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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Repetitionen
    eine Gewohnheit bzw Automatismen veranlasst wird Nur durch wen oder was Ich für meinen Teil wundere mich oft hinterher was für eine merkwürdige Repetition entstanden ist so wie bei dem in Eu in Eu in Eu in Europa Ich habe zu keiner Zeit darüber nachgedacht dass in Europa in dem Moment für mich eine untrennbare Einheit sein könnte Wohl kann ich es verstehen dass man nach mehreren Fehlversuchen bewusst nach einer neuen Strategie sucht um das Sprechhindernis zu überwinden und dabei die von dir beschriebene längere Schleife wählt also an den Anfang des Syntagmas oder gar des Satzes zurückgeht in der Hoffnung dass bis dahin das Sprechhindernis verschwunden ist Was mich immer wieder am meisten wundert sind kurze Ganzwortwiederholungen auf Präpositionen einsilbig oder dem unbestimmten Artikelsegment ne von eine Ich sage diese nämlich öfter indem ich mit der Sprechplanung eigentlich schon das nächste Wort spreche Beispiel Ich will sagen bei Lavinia wähne mich schon bei dem Wort Lavinia stelle aber zu meinem Erstaunen fest dass ich die ganze Zeit bei sage In dem Moment wo ich diese Feststellung treffe greife ich bewusst ins Sprechen ein aber anstatt nun Lavinia zu sagen sage ich eine Kette von bei nur noch schneller und irgendwann erst Lavinia Komisch nicht Gruß Petra Torsten am 23 11 2015 Hallo Paul ein bisschen off topic ist es aber da es hier darum geht was Stottersymptome sind und was nicht eine kurze Antwort paul dest hat geschrieben ich weiß was ich bei Repetitionen mache Man mag sich nun darüber streiten ob das oben von mir Beschriebene überhaupt echte Repetitionen oder lediglich durch Neuanläufe bewältigte Blockierungen sind Das genau ist der Punkt Was ich meinte sind echte Stotter Repititionen die ich nicht mache sondern die mir komplett gegen meinen Willen passieren Und die sind zumindest bei mir dadurch gekennzeichnet dass sie immer am selben Punkt beginnen am Anfang eines Wortes oder einer Silbe und bis zu der Stelle gehen wo es nicht weiter geht wo die Blockierung das Sprechhindernis sitzt Man spürt das Sprechhindernis nicht als Barriere wie bei einem stummen Block oder einer Dehnung Es geht nur einfach ein paar mal nicht weiter das Programm springt zurück zum Anfang Lautwiederholung ə Schwa Laut Tə tə tomate gewə wə waschen Wortwiederholung da da da habe ich hinter hinter dem Schrank oder Petras seltenes Beispiel in Eu in Eu in Europa Gruß Torsten so weit der Verlauf der bisherigen Diskussion www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Repetitionen Zitat Beitrag von paul dest 27 November 2015 10 55 Danke fürs Aufbereiten Torsten PetraS in viewtopic php f 1 t 4366 p26556 hat geschrieben Hallo ich bleib auch noch mal kurz in diesem off topic aber eines interessiert mich wirklich Paul paul dest hat geschrieben aber ich weiß was ich bei Repetitionen mache ich setze wieder dort ein wo a das Sprechen nicht mehr weiter ging oder b am

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer
    ja in der Mitgliederliste ca Nr 12 Schön daß Du so rasch geantwortet hast Alex oder Lex kommt ebenfalls von Alexandra nur die Kurzform Ich finde Alessa oder Alessandra klangvolller als den harten Alexander Was verbindet Dich eigentlich mit Deinem Stichwort cocusnuss rauhe Schale weicher Kern Welche Literatur liest Du denn gerne ich habe gerade den Karl May mehr mit den ICH Erzählungen und dem Hohelied der Freundschaft wieder entdeckt Es ist auch das alte Schema mit Happy End meistens bezüglich Familie oder als verdiente Ruheständler M a l e n ist ja ein Spiegelbild der Seele der Wünsche und Hoffnungen Malen soll auch das Unterbewußtsein emporheben Daher Ende April 2007 findet am Ammersee Ostufer eine Ergründung statt inwieweit eine Sprachbehinderung durch eine gemalte Psychologie entschlüsselt werden kann Ich habe Interesse daran weil ich so wie Du nicht immer stottere Näheres findest Du im Weihnachtsheft 2006 im Kieselstein ich bin ja neugierig auf dieses Wochenende Ich wünsche Dir und den Deinen noch einen sonnigen Tag und laß wieder einmal etwas von Dir hören wir beißen nicht Falls Du den Hintergrund noch eines Vornamens gerne wissen möchtest Ernst Martin der Lechgeist die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere ja wenn man sie läßt Peter Alexander Nach oben Cocosnuss Zitat Beitrag von Cocosnuss 4 September 2006 14 35 Hallo danke auch für Deine freundlichen Zeilen ich hab mich eigentlich einfach so cocosnuss genannt weil ich gerne Cocosnuss esse aber als ich den Satz harte Schale weicher Kern gelesen hab musste ich doch schmunzeln weil das echt zutrifft Das war dann wohl mein UNterbewusstsein Ich lese sehr gerne Romane Nicholas Sparks Susan Elizabeth Philipps Früh am Morgen beginnt die Nacht von Wally Lamb sehr tolles Buch da geht es um Zwillinge der eine davon ist Schizophren erst habe ich alle 3 Bücher Die weiße Massai gelesen Traumzeit von Barbara Wood sehr spannend und dann lese ich noch gerne der träumende Delphin der Strand meiner Träume und die ganzen Bücher von Sergio Bambaren und viel mehr Ich male auch gerne Habe es aber schon lange nicht mehr gemacht und werde es mir wieder vornehmen Mit was für Farben malst du Ich hab Acrylfarben Pastellkreiden und Ölkreiden Woher bekomme ich dieses Weihnachtsheft 2006 Kannst du mir eine Internetseite geben Liebe Grüße und noch einen schönen Tag Alessa Nach oben Ernst Martin nicht mehr wegzudenken Beiträge 988 Registriert 12 August 2006 09 41 Wohnort Augsburg Zitat Beitrag von Ernst Martin 4 September 2006 19 33 Liebe Alessa oder möchtest Du lieber vertraulich mit cocusnuß harte Schale weicher Kern angesprochen werden Schön daß Du bei uns im Forum bist Zu Deinem Lieblings Lesestoff kann vielleicht ein anderer mehr sagen Neigst Du mehr zu Liebesromane oder andere Richtungen Alessa cocusnuss hat geschrieben Ich male auch gerne Habe es aber schon lange nicht mehr gemacht und werde es mir wieder vornehmen Mit was für Farben malst du Ich hab Acrylfarben Pastellkreiden und Ölkreiden Woher bekomme ich dieses Weihnachtsheft 2006 Kannst du mir eine Internetseite geben Der Kieselstein ist

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer - Seite 17
    in http www duden de rechtschreibung pauschal hat geschrieben 2 bildungssprachlich sehr allgemein beurteilt ohne näher zu differenzieren Es macht wenig Sinn von Stottern zu reden ohne nach der damit im konkreten Fall verbundenen Einschränkung näher zu differenzieren Oder wie es schon oben stand paul dest in viewtopic php f 1 t 44 start 225 p26209 hat geschrieben es macht wenig Sinn pauschal von Stottern zu reden Denn ein Stottern mit 10 hartnäckigen Sprechhindernissen pro 100 Sprechsilben ist eine ganz andere Art von Einschränkung als ein Stottern mit einem einzigen flüchtigen dem Zuhörer nicht mal auffälligen Sprechhindernis pro 100 Sprechsilben Eine Behinderung die kaum behindernd ist braucht und kann niemanden in Resignation treiben Eine Behinderung dagegen die erheblich ist eine erhebliche Behinderung immer wieder aufs Neue zu überwinden erfordert viel Energie und kann einen daher leicht in Resignation treiben Nicht umsonst differenziert das deutsche Recht nach dem Grad der Behinderung Menschen mit niedrigen Behinderungsgraden werden trotz ihrer Behinderung nicht anders behandelt als Menschen ohne Behinderung Das Stottern verleiht der Problematik ein eigenes Detail das Stottern behindert den