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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Mythen über Stottern: wann beginnt das Stottern?
    wahrscheinlich 6 Als ich sie jedoch einige Zeit später genauer befragte und meine Mutter sich die Mühe machte die Ereignisse zu rekonstruieren stellte sich heraus dass die Erzieherin im Kindergarten die erste war die auf mein Stottern aufmerksam wurde und meine Eltern darauf hinwies dieser Rekonstruktion zufolge war ich also 4 Jahre alt als das Stottern bei mir allmählich einsetzte Noch deutlicher wird die Unzuverlässigkeit der retrospektiven Angaben wenn man sich vor Augen führt dass mehr als die Hälfte der Eltern angeben keine familiäre Vorgeschichte des Stotterns zu haben solange ihre Kinder nicht stottern Hat eines der Kinder jedoch zu stottern angefangen fällt es mehr als der Hälfte nachträglich ein dass es doch eine familiäre Vorgeschichte gegeben hat Zuverlässige Angaben über Stotterbeginn erhält man daher nur wenn man als Beobachter von Anfang an dabei ist genauer noch bevor das Stottern angefangen hat man muss die Studie also mit einer ganz jungen Personengruppe starten wo das Stottern noch gar nicht aufgetreten ist idealerweise also gleich von Geburt an Will man nun auch noch repräsentative Angaben erhalten darf man die teilnehmenden Personen nicht nach besonderen Eigenschaften auswählen etwa Zwillinge sondern muss einfach flächendeckend vorgehen Nimmt man diese beiden Kriterien zuverlässig und repräsentativ zusammen bleiben nicht viele Studien übrig Genau genommen nur die zwei die bereits oben dargestellte Newcastle Studie aus den Jahren 1946 bis 1962 mit 1 142 Kindern am Beginn und 750 Jugendlichen am Ende des Beobachtungszeitraums die seit 2003 laufende australische Studie die Du erwähnst Early Language in Victoria Study ELVS PetraS hat geschrieben Mir kommt es irgendwie komisch vor zumal in der Studie von der ihr letzten Herbst geschrieben hattet ich finde irgendwie den Thread nicht wieder wo von australischen Daten die Rede war mit 1 619 Kindern am Beginn des Beobachtungszeitraums Leider sind in dieser Studie bisher nur die Daten bis zum 4 Lebensjahr ausgewertet Stottern bis zum Alter von 3 Jahren Stottern bis zum Alter von 4 Jahren Temperament Intelligenz und Sprache PetraS hat geschrieben viel früheres Auftreten von Stottern erwähnt wurde die Kinder waren dort zum Teil jünger als drei Kannst du hierzu Genaueres sagen Die Kinder mit dem frühesten Stotterbeginn sind auch in der obigen Newcastle Studie jünger als drei sogar jünger als zwei Bitte beachte dass der Balken über der Zahl 2 die Anzahl der Stotternentstehungen im zweiten Lebensjahr wiedergibt also nach Vollendung des ersten aber vor Vollendung des zweiten Lebensjahres Demnach gab es in der Newcastle Gruppe 4 Kinder die noch vor ihrem zweiten Geburtstag zu stottern angefangen haben In der ELVS Gruppe waren es 11 Kinder die vor ihrem zweiten Geburtstag zu stottern angefangen haben Bedenkt man die größere Beobachtungsgruppe bei ELVS und die allgemein höhere Auftretenshäufigkeit im Vergleich zu Newcastle gibt es zwischen den Ergebnissen der beiden Erhebungen keine Widersprüche Viele Grüße Paul P S Einen tippfrischen Bericht über einsetzendes Stottern bei einem Zwillingsmädchen findet man übrigens hier stottern mit knapp 2 jahren Die Zwillinge sind 23 Monate alt also jünger als zwei Jahre http stottern verstehen de Nach oben Torsten

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Die richtige Sprechgeschwindigkeit ?!
    72 Registriert 9 September 2008 10 25 Re Die richtige Sprechgeschwindigkeit Zitat Beitrag von Kai vD 3 Dezember 2008 15 00 Ein sehr interessanter Thread mit sehr guten und hilfreichen Beiträgen Man verzeihe mir dass ich jetzt etwas vom Thema Sprechgeschwindigkeit abschweife Ich kann noch ergänzen das der Transfer in den Alltag auch schwerfällt wenn sich die erlernte Methode gut anhört Ich war gerade vor ein paar Wochen auf meinem ersten Neue Naturmethode Seminar Wie man dort zu sprechen lernt klingt einfach gut Schöne Betonungen angenehme Pausen nicht zu schnelles Sprechtempo usw Durchaus viele Elemente wie sie auch in Rhetorik Kursen vermittelt werden Trotzdem Während und kurz nach der Therapie war ich vom Ich kann schön sprechen Gefühl beseelt Ich konnte dann das Erlernte im Alltag in leichten Situationen sehr oft sehr gut anwenden Nachdem nun in den letzten Wochen durch das häufige Nicht anwenden können des Erlernten in schweren Situationen wieder das Gefühl ich muss stottern und kann eben nicht schön sprechen in den Vordergrund gerückt ist fällt mir das Umsetzen auch in leichten Situationen zunehmend schwerer Was ich mir aus den vorherigen Beiträgen besonders zu Herzen nehmen werde ist die Anregung von Eberhard Wir sollten uns aber über alle Momente in denen wir nicht stottern tief bewusst werden Wir sollten darüber in uns eine heftige Freude und Begeisterung entstehen lassen um der traumatisierenden Wirkung des Stotterns etwas entgegensetzen zu können Die Momente in denen wir nicht stottern müssen wir auf stärkere Weise genießen und auf uns wirken lassen als uns die Stottermomente traumatisieren Da werde ich mal meinen Fokus drauflegen und frohen Mutes meinen Weg weitergehen Viele Grüße Kai Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Die richtige Sprechgeschwindigkeit Zitat Beitrag von Eberhard 3 Dezember 2008 15 53 Hallo Roland deine Anmerkungen warum es so schwer fällt Sprechtechniken in den Alltag umzusetzen sind richtig Ich habe das auch so erfahren Theroretisch könnte man die innere Größe haben sich damit durchzusetzen mit der Aussicht dass man es ja irgenwann dann auch nicht mehr braucht aber von einem jahre oder jahrzehntelang vom Stottern geprügelten Menschen kann man das nicht verlangen Deshalb ist eine kompakte zusammenhängende Therapie an einem abgesonderten Ort sicher sehr hilfreich Nun zu der Verschaltungsschwäche zwischen den Sprachzentren und seinen Kompensationsmöglichkeiten Das mit den Gosignalen wusste ich noch nicht aber ich kann mich an meine Zeit als starker Stotterer erinnern das mir so etwas auch half meine Verklemung zu lösen Dass wir beim Singen nicht stottern liegt unter anderem wohl auch daran dass der musikalische Rhythmus uns dauernde Gosignale liefert Das was die Neurobiologen da als Ursachen für das Stottern herausfinden ist sicher alles richtig Ich behaupte aber dass solche neurologischen Ursachen nicht nur kurzfristig kompensiert sondern auch mittel bis langfristig korrigiert werden können Das entspricht nicht nur meinen persönlichen Erfahrungen sondern eben auch neurobiologischen Erkenntnissen bezüglich der Plastizität also der Veränderbarkeit unserer neurologischen Verschaltungen Wie das geht wie man das selbst in die Wege leiten kann das erfährt man nicht von den Neurobiologen die auf der untersten Ebene die biochemischen und biophysikalischen Grundlagen erforschen sondern von denjenigen die die Zusammenhänge zu deuten wissen Zum Beispiel von Gerald Hüther und Joachim Bauer in ihren vielen Publikationen von Antonio Damasio in Ich fühle also bin ich von Andreas Weber in Alles fühlt von Jon Kabat Zinn in Im Alltag Ruhe finden und Zur Besinnung kommen bei Csikszentmihalyi in Flow bei Peter Bieri in Das Handwerk der Freiheit in verschiedenen Büchern über Achtsamkeitsmeditation Nur ein paar Beispiele Aber selbst wenn man das alles liest ist immer noch die Frage wann es bei einem selbst Klick macht Kurz angedeutet Wir haben die Fähigkeit zu einem erweiterten Bewusstsein welches sich über die Alltagsprobleme erheben und diese transzendieren kann auch über das Alltagsproblem Stottern welches Veränderungen in den Schaltkreisen unseres Gehirns anstoßen kann Das Leben an sich ist dadurch gekennzeichnet dass es sich aus eigener Kraft weiterentwickeln kann die Evolution zeigt das Diese Entwicklung geschieht in den zeitlichen Dimensionen der Entwicklung des Kosmos Wir Menschen haben aber die Fähigkeit uns in der kurzen Zeitspanne unseres Lebens von uns selbst initiiert zu verändern und weiterzuentwickeln Das ist alles heute nicht mehr nur ein philosophisches Ideal sondern praktisch machbar Der Anfang ist dass wir in uns selbst ein Feuer entfachen mit dem wir unsere Umgebung aufhellen und erkennbar machen Wollt ihr mehr davon wissen Herzliche Grüße von Eberhard Nach oben Die Kirschblüte Beiträge 1370 Registriert 6 Juli 2007 14 22 Re Die richtige Sprechgeschwindigkeit Zitat Beitrag von 3 Dezember 2008 17 55 Hallo Eberhard ja es ist richtig dass Stottern gut behandelbar ist und niemand zeitlebens unter Stottern zu leiden braucht Auch ist es wohl richtig dass Stottern mit zunehmendem Alter leichter wird die meisten Menschen Deines Alters sind wesentlich flüssiger als in ihrer Jugend Viele müssen nicht bis zum Rentenalter warten Ich selber habe wie Du viel über Psychologie Philosophie und Hirnforschung gelesen Um gut mit Stottern klar zu kommen auch um sehr flüssig zu sein muss man das nicht tun Ich habe viele Stotterer kennen gelernt die das alles nicht gebraucht haben Ich schreibe Stotterer obwohl diese Menschen kaum noch stottern sehr selten doch noch Sicher unsere neurophysiologische Grundausstattung kann überformt werden Bei Stottern heißt das kompensiert Es kann keine Korrektur geben auch das zeigen andere Forschungen es ist immer eine Kompensation die längere Zeit bei erwachsenen Stotternden intensiv trainiert werden muss Diese Kompensation erfordert ein Tun indem wir etwas tun auf andere Art sprechen oder auf andere Art auf unser Stottern reagieren verschalten sich neuronale Netzwerke Ich kann Dir in vielem zustimmen in gravierenden Punkten allerdings nicht Du zeichnest ein desaströses Bild von Stottern Von Stottern geprügelt von Stottern traumatisiert Stottern als Zwang usw Klar so kann man sich fühlen Muss man aber nicht Ich habe den Eindruck dass Du Dich nicht mit Deinem Stottern versöhnen konntest nicht akzeptieren kannst und willst dass Du auch ab und an noch stotterst Auch das müsste nicht sein Man kann tatsächlich ein hohes Bewusstsein über sein Stottern erreichen unterscheiden was körperlich abläuft was das eigentliche Stottern ist eine kleine Unterbrechung des Sprechflusses und was Reaktionen darauf sind zum Beispiel hartes Pressen oder Mitbewegungen des Körpers Man kann auch spüren und verändern welche emotionalen Reaktionen auf ein Stotterereignis oder die Furcht davor einen abhalten zu sagen was man will zu tun was man tun möchte das ist zum Beispiel der mentale Weg den man bei der Nicht Vermeidung geht Sicher sind für viele ihre eigenen Stotterereignisse unangenehm Viele andere schaffen es flüssig zu sprechen und ihr Stottern zu verstecken Und sie leiden darunter Deshalb halte ich es für fatal Stottern zu dämonisieren So positiv sich Deine Ausführungen zuerst anhören finde ich Du siehst Stotterer als defizitär als Menschen die etwas überwinden oder erreichen müssen etwas was Nicht Stotterer scheinbar haben ein höheres Bewusstsein gar so hab ich das im anderen Thread verstanden Ich halte nichts von Selbstgeißelung Es ist gut und richtig auch die flüssigen Anteile des Sprechens zu beachten und nicht nur auf die Unflüssigkeiten fixiert zu sein Genauso wichtig ist aber darauf zu achten ob gestotterte Worte tatsächlich nicht ankommen ob man nur flüssig sehr effektiv kommunizieren kann Wen Stottern tatsächlich stört die Hörer oder vor allem einen selbst Joseph Sheehan hat geschrieben 1 Dein Stottern tut Dir nicht weh 2 Und Du hast nichts davon wenn Du flüssig sprichst Du brauchst dich überhaupt nicht zu schämen wenn du stotterst und du brauchst nicht stolz zu sein wenn du flüssig sprichst nachzulesen in An einen Stotterer zu beziehen über die BVSS Heute mit all den Erkenntnissen der neuesten Forschung ist noch klarer wie Recht der Mann hat Wird es nicht Zeit ein positives Selbstbild als Stotterer zu entwickeln Auch der Welt zu zeigen dass man ist ob mit flüssigen oder gestotterten Worten Stolz darauf zu sein was man geleistet hat ob mit oder ohne Stottern Als Gemeinschaft von Stotternden sich Respekt zu zollen für all die Leistungen die wir erbringen Dafür zu sorgen