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  • CARambolagen - Die Vorherrschaft des Autos beenden
    vom Wachstums Klerus und der dazugehörigen Glaubensgemeinschaft der Konsumgläubigen längst sturmreif diffamiert taugen allenfalls noch für eine Halloween Party Die Gefahr die von Ihnen für die deutsche Autoindustrie ausgeht dürfte die eines geschnitzten Kürbisses nicht übersteigen Egal wo sich die Grünen in Deutschland in irgendeinem Amt von mittlerweile zweifelhaften Würden befinden tragen sie den ganzen katastrophalen Wachstums Fetisch brav mit um ja nicht die bürgerliche Mitte zu verschrecken Ob bei Stadtrat Kirchturm oder Ministerpräsident Kretschmann die Arbeit wird ordentlich im Sinne der Auftraggeber abgeliefert Die wenn vielleicht auch in den letzten Jahren zahlenmäßig geschrumpfte bürgerliche Mitte die seit je her an der Fiktion ihrer Gutmütig und Gutwilligkeit strickt ist ein aufgeblähtes Monstrum geworden dass seine eigenen und unsere sic Lebensgrundlagen zerstört wobei CO2 ein abstraktes aber jedenfalls buchstäblich nicht zu fassendes Phänomen bleibt von dem die Mittelklasse offenbar schon zu viel eingeatmet hat um es noch als Gefahr erkennen zu können Kretschmann ist wiederum der ultimative Beweis dafür dass sich die Grünen den Bauch dieses Monstrums als Habitat gewählt haben und sich dort prächtig vermehren Dass solche Herkunft keine Systemkritiker hervorbringt wird jeder verstehen Postwachstumsökonomie und ein Leben ohne Auto und den Anspruch auf Billig Flugreisen wird bei den Grünen nur noch in Märchenform behandelt Vor allem wo man sich doch mittlerweile so brav und demonstrativ an die eigene Pappnase fasst und den bösen Wolf in sich nur zu gut kennt Der alt bügerlichen Mitte und der ihr nach g eifernden Rest Masse ist solches Zartgefühl dagegen weiterhin völlig fremd Mensch drückt ohne jedes Unrechtbewusstsein gerne weiter voll auf die Wachstums und Konsum Tube so weit die Räder tragen Jeder verlorene Parkplatz jede Benzinpreiserhöhung und jeder nicht neu gebaute Autobahnkilometer bringt Schaum vor das Maul der Fortschritts Bestie egal ob Stadtrat Kirchturm oder der Vorsitzende Klempner diesen Ausschuss ins Verdrängungs

    Original URL path: http://www.carambolagen.de/html/editorial_archiv/archiv014.html (2016-02-10)
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  • CARambolagen - Die Vorherrschaft des Autos beenden
    USA und die USA vor Europa auf der Skala der allgemeinen Verantwortungslosigkeit Zivilcourage Was bedeutet das im Angesicht des Ökozids Je mehr Handlungsspielraum ein Mensch hat um ein Verbrechen zu verhindern desto mehr Verantwortung trägt er für dessen Verhinderung Eine unterlassene Hilfeleistung 3 ist wiederum selbst ein Verbrechen Die Verbrechen gegen die Zukunft der Menschheit sind vor allem den Entscheidungsträgern hinlänglich bekannt Die Meldungen davon erreichen uns im Stundentakt Unwissenheit darüber ist in der Wissensgesellschaft und in Zeiten des allgegenwärtigen Internets nicht nur unplausibel sondern eine Lüge Unwissenheit ist nur noch durch Mutwillen zu erzwingen Das Wegschauen der politischen Entscheider ist ein bewusster Akt um aus dem Mitläufertum der etwas weniger Informierten und aus den Desinformierten Falschinformierten oder tatsächlich Unwissenden ihre kleinen und großen Gewinne zu schlagen Der Mutwillen setzt sich fort bis zur untersten sozialdemokratischen Parteisoldatin die vor einiger Zeit bei einer öffentlichen Veranstaltung und zur Schande ihrer