Stotternden meist abwechselnd in verschiedenen Behinderungsgraden abwechselnd nach Zeitphasen abwechselnd nach man weiß ja nicht mal nach was Das ist das Bescheuerte daran und für die Nichtstotternden schwer Nachzuvollziehbare Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Karsten entdeckend Beiträge 8 Registriert 16 November 2015 21 02 Re Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer Zitat Beitrag von Karsten 16 November 2015 21 58 Ein herzliches Hallo in die Runde ich möchte mich euch gerne vorstellen vor allem meine Gründe offen legen warum ich diesem Forum beitrat ich will von Anfang an mit offenen Karten spielen Ich selbst stottere nicht habe kein stotterndes Kind und kenne auch niemanden der stottert Der Grund für mein Hiersein erklärt sich dennoch einfach Ich bin Autor und arbeite z Zt an einem Romanmanuskript dessen Protagonist stottert Ich will mich an dieser Stelle nicht in Details verlieren warum ich auf einen Stotterer verfiel ist allein der Prämisse des Romans geschuldet Sollte jemand mehr darüber wissen wollen soll er sie es mich wissen lassen Selbstverständlich muss ich mich erst über das Stottern informieren soll mein Prot glaubwürdig sein Ich habe auf der Homepage der BVSS ein wenig quer gelesen und bin schließlich auf das Forum gestoßen Um es einmal salopp zu formulieren Ich denke hier bin ich richtig Ich werde also Berichte Erfahrungen Lebensumstände und weitere Hintergründe von Betroffenen bzw Angehörigen studieren und mir so die Tür zu einer mir unbekannten Thematik zumindest ein wenig öffnen Das erfordert Zeit dessen bin ich mir bewusst Halbherzigkeit oder Überstürzung kommen für mich nicht in Frage ich will mich gründlich informieren Vielleicht darf ich demnächst die eine oder andere Frage an euch richten sofern ich im Forum nicht fündig geworden bin Über weiterführenden Austausch mit anderen Forumsmitgliedern würde ich mich sehr freuen Schöne Grüße Karsten Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer Zitat Beitrag von Torsten 17 November 2015 08

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer - Seite 13
    Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Krissi entdeckend Beiträge 9 Registriert 20 Oktober 2012 09 22 Re Neu hier und will meine Erfahrung im Alltag teilen Zitat Beitrag von Krissi 5 November 2012 12 24 Als sensibel würde ich mich nicht bezeichnen Nun liegt die Therapie auch ein paar Tage zurück Eigen und Fremdwahrnehmung kann in diesem Zusammenhang auch noch erwähnt werden In der Tat reagiere ich ruhiger und gelassener in bestimmten Situationen Zumindest sind das die Punkte die ich aus der Therapie gezogen und für mich behalten habe Ich bin soweit mit dem Ergebnis zufrieden Weniger Angst entspannter etc bei mir hat sich das positiv auf die Sprache ausgewirkt Beste Grüße Nach oben Maik75 neu Beiträge 2 Registriert 17 Februar 2013 21 10 Vorstellung Maik75 Zitat Beitrag von Maik75 17 Februar 2013 21 24 Hallo ich habe leider keine Rubrik zum Vorstellen gefunden also mache ich es mal hier Mein Name ist Maik und ich bin 37 Jahre alt Ich stottere seit meinem sechsten Lebensjahr Jedenfalls sagt das meine Mutter Ich selber kann mich nicht mehr daran erinnern je nicht gestottert zu haben Auch der Besuch auf einer Schule für Sprachbehinderte Kinder Lüstringer Bergschule und ein Jahr in einem Heim Werscher Berg haben mir zwar dabei geholfen etwas weniger zu stottern aber ganz weg werde ich es wohl nie bekommen Ich selber habe auch kein Problem mit meinem Stottern denn jeder Mensch ist halt anders Ich freue mich in diesem Forum aktiv zu werden und hoffe den ein oder anderen Ratschlag abgeben zu können Bis denn Nach oben Honkey neu Beiträge 1 Registriert 11 November 2013 19 21 Servus Zitat Beitrag von Honkey 11 November 2013 19 33 Heyho Bin der Honkey und stottere so ziemlich seitdem ich denken kann das müsste so seit dem Grundschulalter sein Dachte ich stelle mich mal vor und frage an wer denn noch auf die Uni in Stuttgart geht Wollt ihr euch ein wenig austauschen Besonders interessiert mich euer Alltag Außerdem brenne ich darauf endlich mal eine Frau kennenzulernen die stottert Mit meinen 23 Jahren habe ich noch nie eine Frau erlebt die stottert Gibt es hier vllt auch stotternde Studentinnen Muss ja nicht nur Uni Stuggi sein Schade das hier nicht mehr los ist Nach oben djub kompetent Beiträge 422 Registriert 10 November 2006 08 57 Re Servus Zitat Beitrag von djub 17 November 2013 17 03 Häng doch nen riesigen Zettel ans schwarze Brett Verlierer suchen Bestätigung Gewinner suchen Entwicklung Nach oben Stefan entdeckend Beiträge 8 Registriert 2 November 2006 17 43 Wohnort Stuttgart Kontaktdaten Kontaktdaten von Stefan ICQ Re Servus Zitat Beitrag von Stefan 23 November 2013 23 15 Von mir mal ein herzliches Hallo wohne selber in der nähe von Stuttgart und bin nur ein Jahr älter Der Tipp von Djub ist gar nicht mal so schlecht Grüßle Nach oben Tien neu Beiträge 2 Registriert 25 Januar 2014 13 19 Vorstellung Geschichte und Erkenntnis Zitat Beitrag von Tien 25 Januar 2014 15 00 Hallo ihr Lieben Ich habe mich nun auch dazu entschlossen hier anzumelden und ein wenig über mich zu schreiben Mein Name ist Tien bin Vietnamese in DE geboren und bin 25 Jahre alt Schon mal vorweg Ich habe mich selber kaum darüber informiert noch Hilfe von anderen gesucht daher kann es sein dass ich falsche Begriffe verwende Bei mir fing das Stottern so zwischen Kindergarten und Grundschule an kann mich selber nicht mehr ganz genau daran erinnern Während es in der Grundschule noch im normalen Rahmen war da man nur dachte dass ich etwas nervös bin und somit auch nicht weiter darauf eingegangen wurde Jedoch fing es ab der 5 Klasse an stärker zu werden sodass ich des Öfteren keine ganz Sätze mehr aussprechen konnte bzw es sehr abgehackt klang weil ich viele Wörter nicht aussprechen konnte Da man in dem Alter noch sehr jung war wurde ich im Unterricht dementsprechend jedes Mal ausgelacht wenn das passiert war Dadurch wurde ich auch viel nervöser und das Stottern entsprechend auch stärker da ich dann meinem Kopf auch dabei noch vorne bewegt habe sobald es damit anfing bis es endlich ausgesprochen wurde Etwas später konnte ich es ein bisschen unterdrücken in dem ich mit einem Fuß leicht gestampft habe sobald ich wieder angefangen habe zu stottern Beim Gehen musste ich immer einen größeren Schritt machen um es ausgleichen zu können was natürlicherweise auch sehr komisch war und die Leute immer komisch geguckt haben Die Pubertät war daher eine sehr schwere Zeit für meine Psyche gewesen da keiner mich wirklich verstehen wollte gefühlt zumindest und ich auch selbst meinen Vornamen nie ohne zu stottern aussprechen konnte Auch von Freunden kam manchmal ein Kichern da es nun mal lustig aussah für diese Im Alter von 12 bis 14 litt ich sehr unter Depressionen weil ich mich auch nicht getraut habe mit irgendjemanden darüber zu sprechen weder mit Familie Freunde oder Therapeuten Alle um mich herum haben es einfach akzeptiert und mich auch nie darauf angesprochen Es war sehr schade da ich sehr viele Freunde hatte aber trotzdem mich einsam und alleine gefühlt habe Mit ca 15 Jahren hatte ich etwas mehr Selbstbewusstsein und wurde nicht mehr so stark dabei nervös sodass es dann nicht mehr so stark war wie zuvor Aber trotzdem war ich immer noch ein recht stiller Mensch da ich jegliche peinliche Situationen vermeiden wollte Vorträge in der Schule habe ich fast immer irgendwie aus dem weg gehen können sodass ich während meiner Schulzeit nur ca 5 Vorträge gemacht habe Erst mit 16 5 Jahren als ich meine erste und bisher einzige Beziehung hatte wurde es dann auch mit dem Stottern besser da ich für sie alles tun wollte und versucht habe immer selbstbewusst an alles ran zugehen Nach 3 Jahren mit ihr haben wir uns dann getrennt und habe angefangen wieder viel Computer zu spielen um den Kummer zu verkraften Als ich dann anfing Xbox 360 zu spielen wo ich über Headset fast immer mit anderen täglich gesprochen hatte wurde es wieder etwas besser