dass über Stottern informiert und aufgeklärt wird Damit kein Stotternder mehr Angst haben muss als ängstlich psychisch krank minderbemittelt oder was auch immer dazustehen Das würde die Situation Stotternder erheblich verbessern und wahrscheinlich bei vielen Stottern leichter machen Eberhard ich würde von Dir gerne mehr Persönliches lesen statt das was andere ganz allgemein zum Leben sagen Wie stotterst Du heute Welche Therapie Erfahrungen hast Du Wie hast Du Dir Dein Leben eingerichtet Inwiefern hat Stottern eine Rolle gespielt Was würdest Du im Rückblick anders machen Bernd Zur Sprechgeschwindigkeit Ich war nie eine Schnellsprecherin viele Stotternde sind das mich würd interessieren ob es dann spezielle Herausforderungen gibt Nur langsamer sprechen hätte mir nicht viel geholfen das hat erst Sinn gemacht seit ich dabei weiß was zu tun ist um ins flüssige Sprechen zu kommen oder Stotterereignisse gut abwickeln zu können Man muss langsamer werden um mehr spüren zu können Genau dieses Mehr Spüren könnten viele aber als unangenehm empfinden darum versuchen sie schnell zu sprechen Nach dem Motto Augen zu und durch Und den anderen Thread hab ich nicht vergessen Antwort kommt die Tage Grüße Mechthild Nach oben Quax kompetent Beiträge 409 Registriert 30 Juli 2007 15 01 Re Die richtige Sprechgeschwindigkeit Zitat Beitrag von Quax 3 Dezember 2008 21 53 Hallo zusammen zunächst mal eines Wow Ich weiß nicht was ich gemacht habe aber offensichtlich habe ich das Forum geweckt Vielleicht sollte ich als Wecker anfangen Danke jedenfalls euch allen für eure Beiträge Ich werde mir angesichts der Fülle der Antworten gezielt einige Stellen herauspicken und meinen Kommentar dazu abgeben Es liegt nach meiner Meinung daran dass man beim Langsamkeitsprechen mehr Ton in die Stimme legt den Ton also dehnt was wiederum dem Singen näher kommt und es hat was mit dem Tönen der Hausdorfer Methode zu tun Ich stimme dir zu wobei es m A n in vielen Fällen auf den Sprechschwung ankommt Auch beim Singen singt man bisweilen nur silbenweise bei der Konzentration auf den Sprechschwung sollte man gerade das nicht tun Man sollte viel eher versuchen den folgenden Vokal zu ergreifen lässt sich schwer beschreiben sprich eine Art Welle zu schaffen Es ist ein Unterschied ob ich singe Ei nigkeit und Recht und Frei heit oder ob ich sage Einigkeit und Recht und Freiheit Verstehst du Aber das sind im Prinzip Haarspalterein für einen Stotternden ist es natürlich nie verkehrt sich auch mit dem Singen zu befassen Ich erinnere mich an jemanden der sehr stark stotterte Er erzählte mir dann dass er wenn er so wie er es bei seiner Logopädin gelernt hat gebunden gedehnt und etwas singend spricht ganz flüssig reden kann Ich musste ihn aber erst auffordern das doch mal mir gegenüber zu tun Und siehe da es ging Diese Art zu reden ist zwar auch nicht ganz normal aber allemal besser als das verkrampfte Stottern man kann sich doch erheblich besser damit verständlich machen Nachdem er es mir vorgemacht hatte fiel er sofort in sein übliches Stottern zurück Da haben wir den Kern der Sache Dieses Verhalten ist ja nicht selten Warum machen viele das so Vielleicht steckt dahinter eine innere Haltung wie Es reicht mir schon dass ich gezwungen bin zu stottern da will ich nicht auch noch absichtlich unnormal reden Oder ist es einfach die Unfähigkeit für sich selbst auch gegen Widerstände das Richtige zu tun mal einfach nur das zu verfolgen was man selbst will Oder ist es unser heimliches Wissen darum dass wir ganz normal sprechen könnten wen nur der innere Zwang zum Stottern nicht da wäre Genau diesen Effekt kenne ich auch und ich finde es außerodentlich bemerkenswert Vielleicht kann man sogar soweit gehen und sagen dass wir alle flüssig sprechen könnten und zwar immer wenn wir nur wollten Hierbei muss aber differenziert werden Praktisch jeder Stotternde spricht flüssig wenn er seine Sprechweise weit genug ins Absurde ändert folglich haben Therapien mit einer auffälligen Sprechtechnik o ä ein gewisses psychologisches Akzeptanzproblem Anders sieht es bei vermeintlich unauffälligen Therapieformen aus wobei man hier den Effekt des Spontansprechens nicht vernachlässigen darf Genausowenig wie eine extrem auffällige Sprechweise jedermanns Sache ist ist es für viele Menschen nicht befriedigend Sätze erst mit langer Vorbereitungszeit sagen zu können Es fehlt einfach die Spritzigkeit die Spontanität in der Kommunikation Stottern ist ja kein organischer Fehler Ich denke das ist eine nur bedingt haltbare Aussage vgl die Ausführungen von Roland Die Heilung des Stotterns ist machbar wenn es der Therapie gelingt die Überzeugung dass man stottern muss durch die Überzeugung zu ersetzen dass man nicht stottern muss Spannender Ansatz vom Grundsatz her Ich beobachte eigentlich dass sich die Therapielandschaft an sich in zwei Lager spaltet 1 diejenigen Therapien deren erklärtes Therapieziel es ist sofortiges flüssiges Sprechen zu lehren z B KST Stotterer Training etc und 2 solche Ansätze die zuerst mal am Stottern und den zusammenhängenden Gefühlen arbeiten z B VR Welcher Ansatz ist nun der richtige Mit deiner Aussage bzw deinen Aussagen insgesamt Eberhard implizierst nämlich dass mich eine Therapie zunächst einmal flüssig machen muss anders könnte das Ich kann Gefühl ja schlecht wachsen Das muss kein schlechter Ansatz sein bedingt aber immer ein gewisses Risiko wenn mir im Alltag die Umsetzung nicht immer gut gelingt Man kann so schnell in eine Negativspirale kommen was ich aus eigener Erfahrung weiß Nicht das ein falscher Eindruck entsteht beide Richtungen haben ihre Daseinsberechtigung und ihre Erfolge es ist nur die Frage was im Hinblick auf den Alltagstransfer sinnvoller ist Eine kleine Bemerkung noch am Rande passt gerade zum Thema ich kann ich experimentiere derzeit mit einer Art sprachlichen Traumreise hochtrabender Begriff aber eigentlich ganz simpel Ich nehme mir einfach morgens kurz Zeit vielleicht 5 10 Minuten und stelle mir einfach Situationen vor die ich mit guter Sprechruhe und einem guten Flow bewältige Natürlich denke ich dabei dann auch daran wie ich mich locker aus Blocks löse man sollte ja realistisch bleiben einfach eine kurze Visualisierung meines gewünschten Verhaltens Ich kann das nur jedem empfehlen Einige Aspekte sehe ich zwar nicht so pauschal wie Du sondern etwas individueller Denn bei manchen die stottern sehe ich mehr die rein motorische Komponente während bei vielen anderen mehr die Angst und die Scham als enormer Verstärker für das Stottern im Vordergrund stehen Die Erfahrung bestätigt deine Aussage Roland Manche Menschen reagieren per se auf eine auftrende Symptomatik nicht mit Panik Verzweiflung Scham oder Vermeiden sondern bleiben trotz Stottern relativ cool bei anderen Menschen so auch bei mir ist die psychologische Komponente wirklich ausgeprägter Vielleicht hängt das auch von der Schwere der Symptomatik ab Ich würde sagen dass ein leichter bis mittelschwerer Stotterer vielleicht eher Probleme mit Angst und Scham hat als ein wirklich schwerer Fall v a wegen der fehlenden Konstanz des Stotterns Man verzeihe mir dass ich jetzt etwas vom Thema Sprechgeschwindigkeit abschweife Ich kann noch ergänzen das der Transfer in den Alltag auch schwerfällt wenn sich die erlernte Methode gut anhört Ich war gerade vor ein paar Wochen auf meinem ersten Neue Naturmethode Seminar Wie man dort zu sprechen lernt klingt einfach gut Schöne Betonungen angenehme Pausen nicht zu schnelles Sprechtempo usw Durchaus viele Elemente wie sie auch in Rhetorik Kursen vermittelt werden Trotzdem Während und kurz nach der Therapie war ich vom Ich kann schön sprechen Gefühl beseelt Ich konnte dann das Erlernte im Alltag in leichten Situationen sehr oft sehr gut anwenden Nachdem nun in den letzten Wochen durch das häufige Nicht anwenden können des Erlernten in schweren Situationen wieder das Gefühl ich muss stottern und kann eben nicht schön sprechen in den Vordergrund gerückt ist fällt mir das Umsetzen auch in leichten Situationen zunehmend schwerer Kai ich würde dir insofern widersprechen wollen als dass es m M n mßgbl ist ob eine Sprechtechnik auffällt nicht primär ob sie gut klingt Es ist ein Unterschied zwischen gut anhören und unauffällig sprechen Auch ein Schönsprechen hebt sich von der nachlässigen Alltagssprache ab zwar positiv aber immerhin besteht ein Unterschied Im Zweifel bist du dann halt nicht mehr derjenige der weich in die Silben schwingt Fluency Shaping kann schon auffällig sein sondern derjenige der übertrieben schön spricht Und ganz ehrlich es kommt auch irgendwie komisch jede Aussage vorzutragen wie ein Gedicht o ä Die Grundfrage ist doch wirkt das neue Sprechen auf die Umgebung befremdlich positiv wie negativ Ich weiß dass es eine sehr große psychologische Herausforderung ist mit seiner neuen Sprechweise aufzufallen und standhaft zu bleiben Du zeichnest ein desaströses Bild von Stottern Von Stottern geprügelt von Stottern traumatisiert Stottern als Zwang usw Klar so kann man sich fühlen Muss man aber nicht Ich habe den Eindruck dass Du Dich nicht mit Deinem Stottern versöhnen konntest nicht akzeptieren kannst und willst dass Du auch ab und an noch stotterst Auch das müsste nicht sein Mechthild scheint auch wieder da zu sein dann ist ja alles in Ordnung Ich denke dass man ein gewisses Gleichgewicht herstellen muss gewissermaßen eine Neutralität zum Stottern Beide Extreme dem Stottern Liebe entgegenzubringen aber auch dem Stottern Hass entgegenzubringen sind aus meiner Sicht nicht zielführen Akzeptanz und Interesse daran ja aber keinesfalls eine bedingungslose Akzeptanz man muss das Stottern bis zu einem gewissen Maße als Feind betrachten denn nur dann hat man auch die Motivation zum Kampf Dass aber natürlich ein au Backe jetzt habe ich in dieser Situation schon wieder meine Ruhe verloren besser und konstruktiver ist als ein ich kriege ja gar nichts hin jetzt habe ich gerade schon wieder meinen Namen nicht herausbekommen Dieses scheiß Stottern versaut mir alles dürfte aber außer Frage stehen So positiv sich Deine Ausführungen zuerst anhören finde ich Du siehst Stotterer als defizitär Mechthild hier muss ich ganz provokativ sagen wir sind defizitär Ich lasse mir da natürlich gerne widersprechen aber ich persönlich würde doch sagen dass die Mehrheit aller Menschen in Deutschland flüssiger spricht als wir Was soll das bitte anderes sein als ein Defizit in diesem einen Bereich Ein normaler Mann braucht vielleicht 3 Sekunden um ihm Restaurant zu bestellen ich benötige vielleicht 12 oder 20 Natürlich hat das wenig praktische Relevanz aber beim 100 m Lauf bei Olympia hätte er halt im Zweifel Gold und ich nur Silber

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Die richtige Sprechgeschwindigkeit ?! - Seite 2
    Sprechgeschwindigkeit Zitat Beitrag von Helpfuljosh 15 Juli 2015 16 02 Ich habe hier in diesen thread auch etwas gelesen ueber die Hausdorfer methode Weiss jemand ob es auch ein therapie in Deutschland gibt die auf diese Methode zureueckgreift Ich habe nur diese website http hausdorfer de gefunden aber das ist ein therapie die nur in die Niederlanden angebietet und durch die Niederlaedische krakenkasse bezahlt wird Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Die richtige Sprechgeschwindigkeit Zitat Beitrag von Torsten 15 Juli 2015 21 02 Hallo und herzlich willkommen Da hast du ja einen Uralt Thread ausgegraben Es gibt einen ausführlichen Thread über die Hausdörfer Methode Therapie Angebote wären die Naturmethode und Hausdörjer Seminare der BVSS schau mal in den Seminarkalender Das nächste Naturmethode Seminar ist vom 6 bis 8 November in Bielefeld Die Naturmethode basiert wesentlich auf den Lehren von Hausdörfer Vom 13 bis 15 November ist ein Hausdörfer Seminar im Kloster Leutesdorf am Rhein Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben Beiträge der letzten Zeit anzeigen Alle Beiträge 1 Tag 7 Tage 2 Wochen 1 Monat 3 Monate 6 Monate 1 Jahr Sortiere nach Autor Erstellungsdatum Betreff Aufsteigend Absteigend Antworten Druckansicht

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Bin ich wirklich ein Stotterer?
