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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Was ich selbst tue, um nicht mehr zu stottern
    Was genau hast Du gemacht Was war davor Und was war danach in Bezug auf Dein Stottern anders Jaspis hat geschrieben Zu Achtsamkeit und Meditation findet man sooo viel zum Nachlesen das hat uns Eberhard hier nicht erfunden Nein hat er nicht Zum Weihnachtsmann und zur Raumfahrt findet man auch sooo viel zum Nachlesen Nur mit Stottern haben beide nichts zu tun Ich wäre Dir daher dankbar wenn Du etwas zitierten könntest was in einem Zusammenhang zu Stottern steht und zwar so dass dieser Zusammenhang ersichtlich wird Stottern ist sehr individuell Und genauso individuell ist der Weg mit und auch weg vom Stottern Ja Stottern ist in der Tat sehr individuell aber nicht beliebig Ich kann wie eingangs erwähnt keinen Beitrag von Eberhard finden in welchem er konkrete von ihm berichtete Stottersituationen schildert Aufklärung tut not Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben 777 angekommen Beiträge 25 Registriert 9 März 2015 16 05 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von 777 28 März 2015 20 13 paul dest hat geschrieben Jaspis hat geschrieben Jaspis hat geschrieben Meditation innere Ruhe und Klarheit und Selbstwahrnehmung nur Esoterik Stimmt leider nicht Und es hilft tatsächlich Könntest Du bitte beschreiben was Dir wie geholfen hat Was genau hast Du gemacht Was war davor Und was war danach in Bezug auf Dein Stottern anders Vielleicht ähnlich Ich mache autogenes Training um insgesamt ruhiger zu werden Und mir hilft es auch bezüglich des Sprechens Ich bin entspannter spreche ruhiger und dadurch auch viel fließender Ob es am autogenen Training liegt oder eher ein Placebo vorliegt da ich einfach an die Wirkung glaube ist für den Fall ja völlig egal Hauptsache man fühlt sich gut mit seinen eigenen Methoden und das Sprechen gelingt wirklich besser Ich gehöre aber auch zu jenen die daran glauben dass das Stottern ganz besiegt werden kann und ich bin auf einem sehr guten Weg Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Muskeltonus autogenes Training progressive Entspannung u ä Zitat Beitrag von paul dest 29 März 2015 08 01 777 hat geschrieben Ich mache autogenes Training um insgesamt ruhiger zu werden Und mir hilft es auch bezüglich des Sprechens Ich bin entspannter spreche ruhiger und dadurch auch viel fließender Ob es am autogenen Training liegt oder eher ein Placebo vorliegt da ich einfach an die Wirkung glaube ist für den Fall ja völlig egal Hauptsache man fühlt sich gut mit seinen eigenen Methoden und das Sprechen gelingt wirklich besser Ich gehöre aber auch zu jenen die daran glauben dass das Stottern ganz besiegt werden kann und ich bin auf einem sehr guten Weg Hallo 777 Sehr gut dass Du Deine persönlichen Erfahrungen schilderst Autogenes Training ist ja genau genommen eine Abkürzung für Training für autogene Entspannung in der Bedeutung Training für von innen heraus erzeugte Entspannung wobei mit Ent Spannung Muskel ent spannung gemeint ist Auch meinen Erfahrungen zufolge trägt der Muskeltonus viel zur Häufigkeit und Schwere des Stotterns bei ich mache seit mehr als einem Jahr regelmäßig Kieser Training eine spezielle Art von Kraft Muskeltraining welches den Effekt hat den Muskeltonus zu erhöhen und im Körper gleichmäßig auszubalancieren ist gut gegen Rückenschmerzen und ähnliche Sachen die aus schiefen Muskeltonus Verhältnissen entstehen Leider hat das Training bei mir aber auch die Nebenwirkung das Niveau meines Stotterns deutlich zu erhöhen Zugleich betrachte ich diesen Umstand als einen Glücksfall denn er gibt mir die Gelegenheit mit meinem Stottern zu experimentieren und die Wirksamkeit verschiedener therapeutischer Ansätze wieder testen während sich mein Körper in diesem Zustand höherer Muskelgrundspannung befindet Und jetzt staune was ich herausgefunden habe keine der therapeutischen Ansätze die sich bei mir in Vergangenheit als wirksam herausgestellt haben schlägt im Moment an Meine Versuchsreihe ist noch nicht abschließend Ich ziehe daraus vorläufig den Schluss dass zumindest in meinem Fall eine erhöhte muskuläre Grundspannung mein Stottern deutlich verstärkt und zugleich den Spielverderber für alle ansonsten stotternmindernden Maßnahmen darstellt Insofern könnte man Deine und meine Erfahrungen als sich gegenseitig bestätigend ansehen Ich werde leider nicht mehr dazu kommen das autogene Training in meine Versuchsreihe einzuschließen da mein Trainingsvertrag im Mai abläuft und ich ihn nicht verlängern werde und autogenes Training braucht ja bekanntlich eine Vorlaufzeit bis man sich die Stufen wieder hochgearbeitet hat ich bin schon seit Jahrzehnten aus der Übung Aber ich werde eine medikamentös herbeigeführte Muskeltonussenkung ausprobieren um abschließend zu klären ob der von mir beobachtete Zusammenhang zwischen Muskeltonus und Stottern tatsächlich einer ist Bitte jetzt nicht auf die Idee kommen von selbst wild herum mit Medikamenten rumzuexperimentieren ich mache das alles mit medizinischer Betreuung und unter ärztlicher Aufsicht und werde nach Abschluss meiner Versuchsreihe berichten Falls es Dich interessiert hier findest Du weitere Hinweise zu ähnlichen Methoden Progressive Entspannung Scheue Dich nicht 777 für Berichte zu Deinem Vorgehen und Deinen Erfahrungen einen eigenen Diskussionsthread zu öffnen Mein Interesse ist Dir sicher Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben 777 angekommen Beiträge 25 Registriert 9 März 2015 16 05 Re Muskeltonus autogenes Training progressive Entspannung Zitat Beitrag von 777 1 April 2015 10 35 Hey die progressive Muskelentspannung nach Jacobson habe ich auch bereits hinter mir Das hat mir aber nicht so viel genützt liegt aber eventuell auch daran dass das gesamte Programm innerhalb von drei Wochen parallel zu einer ohnehin schon anstrengenden Stottertherapie durchgepeitscht wurde Fand ich nicht besonders effektiv Nach oben annika entdeckend Beiträge 24 Registriert 12 März 2008 16 23 Wohnort Tirol Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von annika 2 April 2015 11 21 Hallo Petra woher hast Du die Information es sei PetraS hat geschrieben wissenschaftlich erwiesen dass Stottern eine Sprechbehinderung ist und zwar eine die nicht primär psychischer sondern physiologischer snip Natur ist Soweit ich das verstehe wird bei der Ursachenforschung nach wie vor diskutiert Ich zitiere eine zufällig aus dem Internet gewählte Quelle http www phoniatrie orl ch index php Stottern Die Entstehung des Stotterns wird sehr kontrovers diskutiert wobei rein organische Ansätze in der heutigen naturwissenschaftlich orientierten Medizin eher akzeptiert werden Es gibt jedoch auch starke Hinweise darauf dass es sich um ein eher psychosomatisches Geschehen handelt So entsteht das Stottern zwischen dem 3 und 5 Lebensjahr also gerade in der Zeit in der die Individuation des Kindes beginnt Ich persönlich bin geneigt bei der Entstehung des Stotterns eine Kombination aus beidem anzunehmen körperliche Veranlagung und psychosozial Stress verursachende Faktoren Bei der Überwindung des Stotterns spielt meiner Meinung nach das genaue Wissen um die Entstehung desselben allerdings eine untergeordnete Rolle Es sind jeweils die Erfolge die einem Recht geben Was meine eigene Symptomatik betrifft bin ich geneigt wenn ich stottere ein psychosomatisches Geschehen anzunehmen Und ja auch ich rede vom idiopathischen und nicht vom erworbenen Stottern Also diese Redeflussstörung die im Kindesalter entsteht zunächst anfangs meist nicht bewusst ist irgendwann bewusst wird sich verstärkt zu Scham besetzten Kommunikationssituationen führt logopädische Behandlungen auf den Plan ruft usw PetraS hat geschrieben Alles was beim Stottern an psychischen und psychosozialen Aspekten hinzukommt fällt in die Kategorie Sekundärsymptomatik Diese Behauptung halte ich für gewagt Ich stimme Dir insofern zu dass es eine hohe psychische und psychosoziale Belastung darstellen kann zu stottern Allerdings provozieren psychisch und psychosozial belastende Situationen möglicherweise auch erst die Symptomatik Jedenfalls ist das bei mir selbst so Wenn ich entspannt bin wenn ich mit der Situation und mit den Menschen einverstanden bin die mich umgeben wenn ich von Themen spreche bei denen ich mich sicher fühle in Gegenwart von Menschen die wohlwollend zuhören wollen stottere ich nicht Sobald sich jedoch ein egal in welcher Hinsicht Spannung verursachender Faktor einstellt wirkt sich diese Spannung auf mein Sprechen aus Da ich nach jahrelanger Persönlichkeitsarbeit sehr sensibel für meine Emotionen geworden bin fühlt sich das heute für mich so an als würde ich empfundene Körperspannung in Stottern übersetzen Ich persönlich glaube dass jedem Stottersymptom Stressoren vorausgehen Manche dieser Stressoren sind mir bewusst weil ich sie bereits identifiziert habe die Mehrheit jedoch ist mir unbewusst Ich bin bestrebt dir mir noch unbekannten Stressoren zu identifizieren Und das gelingt tatsächlich nur mit einer erhöhten Selbstaufmerksamkeit Und mit der Grundhaltung dass der Impuls der das Symptom Stottern verursacht nicht unbedingt etwas mit dem Akt des Sprechens selbst zu tun hat Ich bin fest davon überzeugt dass die Gefühle die wir in eine Sprech Situation mitnehmen darüber entscheiden wie gut wir sprechen Da wir uns des Großteils unserer Gefühle jedoch gar nicht bewusst sind halte ich es für eine lohnende Zeitinvestition nicht nur für Stotterer sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen Ich betrachte die psychischen Stressoren die meine Impulse zu stottern verursachen als mir selbst innewohnend und persönlicher Natur Ich halte es darüber hinaus für müßig den Versuch zu unternehmen Spannungsreduktion dadurch zu erreichen dass ich mein Umfeld dazu anhalte etwas zu verändern also beispielsweise Verständnis für mich zu zeigen mir Zeit zu geben freundlich zu mir zu sein usw Die Menschen mit denen ich kommuniziere dürfen gerne dumm intolerant und unverschämt sein Mein Anliegen ist es mich selbst zu stärken um mit der Vielzahl an Menschen und Situationen mit denen ich tagtäglich konfrontiert werde souverän umzugehen Wenn ich mehr Zeit brauche fordere ich sie ein wenn jemand intolerant ist wende ich mich ab oder weise ihn zurecht je nachdem wie wichtig es mir ist Wenn der Versuch eines anderen Menschen mich abzuwerten mich nicht berührt besteht keine Erfordernis mich zur Wehr zu setzen Ich selbst entscheide dann darüber wessen Urteil ich annehme Unabhängig davon ob ich Eberhards Meinung teile oder nicht empfinde ich es als Zumutung einem Forenteilnehmer zu unterstellen er wisse nicht wovon er schreibt wenn er Thesen vertritt die von den eigenen abweichen Ich selbst praktiziere weder Meditation noch autogenes Training um meine Selbstaufmerksamkeit zu stärken weil mir dazu die Geduld fehlt Ich bin auch nicht der Meinung dass man jede seiner Gehirnwindungen persönlich beim Namen kennen muss um sich die Fähigkeit anzueignen selbstbewusst und selbstsicher zu kommunizieren Ich bin ganz im Gegenteil der Meinung dass man sich diese Fähigkeit auch als unbelesener Mensch aneignen kann Es gibt viele Methoden Es steht jedem frei diejenigen auszuwählen die ihm zusagen Annika Ich bin was ich über mich denke Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von PetraS 2 April 2015 19 54 Hallo Annika annika korrigiert durch mich hat geschrieben woher hast Du die Information es sei PetraS hat geschrieben wissenschaftlich erwiesen dass Stottern eine Sprechbehinderung ist und zwar eine die nicht primär psychischer sondern neurophysiologischer Natur ist ich habe mich in den frühen 2000 er Jahren zur Promotion zu einem Thema mit dem Schwerpunkt Stottern eingeschrieben und etwa zwei Jahre lang alles gelesen was mir in die Finger kam so ziemlich die ganze Literatur aus dem deutschsprachigen Raum wie auch eine Menge Bücher und Artikel auf Englisch das ich dank dieser Arbeit endlich ein bisschen besser kann Ich habe damals als Zweithörerin ferner Seminare zum Thema Stottern bei den Sprachheilpädagogen der Uni Köln besucht die mir ebenfalls wertvolle Anregungen und auch Literaturhinweise gegeben haben Da ich mich als Betroffene stets sehr gegen die Annahme bzw den Vorwurf gewehrt habe Stottern sei psychischer Natur eine immer noch weit verbreitete Behauptung die sich auch heute noch in vielen Artikeln oder Werbetexten von Scharlatanen Hypnotiseuren und anderen Nicht bzw Möchtegern Fachleuten wiederfindet haben mich stets Angaben die dies widerlegen besonders interessiert Interessante Informationen dazu findest du auch in dem Unterforum Wissenschaft und Forschung annika hat geschrieben Soweit ich das verstehe wird bei der Ursachenforschung nach wie vor diskutiert Ich zitiere eine zufällig aus dem Internet gewählte Quelle http www phoniatrie orl ch index php Stottern Die Entstehung des Stotterns wird sehr kontrovers diskutiert wobei rein organische Ansätze in der heutigen naturwissenschaftlich orientierten Medizin eher akzeptiert werden Das steht meinem oben Gesagtem ja inhaltlich nicht entgegen annika hat geschrieben Was meine eigene Symptomatik betrifft bin ich geneigt wenn ich stottere ein psychosomatisches Geschehen anzunehmen Das verstehe ich so nicht aber du kannst es vielleicht noch einmal genauer erklären Psychosomatisch kenne ich aus dem Zusammenhang vor Kummer Bauchschmerzen bekommen etc Ich begreife nicht ganz wie das aufs Stottern übertragbar ist annika hat geschrieben PetraS hat geschrieben Alles was beim Stottern an psychischen und psychosozialen Aspekten hinzukommt fällt in die Kategorie Sekundärsymptomatik Diese Behauptung halte ich für gewagt Ich stimme Dir insofern zu dass es eine hohe psychische und psychosoziale Belastung darstellen kann zu stottern Allerdings provozieren psychisch und psychosozial belastende Situationen möglicherweise auch erst die Symptomatik Jedenfalls ist das bei mir selbst so Kinder die gerade anfangen zu stottern zeigen weder Situationsängste noch Vermeidungsverhalten das kann man in vielen der in diesem Forum verlinkten wissenschaftlichen Studien sowie in den gängigen Fachbüchern zum Beispiel bei Fiedler Standop nachlesen Auch habe ich neulich noch mal Die Behandlung des Stotterns von Charles van Riper Übersetzung Starke gelesen in dem ebenfalls auf die psychischen und psychosozialen Aspekte eingegangen wird und zwar als Teile der Sekundärsymptomatik die im Zuge der Desensibilisierung angegangen werden bitte korrigiere mich einer wenn ich hier Unsinn verbreite annika hat geschrieben Wenn ich entspannt bin wenn ich mit der Situation und mit den Menschen einverstanden bin die mich umgeben wenn ich von Themen spreche bei denen ich mich sicher fühle in Gegenwart von Menschen die wohlwollend zuhören wollen stottere ich nicht Sobald sich jedoch ein egal in welcher Hinsicht Spannung verursachender Faktor einstellt wirkt sich diese Spannung auf mein Sprechen aus Da ich nach jahrelanger Persönlichkeitsarbeit sehr sensibel für meine Emotionen geworden bin fühlt sich das heute für mich so an als würde ich empfundene Körperspannung in Stottern übersetzen Hier sind wir wieder bei einem Aspekt der das Stottern zu einer so wenig greifbaren Sache macht Du magst diese Erfahrung mit vielen Betroffenen teilen wobei ich nicht weiß wie gut du desensibilisiert bist Bei mir ist es eher umgekehrt Und zwar nicht schon immer Früher war es bei mir ebenfalls so wie bei dir Seit ich jedoch die Ängste vor dem Stottern vollständig abgebaut habe und es mir schlichtweg egal ist ob ich auch in sehr wichtigen und stressigen Situationen stottere oder nicht stottere ich