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer - Seite 14
    anzunehmen Bis ich begriffen habe dass ich Akzeptanz falsch verstanden habe Ich bin wie du offensichtlich auch ein Mensch der immer besser und stärker werden will da passt es nicht sich mit dem Stottern abzufinden Und genau hier lag mein Missverständnis Seit ich verstanden habe dass Akzeptanz nicht damit abfinden heißt sondern den Status Quo realistisch einzuschätzen und von dieser Basis aus an mir zu arbeiten hat sich bei mir viel geändert mehr als durch jede vergangene Therapie Heute stottere ich Und verstecken bringt mir gar nichts Heute ist es ein Teil von mir Mal stottere ich gar nicht mal sehr stark So bin ich heute Zumindest ein Teil von mir Das ist die Basis von der aus ich an mir arbeite Statt in Frustrationsstarre und Verleugnung zu verfallen sehe ich das Stottern als wahnsinnig große Motivation tiefgehend an mir zu arbeiten Und ich kann förmlich zusehen wie ich an anderen Menschen in meiner Umgebung vorbeifliege die eben diese Motivation nicht haben Ein guter Vergleich sind für mich immer Sport und Gesundheit Wie viele Leute leben in einer unfassbaren Selbstverleugnung bzgl ihrer miserablen Fitness Wer die Kraft hat einmal ehrlich in den Spiegel zu schauen und seinen fetten Bauch oder seine schlaffen Arme heute als Arbeitsgrundlage zu akzeptieren egal wie alt um dann auf der Basis einer realistischen Einschätzung des Status Quo richtig loszulegen der kommt vorwärts Derjenige der immer die Augen schließt wenn er ins Bad geht bleibt dort wo er ist djub Verlierer suchen Bestätigung Gewinner suchen Entwicklung Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Suche andere Stotterer zum austauschen Zitat Beitrag von PetraS 26 Januar 2014 14 19 Hallo Iliana also vorweg erstmal grundsätzlich scheinen du und ich sehr ähnlich zu ticken auch wenn ca 30 Jahre zwischen uns liegen Um dir meinen Sinneswandel begreiflich zu machen musst du erst wissen wie ich vorher getickt habe Das geht allerdings auch nicht mit wenigen Sätzen Der Begriff Stottern kam im Wortschatz meiner Familie nicht vor zumindest nicht wenn ich in Hörweite war Wenn ich vor meinen Eltern klagte die Kinder hätten schon wieder gesagt ich würde stottern redeten sie nur alles schön Sie sagten dass ich nur die Wörter nicht richtig rauskriege und Stottern wäre es wenn man k k k klein sagt Auch der Sprachheillehrer der zu mir nach Hause kam ehe ich eingeschult wurde sollte mich nur auf die Schule vorbereiten Das Ansinnen meines Vaters mich nach der dritten Klasse für ein Jahr auf eine Sprachheilschule zu schicken fand ich unerhört und nach meiner Reaktion hat er es auch nie wieder versucht Für mich stand nach all diesen Reaktionen immer fest Stottern ist das allerschlimmste was die Welt zu bieten hat und ich will damit nichts zu tun haben Nach der Philosophie meiner Mutter hatte ich es ja auch nicht wenn ich in meinen tonischen Blocks steckte Nur was war das für ein namenloses Problem das ich hatte Fremdsprachen fand ich von Anfang an faszinierend auch wenn es in meiner Familie keine lebensweltliche Zweisprachigkeit gab Spätestens als meine Mutter mich aufklärte dass englische Kinder nicht erst deutsch lernen müssen ehe sie englisch können wollte ich das auch Als meine Schwester dann Englisch in der Schule bekam habe ich versucht viel von ihr abzugucken und prompt scheiterte ich im Feldversuch als ich englische Kinder im Schwimmbad ansprechen wollte schon am ersten wh von what is your name Kann auch where are you from gewesen sein Das weiß ich noch auch wenn ich damals erst 7 oder 8 war Aber diese Situationen die ich als ausweglos und richtig schlimm empfunden habe habe ich nie vergessen Ich konnte und wollte so etwas nicht akzeptieren Und ich konnte niemanden fragen mit niemandem darüber reden weil man redet ja nicht über so etwas das nicht sein darf Dann hatte ich im 6 Schuljahr einen Klassenlehrer der meinte mein Stottern wäre eine schlechte Angewohnheit die ich mir abgewöhnen sollte Er nahm kein Blatt vor den Mund und ich musste jeden Satz wiederholen in dem ich seiner Meinung nach zuvor gestottert hatte Ich weiß dass meine Eltern sich zu der Zeit viel mit ihm auseinandergesetzt haben aber mehr als mir zu sagen sag du kannst nichts dafür konnte mein Vater mir als Verteidigungsstrategie nicht an die Hand geben Von dem Zeitpunkt an begann ich selbst Strategien zu entwickeln die nur eines zum Ziel hatten das Stottern irgendwie zu übertünchen d h es nach außen so wirken zu lassen als wäre es alles andere nur nicht Stottern Ich war bereit in Kauf zu nehmen dass die mich für bekloppt hielten ich machte einen auf dauercool obwohl ich innerlich völlig verkrampft war Nichts half mir wirklich und ich verstrickte mich ständig in Widersprüche Denn wenn ich doch wieder darauf angesprochen wurde und das wurde ich weil ich offenbar nicht gut genug war dann konnte ich nicht zugeben ich stottere Das hätte für mich einen Gesichtsverlust bedeutet und mein Selbstwert wäre auf Null gewesen Ich war der festen Überzeugung wer stottert ist weniger wert Und ich bin es selber Schuld weil ich es mir ja nicht abgewöhnen konnte Wie weit das ging kannst du aus dem Thread Antizipation ich weiß nicht wie man sowas hier verlinkt entnehmen wo ich eine Szene aus meinem Französischunterricht geschildert habe Mit meinen Eltern die Situationen zu teilen in denen ich glaubte die Welt geht unter kam überhaupt nicht in Frage Ich habe eher alles daran gesetzt dass sie nichts von den Peinlichkeiten mitbekommen Als wir zum Beispiel im Urlaub einmal eine Tagestour nach Frankreich machten forderte mein Vater mich mehrfach auf nun doch mal zu fragen wie man nach keine Ahnung wo komme Aber wie sollte ich fragen und mich dabei in die Nesseln setzen solange er dabei war Da ließ ich doch lieber all die Vorwürfe über mich ergehen wieso ich denn nun schon 3 Jahre Französisch hatte und noch nicht mal nach dem Weg fragen konnte Und während ich in dieser Spirale steckte mit 16 verliebte ich mich meine erste große Liebe ein Typ den ich schon länger angehimmelt hatte Vor lauter Selbstbeobachtung hatte ich in den wenigen Momenten die ich ihn bis dato kannte gar nichts bemerkt Und dann war es ausgerechnet mein Vater der offenbar zwischenzeitlich mal mit ihm gesprochen hatte der mir sagte er hat einen kleinen Sprachfehler bei uns wurde immer alles verniedlicht er stottert Ich habe genauso reagiert wie ich für mich in die Verteidigung gegangen wäre aber mein Vater blieb ruhig und sagte einfach doch Dies war der erste Moment in dem ich meine bisherige Einstellung in Frage gestellt habe der zweite und entscheidende kam als ich ihn auf sein Stottern ansprach Ich hatte eine ganze Zeitlang beobachtet wie locker er damit umging wie gut er damit klar kam obwohl es absolut nicht zu überhören war Ich kannte bis zu dem Zeitpunkt auch mehrere Stotterer aber zu denen hatte ich keinerlei emotionale Affinität Bei ihm war es etwas anderes und um