    neue Betrachtungsweise vermitteln was auch erfrischend sein kann Was ich jedoch und das nicht als einzige hier feststelle ist dass Eberhard nicht bereit ist auch nur einen Deut von seiner Sichtweise abzurücken und andere User die ihn in Frage stellen oder widerlegen ignoriert und gebetsmühlenartig seine abstrusen Thesen weiterverbreitet Und darüber aufzuklären haben sich andere User zur Aufgabe gemacht Nicht mehr und nicht weniger Gruß Petra Nach oben Heiko Bräuer Moderator Beiträge 506 Registriert 11 August 2006 12 04 Wohnort Südostbayern Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von Heiko Bräuer 25 Juni 2015 18 33 paul dest hat geschrieben Heiko natürlich kannst Du meine Meinung für Dich mit irgendwelchem absurden Unsinn gleichsetzen aber soweit es meine Meinung angeht und schließlich kenne ich meine eigene Meinung besser als Du ist es durchaus ein Unterschied zwischen ein Stotterer zu sein und über sein Stottern zu schreiben Gäbe es diesen Unterschied nicht könnte ein Stotterer über nichts anderes schreiben als über sein Stottern Und demnach könnte es George Bernard Shaw und Lewis Carroll gar nicht gegeben haben denn soweit mir bekannt handelt keines ihrer Werke vom Stottern Andersherum könnte es die vielen Logopäden und Stotterforscher gar nicht geben denn die meisten von ihnen sind Nichtstotterer und scheiben doch viel über Stottern Huch Wie kann das sein So habe ich das auch nicht gemeint Du und auch andere dürfen Ihre Meinung übers Stottern haben und sie mitteilen egal ob sie Stottern oder nicht Nur wollte ich dich darauf hinweisen dass meiner Meinung nach deine Meinung zu Eberhard nicht richtig sein könnte denn so wie er in seinen Beiträgen über Sein Stottern schreibt so könnte ich es auch tun bzw habe es so getan Und damit wollte ich nur die Frage in den Raum werfen ob ich denn auch nicht über mein Stottern schreibe wenn ich das gleiche wie Eberhard schreibe nur eben auf mein Stottern bezogen Denn ich habe mich nach meinem Beitrag auch gefragt ob ich nun über mein Stottern geschrieben habe oder über mein Poltern Stoibern Asthma Spastik Tourette Syndrom Echolalie oder gar Verrückt Sein paul dest hat geschrieben Ob Eberhard nun ein Stotterer ist oder nicht kann ich Ermangelung einer Sprechprobe nicht feststellen Ob er über sein Stottern schreibt kann ich dagegen sehr wohl feststellen indem ich das was er in diesem Forum schreibt lese Und ich sehe zwar lauter Stellen an denen er das Wort Stottern benutzt dieses Wort an jeder dieser Stellen jedoch mit gleichem Un Erfolg andere weitgehend austauschbare Bedeutungen haben könnte wie etwa Poltern Stoibern Asthma Spastik Tourette Syndrom Echolalie oder gar Verrückt Sein wie eben in den Beiträgen Tourette Syndrom Echolalie Verrückt Sein und Alles Stottern oder was beispielhaft gezeigt Dann bitte ich dich auch konsequent zu bleiben und in meinem obigen Beitrag welche deiner Meinung nach auch nicht über mein Stottern geschrieben ist da man in diesem das Wort Stottern auch durch andere Bedeutungen ersetzen könnte und der Beitrag dann immernoch einen Sinn ergibt Ich bin mal so frei und zitiere mich selbst und beweise dir dass ich ebenfalls nicht über mein Stottern geschrieben habe sondern über mein Tourette Syndrom Heiko Bräuer hat geschrieben Und diese Harmonie mit meinem Tourette Syndrom lebe ich unbewusst und mein Tourette Syndrom ist dadurch auch nicht mehr so stark wie früher als ich das Tourette Syndrom noch als Makel an mir gesehen habe welches mich an vielen Dingen hinderte Ich versteh da deine Logik nicht denn wenn er allgemein übers Stottern schreibt würde es Sinn ergeben nur schreibt er und Ich über SEIN Stottern und du willst anhand seines Schreibens erkennen ob dies alles gelogen ist paul dest hat geschrieben Heiko Bräuer hat geschrieben habe ich mich auch persönlich gefragt ob ich vielleicht auch kein Stotterer bin Aus den zwei Telefonaten die ich bisher mit Dir geführt habe ist es für mich ganz klar ersichtlich Heiko dass Du ein Stotterer bist Aber es steht Dir frei Dich weiterhin mit Show Fragen zu beschäftigen wenn es Dir denn Spaß macht Viel Spaß Paul In dieser Frage hast du mich ebenfalls nicht richtig verstanden oder du musst mir noch eine Begründung dazu liefern denn Ich frage mich an welchen Merkmalen meines Sprechens du erkennen kannst ob ich ein Stotterer bin Denn wenn man mir keine körperliche Veranlagung nachweisen kann und sich mein vermeintliches Stottern aus einer psychischen Ausnahmesituation gebildet hat und ich nur einige Symptome des Stotterns habe dann bin ich doch auch kein Stotterer im Sinne der BVSS oder doch Gruß Heiko Nach oben Heiko Bräuer Moderator Beiträge 506 Registriert 11 August 2006 12 04 Wohnort Südostbayern Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von Heiko Bräuer 25 Juni 2015 18 48 PetraS hat geschrieben Das Problem ist nur dass Eberhard dies als die Standardlösung darstellt und beginnt damit zu missionieren Mach es wie ich und du stotterst nie wieder Er stellt praktisch die Existenzberechtigung von Wissenschaft und Forschung von Therapieeinrichtungen Logopäden u a in Frage weil er im Grunde genommen das Stottern zu einem Hirngespinst oder einer Psychomacke degradiert An dieser Stelle könnte er sich mit FJN die Hand geben Wenn wiederum andere Stotternde über ihre Erfahrungen mit dem Stottern sprechen wenn sie von konkreten Erfahrungen schreiben grätscht Eberhard dazwischen und kommt mit dem viel zitierten Satz Stottern wäre nur Eberhard in posting php mode quote f 1 p 25247 hat geschrieben Eine Rebellion gegen den Gedankenmist der einem immer so ins Bewusstsein schießt Und wenn man sich diese Schlussfolgerungen ansieht kommt man bei nüchterner Betrachtungsweise zu dem Schluss list a Das wovon Eberhard spricht ist gar nicht das Stottern von dem wir reden weil wir alle wissen dass die Sprechstörung Stottern weder eine Rebellion gegen Gedankenmist ist noch durch Meditation ablegbar Ich habe nichts gegen Eberhard als User und ich finde auch Querdenker vom Prinzip her nicht verkehrt weil sie einem oft eine ganz neue Betrachtungsweise vermitteln was auch erfrischend sein kann Was ich jedoch und das nicht als einzige hier feststelle ist dass Eberhard nicht bereit ist auch nur einen Deut von seiner Sichtweise abzurücken und andere User die ihn in Frage stellen oder widerlegen ignoriert und gebetsmühlenartig seine abstrusen Thesen weiterverbreitet Und darüber aufzuklären haben sich andere User zur Aufgabe gemacht Nicht mehr und nicht weniger Gruß Petra Hallo Petra und genau in diesen Punkten stehe ich hinter dir wenn Eberhrad seine Meinung und Thesen übers Stottern als Wahrheit sieht damit missioniert Dies finde ich auch nicht ok und da habe ich auch nix dagegen wenn man Ihn mit Fakten und richtigen Argumenten etwas entgegen setzt Nur habe ich explizit auch Beispiele gewählt in welchen er Über sein Stottern schreibt und seine eigene Meinung über Sein Stottern hat Diese darf er und ich auch haben und da ist es falsch wenn jemand anderes versucht die eigene Meinung zu wiederlegen denn dies ist für mich keine Meinungsfreiheit mehr wenn man keine eigene Meinung über sich und sein Stottern haben darf und diese als nicht richtig wiederlegt wird Gruß Heiko Nach oben Heiko Bräuer Moderator Beiträge 506 Registriert 11 August 2006 12 04 Wohnort Südostbayern Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von Heiko Bräuer 25 Juni 2015 19 22 Jaspis hat geschrieben Hallo Heiko da Du an der Bonner Stottertherapie teilgenommen hast hast Du es sozusagen von Fachleuten bestätigt ja Du stotterst Hallo Japsis Von deren Fachlichkeit bin ich auch überzeugt und sehe es auch so dass Diese Fachleute mir gesagt haben ich Stottere Nun müsste ich aber auch konsequent sein und diesen Fachleuten glauben schenken dass sie die Wahrheit übers Stottern kennen und müsste deren Meinung annehmen Ich sei ein Stotterer Da ich aus verschiedensten Gründen nicht leichtgläubig die Meinung von anderen annheme bzw diesen Glauben schenke und lieber meine eigene Meinung unter Zuhilfenahme anderer Meinungen bilde bin ich zurzeit unsicher ob ich heute immernoch der Meinung sein kann welcher ich bis vor ein paar Tagen noch war Dass ich ein Stotterer bin Ich wurde als solcher anerkannt und dies hat sicher seine Gründe Nur ist dies die ganze Wahrheit über mich oder vielleicht auch nur eine gute Möglichkeit mein Anders Sein zu beschreiben Ich wollte gestern auch noch eine Argumentationsstruktur aufzeigen indem ich meine Symptome und Verhaltensweisen mit der allgemein gültigen Definition von Stottern abgleiche nur habe ich mich dann gefragt ob dies reichen würde um mich als Stotterer einzuordnen Denn ich und meienr Meinung nach auch renomierte Forscher sehen die körperliche Veranlagung bzw die wikipedia in https de wikipedia org wiki Stottern hat geschrieben anderen Verarbeitungsstruktur des Gehirns bei Stotterern zum Stottern als einen vielleicht so gar den wichtigsten Punkt Oder bin ich da falsch informiert Und genau in dieser Sache bin ich mir unsicher ob man dies herrausfinden kann ob man diese körperliche Veranlagung hat oder nicht Laut Wikipedia könnte ich mir die Diagnose pathologisches Stottern stellen aber auch die Diagnose erworbenes Stottern Wikipedia in https de wikipedia org wiki Stottern hat geschrieben Erworbenes Stottern Ein Stottern das beispielsweise auf ein psychisches oder physisches Trauma zurückgeht ist kein Stottern im hier beschriebenen idiopathischen Sinne Und wenn ich nun bei Tourette Syndrom recherchiere dann könnte ich auch unter diesem Leiden denn vieles trifft auch auf mich zu und dabei sehe ich meine Störung des Redeflusses als Tic der meienr Meinung nach zu einem Tourette Syndrom gehört Nur habe ich bis jetzt keine Computer Tomografie von meinem Gehirn machen lassen um die körperliche Seite meiner Störung zu untersuchen Dahingehend würde mich auch einmal interresieren ob man dies den so einfach machen lassen kann oder ob man erst einen Arzt finden müsste der wie Ich selbst herrausfinden möchte was meine Redeunflüssigkeit ist bzw in welche Behinderung man dies einordnen kann Gruß Heiko Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Je möchte gerne verworrener desto eher Stottern Zitat Beitrag von paul dest 25 Juni 2015 21 43 Jaspis hat geschrieben Stottern ist für mich eine Kombination aus Wahrnehmungs Redfluss und Kommunikationsstörung In dieser Reihenfolge Und letzteres kann eine Folge der ersten beiden sein Eine Sprechstörung ist zwangsläufig ein Spezialfall einer Kommunikationsstörung denn Sprechen ist ein Kommunikationsmittel und eine Störung des Sprechens ist somit eine Kommunikationsmittelstörung In welchem Sinne soll Stottern sonst eine Kommunikationsstörung sein Und was für eine Wahrnehmungsstörung soll das sein die in dem Stottern für Dich enthalten ist Das Stottern für jeden beinhaltet nämlich keine Wahrnehmungsstörung Jaspis hat geschrieben Und ja weil Stottern komplex ist Sich komplex zeigt Was soll denn am Stottern komplex sein Und was ist daran komplex wie sich das Stottern zeigt Drei Kernsymptome und bei einigen Stotterern zusätzlich noch die Begleitsymptomatik Was ist an diesen vier Komponenten komplex Jaspis hat geschrieben Wenn man viele Stotterer kennt erlebt man selten eine Redefluss Störung in reiner Form