in solchen Situationen eher weniger bis gar nicht Gerade letztens habe ich das erlebt ich habe eine sehr emotional geladene und hoch sensible Veranstaltung gedolmetscht in der es um Völkermord an den aramäischen assyrischen Christen ging Eine sehr pietätsvolle Veranstaltung in einem interreligiösem Kontext bei dem jedes falsche Wort zu gegenseitigem Unmut führen könnte Und ich als Atheistin die allerdings sehr sehr viel über Christen und Muslime gelesen und mit ihnen auch endlose philosophische Debatten geführt hat war diejenige die spontan entscheiden musste welche Wortwahl die richtige war Und das bei ca 20 verschiedenen Rednern auf die ich mich im Einzelnen einstellen musste Ich war scheiß n aufgeregt aber ich habe mein Stottern die ganze Zeit klein halten können sodass es während der Vorträge niemandem aufgefallen sein dürfte außer mir weil ich an meinen typischen Anlauten wie m oder n immer nachatmen oder nachhelfen musste um nicht in Repetitionen zu rutschen Dann kam in der Pause jemand zu mir an die Bühne und fragte nach dem Programm bzw wann ein bestimmter Redner dran sein würde Ich wollte nur einen Satz sagen nämlich ich schau mal schnell ins Programm auf Türkisch ist Programm das erste Wort und habe mich prompt in dem Wort aufgehängt Länger als ich gedacht hatte Wahrscheinlich lag es daran dass ich diese Situation so unwichtig fand dass ich nicht mit Stottern gerechnet habe Das wäre in meiner Jugend umgekehrt gewesen da hätte ich womöglich auf der Bühne diese Endlosblocks gehabt bei denen nichts mehr geht Und vor denen ich damals furchtbare Angst hatte Und in dem kurzen Gespräch mit dem Menschen an der Bühne wäre gar nichts gewesen annika hat geschrieben Ich persönlich glaube dass jedem Stottersymptom Stressoren vorausgehen Manche dieser Stressoren sind mir bewusst weil ich sie bereits identifiziert habe die Mehrheit jedoch ist mir unbewusst Ich bin bestrebt dir mir noch unbekannten Stressoren zu identifizieren Und das gelingt tatsächlich nur mit einer erhöhten Selbstaufmerksamkeit Und mit der Grundhaltung dass der Impuls der das Symptom Stottern verursacht nicht unbedingt etwas mit dem Akt des Sprechens selbst zu tun hat Dass es diese Stressoren gibt davon bin ich überzeugt Seit ich mich in den letzten zwei Jahren genauer beim Sprechen beobachte und was anderes ist die Selbstbeobachtung als die Aufmerksamkeit auf sich und sein Sprechen zu richten habe ich nur drei Faktoren feststellen können die das Stottern von jetzt auf gleich sprunghaft ansteigen lassen die Anwesenheit von Zuhörern die Tatsache dass ein Gespräch am Telefon stattfindet der Wechsel in eine Fremdsprache die nicht 100 dem muttersprachlichen Können gleicht Zu all diesen Faktoren habe ich Selbstversuche gestartet die frappierende Ergebnisse geliefert haben annika hat geschrieben Die Menschen mit denen ich kommuniziere dürfen gerne dumm intolerant und unverschämt sein Mein Anliegen ist es mich selbst zu stärken um mit der Vielzahl an Menschen und Situationen mit denen ich tagtäglich konfrontiert werde souverän umzugehen Wenn ich mehr Zeit brauche fordere ich sie ein wenn jemand intolerant ist wende ich mich ab oder weise ihn zurecht je nachdem wie wichtig es mir ist Wenn der Versuch eines anderen Menschen mich abzuwerten mich nicht berührt besteht keine Erfordernis mich zur Wehr zu setzen Ich selbst entscheide dann darüber wessen Urteil ich annehme Deine Vorgehensweise halte ich für äußerst produktiv und wenn du wirklich so handelst wie du hier sagst dann dürftest du bei deiner eigenen Desensibilisierung schon ziemlich weit fortgeschritten sein Nichtsdestotrotz mache ich bei mir die Feststellung dass je mehr ich dazu stehe dass ich stottere ich auch umso weniger bereit bin mit irgendwelchen mir zur Verfügung stehenden Tricks und Mitteln mein Stottern zu verschleiern Und damit stottere ich das bestätigen mir alle Menschen in meiner Umgebung eher mehr als weniger Also Identifikation und Desensibilisierung mit der Folge dass ein zuvor verdecktes Stottern offensichtlich wird Wichtig ist dabei so meine Meinung wie man sich dabei fühlt Und fühlen tue

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Was ich selbst tue, um nicht mehr zu stottern - Seite 7
    paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Alles Stottern oder was Zitat Beitrag von paul dest 3 Mai 2015 13 46 Hallo Eberhard Eberhard hat geschrieben wenn man die englische Ausgabe von Mindsight in Google Books aufruft und das Buch nicht für 9 72 kauft kriegt man nur die ersten 100 Seiten als Leseprobe Auf diesen Seiten konntest du den von mir wiedergegeben Text auch nicht finden Du hast meine Vorgehensweise missverstanden Zwar ist bei Google Books tatsächlich nicht das gesamte Buch zum Lesen freigegeben jedoch findet die Suchfunktion von Google Books alle Suchstellen im Buch Manchmal werden nicht alle Suchergebnisse angezeigt dann steht da zum Beispiel die ersten 50 Suchergebnisse von 76 werden angezeigt was aber nicht weiter einschränkend ist wenn es nur darum geht festzustellen ob es überhaupt welche Treffer gibt Ist die Anzahl der Suchtreffer hinreichend gering dann werden sie alle angezeigt auch von den Seiten die nicht zum Lesen freigegeben sind dann sieht man nur die eine 4bis6 Zeiler Stelle an der das gesuchte Wort vorkommt mit dem Vermerk Für diese Seite ist keine Leseprobe verfügbar Damit kann man zwar nicht die ganze Seite aufrufen aber die 4bis6 Zeiler Stelle ist völlig ausreichend um zu beurteilen ob es sich wirklich um die gesuchte Stelle handelt Wenn Du nun zum Beispiel social systems als Übersetzungsvermutung für soziale Systeme eingibst dann bekommst von Google Books angezeigt Keine Ergebnisse für social systems in diesem Buch gefunden So kann man sich anhand vieler Übersetzungsvermutungen entlang hangeln bis man die Stelle gefunden hat Und die Stelle an der die von Dir angegebene 9 Punkte Aufzählung beginnt habe ich tatsächlich gefunden Nur steht davor nicht der von Dir zitierte Satz Jetzt klar Eberhard hat geschrieben Deine Vorstellung von Menschen die mit Nervenfasern verbunden sind passt vielleicht in eine Büttenrede des Mainzer Karnevals was sie hier zu suchen hat ist mir nicht klar Dann solltest Du Dir vielleicht nochmal durchlesen was Du weiter oben zitiert hast Eberhard hat geschrieben Du schreibst deine Eltern hätten dir immer gesagt was du meinst Oh je oh je Eberhard Wo habe ich denn das geschrieben Wäre nicht schlecht wenn Du mich zitieren könntest Eberhard hat geschrieben Sie hätten dich öfter mal fragen sollen was du meinst Es hätte das Nachdenken sehr fördern können Und ich finde Deine Erziehungsberechtigten hätten Deine Lesefähigkeiten besser fördern können Aber halten wir uns nicht bei Off Topics auf Kommen wir zurück auf das Thema Stottern Wie kommst Du überhaupt darauf dass Du stotterst oder jemals gestottert hast Warst Du jemals bei einem Logopäden der Dir das Stottern diagnostiziert hätte Mir ist klar dass da etwas ist was Du los werden möchtest und worüber Du meditierst Dieses etwas bezeichnest Du als Stottern Aber wie kommst Du darauf dass es tatsächlich Stottern ist Vielleicht hast Du Dich ja einfach in den Bezeichnungen vertan Wenn ich Deine über 300 Beiträge durchlese und ich habe jeden einzelnen gelesen finde ich keinen einzigen Anhaltspunkt dafür dass Du überhaupt von Stottern sprichst Nehmen wir zum Beispiel diese Deine Passage vor wenigen Tagen in der ich alle Vorkommen der Wörter Stottern und Stotterer blau hervorgehoben habe Eberhard in viewtopic php f 1 t 4283 start 45 p25588 hat geschrieben Ich hatte nachdem meine Mutter gestorben war ich war 4 Lebensumstände die eigentlich immer nur zum Weglaufen waren was als Kind aber ja nicht geht Mit 19 bin ich dann weg Die Jahre danach habe ich gelitten wie ein Hund wie transit das so schön schreibt Mein Stottern schwankte zwischen extrem es ging dann nichts mehr durchschnittlich und manchmal auch gar nicht Es hatte mit 7 Jahren angefangen hörte nach einer Therapie wieder auf und kam dann in der Pubertät wieder und wurde dann schlimmer Trotzdem ich hatte ich immer das Gefühl es würde irgendwann alles besser werden Ein Optimismus der wohl noch aus meinen ersten 3 Lebensjahren stammte die ja emotional die prägendsten sind Mit 22 hatte ich eine einjährige Psychotherapie die zwar nicht das Stottern beseitigte aber dafür sorgte dass ich danach nie wieder wegen etwas deprimiert war Es wurde tatsächlich besser ich hatte beruflich und privat eine gute Entwicklung die ich zuvor nicht zu träumen gewagt hätte das Stottern lief so mit mal mehr mal weniger Ich habe beruflich am liebsten Projekte übernommen an denen vorher andere gescheitert waren oder die andere für nicht machbar hielten Aus dieser Sicht habe ich auch nie glauben wollen dass Stottern unheilbar sei Aussagen wie einmal Stotterer immer Stotterer haben mich eher herausgefordert als eingeschüchtert Gegen das Stottern kann ich überhaupt nichts unternehmen jeder Versuch es zu zwingen macht es schlimmer Aber ich kann mir eine mentale Verfassung aneignen in der ich das Stottern einfach sein lassen kann Und jetzt tausche ich das Wort Stottern in Deiner Geschichte wahlweise durch die Wörter Poltern Stoibern Asthma oder Spastik aus Und siehe da die Geschichte geht immer noch genau so auf wie zuvor Paul Eberhards Geschichte testweise modifizierend hat geschrieben Ich hatte nachdem meine Mutter gestorben war ich war 4 Lebensumstände die eigentlich immer nur zum Weglaufen waren was als Kind aber ja nicht geht Mit 19 bin ich dann weg Die Jahre danach habe ich gelitten wie ein Hund wie transit das so schön schreibt Mein Poltern Stoibern Asthma meine Spastik schwankte zwischen extrem es ging dann nichts mehr durchschnittlich und manchmal auch gar nicht Es hatte mit 7 Jahren angefangen hörte nach einer Therapie wieder auf und kam dann in der Pubertät wieder und wurde dann schlimmer Trotzdem ich hatte ich immer das Gefühl es würde irgendwann alles besser werden Ein Optimismus der wohl noch aus meinen ersten 3 Lebensjahren stammte die ja emotional die prägendsten sind Mit 22 hatte ich eine einjährige Psychotherapie die zwar nicht das Poltern Stoibern Asthma meine Spastik beseitigte aber dafür sorgte dass ich danach nie wieder wegen etwas deprimiert war Es wurde tatsächlich besser ich hatte beruflich und privat eine gute Entwicklung die ich zuvor nicht zu träumen gewagt hätte

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Was ich selbst tue, um nicht mehr zu stottern - Seite 3
    konsequent durchziehen müsstest Du auch die folgenden Texte in denen das Wort Stottern vorkommt als vom Stottern handelnd einstufen Hervorhebung des Wortes Stottern durch mich Ein typischer Prüfungsratgeber Uniturm de in http www uniturm de magazin abipruefu efung 1324 hat geschrieben Vor den Abiturprüfungen hat jeder ein mulmiges Gefühl aber keine Prüfung löst so viel Unbehagen aus wie die mündliche Was wenn ich einen Blackout habe Was wenn ich vor lauter Stottern kein Wort herausbringe Was wenn der Prüfer ein kleiner Fiesling ist Eine typische Nervositätsbeschreibung Frage in http www gutefrage net frage nervositaethilfe hat geschrieben Hallo also es ist so ich muss eine Buch Vorstellung vor meiner ganzen Klasse machen Das schlimme ist ich fange an zu stottern ich zitter rede zu leise oder zu schnell und verlier den Faden die Note dafür ist leider sehr wichtig weil sie für die 4 Klasse Arbeit gezählt wird Eine typische Beschreibung einer unterentwickelten Vortragskompetenz Frage in http www gutefrage net frage stottern im referat hat geschrieben Hallo am Donnerstag halte ich mein englisch Buchreferat und muss ständig stottern und nachdenken beim ersten fertiggestellen Teil meines Referates Denn normalerweise wird mir ständig vorgehaltet dass ich meine Referate auswendig lerne was auch leider stimmt Nur kann ich schlecht es so wirklich frei reden da ich sonst nie weiß was ich als nächstes und wie sagen soll ohne andauern auf das Blatt hinzuschauen Und wenn wir diese Beschreibungen als Stottern eingestuft haben dann haben wir einen realitätsverleugnenden und etikettgeschwindelten Verwirrungszustand erreicht in dem jeder Nichtstotterer im Glauben gelassen wird dass es das Stottern von dem dieses Forum gemäß den Nutzungsbedingungen handeln soll eigentlich gar nicht gibt Denn Eberhard in viewtopic php f 1 t 2219 p 20007 p20007 hat geschrieben Es gibt überhaupt keine Stotterer es gibt nur Menschen die situationsbedingt mehr oder weniger stottern Und dann bedarf es auch keiner BVSS mehr denn Stottern gibt es gar nicht Sollte es Deine Absicht sein diese Verwirrung herbeizuführen wünsche ich Dir dabei viel Unerfolg Torsten Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von PetraS 19 April 2015 17 41 Hallo als ich Torstens Beitrag las habe ich mir mal die Mühe gemacht mir den gesamten Thread Lass dir nichts einreden durchzulesen und bin tatsächlich auf eine Stelle gestoßen in der Eberhard selber seinen Beitrag allerdings am selben Tag und ohne dass eine Antwort kam gelöscht hatte Vorausgegangen war ein Disput mit einem Johnny Hell Übrigens fand ich den gesamten Thread in seinem Ablauf und in seinen Argumentationen sehr gepflegt und ich würde mir wünschen dass wir wieder zu solch einer Diskussionskultur zurückkehren könnten Nachdem ich über dieses gelöscht gestolpert war habe ich noch mal nachgesehen ob es noch mehr solche gelöscht s bei Eberhard gab und bin zum Beispiel auf diesen Thread gestoßen der aus Anfang 2010 war viewtopic php f 1 t 1761 p 17322 hilit gel öscht p17322 Hier bekennt er selber dass er wütend auf eben jenen Johnny Hell gewesen sei Es scheint also nicht ungewöhnlich zu sein dass ein User in diesem Falle Eberhard etwas revidiert was er zuvor geschrieben hatte Und ich finde es auch nicht ungewöhnlich dass jemand der dieses alles miterlebt hat sich nicht mehr an das genaue Datum erinnert wohl aber an den Umstand dass es geschehen ist Soviel nur von meiner Seite Petra Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von paul dest 19 April 2015 18 45 Hallo Petra PetraS hat geschrieben habe ich mir mal die Mühe gemacht mir den gesamten Thread Lass dir nichts einreden durchzulesen und bin tatsächlich auf eine Stelle gestoßen in der Eberhard selber seinen Beitrag allerdings am selben Tag und ohne dass eine Antwort kam gelöscht hatte Korrekt Es handelt es sich allerdings nicht um einen Beitrag aus dem von Jaspis behaupteten Zeitraum sondern um den Beitrag Re Lass Dir nichts einreden aus dem Jahr 2011 um einen Beitrag aus einer Diskussion an der ich beteiligt war Insofern kann ich Dir auch über diesen Beitrag sagen dass darin nichts über Stottern gestanden hat PetraS hat geschrieben Nachdem ich über dieses gelöscht gestolpert war habe ich noch mal nachgesehen ob es noch mehr solche gelöscht s bei Eberhard gab und bin zum Beispiel auf diesen Thread gestoßen der aus Anfang 2010 war viewtopic php f 1 t 1761 p 17322 hilit gel öscht p17322 Hier bekennt er selber dass er wütend auf eben jenen Johnny Hell gewesen sei Auch das ist korrekt Was darin gestanden hat kann ich Dir nicht sagen aber wie der revidierten Fassung selbst zu entnehmen ist ging es um Eberhard in viewtopic php f 1 t 1761 p 17322 hilit gel C3 B6scht p17322 hat geschrieben ich hatte hier einen Beitrag ergänzt in dem ich mich sehr wütend geäußert hatte Nicht gegen Karen sondern gegen JH Ich habe ihn wieder gelöscht PetraS hat geschrieben Übrigens fand ich den gesamten Thread in seinem Ablauf und in seinen Argumentationen sehr gepflegt und ich würde mir wünschen dass wir wieder zu solch einer Diskussionskultur zurückkehren könnten Ja besonders schätze ich eine Diskussionskultur in der darüber diskutiert wird