das Thema ansprechen zu können tat ich etwas Revolutionäres ich outete mich als Stotterer Es waren wenige entscheidende Sätze die mein Gerüst aus Widersprüchen wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzen ließen Ich sagte Du stotterst doch Ein Satz den man mir x mal entgegen geschleudert hatte und der für mich das Allerschlimmste war Er sagte Ja klar Für mich schon mal merkwürdig dass man so etwas zugeben konnte Stört dich das gar nicht Er Nö Ich Und in der Schule Er Da kann ich gar nichts sagen Und dann fügte er einen Satz hinzu der mich endgültig zum Nachdenken brachte Es ist die Wahrheit Und die Wahrheit darf man niemals verstecken Ups Ein kleiner Philosoph Es mag mir aus heutiger Sicht wie eine Momentaufnahme erscheinen aber es war ein längerer Prozess der sich in mir abspielte In jedem Fall folgte ganz schnell die Erkenntnis Der entlarvt sich mit jedem Satz den er sagt und du machst dir ins Hemd wegen dem bisschen Stottern Übrigens auch eine fatale Einstellung wie ich Jahre später erkannt habe In jedem Falle erlebte ich ihn über ein Jahr mit und konnte feststellen dass er trotz und mit seinem Stottern überall beliebt geachtet und keinesfalls weniger wert war Und er diskutierte und redete rege überall mit und versteckte sich nicht Niemals Zu dieser Zeit fasste ich einen Beschluss Ich werde mich nie wieder über das Stottern ärgern oder irgendwie von ihm aus dem Konzept bringen lassen Es ist wohl oder übel da und damit basta Das schlimmste was passieren kann ist dass ich mich outen muss Aber das kann ich Jederzeit Ich kann mit diesem Image leben dass ich stottere Dieser Beschluss gilt bis heute Es war die Zeit als ich in die Oberstufe wechselte Mein neuer Französischlehrer wurde sofort von mir aufgeklärt dass wenn ich mal nicht so flüssig vorlesen konnte vor allem beim IL es an meinem Stottern liegen würde Es wurde alles soooo viel einfacher Dadurch dass ich keine Angst mehr hatte hängenzubleiben weil ich es ja erklären konnte passierte es mir mit der Zeit auch viel seltener Vor allem diese Momente in denen ich nicht allein aus einem Block herauskam gingen fast auf Null zurück Mit allem anderen konnte ich gut leben Und als ich dann ins Studium ging hatte ich das bereits beschriebene Gefühl die Welt gehört mir Meine Liebe zu Sprachen stand auch in der Zeit nie in direkter Verbindung zu meinem Stottern Ich hatte nur in der Zeit da ich noch meine früherer Einstellung hatte des öfteren gedacht Sprachbegabung und Stottern sind Dinge die sich gegenseitig ausschließen Ich hatte gedacht nun bin ich schon so sprachbegabt wenn da nur nicht dieses Ding wäre Und dann ärgerte ich mich über dieses Ding überhaupt nachgedacht zu haben weil ich mir dachte wenn ich über sowas nachdenke dann rufe ich diese Gespenster doch nur herbei Und nach meinem Sinneswandel stand für mich fest ich habe das Problem mit dem Stottern zu meiner Zufriedenheit gelöst jetzt steht mir sprachlich nichts mehr im Wege Dass ich orientalische Sprachen bevorzugt habe war vielleicht Zufall aber es war keine schlechte Wahl denn es gibt kaum dankbarere Menschen als Menschen aus dem Orient wenn man ihre Sprache spricht Feedbacks wie du kannst ja besser Türkisch als ich oder Wie schön dein Kurdisch doch ist waren Dinge die runtergingen wie Öl Und dass ich ab und zu auch noch stotterte war mir dann egal Meistens merkten es die anderen nicht eimal Im Gegensatz dazu habe ich mal beobachtet wie ein junger Student kurdischer Herkunft der ein gestochenes akzentfreies Deutsch sprach von einem deutschen Professor gefragt wurde Woher können Sie denn so gut Deutsch Sie sprechen ja FAST akzentfrei In meinen Augen sprach er besser als der Professor der nämlich leidlich Hochdeutsch sprach Dass das Stottern nicht einfach weggehen würde dass es immer irgendwie da sein würde wusste ich spätestens seitdem ich mit 20 mal bei einem Phoniater aus einem völlig anderen Grund war Irgendwie muss ich was Typisches an mir gehabt haben obwohl ich dort ganz sicher nicht gestottert habe denn er äußerte mir gegenüber er hätte gleich bei meinem Erscheinen gewusst dass ich ein Stotterproblem hätte Leider habe ich mich zu der damaligen Zeit nicht wirklich mit meinen Gefühlen auseinandergesetzt sondern war selbst der Überzeugung dass ich ein Korinthenkacker gewesen sei weil ich mich so sehr für das bisschen Stottern geschämt hatte Ich hätte vielleicht einen guten Therapeuten gebraucht der mich darüber aufklärt dass auch ein bisschen Stottern Stottern ist und einen ganz schön belasten kann Aber ich habe mir dieses Recht nicht zuerkannt Nicht weil ich ja mitbekommen hatte wie leicht mein erster Freund die Sache genommen hatte Dazu kommt dass ich allein mich für meine frühere Einstellung verantwortlich gemacht habe Dass es die verdammte Tabuisierung war die vielleicht Trend in unserer Zeit aber in unserer Familie noch extremer war war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst Also blieb das Stottern etwas von dem nur ich etwas wusste und auch die Reaktionen die ich in der Zeit geerntet hatte als ich es zuvorkommend den Lehrern und Mitschülern gesagt hatte nämlich dass sie es für unbedeutend oder nichtig abtaten zeigten mir nur dass ich mir einen Kopf machte für nichts und wieder nichts Sie stellten es gar in Abrede dass da überhaupt etwas wäre also kam ich zu dem Schluss dass ich wohl doch nur Gespenster sah Ich wollte es irgendwann begraben vergessen Und wenn ich es bemerkte zum Beispiel wenn sich kleine Sprechhindernisse einschlichen dann saß ich es aus überspielte es wieder wohl wissend dass es sich um mein Stottern handelte Dass ich oft Begriffe nicht richtig sagen konnte zum Beispiel das Wort Standard was im Titel meiner Magisterarbeit vorkam schob ich irgendwie nicht aufs Stottern es ärgerte mich nur einfach Mit den Jahren stellte ich fest dass ich mich so gut durchschlagen konnte Und dass ich dann Dolmetscherin geworden bin war auch eher Zufall Ob es direkt oder indirekt damit zusammenhing dass ich mir schon als Kind nicht vorstellen konnte in einem Gerichtssaal überhaupt etwas zu sagen weiß ich nicht In jedem Falle war mir klar dass ich alles erreichen wollte was ich früher für unmöglich gehalten hatte Zumindest ausprobieren wollte ich es IlianaG hat geschrieben Vielen Dank für deine Antwort es hat mich sehr überrascht dass du als Stotterin auch wenn nur leicht den Beruf als Dolmetscherin und Übersetzerin ausgwählt hast Mich würde interessieren wie du darauf gekommen bist und ob das Stottern dir jemals Mühe in diesem Metier bereitet hat Darauf gekommen bin ich gar nicht ich hatte ein Schlüsselerlebnis Ich habe im Studium kurdischen Frauen Alphabetisierungskurse übrigens auch ein Wort was mir immer schwer fiel zu artikulieren gegeben und wurde für sie die Universalansprechpartnerin So bat mich eine der Frauen sie zum Gericht zur Asylverhandlung zu begleiten Dort verstand ich im Gegensatz zu den anderen Beteiligten alles was gesprochen wurde Und der dortige Dolmetscher ein Juwelier der leidlich deutsch sprach gab wahrlich nicht alles wieder was die Frau sagte Sein Deutsch war einfach grottig Da fasste ich den Beschluss das kann ich besser selbst wenn ich mal stottern sollte Der Rest war einfach Ich legte für Türkisch eine Prüfung vor der IHK ab und da ich in den Jahren das Stottern wirklich aus meinen Gedanken ausgeblendet hatte und nur daran dachte wenn ich es mal fühlte und das kam damals echt selten vor hatte ich auch keine Angst vor der mündlichen Prüfung Und das wo ich