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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Lachen
    ähnlichen Fragestellungen geschrieben wurden Wünsche dir dabei jetzt schon viel Spaß Gruß Petra Nach oben abc entdeckend Beiträge 16 Registriert 15 Juli 2015 21 33 Re Lachen Zitat Beitrag von abc 30 September 2015 21 51 Guten Abend Juli es ist war schon seltsam und ziemlich neu für mich hier im Forum zu erfahren dass man von seinen Mitmenschen nun endlich mal als Stotterer anerkannt werden will Da meine pesönliche Stottersituation eine ganz andere ist fällt es mir nicht leicht mich in Deine Lage hineinzuversetzen Petra und Esche werden das wohl eher können Oberflächlich betrachtet fand finde ich solche Stotterer wie Du Petra und andere die ähniches Problem haben immer beneidenswert Denn mir tat es schon immer ungemein gut wenn manche Leute über mein Stottern Äusserungen abgaben wie Ah du stotterst doch gar nicht oder Du stotterst ja nur ein bisschen Solche Sätze waren Balsam für meine Stotterer Seele und die Nahrung für meine naive Hoffnung mal wieder kurz vor der Heilung oder dem Verschwinden meines Stotterns zu stehen All das habe ich mittlerweile längst hinter mir Die einzige Reaktion meiner Mitmenschen auf mein Stottern die ich erlebte fürchtete oder mir vielleicht einbildete war bis vor Kurzem Mitleid Als Kind wurde ich von einigen WENIGEN weil eben ungezogenen Kindern ausgelacht und gehänselt Und an das Gefühl das bei mir dadurch ausgelöst wurde kann ich mich noch gut erinnern Vor allem wenn ich in Gedanken das Wort Stotterer auf Russisch ausspreche Bei mündlichem Aussprechen wird mir fast schon übel Im erwachsenen Alter wurde ich niemals jedenfalls nicht direkt deswegen ausgelacht Und die ungezogenen oder einfach dummen Personen die Du erwähnst sind Deiner Art des Stotterns wahrscheinlich noch nie begegnet Denn Stottern ist in seiner Erscheinungsform bekanntlich sehr vielseitig und daher für viele nicht sofort und nicht eindeutig erkennbar Ich würde an Deiner Stelle solche Personen einfach ignorieren und sie wegen ihrer Dummheit bemitleiden und einfach darüber stehen Sie sind es nicht wert Deine Gedanken an sie zu verschwenden Und der HNO Arz wird wohl wahrscheinlich nicht viele Stotterer in seiner Praxis erlebt haben wenn er Dein Stottern nicht diagnostizieren konnte Ich frage mich an dieser Stelle Was wenn ein Nichtstotternder zu ihm käme und sich als Stotterer ausgeben würde indem er die klassischen Symptome vorspielen würde Denn Stottern lässt sich ja oberflächlich organisch nicht feststellen Wenn dann von Neurologen und Co aber keinesfalls von einem HNO Arzt Also Ignorieren darüber stehen und einen kompetenten HNO Spezialisten suchen Da bleibt nur noch die psychologische Seite des Ganzen Das Lesen älterer Beiträge würde ich ebenfalls empfehlen Viele Grüße Viktoria Nach oben Juli neu Beiträge 4 Registriert 28 September 2015 20 49 Re Lachen Zitat Beitrag von Juli 9 Oktober 2015 21 40 Hallo zusammen Danke für die so ausführlichen Antworten Sie zu lesen hat einiges bewirkt das arbeitet jetzt gewaltig in mir Esche ähnliches wie mit den lalalalatschen latschen ist mir auf der Arbeit auch passiert Wir machen oft Späße und so ist mir auch ein für Nichtstotterer wahrscheinlich lustiger Stotterblock passiert Die anderen nahmen mich