sozialdemokratischen Urahnen wörtlich verkündete WIR WOLLEN GAR NICHTS WISSEN An dieser kritischen Stelle wo sich Bürgerstolz zu MUTWILLIGER Ignoranz wandelt stößt auch die plebiszitäre Demokratie an ihre ultimative Grenze Diejenigen die gegen die Propheten der Ökokatastrophe polemisieren machen sich selbst unglaubwürdig wenn sie im selben Atemzug die wirtschaftliche Katastrophe heraufbeschwören falls sich die Menschheit von ihrer irrigen Ideologie des unsere Gier ist gut für alle abwenden sollte So durchschaubar ja offenbar und immanent das schiere Eigeninteresse der Gier Päpste ist so bereitwillig sind die demokratischen Massen dieser Ideologie zu folgen so lange es genug Billig Flüge Billig Autos Billig Benzin Billig Nippes und Billig Beerdigungen gibt Alles muss eben reichlich und deshalb billig vorhanden sein damit möglichst jeder Demokratie Bürger das Gefühl hat dass die Wohlstandskurve immer nach oben zeigt Kollateralschäden des Wohlstands Das durch die rücksichtslose globale Ausbeutung der natürlichen Ressourcen entstehende Leid welches sie damit meist in den Entwicklungsländern verursachen wird gegebenenfalls mit einer verfehlten Entwicklungshilfe Kinderpatenschaften in Afrika und anderen Ablasshändeln sublimiert Wenn dieses Leid dann unsere Demokratien erreicht ist es für menschliches Handeln zu spät und wenn die Macht nicht schon vollends an bereitstehende Autokraten oder Diktatoren abgegeben wurde dann würde die schwarze Stunde der Demokratien endgültig anbrechen wenn zu guter Letzt ein oder mehrere demokratische Völker andere Völker bürger demokratisch in den Untergang schicken Die Vorläufer einer solchen Politik erleben wir ja schon heute spätestens seit dem Beginn des Irak Krieges Wie viel fremdes ja sogar eigenes Leid und Zerstörung sind moderne DemokratInnen bereit für Ihren heutigen Wohlstand in Kauf zu nehmen Weltweit jedes Jahr mehr als eine Million Tote durch motorisierte Straßenfahrzeuge Riesige ölverseuchte Landstriche und Meeresregionen Gerodete Urwälder ausgerottete Tierarten verseuchte und leergefischte Meere Oder in Deutschland 60 Milliarden Euro Kosten netto also nach Umwelt KFZ und andere Steuern für das Straßenverkehrswesen im Gegensatz zur Schiene Der Burnout der relativ immer weniger werdenden und immer produktiver arbeitenden Individuen ist der Burnout des Systems aus dem zu guter Letzt die Sinnfrage wie Phönix aus der Asche steigt Dann aber vermutlich zu spät da nicht anzunehmen ist dass diese Asche noch fruchtbar sein wird wenn ihr

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  • CARambolagen - Die Vorherrschaft des Autos beenden
    endlich umso hemmungsloser gegen alles Fremde und Neue in der ostdeutschen Weltmetropole vorgehen Und irgendwen muss man ja hassen Und so wird der Schwabenhass vor jeden politischen Karren gespannt der die jeweilige Befindlichkeit gerade berührt Wie schon Jochen Martin Gutsch meint auch Anja Maier sich z B in die Debatte um den Gethsemaneplatz einschalten zu müssen Laut Verlagsbiographie angeblich selbst am Ende einer verkehrsberuhigten Sackgasse in Brandenburg zu Hause gesteht sie der von ihr in einem heroisch investigativen dreistündigen Kaffeekränzchen ausgehorchten Bürgerinitiative für den Raum um die Gethsemanekirche keine andere Nutzung zu als die eines Parkplatzes Maier gehört wie Gutsch zu den Kolumnisten die sich gewissermaßen als Quereinsteiger in die Urbanitäts Debatte einbringen um mit völliger Ahnungslosigkeit dann auf Kiezebene die Debatte