alles andere als ein Prüfungsmensch bin ich bin zweimal durch die Führerscheinprüfung gefallen Für Kurdisch gab es seinerzeit keine staatliche Prüfung aber ich hatte ja das Iranistikstudium und die Erfahrung mit den kurdischen Frauen also wurde ich so zugelassen beim OLG Oberlandesgericht auch so ein Wort was ich nie richtig sagen kann ist mir aber erst diese Woche aufgefallen weil ich da hinmusste Kleine Repetitionen und Sprechhindernisse habe ich beim Dolmetschen immer mal gefühlt aber sie haben mich und die Kommunikation nie wirklich behindert Nur ein einziges Mal in meiner über 20 jährigen Karriere habe ich mich vor Gericht in einer sch Schleife aufgehängt aus der ich irgendwie nicht mehr rauskam Hat mich aber auch nicht runtergezogen weil ich im Notfalle dem Richter hätte sagen können Finde doch mal jemanden der s besser kann Ich wusste den gab es nicht weil es sich um yezidische Kurden aus Armenien handelte eine Spezies für sich IlianaG hat geschrieben Akzeptanz und Desensibilisierung das ist leichter gesagt als getan Wie kann ich etwas akzeptieren dass ich hasse Das mir das Leben schwer macht Ich weiss dass wenn man etwas negativ sieht dann räumt man diesem Etwas viel mehr Platz ein als ihm eigentlich zusteht Ich sollte das Stottern nicht als etwas negatives sehen aber es ist so schwierig das zu ändern Wie wärs mit Waffenruhe Du musst es ja nicht lieben du solltest es aber hinnehmen Mir hat das am meisten geholfen Es ist eigentlich eine Image Frage Bin ich bereit mit dem Image zu leben dass ich stottere Ich war irgendwann dazu bereit Heute fordere ich das Recht stottern zu dürfen trotzig ein Meine wirkliche Auseinandersetzung in der ich meine eigenen Gefühle ernst genommen habe hat eigentlich auch erst begonnen als ich bereits Kinder hatte und als ich durch einen Fernsehbeitrag plötzlich all die alten Erinnerungen wieder präsent hatte Ich bin dadurch auch in eine Identitätskrise gekommen und weiß dass ich seit dieser Auseinandersetzung auch wieder öfter stottere Als Sprachwissenschaftlerin setze ich mich erstmalig mit den phonetischen und artikulatorischen Aspekten des Stotterns auseinander und ich muss zugeben dass ich es sehr spannend finde darüber zu philosophieren Hauptsache es zieht mich nicht mehr runter Das aber verdanke ich meinem fortgeschrittenen Alter Man hat ja sonst keine Probleme LG Petra Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Vorstellung Geschichte und Erkenntnis Zitat Beitrag von Torsten 27 Januar 2014 08 58 Hi Tien das Anhauchen der Vokale ist ein Trick mit dem man sich mal helfen kann Ich wollte es aber nicht als allgemeine Methode empfehlen sondern habe meine Erfahrungen damit geschildert weil ich es aufschlussreich finde dass sich die Angst vor bestimmten Anfangslauten auf andere Laute verlagern kann Das lehrt etwas über das Wesen derartiger Ängste Was mir seit ca drei Jahren hilft weitgehend stotterfrei zu sprechen ist das Hören auf meine Sprache während ich rede Siehe dazu den Thread Elf Empfehlingen Eine zwölfte Empfehlung füge ich hinzu damit das Dutzend voll ist Achte beim Einatmen vor dem Sprechbeginn und während des Sprechens auf das Ende der Einatemphase Nimm diesen Moment bewusst wahr schalte sozusagen innerlich auf Ausatmen um und sprich erst dann Man kann auch nach dem Einatmen erst eine kleine Menge Luft ausatmen und dann in diesen Ausatemstrom hinein zu sprechen beginnen Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Vorstellung Geschichte und Erkenntnis Zitat Beitrag von PetraS 27 Januar 2014 16 48 Hi Tien noch mal Tien hat geschrieben schön zu lesen dass ich nicht der einzige bin der die Ananas hasst bzw gehasst hat Stopp Ich

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer - Seite 15
    weiter Letztendlich wurde ich entlassen mit dem Hinweis dass sie mit mir nicht mehr tun könnte Es sei wohl psychisch bedingt Seitdem habe ich keine therapeutische Hilfe mehr genommen seit ca 5 Jahren Besondere Schwierigkeiten habe ich mit dem Telefonieren ich umgehe es wo ich nur kann Ich spreche lieber persönlich mit Menschen als mit Ihnen zu telefonieren Ich habe das Gefühl dass es unter anderem daran liegt dass das Stottern vorallem dann auftritt wenn ich auf Abruf etwas bestimmtes sagen muss zB am Telefon die Vorstellung Des Weiteren stottere ich häufig wenn ich mich mit meinem Namen vorstellen muss Aufgrund dessen ist es schon häufiger vorgekommen dass sich jemand mir vorstellt mir die Hand reicht und ich statt mit meinem Namen nur mit einem Hallo reagiere um dem Stottern zu entgehen Es gibt viele Situationen die ich umgehe für die ich mich aber schäme weil ich weiß dass sich das eigentlich nicht gehört Wenn ich mich jemandem nicht vorstelle oder wenn ich jemanden nicht zurückrufe trotz Nachricht auf der Mailbox Ich bin eigentlich ein sehr kontaktfreudiger Mensch ich würde gerne Vorträge halten oder mich sofort um alles telefonisch kümmern anstatt es so umständlich zu machen aber die Angst vor dem Stottern hindert mich ungemein Ich hoffe es hat sich jemand die Mühe gemacht meinen langen Text durchzulesen Danke schon einmal dafür Ich würde mich freuen wenn sich hier nette Kontakte zu anderen Stotterern ergeben und man sich bestenfalls über Probleme und Hilfreiches austauschen kann Nach oben Roland Pauli kompetent Beiträge 341 Registriert 15 August 2006 11 00 Wohnort Erlangen Tennenlohe Kontaktdaten Kontaktdaten von Roland Pauli Website Re Neu hier Zitat Beitrag von Roland Pauli 13 Oktober 2014 23 39 Hallo Selina super dass du dich hier eingefunden hast Herzlich willkommen Wenn du bis zur 6 Klasse so gut gesprochen hast kannst du wohl davon ausgehen dass dein Stottern relativ gut behandelbar sein könnte Schön dass du deine Situationen so gut beschrieben hast Ich selbst hatte bis vor 16 Jahren so lange Blockaden dass einige Leute einfach aufgelegt oder mich blöd angemacht hatten Ich war kurz vor dem Verstummen wenn ich nur den Hörer in die Hand genommen hatte um einen Kunden anzurufen Vorträge zu halten ist eine Standardsituation die sich relativ schnell gut bewätigen lässt auch wenn du dir das momentan überhaupt nicht vorstellen kannst Denn wenn du dir bewusst machst dass du den Beginn des Vortrags bestimmen kannst und auch dein Sprechtempo das dir liegt kannst du dich mit einiger Übung realtiv schnell auf der sicheren Seite fühlen Hier findest du eine Möglichkeit sich mental auf Voträge vorbereiten zu können Vorwort Diese Leitsätze lese ich erst für mich alleine an dem Pult an dem ich später meinen Vortrag halten werde Eventuell spreche ich sie ins Mikrofon wenn ich den Vortrag mit Mikrofon halten werde Diese Leitsätze erinnern mich an meine rhetorischen Grundlagen und geben mir viel Sicherheit Durch lautes Lesen mit hoher innerer Beteiligung setze ich die Inhalte dieser Leitsätze um und bekomme dadurch ein gutes Sprechselbstbewusstsein Zuerst übe ich meinen Text für mich alleine Wenn ich durch sorgfältige Nachbereitungen sicher geworden bin trage ich ihn auch anderen vor und lasse mir Feedback geben Durch mehrfaches Wiederholen bekomme ich immer mehr Sicherheit und freue mich dass ich den Mut und die Zuversicht habe diesen Vortrag zu halten 1 Ich atme ruhig 2 Ich spüre eine tiefe Ruhe in mir 3 Ich bin völlig locker 4 Ich habe mich inhaltlich gut vorbereitet 5 Ich gehe mit ruhigen zügigen Schritten zum Rednerpult 6 Ich stelle mich aufrecht hinter das Rednerpult 7 Ich lege meinen Text auf das Pult 8 Ich lese mir den ersten Satz gedanklich flüssig durch 9 Ich habe so viel