wirklich nicht als Stotter war Das fand ich sehr irritierend Danach ging voll das Kopfkino an Ich konnte das aber klären zwar nicht mündlich sondern per Email War aber trotzdem stolz Petra Sehr interessant und wertvoll was Du schreibst Mich nervt generell im Leben Bewertung und Beurteilung Naja einfach fernhalten von solchen Mitmenschen Leider bewerte ich mich selbst recht streng Kommt wohl auch aus meiner Kindheit Petra Du sprichst mir aus der Seele Als Jugendliche hatte ich auch oft das Gefühl das Stottern leugnen zu müssen Eine Exotin zu sein ein Outlaw aussen vor zu sein Ich denke das bleibt mir ein Stückweit erhalten heute aber im positiven Sinne Aussergewöhnlich bin ich gern Ich werde mal in Eurem umfassenden Forum lesen Schön dass es Euch gibt Juli Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Lachen Zitat Beitrag von PetraS 10 Oktober 2015 10 16 Liebe Juli danke für die Rückmeldung Man kann vieles ändern insbesondere auf der emotionalen Ebene wenn man sich folgender Dinge bewusst ist bzw sie für sich verinnerlicht und von Herzen annimmt will sagen nicht nach dem Motto ich zwinge mich mal so zu sein sondern ich bin so Stottern ist keine Straftat auch wenn es dir als Kind und Jugendliche so vorkam sondern deine bzw unsere persönliche unvermeidbare Art zu reden Außenstehende MÜSSEN es als eine Eigenschaft akzeptieren auch wenn es für dich behindernd ist Nur wenn du zu deinem Stottern stehst und diese Überlegungen auch trotz möglicher Einwände nach außen hin vertrittst werden deine Mitmenschen dich ernst nehmen Einem Rollstuhlfahrer wird auch niemand sagen üb doch mal ein bisschen laufen vielleicht schaffst du es ja All die guten Ratschläge die sich Stotterer von Kindesbeinen an anhören müssen wie sie zu sprechen oder nicht zu sprechen haben entspringen einer ungeheuren Unwissenheit und zahlreichen Mythen die über Stottern immer noch grassieren Dem entgegenzuwirken ist die Aufgabe jedes einzelnen Stotterers Und dazu gehört meines Erachtens zunächst einmal die Kunst erhobenen Hauptes sagen zu können Passt auf Leute ich stottere Und dann mitzureden und mit zu diskutieren wie jeder andere auch Gruß Petra P S Achte beim Lesen der Beiträge hier im Forum insbesondere auf die zahlreichen Threads die von Paul Dest angestoßen wurden Hier findest du viele sehr gute Ideen Nach oben esche angekommen Beiträge 28 Registriert 13 Mai 2015 14 08 Re Lachen Zitat Beitrag von esche 10 Oktober 2015 21 54 Juli hat geschrieben Das fand ich sehr irritierend Danach ging voll das Kopfkino an Ich konnte das aber klären Hallo Juli hast du Lust das näher auszuführen Bin seit einiger Zeit dabei solche Situationen nochmals nachzuvollziehen und zu sortieren was da eigentlich alles bei mir abgeht Und warum mich das so beschäftigt aber da bin ich dank des Austausches hier schon wesentlich weiter gekommen Außerdem suche ich für die Zukunft Strategien wie ich ohne Gefühlswallungen mit diesem Thema umgehen kann Daher interessiert mich das Kopfkino anderer sehr Juli hat geschrieben Aussergewöhnlich bin

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • die Mär vom bösen chronischen Stottern