zu beeinflussen Es fehlt ihnen offenbar nicht nur die Ahnung von den wirklichen Anliegen der von ihnen geschmähten und misrepräsentierten Bürgerinitiativen vor Ort sondern auch das Gespür und vor allem das Wissen darüber was Urbanität eigentlich ausmacht Mit diesem Unwissen leisten sie maßgeblich einem zentralen Vorurteil Vorschub nämlich dass die Stadt und vor allem die Innenstadt der natürliche Aufenthaltsort für 23 Stunden am Tag stehende Automobile sei Aber jede Urbanistik und Geographiestudentin im ersten Semester weiß dass dieser Glaube irriger nicht sein könnte Der Innenstadtraum ist seit Jahrtausenden ein Raum für Fußgänger und seit jüngerer Zeit für öffentliche Verkehrsmittel Pferde und Wagen dienten dort der Versorgung mit Gütern und nicht dem Transport von Individuen der eine absolute Ausnahme in großen Teilen der Stadt darstellte und wo er überhand zu nehmen drohte haben schon die alten Römer Konkret Julius Cäsar mit seiner Lex Iulia municipalis in ihren Städten weit reichende Fahrverbote sogar für Güterfahrzeuge erlassen 3 In Venedig wiederum galt seit dem 15 Jahrhundert ein endgültiges Reitverbot Es mag für die journalistische Hauptstadtavantgarde des kleinbürgerlichen Automobilismus schwer zu verstehen sein weil sie die Gewohnheiten von ein paar Jahrzehnten für das Maß der Dinge halten so wie es für Spießer normal ist aber es gibt nichts Anti Urbaneres als das Auto als Massenverkehrsmittel Wer auf das allzeit vor der eigenen Tür geparkte Auto besteht der ist tatsächlich mit dem Spruch Zieh doch an den Stadtrand respektive ganz auf s Land SELBST richtig beraten anstatt ihn Fußgängern und Radfahrern zu erteilen Dieser Rat ist sowohl historisch als auch aktuell sinnfällig denn dort wo große Entfernungen zu überbrücken sind ist ein Wagen die logischere Wahl der Fortbewegung als dort wo die Entfernungen kurz sind Von spezieller Eigenart ist das rigorose Engagement FÜR das Auto das viele Menschen ostdeutscher Herkunft an den Tag legen ob es Lokalpolitiker wie Wolfram Kempe Die Linke sind die selbst nicht einmal eine Fahrerlaubnis haben oder eben unsere schon erwähnten Journalisten Zu beobachten ist das Verharren bei Problemen und Errungenschaften der Welt von Gestern Einmal Erkämpftes gibt man ungern wieder Preis auch wenn es uns schadet Der Trabbi Spar Reflex ist ein tiefes Trauma des Ostens Noch immer wird von vielen das eigene Auto als Garant der Freiheit gesehen während es in der Realität längst eine Bedrohung derselben

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  • CARambolagen - Die Vorherrschaft des Autos beenden
    Autos zufügt Und es sind ja auch die Autos die 23 Stunden am Tag oft unter Bäumen herumstehen Hauptsorge der Ämter das könnte den Bezirk Geld kosten Obwohl Ist die ganze Herumsägerei an den Bäumen nicht im Endeffekt teurer als eine Versicherung für durch Bäume demolierte Autos Dazu gibt es doch bestimmt eine Statistik die unsere Bürokraten schnell ausgraben können Und wer macht s Lloyds die Allianz oder gibt es schon eine Ökoversicherung Alternativ dazu sägen wir alle Bäume einfach ab dann ist der Verkehr endlich sicher vor den Bäumen Verkehrssicherung von Bäumen ist Bürokraten und Juristenhysterie eine Gesellschaft die mit Hilfe ihrer Gerichte allen Ernstes Kommunen dafür verklagt wenn sich Bürger an Bäumen verletzen die vielen Verkehrstoten aber zur Privatsache erklärt ist wahn sinnig Wer von den Kommunen Schadensersatzzahlungen für Baumopfer und Baumschäden einfordert der sollte