Zeit wie ich brauche 10 Ich schaue wohlwollend in die Runde 11 Ich gönne mir 3 Sekunden Pause 12 Ich öffne langsam meinen Mund 13 Ich lasse sanft meinen Atem kommen 14 Ich spüre die Kühle beim Einatmen 15 Mit der Kühle meines Atems fühle ich Ruhe 16 Ich lasse mir Zeit meine Formulierungen zu finden 17 Ich spreche ruhig 18 Ich halte gut Blickkontakt 19 Ich spreche klar und artikuliert 20 Beim Komma hebe ich meine Stimme und beim Punkt senke ich sie ab 21 Ich hebe und senke meine Stimme und verleihe ihr viel Ausdruckskraft 22 Ich verändere bewusst die Lautstärke um sinnbetont zu sprechen 23 Ich werde gut verstanden 24 Ich freue mich vor meinen Zuhörern natürlich und selbstbewusst zu sprechen 25 Ich fühle mich völlig sicher 26 Ich freue mich auf meinen Vortrag Dir alles Gute Selina LG Roland Nach oben Jaspis nicht mehr wegzudenken Beiträge 911 Registriert 27 August 2007 21 04 Wohnort bei Frankfurt a M Re Neu hier Zitat Beitrag von Jaspis 14 Oktober 2014 08 37 Hallo Selina herzlich willkommen hier Ich habe mich in vielen Stellen Deines Textes selbst erkannt als ich so alt war wie Du Es wird Dir nicht sofort helfen aber hoffentlich doch Hoffnung machen dass es mir inzwischen aber da liegen mehr als 20 Jahre dazwischen viel besser geht mit dem Sprechen Ich habe erst mit Ende 20 zur Stotterer Selbsthilfe gefunden und es im Nachhinein sehr bedauert dass ich nicht schon viel früher darauf gestoßen bin denn mit Anfang Mitte 20 hätte ich als Studentin sehr viel mehr Zeit gehabt Es gibt inzwischen eine junge Szene innerhalb der Selbsthilfe die Flow Sprechgruppen Gerade fand wieder das jährliche bundesweite Treffen der Stotterer Selbsthilfe in Heidelberg statt und es waren wieder viele junge Leute dabei ich würde Dir gern den Rat geben Dich an diese jungen Gruppen zu wenden sie sind gut vernetzt und unterstützen sich gegenseitig http www flow sprechgruppe de Vielleicht gibt es eine Gruppe in deiner Nähe Den Satz Es sei wohl psychisch bedingt habe ich auch oft zu hören bekommen und es irgendwann selbst geglaubt Allerdings könnte es wirklich sein wie von Roland schon geschrieben dass Du im Grunde nur ein leichtes Stottern hast und viel Sprechangst dabei ist Diese Sprechangst kann man tatsächlich besser psychisch bearbeiten Mir selbst hat das

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer - Seite 16
    Irritationen führten sie wahrscheinlich auf die Tatsache zurück dass Deutsch nicht meine Muttersprache war Mittlerweile ist Deutsch meine Muttersprache so sehe fühle ich jedenfalls und ich spreche akzentfrei nur leider nicht stotterfei Bis heute ist das Stottern natürlich da mal stärker mal schwächer zeit und phasenweise Und ich übe einen Sprechberuf aus ich unterrichte Deutsch für Migranten an der VHS Für mich ist die Erklärung warum ich während der Arbeit nicht stottere eindeutig ich muss langsam und deutlich sprechen Und beim Lesen stottere ich seit ich erwachsen bin sowieso nicht mehr Während ich mit meinen Kolleginnen spreche fällt sofort auf dass ich stottere Ich denke dabei sofort daran dass diese sich bestimmt fragen müssen Die stottert ja Wie kann sie überhaupt unterrichten Obwohl alle sehr nett sind Auch beim ersten Gespräch mir meiner Chefin kein richtiges Vorstellungsgespräch aber etwas Ähnliches Nach meinem Rumgestottere sagte ich ihr voller Schuldgefühle und damit sie keinesfalls denkt ich bin ungeeignet für diesen Job Während des Unterrichts stottere ich nicht Dann kam die erlösende und Mut machende antwort von ihr Ah machen Sie sich keine Gedanken Mein Freund stottert auch Sie werden das schon machen Seitdem weiß ich dass ich meinen Kollegen keinesfalls beweisen muss dass ich auch stotterfrei sprechen kann Meine Chefin habe ich sozusagen als Rückendeckung und dafür bin ich ihr und dem Zufall sehr dankbar Doch der letzte Tropfen der mich zum Schreiben hier motiviert hat ist ein Schüler ein Schwarzafrikaner aus Guinea der auch stottert Ich unterrichte für Anfägner Niveau A1 Und stellt euch mal vor mir augerechnet mir ist erst in der dritten Stunde aufgefallen dass er stottert Er ist 19 und geht mit der Situation recht selbstbewusst und konfrontationsbereit um Eigentlich könnte ich mir ein Scheibchen von ihm abschneiden Er meldet sich fast immer zu jeder Frage jeder Aufforderung Und dabei stottert er manchmal sehr stark Ich hatte in meinem Leben viele Situationen in denen ich ähnlich stark stotterte bzw immer noch stottere Doch mir ist danach soooooo peinlich dass ich mich psychisch manchmal mehrere Tage danach erholen muss Ich ertappe mich manchmal daran dass ich ihn nicht immer gern zu Wort kommen lasse und weiß natürlich dass es unfair ist zumal er sehr intelligent ist und im Kurs bestens mitkommt Ich bin sogar schon soweit gegangen dass ich als dieser Schüler krank war die restlichen Teilnehmer darum bat ausnahmsweise etwas lauter zu sein während er spricht Und das funktioniert er stottert weniger und ich fühle mich auch wohler dabei Doch ich habe das Gefühl dass diesen Schüler diese für mich höchstpeinliche und schamvolle Situationen völlig kalt lassen Wahrscheinlich liegt es daran dass er in seinen 19 Lebensjahren schon Dinge erlebt hat die wir uns kaum vorstellen können er hat mir seine grauenvolle Lebensgeschichte erzählt Da ist das Stottern und alles was dazugehört nicht mehr von großer Bedeutung Und noch ein letzter Punkt den ich hier ansprechen wollte Als mein Mann und ich uns kennenlernten 2009 und bis ca vor 2 Jahren stotterte ich in seiner Gegenwart kaum Beim Sprechen mit ihm sowieso nicht auch heute und beim Sprechen mit anderen Menschen in seiner Gegenwart auch nicht Doch seit ca 2 Jahren nach den Geburten unserer Kinder und vielen Lebensveränderungen die aber positiv waren fällt mein Stottern immer deutlicher auf und beschäftigt stört mich Ich versuche mir vorzustellen dass alle Menschen mit denen ich sprechen muß meine Schüler sind Manchmal klappt es doch meistens nicht zumal ich mir irgendwie blöd dabei vorkomme Denn alle wissen dass ich sonst anders spreche Und ich merke auch dass es eine enorme geistige Anstrengung ist mehrere Sätze lang wie zu meinen Schülern zu sprechen ohne gleichzeitig den semantischen Faden zu verlieren weil bei jeder Schwankung der Umstellungsebene ich wieder ins Stottern komme Doch der eigentliche Punkt ist ich stelle fest dass ich mich unheimlich schäme mit meinem Mann über mein Stottern zu sprechen An sonsten habe ich seit einigen Jahren keine großen Hemmungen darüber zu sprechen AUSSER mit meinem Mann Und er ist nicht blöd und weiß natürlich dass ich stottere Er bekommt es fast täglich mit wenn er mich mit anderen Leuten sprechen hört Und ich habe überhaupt kein Bedürfnis mit ihm darüber zu sprechen Ich habe nur schlechtes Gewissen ihm gegenüber dass er eine Katze im Sack geheitatet hat Denn damals hatte ich nicht so stark gestottert wie in den letzten zwei Jahren Ich fühle mich fast als hätte ich ihn auf irgendeine Art und Weise betrogen Und er tut mir sogar deswegen leid weil er ein feiner Mensch ist und so etwas nicht verdient hat Dies sind Hirgespinste die mich beschäftigen obwohl ich zugleich weiß dass das alles völliger Unsinn ist Ich hatte übrigens vor 12 Jahren eine oder zwei Therapie Stunden bei einer Logopädin in Köln wahrgenommen doch dann zog ich mich zurück Sie hat mir jedenfalls immer wieder gesagt dass ich mein Stottern zulassen sollte und gab mir einen Text zu diesem Thema Kann gut sein dass ich zu wenig Mut oder einfach keine Lust hatte weil ich nicht