Das ist eine erstaunliche Behauptung Denn ich bilde mir ein die meisten Stotterer die Du kennst ebenfalls zu kennen Und darüber hinaus noch weitere Insgesamt an der Anzahl dürften es ein hoher zweistelliger oder gar ein unterer dreistelliger Bereich sein Und mir fallen im Moment nur zwei ein bei denen ich behaupten könnte dass ihr Stottern nicht in reiner Form vorkomme Was für Verunreinigungen sollen also sein die so häufig vorkommen sollen Jaspis hat geschrieben Es gleicht meiner Meinung nach einer Sisyphus Arbeit wenn man das strikt trennen wollte Es gibt Tage da klemmt einfach der Mund da klemmen die Gedanken da klemmt einfach der Mund Stottern da klemmen die Gedanken kein Stottern Wo ist hier die Komplexität Und wo ist hier die Sisyphus Arbeit Jaspis hat geschrieben Da zeigt sich dann für mich die körperliche Komponente Ich denke die Stärke der körperlichen Komponente ist auch von Stotterer zu Stotterer unterschiedlich und vielleicht bemerkt sie deshalb auch nicht jeder Da komme ich nicht mehr mit Was ist beim Stottern die körperliche Komponente Welche anderen Komponenten soll das Stottern für Dich noch haben Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Hunde vs Seehunde woran erkennt man kein Stottern Zitat Beitrag von paul dest 25 Juni 2015 23 10 Hallo Heiko Heiko Bräuer hat geschrieben du musst mir noch eine Begründung dazu liefern denn Ich frage mich an welchen Merkmalen meines Sprechens du erkennen kannst ob ich ein Stotterer bin Ich muss Dir gar nichts liefern Da ich aber anhand Deiner letzten drei Beiträge den Eindruck gewonnen habe dass Dein Eröffnungsbeitrag nicht rein polemisch gemeint war liefere ich sie Dir gerne Woran erkenne ich also dass Du Stotterer bist Dein Sprechen ist durchsetzt von Sprechhindernissen Und mit Sprechhindernis meine ich hier dass an dem ersten Satzfragment wenn es Dir gelingt ihn fließend auszusprechen an dem grammatischen Aufbau des ersten Satzfragments und an dem von Dir benutzten Stimmverlauf des ersten Satzfragments eindeutig erkennbar ist dass Du Dir schon ganz genau zurecht gelegt hast wie der ganze Satz lauten soll Du weißt also ganz genau was Du sagen willst nach dem ersten Satzfragment jedoch für die normale Erwartung des Sprechens völlig überraschend bleibst Du an irgendeinem Anfangslaut eines Wortes für mehrere Sekunden kleben das Sprechen stockt Entweder ist es eine weitgehend stumme Blockade oder aber man hört Dich noch weiter angestrengt ausatmen oder aber man hört Dich den Klebelaut weiterartikulieren oder weiterphonieren Lautdehnung ohne dass Du zum Folgelaut überleitest überleiten kannst Manchmal werden diese Blockaden durch schnelle aber kurze Lautwiederholungen unterbrochen Alles in allem weist Dein Sprechen alle vier klassischen Definitionsmerkmale des Stotterns auf die von BVSS benutzte Definition http www bvss de index php option com Itemid 18 hat geschrieben Stottern ist eine Unterbrechung des Redeflusses durch auffällige Blockaden Wiederholungen oder Dehnungen In diesem Moment weiß der Stotternde genau was er sagen möchte er kann es jedoch nicht störungsfrei herausbringen Daran erkenne ich dass Du Stotterer bist Heiko Bräuer hat geschrieben Denn wenn man mir keine körperliche Veranlagung nachweisen kann und sich mein vermeintliches Stottern aus einer psychischen Ausnahmesituation gebildet hat und ich nur einige Symptome des Stotterns habe dann bin ich doch auch kein Stotterer im Sinne der BVSS oder doch Heiko wo um Gottes Willen nimmst Du her dass irgendeine körperliche Veranlagung ich weiß nicht mal was das ist zu Definitionskriterien des Stotterns gehört Die klassische Definition des Stotterns habe ich Dir oben zitiert Genauso steht sie auf der Website der BVSS mache Dir bitte die Mühe den Quellenlink aufzuklicken Wie kommst Du also auf die komische Idee dass jemandem irgendeine körperliche Veranlagung nachgewiesen werden müsse um zu behaupten dass die Person stottert Und welche Rolle spielt es woraus sich das Stottern gebildet hat Entweder man stottert oder man stottert nicht Das ist keine Frage dessen wie es dazu gekommen ist Wenn auch selten gibt es Ex Stotterer die glaubwürdig behaupten dass sie aufgrund einer psychischen Ausnahmesituation zu stottern angefangen haben etwa Dieter Thomas Heck der seiner Schilderung zufolge unmittelbar nach einem Bombenangriff zu stottern angefangen haben soll Das mag so sein oder auch nicht Das ändert nichts daran dass er gestottert hat Heiko Bräuer hat geschrieben Und damit wollte ich nur die Frage in den Raum werfen ob ich denn auch nicht über mein Stottern schreibe wenn ich das gleiche wie Eberhard schreibe nur eben auf mein Stottern bezogen Denn ich habe mich nach meinem Beitrag auch gefragt ob ich nun über mein Stottern geschrieben habe oder über mein Poltern Stoibern Asthma Spastik Tourette Syndrom Echolalie oder gar Verrückt Sein Ich bin mal so frei und zitiere mich selbst und beweise dir dass ich ebenfalls nicht über mein Stottern geschrieben habe sondern über mein Tourette Syndrom Heiko Bräuer hat geschrieben Und diese Harmonie mit meinem Tourette Syndrom lebe ich unbewusst und mein Tourette Syndrom ist dadurch auch nicht mehr so stark wie früher als ich das Tourette Syndrom noch als Makel an mir gesehen habe welches mich an vielen Dingen hinderte Sehr gut Heiko Ich meine es völlig ernst sehr gut Danke Das zeigt mir dass Du Dich bemühst mich zu verstehen Deswegen erkläre ich Dir gerne an welchen Stellen sich zwischen uns das Missverständnis eingeschlichen hat Dein obiges Beispiel zeigt eben nicht dass Du über Dein Tourette Syndrom schreibst sondern lediglich dass der von Dir bearbeitete Satz auch über Dein Tourette Syndrom geschrieben sein könnte Der Satz passt eben auf beides Der Satz könnte somit sogar über beides geschrieben sein Wenn man aus Deinen obigen Beiträgen jedoch nicht nur diesen einen Satz isoliert herausgreift sondern die jeweiligen Beiträge als Ganzes findet man darin Passagen wo die Ersetzung eben nicht aufgeht Beispiel 1 Heiko Bräuer im Eröffnungsbeitrag viewtopic php f 1 t 4329 p26098 hat geschrieben Ich war auch schon bei einer Logopädin als Kind Jugendlicher und habe mit 16 die Bonner Stottertherapie besucht Wegen Tourette Syndroms hätte man Dich nicht zur Logopädin gebracht weil Logopäden kein Tourette Syndrom behandeln geht mit Tourette Syndrom also nicht auf Auch gibt es an der LVR Klinik Bonn keine Bonner Tourette Syndrom Therapie Ebensowenig wird in der Bonner Stottertherapie Tourette Syndrom behandelt geht mit Tourette Syndrom also auch nicht auf Im obigen Zitat kann es also nicht um Tourette Syndrom gehen Beispiel 2 Heiko Bräuer im Eröffnungsbeitrag viewtopic php f 1 t 4329 p26098 hat geschrieben aber ich habe bis zu der Therapie in Bonn stark gestottert was sich meist an langen Pausen zeigte in dem ich kein Wort heraus bekam Meist hatte ich den Mund leicht geöffnet und versuchte etwas zu sagen was einfach nicht herauskam Auch das geht mit Tourette Syndrom nicht auf Denn das Tourette Syndrom zeigt sich eben nicht an langen Pausen in denen aus dem Betroffenen kein Wort herauskommt Ganz im Gegenteil zeigt sich Tourette Syndrom daran dass der Betroffene unwillkürlich Bewegungsprogramme abspult die er gar nicht abspulen will Wenn also jemand beim Versuch etwas zu sagen es einfach nicht herausbekommt dann ist es das Gegenteil von Tourette Syndrom Beispiel 3 Heiko Bräuer im Eröffnungsbeitrag viewtopic php f 1 t 4329 p26098 hat geschrieben In Bonn als ich das Pseudostottern erlernte bzw das laute erkennbare Stotten zeigte was ich wahrscheinlich aus Scham vorher nicht tat hatte ich diese Blokaden nicht mehr in der Häufigkeit wie die Jahre davor Die in Bonn erlernte Sprechtechnik setze ich nur in den ersten paar Monaten um denn um annähernd flüssig zu reden brauchte ich sie nicht Auch hier wie soll diese Beschreibung sich mit Tourette Syndrom vereinbaren lassen Es gibt eben kein Pseudo Tourette Syndrom das man zu therapeutischen Zwecken erlernt Und selbst wenn es das gäbe würde es bei einem Tourette Syndrom Betroffenen nicht dazu führen dass er diese Blockaden verliert weil er keine hat Auch wäre ein Pseudo Tourette Syndrom keine Sprechtechnik weil Tourette Syndrom sich nicht auf Sprechen beschränkt bzw weil Tourette Syndrom sich nicht mal auf das Sprechen erstrecken muss An diesen drei Beispielen sieht man worin sich Dein Beitrag grundlegend von Beiträgen Eberhards unterscheidet Man kann Deinen Beitrag eben nicht einfach so auf Tourette Syndrom umschreiben ohne dass er seine Stimmigkeit einbüßt Bei Eberhards Beiträgen geht das jedoch fast ohne Ausnahmen sie büßen durch solche Umschreibungen nichts an ihrer Stimmigkeit ein sofern sie denn in ihrer Originalfassung überhaupt irgendwelche Stimmigkeit hatten Oft gewinnen seine Beiträge sogar erst an Stimmigkeit wenn sie auf diese Ersetzungsweise umgeschrieben werden Und damit zum letzten Punkt Heiko Bräuer hat geschrieben Ich versteh da deine Logik nicht denn wenn er allgemein übers Stottern schreibt würde es Sinn ergeben nur schreibt er und Ich über SEIN Stottern und du willst anhand seines Schreibens erkennen ob dies alles gelogen ist Wieso gelogen Ich habe an keiner Stelle behauptet dass Eberhards Schilderungen über sein Erleben sofern sich bei ihm solche überhaupt finden lassen damit sieht es nämlich immer sehr dürftig aus gelogen sind sondern ganz im Gegenteil ich nehme sie ernst Und genau deswegen weil ich seine Schilderungen ernst nehme sage ich dass sie nicht vom Stottern handeln Wenn Eberhard nämlich schreibt dass sein Unvermögen etwas zu sagen in Wirklichkeit kein Unvermögen sondern lediglich sein Widerwille ist dann akzeptiere ich das siehe den Beitrag Eberhards Etikettenschwindel Und aus genau diesem Akzeptieren ergibt sich dass er in dieser Schilderung nicht von Stottern schreibt weil Stottern eben das Gegenteil des Widerwillens ist das im Konflikt zum Willen stehende Sprechunvermögen Wenn mir eine Person erzählt sie habe einen Hund dann glaube ich ihr das erstmal Wenn sie mir dann aber erzählt dass ihr Hund keine Ohrmuscheln habe dann wundere ich mich darüber und frage mich ob ihr Hund eine Missbildung hat oder einer abnormal gezüchteten Rasse angehört Mischt sich diese Person darüber hinaus jedoch in das Gespräch anderer Hundehalter ein die sich gerade über die Pfoten ihrer Hunde unterhalten und pöbelt diese Person die anderen Hundehalter mit folgenden Worten an Euer Halbwissen ist typisch Hunde haben gar keine Pfoten Hunde haben Flossen Mischt sich diese Person mit diesem Einwurf in eine Diskussion über Pfoten ein dann dämmert es mir dass diese Person in Wirklichkeit gar nicht über Hunde sondern über Seehunde spricht Und wahrscheinlich ist der Haushund dieser Person erst gar nicht bekannt Sie wird in Wirklichkeit also vermutlich einen Seehund haben ihn aber im Unwissen über die richtige Artbezeichnung Hund nennen Analog verhält es sich mit Eberhard Siehe zum Beispiel diesen seinen Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis oder diesen seinen Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis Jetzt klar Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Heiko Bräuer Moderator Beiträge 506 Registriert 11 August 2006 12 04 Wohnort Südostbayern Re Hunde vs Seehunde woran erkennt man kein Stottern Zitat Beitrag