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  • Iron Chris
    Germany Triathlon Frankfurt 13 Juli 2003 voll im Leben II voll im Leben I Medaille Zieleinlauf nach 14 43 21 Die letzten km mit Olli Auf der Laufstrecke Radln Im Langener Waldsee Vor dem Start Home Alle Touren Karte Bikes

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  • Chris on the Bike # Ankara - Baku
    Batumi 117 km Jogging Trekking zur Burg Zil Kalesi Alpenlandschaft vom Feinsten Heute der Regen der dem Tee so gut tut Ich friere in den Pausen Dazu einer dieser LKW Fahrer die erst auf meine Höhe fahren um genau dort zu hupen Der Brustkorb vibriert als Resonanzköprer Als er mich wieder überholt das Gleiche Er hat das Pech dass ich ihn an der nächsten Ampel einhole Es entlädt sich die in einer Woche angestaute Hup Wut Dann muss mal wieder der vordere Schaltzug erneuert werden Der Fahrradmechaniker in Hopa macht das kostenlos incl Original Shimano Teil und Tee Ich kaufe wenigstes ein neues Batterie Blinklicht Bei der Ausreise vor mir neun ukrainische Prostituierte Well the Ukraine girls really knock me out Ich komme nicht dran weil der einzige arbeitende türkische Grenzbeamte die Daten jedes Mädel zehn Minuten lang in seinen Computer eingibt Leicht ungeduldig frierend verhelfen mir die vier Worte Do you speak English zu einer unverhofften Vorzugsbehandlung Fazit Türkei Erträgliche anatolische Hunde und Kokain Traumhafte Landschaften bei wenig Verkehr zwischen Ankara und der Schwarzmeerküste die Küste selbst recht befahren und nur stellenweise sehr schön Anatolische Hunde und Fahrer waren weit erträglicher als befürchtet Es gab keine wirklich gefährlichen Momente Und während in der arabischen Welt der Vorname Christoph immer nur mit Kolumbus in Verbindung gebracht wird ist er dank Christoph Daum in Türkei jetzt mit Fußball und Kokain konnotiert Georgien Wein Weib und Gesang in der Mineralwasser Metropole Wenige Zentimeter vor georgischem Boden werde ich landestypisch halb bestimmend halb fragend gegrüßt Present for soldier Welcome to Georgia Schlechte Straßen katastrophale Häuser Ich checke ein im Hotel Inturist von Batumi geschaffen vom Architekten des Lenin Mausoleums Handtuch Fehlanzeige Ich vergesse verdränge so schnell die SU Vergangenheit und Gegenwart Das hardcore Toilettenpapier dieses demonstrative Desinteresse jedem Kunden gegenüber Diese Nacht rauscht die Toilette Back in the USSR You don t know how lucky you are boy Alte Tricks in Adscharien Kalte Dusche im Kerzenschein Gründonnerstag 17 April 2003 Batumi Ureki Samtredia Kutaissi 154 km Von der Schwarzmeerküste will ich über einen 2000er Pass in den Kaukasus An der Hotelrezeption ist man geschlossen der Meinung der Pass sei geöffnet Die Touristen Information ist nicht zu finden An der Ausfallstraße zum Pass frage ich mangels Verkehrsschildern sicherheitshalber nach dem Weg Der stimmt aber plötzlich meint einer der beiden Polizisten es gebe da einen Pass und der sei geschlossen Mit der Zeit passt sich der zweite Beamte seiner Meinung an Was tun Ich entscheide mich für eine nördliche Alternativstrecke Die führt zunächst weiter an der Küste entlang wo es aber steil bergauf und ab geht An einer steilen Steigung halten mich zwei Uniformierte an Zögernd gebe ich ihnen meinen Pass Tja das Foto im Pass sei ja wohl nicht von mir außerdem sei ich zu weit rechts gefahren und mein Fahrrad nicht verkehrstauglich Money Zum Glück haben die beiden Namensschilder in Georgisch Kyrillisch und Lateinisch Ich greife in die alte Trickkiste und beginne mir die Namen zu notieren Siehe da schon ist alles in Ordnung und die Uniformierten sind sowieso selbst begeisterte Fahrradfahrer Die wenigen Fahrzeuge nutzen die ganze Breite der Fahrbahn Häufig sind die Schlaglöcher dennoch nicht zu umgehen Ich verlasse die Autonome Republik Adscharien nicht zu verwechseln mit dem Bürgerkriegsgebiet Abchasien rund um die Schwarzmeerperle Suchumi Mein Name wird registriert von einer größeren Meute in verschiedensten Uniformen Allgemein ist man der Meinung ich solle fünf Dollar zahlen Ich habe dazu nicht die geringste Neigung Man erhöht auf wahlweise fünf Euro Ich beweise anhand meines georgischen Visums dass bereits dies 56 Euro gekostet hat Das zeige ja die Günstigkeit ihres Angebots bekomme ich zu hören Während der Diskussion