wirklich an Erfolg glaubte Ich könnte noch sooo viel schreiben doch die Mutterpflichten rufen Herzlichen Dank für das Lesen und im Voraus für Eure Kommentare Liebe Grüße Viktoria Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer Zitat Beitrag von PetraS 16 Juli 2015 15 00 Hallo Viktoria vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht und herzlich Willkommen hier im Forum abc hat geschrieben weil ich Dolmetscherin werden wollte schönen Gruß an Petra Danke für den Gruß Ich glaube zwischen uns gibt es vieles zu besprechen Bist du auch in Köln abc hat geschrieben Herzlichen Dank für das Lesen und im Voraus für Eure Kommentare Für s Erste ist dies mein Kommentar da ich in der Türkei in einer Strandbar sitze Liebe Grüße Petra Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer Zitat Beitrag von paul dest 16 Juli 2015 20 37 Hallo Viktoria Das ist ein höchst interessanter Bericht Zumal ich manche Aspekte Deiner Situation an eigener Lebensgeschichte kenne Wie etwa abc hat geschrieben Mittlerweile ist Deutsch meine Muttersprache so sehe fühle ich jedenfalls und ich spreche akzentfrei nur leider nicht stotterfei Ich spreche zwar nicht ganz akzentfrei empfinde Deutsch aber auch seit vielen Jahren als meine Muttersprache obwohl ich russisch einsprachig aufgewachsen bin Beim Lesen stottere ich auch äußerst selten Mein Stottern muss schon extrem hohe Intensität erreichen damit beim Lesen Sprechhindernisse auftauchen Mit etwa 20 war das noch anders da waren Sprechhindernisse sehr sehr häufig und sehr hartnäckig dementsprechend war auch das Lesen eine Qual abc hat geschrieben Als mein Mann und ich uns kennenlernten 2009 und bis ca vor 2 Jahren stotterte ich in seiner Gegenwart kaum Das kenne ich Manche Menschen lernt man in Lebensphasen kennen wo man sehr wenig stottert so dass ihnen erst Jahre bewusst wird dass man Stotterer ist Manche Menschen sieht man unregelmäßig und sie erwischen einen immer in stotter unauffälligen Phasen eine Tante sagte zu mir verwundert als ich schon etwa 14 war Paul Du stotterst ja Ich noch mehr verwundert Ja natürlich Schon immer Fällt das Ihnen erst jetzt auf Das Siezen der Tanten und Onkeln wird Dir aus dem russischsprachigen Raum unserer Generation vermutlich vertraut sein abc hat geschrieben Er bekommt es fast täglich mit wenn er mich mit anderen Leuten sprechen hört Und ich habe überhaupt kein Bedürfnis mit ihm darüber zu sprechen Ich habe nur schlechtes Gewissen ihm gegenüber dass er eine Katze im Sack geheitatet hat Denn damals hatte ich nicht so stark gestottert wie in den letzten zwei Jahren Ich fühle mich fast als hätte ich ihn auf irgendeine Art und Weise betrogen Und er tut mir sogar deswegen leid weil er ein feiner Mensch ist und so etwas nicht verdient hat Dies sind Hirgespinste die mich beschäftigen obwohl ich zugleich weiß dass das alles völliger Unsinn ist Das ist kein Unsinn Kein Bißchen Es ist nur äußerst fair von Dir einem anderen Menschen nichts zumuten zu wollen worauf er anfangs nicht eingestellt war und womit er nicht rechnen konnte Auf der anderen Seite machst Du Dir vielleicht viel mehr Sorgen als notwendig Wenn ich Deine Ausführungen richtig verstehe ist die Frage die Dich quält Hätte er mich auch geheiratet wenn er schon damals gewusst hätte dass ich so stottere wie jetzt Aber eigentlich kommt es auf diese Frage nicht wirklich an Denn seit dem sind schon mehrere Jahre vergangen und ich denke dass sowohl Du Deinen Mann als auch Dein Mann Dich mittlerweile aufgrund anderer Qualitäten schätzt und liebt als es ursprünglich der Fall war die Prioritäten verschieben sich Die aktuell relevante Frage ist daher eher Wird seine Wertschätzung zu Dir seine Liebe zu Dir seine Beziehung zu Dir von Deinem aktuellen Stottern beeinflusst Und wenn ja auf welche Art und Weise Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben esche angekommen Beiträge 28 Registriert 13 Mai 2015 14 08 Re Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer Zitat Beitrag von esche 16 Juli 2015 23 16 Hallo zusammen nachdem ich nun schon einige Jahre immer wieder mal hier mitlese und ich mich schon oft durch eure Berichte informieren konnte möchte ich mich jetzt auch mal hier kurz vorstellen Außerdem ist hier grad so schön viel los und ich freu mich auf einen Austausch mit euch Ich stottere nur sehr leicht und werde von meinem Umfeld nicht als stotternd wahrgenommen Genauer gesagt ist es mir erst seit einigen Jahren selbst klar geworden Ich hatte immer wieder mal Phasen im Leben in denen das Sprechen mir Probleme bereitet hat bzw mir immer noch bereitet z B in der 5 Klasse konnte ich aus damals unerklärlichen Gründen vor der Klasse nicht mehr flüssig lesen und sprechen Ich habe es mir so erklärt dass ich einfach viel nervöser und gestresster bin als in der Grundschule war ich auch Aber andere können dann trotzdem normal reden Und dann so mit 20 beim Telefonieren in der Arbeit oder beim Bäcker Metzger Aber ich konnte meine Schwierigkeiten nie zuordnen Es hat sich wohl weniger so angehört was man so im Allgemeinen unter Stottern versteht also auffällige Wiederholungen von Silben oder Lauten Mein Großvater stotterte übrigens ebenfalls Das ist mir nie aufgefallen allerdings ists mir spätestens seit Kings Speech endgültig klar geworden Die Wörter waren auch immer so rausgepresst Naja und vor etwa 10 Jahren bin jetzt um die 40 hat mich dann das dieses Thema magisch angezogen bis mir irgendwann gedämmert ist dass ich stottere Das war einerseits eine riesige Erleichterung weil das ganz viel erklärt hat andererseits beschäftigt es mich seitdem noch mehr Ich habe mir anscheinend völlig unbewusst angeeignet zu vermeiden Durch kurze Pausen oder Umstellungen das passiert völlig automatisch Inzwischen versuche ich dies abzustellen und weiterzusprechen wenn eine Stotterstelle sich anbahnt Leider klappt das bis jetzt noch gar nicht aber seit dem Entschluss offener damit umzugehen fühle ich mich wohler Dazu muss ich noch sagen dass meine Tochter 8 leider seit nem knappen Jahr auch angefangen hat zu stottern sie ist inzwischen bei einer Logopädin und dies der eigentliche Auslöser ist mich zu überwinden und zu versuchen mit diesem Thema besser klarzukommen Mir gehts da interessanterweise so wie dir Viktoria bin beruhigt dass es mehreren so geht abc hat geschrieben Doch der eigentliche Punkt ist ich stelle fest dass ich mich unheimlich schäme mit meinem Mann über mein Stottern zu sprechen An sonsten habe ich seit einigen Jahren keine großen Hemmungen darüber zu sprechen AUSSER mit meinem Mann Und ich habe überhaupt kein Bedürfnis mit ihm darüber zu sprechen Ich verstehs auch nicht aber ich werde es vermutlich dabei belassen Ich habe hier keine Bedenken bezüglich der Wertschätzung sondern eher dass ich mich kompliziert erklären muss und es dann doch nicht wirklich verstanden wird Ich glaube das haben bis jetzt die wenigsten mit denen ich darüber gesprochen habe ich tu mich ja selber noch schwer damit So das wars fürs erste von mir LG esche Nach oben Ernst Martin nicht mehr wegzudenken Beiträge 988 Registriert 12 August 2006 09 41 Wohnort Augsburg Re Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer Zitat Beitrag von Ernst Martin 17 Juli 2015 02 13 Liebe Esche natürlich will jeder beim anderen Geschlecht einen guten Eindruck machen daher die Hemmungen mit ihm über Einschränkungen zu sprechen Sie verlieren sich jedoch mit der Zeit ich bin 73 Jahre alt Alles Gute weiterhin Ernst Martin der Lechgeist