von Heiko Bräuer 26 Juni 2015 22 14 paul dest hat geschrieben Heiko wo um Gottes Willen nimmst Du her dass irgendeine körperliche Veranlagung ich weiß nicht mal was das ist zu Definitionskriterien des Stotterns gehört Die klassische Definition des Stotterns habe ich Dir oben zitiert Genauso steht sie auf der Website der BVSS mache Dir bitte die Mühe den Quellenlink aufzuklicken Wie kommst Du also auf die komische Idee dass jemandem irgendeine körperliche Veranlagung nachgewiesen werden müsse um zu behaupten dass die Person stottert Da habe ich die falschen Worte gewählt denn es ging mir darum dass ja in der Definition aus deiner Verlinkten Seite der BVSS auch folgendes zu lesen ist http www bvss de index php option com content view article id 1 Itemid 18 hat geschrieben dennoch ist Stottern eine körperliche bedingte Sprechbehinderung Und da frage ich mich ob es wissenschftlich nachweisbar ist dass meine Sprechbehinderung körperlich bedingt ist und eben nicht psysisch Und für mich heißt dies dass ich eben eventuell ein anderes Gehirn wie Normalsprechende habe und das man mir dies erst einmal Diagnostizieren müsste um mich als Stotterer einzuordnen Und Ich bin mittlerweile auch der Meinung dass man mir anhand meiner Sprechauffälligkeiten nicht eindeutig beweisen kann dass ich ein Stotterer bin Zumindest dann wenn ich die Meinung anderer nicht annehmen will oder diese nicht zu 100 mit Fakten nachweißbar ist Denn wie Petra es auch schon erwähnte man gesteht sich bestimmt nicht freiwillig ein dass man ein Stotterer ist und wenn ich die eindeutige Diagnose hätte dass ich am Stottern leide dann würde dies zwar an meinem Leben nichts ändern aber zumindest weiß ich es dann zu 100 Denn ohne diese Eindeutige Diagnose kann ich sagen dass ich im Prinzip ein normaler Mensch bin der Schwierigkeiten beim Sprechen hat und dies bei vielen anderen auch als Stottern bezeichnet wird Und dies heißt für mich dass mich andere als Stotterer bezeichnen können nur ich darf die Meinung haben dass ich womöglich kein Stotterer bin Dies soll jetzt nicht heißen dass ich die richtigen Fakten welche überall übers Stottern stehen nicht beachte nur denke ich dass ich für mich da keine eindeutige Diagnose bilden kann Es geht mir auch nicht darum dass ich eine Diagnose für einen Behindertenausweiß oder so benötige ich möchte nur wissen was bei mir nicht stimmt Und da war meine Frage ob es mein Recht als gesetzlich krankenversicherter Bürger ist zu einem Arzt zu gehen und Ihm zu bitten mein Gehirn bzw meinen Körper zu untersuchen um festzustellen was meine Sprechbehinderung für eine Ursache hat und ob diese Sprechbehinderung nun Stottern ist oder etwas anderes paul dest hat geschrieben Und damit zum letzten Punkt Heiko Bräuer hat geschrieben Ich versteh da deine Logik nicht denn wenn er allgemein übers Stottern schreibt würde es Sinn ergeben nur schreibt er und Ich über SEIN Stottern und du willst anhand seines Schreibens erkennen ob dies alles gelogen ist Wieso gelogen Ich habe an keiner Stelle behauptet dass Eberhards Schilderungen über sein Erleben sofern sich bei ihm solche überhaupt finden lassen damit sieht es nämlich immer sehr dürftig aus gelogen sind sondern ganz im Gegenteil ich nehme sie ernst Und genau deswegen weil ich seine Schilderungen ernst nehme sage ich dass sie nicht vom Stottern handeln Wenn Eberhard nämlich schreibt dass sein Unvermögen etwas zu sagen in Wirklichkeit kein Unvermögen sondern lediglich sein Widerwille ist dann akzeptiere ich das siehe den Beitrag Eberhards Etikettenschwindel Und aus genau diesem Akzeptieren ergibt sich dass er in dieser Schilderung nicht von Stottern schreibt weil Stottern eben das Gegenteil des Widerwillens ist das im Konflikt zum Willen stehende Sprechunvermögen Wenn mir eine Person erzählt sie habe einen Hund dann glaube ich ihr das erstmal Wenn sie mir dann aber erzählt dass ihr Hund keine Ohrmuscheln habe dann wundere ich mich darüber und frage mich ob ihr Hund eine Missbildung hat oder einer abnormal gezüchteten Rasse angehört Mischt sich diese Person darüber hinaus jedoch in das Gespräch anderer Hundehalter ein die sich gerade über die Pfoten ihrer Hunde unterhalten und pöbelt diese Person die anderen Hundehalter mit folgenden Worten an Euer Halbwissen ist typisch Hunde haben gar keine Pfoten Hunde haben Flossen Mischt sich diese Person mit diesem Einwurf in eine Diskussion über Pfoten ein dann dämmert es mir dass diese Person in Wirklichkeit gar nicht über Hunde sondern über Seehunde spricht Und wahrscheinlich ist der Haushund dieser Person erst gar nicht bekannt Sie wird in Wirklichkeit also vermutlich einen Seehund haben ihn aber im Unwissen über die richtige Artbezeichnung Hund nennen Analog verhält es sich mit Eberhard Siehe zum Beispiel diesen seinen Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis oder diesen seinen Re Kontrollverlust Punkt der Hemmung Sprechhindernis list Jetzt klar Viele Grüße Paul Und nun hast du mir wieder Beispiele geliefert welche auch meiner Meinung nicht vom Stottern handeln und auch allgemein gehalten sind daher darfst du diese auch sachlich wiederlegen Aber ich habe auch speziell nur die Beiträge gemeint wo er über Sein Stottern schreibt Und dies ist für mich nicht verwerflich Denn wenn er sein Stottern so beschreibt wie z B in den von mir zitierten Beiträgen dann ist dies seine Meinung die er haben darf und die Ihm keiner nehmen bzw wiederlegen muss oder vielleicht auch darf Und meiner Meinung nach hast du dies aber versucht indem du auch Beiträge von Ihm zitiert hast welche über Sein Stottern handeln und wo er seine eigene Meinung geschrieben hat Und diese persönlichen Beiträge von Ihm meine ich in meiner Anschuldigung gegen dich Ich versuche mal dein Seehund Beispiel mitzugehen Für mich hat diese Person einen Hund welcher eben kein reinrassiger ist aber ein Mischling Und in einigen Beiträgen schreibt diese Person über Ihren Hund Er sieht vielleicht auch nicht aus wie man sich einen Hund vorstellt vielleicht eben aufgrund von einem genetischen Defekt nur eine Ohrmuschel Und dies weiß jetzt aber keiner zu 100 und auch diese Person sagt es nicht gern dass Sie einen Hund hat welcher eben nicht ganz normal aussieht Warum sollte Sie auch denn zwischen den Zeilen können wir es ja alle lesen Nur lese ich eben in einigen Ihrer Beiträge auch 100 dass er einen Hund hat und um den Bezug zum Stottern herzustellen gehen wir auch mal davon aus dass es nicht so angesehen ist in der Gesellschaft wenn man einen Hund hat Und trotzdem schreibt diese Person er habe einen Hund und dies glaube ich Ihm warum sollte er so etwas sonst über sich schreiben Nun ist es aber so dass diese Person eine andere allgemeine Meinung über Hunde hat und wie diese auszusehen haben vielleicht wie Ihr Hund Und dieses Schreiben über das allgemeine ist nicht richtig denn damit ist Sie auch in der Minderheit denn die Mehrheit der Menschen und auch schon renomierte Forscher haben gesagt dass ein Hund nur ein Hund ist wenn er diese eindeutigen Merkmale hat Und Ihr Hund hat eben nicht alle diese Merkmale oder die Person schreibt es nicht konkret über Ihren Hund da sie Sich vielleicht auch für Ihn schämt und alle ja eh der Meinung sind dass Ihr Hund keiner sei weil er nur eine Ohrmuschel hat Außerdem es geht hier aber auch nicht unbedingt um die Frage ob diese Person nun einen Hund hat oder nicht Sie darf schreiben dass sie einen Hund hat welcher für Sie ein Hund ist Und solange Ihr niemand zu 100 nachweisen kann dass sie einen Seehund hat darf Sie schreiben dass sie einen Hund hat und wie Ihr Hund aussieht und was dieser so macht Wenn das Schreiben dieser Person aber ins allgemeine geht dann dürfen andere Hundehalter Ihre allgemeine Meinung wiederlegen sofern diese nicht der allgemeinen Wahrheit entspricht Dies ist für mich ein Teil von Meinungsfreiheit denn mit der Meinung dass Mein Hund ein Hund ist verstoße ich gegen keine geltenden Gesetze und diese Meinung würde ich auch gern schreiben Ohne dass man versucht mich von dieser Meinung abzubringen Ich hoffe so versteht man mich besser worauf ich in dieser Sache eigentlich hinaus will Ich hoffe auch wir kommen auf einen gemeinsamen Nenner was Eberhard und seine Erfahrung oder Meinung über sein Stottern anbelangt denn mir geht es nur um die persönlichenTeile seiner Beiträge in welchen du das Wort Stottern ersetzt hast Nicht um die wo er das Wort Stottern Ohne den konkreten Bezug auf sich schreibt Und von meinen Zitierten sind alles persönliche Aussagen welche du z T wiederlegt hast dass er in diesem nicht von seinem Stottern schreiben würde Gute Nacht und ein Schönes Wochenende Gruß Heiko Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Stottern Definition vs weitere Eigenschaften Zitat Beitrag von paul dest 27 Juni 2015 11 26 Hallo Heiko Dein Beitrag betrifft zwei von einander unabhängige Themen Das Thema ob Du ein Stotterer bist hat nichts mit dem Thema Eberhard zu tun Daher behandele ich die beiden Themen auch getrennt In diesem Beitrag geht es nur um das erste Thema um die Frage der Stottern Definition und die Frage ob Du ein Stotterer bist Heiko Bräuer hat geschrieben Da habe ich die falschen Worte gewählt denn es ging mir darum dass ja in der Definition aus deiner Verlinkten Seite der BVSS auch folgendes zu lesen ist http www bvss de index php option com content view article id 1 Itemid 18 hat geschrieben dennoch ist Stottern eine körperliche bedingte Sprechbehinderung Ja dieser Satz steht so auf der BVSS Seite Definition jedoch gehört er in diesem Punkt missverstehst Du ihn nicht zur Definition des Stotterns Er beschreibt lediglich eine weitere Eigenschaft des idiopathischen Stotterns also des gewöhnlichen Stotterns Es wäre natürlich besser wenn die BVSS in ihrem Auftritt besser zwischen der Definition und den Eigenschaften des idiopathischen Stotterns unterscheiden und sie nicht auf einer als Definition überschrifteten Seite vermischen würde Denn Definition einer Sache ist das woran man diese Sache erkennt und woran man erkennt dass es genau diese und keine andere Sache ist Definition ist das wodurch man die Sache also von anderen Sachen abgrenzt das Wort Definition kommt aus dem Lateinischen definitio und ist zusammengesetzt aus de ab von weg und finis Grenze Wenn Du also wie oben mich fragst woran ich erkenne dass Du stotterst bzw dass Du Stotterer bist dann ist allein Dein Sprechen und die Definition des Stotterns ausschlaggebend Und genau deswegen müsste man das Folgende eben nicht tun um Dich als Stotterer einzuordnen Heiko Bräuer hat geschrieben Und für mich heißt dies dass ich eben eventuell ein anderes Gehirn wie Normalsprechende habe und das man mir dies erst einmal Diagnostizieren müsste um mich als Stotterer einzuordnen Das Diagnostizieren von Stottern gehört zum Handwerkszeug der Logopäden Wenn Du also nicht auf Dein eigenes Urteil und auch nicht auf mein Urteil über Dein Sprechen vertraust kannst Du jederzeit einen Logopäden zu Rate ziehen um zu bestimmen ob Du Stotterer bist das lehrbuchmäßige Diagnose Ausschluss Vorgehen findest Du zum Beispiel im Buch Stottern im Kindesalter im Kapitel 2 Diagnostik im Unterkapitel Diagnostikverfahren eine Gehirnuntersuchung gehört nicht dazu Allerdings bekomme ich wieder das Gefühl dass Du Dich mit