lasse ich langsam den Pass wieder in meine Hände wandern und verabschiede mich herzlich Eduard Schewardnadse verdankte seinen Aufstieg einst dem Kampf gegen die Korruption im kommunistischen Georgien Heute ist sie unter seiner Präsidentschaft März 1992 Nov 2003 des unabhängigen Georgien weiter ein großer Hemmschuh für die Entwicklung Was sich für mich in einer Straße manifestiert die nur noch Schlagloch ist Auf der sich Kühe Ziegen und Schweine tummeln Etwas besser wird es auf der M 1 Georgiens Hauptverkehrsader Eine hier wenig befahrene Landstraße in einem Kilometer weiten grandiosen Tal zwischen dem Großen und Kleinen Kaukasus Die Schneegrenze auf beiden Seiten tatsächlich niedrig Plötzlich 20 Kilometer vor dem Tagesziel fahre ich wie durch eine Wand Der lockere Rückenwind schlägt schlagartig um in fulminantesten Gegenwind Statt vorher bis zu 32 km h sind es jetzt manchmal nur 7 km h Auf völlig flacher Strecke Du bist immer erst angekommen wenn du angekommen bist Mit Lonely Planet und einigen Passanten finde ich in Kutaisi ein Privatquartier Von außen ohne Schild und absolut tot aussehend Mit der Kerze in der Hand begrüßt mich eine Mutter mit mehreren Kindern Stromausfall Kein fließend Wasser Ich schöpfe eine kalte Dusche im Kerzenschein Fahrrad Bewachung Kult Mineralwasser und die Liebe zu Thomas Mann Karfreitag 18 April 2003 Kutaissi Chaschuri Borjomi 102 km Der starke Ostwind vom Abend ist geblieben Manchmal ganz stark manchmal stärker Fegt mich immer wieder von der Fahrbahn Wetteronline dokumentiert Windgeschwindigkeiten von 65 bis 90 km h genau aus Ost Dazu bergan Durch ein schmales Tal wie ein Windkanal Traumhaft schön aber Horror Am Ende habe ich die Wahl zwischen Tunnel und einem lezten Anstieg über den Pass Meine Wahl ist klar aber die Tunnelwächter wollen mich nicht einfahren lassen Zu gefährlich Ich krame mein türkisches Blinklicht heraus renne in den schwach beleuchteten Tunnel um von dort aus die Leuchtkraft zu demonstrieren Die beeindruckt Daraufhin kaprizieren sie sich auf mein Vorderlicht auf das sich meine Argumentation bisher weniger stützte Einerseits weil es seit dem Halterungsbruch sowieso nur provisorisch mit Klebeband am Bremskabel befestigt herumschlingert andererseits weil es zuletzt nicht funktionierte So auch jetzt Ich streichel noch einmal alle Kabel Teile bitte um einen letzten Versuch Ein Wunder Es brennt Auf halber Strecke im Tunnel überholt mich ein Allradfahrzeug des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz mit Original Genfer Kennzeichen Der Fahrer wirft das Warnblinklicht an und eskortiert mich bis zum Tunnelende You need help or anything Sie kümmern sich um georgische Flüchtlinge aus Abchasien Auch jenseits des Bergkamms Gegenwind Dazu jetzt Kälte Trotz Abfahrt nach Chaschuri bleibt es bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 12 km h All time low Es ist bitterkalt Ich entscheide mich für eine Premiere Lasse das Fahrrad bei einer Tankstelle Die beiden Maschinengewehr bestallten Männer im Security Police T Shirt wittern ein Geschäft Für drei Dollar wollen sie das Fahrrad bis morgen früh zehn Uhr im Auge behalten Es ist ok Fahre im verrauchten Bus 30 Kilometer in den Kurort Borjomi Das gleichnamige Mineralwasser von dort galt als das begehrteste der Sowjetunion ist für mich das beste das ich kenne Seit Kurzem auch in Mainz erhältlich in Georgien bei jedem Mütterchen am Straßenrand Ich entdecke ein neues Hotel Hotel Borjomi Wie die meisten Hotelpreise in Georgien stehen sie in keinem Verhältnis zum Lebensstandard Für 22 50 Euro verspricht der Chef zumindest warmes Wasser Zumindest in einer halben Stunde Er arbeitet tatsächlich dran Als nach 50 Minuten immer noch alles eiskalt ist schlage ich vor auf dem Gasherd einen Topf Wasser zu erhitzen Wieder Schöpfdusche diesmal aber warm So ist es 22 Uhr als ich zum Entsetzen der Hotelbesatzung in das stockfinstere Borjomi aufbreche Irgendwo entdecke ich Licht und sogar Disco Sound Zum Abendessen finde ich mich wieder mitten in einer Feier die nach Hochzeit aussieht aber wie sich herausstellt eine Mischung aus Polterabend und verschiedenen Geburtstagsfeiern ist Sängerin und Keyboard Mensch spielen mit unglaublichem Lärm Hava Nagila und Jung und Alt tobt dazu in der Mitte des Raumes Eine junge Frau bringt mir als Nachtisch ein