause einlegen Der Sheriff aber drängt zum Aufbruch Er könne nicht länger für meine Sicherheit garantieren Polizei hin oder her ich darf kräftig zahlen Fotos sind gefühlt tabu Als ich auf der Brücke über den Indus in der Dorfmitte die Kamera auspacke weist mich sofort ein Passant zurecht Am Ortsausgang gelingt es mir ein paar Getränke zu kaufen Dann hetzt die Polizei mich in der größten Hitze aus dem Ort 47 Grad meldet mein Bike Computer Zwölf Kilometer weiter erreiche ich Barsin Barseen Das hat reichlich Kraft gekostet Und obwohl gerade jezt Wolken aufziehen lasse ich mich im Motel von Barsin nieder Governmental Staatlich Mit Kakerlaken dreckigen Handtüchern dreckiger Bettwäsche dafür doppelt so teurer wie die bisherigen privaten Hotels Mit schleimigem Manager Vor allem bleibe ich weil absehbar kein weiteres Quartier erreichbar ist Melde den Polizisten dass ich morgen um sechs Uhr weiter fahre Sie blicken mitleidig auf den Kollegen der morgen früh am Start sein soll Dafür habe ich weitab von jedem Handy und Internet Signal einen ganz ruhigen Nachmittag kann an der Rezeption unerwartet ästhetische Postkarten kaufen Und schreiben Noch einen Spaziergang machen Fühle mich wieder rundum ausgeglichen Plantagen an einer Biegung des Indus kurz vor Chilas Bismallah Linsen Gericht als Wendepunkt Mittwoch 24 Juni 2009 Barsin Chilas 119 km Meinen Wecker überhöre ich werde um 5 45 h von selbst wach fühle mich durch meine Ankündigung der Polizei gegenüber verpflichtet und schaffe es samt Cola Kuchen Frühstück um 6 15 h on the Bike zu sein Nur die Polizei ist nicht da Um 6 sind die Taliban wohl noch nicht gefährlich Es ist wieder ein toller Morgen Es ist so warm dass die Menschen im Freien auf den Häusern übernachten Foto links Erst kurz vor acht holt mich eine Auto Streife ein Um mir mitzuteilen eine Mopedstreife komme mir entgegen Ob das ok sei Sicherlich sage ich Sie kommen tatsächlich recht bald Fahren mir ein wenig voraus Als ich hinter mir ein weiteres Moped höre Jedes Polizei Moped hat sein eigenes Geräusch Vermutlich meine 6 Uhr Eskorte Sie sprechen mit meiner neuen Streife und rollen dann wieder zurück auf Los Die die mich weiterhin begleiten sind außergewöhnlich zuvorkommend Fordern mich ständig auf Pausen zu machen Was ich dankend ablehne Ich bin gut drauf Überhaupt geht es mir trotz der heißen ersten Tage überragend I ve never felt this healthy before Danke Ina Möchte viele Kilometer machen solange es noch nicht zu heiß ist Die Strecke ist seit Dasu wieder viel besser Dann offenbart sich die Zuvorkommenheit der Polizisten Sie bitten mich um Geld Der Treibstoff sei teuer Pakistan arm Das stimmt Aber ich geb natürlich nix Bei der Übergabe ans nächste Moped Security Team profitiere ich schon davon Die Kollegen werden gleich informiert dass bei mir nix zu holen ist So interpretiere ich zumindest das was ich in den Mienen lese Ob das neue Team deshalb zur Strafe sich unmittelbar an meinen Hinterreifen hängt Und nicht mehr weicht Nervig Doch bald ist der nächste Checkpoint erreicht Hier muss ich nach der Eintragung ins Gästebuch warten Ich soll auf meine Auto Eskorte warten Der Fahrer erscheint schließlich Nicht in dem dunkelblauen langärmeligen hüfttiefen Überhang wie die meisten Polizisten Sondern ziemlich lässig Er fährt gleich voran Wartet mit seinem Auto in einem winzigen Schattenplatz dem einzigen weit und breit Ich sehe ihn nie wieder Wo denn mein Begleitfahrzeug sei werde ich am nächsten Eintragungs Checkpoint gefragt Das komme noch antworte ich zuversichtlich Trage mich ein Hier wird in einer Spalte