    wieder vergeht Auch im Erwachsenenalter kann man das dem Stottern selbst nicht ansehen PetraS hat geschrieben Insgesamt sollen diese Begriffe doch nur abgrenzen gegenüber dem Phänomen dass Kinder häufig eine Phase unflüssigen Sprechens durchlaufen die irgendwann spurlos an ihnen vorübergeht Petra wenn Du ein psycholinguistisches Buch aufschlägst oder Dich mit ein paar Psycholinguisten unterhältst wirst Du schnell feststellen dass die Psycholinguistik und die Untersuchung des kindlichen Spracherwerbs keine pauschale Phase unflüssigen Sprechens kennen die Linguisten kennen zwar viele Phasen des Spracherwerbs die sich abwechselnd über viele Jahre der kindlichen Sprachentwicklung erstrecken und jede einzelne von ihnen ist an bestimmten Eigentümlichkeiten im Sprechen zu erkennen aber bei den entwicklungstypischen Unflüssigkeiten von denen die deutschen Logopäden ständig reden wird so gut wie jeder Psycholinguist passen Die aussagekräftigste Antwort einer Forscherin des kindlichen Spracherwerbs die ich auf die Frage bekommen habe warum in ihrem Buch keine entwicklungstypischen Unflüssigkeiten vorkommen war sie habe zwar davon gehört dass es sowas geben soll aber das falle nicht in die normale nicht pathologische Sprachentwicklung und ist somit nicht Gegenstand ihrer Untersuchungen Und nun komme ein Logopäde und wolle einem besorgten Elternteil erklären es gäbe entwicklungstypische Unflüssigkeiten und das wäre ein normaler Bestandteil der kindlichen Sprachentwicklung So ein Logopäde hat die kindliche Sprachentwicklung sicherlich nicht studiert Jedenfalls nicht anhand empirischer Studien PetraS hat geschrieben Aber was spricht gegen die Verwendung der Begriffe chronisch Chronifizierung wenn sie sich doch bereits etabliert haben und jeder versteht was damit gemeint ist unabhängig davon welche Bedeutung sie im Kontext anderer Phänomene aus der Medizin haben Es spricht auch nichts gegen Einhorn Drache Kobold Äther oder Firmament Alles Begriffe die sich etabliert haben und die jeder versteht Die zwei letzten waren sogar jahrhundertelang etablierte wissenschaftliche Begriffe Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re die Mär vom bösen chronischen Stottern Zitat Beitrag von Torsten 17 Dezember 2015 15 41 Hallo Paul die Sache die du so kompliziert machst die du zu einem großen Popanz aufbaust um ihn dann effektvoll in der Pose des Aufklärers abzuschießen ist sehr einfach Wenn es um Stottern geht spricht man von chronisch wenn man eine spontane Remission nicht mehr erwartet Dafür gibt es gewisse Erfahrungswerte siehe Natkes Verweis auf Johannsen und Schulze 1998 Die Attribute chronisch und nicht chronisch drücken also Erwartungen aus Und selbstverständlich ist chronisches Stottern behandelbar und wird behandelt Dass die Unterscheidung zwischen chronischem und nicht chronischem Stottern eine theoretische ist gebe ich gern zu Ich nehme dabei an dass sich das Stottern selbst und oder die stotternde Person infolge des Stotterns verändert und dass diese Veränderung der Grund ist dass sich das Stottern nicht mehr von selbst auswächst und somit chronisch wird Diese Veränderung kann allmählich vonstatten gehen Für eine solche allmähliche Veränderung gibt es hinreichend empirische Belege Das frühe kindliche Stottern also die Symptomatik unterscheidet sich vom Stottern älterer Kinder und Erwachsener Während bei kleinen Kindern häufig unmittelbar am Beginn eines Satzes einer Äußerung und deshalb oft auf Funktionswörter z B Der Die Das gestottert