Stück von der großen Torte woraufhin mich die Sängerin zum Tanz bittet und ich mit ihr ins Mikrofon den Refrain Deli deli deli delidu whatever that means hauchen darf Der Bann ist gebrochen Ich werde mit verschiedensten georgischen Tanzschritten vertraut gemacht von Tisch zu Tisch gereicht bekomme überall ein Glas vom berühmten georgischen Rotwein Leider sind die meisten Männer längst nicht mehr nüchtern Davit zum Beispiel Er lebt als jüdischer Emigrant in Bochum und spricht so wenig Deutsch wie ich Russisch Seine nicht jüdische Nachbarin will er heiraten und mit nach Deutschland nehmen Und immer wieder Dada alias Tatjana die Frau mit dem Kuchen Yoer veri nise schreibt sie auf ihre Zigarettenschachtel Ich stocke als sie ansetzt Ja lubliju Ich liebe und atme auf als sie fortsetzt Thomas Mann Den liest sie auf Georgisch und Russisch Schneeregen Schlacht und der Stalin Stammtisch Karsamstag 19 April 2003 Borjomi Chaschuri Gori 49 km Morgenspaziergang durch den Kurort Borjomi sieht noch desaströser aus als die meisten Orte Viele Villen und Sanatorien sind Ruinen Der Kurbetrieb zum Erliegen gekommen In feinster Waldberglandschaft Auch der Kurpark hier Mineralwasserpark wirkt verwaist Aber das warme Heilwasser fließt aus drei Hähnen unter einer Glaskugel in einem Pavillon Fast pünktlich bin ich zurück an der Tankstelle Mein Fahrrad unversehrt vor Ort Auch der Wind ist geblieben Weiter aus Ost Laut Wetteronline heute mit bis zu 108 km h Dazu Schneeregen Meine Ausrüstung ist bis maximal zum Gefrierpunkt ausgelegt Die ersten Pausen dienen der Equipment Optimierung Blinklicht am Reflexband Thermo U Hemd Dann meine jüngste Kreation Plastiktüten als Windschutz um die Handschuhe Wärmt tatsächlich ein bisschen Bleiben nur die Füße die wie Eisklumpen an den Beinen hängen Alle paar Kilometer jogge ich die Fahrbahn auf und ab um sie ein wenig zu entfrosten Eine einzige Schlacht Sorry für diesen Militarismus Besser vielleicht Höllenfahrt am Karsamstag Nach 46 Kilometern resp vier Stunden erreiche ich das nächst mögliche Ziel Gori Heimatstadt von Stalin dem zweifellos bedeutendsten Georgier aller Zeiten Mittelpunkt der Stadt sein Denkmal das angeblich einzig verbliebene der Sowjetunion Foto links Sein Elternhaus steht von einer Art Tempel überbaut vor seinem Museum Die Kassiererin sitzt in ihrem Kabäuschen die Räume aber sind abgeschlossen obwohl laut Lonely Planet noch eine Stunde geöffnet Keine Besichtigung möglich Die SU lebt Im nahe gelegenen Café laden mich zwei Männer an ihren Tisch Diesmal zu georgischem Weißwein Davit stammt aus Kaunas in Litauen Jubral ist Einheimischer jubelt ungefragt über Stalin und möchte das Gleiche von mir hören Ich bekunde gewisse Sympathien für Gorbatschow und Schewardnadse und verabschiede mich vom Stalin Stammtisch zum Fotoshooting am einzig verbliebenen Stalin Denkmal der SU Foto links Schätzungsweise 50 Meter hoch Er sieht viel älter aus als in unsern Geschichtsbüchern Gegenüber ist der Totalizator Ein überfülltes verrauchtes Wettbüro Nebenan ein westlich aussehendes Café das die Preise auf der Speisenkarte um 20 Prozent gesenkt hat und wo die Bedienung verzweifelt mein Trinkgeld ablehnt Stolz auf Stalin Ostersonntag 20 April 2003 Gori Es ist zu kalt und zu windig Ich bleibe Obwohl das offene Öfchen im Zimmer zunächst nicht funktioniert weil das Gas abgestellt ist Gebe dem Stalin Museum eine zweite Chance Viele riesige Räume und alles eine einzige Jubelveranstaltung die in einen abgedunkelten Raum mündet in dem allein seine Sterbemaske in Stahl liegt Eine Führerin zeigt mir noch voller Verehrung das Geburtshaus und den Eisenbahnwaggon in dem Stalin unter anderem nach Potsdam reiste Stolz erzählt sie dass Stalin es ablehnte seinen kriegsgefangenen Sohn gegen den deutschen General Saulus auszutauschen Der Sohn starb im KZ Überhaupt ganz Gori sei noch heute stolz auf den großartigen Mann Während ich heute wohl der einzige Museumsbesucher bin geht es in der Kirche munterer zu Die georgisch orthodoxe Kirche feiert mit den anderen Ostkirchen in diesem Jahr erst eine Woche später Ostern Folglich ist heute Palmsonntag und überall werden Palmzweige verkauft Mit einigen Ökonomie Studenten habe ich im Café noch eine längere unerquickliche Diskussion die ebenfalls bei Stalin landet Man bietet mir an zwei Tische weiter