plötzlich das Ende des Visums verlangt Über mir steht der 23 9 2009 Ich mache aus Bequemlichkeit einfach Anführungsstriche als Wiederholung Zum ersten Mal werden die Angaben überprüft Nur wegen meiner dämlichen Anführungsstriche Tja es ist der 10 9 Whatsoever Ich habe die North Western Territories verlassen Damit endet der Polizeischutz Ich komme in die Northern Areas In jeder Hinsicht gewinne ich jetzt Meter für Meter mehr Sicherheit Trotz 46 Grad auf dem Bike Computer fahre ich durch die Mittagshitze Das Ziel Chilas sprich Tschi láaas ist zu nah Eigentlich müsste ich schon ab 13 Uhr pausieren In der Ferne ragt die 8126 Meter hohe weiße Spitze des Nanga Parbat über allen Bergen Praktisch wolkenfrei Zu weit entfernt für ein Foto groß genug zum Staunen Um 14 Uhr erreiche ich die Unter Stadt von Chilas und mache mich an den drei Kilometer langen Aufstieg zur Oberstadt auf 200 Höhenmetern in der größten Hitze Hauptmotivation Post und Bank im Ort Beide sind geschlossen Briefmarken und Geldwechsel Fehlanzeige Mein Bargeld wird knapp Trotz der niedrigen Preise sind meine hundert Dollar die ich wie sich herausstellte zu einem sehr guten Kurs von 1 80 am Flughafen getauscht habe nahezu verbraucht Schon die Nacht in Barsin habe ich ohne Begeisterung des Managers in Dollar zum Kurs von 1 75 gezahlt Als ich den Berg runterfahre endlich mal wieder Steinwürfe Was mir die Polizeieskorte in den letzten beiden Tagen erspart hat Zur Überraschung der Jungs gehe ich voll in die Bremsen springe vom Rad verprügel den einen kurz geb dem andern mehr symbolisch eine Backpfeife da sie sich gegenseitig der Tat bezichtigen Ansonsten setze ich meine spiegelnde Brille häufig ab damit die Leute meine Augen sehen können Anders als in vielen andern Ländern bekommen viele hier vor allem jüngere dadurch plötzlich Angst rennen davon Da es immer noch früh am Tag ist spaziere ich zu den Petroglyphen Das sind in die eisenhaltigen Steine geritzte Zeichnungen die zum Teil Jahrtausende alt sind Die mit ihren u a buddhistischen Foto unten jüdischen und christlichen Zeichen beweisen dass der Karakorum ein wesentlicher Zweig der Seidenstraße war und auch als Route der Weltanschauungen und Religionen schon früh große Bedeutung hatte Sie sind nicht so leicht zu finden wie es die Reiseführer die an Detailortsskizzen gespart haben versprechen Aber einige sehe ich Sehr schön Was auch für die vielen kleinen Steine ganz unterschiedlicher Materialien gilt die im Uferbereich herumliegen Das Karakorum Inn erweist sich als run down das Chilas Inn als sehr schön aber teuer Dollar 1 70 das schönste von allen Shagrila geht direkt auf einen Spott Preis runter so dass ich auch den Dollar Kurs von 1 65 locker verkrafte Da kann auch eine tote Kakerlake meine Laune nicht durchkreuzen Dennoch ist dieser Abend eine Art Wendepunkt Ich verschmähe das Abendessen im Hotel Mache noch einen Abendspaziergang an der staubigen Straße und essen in einem Straßenlokal Wieder gibt es Dhal Linsen Brot Foto links Die Tischgenossen sind originell Foto rechts Als einer der beiden Köche der sich neben mich gesetzt hat bemerkt dass ich kein Tischgebet bete spricht er ersatzweise für mich sein Bismallah Im Namen Gottes auch bismilla basmala Aber die Portion ist zu klein und nicht alles astrein Das merke ich erst später Es ist nicht dramatisch Aber ein kräftiges Abendessen hätte die nächsten Tagen sicher erleichtert So sehe ich zu dass ich in die Horizontale bekomme in dem Zaubergarten des Hotels mit Blick auf den immer noch majestätischen Indus Fluss Kultur Magistrale KKH Petroglyphen