wird konzentriert sien das Stottern später mehr auf Inhaltswörter und auf Wörter bei denen die Person Stottern erwartet meist wegen des Anfangslaute Außerdem ist das frühe Stottern weitgehend frei von Sekundärsymptomen diese sind eine Reaktion auf das Stottern und entwickeln sich erst mit der Zeit u a dadurch dass ein Störungsbewusstsein und der Wunsch nach Vermeidung der Symptome entsteht Das Stottern verändert sich also Aber verändert sich dabei auch die Person z B ihr Gehirn Es sind noch nicht viele Gehirn Scans mit stotternden Kindern durchgeführt worden weil das schwierig ist Jeder der schon einmal in einem MRT Scanner gelegen hat kann sich das vorstellen Die Kinder dürfen z B den Kopf nicht bewegen Trotzdem ist durch die wenigen bereits durchgeführten Untersuchungen gut belegt dass sich mit dem Stottern und zwar um so mehr je länger das Stottern andauert das Gehirn verändert Die meisten Abweichungen vom Normalen sind im Durchschnitt um so größer je länger das Stottern andauert Das lässt darauf schließen dass diese Abweichungen eine Folge des Stotterns selbst oder eine Folge der Reaktionen der Person auf das Stottern sind Und es ist sehr plausibel anzunehmen dass diese Veränderungen wenn sie zu groß geworden sind nicht mehr von selbst also durch einen Selbstheilungsprozess rückgängig gemacht oder kompensiert werden können Damit wäre das Stottern dann chronisch Das bedeutet aber nicht dass nicht durch eine gezielte Therapie die vor allem das Üben eines geeigneten Verhaltens über einen ausreichend langen Zeitraum beinhaltet die Veränderungen im Gehirn rückgängig gemacht oder kompensiert werden könnten Dass das funktionieren kann ist bereits nachgewiesen Torsten andere die von chronischem Stottern sprechen mögen etwas anderes annehmen z B dass es genetisch verursacht ist www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re die Mär vom bösen chronischen Stottern Zitat Beitrag von paul dest 17 Dezember 2015 17 11 Hallo Torsten Torsten hat geschrieben Wenn es um Stottern geht spricht man von chronisch wenn man eine spontane Remission nicht mehr erwartet Dafür gibt es gewisse Erfahrungswerte siehe Natkes Verweis auf Johannsen und Schulze 1998 Ja ich sehe und sehe bei Natke als Verweis darauf Unterstreichung durch mich Natke und Alpermann hat geschrieben Die Autoren weisen darauf hin dass die genannten Kriterien in ihrer Bedeutung nicht empirisch abgesichert seien Damit wären wir also wieder bei stotternden Einhörnern und flugunfähigen Drachen Torsten Was jedoch die Veränderung des Stotterns angeht Torsten hat geschrieben Ich nehme dabei an dass sich das Stottern selbst und oder die stotternde Person infolge des Stotterns verändert Das ist in der Tat eine empirische Tatsache allerdings nicht in der Grobschlächtigkeit von bloß zwei Kategorien nicht chronisch und chronisch Bei Natke und Alpermann kannst Du dazu nachlesen Natke und Alpermann hat geschrieben Guitar 2006 beschreibt vier Entwicklungsstufen des Stotterns denen zumindest der Großteil des beobachtbaren Stotterverhaltens einer Person entspreche Grenzwertiges Stottern Bei beginnendem Stottern Intermediäres Stottern Bei fortgeschrittenem Stottern Auch unterteilt Bloodstein A Handbook

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Roman über einen Stotterer - was haltet ihr von der Figur?