was gesagt geschrieben und gemeint worden ist anstatt mit etwas argumentieren zu wollen was angeblich gelöscht worden ist Was jemand gelöscht hat das vertritt die Person nicht Also ist es auch völlig müßig sich darauf zu berufen Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Torsten 19 April 2015 20 04 Hallo Paul paul dest hat geschrieben Eberhard in viewtopic php f 1 t 2219 p 20007 p20007 hat geschrieben Es gibt überhaupt keine Stotterer es gibt nur Menschen die situationsbedingt mehr oder weniger stottern Sollte es Deine Absicht sein diese Verwirrung herbeizuführen wünsche ich Dir dabei viel Unerfolg Nein Paul es ist nicht meine Absicht zu dieser Verwirrung beizutragen Ich bin überzeugt dass es Stotterer gibt ich bin nämlich selber einer Ein Stotterer ist m E jemand der eine körperliche Veranlagung zum Stottern hat und bei dem Stottern häufig aufgetreten ist Das heißt nicht dass bei dieser Person in der Gegenwart oder Zukunft zwangsläufig Stottern auftreten muss es gibt ja auch remittierte oder erfolgreich therapierte Stotterer Natürlich kann ich Eberhard nicht vorschreiben wie er sich selbst bezeichnet Es gibt ja Menschen die das Attribut Stotterer als Herabwürdigung empfinden und glücklich sind wenn sie diesen Ehrentitel ablegen können Ich habe aus Eberhards Beiträgen den Eindruck dass er Stottern zumindest sein eigenes Stottern als rein psychisch verursacht ansieht Das ist aus meiner Sicht eine falsche Theorie Aber wie ich schon oben geschrieben habe Das Psychische kann ein mächtiger Trigger sein Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Eberhards Etikettenschwindel Zitat Beitrag von PetraS 19 April 2015 20 08 Hallo sorry aber ich ging davon aus dass dieser Teil im Fokus deiner Botschaft stand paul dest hat geschrieben Demnach müssten sich Spuren solcher gelöschten Beiträge Eberhards mühelos wiederfinden lassen vergleichbar Eberhards Löschungen die auf meine Reaktionen stattfanden wie etwa die hier Wie konkret die Stottersituationen sind die jeweils beschrieben worden sein sollen beschreibst du ja selber hier paul dest hat geschrieben Das Problem Eberhards Beiträge ist jedoch leider dass Eberhard mit ihnen Etikettenschwindel betreibt es steht zwar Stottern drauf aber niemals ist auch nur annähernd Stottern drin Woraus sich ja auch die kritischen Antworten anderer User erklären in dem zuerst zitierten Fall Johnny Hell und ja du warst auch beteiligt ebenso wie Karen Roland Pauli und und und aber es ging in dem gesamten Thread ums Stottern zumindest bei den übrigen Beteiligten Darum wollte ich ja wissen ob sich solche Spuren bereits in früheren Jahren nachweisen lassen Natürlich wissen wir nicht was darin gestanden hat weil es ja gelöscht ist paul dest hat geschrieben Ja besonders schätze ich eine Diskussionskultur in der darüber diskutiert wird was gesagt geschrieben und gemeint worden ist anstatt mit etwas argumentieren zu wollen was angeblich gelöscht worden ist Was jemand gelöscht hat das vertritt die Person nicht Also ist es auch völlig müßig sich darauf zu berufen Das mit dem gelöscht hattet ihr aufgeworfen und ich bin nur drauf eingegangen Im Übrigen ist es nicht immer einfach zu ergründen was gemeint ist weil jeder seine Schwerpunkte anders setzt weil Gesagtes und Gemeintes sich nicht decken bzw Dinge zwischen den Zeilen transportiert werden die von den Lesern unterschiedlich wahrgenommen werden Darum einfach darauf hinweisen wenn es Missverständnisse gibt Schönen Abend Petra Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Eberhard 19 April 2015 23 12 Ich schrieb Ich habe viel gestottert in meinem Leben Aber ich bin kein Stotterer und bin nie einer gewesen Diesen Satz hat nun scheinbar keiner verstanden Es gibt einen analogen Satz den ich auch gerne benutze Es gibt keine schlechten Menschen es gibt nur Menschen die Schlechtes tun Möglicherweise bleibt euch der Sinn dieses Satzes aber auch verschlossen Damit dass man Menschen als Stotterer klassifiziert und kategorisiert tut man den Betroffenen keinen Gefallen Es verhärtet das Stottern eher Dann die Sache mit dem Gedankenmüll Es ist schon bemerkenswert wie oft Paul auf diesen Satz zurückkommt Es muss ihn heftig getroffen haben Paul verweist gerne auf eine Liste in der vermerkt ist was Stottern alles nicht ist Ich sehe darin eher eine Liste in der steht was Stottern alles auf keinen Fall sein darf Paul ich habe Beiträge nicht wegen deiner kritischen Antworten sondern wegen deiner verletzenden Antworten gelöscht Aber für diesen Unterschied fehlt dir das Gespür Heute würde ich nichts mehr löschen Nicht zuletzt dank dir Paul konnte ich mich darin üben von Worten nicht mehr verletzt zu werden Die üblen Erinnerungen die du oft hast in mir hochkochen lassen konnte ich inzwischen verarbeiten Deine Behauptung Paul ich hätte nie gestottert ist frei in den leeren Raum fantasiert wie vieles andere auch Dass ihr nun den guten JH wieder hervorholt finde ich lustig JH war der der Meditation als Esoterik und Voodoo Technik aburteilte Auch Intelligenz kann dumm sein Weißt du was Gefühle sind Paul Was Empathie ist Einfühlung in sich selbst und andere Ich glaube du hast dich von deinen eigenen Gefühlen abgeschnitten weil du schon zu viele unangenehme Gefühle erleben musstest Aber ein Leben ohne Gefühle in dem man sich alles konstruieren und alles bekämpfen muss was die eigenen Konstrukte zum Einsturz bringen könnte das ist kein tolles Leben Und das hat viel mit Stottern zu tun Aber vermutlich wirst du jetzt antworten das sei auch frei in den leeren Raum fantasiert Dieser Thread fand zu meiner eigenen Überraschung über Annika und Petra eine gute Fortsetzung Ich hätte gerne Annikas Beiträge aufgegriffen Aber nachdem du Paul hier wieder den Müll abgeladen hast ist das in diesem Thread leider nicht mehr möglich Um nicht mehr zu stottern muss man sich in eine mentale Verfassung bringen in der man mit dem Stottern aufhören kann So einfach und zugleich so schwer ist das Eberhard Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Eberhard 20 April 2015 06 54 Guten Morgen das war oben ein Versuch mich dagegen zu wehren dass hier und zwar manchmal ziemlich wild über meine Person spekuliert wird statt bei der sachlichen Diskussion zu bleiben Ihr könntet mal darüber nachdenken welche Motivation dahinter steckt Die Flucht vor der sachlichen Auseinandersetzung hat immer etwas damit zu tun dass man bestimmte Dinge in sich selbst auf keinen Fall anrühren möchte Dabei ist Aufklärung nur über die Sache zu erreichen nie durch persönliche Angriffe Formulierungen wie du bist hast oder er sie ist hat oder zum Teil auch das ist hat sind verräterisch Es sind Urteile Urteile mit denen sich der Autor der sachlichen Auseinandersetzung entziehen möchte Formulierungen die leider auch um Umgang mit Kindern sehr gebräuchlich sind und deren Entwicklung beeinträchtigen Zugegeben ich muss mir das selbst auch vorwerfen Die Kontaktaufnahme zu seinen Gefühlen ist der wichtigste Schritt zum Nicht mehr stottern und zum Bei der Sache bleiben Eberhard Nach oben transit nicht mehr wegzudenken Beiträge 810 Registriert 24 September 2006 00 03 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von transit 20 April 2015 07 28 Eberhard ich verstehe das von dir Gesagte völlig und sehe mich auch in dieser Entwicklung vor 3 Jahren war das aber noch nicht der Fall Und ich muss dir sagen ich habe in den letzten Jahren im letzten Jahrzehnt gelitten wie ein Hund Insofern verstehe ich auch die anderen Schreiber welche sich in einer anderen Lebensphasensituation befinden Es passiert eine Entwicklung ja auch nicht ohne eventuell zeitlich biographisch bedingte Einflüsse oder Veränderungen im Leben des Lebens Die Wahrheit ist das was die Wahrnehmung des jeweiligen Organismus bzw dessen Gehirn aus den Sinnes Eindrücken dem Er Leben macht Insofern gibt es nicht DIE Wahrheit auch nicht bzgl des Komplexes Stottern Auch denke ich dass viele Stotterer eine Autistische Wahrnehmung haben Inzwischen werden sogar Ähnlichkeiten bzgl der Ergebnisse von bildgebenden Untersuchungen beschrieben welche natürlich immer schön fachlich getrennt erfolgen wie die voneinander unabhängige Entwicklung von Kulturen in sehr alten Zeiten Insofern kann ich eine Schwäche der Empathie wrklich niemandem zum Vorwurf machen Ich bin selbst wohl manchmal ein PunktPunktPunkt und gegen Selbstaussagen hat die Netiquette nichts da schmunzelt sie zwinkernd besonders seit der Gesellschaftsfähigkeit von Büchern wie Darm mit Charme Da habe ich auch mal eher Mitleid auch mit dem Anderen Geniesse die Zeit Eberhard Ich freue mich dass du weiterhin hier schreibst Und ich freue mich sehr dass du dich gut fühlst Edit PunktPunktPunkt Zuletzt geändert von transit am 20 April 2015 21 06 insgesamt 1 mal geändert Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Eberhards Etikettenschwindel Zitat Beitrag von paul dest 20 April 2015 08 00 Torsten hat geschrieben Ich habe aus Eberhards Beiträgen den Eindruck dass er Stottern zumindest sein eigenes Stottern als rein psychisch verursacht ansieht Das ist aus meiner Sicht eine falsche Theorie Torsten es ist doch zumindest in diesem Thread völlig egal wer welche Theorie fürs Stottern hat Und bevor man sich Gedanken über Stottertheorien machen kann muss man doch erstmal überhaupt wissen was man mit Stottern bezeichnet Wirtschaftsstottern Wortfindungsstörungen Unschlüssigkeiten innere Konflikte oder das Stottern um welches es in diesem Forum gemäß den Nutzungsbedingungen gehen soll Also das Stottern von dem Du ich Petra und die meisten anderen Nutzer dieses Forums betroffen sind Mir und Dir geht es doch auch bei Deiner Theorie immer nur um das letztere Eberhard geht es dagegen um dieses Stottern Eberhard in viewtopic php f 1 t 4230 p 25247 p25247 hat geschrieben Stottern ist kein Kontrollverlust Stottern ist eine Rebellion Eine Rebellion gegen den Gedankenmist der einem immer so ins Bewusstsein schießt Alle seine über 300 Beiträge gehen darum Wenn er überhaupt von seinem Stottern schreibt Deswegen macht es doch auch Sinn dass Eberhard immer wieder über Meditation und ähnliche Techniken schreibt Denn Meditation das zweifele ich nicht im Geringsten an hilft gegen Konzentrationsschwäche und Gedankenmist der einem immer so ins Bewusstsein schießt sofern man davon betroffen ist In dem Rest seiner Beiträge ist Eberhard damit beschäftigt anderen zu erklären dass sie über das falsche Stottern schreiben wie auch wieder in seinem neuen Beitrag von gestern Eberhard in viewtopic php f 1 p 25565 p25562 hat geschrieben Paul verweist gerne auf eine Liste in der vermerkt ist was Stottern alles nicht ist Ich sehe darin eher eine Liste in der steht was Stottern alles auf keinen Fall sein darf Es geht hier um diese Liste Stottern was es nicht ist Wo liegt also der Sinn Deiner Aussage Torsten vorauszusetzen dass das was Eberhard bei sich mit dem Etikett Stottern bezeichnet sein eigenes Stottern überhaupt ein Stottern ist Woran erkennst Du dass Eberhard überhaupt ein Stottern hat te Oder zumindest kennt Wo finden sich Äußerungen von Eberhard die vom Stottern handeln Klär mich bitte auf Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Torsten 20 April 2015 10 12 Hallo Paul paul dest hat geschrieben Torsten es ist doch zumindest in diesem Thread völlig egal wer welche Theorie fürs Stottern hat Das finde ich gerade nicht Eberhard berichtet in diesem Thread 1 über seine persönlichen Erfahrungen Darüber gäbe es nichts zu streiten Eberhard verbindet seine Erfahrungen aber 2 mit einer Theorie nämlich dass Stottern eine Sache der Gedanken und Gefühle ist Und darüber kann man durchaus streiten paul dest hat geschrieben Und bevor man sich Gedanken über Stottertheorien machen kann muss man doch erstmal überhaupt wissen was man mit Stottern bezeichnet Jain Definitionen sind immer auch von Theorien abhängig Deshalb gibt es so viele verschiedene Definitionen des Stotterns eben des Stotterns von dem du ich Petra und die meisten anderen Nutzer dieses Forums betroffen sind Stottern ist ein Kontrollverlust ist ein Paradebeispiel für eine theorie abhängigen Definition Aber das weiter zu diskutieren würde diesen Thread sprengen paul dest hat geschrieben Eberhard geht es dagegen um dieses Stottern Eberhard in viewtopic php f 1 t 4230 p 25247 p25247 hat geschrieben Stottern ist kein Kontrollverlust Stottern ist eine Rebellion Eine Rebellion gegen den Gedankenmist der einem immer so ins Bewusstsein schießt Ich würde sagen Es ist Eberhards Theorie Sie ist durchaus vereinbar mit den üblichen oberflächlichen Definitionen etwa Stottern ist unflüssiges Sprechen dass sich in Wiederholungen Dehnungen und stummen Sprechblockaden äußert Oberflächlich objektiv empirisch muss sich Eberhards ehemaliges

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Was ich selbst tue, um nicht mehr zu stottern - Seite 4
    verschiedenster Weise hängen bleibe von O Oberlandesgericht bis hin zu Oberlandesgericht Und am Telefon Ich hatte immer gespürt dass diese Gespenster am Telefon mehr waren als in der sonstigen Rede Es war immer schon wie das Laufen durch ein Labyrinth wenn sich einem plötzlich eine Wand dazwischenschiebt und man ohne anzuhalten einfach abbiegt Oder man bleibt an der Wand stehen und lässt dem Gesprächspartner den Vortritt so wie ja häufig am Telefon beide Parteien etwas erklären wollen und ein Ringen um das Rederecht entsteht Mich haben solche unfreiwilligen Sprecherwechsel schon lange emotional nicht mehr belastet Dienten sie doch dem perfekten Kaschieren von auftretendem Stottern Und als ich nun beschloss mich diesem Diktat nicht mehr zu beugen da fing ich an zu stottern Am Telefon sprunghaft mehr als im normalen Leben Du wirfst einigen Leuten vor ihr Stottererdasein zu zelebrieren Ich weiß nicht wie du das meinst Ich weiß auch nicht ob ich damit gemeint bin Aber mich kann dieser Vorwurf falls es denn einer ist nicht treffen Wie mich schon lange nichts mehr trifft was mit dem Thema Stottern verbunden ist Ich weiß zwar dass es kein Thema im menschlichen Leben gibt das in meiner Psyche so viel Emotionen auslöst wie das Thema Stottern aber das hat mit all den Altlasten zu tun die damit verbunden sind Heute stehe ich auf einem ganz anderen Standpunkt und der lautet Wieso in aller Welt wird flüssigem Sprechen ein so hoher Stellenwert beigemessen Solange der Stotternde mit sich im Reinen ist Wieso wird Stottern so verteufelt Wenn es doch eine unwillkürliche Störung des Redeflusses ist die der Stotternde zwar durch Therapie mindern aber nicht ausräumen kann Es kann doch nicht sein dass 1 der Weltbevölkerung keinem anderen Lebensziel entgegenstrebt als dem nicht mehr zu stottern Sollte es nicht ausreichen dass jeder für sich ein Level erreicht mit dem er für sich genommen zufrieden ist Sollte es nicht ausreichen dass man seinem Gegenüber ggf mitteilt ich habe eine Redeflussstörung ich stottere also sei nicht irritiert wenn ich beim Sprechen manchmal hängen bleibe Wozu dieses entweder Stottern schlecht oder flüssig sprechen gut Ich verstehe dies einfach nicht mehr Ich und damit meine ich jetzt nur mich habe sprachlich so viele Qualitäten dass das bisschen Stottern das ich habe meinen Wert nicht mindert Und zum Schluss noch ein paar Gedanken zum Thema Stotterer vs Stottern Ob man das Wort Stotterer für sich in Anspruch nimmt oder nicht sei jedem selbst überlassen Die Behindertenverbände wehren sich seit Jahren gegen den Begriff Behinderte sie wünschen sich dass man sagt Menschen mit Behinderungen Nicht umsonst hat sich die BVSS von Bundesvereinigung Stotterer Selbsthilfe vor einigen Jahren in Bundesvereinigung Stottern und Selbsthilfe umbenannt Auf Englisch sagt man in politisch