Show Fragen beschäftigst Denn Deinen eigenen Angaben zufolge warst Du sowohl schon als Kind bei einer Logopädin in Stotterbehandlung als auch als Jugendlicher bei der Bonner Stottertherapie Wenn beide Einrichtungen seriöse logopädische Einrichtungen sind und zumindest von der zweiten weiß ich dass sie das ist dann wurde Dir vor der Stottertherapie Stottern diagnostiziert ohne Diagnose macht man nämlich keine Therapie Somit dürfte Dir das Stottern schon mindestens zwei Mal logopädisch und daher fachgerecht diagnostiziert worden sein Heiko Bräuer hat geschrieben Und Ich bin mittlerweile auch der Meinung dass man mir anhand meiner Sprechauffälligkeiten nicht eindeutig beweisen kann dass ich ein Stotterer bin Es will Dir auch keiner was beweisen Schon nach 30 Sekunden Sprechen mit Dir ist es für mich und vermutlich auch für jeden anderen unüberhörbar dass Du stotterst Wenn Du das verleugnen willst ist das Deine Sache Heiko Bräuer hat geschrieben Und da war meine Frage ob es mein Recht als gesetzlich krankenversicherter Bürger ist zu einem Arzt zu gehen und Ihm zu bitten mein Gehirn bzw meinen Körper zu untersuchen um festzustellen was meine Sprechbehinderung für eine Ursache hat und ob diese Sprechbehinderung nun Stottern ist oder etwas anderes In der Frage ob es als gesetzlich krankenversicherter Bürger Dein Recht ist einen Arzt um eine bestimmte Untersuchung zu bitten kann ich Dir keine verlässliche Auskunft geben Alternativ kannst Du aber trotz des gesetzlichen Krankenversichert Seins auf Basis der Selbstzahlung einen Neurologen oder Radiologen jederzeit mit der Untersuchung Deines Gehirns beauftragen Der entsprechende Facharzt wird zum Beispiel ein f MRT oder EEG von Deinem Gehirn erstellen und Dir die aufgenommenen Daten bzw seine Befunde zur Verfügung stellen Er wird Dir allerdings nicht sagen können ob oder in welchem Zusammenhang sie zu Deinem Stottern stehen Zum einen sind die meisten Neurologen und Radiologen in solchen Fragen erst gar nicht ausgebildet zum anderen ist die konkrete Ausgestaltung dieses Zusammenhangs immer noch Gegenstand der Forschung siehe zum Beispiel den Thread Zwei neue Studien aus Kalifornien Anstatt jedoch mit Kanonen auf Spatzen zu schießen kannst Du auch mit Hausmitteln feststellen ob Dein Stottern die klassischen Merkmale des idiopatischen Stotterns aufweist welche nichts mit irgendwelchen psychischen Einwirkungen oder Auslösern zu tun haben Verschwinden des Stotterns beim Sprechen zu einem Takt Verschwinden oder Beinahe Verschwinden des Stotterns unter Vertäubung siehe Anleitung zum Vertäuben Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Hunde Nichthunde Anschuldigungen und Sorge um Eberhard Zitat Beitrag von paul dest 27 Juni 2015 13 29 Heiko Heiko Bräuer hat geschrieben man gesteht sich bestimmt nicht freiwillig ein dass man ein Stotterer ist Das mag so sein oder auch nicht Das ändert aber nichts daran dass dieses Forum gemäß seinen Nutzungsbedingungen zum Thema Stottern ist wobei der Forumbetreiber vorgegeben hat was mit dem Wort Stottern bezeichnet wird siehe oben Heiko Bräuer hat geschrieben Und nun hast du mir wieder Beispiele geliefert welche auch meiner Meinung nicht vom Stottern handeln und auch allgemein gehalten sind daher darfst du diese auch sachlich wiederlegen Ich Dich nicht verstehen Was Du von mir wollen Was ich darf oder nicht darf bestimmst sicherlich nicht Du Wenn Du was von mir willst dann kannst Du es mit Bitten versuchen Alles andere ist in Deiner Position nicht wirklich erfolgsversprechend Heiko Bräuer hat geschrieben Und dies weiß jetzt aber keiner zu 100 und auch diese Person sagt es nicht gern dass Sie einen Hund hat welcher eben nicht ganz normal aussieht Warum sollte Sie auch denn zwischen den

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Bin ich wirklich ein Stotterer? - Seite 3
    sagt nichts Ich werde also nicht in Gefahr laufen irgendwann zu glauben Gott oder die Jungfrau Maria oder der Erzengel Gabriel hätten mir etwas diktiert Paul liege ich falsch wenn ich vermute du redest beim Denken auch mit jemandem allerdings nur mit dir selbst Was ist Denken überhaupt Was kommt beim Stottern eigentlich ins Stocken das Reden oder das Denken Ich glaube es ist das Denken Auch wenn man das Wort genau kennt das man herauspressen will dem Denken geht es in diesem Moment doch eher wie einem gestürzten Rennradfahrer Es ist ja doch immer zu beachten dass das Stottern eines Erwachsenen mit dem anfänglichen Stottern eines Kindes nicht mehr viel zu tun hat Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von paul dest 11 Juli 2015 21 34 Ach Leute ich frage Euch nach Eurem Erleben und Ihr schreibt mir was von Philosophie Plato und Kahnemann kann ich selbst lesen Armer Kahnemann übrigens jetzt ist aus seinem System 1 schon Emotion und aus seinem System 2 Kognition geworden Eberhard hat geschrieben Jedenfalls erschließen sich mir dadurch Gedankengänge die ich auf der rein kognitiven Ebene so nicht hätte entwickeln können Viele Menschen leben in dieser Form einfach ihre Emotionen aus um einen inneren Druck abzubauen das kommt wohl recht häufig vor Ich habe keinen blassen Schimmer wovon Du schreibst Kannst Du das bitte an einem Beispiel verdeutlichen Was für Emotionen werden hier ausgelebt Welcher innerer Druck wird hier abgebaut Eberhard hat geschrieben In diesen phantasierten Gesprächen denke und rede nur ich der Widerpart sagt nichts Wozu ist dieser Widerpart dann überhaupt gut Eberhard hat geschrieben Paul liege ich falsch wenn ich vermute du redest beim Denken auch mit jemandem allerdings nur mit dir selbst Ja Du liegst falsch Ich bin zwar hin und wieder am inneren Sprechen aber das hat meist wenig mit Denken zu tun Über mein inneres Sprechen kannst Du ab 28 43 in diesem Video erfahren Stottern zum Anfassen Hauptthema inneres Sprechen Ansonsten siehe die Antwort die ich Torsten schon vor 3 Jahren gegeben habe Re Hübsch schnell und garantiert nicht feedback gesteuert Eberhard hat geschrieben Was kommt beim Stottern eigentlich ins Stocken das Reden oder das Denken Ich glaube es ist das Denken Man kann sehr viele Dinge glauben Dinge aber die vor der eigenen Nase passieren braucht man nicht zu glauben sondern einfach nur zu beschreiben Was kommt also bei Dir ins Stocken wenn Du beim Stottern bist Und woran merkst Du das Eberhard hat geschrieben Auch wenn man das Wort genau kennt das man herauspressen will dem Denken geht es in diesem Moment doch eher wie einem gestürzten Rennradfahrer Faszinierend Was ist denn gestürzt wenn ein Stotternder seinen Freund Christoph rufen will und im Ch ch ch hängen bleibt Was für Denken ist im Rufen eines Vornamens Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Tagträumerei Zitat Beitrag von Torsten 11 Juli 2015 22 03 Hallo Paul paul dest hat geschrieben Beim Tagträumen ist man sich dessen bewusst dass das eigentliche Ich das Ich im Hier und Jetzt gerade im Sessel sitzt Dann hab ich dich wohl missverstanden Mich hat die Formulierung im Hier und Jetzt irritiert Jemand der mit seiner Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt ist tag träumt nicht paul dest hat geschrieben während das zusätzliche Ich irgendwelche vorgestellten Situationen erlebt Dieses zusätzliche Ich gibt es aber auch beim Tagträumen nicht Zwar weiß der Tagträumer dass er sein Körper im Sessel sitzt aber seine Aufmerksamkeit sein Geist sein Bewusstsein ist bei seinem Tagtraum Wenn aber plötzlich im Hier und Jetzt etwas geschieht z B das Telefon klingelt schaltet die Aufmerksamkeit um Das Ich ist da wo die Aufmerksamkeit ist Es ist vergleichbar mit der Situation wenn man einen Horrorfilm anschaut Warum empfindet man Furcht und warum ist man erleichtert wenn das Monster besiegt ist obwohl man die ganze Zeit weiß dass das alles nur Kino ist Die Aufmerksamkeit ist eben nicht beim eigenen Körper der bequem im Kinosessel sitzt sondern ganz bei der Filmhandlung Jemand der im Kino mit dem Helden mitfiebert ist also nicht in zwei Ichs aufgespalten genau so wenig wie der Tagträumer der einen inneren Dialog mit einer imaginären Person führt Deine Unterscheidung zwischen Traum und Tagtraum ist korrekt und der innere Dialog mit einer imaginären Person ist zumindest bei mir eindeutig ein Tagtraum paul dest hat geschrieben Ob Deine Widerparts nun also auftauchen oder Du sie auftauchen lässt ist mir aus Deinen Antworten nicht klar geworden Ich setze mich nicht hin und nehme mir vor Jetzt werde ich mal tagträumen und einen inneren Dialog mit demunddem führen Es ist eher so dass ich mich dabei ertappe und dann damit aufhöre weil ich eigentlich anderes zu tun habe Wie ist es wenn dir eine Idee kommt taucht sie in deinem Kopf auf oder lässt du sie auftauchen Und falls letzteres zutrifft Wie machst du das eine Idee auftauchen lassen Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von Torsten 12 Juli 2015 10 23 Hier noch ein Nachtrag zu meinem letzten Beitrag um wieder auf das Thema Stottern zurück zu kommen Ich hatte schon neulich geschrieben dass ich nicht selten bei Selbstgesprächen stottere inzwischen wahrscheinlich öfter als bei Gesprächen mit anderen real anwesenden Personen Interessant finde ich nun dass das Stottern im Selbstgespräch besonders dann auftritt wenn ich laut denkend einen Dialog mit einer imaginären Person führe Im realen Gespräch bemühe ich mich meistens bewusst auf meine Stimme zu achten und Pausen zu machen um dem Stottern vorzubeugen Beim lauten Dialog mit einer imaginären Person tue ich das i d R nicht Daher ist es kein Wunder dass dabei mehr Stottern auftritt Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Bin ich wirklich ein Stotterer? - Seite 2