    dass sie folgenlos bleiben müssen Welche Folgen sollten es denn schon sein Und das mit Verdrängen ist auch irgendwie unpassend Was hat das mit Verdrängen zu tun Bei typischerweise 20 bis 30 Vorfällen pro Tag wo man für kurze Zeit nicht weitersprechen kann kannst Du sie nicht verdrängen Du musst Dich mit solchen Vorfällen jedes Mal aufs Neue auseinander setzen Stell Dir vor Du würdest 20 Mal pro Tag einen Krampf im Bein bekommen so dass Du beim Gehen irgendwelche Ausgleichsmaßnahmen anstellen müsstest um wieder in Gang zu kommen Folgenlos Verdrängen Das geht am tatsächlichen Geschehen irgendwie vorbei Hier ist viel weniger Drama als von Dir angedacht dafür aber jederzeit eiskalte Action Karsten hat geschrieben Borchart kommt darüber übrigens mit seiner ersten Freundin zusammen die die einzige Liebe seines Lebens bleibt Gut hat ja nichts mit Stottern zu tun Karsten hat geschrieben Das nächste einschneidende Stotterereignis folgt als Borchart von breiter Front explizit den Eltern des toten Jungen in ihrer Wut gar als Mörder angeklagt wird Wie Petra schon unten geschrieben hat ein Stotterereignis ist nicht etwas einmaliges dramatisches sondern jedes einzelne der vielen einzelnen Sprechereignisse in denen man nicht so weitersprechen kann wie eigentlich erwartet Wieder zu Info ich erlebe pro Tag 50 bis 300 Stotterereignisse Tag für Tag Dass in der von Dir skizzierten Situation die Fähigkeit mit Sprechhindernissen umzugehen nachlässt so dass sie im Sprechen als Stotterereignisse merklicher werden sowohl der Schwere als auch der Häufigkeit nach halte ich für nicht unplausibel Hab allerdings das Gefühl dass Du einen anderen Zusammenhang zugrunde gelegt hast Karsten hat geschrieben Dies stellt den Wendepunkt seines Lebens dar Er muss fortan mit dem Bewusstsein leben für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein Die Stotterereignisse bei denen ihm ein Weitersprechen gänzlich versagt bleibt häufen sich Ok ab hier beginnt der skizzierte Zusammenhang zum Stottern völlig an den Haaren herbeigezogen zu sein Ich verstehe ja dass Menschen die nicht wirklich wissen was Stottern ist solche Vorstellungen hegen Aber das ist kompletter Unsinn Karsten hat geschrieben Und die Fehler seiner Erziehung rächen sich eklatant weil er Schwierigkeiten Konfrontationen zunehmend aggressiv begegnet weil er sich anders nicht zu helfen weiß Das ist stotternunabhängig klingt für mich nach einem möglichen plausiblen Szenario Je nach dem was das für Fehler seiner Erziehung sein sollen Karsten hat geschrieben Seine Unsicherheit die die Stotterereignisse fördert und die damit einher gehende Aggression isoliert ihn zunehmend die Beziehung zu seiner Freundin ging bald nach dem Tod des kleinen Bruders in die Brüche Ich kann diesen Satz wohlwollend interpretieren Ich kann diesen Satz vernichtend interpretieren Da es jedoch danach aussieht dass Dir nicht klar ist was ein Stotterereignis ist interpretiere ich ihn erstmal gar nicht Karsten hat geschrieben Ich fürchte doch obgleich ich das eigentlich nicht will das eine oder andere Klischee bedient zu haben Wenn ich Dich richtig verstanden habe versuchst Du mittels der Stottereignisse das was Du dafür hältst das innere Konfliktniveau des Charakters anschaulich zu machen Das ist zwar ein nachvollziehbares dramaturgisches Motiv aber nicht nur ein Klischee im Sinne von Abklatsch sondern auch ein falsches Klischee Wenn ich eine persönliche Bitte an Dich richten dürfte es steht Dir frei sie zu ignorieren Wenn Dein Charakter nur deswegen stottert dann lass ihn lieber gleich vor Stotterneintritt an einem Autounfall oder Blitzeinschlag sterben So wird zumindest eine dramatische Geschichte daraus die nicht die unendlichen Vorurteile und Falschverständnisse über Stottern nährt Karsten hat geschrieben Die Steigerung seines