korrekter Weise people who stutter anstelle von stutterer Ich war als ich den Begriff in meiner Jugend erstmalig bewusst wahrnahm schier entsetzt über den Begriff Stotterer Und irgendwann als ich mir zugestand dass ich ja wirklich ein ganz klein bisschen stottere fand ich trotzdem dass ich deshalb noch lange kein Stotterer sei So baut sich jeder sein eigenes Definitionsgerüst auf Ich verstehe Menschen die Stotterer für Schubladendenken halten und nicht möchten dass der Mensch auf eine einzige Eigenschaft reduziert wird genauso wie ich Leute verstehe die sich offen und deutlich als Stotterer bekennen Jedem das Seine Angesichts der Tatsache was das Stottern mit mir in meinem Leben gemacht hat und was ich heute nach dieser intensiven Auseinandersetzung die hiermit noch nicht abgeschlossen ist über mich weiß bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig als zuzugeben dass ich Stotterer bin Ich finde aber dennoch nicht dass mich das in irgendeiner Form abwertet Einen sonnigen Tag an alle Petra Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Eberhard 22 April 2015 22 44 Hallo Petra es fällt mir etwas schwer darauf im Einzelnen zu antworten weil dein sehr persönlicher Bericht nach meinem Gefühl doch etwas depressiv und selbst beschränkend klingt Es würde dir auch nichts nützen wenn ich jetzt mit Floskeln wie Kopf hoch käme Die Erfahrungen mit dem Stottern sind wohl niemals gleich jeder hat da seine eigene Geschichte Klar das Leben ist nicht dasselbe das man geführt hätte wenn das Stottern nie gewesen wäre Ich hatte nachdem meine Mutter gestorben war ich war 4 Lebensumstände die eigentlich immer nur zum Weglaufen waren was als Kind aber ja nicht geht Mit 19 bin ich dann weg Die Jahre danach habe ich gelitten wie ein Hund wie transit das so schön schreibt Mein Stottern schwankte zwischen extrem es ging dann nichts mehr durchschnittlich und manchmal auch gar nicht Es hatte mit 7 Jahren angefangen hörte nach einer Therapie wieder auf und kam dann in der Pubertät wieder und wurde dann schlimmer Trotzdem ich hatte ich immer das Gefühl es würde irgendwann alles besser werden Ein Optimismus der wohl noch aus meinen ersten 3 Lebensjahren stammte die ja emotional die prägendsten sind Mit 22 hatte ich eine einjährige Psychotherapie die zwar nicht das Stottern beseitigte aber dafür sorgte dass ich danach nie wieder wegen etwas deprimiert war Es wurde tatsächlich besser ich hatte beruflich und privat eine gute Entwicklung die ich zuvor nicht zu träumen gewagt hätte das Stottern lief so mit mal mehr mal weniger Ich habe beruflich am liebsten Projekte übernommen an denen vorher andere gescheitert waren oder die andere für nicht machbar hielten Aus dieser Sicht habe ich auch nie glauben wollen dass Stottern unheilbar sei Aussagen wie einmal Stotterer immer Stotterer haben mich eher herausgefordert als eingeschüchtert Gegen das Stottern kann ich überhaupt nichts unternehmen jeder Versuch es zu zwingen macht es schlimmer Aber ich kann mir eine mentale Verfassung aneignen in der ich das Stottern einfach sein lassen kann Ich habe in mehreren Ansätze versucht zu beschreiben wie und warum das geht Mir ist keiner in wenigen Sätzen gelungen der nicht Ratlosigkeit bei den Lesern hinterlassen hätte Nur so viel Der Schlüssel dazu liegt in intensiven Achtsamkeitsübungen und daraus folgernd in einer konsequent achtsamen Lebenshaltung Das mal auszuprobieren ist ja nun wirklich nicht die Welt Man muss wissen was mit Achtsamkeit gemeint ist Es ist nicht Konzentrationsfähigkeit Es geht darum von einer selektiven zu einer vollständigen Wahrnehmung ohne Scheuklappen zu kommen Nach oben transit nicht mehr wegzudenken Beiträge 810 Registriert 24 September 2006 00 03 Zitat Beitrag von transit 23 April 2015 08 21 Guten Morgen an Alle Eberhard Zitat Ein Optimismus der wohl noch aus meinen ersten 3 Lebensjahren stammte Ja die ersten 3 LJ sind sehr wichtig Besonders in den ersten 12 bis 15 Lebensmonaten entwickelt sich das Urvertrauen Ich bin grad emotional sehr bewegt beim Lesen deines Berichtes so früh am Morgen Meine von dir zitierte Metapher bezog sich nicht aufs Sprechen obwohl natürlich Kommunikation schon der Ausdruck ist durch welchen die subjektive Lebenssituation nach aussen transportiert wird bzw sich darstellt Petra deinen Bericht empfand ich persönlich als mutig und ja auch sehe ich berechtigte Protesthaltung deinerseits darin Aber die Wahrnehmung von Sprache ist ja individuell manche verstehen es literarisch im wortwörtlichen Sinn andere können gut zwischen den Zeilen lesen So macht sich dann jeder sein wahres Bild Das ist so Mir erscheint es so dass du Eberhards Frage sehr ausführlich auf der Handlungsebene beantwortetest was du tust und unternommen hast dein Verhalten Die Antworten bezüglich deiner Gefühle stehen da auch aber nicht so erkennbar wie die bzgl deines Funktionierens Das sind nur meine Gedanlken Deine Zuwendung zur türkischen Sprache als Kind welche dann so eine Art Weichenstellung gewesen sein kann sehe ich mit großer Bewunderung Ist auch viel Prägung Wir definieren uns bzw werden definiert bzgl unseres Wertes unserer Berechtigung zur Anerkennung als Mensch über unsere Funktion unser Funktionieren Viele Menschen können ihre Gefühle nur schwer benennen sind ihnen oft garnichtmal klar bewusst Wie soll man dann seine persönlichen und wirklichen Bedürnisse wissen unabhängig von den Rollen Funktionen Eberhard geht das was du mit Achtsamkeit meinst in die Richtung Wie ist der Weg Achtsamkeitstraining Gefühle wahrnehmen Benennen definieren eigene Bedürfnisse erkennen Ansprüche formulieren erfolgreich Einfordern das ist ja aktuell im allgemeinen therapeutischen Blickpunkt Einen schönen Tag wünsche ich euch Allen Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Eberhard 23 April 2015 11 29 Was steuert uns in unserem Alltagsleben Ein wesentliches Element sind die impliziten Erinnerungen Im Gegensatz zu den expliziten Erinnerungen steuern uns die impliziten Erinnerungen unbewusst ohne dass wir es wahrnehmen Die Erfahrungen der Vergangenheit bestimmen was wir jeden Augenblick denken fühlen und tun Im Gehirn ist das der Hippocampus der die Erlebnisse des Tages im nächtlichen Schlaf in unseren Langzeitspeicher überträgt Der Hippocampus ist aber auch der Puzzlemeister der anhand des neu erlebten die dazu passenden Erinnerungen zusammen sucht und so eben unser Denken Fühlen und Handeln in der aktuellen Situation prägt Gut wenn wir gute Erinnerungen haben und schlecht wenn wir schlechte Erinnerungen haben Dieser Automatismus muss aber nicht sein Wir können aus impliziten Erinnerungen explizite Erinnerungen machen wir können sie uns ins Bewusstsein rufen Wir können uns in jeder Situation fragen Woran erinnert mich das jetzt Wo hatte ich das Gefühl das ich jetzt habe schon mal Woher kommt das Verhalten das ich jetzt an den Tag lege Das bewusste achtsame Wahrnehmen unserer impliziten Erinnerungen ist der Weg in die Freiheit der Weg heraus aus unserem vergangenheitsorientierten Denken Fühlen und Handeln Ich kann in jedem Zeitpunkt meines Lebens die Erinnerungen in mein Bewusstsein hochkommen lassen Wenn sie dann da sind kann ich durch meditatives Wahrnehmen meines Atems und meiner Körperempfindungen den Erinnerungen ihre Macht nehmen Ich kann mir dann sagen dass die Erinnerungen von damals mit der Situation heute nichts mehr zu tun haben dass dieses Puzzle in Bezug auf die Wirklichkeit heute falsch ist Wir können uns klar machen dass unser bisheriges Stottern nicht bedeutet dass wir auch weiterhin stottern müssen Wir können unsere pessimistische Grundhaltung durch eine optimistische ersetzen Neben dem Hippocampus gibt es dann auch noch den Blockademeister in unserem Gehirn die Amygdala oder auch Mandelkern genannt Sie ist für Wut und Angst zuständig und will uns immer vor drohenden Gefahren schützten Sie will aber auch kontrolliert und reguliert werden sonst glaubt sie uns vor allem und jedem schützen zu müssen Die Sprechblockaden beim Stottern kann man wohl getrost der unregulierten Amygdala zuschreiben Die Amygdala lässt sich beruhigen Am besten geht das indem wir uns unsere Gefühle Stimmungen und Körperempfindungen und unsere impliziten Erinnerungen bewusst machen Die Amygdala beruhigt sich wenn der obere bewusste Teil des Gehirns auf das achtet was der untere unbewusste Teil des Gehirns in Form von Gefühlen Empfindungen und Erinnerungen meldet Sie konzentriert sich dann auf ihre eigentliche Aufgabe auf konkrete Notfallsituationen in denen sie dann die alleinige Kontrolle übernimmt und das Bewusstsein abschaltet Gefühle sind nichts romantisches nichts kitschiges nichts weibisches sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil eines gelingenden menschlichen Lebens Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Eberhard 23 April 2015 15 06 Eine Ergänzung Als was will ich mein Stottern ansehen Als eine kaum veränderbare Eigenschaft oder als einen inneren Zustand der mich stottern lässt Es ist sicher bequemer Stottern als kaum veränderbare Eigenschaft anzusehen man muss dann ja auch nichts bei sich ändern Betrachte ich Stottern als ein Symptom meines inneren Zustandes entsteht Unruhe die vielleicht als unbequem empfunden wird Aber ohne Unruhe gibt es keine Veränderung und keinen Fortschritt Der Vorteil Ich muss meine Aufmerksamkeit nicht mehr auf das Stottern richten sondern beschäftige mich mit meinem veränderbaren inneren Zustand s o Mit dem was wir bewusst denken bestimmen wir unsere Weiterentwicklung Deswegen achte darauf was du bewusst denkst es hat Folgen für dich Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von PetraS 23 April 2015 19 40 Hallo Eberhard Eberhard hat geschrieben es fällt mir etwas schwer darauf im Einzelnen zu antworten weil dein sehr persönlicher Bericht nach meinem Gefühl doch etwas depressiv und selbst beschränkend klingt Es würde dir auch nichts nützen wenn ich jetzt mit Floskeln wie Kopf hoch käme Moment Moment du machst mich ratlos Ich weiß nicht auf welcher Gefühlsebene du meinen Beitrag gelesen hast aber irgendwie reden wir aneinander vorbei Wo klinge ich denn depressiv und wo hätte ich mich selbst beschränkt Ich verdiene mein Geld ausschließlich mit den Sprachen die ich kenne und damit dass ich diese Sprachen spreche Sprechen ist also quasi mein Beruf Wenn mich das Stottern einschränken würde würde ich dies wahrscheinlich nicht tun So wie ich mich als Schülerin nicht getraut habe an der Theater AG teilzunehmen aus Angst ich könnte auf der Bühne stottern Da hat das Stottern mich eingeschränkt und ich habe mich über mich selbst geärgert Das Stottern hat mich stets herausgefordert über mich hinauszuwachsen Für mich war die Lösung einfach einen offenen Umgang damit zu pflegen und dazu zu stehen dass es existiert Immer auch damit zu rechnen ja diese sprachlichen No Go Situationen von damals könnten sich jederzeit wiederholen ich bin darauf vorbereitet denn ich kann es den Leuten erklären Ich stehe nicht mehr vor den Leuten und druckse herum welch abenteuerliche Sprachirritation ich habe nein ich kann sagen ich stottere Die Situationen haben sich nicht wiederholt nicht in der Heftigkeit wie ich sie als Jugendliche erlebt habe Alles nur durch die Änderung in meiner inneren Einstellung das Stottern zu akzeptieren und zu beschließen Nie wieder will ich mich darüber ärgern Wir haben in unserer Familie alle eine offensichtlich angeborene Sprachbegabung Denn meine Schwester ebenso wie meine Kinder haben eine unfassbar rasche Auffassungsgabe was alles Sprachliche angeht Keiner von ihnen aber stottert Und keiner von ihnen hat seine Sprachen zum Beruf gemacht sie haben sich stets mit Mittelmäßigkeit begnügt während ich einen Herausforderer hatte das Stottern Ich habe immer mit mir gehadert Kann ich dieses oder jenes überhaupt lässt mein Stottern dieses oder jenes überhaupt zu und was ist wenn ich mal in einen solch schlimmen Block gerate dass ich keinen Ausweg weiß und komische Dinge mache Ich habe mich stets mit einem worst case szenario vertraut gemacht und mich gefragt ob ich bereit wäre dies zuzulassen Ich habe mich aber nie klein kriegen lassen Ich habe mich dem Stottern nicht mehr gebeugt Ich habe an der Uni Referate gehalten und manchmal bei mir gedacht Oh Gott was für ein sprachliches Chaos und kriegte Feedbacks im Sinne Was für ein tolles Referat Ich habe jahrelang an der Uni Essen Duisburg Sprachkurse gegeben und tatsächlich zeitweise vergessen dass ich stottere Habe manchmal einfach abgewartet wenn ich etwas nicht gleich sagen konnte habe mich vielleicht mal gewundert weil Laute sich mal so und mal so anfühlten wenn ich einen Anlaut l zum Beispiel nicht gleich greifen konnte und was dafür tun musste dass er einigermaßen normal rüberkam Kennst du so etwas Verstehst du was ich damit meine Ich habe mir keinen Kopf gemacht ob es Normalsprechern anders erginge Ja habe sogar geglaubt dass sie das auch kennen denn in meinen Beobachtungen sah ich ja wie auch sie sich verhaspelten oder manchmal etwas nicht so sagen konnten wie sie wollten insbesondere erwachsene Ausländer deren Muttersprache nicht deutsch war Aber ich hatte auch festgestellt dass meine Umwelt meine sprachlichen Merkwürdigkeiten nicht mehr als Stottern wahrnahm Ich könnte mich also als geheilter Stotterer definieren zumindest nach den Maßstäben von Van Riper bin ich das auch Darum frage ich mich ob du nicht vielleicht von ähnlichem sprichst wie ich Dass du sehr wohl innerlich spürst wo dein Stottern aufkommt dass du aber weißt wie du es unbemerkt hältst es mental besiegst und es einfach nicht mehr zulässt So wie Roland Pauli durch rein mentales Training von einem schwer stotternden Menschen zu einem flüssigen Stotterer geworden ist Aber ich glaube nicht dass er behaupten würde er stottert nicht mehr Oder sehe ich das falsch Gruß Petra Nach oben Jaspis nicht mehr wegzudenken Beiträge 911 Registriert 27 August 2007 21 04 Wohnort bei Frankfurt a M Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Jaspis 23 April 2015 20 46 Eberhard hat geschrieben Als was will ich mein Stottern ansehen Als eine kaum veränderbare Eigenschaft oder als einen inneren Zustand der mich stottern lässt Es ist sicher bequemer Stottern als kaum veränderbare Eigenschaft anzusehen man muss dann ja auch nichts bei sich ändern Hallo Eberhard Ihr ich glaube das kann man so einfach nicht sehen Bzw ist es wirklich eine individuelle Sache wie stark die Ausprägung der kaum veränderbaren Eigenschaft Stottern ist Ich habe i d R auch nur ein leichtes Stottern und die psychischen Trigger wirken relativ stark So habe ich auch lange geglaubt es reicht diese psychischen Trigger in den Griff zu bekommen bzw meinen Umgang damit Aber ich stelle in den letzten Jahren fest das reicht nicht Es ist und bleibt eine körperliche Komponente bestehen Oder besser gesagt Komponenten Schon an anderer Stelle schrieb ich dass ich zum einen recht sensibel auf äußere Reize reagiere und dass ich mein Sprechen zum anderen nicht als so grundstabil erlebe wie ich es als normal vermute Also mein Sprechen lässt sich zu schnell aus der Ruhe aus dem Takt bringen Und ich schreibe bewußt mein Sprechen nicht ich lasse mich aus der Ruhe bringen Zwar mache ich die Erfahrung dass ich sehr gut sprechen kann wenn ich einen gewissen inneren Zustand erreiche in dem ich ganz bei mir bin Aber diesen Zustand kann ich nicht in jeder Lebenssituation herbeiführen nicht erzwingen Ich kann nicht den ganzen Tag innerlich gelöst und entspannt zuhause bleiben ich muss mich Situationen aussetzen die ich zwar insgesamt gut meistern kann aber mein Sprechen eben nicht Gerade heute hatte ich wieder so ein Erlebnis Deshalb muss ich das auch loswerden Ich musste im beruflichen Umfeld einen Vortrag halten Nicht freiwillig und nicht zu einem Thema zu dem ich 100 stehe Das war mein innerer Zustand Aber der hat mein Stottern