bei dem Bruder eines Stalin Enkels ein Autogramm zu bekommen Dass ich diese einmalige Chance auslasse begreift niemand Kaukasisches Breitwandkino Ostermontag 21 April 2003 Gori Atenis Sioni Uplisziche Mzcheta Tbilisi 109 km Der Wind ist immer noch heftig Aber er hat gedreht Kommt plötzlich aus Westen Als ich gegen neun losfahren will ist der Schlüssel zu dem Raum in dem mein Fahrrad steht nicht aufzutreiben Es dauert anderthalb Stunden bis es soweit ist Trotzdem beginne ich die Etappe mit zwei Abstechern In einem engen Seitental liegt die Kirche Atenis Sioni aus dem zehnten Jahrhundert Foto rechts Ein paar Kilometer weiter Uplisziche eine in Fels gehauene Stadt die bis in die Bronzezeit zurückgeht Beides brilliant Leider ist diesmal der Zug der hinteren Gangschaltung gerissen Ich bekomme ihn nicht repariert Kann nur noch vorne schalten hinten bleibt der schwerste Gang drin Statt der M 1 habe ich eine Nebenstrecke gewählt vor der ich zwar gewarnt wurde die aber passierbar erschien Sie ist brutal schlecht völlig ohne Verkehr manchmal überhaupt nicht zu erkennen Ein paar Mal verfahre ich mich ständig muss ich nach dem Weg fragen bekomme dabei einmal ein frisch gebackenes Fladenbrot geschenkt Vor allem aber ist die Strecke ein ständiges Breitwandkino auf dem sich über grenzenlosen Wiesen und blühenden Kirschbäumen bizarre Bergformationen zu allen Seiten türmen unter hellen und dunklen Wolkenbergen sowie Sonnenlicht Schließlich erreiche ich die Kirchenmetropole Mzcheta die ich vor sieben Jahren von Armenien aus schon einmal besucht habe genauso wie Tbilisi Tbilissi alias Tiflis Auf der Einfallstraße nähert sich ein Fahrzeug der Beifahrer dreht die Scheibe herunter und versucht mich zum Anhalten zu bewegen Als ich das ignoriere greift er in die ausgebeulte Jackeninnentasche und zieht ein Portemonnaie heraus das er mir vorhält während der Fahrer versucht mich an den Straßenrand abzudrängen Als ich mich ein paar Meter zurückfallen lasse braust der Wagen davon Der wahre Zimmerpreis mit Eiseskälte und Wassereimer Dienstag 22 April 2003 Tbilisi Lagodechi 164 km Ein Vorteil des eher gemächlichen Verkehrs in Georgien ist dass relativ wenige Hundekadaver am Straßenrand liegen Ein Nachteil dass sehr viele lebendige Hunde am Straßenrand lauern Allerdings in der Regel relativ kleine Beim Frühstück in einem Café lese ich in der Georgian Times dass jeden Monat jemand an Tollwut in Folge von Hundebissen stirbt Ich nehme mir vor heute noch größere Bögen um die kleffende Meute zu machen Bevor es dazu kommt lasse ich meine Gangschaltung im Schatten des Stadions von Dynamo Tiflis reparieren Mehrere Fahrrad Händler agieren dort unter freiem Himmel Dann den ganzen Tag über die M 5 Erst autobahnähnlich im Stadtgebiet dann immer schmaler werdend gelegentlich als Rumpelpiste ein letzter Anstieg und der Große Kaukasus liegt wieder vor mir Ein fast hundert Kilometer breites Panorama auf das ich über 40 Kilometer Ebene mit Wiesen und Sümpfen zufahre An der Schneegrenze hängen Wolken die sich mit der sinkenden Sonne immer mehr ausdehnen Ich komme bis fünf Kilometer an die aserbaidschanische Grenze Jugendliche zeigen mir in der Dunkelheit den Weg zum einzigen Hotel von dem ich schon aus dem Reiseführer weiß dass es ein mehrstöckiger Kasten aus Sowjetzeiten ist der weder Strom noch Wasser hat Die unfreundliche Dame im Dunkel der Rezeption verrät versehentlich den wahren Preis für ein Zimmer 2 50 Euro Als sie erkennt dass ich Wessi bin will sie wie in den meisten Oststaaten üblich zehn Dollar Mit Übersetzungs Hilfe der Jugendlichen sowie eines weiteren Hotelmenschen und nach Taschenlampen Besichtigung einigen wir uns auf fünf Euro Als die Jugendlichen weg sind fängt die Debatte von vorne an Das ist der Moment wo sich mein angestauter Frust entlädt und die Frau froh sein kann dass sie kein Deutsch versteht Es bleibt bei fünf Euro In Eiseskälte Einen Eimer Wasser zum Waschen hat sie angeblich nicht später taucht dann doch einer auf den ich aber nur für die Toilette nutzen soll Auch keine Kerze Gut dass ich ein Teelicht dabei habe Erstaunlich dass die Hotels trotz des katastrophalen Zustands doch irgendwie sauber sind Fazit Georgien gemischt Gegenüber meinem Kurzbesuch in Georgien vor sieben Jahren hat sich äußerlich erschreckend wenig geatan Die Infrastruktur liegt