mit Buddha Darstellungen bei Chilas Die 49 Grad Pause der geplatzte Schlauch und das amerikanische Geld Donnerstag 25 Juni 2009 Chilas KKH km 530 115 km Wieder verschlafen Diesmal werd ich erst um 7 Uhr wach Mache dann weitere Fehler Nehme nicht das Frühstücksangebot des Hotels wahr Und verbringe viel Zeit damit am andern Ortsausgang weitere Petroglyphen endlich auch Buddha Darstellungen Foto oben zu suchen zu finden zu fotografieren Das antike Sonnenrad suche ich vergebens Es ist neun Uhr als ich endlich in Fahrt komme Wertvolle Zeit die mir am Abend fehlen wird Die Strecke wird wieder schlechter Die ersten Baustellen kommen China und Pakistan haben im vergangenen Jahr vereinbart den pakistanischen Teil des Karakorum Highway auszubauen Was die

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  • Chris on the Bike # Karakorum-Highway # Teil 2
    wird jetzt ein Grenzer mobil Lässt das Foto von dem Chinesen das wirklich gut geworden ist löschen Die Landschaft hat gewechselt Ein weites breites Tal führt bergab Und die Straße ist perfekter als perfekt Nach 400 Kilometern Dauerbaustelle ein neues Straßengefühl 140 Kilometer hinter der Grenze erreichen wir bei Tashkurgan die eigentliche Grenzstation Ich werde gefragt ob ich tierische oder pflanzliche Produkte bei mir habe Was ich natürlich verneine Obwohl schon mein Baumwoll Cappie der Gegenbeweis wäre Ein Blick in meinen mit Lebensmitteln gestopften Rucksack überzeugt den Chinesen völlig von meiner Lüge Ist ihm aber egal Als erster der zehn Sost Tashkurgan Passagiere bin ich durch die Kontrolle Es ist 18 45 h 20 45 h Peking Zeit Die Taxi Fahrer muss ich enttäuschen Rolle über die mega breiten Boulevards der auf eine größere Zukunft angelegten Garnisons Stadt Für das Restgeld vom letzten China Aufenthalt bekomme ich eine nicht übermäßig gepflegte aber ebenso großzügige Suite in einem Hotel Im zentraleren Bus Hotel kann ich Geld zu einem recht schlechten Kurs wechseln Kann daraufhin ordentlich was essen In dem Restaurant das mir Mark ein Kalifornier mit deutschem Vater empfohlen hat Ich kann noch surfen in einer Art Büroladen in dem auch drei Computer rumstehen Erstmals online nach fünf Tagen Die langen Tagebucheinträge habe ich nur handschriftlich Muss sie später übertragen Nicht mal die Fotos kann ich sichern Vor allem fehlt mir Miri Mit der ich vor drei Jahren erstmals in die chinesische Provinz Xinjiang gerollt bin Die so begeistert war Pakistanisch chinesische Grenze auf dem Khunjerab Pass 4733 m Zum Glück keinen einzigen Meter weiter Mittwoch 1 Juli 2009 Tashkurgan km Stein 1751 47 km Busrückfahrt nach Tashkurgan Ich habe keine Lust Aufzustehen Und überhaupt Nehme Aspirin Lege mich wieder schlafen Beginne ein neues Buch Einen Gaza Krimi Es sind ja nur hundert Kilometer heut Bis zum Karakul See den ich mit Miri schon per Taxi von Kashgar aus besucht habe Über einen 4000 Meter Pass Aber Tashkurgan liegt ja schon auf 3200 m Nie wieder wird ein 4000 Meter Pass wohl so leicht zu überqueren sein für mich Der Aufbruch schleppt sich in dem Städtchen mit Viel Völker Trachten dahin Kaufe noch hier und da ein Die Landschaft wirkt harmlos die Straße weiterhin pefekt Sauber Doch ich friere trotz 29 Grad auf meinem Fahrrad Thermometer Jede kleinste Anhöhe zieht sich Immer wieder Pausen Versuche ein bisschen zu essen Am Ufer des Flusses anders als auf der pakistanischen Seite ruhig und majestätisch sitzend sticken zwei Frauen in Tracht Foto unten Wie vom Tourismus Ministerium organisiert Nur zwei drei Tage später brechen in Xinjiang Unruhen aus weil sich die