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Was ich selbst tue, um nicht mehr zu stottern - Seite 5
    Gehirn aus Nach meinen Erkenntnissen ist Stottern wie viele andere Probleme die man mit sich selbst haben kann ein Problem unzureichender Integration und Vernetzung im Gehirn ein Problem dass sich aber wissenschaftlich erwiesen durch Achtsamkeitsübungen beheben lässt Sehr schön beschrieben ist das in den Büchern von Daniel J Siegel Mindsight Achtsame Kommunikation mit Kindern Das achtsame Gehirn Gemeinsam leben gemeinsam wachsen die beiden letzten habe ich noch nicht gelesen Das Wort Stottern steht kein einziges Mal in diesen Büchern also eher nichts für dich Paul Mit Achtsame Kommunikation mit Kindern würde ich anfangen und dann Mindsight Das erfordert aber den Mut sich selber umzukrempeln und liebgewordene Gewohnheiten aufzugeben sich von bisherigen Vorstellungen über das Stottern zu trennen Ich werde das nicht mehr oft erzählen Irgendwie komme ich mir schon so vor wie der Rufer in der Wüste Es ist euer Leben Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Zitat Beitrag von PetraS 24 April 2015 19 41 Hallo Transit transit hat geschrieben Mir erscheint es so dass du Eberhards Frage sehr ausführlich auf der Handlungsebene beantwortetest was du tust und unternommen hast dein Verhalten Die Antworten bezüglich deiner Gefühle stehen da auch aber nicht so erkennbar wie die bzgl deines Funktionierens Das sind nur meine Gedanken Den letzteren Teil mit den Gefühlen habe ich irgendwie nicht richtig verstanden Wärest du so nett es mir noch mal etwas zu verdeutlichen Vielleicht könnte ich da noch näher drauf eingehen transit hat geschrieben Deine Zuwendung zur türkischen Sprache als Kind welche dann so eine Art Weichenstellung gewesen sein kann sehe ich mit großer Bewunderung Vielen Dank für die Anerkennung Weißt du Transit eine Sprache ist immer nur der Zugang zu einer anderen Kultur anders denkenden Menschen Das macht die Sache so wertvoll Eine Sprache ist gleich ein Mensch Dieses türkische Sprichwort hat seine Berechtigung Was mir noch zusätzlich zu meinem letzten Beitrag eingefallen ist was ich noch hinzufügen möchte Ja ich beuge mich dem Stottern niemals Aber konkreten Sprechhindernissen beuge ich mich ständig Einen schönen letzten Sonnentag Abend Petra Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Von Eberhards Pöbeln zu Eberhards Universalstottern Zitat Beitrag von paul dest 24 April 2015 20 13 Beitrag von der Moderation zwecks Deeskalation gelöscht Zuletzt geändert von paul dest am 26 April 2015 12 44 insgesamt 1 mal geändert http stottern verstehen de Nach oben Jaspis nicht mehr wegzudenken Beiträge 911 Registriert 27 August 2007 21 04 Wohnort bei Frankfurt a M Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Jaspis 24 April 2015 21 49 Torsten hat geschrieben Jaspis hat geschrieben Torsten hat geschrieben Es erscheint mir deshalb durchaus möglich Stottern das Auftreten der Symptome durch Veränderung der Psyche zu beseitigen mir erscheint das nur möglich wenn ich in einem bestimmten Gleichgewicht bin Deshalb gilt Dein Satz für jeden immer mal in bestimmten Situationen Hallo Jaspis ich würde noch nicht mal behaupten dass mein Satz für alle Stotternden gilt Doch er gilt eigentlich für alle jeder hat bestimmt Situationen in denen einfach alles stimmt und vom Stottern im Sprechen nichts spürt Wie lang das andauert und wie oft das ist individuell unterschiedlich Worauf ich hinauswollte ist dass ich diesen Zustand in dem alles für mich stimmt nicht immer selbst herstellen und halten kann Es liegt nicht nur an meiner inneren Bereitschaft und Fähigkeit sondern auch an den äußeren Umständen an der Situation ob ich es jetzt gerade schaffe Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt dass es geht ich kann mich in vielen Situation kurz innerlich erden mich resetten und ich wende das auch oft an Es ist wie eine kurze Blitzmeditation ein kurzes Nur nach innen schauen Aber ich merke auch dass mir das nicht wirklich in allen Situationen gelingt Nicht immer kann ich diesen Situationen ausweichen zu viele äußere Reize zuwenig innere Kraft Von daher kann ich Eberhards Ausführungen zwar grundlegend zustimmen ja es funktioniert wie beschrieben Aber es ist nach meiner Erfahrungen nicht immer umsetzbar Und das sollte man auch realistischerweise erwähnen und akzeptieren wenn andere von ihren Grenzen diesbezüglich berichten Der Thread heißt Was ich selbst tue Ich verstehe ihn daher als willkommene Gelegenheit für jeden von sich zu berichten Ich glaube das meint Eberhard auch so es ist nicht nur sein Thread Mod Ich kann mich transit nur anschließen und an gegenseitigen Respekt appellieren Man kann einen Beitrag nur 1x melden ich schließe mich daher transits Beschwerde an Gruß Japsis Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Eberhard 25 April 2015 06 37 Beitrag von der Moderation zwecks Deeskalation gelöscht Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Eberhard Zitat Beitrag von paul dest 25 April 2015 07 25 Beitrag von der Moderation zwecks Deeskalation gelöscht Zuletzt geändert von paul dest am 26 April 2015 12 43 insgesamt 1 mal geändert http stottern verstehen de Nach oben Jaspis nicht mehr wegzudenken Beiträge 911 Registriert 27 August 2007 21 04 Wohnort bei Frankfurt a M Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Jaspis 25 April 2015 07 54 Wäre hilfreich wenn jeder hier nur zum Thema schreibt Am besten in Ich Form Was tue ich Wer hier Erfahrungsberichte wünscht und fordert sollte auch selbst welche liefern Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Torsten 26 April 2015 11 44 Eberhard hat geschrieben Nach meinen Erkenntnissen ist Stottern wie viele andere Probleme die man mit sich selbst haben kann ein Problem unzureichender Integration und Vernetzung im Gehirn ein Problem dass sich aber wissenschaftlich erwiesen durch Achtsamkeitsübungen beheben lässt Da liegen wir

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Was ich selbst tue, um nicht mehr zu stottern - Seite 6
    vorantreiben kann Die Frage der Veranlagung wird jeder mit seinem eigenen biografischen Hintergrund beantworten Ich selbst habe mehrere stotternden Verwandte ich kann eine Veranlagung einfach nicht leugnen oder Ich gehe jedenfalls davon aus dass es körperliche Ursachen gibt die zum einen Stottern entstehen haben lassen und dass es weitere Veranlagungen gibt die es haben bestehen lassen die mir ein Überlernen des Stottern im Kindesalter verhindert haben so daß ich zu den 1 gekommen bin Durch das Erleben und Beobachten meiner eigenen Kinder denke ich wie Eberhard dass nach 2 Auslöser und bevor 3 Aufrechterhaltung VIEL geschehen könnte So dass es nicht zu 3 kommt Aber das hängt sehr von den individuellen Faktoren ab Wie weit sind Eltern geschult und in der Lage das Kind in dieser Phase zu erreichen Wie weit sind Kinder in der Lage nötige Signale wenn sie denn kommen zu empfangen Es hängt auch viel vom Kind ab inwieweit man es beeinflussen steuern therapieren kann Als Erwachsener kann man dann viel mehr über und für sich lernen Deshalb kann es einem auch dann noch viel bringen wenn man über die Punkte 2 und 3 bzw über das Dazwischen nachdenkt Ein paar Stellschrauben hat man immer noch und sie lassen sich leichter stellen wenn man es selbst tut Viele Grüße und immer schön achtsam mit sich umgehen Jaspis Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Moderationshinweis Zitat Beitrag von Torsten 27 April 2015 18 01 Hallo Paul und alle anderen Ich habe unsere beiden OT Beiträge nach Sonstiges Lob und Tadel Moderation des Forums verschoben Dort können wir das evtl weiterdiskutieren Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Falsche Behauptungen zu Gehirn Meditation und Stottern Zitat Beitrag von PetraS 27 April 2015 19 18 Hallo Jaspis es ist schon mehrfach der unten stehende Satz kritisiert oder zerpflückt worden Eberhard in viewtopic php f 1 t 4283 p 25606 p25606 hat geschrieben Nach meinen Erkenntnissen ist Stottern wie viele andere Probleme die man mit sich selbst haben kann ein Problem unzureichender Integration und Vernetzung im Gehirn ein Problem dass sich aber wissenschaftlich erwiesen durch Achtsamkeitsübungen beheben lässt Du hast dich an Pauls Formulierung gestoßen Jaspis hat geschrieben Da ich auch viel von Achtsamkeitsübungen beim Sprechen profitiere ärgert mich dieser unwissende Vergleich Gehirnstrukturell betrachtet gleicht der Versuch Stottern durch Achtsamkeitsübungen zu beheben dem Versuch das Getriebe eines Autos zu reparieren indem man am Auspuff herumwerkelt Soweit ich es verstanden habe bezeichnet dieser Vergleich nur dass Achtsamkeitsübungen an anderer Stelle im Gehirn wirken als an der wo man das Übel des Stotterns vermutet Ergo ich schraube am Auspuff und will das Getriebe reparieren Weiter schreibt Paul paul dest Hervorhebung durch mich hat geschrieben Unter Bezug auf wissenschaftlich erwiesen zu behaupten Stottern lässt sich durch Achtsamkeitsübungen beheben ist daher grob fahrlässig ignorant oder vorsätzlich gelogen Dem steht natürlich nicht entgegen dass Du in Deinem Einzelfall davon abweichende Erfahrungen gemacht haben könntest Sofern Du überhaupt von Stottern sprichst Die Kritik geht Richtung wissenschaftlich erwiesen und wie mit dem Begriff umgegangen wird Da wir uns nicht in einem Wissenschaftsforum befinden würde ich nicht dazu tendieren eine solche Behauptung als grob fahrlässig ignorant oder vorsätzlich gelogen zu bezeichnen sondern als persönliche Überzeugung selbst wenn sie leicht widerlegbar ist Von interessierten Laien kann ich nicht erwarten dass sie wissenschaftlich arbeiten und auch nicht dass sie sich von den Erklärungen anderer überzeugen lassen Insofern ist wissenschaftlich erwiesen eine Behauptung die genau so viel Wahrheitsgehalt haben dürfte wie die dass Fruchtzwerge so wertvoll sind wie ein kleines Steak Wobei die persönliche Erfahrung von mir hervorgehoben ja gar nicht in Abrede gestellt wird Dass Eberhard dabei von Stottern spricht wenn er Stottern sagt muss ich ihm wohlwollend unterstellen Ich habe mittlerweile von vielen Stotternden gehört dass ihnen Achtsamkeitsübungen geholfen haben sei es von Eberhard sei es von Torsten oder dir Jaspis Ich würde mich nie aufschwingen zu behaupten dass eure persönliche Erfahrung nicht zutreffend wäre wenn ihr sie denn erlebt habt Und ich denke auch nicht dass Paul dies bezweifeln wird denn das sagt er mit dem von mir hervorgehobenen Satz explizit Ich bezweifele allerdings dass es das Allheilmittel ist wie Eberhard uns gerne weiszumachen versucht Wieso finden wir hier immer noch Überschriften wie Was tun wenn Logopädie nicht mehr hilft wenn es denn so einfach ist die eigene Aufmerksamkeit zu schulen Genau da liegt der Knackpunkt Außerdem habe ich ein Problem mit der Formulierung beheben Ich denke beheben lässt sich das Stottern nicht einfach Ich habe sowieso meine Zweifel ob Stottern überhaupt behebbar ist ich denke eher Entweder es wächst sich in der Kindheit aus mit oder ohne Therapie Oder es bleibt wenn es über die Pubertät hinaus Bestand hat Ab da ist es dann nur noch modifizierbar nicht aber gänzlich behebbar Jeder hat sein eigenes individuelles Stottern gegen das es kein Universalmittel gibt Es ist schön wenn jeder einen Weg findet damit so klarzukommen dass es einen im Leben nicht einschränkt Und es ist schön wenn Menschen hier ihre persönlichen Erfahrungen mitteilen und dadurch andere animieren vielleicht denselben Weg auszuprobieren Jaspis hat geschrieben Nach meinen Erfahrungen wirken Achtsamkeitsübungen wie eine Schaltschule man lernt das Getriebe geschmeidiger zu schalten Man lernt wie das Getriebe gerade drauf ist ob es schon warm gefahren ist oder ob man es sanft schalten sollte Man lernt auf die Fahrgeräusche zu hören und zu achten Man vergewaltigt sein Getriebe nicht Ich habe mit Achtsamkeit gelernt mein Sprechen zu beobachten es auszuhalten dabei zu bleiben auch in Momenten des Stotterns beim Blockieren Erst dadurch dass ich mein Sprechen von außen beobachten kann dass ich die Ruhe und Distanz bewahre bin ich die Lage gekommen auch in mein Sprechen einzugreifen in Momenten des Stotterns Das muss nicht bei allen so funktionieren jeder kann da seinen eigenen Weg suchen und finden Aber deshalb die Achtsamkeitsschulung als untauglich zu verrufen ist nicht in Ordnung Ich glaube dass niemand die Achtsamkeitsschulung als untauglich verrufen hat Es wurde lediglich relativiert dass sie nicht wissenschaftlich erwiesen das Stottern beheben kann Ich weiß dass auch Torsten sehr viel von Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung hält Weil es ihm persönlich hilft sein Stottern in den Griff zu kriegen Bei mir ist es eher so je weniger ich auf mein Sprechen achte umso weniger stottere ich Darum wäre mehr Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung für mich kontraproduktiv Eberhard Eberhard hat geschrieben Wenn Petra nun sagt dass sie nur im privaten Bereich stottert im beruflichen nicht würde ich das so sehen dass das berufliche Leben in ihrem PFC gut vernetzt ist das private eher nicht so gut also daran arbeiten Petra Ich habe es dir ausführlich erklärt wie ich heute meine Behauptung von vor anderthalb Jahren dass ich im beruflichen Kontext nicht stottern würde beurteile Außerdem kommt dazu dass ich zu jenen Leuten gehöre bei denen eine bestimmte Dosis Adrenalin nicht das Stottern verstärkt sondern reduziert Daher ist für mich reden vor Publikum leichter als ein Privatgespräch mit einem Autohändler Ich bin dann auch sehr viel strukturierter und disziplinierter Darüber hinaus wird mir beim Dolmetschen ein Großteil der Wortfindungs und Formulierungsarbeit vom Redner abgenommen ich brauche nur noch das passende Pendant in der anderen Sprache zu finden was für mich keine Arbeit sondern ein Automatismus ist Das ist so wenn man zwei Sprachen auf demselben Niveau beherrscht Es kommt nur selten vor dass man über einen Begriff einen Augenblick nachdenken muss wenn es ihn in der anderen Sprache so nicht gibt Z B Wutbürger Bootsflüchtlinge oder sonst welcher Sprachgebrauch der die deutschen Medien beherrscht nicht aber die Medien in der Türkei Bei Gesprächen über meine Arbeit mit meinen Auftraggebern stelle ich immer wieder fest dass ich die gleichen Sprechhindernisse habe die ich auch in Privatgesprächen habe Ich gehe nur anders damit um Da sind die jahrelang eingeschliffenen Maßnahmen des Ausweichens Abbrechens und Neubeginnens der Einschübe Austausch von Wörtern etc pp so automatisiert dass sie sich bereits eingeschlichen haben ehe ich willentlich dagegen steuern kann Ich beobachte das seit geraumer Zeit und finde es selber oft interessant Ist mir neulich noch aufgefallen Da wollte ich sagen Hab ich nachher auch so gesehen und gesagt habe ich Hab ich später auch so gesehen Weil ich wusste dass ich das nachher nicht werde sagen können Jedenfalls nicht ohne hörbar zu stottern Gestottert war es ja allein dadurch dass ich mir des Sprechhindernisses bewusst war Ich weiß nicht einmal ob ich es kurz ausgetestet habe oder es mir so klar war dass bei n Schluss sein würde Es war übrigens an einem Tag an dem ich beruflich super performt habe Ich habe 4 Stunden simultan gedolmetscht ohne ein einziges Mal zu stottern Gruß Petra Edit Hab rechtschreibtechnisch ein paarmal dran rumgedoktert Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Eberhard 27 April 2015 20 09 Torsten OK da habe ich wohl etwas falsch