von den Kommunen solche auch für jedes Opfer einer verfehlten Verkehrspolitik fordern nicht nur gegebenenfalls von den FahrerInnen Dann hätten wir sehr bald sehr viel weniger Tote auf unseren Straßen Bei der Verkehrssicherungspflicht für Bäume allerdings klammern sich die Bürokraten an Paragraphen und Weisungen als würde dadurch die Fata Morgana der Baumtoten realer Man fürchtet Schadensersatzforderungen Dumm nur dass es in der Realität schon seit Generationen so gut wie keine Baumtoten mehr im Straßenbereich gibt um dem Wahn adäquate Nahrung zu geben Was rechtfertigt Verkehrstote im Gegensatz zu Baumtoten Wir nehmen Verkehrstote offensichtlich in gewissem Umfang billigend in Kauf So ist das Leben Der Luxus der Wohlstand der Fahrspaß ist es uns wert etc Bäume und Äste dagegen erschlagen viel viel viel seltener Menschen Wenn überhaupt dann sollte doch auch hier und eigentlich noch viel mehr gelten So ist das Leben In der Tat ist ein Baum sehr viel lebendiger als ein Auto Und welches Lebenssymbol wird von der Waldnation Deutschland öfter verwendet

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  • CARambolagen - Die Vorherrschaft des Autos beenden
    sich Gutsch stellvertretend an einer kleinen Bürgerinitiative vor seiner Tür Er ist ja gewissermaßen betroffen und hier steht ihm ein hinlänglich kleines Opfer zur Verfügung an dem er exemplarisch seine journalistische Zivilcourage demonstrieren kann Außerdem weiß er dass beim Thema Parkplätze und um die geht es hier ausreichend Stammtisch Power zur Verfügung steht um neue Leserkreise für sich zu erschließen Selten kann man so viele Fliegen zum Schnäppchenpreis schlagen Man geht kein großes Risiko ein wenn man wettet dass es hier unter anderem auch um den Parkplatz von Anwohner Gutsch geht Gewiss ist dagegen dass er vom Thema Stadtentwicklung und Stadtplanung keinen blassen Schimmer hat Die Stadt ist lediglich Projektionsfläche für seine Befindlichkeiten Mit Visionen und Kreativität überfordert man ihn Eine moderne lebendige und so gar nicht scheintote Stadt mit viel weniger Autos solche Ideen übersteigen seinen Horizont der offensichtlich am Stadtrand endet wie wir gleich noch sehen werden Wer gar versucht eine Stadt heterogener zu gestalten als es die autogerechte Stadt zulässt dem attestiert er geradeheraus jenes Eigeninteresse für das er selbst lautstark trommelt Von Recherche kein Spur Neuere und ältere Erkenntnisse der Urbanitätsforschung sind ihm schnuppe Neue Mobilitätskonzepte Postfossile Mobilität Fehlanzeige Für Gutsch gilt die Stammtisch Urbanistenformel Stadt Laut und dreckig und zwar zwingend Hier wird eine Binsenweisheit zum Dogma Natürlich ist eine Stadt inhärent lauter als ein Dorf aber man kann sinnlose und überflüssige Lärmeffekte reduzieren und minimieren und zwar ohne die Stadt zu veröden im Gegenteil Was könnte öder und lebloser sein als ein Parkplatz Und nicht viel mehr ist der Platz um die Gethsemanekirche herum Gutsch findet ihn völlig okay Denn wer keine Phantasie hat der vermisst natürlich auch nichts außer abhanden gekommenem Besitzstand natürlich Bei all den krachledernen Ansichten die Gutsch über den zu bewahrenden Status Quo des Gethsemaneplatzes zum Besten gibt werfen sich

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  • CARambolagen - Die Vorherrschaft des Autos beenden