darnieder Viele Menschen wollen auswandern Gastfreundschaft Bildungsniveau und Landschaft sind faszinierend Hayal hilft über reißende Wasser Mittwoch 23 April 2003 Lagodechi Grenze Zagatala Gach Scheki 118 km Und ich zahle doch Ich bin einfach weichgekocht Die aserischen Grenzbeamten machen ein Fass auf weil mein Aserbaidschan Visum im Gegensatz zum georgischen und allen anderen in einem zweiten Reisepass ist Eine Hängepartie bis mir die Idee kommt sie mit der Präsentation meines Rückflug Tickets von Baku zu beglücken Das gelingt Doch in diesem Moment verlassen alle Beteiligten bis auf einen der mich zuvor ständig fragte ob ich jemals in meinem Leben in Armenien war was ich natürlich wahrheitswidrig verneint habe Noch schlimmer ich war sogar in der armenischen Enklave Nagorny Karabach die wie insgesamt 25 Prozent des aserbaidschanischen Territoriums von Armenien besetzt ist Zwischen beiden Länder gibt es nur ein Waffenstillstands Abkommen von 1994 Jetzt meint er ich müsse noch 20 Dollar zahlen Registrations Gebühr Als ich darlege mit 48 Euro Visumgebühr bereits hinreichend belangt worden zu sein geht er auf zehn Dollar runter Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit bis wir bei null Dollar sind aber ich habe nicht mehr ausreichend Nerven und zahle fünf Dollar Aserbaidschan wäre mir vor einer Woche gegenüber der Türkei vermutlich noch ärmlich vorgekommen im Vergleich zu Georgien ist es dagegen viel weiter was das Geschäftsangebot in den Ortschaften angeht Die Strecke führt mehr oder weniger flach am Fuß des Großen Kaukasus der fast den ganzen Tag im Nebel liegt entlang Wieder entscheide ich mich bei unterschiedlichen Ratschlägen für eine kürzere Nebenstrecke Als mich auch die letzten Fahrzeuge weit und breit verlassen haben und ich etwa die sechste nicht mehr vorhandene Brücke durch eine Fahrt durch ein meist mehrere hundert Meter breites aber überwiegend trockenes Flussbett ersetze stehe ich plötzlich vor reißenden Wassern Auf der andern Seite taucht überraschend ein Fahrzeug auf Der Fahrer wirft Steine ins Wasser um die Tiefe auszuloten Ich ziehe Schuh und Strümpfe aus und teste erst mal ohne Fahrrad Tiefe und Strömung Es könnte klappen Ich steige 30 Kilo Fahrrad und Gepäck hochhaltend in die Flut Die ersten Flussarme sind überwunden da kommt mir von der andern Seite ein Junge Hayal aus dem Fahrzeug entgegen und hilft mir über die zweite Hälfte Foto rechts Dann stürzt sich das Fahrzeug bis über die Räder ins Wasser schwankt bedenklich aber kommt ans andere Ufer Ein anderer Junge

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  • Chris on the Bike # Brest - Lyon
    von Angers an der Maine kurz vor ihrer Mündung in die Loire Hier sind die Hotels fast alle ausgebucht Loire à Vélo Rumpelpiste Dienstag 18 März 2003 Angers Cunault Saumur Avoine St Genouph Tours 126 km Morgens noch etwas kälter Fahre heute den ganzen Tag mit Mütze und Handschuhen Eiskalt die romanische Kirche von Cunault Es ist sonnig Und flach Die Loire sehr breit und weit Ein Fahrradweg taucht auf La Loire à Vélo Verwandelt sich plötzlich in eine Rumpelpiste die Wegweiser zeigen in entgegengesetzte Richtungen und zu guter Letzt werden die paar Kilometer Radweg als itinéraire provisoire bezeichnet Bis 2006 soll es einen durchgehenden Radweg entlang der Loire geben Für Frankreich erstaunlich wo Radreisende immer noch als merkwürdige Spezies betrachtet werden und nur der Straßenrennradler als normal gilt Auch in Tours sind die Hotels fast ausgebucht Highlight hier Altstadtviertel rund um die Place Plumereau Nie mehr arbeiten Mittwoch 19 März 2003 Tours Chenonceau Ancien Canal du Berry Villefranche sur Cher St Julien sur Cher Vierzon Quincy Marmagne Bourges 159 km Ein goldiger Tag Zunächst in der Kathedrale von Tours und dem Art Déco Café Molière Heute am Flüsschen Cher entlang Bald am Schloss Chenonceau dem Schloss der Damen das alle Erwartungen an Loire Schlösser befriedigt Weite Gartenanlagen Architektur die den Fluss integriert Lustschloss Foto rechts Der Wind kommt nicht mehr direkt entgegen Gemeinsam im Jugendherbergs Zimmer mit zwei Deutschen Der eine pilgert von Compostella zurück und ist asketisch auch in der Kommunikation Der andere arbeitsloser Berliner so beredet wie übergewichtig will mit dem Mofa nach Portugal Nach mehreren Herzinfarkten