Sprachhandicaps ist natürlich in erster Linie der Dramaturgie geschuldet gleichwohl habe ich bereits mehrfach in den Berichten Betroffener gelesen Als Kind fing s harmlos an aber je älter ich wurde desto schlimmer wurde es mit dem Stottern Es ist nicht je älter ich wurde desto schlimmer sondern es geht in der Intensität hin und her Insbesondere gibt es Altersphasen in denen die Intensität typischerweise zunimmt aber auch abnimmt Natürlich muss das Stottern wenn es unmerklich einsetzt sich erstmal in der Intensität so weit steigern dass es wahrgenommen wird So wie Menschen die kurzsichtig werden die gehen auch nicht gleich zum Augenarzt sondern die Kurzsichtigkeit muss sich bis zu einer Intensität steigern dass sie zum Beispiel in der Schule nicht mehr von der Tafel lesen können Messbar wäre die Kurzsichtigkeit aber schon Wochen oder Monate früher Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Roman über einen Stotterer was haltet ihr von der Figu Zitat Beitrag von Torsten 24 November 2015 12 29 Hallo Karsten Karsten hat geschrieben Borchart Middeldorfs Repetitionen Sprechblockaden oder auffällige Vokaldehnungen treten erstmals im Alter von 5 6 Jahren auf in geringem Umfang Nur kurz zu den Symptomen Vokaldehnungen sind m E für Stottern eher untypisch Typisch ist dass der Stotternde den Vokal nicht herausbekommt z B Tə tə tomate gewə wə waschen Repetition vor Vokal ə Schwa Laut also Phonation ohne einen bestimmten Vokal zu bilden Mmmontag Konsonant Dehnung vor Vokal Abend stummer Block vor Vokal Das Stottern kann auf verschiedene Weise ausbrechen Wenn es allmählich beginnt dann meist mit Repetitionen wie Paul schon geschrieben hat Es kann aber auch mit heftigen Blocks einsetzen Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben Karsten entdeckend Beiträge 8 Registriert 16 November 2015 21 02 Re Roman über einen Stotterer was haltet ihr von der Figu Zitat Beitrag von Karsten 24 November 2015 13 03 Liebe Petra lieber Paul vielen Dank für eure Rückmeldungen Vor allem deiner Paul hat mir unmissverständlich aufgezeigt mit meinem frisch erworbenen zugegebenermaßen Halb Wissen vorschnell losgeprescht zu sein Mea culpa Ich las in Erfahrungsberichten sowohl die Aussage Ich fing mit 5 an zu stottern und mit 16 war s richtig schlimm als auch Ich fing von einem Moment zum anderen an zu stottern Von einem Stotterereignis hörte ich zum ersten Mal in einem deiner Videos auf deiner Homepage stottern verstehen de noch bevor ich mich in diesem Forum anmeldete Ich dachte verstanden zu haben worum es dabei geht Der Moment den ein Stotterer erlebt oder durchlebt wenn er nicht mehr weitersprechen kann wenn er eine Sprechblockade hat Jetzt habe ich verstanden es mir mit meinem einschneidenden Ereignis zu einfach gemacht zu haben mehr oder weniger wollte ich an allen unvorteilhaften Charaktereigenschaften dem Stottern die Schuld geben Das ist falsch danke für den Rüffel Die Tatsache für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein knabbert am Gemüt und das nicht zu knapp aber sie nimmt keinen Einfluss auf sein Stottern verstanden Du schreibst Paul bei dir sei es eher so dass du in Stresssituationen flüssiger sprechen kannst als bei einem entspannten Vier Augen Gespräch In deiner Antwort auf den Erfahrungsbericht eines Stotterers wenn ich mich recht erinnere war es irgendwann 2013 schreibst du aber es hinge auch davon ab wie jemand mit Stress umgehen kann Ein labilerer Typ gerät unter Stress durchaus leicht ins Stottern Das geht mir selbst übrigens auch so Vielleicht sollte ich der Sache mal auf den Grund gehen wer weiß vielleicht bin ich auch ein Stotterer und weiß es seit 52 Jahren gar nicht Übrigens ist diese Randnotiz keineswegs sarkastisch gemeint Also kann s nicht grundverkehrt sein wenn mein Prot anfängt zu stottern sobald ihn ein paar Stärkere