    was Eberhard propagiert nicht unähnlich Ich Beim Sprechen nicht an Stottern denken weder daran dass man irgendwelche Laute nicht herausbekommt oder sein Sprechen kontrollieren muss noch daran was die Zuhörer denken mögen falls man stottert Eberhard den Gedankenmist loslassen ich Beim Sprechen bewusst die eigene Stimme und den eigenen Atem wahrnehmen Eberhard Achtsamkeit der Sinne Körperwahrnehmung Zustand der Meditation des In der Mitte Seins Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von PetraS 30 Juni 2015 12 22 Hallo Heiko ich möchte mal deine Fragen zusammenfassen und daraus meine Ideen herleiten Heiko Bräuer hat geschrieben Also im Grunde genommen geht es mir um die Frage ob ich zu einem Stotterer gemacht werden kann und mich aufgrund von irgendwelchen Definitionen als solche einer fühlen kann oder ob ich nur von mir selbst aus unter Zuhilfenahme von der Definition eines Stotterers zu der Erkenntnis kommen kann das ich ein Stotterer bin Also eine Person welche nicht flüssig sprechen kann obwohl sie dies gern wöllte Ich denke zur Beantwortung all dieser Fragen bedürfte es einer klaren Definition des Begriffs Stotterers Und ich würde mal frei von der Leber weg definieren Ein Stotterer ist ein Mensch der stottert Und das im Sinne der Definition der BVSS bzw der WHO Stotterer zu sein ist also nichts als eine bestimmte Eigenschaft zu besitzen Und diese Eigenschaft hast du Die habe ich Und die haben die meisten die hier mitlesen und mitschreiben Alle anderen Fragen bzw Statements die du dir aufstellst wie Heiko Bräuer hat geschrieben Aber wenn ich nun von mir denke dass ich ein Stotterer bin dann muss ich mich auch als so einer fühlen oder Heiko Bräuer hat geschrieben Aber wie gesagt ich bin noch in einer Phase wo ich noch nicht genau weiß was dies für meine weitere Zukunft bedeutet und inwiefern es mein Leben verändert wenn ich mir eingestehe dass ich Stotterer bin oder keiner scheinen damit zusammenzuhängen was DU unter einem Stotterer verstehst Wenn du denn etwas anderes verstehst als ein Mensch der stottert Ich habe das erste Mal den Begriff Stotterer aus dem Mund meines Vaters bewusst wahrgenommen Natürlich war damit nicht ich gemeint sondern irgendein armseliger Mensch der nicht richtig sprechen konnte Meilenweit entfernt von dem bisschen ich krieg die Wörter nicht richtig raus was ich hatte Und eben aufgrund dieser Abgrenzung zu meinem bisschen war es mir ein Graus überhaupt nur in Erwägung zu ziehen dass ich Stotterer sein könnte Als ich dann irgendwann etwas von Stotterer Selbsthilfe hörte war ich längst der Meinung dass ich remittiert bin und dachte es handelt sich um einen Verein für ganz schlimme Fälle wo die Vorträge und Telefongespräche etc üben worüber ich mir schon lange keinen Kopf mehr machte Und dennoch erlebte ich immer Dinge die sich andere nicht vorstellen konnten Dass mich Wörter auf die Palme trieben weil ich sie für unaussprechbar hielt Oder ich konnte sie zweimal ziemlich kurz hintereinander störungsfrei sagen mit einem gleichzeitigen Gespür das war jetzt aber knapp und beim dritten Versuch schien mir das Wort schier unmöglich Ich musste anhalten und mich förmlich Laut für Laut durchhangeln Wenn das überhaupt ging So richtig klassische Repetitionen oder Blocks hatte ich zu der Zeit fast nicht Aber es brodelte immer wieder unter der Oberfläche Und dann ging es mir ähnlich wie Jaspis Ich sah allerdings einen Fernsehbeitrag über einen stotternden Jungen Und alles alles was da erklärt wurde kannte ich Und als ich mir anschließend Bücher besorgte um darin zu lesen landete ich den Volltreffer Nur alte Bekanntschaften Ich habe mich lange Zeit mit Paul darüber auseinandergesetzt ob ich denn mit dem bisschen Stottern immer noch Stotterer bin oder nicht Er meint ja Ich bin in der ersten Zeit noch zusammengezuckt wenn ich das Wort hörte weil ich immer noch nicht desensibilisiert genug war als dass man in meiner Gegenwart dieses Wort einfach so sagen konnte ohne dass ich Herzrasen kriegte oder es mir die Schamesröte ins Gesicht trieb Fakt ist aber dass ich mich jetzt wo ich dieses Wort nicht mehr so unsympathisch finde und wo ich durch einen nunmehr seit zwei Jahren andauernden Prozess der Identifikation feststelle dass ich alle Kriterien erfülle die als Eigenschaften eines Stotterers benannt werden ein besseres Gefühl habe als vorher Besser weil ehrlicher Und das Kriterium mein Umfeld merkt es nicht lasse ich nicht mehr gelten Außerdem merken sie es jetzt weil ich viele der Tricks die ich so drauf hatte einfach abgelegt habe Nun zurück zu dir Wenn du also meinst dass dich das Wort Stotterer nur stigmatisieren und in eine Ecke mit so etwas wie Verlierer stellen würde dann kann ich verstehen dass du dich dagegen wehrst als Stotterer bezeichnet zu werden Wenn ich mir aber deine Beschreibungen durchlese z B Heiko Bräuer Unterstreichung durch mich hat geschrieben Wenn ich z B wegen eines techn Problemes einen Kundendienst anrufe dann weiß ich wo das Problem ist und weiß auch im Groben wie ich der Person am anderen Ende mein Problem beschreiben muss damit er es versteht Aber ich lege mir keine kompletten Sätze zurecht und denke auch bei dem Telefonat nicht an mein Sprechen und ob ich bei Irgendeinem Wort stottern könnte Ich denke nur daran was ich meinem Gesprächspartner vermittel will Und diesd geschieht dann nicht flüssig dann liegt genau da der Knackpunkt Wärest du ein sogenannter Normalsprecher würdest du es flüssig sagen können Wobei sicher auch Normalsprecher sich bei der Beschreibung eines technischen Problems am Telefon häufig Gedanken um die richtige Formulierung und Wortwahl machen müssen und vielleicht nicht alles wie gedruckt herauskommen Sie brauchen sich jedoch keinen Kopf darum zu machen an einem Wort das sie genau kennen hängenzubleiben Heiko Bräuer hat geschrieben Wenn ich mich nun konkret ausgedrückt habe dann will ich damit sagen das ich mich nicht als Stotterer fühle denn ich hab nicht das Gefühl PetraS hat geschrieben etwas sagen zu wollen bzw zu versuchen aber es in dem Augenblick nicht zu können Es kommt einfach nicht flüssig aus mir raus auch wenn ich nicht will dass es flüssig raus kommen soll Hm Hier haben wir es mit einem Paradoxon zu tun Du fühlst dich nicht als Stotterer aber die Wörter kommen nicht flüssig aus dir heraus Du hast nicht das Gefühl etwas sagen zu wollen bzw zu versuchen aber es in dem Augenblick nicht zu können sondern es kommt einfach nicht flüssig heraus Ich habe auch lange das Gefühl gehabt ich stottere nicht bzw bin kein Stotterer ich versuche nur zum falschen Zeitpunkt das falsche Wort zu sagen Nur genau darum geht es ein Normalsprecher kann immer in genau dem Moment in dem er ein Wort sagen will dies auch tun Da gibt es keine Verzögerungen von einigen Millisekunden bis mehreren Sekunden oder auch Minuten Die machen den Mund auf und reden los Die strengt das auch überhaupt nicht an Heiko Bräuer hat geschrieben Oder will es vielleicht auch nicht eingestehen dass ich da etwas an mir habe was mich am flüssigen sprechen hindert und was die Allgemeinheit als Stottern bezeichnet nur ich möchte dies noch nicht tun weil ich nicht weiß ob es für mich einen Unterschied macht Heiko es macht keinen Unterschied wenn du dir nun eingestehst Stotterer im Sinne der Allgemeinheit zu sein Es hat etwas mit Akzeptanz zu tun einem Begriff der dir aus der Therapie geläufig sein dürfte Für mich ist es mehr es ist Ehrlichkeit Schluss mit dem Versteckspiel mit dem Erfinden irgendwelcher Euphemismen Heiko Bräuer hat geschrieben Und wie ich schon einmal dir gegenüber erwähnt habe wird meine Unflüssigkeit im Sprechen stärker je mehr ich mich damit beschäftige Diese Aussage ist nicht unberechtigt Ich hatte das Thema Stottern über 15 Jahre völlig verdrängt und mir über nichts einen Kopf gemacht bzw wurde nur in den Momenten daran erinnert wenn mich die Bewältigung von Sprechschwierigkeiten besondere Konzentration kostete Und dann konnte ich sofort zur Tagesordnung zurückkehren sobald ich über den Engpass hinweg war Heute denke ich oft drüber nach und beobachte mich und stottere auch merklich mehr Oder vielleicht lasse ich es auch nur zu Heiko Bräuer hat geschrieben Nun wo ich der Meinung bin dass ich dies nicht muss und solange ich sagen kann was ich will egal wie lange es dauert oder wie es für meinen Gesprächspartner aussieht wenn ich bei dem Versuch hängen bleibe etwas zu sagen es aber nicht so flüssig raus bekomme wie man es vielleicht erwartet denke ich mir auch dass es mir besser geht wenn ich diese Behindernung nicht als solche sehe und in Harmonie mit Ihr lebe Wenn das dein Weg ist und der für dich gut ist dann ist es gut so Dennoch tut es dir keinen Abbruch zuzugeben dass du Stotterer bist Was in drei Teufels Namen ist denn daran schlimm ein Stotterer zu sein Heiko Bräuer Unterstreichung durch mich hat geschrieben Mir ist aber auch klar dass man mir Stottern diagnostizieren kann auch wenn es bei mir keine körperlichen Ursachen haben könnte nur ist dies dann nur eine Diagnose von anderen über mich und nicht die Meinung welche ich über mich habe Heiko du hast es noch immer nicht verstanden Stottern diagnostiziert man dir anhand der Art und Weise wie du sprichst Und es geht nicht um die körperlichen Ursachen sondern um eine körperliche Veranlagung Die kann man haben oder auch nicht Das wird noch untersucht Bitte korrigiere mich jemand wenn ich falsch liege Es geht aber in erster Linie darum dass Stottern ein körperliches Handicap ist d h wenn man Behinderungen in die Kategorien geistige psychische Behinderungen bzw Körperbehinderungen einteilen will dann würde Stottern auf der Seite der körperlichen Behinderungen stehen Weil es eben keine psychische Behinderung ist wie bisweilen immer noch von pseudoseriösen Leuten behauptet wird Heiko Bräuer hat geschrieben Und ich finde es auch gut wenn ich das nun alles aufschreibe denn dies sind meine Gedanken und auch wenn der Ein oder Andere denken wird der ist verrückt oder so dann kann ich das auch verstehen und hoffe auch auf Rückmeldung Heiko dazu ist dieses Forum das du seit Jahren mit moderierst ja da Also schreib dir von der Seele was du dir von der Seele schreiben willst Und mein Feedback hast du schon Heiko Bräuer hat geschrieben oder kann man einfach nur Stotterer sein so wie man ein Mensch ist Einfach ein stotternder Mensch der eben nicht flüssig spricht Aber was macht es dann für mich aus wenn ich ein stotternder Mensch bin Dann kann ich ja auch ein Mensch sein dem es egal ist wie er spricht der einfach so spricht wie er will und trotzdem glücklich ist Du kannst auch ein glücklicher Stotterer sein Und ein Mensch bist du sowieso obendrein noch Es gibt keine Regel in der Welt die es Stotterern verbietet glücklich zu sein Ich bin es jedenfalls Im Großen und Ganzen Fast immer Gruß Petra Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von Eberhard 30 Juni 2015 20 44 Hallo Heiko Ich hatte früher schon mal geschrieben dass wir stottern aber eben keine Stotterer sind Wer diesen Unterschied nicht verstehen kann sollte mal darüber nachdenken warum Der Unterschied ist wie folgt 1 Ich stottere in bestimmten Situationen gegenüber bestimmten Menschen oder vielleicht immer aber ich suche für mich selbst danach neben anderen Dingen nach denen ich suche wie ich damit aufhören kann Ich habe auch schon gute Erfolge damit erzielt aber es ist noch einiges zu tun Es macht Spaß daran zu arbeiten und glücklich noch so kleine Erfolge dabei zu erzielen Dieses Glück dass ich dabei empfinde hilft sehr damit noch weiter voran zu kommen 2 Ich bin ein Stotterer und alle sagen es ist unheilbar Ich werde mich damit abfinden müssen Aber richtig glücklich kann ich deswegen nicht mehr sein Man muss halt wissen wie man sein Leben einrichtet Natürlich ist der Unterschied auch semantischer Art Aber man darf das Wort Stotterer nicht so benutzen wie Aussätziger man darf es nicht endgültig verurteilend nicht klassifizierend verwenden Und dieses Gefühl habe ich oft dabei Die Glücksforschung unterscheidet heute drei Arten von Glückserleben nach Tobias Esch 1 Das Glück dass entsteht wenn man selbstgesetzte Ziele erreicht seine eigenen Fähigkeiten verbessert Probleme löst auch intellektueller Art Muster und Regeln erkennt und versteht 2 Das Glück dass entsteht wenn eine Stress oder Gefahrensituation erfolgreich überwunden wird wenn eine Last abfällt 3 Das Glück aus Kooperation und Gemeinschaft der Akzeptanz gegenüber dem was ist und was kommt der Zufriedenheit mit sich und der Welt Welches Glück lässt sich mit Stottern erreichen Mit Mut und Optimismus kann das Glück zu 1 immer erreicht werden besonders in jungen Jahren Zu 2 kennen Stotternde zwar die Erleichterung wenn eine Stottersituation vorbei ist aber wirklich glücklich ist man danach nicht Das Glück zu 3 ist für einen Stotternden vielleicht schwierig aber auch erreichbar Das Glücksstreben nach 1 habe