Will nie mehr arbeiten lebt von 650 Euro Arbeitslosenhilfe im Monat Holländischer Bauernhof an der Loire Donnerstag 20 März 2003 Bourges Baugy Nevers Chevenon Canal latéral à la Loire Gannay sur Loire 120 km Schöne Kathedrale Schöner Palast Jacques Cœur Schönes Bourges Versuche es mit kurzen Ärmeln und Beinen heute Ist nicht so ganz das Wahre Entscheide mich endlich gegen eine Streckenvariante über Autun und fahre wieder entlang der Loire die hier recht untouristisch daherfließt Bin daher froh über eine Gästezimmer das in Gannay sur Loire auftaucht Ein holländisches Paar hat einen Bauernhof in eine sehr nette Herberge verwandelt Rollend in die Klausur Freitag 21 März 2003 Gannay sur Loire Bourbon Lancy Génelard St Bonnet de Joux Salornay sur Guye Taizé Cluny Mazille 135 km Richtiges Frühstück Die ersten Wolken der Tour Den ganzen Tag über ist es bedeckt Schon kurz nach dem Start entdecke ich dass ein Kettenglied auf einer Seite gerissen ist Ich kann noch weiterradeln zum nächsten Fahrradladen Burgund Jetzt geht s richtig rauf und runter Auf einsamen Straßen Traumhaft Taizé Foto links Königsblaue Zelte am Hang schon von Weitem zu erkennen Noch sind wenige hier kann man die Stille genießen auch wenn hier und da Ostervorbereitungen laufen Die alte Bahnstrecke ist neuerdings ein Fahrradweg nach Cluny Bei den Karmelitinnen in Mazille Foto rechts rolle ich direkt in die Klausur Bin trotzdem herzlichst willkommen Nebenstrecke über den allerhöchsten Hügel Samstag 22 März 2003 Mazille Col de Crie

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  • Chris on the Bike # Sahara
    zur Vollendung der Mittelmeer Umrundung wieder nach Jerba Teil 1 Prolog I und II Mallorcas Ballermänner und Touriste ou Tourisque Teil 2 Eine Million Meter Gegenwind Sand Salven und ein wüste Café Chefin Teil 3 Radeln im Ramadan Mozabiten Sandsturm Thermalbad und endlich Aicha Route Béni Ounif Jerba Grün Route Blau Übernachtungen Gelb Bisherige Touren Etappen auf Mallorca und Béni Ounif Jerba 19 10 15 11 2002 Details mit Geschwindigkeiten etc als Excel Tabelle Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km 1 19 10 2002 Palma de Mallorca S Arenal Cala Santanyi 69 2 20 10 2002 Cala Santanyi Ermita de San Salvador Palma de Mallorca Flug Algier 94 3 21 10 2002 Algier Flug Béchar 12 4 22 10 2002 Béchar 5 23 10 2002 Béchar 6 24 10 2002 Béchar Béni Ounif Bus Béchar 123 7 25 10 2002 Béchar Taghit 95 8 26 10 2002 Taghit Béni Abbès 146 9 27 10 2002 Béni Abbès 10 28 10 2002 Béni Abbès Kerzaz 126 11 29 10 2002 Kerzaz Hassi Fegaguira 110 12 30 10 2002 Hassi Fegaguira Timimoun 124 13 31 10 2002 Timimoun 14 1 11 2002 Timimoun M Guiden 141 15 2 11 2002 M Guiden Ecke N51 N1 161 16 3 11 2002 Ecke N51 N1 El Meniaâ El Goléa 67 17 4 11 2002 El Meniaâ El Goléa 18 5 11 2002 El Meniaâ El Goléa Hassi Touiel 199 19 6 11 2002 Hassi Touiel Ghardaia 78 20 7 11 2002 Ghardaia Zelfana 71 21 8 11 2002 Zelfana Ouargla 139 22 9 11 2002 Ouargla Temacine Touggourt 167 23 10 11 2002 Touggourt El Oued 100 24 11 11 2002 El Oued Tozeur 151 25 12 11 2002 Tozeur 26 13 11 2002 Tozeur Sidi Bou Hellal Kebili 108 27 14 11 2002

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  • Chris on the Bike # Alpen
    ich nur mit Hand und Fuß einstellen und muss vorher das Gepäck abnehmen 30 Spitzkehren der Silvretta Hochalpenstraße Bis auf 2 032 Meter Kalt Nass Kurz vor der Bieler Höhe Hungerast Das Frühstück hält nicht mehr vor Zitternd das Paznauntal bergab Erst auf dem Inntalradweg wird es trockener und wärmer Ein paar Kilometer noch ins Ötztal rein Ätzende Abfahrt vom All time high Montag 2 September 2002 Ötz im Ötztal Timmelsjoch 2 509 m St Leonhard i P 85 km Endlose Reparatur bei Fahrrad Hummel in Längenfeld Noch ein neuer Schaltzug neue Bremszüge neue Schaltung hinten die Kette kürzer Die Schaltanzeige zeigt danach umgekehrt an der siebte ist der leichteste Gang Schließlich geht s bei Sonnenschein rauf auf 2 509 Meter All time high Die Abfahrt nach Südtirol ist ätzend Trotz Reparatur klingen die Bremsen nach Metall auf Metall Und durch die Serpentinen werden Bremsen und Felgen viel zu schnell viel zu heiß Ständig Zwangspausen zur Abkühlung Jogger überholt mich locker Dienstag 3 September 2002 St Leonhard i P Jaufenpass 2 099 m Staller Sattel 2 052 m Defereggental 143 km Regen Heute zwei