die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere ja wenn man sie läßt Peter Alexander Nach oben abc entdeckend Beiträge 16 Registriert 15 Juli 2015 21 33 Re Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer Zitat Beitrag von abc 17 Juli 2015 10 10 Hallo Paul und alle anderen Leser Danke für Eure Kommentare insbesondere Pauls ausfürlichem Kommentar Ja Paul wir haben in der Tat einige gemeinsame Lebenserfahrungen Doch als ich vor ca 5 Monaten Dein Video auf you tube gesehen und gehört habe war ich mir ziemlich sicher dass Du aus Süddeutschland kommst und einen entsprechenden Akzent hast eben das r und die insgesamt etwas weichere Aussprache Manche sehr wenige Leute die ein sehr feines Gehör haben tippen bei mir auf Österreich Und einmal das war vor 4 Jahren beim Bäcker in Aachen sagte eine Frau zu mir nachdem ich sie wegen Vordrängelns angemotzt hatte Aaaah Sie kommen ja auch aus dem Würtembergischen Ich wollte ihr die sichtlich große Freude nicht nehmen eine Landsfrau aus ihrer Hemat getroffen zu haben und habe mich nicht geoutet nur gelächelt was sie wahrscheinlich als Bestätigung für ihre Annahme auffasste Aber ganz im Ernst ich habe mich zum Vorwurf einiger weniger Leute assimiliert und das sehr gern Doch ich stehe auf jeden Fall dazu dass ich früher eine andere Heimat hatte und mich heute nun mal gern als Deutsche fühle Meine einzige Verbindung zu damals ist mein Vater An sonsten würden mich keine 100 Pferde dorthin zurückziehen Und nun zurück zum Stottern Ein TN hier hat so etwas Ähnliches geschrieben wie Ich habe mit meinem Stottern Frieden geschlossen Ich glaube in diesen Prozess gleite ich zur Zeit hinein Ich würde es fast Resignation nennen Doch für mich ist das eine positive Resignation Ich will mir selbst einfach nichts mehr vormachen Ich war eine Stotterin ich bin es und ich werde es immer bleiben es gibt keine Heilung Ich bin erwachsen und pragmatisch genug geworden das zu akzeptieren Ich werde meine stotterfreien Phasen genießen und durch die schweren Phasen muss ich halt durch Das ist bis jetzt meine Erkenntnis Wobei mich gerade der Beitrag von Esche ziemlich beunruhigt hat Denn er sie hat geschrieben dass seine Tochter 8 ist und vermutlich zu stottern anfängt Das hat mich gerade ziemlich runtergezogen Den unser Stotterer Schicksal wünsche ich niemandem und meinen Kindern erst recht nicht Vielleicht übertreibe ich denn ich werfe meinem Vater nicht wirklich vor mich auf diese Welt gesetzt zu haben aber ich würde mir selbst im Fall der Fälle ganz sicher vorwerfen beim Kinderwunsch eine verantwortungslose Entscheidung getroffen zu haben Mir bleibt nun nichts anderes übrig als abzuwarten in der Hoffnung dass nichts passiert Obwohl wenn meine Tochter manchmal mit den Worten anfängt Aber aber aber schlagen alle meine Nervenzellen Alarm dass Ihr wisst schon Lieber Paul ich spüre merke dass meinen Mann er heißt übrigens auch Paul mein Stottern überhaupt nicht stört Und gerade oder u a deswegen habe ich schlechtes Gewissen ihm gegenüber Und ich habe das Gefühl oder erlebe es tagtäglich so dass er mich noch nie so geliebt hat wie jetzt Aber dieses Thema möchte ich hier nicht weiter ausführen Für meinen Mann ist also mein Stottern nicht das Problem Doch wenn meinen Kindern das Gleiche passiert wie Esches Tochter spätestens dann werde ich mit meinem Mann darüber reden müssen Und dann würde ich mich tatsächlich fragen Gruß an Paul ob er mich damals geheiratet hätte wenn er sich über alle Konsequenzen bewusst wäre Und noch ein letzter vielleicht etwas anmaßender und arroganter aber überaus Trost spendender Gedanke oder Beobachtung Alle Stotterer denen ich in meinem Leben begegnet bin meine Schwester leider ausgenommen waren überdurchschnittlich oder sogar hochintelligent Diese Erkenntnis bestätigt sich wenn ich Eure Beiträge hier lese Ich als Laie erkläre mir dieses Phänomen wie folgt Unser Gehirn wird durch so viel Intelligenz einfach überlastet also büßt das Sprachvermögen eben dafür ein Also wir sind was Besonderes Ganz schön arrogant ich weiß In diesem Sinne liebe Grüße und ich werde mich hier wahrscheinlich erst Anfang August wieder melden können Viktoria Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Vorstellung und Begrüßung neuer Forumsteilnehmer Zitat Beitrag von PetraS 17 Juli 2015 15 23 Liebe Esche herzlich Willkommen hier im Forum Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen und wünsche vor allem dass das Stottern bei deiner kleinen Tochter wieder dank der Logopädie oder auch so verschwindet Ansonsten bist du hier im Forum mit all deinen Sorgen sehr gut aufgehoben und glaub mir auch wenn du nur ein bisschen stotterst hier gibt es keine Stotterer erster oder zweiter Klasse Es geht schließlich um gemeinsame Erfahrungen Liebe Grüße noch aus der Türkei Petra Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website positive Resignation Zitat Beitrag von paul dest 17 Juli 2015 20 12 Hallo Viktoria abc hat geschrieben Ein TN hier hat so etwas Ähnliches geschrieben wie Ich habe mit meinem Stottern Frieden geschlossen Ich glaube in diesen Prozess gleite ich zur Zeit hinein Ich würde es fast Resignation nennen Doch für mich ist das eine positive Resignation Ich will mir selbst einfach nichts mehr vormachen Ich war eine Stotterin ich bin es und ich werde es immer bleiben es gibt keine Heilung Ich bin erwachsen und pragmatisch genug geworden das zu akzeptieren Ich werde meine stotterfreien Phasen genießen und durch die schweren Phasen muss ich halt durch Das ist bis jetzt meine Erkenntnis Finde ich gut Ich für meinen Teil sehe

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Welttag des Stotterns 2015
    am falschen Tag gelandet nicht Muttertag Okay aber zumindest haben einige Radio und Fernsehsender sich unter dem öffentlichen Druck der Stotterer dazu durchgerungen dem Thema 2 5 Minuten zu widmen was schon ein Meilenstein zu sein scheint Hier nun eine Sammlung von Links die allein die BV veröffentlicht hat Wenn ihr noch mehr habt dann setzt sie doch bitte mit in diesen neuen Thread http www stern de gesundheit stottern 12018 html http www n24 de n24 Mediathek videos dern html http www mdr de mediathek fernsehen s 967f4 html http www radio912 de home mediathek a 57 1145052 http www apotheken umschau de Gehirn 16453 html https www tagesschau de inland weltta n 101 html http www mdr de mdr thueringen redakteur1142 html http www stuttgarter zeitung de inhal 3f413 html http www nwzonline de wirtschaft wese 37070 html http dradiowissen de beitrag welt sto abu machen http www frauenzimmer de cms stottern 92588 html Gruß Petra Nachtrag Die BV hat noch nachgeschoben http www badische zeitung de gesundhe 62228 html http mephisto976 de news wenn die zun wird 52403 P S Achso Und für die die s wissen wollen Der vorletzte Beitrag in der ersten Listung bin ich beim DeutschlandRadio Nach oben esche angekommen Beiträge 28 Registriert 13 Mai 2015 14 08 Re Welttag des Stotterns 2015 Zitat Beitrag von esche 24 Oktober 2015 19 05 Liebe Petra vielen Dank für deine kompakte Zusammenstellung Und großen Respekt für alle die sich vor die Kamera hinters Mikro oder für ein Zeitungsinterview zur Verfügung gestellt haben Nach oben Beiträge der letzten Zeit anzeigen Alle Beiträge 1 Tag 7 Tage 2 Wochen 1 Monat 3 Monate 6 Monate 1 Jahr Sortiere nach Autor Erstellungsdatum Betreff Aufsteigend Absteigend Antworten Druckansicht 2 Beiträge Seite 1 von 1 Zurück zu Stottern alles zum Thema

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