Uiguren unterdrückt fühlen Da bin ich längst wieder außer Landes Auch eine zwei lange Mittagspausen helfen nicht Ich fühle mich bestens in Form Und komme doch keinen Meter weiter Überhaupt keine Kraft Es geht kaum bergauf nur minimaler Wind Aber mein Körper sagt noch nicht mal mehr Nein Er sagt nichts mehr Gibt nichts mehr Gar nix mehr Einige letzte Versuche Die mich grad hundert zweihundert Meter weiter bringen Und die Passhöhe mit 4100 Meter steht noch bevor Finito Basta Ende Nach 1010 Kilometern Ausgeträumt die zweite Ankunft in Kashgar Bei Kilometer Stein 1751 vor Urumqi vermutlich 200 Kilometer vor Kashgar Nie wieder wird ein 4000 Meter Pass wohl so leicht zu überqueren sein Ende in the middle of nowhere Ich muss zurück nach Tashkurgan trampen Die erste Mitfahrgelegenheit ist der Bus Kashgar Gilgit Mein Bus Und es ist wie sich in den nächsten Tagen Stunde für Stunde herausstellt meine letzte Möglichkeit mit öffentlichen Transportmitteln rechtzeitig zu meinem Rückflug nach Islamabad zu kommen Mein 100 Stunden Marathon nach Haus hat begonnen Der Bus Chef kassiert gleich mal 100 statt der angemessen 10 Yuan für die Strecke bis Tashkurgan Was soll s Ich bin happy Soweit ich noch zu irgendetwas in der Lage bin Und habe die Gewissheit dass dieser Bus mich morgen zurück nach Pakistan bringt Bis Gilgit im optimalen Fall Im gleichen Hotel bekomme ich die andere Suite Alles ist gut Xinjiang Frauen beim traditionellen Sticken Die Hunde Meute und das imaginäre Fabriktor Donnerstag 2 Juli 2009 Busfahrt Tashkurgan Gilgit Zum dritten Mal in vier Tagen auf dem Khunjerab Pass 12 Stunden soll die Fahrt von Tashkurgan nach Gilgit dauern Nach 13 Stunden kommt der erste Fahrerwechsel Eine Stunde stehen wir herum weil wir keinen Sprit mehr haben In einer Gegend in der Benzin eigentlich keine Mangelware ist So wird das Ganze immer mehr zur Nachtfahrt Bei den regelmäßigen Pausen bin ich immer häufiger mit Saleh und Amjad zusammen Erster ein paschtunischer Teppichhändler der Kleinstmengen an Teppichen in beiden Richtungen über die Grenze bringt und mich wenn ich es nicht etwas geschickter anstelle an jeder Raststätte einlädt Amjad hat ein vierjähriges Medizin Studium in China hinter sich und kehrt in seine Heimat zurück für ein Jahr praktische Arzt Erfahrung an einer Klinik Sprechen könne er Chinesisch gut Schreiben gar nicht Als ungewöhnliches Trio überbrücken wir die immer neuen Pausen An einer urigen Raststätte Foto unten läuft der Fernseher In der Nähe des zentralen Busbahnhofs in Rawalpindi hat es einen Selbstmord Anschlag der Taliban gegeben Sechs Tote Die Opferzahl wird später von der Polizei nach unten korrigiert Prima da wollen wir hin Aber erst mal sind wir froh als wir gegen zwei Uhr morgens Gilgit erreichen Meine beiden neuen Freunde wollen gern gemeinsam übernachten und danach die Fahrt zusammen nach Islambad Rawalpindi fortsetzen Ich entscheide mich gegen Taxi und für die Fahrradnachtfahrt von dem außerhalb gelegenen Bus Stop in die Stadt Ich verabrede mich mit Sahed und Amjad im Medina Guest House in dem ich vor einer Woche gefrühstückt hatte Ich erreiche es erst nach einer Stunde Obwohl ich wie sich später herausstellt bei meiner Morgenankunft mit dem Fahrrad genau dieselbe Strecke stadteinwärts gefahren bin kommt mir nichts so recht bekannt vor Alles menschenleer Nur Hunde lungern überall herum Lassen mich weitgehend in Frieden Bis plötzlich eine ganze Meute sich gegenseitig aufbellt und hinter mir herhetzt Links rechts vorne hinten ich bin umgeben

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