Pässe über 2 000 Meter Eiskalte Abfahrt vom Jaufenpass Durchstarten Enge viel befahrene Fernstraßen nach Osttirol Endlich ins Antholzer Tal Rauf auf den Staller Sattel Ein Jogger überholt mich locker Und eine schöne Abfahrt mit inzwischen erneuerten Bremsen ins noch schönere Defereggental Abwärts Richtung Kärnten Mittwoch 4 September 2002 Defereggental Lienz Spittal Villach 158 km Die letzten drei Tage lang geht s abwärts Zunächst 40 sonnige aber kalte Kilometer gemeinsam mit Ute nach Lienz Endlich mal zu zweit auf der Strecke Am Drau Radweg wird s wärmer Richtung Kärnten Die Drau im Dunkel Donnerstag 5 September 2002 Villach Völkermarkt Dravograd Unterdrauburg Slovenj Gradec Windischgraz 139 km Weiter an der Drau auf einem schönen und guten Radweg Obwohl wir uns in einem Ort ohne Ortsschild verabredet haben gelingt ein Treffen mit Sabine Hartmut Martin und seinen Brüdern auf ihrem Rückweg vom Familienurlaub in Kroatien Auch eine schöne Abwechselung Im Dunkeln verlasse ich die Drau und überquere die Grenze nach Slowenien Seien Sie vorsichtig mahnt der österreichische Grenzer Freitag 6 September 2002 Slovenj Gradec Windischgraz Celje Cilli Zagreb 164 km Entgegen meinem Streckenplan ist die letzte Etappe nicht die kürzeste sondern die längste Falsch berechnet Und wegen des Grenzübergangs nach Kroatien muss ich noch einen Umweg fahren Danach die mit Abstand schlechteste Straße der Tour Ramponierte Betonplatten ohne jeden Seitenstreifen Als das Tageslicht vergeht erreiche ich die Kathedrale von Zagreb Wo ich zuletzt vor 19 Jahren mit einem Radl ankam Kurven Ängste im Nachtbus Samstag 7 September 2002 Busfahrt Zagreb Frankfurt Weil bei der Bahn der Schaffner spontan entscheiden darf ob er ein Fahrrad mitnimmt entscheide ich mich für den Nachtbus Zagreb Frankfurt In dem ich bei vielen Kurven um das Leben aller Businsassen fürchte Trotz einstündigem Aufenthalt an der kroatisch slowenischen Grenze sekundengenaue Ankunft um 6 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof Es wird hell Route Ravensburg Zagreb Rot Fahrstrecke Blau Etappenziel Etappen Ravensburg Zagreb 31 8 6 9

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  • Chris on the Bike # Litauen
    Jurbarkas liegt direkt an dem Nemunas bzw der Memel Zehn Kilometer joggen am Ufer runden den Tag ab Ist ein Ironman doch machbar Für mich Eine Gruppe Kanuten aus Ratzeburg zeltet hier Jiddisches Kaunas Freitag 26 Juli 2002 Jurbarkas Kaunas Birstonas 132 km Im Hotel hat auch eine Gruppe Wanderruderer aus Hamburg übernachtet Alte Herren in altdeutscher Stimmung Heute besichtigen sie auf der russischen Kaliningrader Seite des Ufers Tilsit Ich radle am Fluss entlang nach Kaunas Der Küster in der Synagoge spricht Jiddisch 300 Mitglieder hat die jüdische Gemeinde noch Auch das Ziel liegt an der Memel Foto rechts in einer romantischen Flussschleife umgeben von Kiefernwäldern der Kurort Birstonas In der Abteilung Traumatologie des riesigen Sanatoriums Versme ist noch ein Zimmer in der klassischen sowjetischen Ausführung zu bekommen Alt aber sauber Traumhafter Sonnenuntergang am absolut ruhig daliegenden Fluss Vegetarischer Service im revolutionär umkämpften Fernsehturm Samstag 27 Juli 2002 Birstonas Trakai Vilnius 108 km Hügelig sonnig warm Das Schloss Trakai schön wie eh Das Mahnmal für 100 000 während der deutschen Besatzungszeit erschossene Menschen überwiegend Juden ist schwer zu finden mitten im Wald Sehr schlicht sehr bedrückend Nach der Zielankunft eine Busfahrt Zum Fernsehturm Erst ist es der falsche Bus weil die Nummer 16 doppelt existiert für Normal und für Trolley Busse Letzterer fährt aus der Stadt raus in die Plattenbausiedlungen Auf 164 Meter Höhe hat man im sich drehenden Restaurant einen brillanten Blick über die Stadt Als ich oben ankomme steht das unten georderte vegetarische Menü schon auf dem Tisch Wieder unten ist eine Ausstellung über den Revolutions Kampf um den Turm im Januar 1991 bei dem elf Litauer starben zu sehen Heim am Main Sonntag 28 Juli 2002 Flug Vilnius Frankfurt Mein Fahrrad soll am Flughafen durch das Durchleuchtungsgerät Das Gerät ist eindeutig zu klein dafür Trotzdem werde ich

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  • Chris on the Bike # Santiago - Figuig