    zu argumentieren Häufig wird eine städtische Dichte gefordert die keine Rücksicht nimmt auf die privaten Freiflächenwünsche einerseits auf den Bedarf der Städte an Durchgrünung und Durchlüftung andererseits Wer die Menschen vom Wohnen in der Stadt überzeugen will muss ihnen aber auch hier Freiflächen Grün und Aufenthaltsqualität bieten Wer das missachtet darf sich nicht wundern wenn die Nachfrage nach den grünen Vororten wieder steigt Technisch können wir heute Dachbegrünung und Terrassen aller Art bauen Planerisch geht dies aber nur mit einer angemessenen Dichte nicht mit Überverdichtung auch wenn Investoren immer die maximale Ausnutzung ihrer Grundstücke fordern 2 Der Zersiedelung Ostwestfalens und anderer Provinzen muss dringend Einhalt geboten werden Und eine Re urbanisierung seiner traditionellen Zentren hätte bedeutende ökologische Nebenwirkungen Das Gleiche gilt auch für das Ruhrgebiet u v a Aber dass das schon hoch verdichtete Berlin seine Ökologie durch die Verringerung der Abstandsflächen von 0 8H auf 0 4H oder durch eine Bebauung designierter Grünflächen z B Mauerpark verbessert nachdem bereits zahllose kriegsbedingte Bebauungslücken seit der Wende die Wieder Verdichtung erheblich vorangetrieben haben behauptet nur wer davon profitiert oder wer der Verwertungsideologie der Profiteure auf den Leim gegangen ist Wissenschaftlichen Rückhalt gibt es für diese Behauptungen jedenfalls nicht Die Dosis macht das Gift auch bei der Verdichtung aber Augenmaß ist kein Attribut der Gier Die Verinnerlichung der marktwirtschaftlichen Gier Ideologie reicht immer noch weit auch bis in die Grüne Politik von Sozial Christ und Freidemokraten ganz zu schweigen Die Schlauen verkaufen ihre Profit Gier als dem Wohl aller dienend Glauben tun das dann die Dummen 1 Ad hoc Koalitionen die auch als Verlobungen für künftige echte Koalitionen im Senat verstanden werden können auch wenn sie in den Berliner Bezirksverordnetenversammlungen nur eine untergeordnete Bedeutung spielen da die Ämter der Stadträte nach Proporz verteilt werden Eine fragwürdige Praxis da sie dazu neigt der Opposition wer ist das den Elan zum opponieren zu nehmen 2 15 06 07 STADT HAUS MENSCH Einführungsbeitrag zum Ökobaukongress der grünen Bundestagsfraktion am 15 16 6 2007 In Ermangelung präziser wissenschaftlicher Literatur zum Thema Ökologie der Verdichtung der Innenstädte weitere Zitate der Architektin und Städtebauexpertin Franziska Eichstädt Bohlig zum Thema Um die Hoffnungen der leidenschaftlichen Urbanisten gleich zu dämpfen Die Trends Zurück in die Stadt sind zwar wahrnehmbar aber immer noch sind drei Viertel aller Neubauten Eigenheime Der Trend der Stadtflucht ist etwas weniger stark ausgeprägt als noch vor 10 Jahren Aber natürlich ist er immer noch der dominierende Trend Zumal die Landflucht ihrerseits nicht in die Stadt sondern ebenfalls in die periferen Siedlungsränder der Städte führt Freiflächen und intensives Grün Häufig wird eine städtische Dichte gefordert die keine Rücksicht nimmt auf die privaten Freiflächenwünsche einerseits auf den Bedarf der Städte an Durchgrünung und Durchlüftung andererseits Wer die Menschen vom Wohnen in der Stadt überzeugen will muss ihnen aber auch hier Freiflächen Grün und Aufenthaltsqualität bieten Wer das missachtet darf sich nicht wundern wenn die Nachfrage nach den grünen Vororten wieder steigt Technisch können wir heute Dachbegrünung und Terrassen aller Art bauen Planerisch geht dies aber nur mit einer

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  • CARambolagen - Die Vorherrschaft des Autos beenden