verstanden Ansonsten ist ein freundlich wohlwollender und einfühlender Umgang mit anderen frei von Wut und Angst und künstlicher Erregung eine günstige Basis für stotterfreies Sprechen Nach oben Jaspis nicht mehr wegzudenken Beiträge 911 Registriert 27 August 2007 21 04 Wohnort bei Frankfurt a M locker bleiben Zitat Beitrag von Jaspis 27 April 2015 21 06 Hallo Petra Ihr Ja mit diesem Einwand habe ich gerechnet wissenschaftlich erwiesen vs persönliche Erfahrungen Ehrlich gesagt bin ich es leid hier in einem Forum immer wieder das Nicht wissenschaftlich erwiesen Schild vor die Nase gehalten zu bekommen wo es doch hauptsächlich um den Austausch eben dieser persönlichen Erfahrungen von den Usern geht Für mich ist das auch ein Ausbremsen von Diskussionen In diesem Fall Eberhard schreibt irgendwann irgendwo ich werde nicht zitieren und beweisen dass er Achtsamkeitsübungen für ein Mittel gegen Stottern hält Dann bekommt er zur Antwort Das ist nicht wissenschaftlich bewiesen Schreibt nun Eberhard dass es wissenschaftlich bewiesen ist dass Achtsamkeitsübungen in speziellen Gehirnregionen wirken und dass er diese Regionen für s Stottern spezifisch hält bekommt er zur Antwort Das hat nichts mit Stottern zu tun Ja was denn nun Wenn man nicht mit Eberhard diskutieren will soll man es bleiben lassen Nun hat er schon einen eigenen Thread aufgemacht dann wird ihm dort auch nicht erlaubt zu schreiben was er will Schreibt man dagegen in Pauls Thread Kontrollverlust etwas was nach Pauls Meinung dort nicht hineinpasst bittet er einen mehr oder weniger höflich hinaus Irgendwie albern diese Spielchen langsam Und so durchschaubar Petra hat geschrieben Ich würde mich nie aufschwingen zu behaupten dass eure persönliche Erfahrung nicht zutreffend wäre wenn ihr sie denn erlebt habt Mit Deinem Nachsatz wenn ihr sie denn erlebt habt stellst Du diese Erfahrungen aber in Frage Warum Wenn ich schreibe ich habe das erlebt warum kannst Du mir nicht glauben Du musst das nicht auf Dich beziehen Aber Du darfst mir glauben Ich bin nicht unwissender weder in der Praxis noch in der Theorie über Stottern Petra hat geschrieben Ich bezweifele allerdings dass es das Allheilmittel ist wie Eberhard uns gerne weiszumachen versucht Du darfst das auch bezweifeln Ich bezweifele das auch mir hilft es teilweise Niemand muss hier jemanden alles glauben was er sie schreibt Jeder darf sich das heraussuchen was er sie versteht und nachvollziehen kann Keiner ist auch befreit davon selbst nachdenken und selbst recherchieren zu müssen Da braucht es kein wissenschaftlich erwiesen Siegel das den unwissenden User an die Hand nehmen könnte Das hilft dem unwissenden User nämlich nicht nur dass zu glauben was einer hier als wissenschaftlich erwiesen vorgekaut hat Nur selbst denken und handeln hilft Ich weiß nicht warum aber ich fühle mich von Eberhard in keinster Weise gedrängt genau das zu glauben was er schreibt Mir macht er nichts weis Ich sehe es als Angebot seinen Hinweisen selbst nachzugehen und Dinge auszuprobieren und sie danach für mich als tauglich oder untauglich zu bewerten Sollte man das Forum nicht als das sehen was es ist ein Ort und die Möglichkeit sich auszutauschen Es ist weder ein PR Medium der BVSS wo alles wissenschaftlich hieb und stichfest geschrieben sein muss noch eine uns selbst auferlegte Pflicht eine Wissensbörse für Nichtstotterer zusammenzuschreiben Hier dürfen und sollen Erfahrungen ausgetauscht werden in diesem Thread speziell über die Themen die Eberhard für wichtig hält beim Arbeiten am Stottern Grüße Jaspis Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Missverständnisse Missverständnisse Zitat Beitrag von PetraS 27 April 2015 22 04 Hallo Jaspis nur ganz kurz zum Ausräumen von Missverständnissen Ich habe mich anscheinend falsch ausgedrückt Wenn ich gesagt habe Petra hat geschrieben Ich würde mich nie aufschwingen zu behaupten dass eure persönliche Erfahrung nicht zutreffend wäre wenn ihr sie denn erlebt habt habe ich natürlich keine Erfahrungen in Frage stellen wollen Was ich meinte war ich würde mich nie aufschwingen zu behaupten dass eure persönliche Erfahrung nicht zutreffend wäre eben weil ihr sie erlebt habt So war es gemeint aber missverständlich ausgedrückt Mir ist durch deinen Hinweis erst die Doppeldeutigkeit aufgefallen Ansonsten stimme ich mit dir vollkommen darin überein dass in einem Diskussionsforum jeder zu Worte kommen sollte und jeder auch seine Erfahrungen und seine Meinung äußern darf Und damit dies in Zukunft besser läuft als bisher darum bemühen wir das heißt Torsten Heiko und ich uns nach Kräften Schönen Abend Petra Nach oben Jaspis nicht mehr wegzudenken Beiträge 911 Registriert 27 August 2007 21 04 Wohnort bei Frankfurt a M Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Jaspis 27 April 2015 22 07 Ok Danke Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Torsten 28 April 2015 10 58 Eberhard hat geschrieben Torsten OK da habe ich wohl etwas falsch verstanden Hallo Eberhard dass zwischen präfrontalem Kortex PFC und Broca Zentrum keine Verknüpfungsdefizite gefunden wurden heißt natürlich nicht dass der PFC beim Stottern und bei der Überwindung des Stotterns keine Rolle spielt Wir sind uns ja einig darüber dass es um Aufmerksamkeit und Selbstwahrnehmung geht Die werden zwar einerseits automatisch gesteuert dabei spielen nicht nur angeborene Mechanismen sondern auch Gewohnheiten eine Rolle wir können sie aber auch bewusst beeinflussen und Gewohnheiten bewusst verändern Und das ist unsere Chance Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Eberhard 28 April 2015 17 09 Hallo Torsten eine wichtige Rolle kommt dem mittleren PFC zu Daniel Siegel schreibt dazu Die integrierenden mittleren Nervenfasern verbinden den gesamten Kortex das limbische System den Hirnstamm den Körper selbst und sogar soziale Systeme miteinander Zu den neun Funktionen des mittleren Präfrontalkortex die aus dieser multidimensionalen neuronalen Integration hervorgehen gehören 1 Körperregulierung 2 aufeinander eingestimmte Kommunikation 3 emotionale Ausgeglichenheit 4 Reaktionsflexibilität 5 Angstmodulation 6 Empathie 7 Einsicht 8 Moral und 9 Intuition Diese Funktionen würde man auf einer Liste zur Beschreibung des Wohlbefindens ziemlich weit oben ansiedeln Sie entsprechen zudem dem Prozess und bekannten Ergebnis der reflexiven Fähigkeit zur Innenschau Die acht ersten Eigenschaften auf dieser Liste sind außerdem bewährte Ergebnisse sicherer liebevoller Eltern Kind Beziehungen Diese Aufstellung ist ein Beispiel dafür wie Integration das Wohlbefinden fördert Und dann Die reflektierende Übung die innere Aufmerksamkeit auf den Geist zu richten und zwar mit Offenheit Selbstbeobachtung und Objektivität fördert wahrscheinlich das Wachstum der integrierenden Nervenfasern des mittleren Präfrontalkortex Innensicht Mindsight stimuliert das Gehirn in Richtung Integration was es ermöglicht zielgerichtet Verkettungen und Differenzierung innerhalb der verschiedenen Integrationsbereiche zu fördern Die Entwicklung des mittleren PFC beginnt am Ende des 3 Lebensjahres und dauert bis zum 25 Lebensjahr Ich halte es für bemerkenswert dass der Beginn des Stotterns mit den ersten Monaten und Jahren der Entwicklung des mittleren PFC zusammenfällt Möglicherweise verursacht durch fehlende Unterstützung von außen und einer besonderen Sensibilität in dieser Richtung Jedenfalls ich habe Monate und Jahre genau das geübt was hier beschrieben ist und weiß dass es wirkt Die meiste Zeit habe ich ins Blaue hinein Achtsamkeit geübt ich kannte die Zusammenhänge nicht Ich vermute deswegen dass die Erfolge sich schneller einstellen wenn man sich der Zusammenhänge bewusst ist Man muss seinen mittleren PFC benutzen um ihn zu stärken Wie es auf englisch für die Vernetzung im Gehirn heißt heißt Use it or lose it Ich betätige mich jetzt in unserer Stadt als Integrationshelfer für Flüchtlinge Heute habe meine erste Familie übernommen Davor hat in mir schon noch einiges getobt bis hin zur Angst zu stottern Ich kann das aber jetzt in mir beobachten und so feststellen wie ich feststelle dass es draußen regnet Es packt mich nicht mehr ich kann so was regulieren Und dann kann ich aus dem Gefühl stottern zu müssen ein Gefühl machen nicht zu stottern Denn wenn man das sichere Gefühl hat nicht zu stottern dann stottert man auch nicht Aber dieses Gefühl muss man sich auch erst mal erarbeiten Es wäre schön wenn wir in dieser Richtung weiter diskutieren könnten Für mich sind diese Erfahrungen ja auch noch nicht so alt Was für mich auch noch nicht so alt ist ist das sichere Gefühl in jede Situation gehen zu können und dann spontan zu wissen was ich sagen kann Ich beschäftige mich vorher mit der Sache aber nicht mehr damit was und wie ich etwas sagen will Eberhard Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Was ich selbst tue um nicht mehr zu stottern Zitat Beitrag von Torsten 28 April 2015 21 00 Hallo Eberhard Eberhard hat geschrieben Die Entwicklung des mittleren PFC beginnt am Ende des 3 Lebensjahres und dauert bis zum 25 Lebensjahr Ich halte es für bemerkenswert dass der Beginn des Stotterns mit den ersten Monaten und Jahren der Entwicklung des mittleren PFC zusammenfällt Möglicherweise verursacht durch fehlende Unterstützung von außen und einer besonderen Sensibilität in dieser Richtung Du bist allerdings ein Sonderfall Eberhard du hast erst relativ spät mit sieben Jahren zu stottern begonnen Und du schreibst ja dass

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Kontrollverlust, Punkt der Hemmung, Sprechhindernis
    für diese ERFAHRUNGEN eine physiologische Erklärung gibt oder wie sie ausfällt Die An oder Abwesenheit so einer Erklärung oder die Art der Erklärung bestimmen nicht ob diese ERFAHRUNGEN für die betroffenen Personen EXISTENT sind Deswegen halte ich den Begriff Kontrollverlust für pseudo wissenschaftlichen Vernebelung während er die TATSÄCHLICHE ERFAHRUNG eines Stotterers verschleiert liefert er nicht mal eine nachvollziehbare Erklärung Worin soll also sein Mehrwert liegen Und zuletzt ein etwas anderer Punkt In Deinem Artikel schreibst Du Andreas Starke hat geschrieben Sprechen im System 1 enthält zusätzlich Stotterreaktionen die 1 zufällig entstanden und operant konditioniert worden sind Das ist eine Behauptung die empirisch überprüfbar ist Und ich denke dass sie der Überprüfung nicht stand hält Zumindest nicht für die schullogopädisch als Kernsymptome genannten Reaktionen der Laut Silbenwiederholung der Lautdehnung und der stummen Blockaden Die meisten Ausführungen dieser Kernsymptome sind Reaktionen die weder zufällig noch konditioniert sind Es sind Reaktionen mit denen der SPRECHAPPARAT eines Menschen auf Sprechhindernisse reagiert Baut man einem NICHTStotterer in sein Sprechen künstlich ein Sprechhindernis ein durch akustische Täuschung oder mechanische Behinderung so reagiert auch ein Nichtstotterer auf so ein Sprechhindernis mit Laut Silben Wiederholungen bei SprechHINDERNISSEN oder Lautdehnungen bei SprechERSCHWERNISSEN Mir sind im Moment zwar keine Experimente bekannt die zu genau diesem Zweck durchgeführt worden sind aber durchaus welche wo man dieses Ergebnis quasi als Nebenwirkung erzielt Zur genaueren Erklärung siehe das Video auf dieser Seite Modell des Stotterns Viele Grüße Paul Ich hoffe ich habe bei der facebook nach BVSS Forum Übertragung nichts relevantes ausgelassen Die Voraussetzungen für ein Weiterdiskutieren wären damit geschaffen It s your turn Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von Torsten 30 Oktober 2014 19 20 Hallo Andreas und Paul wir hatten das Thema schon mal hier Robert Richter hat in seinem Vortrag in Heidelberg vom stotterbedingten Kontrollverlust gesprochen Das ist eine klare Sache Der Kontrollverlust also die subjektive Erfahrung des Sprechers die Kontrolle über sein Sprechen Verhalten zu verlieren ist eine Folge oder Begleiterscheinung des Stotterns Wenn man dagegen das Stotterereignis selbst auch als Kontrollverlust bezeichnet und mit Kontrolle die automatische Steuerung der Artikulation meint im Sinne von control dann wird die Sache für viele Leute verwirrend weil sie von der deutschen Bedeutung des Wortes Kontrolle ausgehen und deshalb annehmen dass mit Kontrollverlust die subjektive Erfahrung gemeint ist Aber es gibt noch ein weiteres Problem Wenn man ein Stotterereignis als loss of control also als Ausfall der Steurung definiert dann setzt man etwas voraus was wir empirisch gar nicht wissen Ich persönlich glaube nicht dass Stottern durch einen Ausfall der Sprechsteuerung verursacht wird sondern dass die Steuerung ganz regulär auf einen Fehler im automatischen Ablauf reagiert indem sie gezielt den Sprachfluss unterbricht oder hemmt Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von paul dest 1 November 2014 11 56 Hallo Torsten Torsten hat geschrieben Robert Richter hat in seinem Vortrag in Heidelberg vom stotterbedingten Kontrollverlust gesprochen Das ist eine klare Sache Der Kontrollverlust also die subjektive Erfahrung des Sprechers die Kontrolle über sein Sprechen Verhalten zu verlieren ist eine Folge oder Begleiterscheinung des Stotterns Ja Robert Richter sprach davon Und während ich ihm zuhörte war es für mich leider alles andere als eine klare Sache Zu Beginn seines Vortrages war ich darauf eingestellt dass er Kontrollverlust in der gleichen Bedeutung verwendet wie Andreas Starke Im Zuge der Erklärungen von Robert Richter sind mir allerdings Zweifel gekommen ob das wirklich der Fall ist Hier zum Vergleich sein Stottermodell A Starke bei einer anderen Gelegenheit Robert Richter in Münster Auch Deine Umschreibung subjektive Erfahrung des Sprechers die Kontrolle über sein Sprechen Verhalten zu verlieren gibt mir leider kein sicheres Gefühl richtig zu verstehen was gemeint ist Denn im Gegensatz zum Zustand des Alkoholisiert Seins mache ich beim Stottern nie die subjektive Erfahrung etwas zu verlieren ich habe nicht das Gefühl dass ich meine Zunge oder meine Lippen schlechter steuern kann im Zustand der Alkoholisierung dagegen schon Beim Stottern habe ich immer nur das Gefühl dass etwas NICHT weiter läuft was sonst immer von allein WEITERläuft oder dass sich etwas FREMDES in den Sprechweg geschoben hat Es ist keine Erfahrung eines VERLUSTES sondern die Erfahrung dass sich etwas HINZUgesellt hat was ich erst gar nicht haben will Wenn man also in der Kategorie Verlust Erwerb sprechen wollte dann wäre es eher ein aufgedrängter Erwerb das Gegenteil von einem Verlust Nun schreibst Du außerdem Torsten hat geschrieben Der Kontrollverlust ist eine Folge oder Begleiterscheinung des Stotterns Reden wir immer noch von der zeitlichen Abfolge der einzelnen konkreten Sprech und Wahrnehmungsgeschehnisse während es zum Stottern kommt Wenn ja dann sagst Du damit aus dass ein Kontrollverlust zeitlich nach Folge oder während Begleiterscheinung eines davon getrennten Ereignisses Stottern stattfindet Es gibt also Stottern UND Kontrollverlust DAZU Und hier kommt der Punkt wo ich sage ich verstehe nicht mehr worüber hier geredet wird es deckt sich nicht mal mehr annähernd mit meiner subjektiven Erfahrung Und genau das ist die Schwierigkeit mit dem Begriff Kontrollverlust Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben dosi kompetent Beiträge 410 Registriert 19 November 2006 16 14 Wohnort Braunsbedra Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von dosi 1 November 2014 18 07 Ich schreibe mal ganz einfach mit meinen Worten und mit meiner Erfahrung was ich unter Kontrollverlust verstehe Wenn ich in eine schwere Blockade komme und es mir nicht gelingt abzusetzen und neu zu starten versuche ich mit aller Macht starkes Pressen