    Ziel km 1 27 4 2002 Santiago Aeropuerto Monte do Gozo Santiago de Compostela 18 2 28 4 2002 Santiago de Compostela Cuntis Tui Valenca 114 3 29 4 2002 Valenca Barcelos Rates Porto 125 4 30 4 2002 Porto Sao Jacinto Fähre Forte da Barra Mira Coimbra 134 5 1 5 2002 Coimbra Tomar Martinchel Abrantes 116 6 2 5 2002 Abrantes Ponte de Sor Elvas Badajoz 149 7 3 5 2002 Badajoz Villalba de los Barros Zafra Monesterio 128 8 4 5 2002 Monesterio Sevilla Montellano 164 9 5 5 2002 Montellano Arcos de la Frontera Algar San Jose de Valle Alcala de los Gazules 113 10 6 5 2002 Alcala de los Gazules Algeciras Fähre Tanger Larache 148 11 7 5 2002 Larache Sidi Kacem Meknès 179 12 8 5 2002 Meknès Azrou 72 13 9 5 2002 Azrou 14 10 5 2002 Azrou 15 11 5 2002 Azrou Col Djebl Hebri 1 945 m Aguelmane Sidi Ali Col du Zad 2 178 m Midelt 126 16 12 5 2002 Midelt Col du Talghamt 1 907 m Errachidia 140 17 13 5 2002 Errachidia Source bleue de Meski Boudnib 90 18 14 5 2002 Boudnib Bouarfa 181

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  • Chris on the Bike # Rom - Jerba
    beim Anstieg auf Jerusalem irgendwo in den Judäischen Bergen blieb zu besorgen So muss ich mit meinen Turnschuhen strampeln Tiefdunkle Osternacht in Palermo Karsamstag 30 März 2002 Capo d Orlando Cefalu Palermo 156 km Cefalu eine mittelalterliche Perle mit normannischem Dom ich mache das erste Foto der Tour rechts Palermo übersteigt alles selbst am Abend faszinieren die verlassenen tiefdunklen Gassen in denen hinter jeder Ecke die brillante Fassade einer Kirche oder eines Palazzos auftaucht Schließlich lande ich zur Osternachtfeier in der Kathedrale wo die Sizilianer vom liturgischen Geschehen ungerührt auf und ab promenieren Der treue 30 Stundenkilometer Hund Ostersonntag 31 März 2002 Palermo Monreal Alcamo Trapani 104 km Ostermorgenspaziergang durch Palermo Kirchen im Kreuzfahrerstil Barock ohne Ende belebte Gottesdienste und offene Märkte am Ballaro Rund um den neuen bombastischen Justizpalast Carabinieris in schusssicherer Weste Ostern 2002 Palermo lebt Nach Monreal über der Stadt zum normannischen Dom mit der größten Mosaikfläche nach der Hagia Sophia sind es neun Kilometer Anstieg Als Fahrradfahrer bekomme ich dafür kostenlosen Eintritt in den romanisch arabesken Kreuzgang Danach geht es weiter bergauf bergauf bergauf Die bisher mit Abstand kürzeste Etappe zieht sich über ungeahnte Höhen bis in den letzten Zipfel Siziliens Plötzlich verfolgt mich ein Hund In bester Absicht Keine Agression Aber er wechselt die Seiten bei ständigem Verkehr gefährdet sich mich alle Endlich Gefälle Ich hänge ihn ab Wenige Kilometer später ist er plötzlich wieder mit hängender Zunge neben mir Bei 30 km h Doch dann kommt wieder eine Abfahrt Karthago in der Abendsonne Ostermontag 1 April 2002 Trapani Fähre nach Tunis Hammam Lif 18 km Acht Stunden mit der Fähre nach Afrika Mit an Bord ein älteres holländisches Paar das in acht Jahren 20 000 Kilometer geradelt ist davon 6 000 von L A nach N Y alles auf dem Tandem Schon taucht Karthago in der Abendsonne auf Nach einigen Kilometern zwischen Hafen und Raffinerien dann wieder mitten unter den netten Tunesiern mitten in der arabischen Welt Gegenwind Regen Raucher Kurz Etappe ins Touristenparadies Dienstag 2 April 2002 Hammam Lif Borj Cedria Hammamet 51 km Gegenwind total Frontal Kurz hinter Hammam Lif deutsche Kriegsgräber Borj Cedria Was mit der Niederlage von El Alamein begann endete hier mit der Kapitulationserklärung 8 562 Soldaten sind an diesem Ort bestattet Foto links die meisten wurden nur rund 20 Jahre alt Als mir Steine hinterher fliegen halte ich an und versuche mit den Jungen zu sprechen Der oder die Steinewerfer haben sich verdrückt ein anderer fragt nach Zigaretten was ihnen einen Vortrag über die Vorzüge des Nichtrauchens einbringt Dann regnet es Stundenlanger Landregen Ich halte in Tunesiens Touristenhochburg Nr 1 Hammamet Abstecher zum römischen Triumphbogen Mittwoch 3 April 2002 Hammamet Pheradi Maius Uppena Hergla Sousse 114 km Über Nacht hat sich der Wind gedreht Und es ist wärmer Erstmalig fahre ich kurzärmelig und mit kurzer Radlerhose Von Touristenzentrum zu Touristenzentrum mit einem Abstecher zum römischen Triumphbogen von Pheradi Maius Kurz vor Sousse dann wieder Regen Nerven Zerrung Sandsturm all over Donnerstag 4 April 2002 Sousse El Jem Sfax

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