    Vorschläge für mögliche Standorte sogenannter Begegnungszonen kommen da denkbar ungelegen Global denken lokal handeln diese von dem prominenten Umweltaktivisten David Ross Brower weltweit berühmt gemachte Maxime löst bei den Pankower Links Politikern der BVV nur gelangweiltes Kopfkratzen aus Man hat doch schließlich die Macht und nutzt sie wie am letzten Dienstag 25 5 2010 um Begegnungszonen zu verhindern Initiative n zu ersticken Entscheidungen zu vertagen und die Zumutungen des Umweltschutzes nach dem Sankt Florians Prinzip SPD von der eigenen vermeintlichen Wählerklientel abzuwenden Man wähnt sich Volkspartei deren Klient eben das Volk als Ganzes ist Und das Volk will Parkplätze um jeden Preis Niemand weiß besser was das Pankower Volk will als die Fraktionen Hoch auf dem roten Wagen und schlägt sich zum Zweck des Erhalts der oben schon erwähnten Macht auf die Seite von Volkes Wagen Kapital und Co Nun wird Pankow aber politisch gesehen von mindestens zwei Völkern besiedelt Den Alt Pankower Weißenseer Linken und den Prenzlberger Grünen Letztere erzielen bei Wahlen zum Teil soviet sozialistische Wahlergebnisse und zwar in den Stimmbezirken der Szeneviertel für die im Verkehrsausschuss der größte Teil der Begegnungszonen vorgeschlagen wurde Aber erwartungsgemäß wurde dort eine Entscheidung wann wo und wie diese im Siedlungsgebiet der Prenzlberger umgesetzt werden von den linken Parteien ins Ungefähre vertagt In der besagten Sitzung die mit regem Interesse von den nicht wenigen Vertretern der Öffentlichkeit verfolgt und kommentiert wurde sickerte vor allem die Erkenntnis durch dass für viele der vorgeschlagenen Zonen gar keine Zustimmung des Senats notwendig ist Ein global denkender Bezirk könnte hier also völlig eigenVERANTWORTLICH lokal handeln Zwar hat die SPD einen Antrag gestellt den Straßenraum rund um die Gethsemanekirche zur Spielstraße umzubauen um der lokalen Initiative Platz der Friedlichen Revolution entgegen zu kommen Die größte Angst der Antragsteller wird aber im letzten Absatz des Antrags deutlich Der

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  • CARambolagen - Die Vorherrschaft des Autos beenden
    Wie sehnt sich doch der Weltstädter in solchen Momenten nach Provinz Darf s etwas Ulm sein Aber der Berliner Hipster unter Leitung seiner Rebellenführer aus Senat und Verwaltung scheint es vorzuziehen echten Innovationen den Berliner Stempel aufzudrücken also sie zu zerstören anstatt sie eventuell sogar zu verbessern Die Kombination aus Greenwheels und BVG ist ungefähr so innovativ wie die vierte Wartestunde in der Charité Notaufnahme Zwar ist der nette holländische Hotline Mitarbeiter deutlich freundlicher als die gestressten Notärzte aber dafür auch sehr viel schwieriger zu verstehen Man kann nur hoffen dass man ihn für die Zumutung seine Arbeit in einer Fremdsprache bewältigen zu müssen ordentlich bezahlt Er war jedenfalls sehr geduldig beim Erklären der völlig undurchsichtigen Tarifstruktur die er selbst ziemlich kompliziert fand und die obendrein noch nicht einmal Einweg Mieten vorsieht Die eher dürftigen Vorteile für Besitzer von BVG Jahresabos erschließen sich vermutlich nur ganz geduldigen Anrufern Bis zu wirklich innovativem Car Sharing wie es uns car2go in Ulm und Austin Texas USA erfolgreich vorführt scheint es in Berlin noch ein langer Weg zu werden Vielleicht ist es ja Absicht Car Sharing möglichst unattraktiv zu machen damit uns die zugeparkten Straßen und Plätze in Berlin erhalten bleiben Jedenfalls sind

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