z B das Wort heraus zu bringen Robert Richter spricht da vom Kampf und Fluchtverhalten Irgendwie durch mit aller Macht Das ist dann meist so dramatisch dass ich um mich herum nichts mehr wahrnehme Ich kann danach nicht sagen wie lange ich im Block war und wie ich dann doch heraus gekommen bin Ich habe keinerlei Wahrnehmung über meine Reaktionen währenddessen Grimassierungen Atmung etc und ich kann nicht sagen wie mein Gesprächspartner darauf reagiert hat und was zu dem Zeitpunkt in meinem Umfeld passiert ist Das Wort ist dann irgendwann gesagt aber ich hatte keine Kontrolle über mich und über das was geschehen ist Der Kontrollverlust ist durch das Stotterereignis eingetreten Dosi Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen Wolf Schneider Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von paul dest 1 November 2014 21 56 Danke für diese Beschreibung Dosi Sie ist für mich sehr gut nachvollziehbar und mir an eigener Erfahrung bekannt So wie wahrscheinlich jedem Stotterer In dieser Beschreibung folgen drei Geschehnisse aufeinander Am Anfang steht eine schwere Blockade Deine erste Reaktion darauf abzusetzen und neu zu starten mit der Du anfänglich auf die Blockade reagierst mit der es Dir in diesem Fall jedoch leider nicht gelingt sie zu überwinden Angesichts des Misserfolgs der ersten Reaktion ersetzt Du sie durch eine andere zweite Reaktion Irgendwie durch mit aller Macht starkes Pressen z B Es ist diese zweite Reaktion bzw der durch diese Reaktion herbeigeführte Zustand die meist so dramatisch sind dass ich um mich herum nichts mehr wahrnehme Das Wort ist dann irgendwann gesagt aber ich hatte keine Kontrolle über mich und über das was geschehen ist Diesen Zustand nennst Du Kontrollverlust Korrigiere mich bitte wenn ich durch meine Aufgliederung Deine Beschreibung verfälscht haben sollte In diesem Ablauf bezeichnest Du mit Kontrollverlust den Zustand in dem Du Dich während einer Reaktion befindest Ausgerechnet für diese für die zweite und nicht etwa für die erste Reaktion wählst Du diese Bezeichnung Auch nicht die schwere Blockade wird von Dir Kontrollverlust bezeichnet Denn nur in diesem dritten Geschehnis kommt das vor was es für Dich zu einem Kontrollverlust macht der Verlust der Wahrnehmung für die Außenwelt und zumindest zum Teil auch der Verlust der Wahrnehmung für den eigenen Zustand Das ist die übliche und intuitive Vergabe der Bezeichnung Kontrollverlust an ein Geschehnis in der beschriebenen Geschehniskette Zugleich ist es auch diejenige Vergabemöglichkeit für die ich plädiere wie man im Zusammenhang mit Stottern das Wort Kontrollverlust verwenden könnte oder sollte Weil diese Möglichkeit eben intuitiv und weitgehend missverständnisfrei ist Der obigen Beschreibung und unserer Erfahrung zufolge ist nicht jedes Stotterereignis mit einem Kontrollverlust in der obigen Bedeutung des Wortes verbunden Denn die erste Reaktion hätte ja auch fruchten können Und dann wäre die zweite Reaktion die den Kontrollverlust herbeiführt hat gar nicht notwendig gewesen und wäre deshalb auch nicht ergriffen worden Manche Stotterer erleben diesen Kontrollverlust trotz ihres häufigen Stotterns nicht ein Mal im Jahr Versucht man diesen Kontrollverlust in dem Diagramm Stottermodell A Starke aus dem Münster Vortrag von Robert Richter zu finden stottermodell a starke png 260 86 KiB 3055 mal betrachtet so steht man vor Schwierigkeiten Wenn dieser Kontrollverlust in diesem Diagramm überhaupt irgendwo zu finden wäre dann höchstens als eine zweite Stufe oder eine dramatische Form des roten Kastens Anstrengung rechts unten Der im Diagramm auftauchende Kontrollverlust innen steht hier jedoch für die schwere Blockade Und damit ist die Sprachverwirrung komplett Dazu hätte es aber nicht kommen müssen wenn man für die schwere Blockade eine Bezeichnung benutzen würde die sie auch tatsächlich bezeichnet schwere Blockade leichte Blockade Klebrigkeit Zähigkeit Sprechhindernis Sprecherschwernis oder meinetwegen auch Punkt der Hemmung Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von PetraS 2 November 2014 18 15 Hi Leute ich finde diese Debatte äußerst fruchtbar und sehr sehr interessant Danke vor allem an Dosi für diese anschauliche Darstellung und danke an Paul es so klar zu verdeutlichen Und wenn wir nun schon bei der Begriffsdefinition sind möchte ich an dieser Stelle dafür plädieren dass wir von dem Begriff Blockade Abstand nehmen weil der nämlich dieselben Missverständnisse beinhalten kann wie der einfach so dahingesagte Begriff Kontrollverlust Ich muss hier verdeutlichen ich habe nichts gegen den Begriff Block wohl aber gegen die Benutzung des Begriffs Blockade da der insbesondere in jüngster Zeit häufig mit einem psychischen Zustand verbunden wird so etwas wie innerlich gehemmt sein Und da wir ja alle ich hoffe ich lehne mich mit dem WIR nicht zu weit aus dem Fenster verhindern wollen dass unser Umfeld glaubt uns treiben irgendwelche psychischen Hemmungen um sollten wir diesem Missverständnis entgegenwirken indem wir uns auf eine klare Nomenklatur einigen Sprechhindernis ist sehr schön und anschaulich Was meint ihr Gruß Petra Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von Torsten 3 November 2014 13 40 Hallo in die Runde paul dest hat geschrieben Es gibt also Stottern UND Kontrollverlust DAZU Ja Ich sehe es wie Dosi Der Kontrollverlust ist etwas das beim Stottern auftreten kann aber nicht muss Und die Stottermodifikation habe ich immer so verstanden dass es nicht darum geht das Stottern als solches zu vermeiden sondern nur den damit verbundenen Kontrollverlust indem man sobald man die Blockade das Sprechhindernis spürt abbricht und neu einsetzt Diese Sichtweise setzt voraus dass Stottern und Kontrollverlust zweierlei sind Ich denke man kann bei einem Stotterereignis drei Phasen unterscheiden A irgendeine Fehlsteuerung im Gehirn nur für Neurologen mit Hilfe spezieller Apparate wahrnehmbar B die innere Empfindung eines Sprechhindernisses nur für die Betroffenen wahrnehmbar C das daraus resultierende Verhalten Wiederholungen Dehnungen Verstummen Pressen Fehlatmung Mitbewegungen für andere beobachtbar für die Betroffenen selbst nur begrenzt wahrnehmbar Der Kontrollverlust wäre dann das Resultat von B und hätte C zur Folge Mit Hilfe der Stottermodifikation kann der Kontrollverlust und damit C vermieden werden Das Stotterereignis besteht dann im Idealfall nur noch aus A und B Allerdings hat auch diese Sichtweise einen Haken Was ist mit geringfügigen Stotterereignissen z B leichten lockeren Wiederholungen Auch diese treten gegen meinen Willen auf aber ich würde nicht sagen dass ich subjektiv in solchen Momenten einen Kontrollverlust erleide Will man auch solche Symptome als Folge eines Kontrollverlustes ansehen wie ich es oben in meinem ABC Schema getan habe dann verschiebt sich die Bedeutung von Kontrollverlust zwangsläufig in Richtung loss of control Störung der automatischen Steuerung des Sprechens Fazit für mich Ich vermeide den Begriff nach Möglichkeit und wenn ich ihn benutze dann in Formulierungen wie das subjektive Empfinden eines Kontrollverlusts Was Du dosi beschreibst dosi hat geschrieben Ich habe keinerlei Wahrnehmung über meine Reaktionen währenddessen Grimassierungen Atmung etc und ich kann nicht sagen wie mein Gesprächspartner darauf reagiert hat und was zu dem Zeitpunkt in meinem Umfeld passiert ist würde ich als Wahrnehmungsausfall aber nicht als Kontrollverlust bezeichnen Es ist ein Unterschied ob man etwas nicht wahrnimmt oder ob man es nur nicht kontrollieren kann Mit Robert Richters Grafik kann ich wenig anfangen Dass der Kontrollverlust das Anstrengungsverhalten auslöst leuchtet mir noch ein obwohl man vielleicht ebenso gut sagen könnte Das spontane Anstrengungsverhalten mündet in den Kontrollverlust oder beides bedingt sich wechselseitig Aber wie der Kontrollverlust einen Abbruch auslösen soll ist mir unklar ich dachte dass der willentliche Abbruch in dem Moment in dem man das Sprechhindernis spürt der Weg ist den Kontrollverlust zu vermeiden also die Kontrolle zu behalten Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von PetraS 3 November 2014 14 20 Hallo allesamt paul dest hat geschrieben Es gibt also Stottern UND Kontrollverlust DAZU Torsten hat geschrieben Diese Sichtweise setzt voraus dass Stottern und Kontrollverlust zweierlei sind Ich denke man kann bei einem Stotterereignis drei Phasen unterscheiden A B C das daraus resultierende Verhalten Wiederholungen Dehnungen Verstummen Pressen Fehlatmung Mitbewegungen für andere beobachtbar für die Betroffenen selbst nur begrenzt wahrnehmbar Stopp Bis A und B kann ich noch folgen aber bei C stört mich das für andere beobachtbar für die Betroffenen selbst nur begrenzt wahrnehmbar Egal wann ich stottere ich nehme JEDE Wiederholung jede auch noch so kleinste Dehnung und Plosive oder Vokale bei denen sich der Verschluss später löst als geplant ganz genau wahr Wenn ich verstumme dann aus zwei möglichen Gründen Vokal Plosiv löst sich gar nicht oder ich breche bewusst ab Bei Wiederholungen kommt es vor dass ich bereits 4 5 Mal iteriert habe ehe ich merke ups da geht es nicht weiter da muss ich was tun Alles noch auf der Ebene des Kognitiven und Kontrollierten auch wenn die vorausgegangenen 4 5 Iterationen unkontrolliert waren An dieser Stelle ergreife ich Maßnahmen d h ich versuche weiterzukommen indem ich noch mal Gas gebe und wenn das vergeblich ist breche ich ab atme oftmals nach und versuche es neu Und wenn ich dann immer noch kontrolliert da durchkomme spüre ich auch mögliche Mitbewegungen in meinem Falle meistens Augenzwinkern und Verziehen der Mundwinkel NUR in den Fällen wo dies dann ohne Erfolg ist könnte es bei MIR ich kann nur meine subjektive Sicht beschreiben hier zu Anstrengungsverhalten etc mit Tunnelblick verdammt noch mal ich will da durch und einer verminderten Wahrnehmung von mir und meiner Umwelt kommen Und oftmals weiß ich hinterher nicht was ich eigentlich sagen wollte bzw fühle mich angeschlagen Will sagen das C müssten wir noch mal unterteilen Gruß Petra Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von Torsten 3 November 2014 20 52 Hallo Petra da ist gar kein Widerspruch von meiner Seite Ich nehme das Stottern Blockiert Sein Wiederholungen Dehnungen auch deutlich wahr aber nicht unbedingt Reaktionen wie Mitbewegungen erst recht nicht Reaktionen von Zuhörern Bei mir engt sich also anscheinend die Wahrnehmung auf das Stottern ein Das kann aber vielleicht individuell verschieden sein Ich würde so etwas jedenfalls lieber Wahrnehmungsausfall oder einschränkung und nicht Kontrollverlust nennen Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Zitat Beitrag von paul dest 3 November 2014 22 11 Hallo zusammen Jetzt haben wir aber echt den Turm von Babel gebaut Und das Wort Kontrollverlust dient dem als Fundament Torsten hat geschrieben Der Kontrollverlust ist etwas das beim Stottern auftreten kann aber nicht muss Kontrollverlust in der von Dosi oben beschriebenen Bedeutung ist nicht mal stotterspezifisch Wenn man einen an Klaustrophobie Raumangst leidenden Menschen in einem Auto einsperrt und dieser Mensch zu Panik reaktionen neigt dann wird auch er sich bald in dem Zustand wiederfinden wo er blind an Türgriffen zerrt gegen Fensterscheiben eindrischt Irgendwie durch mit aller Macht und ein Bild wie im folgenden Video abgibt Video Nervenzusammenbruch in der Schiffsklausel Torsten hat geschrieben Und die Stottermodifikation habe ich immer so verstanden dass es nicht darum geht das Stottern als solches zu vermeiden sondern nur den damit verbundenen Kontrollverlust indem man sobald man die Blockade das Sprechhindernis spürt abbricht und neu einsetzt Das ist aber nicht das was Anbieter der Stottermodifikation mit Stottermodifikation meinen Der Kern der Stottermodifikation besteht darin die Reaktion auf das Sprechhindernis bzw auf die Sprecherschwernis zu modifizieren oder zu ersetzen eine erfolglose Reaktion soll durch eine erfolgreiche ersetzt werden also durch eine mit der es gelingt trotz des eingetretenen Sprechhindernisses weiterzusprechen Es gibt viele verschiedene Reaktionen mit denen man das erreichen kann die populärst benutzten sind weicher Stimmeinsatz und Prolongation Das Abbrechen und Neu Ansetzen gehört allerdings eindeutig nicht zu den Modifikationstechniken das ist nur eine Methode Zeit zu schinden in der Hoffnung dass das Sprechhindernis beim nächsten Anlauf verschwunden sein wird Denn meistens haben die Sprechhindernisse ja eine Haltbarkeitsdauer und vergehen nach einiger Zeit von allein Eine Reaktion kann man nur dann kontrolliert durchführen wenn man vom Auslöser der Reaktion in diesem Fall einem Sprechhindernis nicht in

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Kontrollverlust, Punkt der Hemmung, Sprechhindernis - Seite 14
    mit Cousine 1 Grades väterlicherseits Ergo zwei Brüder verheiraten die jeweiligen Söhne mit den gegenseitigen Töchtern Und kaum jemand der weniger als 6 Kinder hatte Da lässt sich sowas noch richtig gut studieren ein gefundenes Fressen für jeden Genetiker Den Rest müsst ihr selber ausdiskutieren Nur noch ein Hinweis von mir es ist frappierend wie Menschen vergessen dass ihre Kinder mal gestottert haben wenn sie es irgendwann nicht mehr tun Ich habe erst neulich eine Mutter gefragt deren Tochter im Alter von 7 10 Jahren bei mir geturnt hat und in der Zeit Stottern entwickelt hatte Wir hatten damals darüber gesprochen Das Mädchen wird dieses Jahr 18 und als ich die Mutter fragte ob sie eigentlich immer noch stottere wusste die Mutter nicht einmal mehr dass sie es jemals getan hatte Ich allerdings erinnere mich dass es mindestens ein Jahr angehalten hatte und immer noch akut war als das Mädchen mit dem Turnen aufhörte So oder ähnlich stelle ich mir Studien vor in denen zu Anfang zunächst grundlos nach Stottern in der Familie gefragt wird und wie sich derartige Daten plötzlich ändern können wenn bei einem Kind tatsächlich Stottern auftritt Dann erinnert man sich nämlich plötzlich an Dinge die fast in Vergessenheit geraten waren bzw die man vorher nur oberflächlich beantwortet hatte Und noch etwas Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben wo genau beginnen jetzt die Neuanläufe durch mich Beginnt ein Neuanlauf schon dann wenn mein Sprechapparat mit Repetitionen auf ein Sprechhindernis reagiert ich dieses bereits registriert habe aber dennoch unvermindert weitermache Oder beginnt ein Neuanlauf erst dann wenn ich an einem Sprechhindernis zurückpralle und jedes Mal erneut mit gleichbleibendem oder erhöhtem Druck wieder drauf lossteuere Letzteres Das Erstere bedeutet nur dass du die Sprechabsicht noch nicht aufgegeben hast was ja auch nicht einfach ist und dass deshalb die Automatik weitere Startversuche macht Würde ich genauso sehen Übrigens finde ich die Bezeichnung Sprechdrang abweichend von der Sprechabsicht gar nicht schlecht Soviel für heute Gruß Petra Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Zurück zum Thema Zitat Beitrag von paul dest 10 März 2015 22 24 PetraS hat geschrieben Bevor ihr euch in Spekulationen ergeht was ich mit irgendwas gemeint haben könnte fragt doch einfach MICH Nach wie vor die beste Methode um herauszufinden was jemand meint Ich habe gerade nachgeschlagen was man Genom nennt Und nehme meine implizite Aussage zurück dass Genom die Gesamtheit aller Gene ist Vielmehr bezeichnet man damit das gesamte Erbgut eines Lebewesens Insofern war Petra Deine Verwendung des Wortes Genom korrekt und ganz im Einklag mit Deiner Erklärung was Du gemeint hast Torsten hat geschrieben Man hat also vor einigen Jahren geglaubt 98 der DNA seien Müll aber inzwischen