vermöbeln wollen Sicher mit Hilfe dieser Zwischenfälle sein Stotter Level auf die nächsthöhere Stufe stellen zu wollen ist Quatsch Das werde ich anders angehen und noch viel mehr darüber lesen und weitere Videos bei youtube gucken Ich sehe ein die Charakterisierung meines Protagonisten bedarf dringend der Überarbeitung Eins noch Paul Wie schätzt du denn was ich erwartete als ich den Entwurf meines Prot postete Dass alle im Forum vor Begeisterung außer Rand und Band geraten Von Anfang an gab ich zu Ich hab keine Ahnung möchte aber gern dahinter kommen dazu brauche ich eure Hilfe Wenn dann jemand meint anmerken zu müssen Lass gut sein das wird eh nichts dann find ich das ziemlich scheiße Schöne Grüße Karsten Nach oben Karsten entdeckend Beiträge 8 Registriert 16 November 2015 21 02 Re Roman über einen Stotterer was haltet ihr von der Figu Zitat Beitrag von Karsten 24 November 2015 13 06 Torsten vielen Dank auch an dich Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Roman über einen Stotterer was haltet ihr von der Figu Zitat Beitrag von PetraS 24 November 2015 14 27 Hallo Karsten ich glaube dass das Knäuel momentan ziemlich verworren ist dass man es aber noch leicht entwirren kann Karsten hat geschrieben Von einem Stotterereignis Ich dachte verstanden zu haben worum es dabei geht Der Moment den ein Stotterer erlebt oder durchlebt wenn er nicht mehr weitersprechen kann wenn er eine Sprechblockade hat Jetzt habe ich verstanden es mir mit meinem einschneidenden Ereignis zu einfach gemacht zu haben mehr oder weniger wollte ich an allen unvorteilhaften Charaktereigenschaften dem Stottern die Schuld geben Zunächst einmal muss man bemerken dass es Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Stottern gibt die jeder Stotternde unabhängig voneinander gleich macht das ist das Erleben des nicht weiter sprechen Könnens des sich blamiert Fühlens die Erfahrung trotz eines guten Vorsatzes sprachlich nicht so performen zu können wie man gerne möchte Wie dieses Erleben sich jedoch auf die Psyche des Stotternden auswirkt ist völlig individuell und hängt sowohl von internen psychische Stabilität dickes Fell wie externen Faktoren Reaktion der Eltern Umwelt etc ab Da aber die psychische Komponente ein Trigger ist der bei vielen Stotternden das Stottern verstärkt ist es nicht unrealistisch wenn einschneidende Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Stottern der Moment der Sprachlosigkeit in einer als wichtig erlebten Situation entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft bewirken Beispiel ein stotternder Schüler spielt in der Theatergruppe und fühlt sich sicher dort nicht zu stottern Eines Tages stottert er wider Erwarten doch vor Publikum und entscheidet ich spiele nie wieder Theater Dies spielt sich dann aber meistens in einer frühen Lebensphase ab vor allem in der Jugend oder als sehr junger Erwachsener in der einschneidende Erlebnisse oder Versagenserfahrungen allgemein noch sehr prägend für die Persönlichkeit sind Insofern ist die Situation mit den Rowdies auch gar nicht so weit hergeholt Man müsste nur ausfeilen wie das Stottern genau in der Situation wirkt Ein Szenario dass in dieser Situation in der er sich zu rechtfertigen versucht sein bislang durch Wortkargheit verschleiertes Stottern erstmalig sichtbar wird und die Rowdies ihn deshalb erniedrigen ist durchaus nicht unrealistisch Karsten hat geschrieben Du schreibst Paul bei dir sei es eher so dass du in Stresssituationen flüssiger sprechen kannst als bei einem entspannten Vier Augen Gespräch Dies ist ein Punkt an dem du so viele Antworten bekommen wirst wie du Stotternde befragst Ich würde mal sagen die allgemeine Tendenz ist dass die meisten eher Stresssituationen fürchten es aber auch einen erheblichen Teil gibt wie auch mich die unter Stress doppelt so