ich mir bis heute bewahrt und man sollte es auch bis zu seinem Ende beibehalten Glücksempfinden ist notwendig zur persönlichen positiven Weiterentwicklung weil dabei im Gehirn die dafür erforderlichen Hormone ausgeschüttet werden Und ohne diese Glückshormone passiert leider nichts im Gehirn was das Stottern beheben könnte Ich kann also nur empfehlen Macht euch auf euren eigenen Weg macht euch auf die eigene Suche vertraut euch selbst und lasst euch nicht von Stotter Technokraten aller Art davon abbringen Jaspis ersten Beitrag hier kann ich nur unterschreiben Torsten gibt alles so wieder wie ich es auch verstehe Er hat das mit dem Gedankenmist auch richtig verstanden Es wäre ein Thema dass man mal richtig ausarbeiten könnte Heiko du musst dich nicht rechtfertigen für deine eigene Meinung du musst dich auch nicht dafür entschuldigen Und du musst dich schon gar nicht von irgendjemandem zurück in dein Schneckenhaus schicken lassen Petra dass Stottern keine psychischen Ursachen hat mag sein aber dass es in der Folge keine negativen Auswirkungen auf die Psyche haben soll das kannst du doch nicht wirklich glauben Und solange diese nicht behoben sind lässt sich auch das Stottern nicht beheben Passage von Moderation gelöscht 1 7 2015 9 00 Eberhard der Stotterer Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von PetraS 1 Juli 2015 12 27 Hallo Eberhard Eberhard hat geschrieben Petra dass Stottern keine psychischen Ursachen hat mag sein aber dass es in der Folge keine negativen Auswirkungen auf die Psyche haben soll das kannst du doch nicht wirklich glauben Und solange diese nicht behoben sind lässt sich auch das Stottern nicht beheben Dass Stottern keine Auswirkungen auf die Psyche hat habe ich auch nie bestritten Nur ob diese Auswirkungen immer und nur negativ sind das bestreite ich Ja ich habe lange Zeit das Stottern als Bedrohung empfunden und ja damals hatte es negative Auswirkungen auf meine Psyche Ich habe mich vieles nicht getraut und war neidisch auf all die Leute die die Dinge tun die ich vermeintlich nicht konnte Erst mit der Akzeptanz und der Erkenntnis dass Stottern kein Weltuntergang ist habe ich das Stottern als Herausforderung gesehen und ich bin mir heute rückblickend sicher dass ich viele Dinge die mich im Leben sehr weit gebracht haben nicht gemacht hätte wenn ich das Stottern nicht als Herausforderer gesehen hätte Nach dem Motto Dir zeig ich dass ich das kann und da machst du gar nichts Denn ich habe keine Angst vor dir weil ich jederzeit in der Lage bin offen mit dir umzugehen Und ganz wichtig war mein Entschluss mich nie wieder darüber zu ärgern Schau ich mir heute meinen Werdegang an bin ich durch und durch zufrieden Ich habe alle Ziele im Leben erreicht und das aus eigener Kraft und nur über mein Sprechen und meine Sprachen Ich war nie von jemandem finanziell abhängig habe einen netten Mann mit dem ich jetzt 31 Jahre zusammen bin zwei wunderbare Kinder ein Haus zwei Katzen und zwei Ponys Wieso sollte ich mir wegen einem bisschen Stottern ins Hemd machen Mir hat auch ein Fachmann in jungen Jahren gesagt Stottern sei unheilbar Ich fand diese Aussage jedoch eher beruhigend denn zu dem damaligen Zeitpunkt ging ich fast überall als Normalsprecherin durch und sah es nun als Bestätigung an dass mein Gefühl in bestimmten Situationen sprachlich eingeschränkt zu sein keine Hirngespinste sind Für mich war das ein Grund nicht irgendwelchen Phantasien nachzurennen sondern realistisch zu bleiben Ich kann das Stottern nicht beheben Ich kann aber das Beste daraus machen Und ich glaube das habe ich getan Darum hält mich auch nichts davon ab glücklich zu sein Und trotzdem immer noch ein bisschen zu stottern Gruß Petra die bekennende Stottern er in weiß einer wie es richtig heißt Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Bin ich wirklich ein Stotterer Zitat Beitrag von Eberhard 1 Juli 2015 16 57 Hallo Petra Wenn du sagen willst dass Stottern auch eine Chance ist einen Ausbruch zu wagen und sein Leben umzukrempeln dann verstehe ich das gut und bin da mit dir auf einer Linie Zum Schluss schreibst du Darum hält mich auch nichts davon ab glücklich zu sein Und trotzdem immer noch ein bisschen zu stottern Da hast du gut reden Ich kannte Stotternde bei denen man beim Zuhören viel Geduld aufbringen musste um überhaupt etwas Zusammenhängendes zu verstehen Ich hatte in jungen Jahren auch mal so eine Phase Wie willst du einem der so in seiner Malaise feststeckt erzählen er solle sich nichts daraus machen und trotzdem glücklich sein Da ist viel psychologisches Geschick erforderlich um so einem Menschen den Mut zu vermitteln den er braucht um aus seinem Käfig auszubrechen Mir war auch mal eine Frau begegnet der es so ging Ich möchte nochmal auf ein Thema eingehen auf das du und Paul schon mal sehr empfindlich und abwehrend reagiert haben auf die Traumatisierung durch Stottern Ich sage ja nicht dass ein Trauma das Stottern verursacht ich sage nur dass Stottern zu einem Trauma werden kann Nach Peter Levine

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Eckhart Tolle, Meditation und Stottern
    befriedigendere Muster für den Alltag zu schaffen Aufmerksamkeit nach innen verändert das worauf sie sich richtet Wie man das mit der Aufmerksamkeit macht ist nun ein umfangreiches Thema Mir hat es jedenfalls gut getan mein Stottern aufmerksam wahrzunehmen zusammen mit den Gefühlen und körperlichen Empfindungen und den inneren Zuständen die das Stottern immer begleiten Wenn ich dann meine Aufmerksamkeit vom Stottern nach einer Weile auf meinen Atem umlenkte machte sich eine Entspannung breit und eine Zuversicht dass es beim nächsten Mal nicht mehr so sein muss Es ist passiert und es muss nicht wieder so sein Ich habe das nicht gehofft in Hoffen steckt zu viel Ängstlichkeit es ist Zuversicht in mir entstanden So hat sich das Stottern bei mir nach und nach zurückgebildet Das ist ein Teil der Wahrheit es gehört noch mehr dazu Es ist kontraproduktiv sich vom Stottern schocken zu lassen und sich in Ablenkungsmanövern zu ergehen man muss den Mut haben dem Stottern ruhig ins Auge schauen Die darauf gerichtete Aufmerksamkeit nimmt den Schrecken Die Wahrnehmung seiner inneren Vorgänge das Teilnehmen an seinen inneren Vorgängen das Leben mit seinen inneren Vorgängen das macht Veränderungen möglich Ich kann mir nicht wünschen das Stottern möge aufhören wenn ich gar nicht wahrnehme was darum herum in mir vorgeht Nur auf das was ich wahrnehme kann ich meine Wünsche richten Da das Stottern aber nun nur ein an der Oberfläche erscheinendes Symptom ist muss ich wahrnehmen was darunter in mir los ist Es ist wirklich schwer das in Kürze so zu beschreiben dass der Leser etwas damit anfangen kann Selbst wenn ich jetzt ein dickes Buch darüber geschrieben hätte würde es nicht bei jedem ankommen Aufmerksamkeit ermöglicht immerhin auch das Verstehen von Dingen die einem bisher unverständlich waren Sich informieren ist wichtig sich nicht vom Ziel abbringen lassen glauben dass es gelingen kann Eigentlich musst du es selbst herausfinden Was der Eckhart Tolle da macht er führt sich vor Ich würde das nicht tun Ich würde eher im kleinen Kreis das Gespräch mit Menschen suchen Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Meditation und Stottern Zitat Beitrag von Torsten 9 Juli 2015 09 58 Hallo vor kurzem hat der Blogger Tom Weidig The StutteringBrain auf dem IFA Kongress in Lissabon ein Interview mit dem SLP Paul Brucklehurst über das Thema Stottern und Meditation geführt Brucklehurst hat in der Kindheit und Jugend stark gestottert Mit 20 Jahren begann er mit der Zen Meditation und meditierte täglich morgens und abends 2 Stunden lang Anfangs wurde das Stottern schlimmer aber dann wurde es wenigser Auch sein Lebesstil hatte sich radikal verändert So jedenfalls habe ich es verstanden aber hört am besten selbst Hier ist das Interview auf englisch als PODCAST Man merkt im Interview dass Paul Brucklehurst noch ganz geringfügig stottert Hier noch ein Video auf dem man sehen kann wie er heute spricht Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Achtung Sprechhindernis: was tun?
    Gedanken jetzt laut sprechend bis zu Ende denken Es wäre interessant zu erfahren wie es anderen damit geht Falls ihr also Schwierigkeiten habt beim Spüren eines Sprechhindernisses sofort abzubrechen was ist der Grund Gruß Petra Die entsprechenden Stellen und die noch davor spannenden Diskussionen findet ihr hier http forum bvss de viewtopic php f 1 t 4324 p26084 Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Achtung Sprechhindernis was tun Zitat Beitrag von PetraS 26 Juni 2015 19 29 Hallo Torsten da bislang keiner auf deine Frage die ich ja an dieser Stelle weitergeleitet habe geantwortet hat folgt hier meine Antwort Teilweise bin ich in dem Beitrag http forum bvss de viewtopic php f 1 t 4324 start 15 p26093 bereits darauf eingegangen indem ich dargestellt habe dass es in meinem Erleben Stotterereignisse gibt die ich gar nicht vermeiden könnte weil ich ihrer erst nach der dritten vierten Wiederholung gewahr werde Nur was kommt dann Du schreibst Torsten hat geschrieben Die Schwierigkeit in dem Moment in dem ich ein Sprechhindernis spüre sofort abzubrechen hat bei mir absolut nichts damit zu tun was ein Gesprächspartner denken könnte daran habe ich in meinem ganzen Stottererleben nie gedacht Es hat einfach mit meinem eigenen Sprechdrang zu tun Ich will diesen Gedanken jetzt aussprechen was nichts anderes bedeutet als Ich will diesen Gedanken jetzt laut sprechend bis zu Ende denken In meinen Selbstbeobachtungen während der letzten ca zwei Jahre habe ich festgestellt dass auch mein Sprechdrang sich ganz stark nach der jeweiligen Situation und ihrer Wichtigkeit richtet Genau genommen war das Abbrechen meine allgemeine Gewohnheit in jeder Situation in der ich spontan sprechen musste wollte ob Alltag oder Beruf Stieß ich an ein Sprechhindernis bzw wurde mir nach 2 3 Iterationen klar dass es nicht weitergeht brach ich blitzschnell ab Ich setzte neu an und wenn ich merkte mit demselben Wort ging es nicht baute ich den Satz um Selbst das meistens hoch automatisiert d h dass ich mich oft wunderte was ich aus dem eigentlichen Gedanken gemacht hatte Wenn ich aber in einer Situation war in der ich unter einem äußeren Sprechdruck z B beim Dolmetschen vor Gericht dann aber meistens in der Fremdsprache stand dann gelang mir dieses Abbrechen nicht Dann hielt ich drauf bis ich durch war oder merkte es hat keinen Zweck Meistens fielen mir dann eh schon die Gesprächspartner ins Wort Hat mir dann auch nie was ausgemacht Heute versuche ich mich zu zwingen in allen Situationen weiterzumachen und nicht zu kapitulieren Und dann wiederum stelle ich fest dass es Situationen gibt in denen mein Wille nicht stark genug ist weil die Gewohnheit oder der äußere Druck zu performen die alten Muster wieder hervorruft und ich abbreche Hinzu kommen viele andere Gewohnheiten die ich identifiziert habe wie spannungsfreie Pausen und Nachatmen um herannahenden Sprechhindernissen zuvorzukommen quasi das von langer Hand Vorbereiten unvermeidbarer Problemwörter Ich halte manchmal vor dem Wort an und spreche es in einem selbst herbeigeführten entspannten Modus oftmals

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