weiß man dass das ein Irrtum war Na prima Und was hat das mit nichtgenetischer Vererbung zu tun Nichts Es könnte höchstens bedeuten dass nun weitere Stottergene entdeckt werden weil man darangeht den Nüll gründlich zu untersuchen Oh je Torsten lies nochmal diesen Satz Die Süddeutsche hat geschrieben Nur ein bis zwei Prozent der menschlichen DNA bestehen überhaupt aus Genen DNA ist das Erbgut Genom Darin sind aber nur ein bis zwei Prozent Gene Ich habe das Gefühl Du hast auch den Link zum Artikel aus der Süddeutschen nicht aufgeklickt Sonst hättest Du darin auch das hier lesen können Die Süddeutsche Unterstreichung durch mich hat geschrieben In neun von zehn Fällen finden sich genetische Variationen die mit Krankheiten zusammenhängen nicht in den Genen sagt der Encode Forscher Mike Pazin Und jetzt nochmal zum Ursprung dieser Off Topic Diskussion Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben und ist offenbar eine im menschlichen Genom enthaltene bei einer bestimmten Prozentzahl von Individuen immer wieder auftretende Störung Gerade mal vier Prozent der Stotterfälle lassen sich auf genetisch bedingte Veranlagung zurückführen Für oder gegen was argumentierst Du also mit den in diesem Fall halbwahrheitlichen vier Prozent Die vier Prozent beziehen sich nämlich nur auf die Mutationen in den Genen GNPTAB GNPTG und NAGPA in der Grundmenge des mutmaßlich erblichen Stotterns Torsten über family history Angaben bei ELVS hat geschrieben Paul die Sache ist doch ganz eindeutig Angenommen Das heißt Die Eltern aller 181 Kinder die als stotternd diagnostiziert wurden sind ein zweites Mal diesmal mündlich befragt worden Und es ist doch selbstverständlich dass falls es Abweichungen zur nur schriftlichen Erstbefragung gab in dem Artikel von 2013 die aktualisierten Daten verwendet wurden nachdem man sich für die Aktualisierung und Auswertung der Daten mehrere Jahre Zeit genommen hat Torsten das ist ein typisches Beispiel dafür wie Du Deine Vorstellungen von etwas in Tatsachen umwandelst Das was Du oben als ganz eindeutig und selbstverständlich bezeichnest ist nur für jemanden ganz eindeutig und selbstverständlich der es gewöhnt ist Birnen mit Äpfeln zu vergleichen Die Angabe auf die Du Dich beziehst ist eine die für den Vergleich mit der Kontrollgruppe bestimmt ist Also muss es nach Möglichkeit eine sein die unter gleichen Bedingungen in beiden Gruppen erhoben worden ist also vor Ausbruch des Stotterns eine andere gleiche Bedingung gibt es in der Kontrollgruppe nämlich nicht Es mag zwar Dir unplausibel erscheinen dass jemand in eine Daten Tabelle eine Angabe der Erstbefragung reinschreibt Aber das macht es noch lange nicht unplausibel für andere Auch hier gilt deshalb nicht mutmaßen sondern nachschlagen Und wenn es aus der Veröffentlichung nicht eindeutig hervorgeht bei den Autoren nachfragen Wobei das Letztere in diesem Fall nicht mal notwendig ist denn das ist in den ELVS Veröffentlichungen explizit erklärt Und so ist es leider fast mit allen Angaben die Du oben als Fakten ausgibst Es sind nur Fakten in einer Welt die Dir gemäß Deiner Stottertheorie plausibel erscheint Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Kontrollverlust Zitat Beitrag von Torsten 11 März 2015 10 12 Hallo Petra PetraS hat geschrieben Ich meinte damit dass es irgendwo in der menschlichen Erbmasse vorhanden ist weil ich davon ausgehe dass nicht der eine Mensch dem anderen Menschen das Stottern abguckt sondern jeder Mensch sein Stottern selber entwickelt auch völlig ohne stotternde Vorbilder nur weil er irgend eine angeborene Veranlagung dazu hat Das mag bei einigen Individuen in einer erkennbaren familiären Häufung auftreten bei anderen wiederum nicht Genau so denke ich auch Was man erbt ist die Veranlagung nicht das Stottern Ob die Veranlagung zum Ausbruch des Stotterns führt und ob das Stottern chronisch wird dürfte erstens von der Stärke der Veranlagung und zweitens falls die Veranlagung nicht sehr stark ist von Umgebungsfaktoren abhängen Worin genau die Veranlagung besteht ist noch unklar PetraS hat geschrieben So oder ähnlich stelle ich mir Studien vor in denen zu Anfang zunächst grundlos nach Stottern in der Familie gefragt wird und wie sich derartige Daten plötzlich ändern können wenn bei einem Kind tatsächlich Stottern auftritt Ja ich halte das was Paul dazu bzgl der Victoria Studie schreibt auch für durchaus plausibel Nur bin ich mir ziemlich sicher dass in dem Bericht von 2013 aus dem die Prozentzahlen zur familiären Vorbelastung stammen die korrigierten Daten verwendet wurden PetraS hat geschrieben Übrigens finde ich die Bezeichnung Sprechdrang abweichend von der Sprechabsicht gar nicht schlecht Ich staune immer wieder was gerade Menschen die relativ schwer stottern für einen starken Sprechdrang haben Sie sind manchmal die reinsten Quasselstrippen können gar nicht aufhören zu reden obwohl es ihnen so schwer fällt und gönnen sich ihrem Sprechapparat nicht die kleinste Pause Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Kontrollverlust Zitat Beitrag von PetraS 11 März 2015 10 31 Hallo Torsten bevor ich hier wieder missinterpretiert werde Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben Übrigens finde ich die Bezeichnung Sprechdrang abweichend von der Sprechabsicht gar nicht schlecht Ich staune immer wieder was gerade Menschen die relativ schwer stottern für einen starken Sprechdrang haben Sie sind manchmal die reinsten Quasselstrippen können gar nicht aufhören zu reden obwohl es ihnen so schwer fällt und gönnen sich ihrem Sprechapparat nicht die kleinste Pause Mit Sprechdrang meine ich nicht das Mitteilungsbedürfnis dann dürfte ich dich zuvor missverstanden haben Ich stellte Sprechabsicht vs Sprechdrang gegenüber Wobei ich die Sprechabsicht als rationales Vorhaben etwas zu sagen definiert hätte Sprechdrang wäre dann in meinem Verständnis eher der triebhaft emotionale Drang das Beabsichtigte sprachlich zu realisieren Und vielleicht ist es dieser Sprechdrang der bei manchem Stotterer nicht zu stoppen ist wenn er immer wieder gegen ein Sprechhindernis anrennt obwohl er sich rational lieber zurückziehen und es nach einer Pause neu versuchen sollte Das was du oben definierst hört sich eher nach Mitteilungsbedürfnis an Das habe ich und das hatte ich schon immer Und davon habe ich mich auch niemals von meinem Stottern abbringen lassen Wie mein Mann auf Türkisch immer sagt ich finde den Spruch herrlich weil er fast ein Reim ist hem geveze hem kekeme was so viel heißt wie sowohl Schwätzer als auch Stotterer Gruß Petra Zuletzt geändert von PetraS am 11 März 2015 12 15 insgesamt 1 mal geändert Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Kontrollverlust Zitat Beitrag von Torsten 11 März 2015 11 06 PetraS hat geschrieben Mit Sprechdrang meine ich nicht das Mitteilungsbedürfnis Ich auch nicht Das Mitteilungsbedürfnis hindert uns ja nicht daran etwas langsamer zu sprechen und ab und zu Pausen einzufügen Ich meine mit Sprechdrang eher etwas Motorisches eine Eile einen schwer zu bremsenden drive beim Sprechen www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Zurück zum roten Faden Du und Dein Sprechapparat Zitat Beitrag von paul dest 12 April 2015 14 57 Hallo Petra und alle die bei dem Thema mitdiskutieren möchten Die Nichtmöchtenden oder andere Dinge diskutieren Möchtenden toben sich bitte in anderen Threads aus Kehren wir nach den zahlreichen Intermezzos zu der Stelle dieses Threads zurück an dem wir den roten Faden haben liegen lassen In diesem Beitrag versuche ich lediglich durch ein paar Erinnerungszitate und Links den roten Faden wiederherzustellen Mein eigentlicher Beitrag wird dieser Wiederaufnahme des roten Fadens folgen PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25277 hat geschrieben Die von mir genannten Beispiele sind alle dokumentiert Sie sollen demnächst verlinkt werden so kann man die einzelnen Ereignisse anschauen und zersplitten was darin vom Sprechapparat verursachte von mir als Person bewusst oder gewohnheitsmäßig gezeigte Reaktion ist Die erwähnten Beispiele und Deine Petras letzten Kommentare dazu waren niemand PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben Ich kann dazu nur sagen die einzige Veränderbarkeit die ich hier für möglich hielte wäre es abzubrechen sobald ich der Repetitionen gewahr wurde Das geschieht nicht weil es mir schlichtweg EGAL ist ob ich vor einer Person wie dir repetiere oder nicht Das kann im beruflichen Kontext ganz anders sein Sekunde PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben Hier siehst du mehr als mir aufgefallen war Dass ich bereits vor dem z absetze und pausiere hatte ich nicht einmal bemerkt Dass ich vorher bereits phoniere ist eine meiner Gewohnheiten wenn ich einen Anlaut im Vorfeld als problematisch wahrnehme antizipiere die Stimme PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben Dazu gleich treatment of stuttering PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben Dazu ebenso gleich Geschäft PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben Alle diese drei vorausgehenden Beispiele enthalten etwas das ich nicht definieren kann bzw das sich nicht so einfach in dein Erklärungsschema von Ich tue etwas mein X tut etwas einordnen lässt Denn was ICH tue und was mein Sprechen dabei veranstaltet ist nicht dasselbe Genauer gesagt Ich mache X mein Sprechapparat macht Y So als wenn ich gehen möchte und mein Bein nur Zuckungen macht In allen diesen Beispielen besteht der Wunsch ein bestimmtes Wort zu sagen Und nicht nur der Wunsch sondern auch die Initiative es zu tun Nur das Ergebnis ist nicht das was erwartet wurde Wenn ich z B die Stimme sagen will und diese wie äh äh klingenden Geräusche herauskommen dann ist das nach meinem Verständnis mein Sprechapparat der in dieser Form an dem Sprechhindernis zurückprallt Noch bevor eine wahrnehmbare Artikulation da ist Nur das Phonieren iteriert An das d komme ich gar nicht erst Bei treatment of stuttering ist es etwas anders denn ich habe bereits s gesagt und das mehrfach Ich pralle aber am Hindernis zurück Dann erhöhe ich den Druck mit dem Ergebnis wieder dieses Iterieren auf der Stimme eigentlich unlogisch denn st ist stimmlos Die Stimme setzt eigentlich erst danach ein muss ich nicht PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben paul dest hat geschrieben Neuanläufe die Du durchführst Auch bei der Definition von Neuanläufen gehen wir glaube ich nicht ganz konform Ab wann beginnt ein Neuanlauf bis wohin geht der Automatismus Auch in dem Beispiel muss ziehe ich mich zwischenzeitlich nicht aus der Sprechabsicht zurück Ich starte nicht einmal neu durch sondern halte mit unverminderter Kraft drauf Darum tue ich mich schwer von Neuanläufen zu sprechen Ein Neuanlauf ist m E ein neuer Startversuch wenn man einmal an dem Hindernis zurückgeprallt ist Jedes Mal mit neuer Kraft auch jedes Mal ggf mit etwas mehr Kraft Selbstverständlich bleibt mir immer die Wahl sobald ich eines solchen Hindernisses gewahr werde Schluss zu machen Das allein ist es woran ICH beteiligt bin Aber solange ich die Sprechabsicht nicht aufgebe mein Sprechapparat allerdings Dinge produziert die meinerseits nicht beabsichtigt sind steht die Gleichung Ich mache X mein Sprechapparat macht Y und das Gegenbeispiel nicht welches kommentarlos geblieben ist weil es eben ein Gegenbeispiel darstellt Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Du und Dein Sprechapparat Zitat Beitrag von paul dest 13 April 2015 20 30 Hallo Petra Allgemeine Gedanken vorweg PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben Alle diese drei vorausgehenden Beispiele enthalten etwas das ich nicht definieren kann bzw das sich nicht so einfach in dein Erklärungsschema von Ich tue etwas mein X tut etwas einordnen lässt Denn was ICH tue und was mein Sprechen dabei veranstaltet ist nicht dasselbe Genauer gesagt Ich mache X mein Sprechapparat macht Y So als wenn ich gehen möchte und mein Bein nur Zuckungen macht In allen diesen Beispielen besteht der Wunsch ein bestimmtes Wort zu sagen Und nicht nur der Wunsch sondern auch die Initiative es zu tun Nur das Ergebnis ist nicht das was erwartet wurde Bei dem Satz Ich mache X mein Sprechapparat macht Y gibt es einen gravierenden Bedeutungsunterschied zwischen machen und machen Das machen im Satz Ich mache X hat die Bedeutung ich beabsichtige etwas zu bewirken und werde aus dieser Absicht heraus so tätig wie ich erwarte dass infolge dieses Tätigwerdens X passiert Das machen im Satz mein Sprechapparat macht Y hat die Bedeutung mein Sprechapparat vollführt diese oder jene Bewegungen d h es passiert Y das machen hier bedeutet passieren in der objektiv wahrnehmbaren beobachtbaren Bedeutung des Wortes Meistens braucht man zwischen a und b nicht zu unterscheiden und zwar dann wenn a möchte gehen und b ich gehe übereinstimmen Wenn sie aber nicht übereinstimmen möchte gehen aber Bein nur Zuckungen macht wenn also das Ergebnis ist nicht das was erwartet wurde sagen wir zu diesem Unterschied dass eine Störung vorliegt In Deinem obigen Beispiel ist es eine Gehstörung bezogen auf unser Diskussionsthema ist es eine Sprechstörung Was gehört nur zur Störung selbst Nicht Dein Verantwortungsbereich nur hierzu würde ich sagen dass solche Sachen Dein Sprechapparat macht und nicht Du weil es von Deiner Absicht Erwartung abweicht Und was gehört nicht zur Störung sondern zu dem wie Du auf die Störung reagierst oder in Erwartung der Störung agierst Dein Verantwortungsbereich dass macht nicht Dein Sprechapparat das machst Du durch Deinen Sprechapparat auch wenn Dir angesichts der Störung vielleicht nichts Besseres übrig bleibt Zu den konkreten Sprechbeispielen bzw Stotterstellen niemand PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben Ich kann dazu nur sagen die einzige Veränderbarkeit die ich hier für möglich hielte wäre es abzubrechen sobald ich der Repetitionen gewahr wurde Das geschieht nicht weil es mir schlichtweg EGAL ist ob ich vor einer Person wie dir repetiere oder nicht Das kann im beruflichen Kontext ganz anders sein Also gehört zumindest das Nicht Abbrechen zu Deinem Verantwortungsbereich nämlich zu Deinem Umgang mit der Störung und nicht zu der Störung selbst Denn Du könntest abbrechen Lediglich die ersten Repetitionen liegen daher außerhalb Deines Verantwortungsbereiches denn Du hast nicht erwartet dass beim Ansprechen von niemand a n n b passiert Vielleicht liegen sogar diese ersten Repetitionen in Deinem Verantwortungsbereich nämlich dann wenn Du das Sprechhindernis schon vor dem Sprechbeginn von niemand gespürt hast denn dann hast Du schon vor der ersten Repetition erwartet dass die Sprechbewegung gleich versacken würde und hast Dich dennoch für ein Weitersprechen entschieden in dem Fall bestünde die eigentliche Störung also nicht mal in den Repetitionen sondern in dem Sprechhindernis das Sprechen versackt Was hier genau vorliegt kann ich Dir aber wie schon geschrieben nicht sagen Das weißt allein Du Interessant ist dass auch in diesem Beispiel etwas passiert was Du erst für die Beispiele 2 bis 5 anführst die vorgeschobene Phonation achte darauf dass Du mit jeder n Repetition die Zunge vom Zahndamm löst um sie wieder an den Zahndamm zu setzen und dass Deine Stimmgebung schon einsetzt bevor die Zunge am Zahndamm ansetzt Zu diesem Phänomen am Ende des Beitrages Sekunde PetraS in viewtopic php f 1 t 4230 start 180 p25315 hat geschrieben Hier siehst du mehr als mir aufgefallen war Dass ich bereits vor dem z absetze und pausiere hatte ich nicht einmal bemerkt Dass ich vorher bereits phoniere ist eine meiner Gewohnheiten wenn ich einen Anlaut

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