gut performen wie sonst Das aber auch erst seit ich jederzeit bereit bin mich als Stotternde zu outen und übers Stottern zu reden Karsten hat geschrieben Ein labilerer Typ gerät unter Stress durchaus leicht ins Stottern Das geht mir selbst übrigens auch so Vielleicht sollte ich der Sache mal auf den Grund gehen wer weiß vielleicht bin ich auch ein Stotterer und weiß es seit 52 Jahren gar nicht Übrigens ist diese Randnotiz keineswegs sarkastisch gemeint Genau an dieser Stelle wären wir wieder beim Klischee Das Klischee ein idiopathisches Stottern mit der durch Verunsicherung Aufregung in Stresssituationen bedingten Wortsuche Verwirrtheit gleichzusetzen sollte nach Möglichkeit nicht bedient werden Das was Normalsprecher für sich gerne als Stottern bezeichnen hat mit der Sprechstörung Stottern nichts gemein Guck mal in Pauls Youtube Kanal unter dem Video Stottern vs Stoibern Und selbst wenn jemandem vor Aufregung die Stimme versagt ist es noch immer etwas anderes als das was Stotternde beim Bewältigen von Sprechhindernissen erleben Es wird von Nicht Stotternden gerne in einen Stotterer hineininterpretiert er stottert weil er aufgeregt ist stottert weil er zurückhaltend ist stottert weil er psychisch labil ist Genau das Umgekehrte ist aber beim richtigen Stottern zutreffend Zumindest bei Menschen die nicht an ihrem Stottern arbeiten und sich von ihm dominieren lassen Sie sind aufgeregt weil sie stottern Zum Beispiel beim Brötchen Kaufen wenn sie befürchten ihren Satz nicht rauszukriegen sind zurückhaltend weil sie stottern Zum Beispiel weil man sie oft nicht hat ausreden lassen und sie sich deshalb nicht mehr einbringen sind psychisch labil weil sie stottern Zum Beispiel weil sie oft erniedrigt wurden und sich für Versager halten Karsten hat geschrieben Ich sehe ein die Charakterisierung meines Protagonisten bedarf dringend der Überarbeitung Du musst nur an realistischen Szenarien anknüpfen Ich halte es nicht für unrealistisch dass jemand der sich seinem Stottern nie stellt weder durch Therapien noch durch Selbsthilfe etc gerne das Stottern für alles was im Leben schief läuft verantwortlich macht Hier ist es wichtig die goldene Mitte zu finden Wird der Leser von dem Charakter mitgerissen dann identifiziert er sich mit ihm und seinem Stottern und projiziert alles was über dessen Stottern gesagt wird auf jeden weiteren Stotterer der ihm im Leben über den Weg läuft Und du wirst dir denken können dass keinem Stotterer daran gelegen ist wenn wieder mal nur Negatives über Stottern verbreitet wird Darum sollte der Charakter ein durch und durch Positiver sein der halt ein Handicap hat das Stottern das ihn vielleicht unverhältnismäßig gefangen nimmt was dem Leser klar ist dem Protagonisten aber nicht Gruß Petra Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Roman über einen Stotterer was haltet ihr von der Figu Zitat Beitrag von paul dest 24 November 2015 21 34 Hallo Karsten Zunächst mal muss ich Dir meinen Respekt aussprechen Du bist sehr schnell darin Kritik sofern sie Dir berechtigt erscheint zu akzeptieren und entsprechend zu integrieren In der Schnelle können das nicht viele Leute Nun ins Detail Karsten hat geschrieben Von einem Stotterereignis hörte ich zum ersten Mal in einem deiner Videos auf deiner Homepage stottern verstehen de noch bevor ich mich in diesem Forum anmeldete Ich dachte verstanden zu haben worum es dabei geht Der Moment den ein Stotterer erlebt oder durchlebt wenn er nicht mehr weitersprechen kann wenn er eine Sprechblockade hat Das ist nicht ganz korrekt hab ich das wirklich so formuliert Weißt Du noch welches Video das war Das was ein Stotterer erlebt wenn er nicht weiter sprechen kann nenne ich abstrakt Sprechhindernis etwas was das Weitersprechen behindert oder Sprecherschwernis etwas was das Weitersprechen erschwert Zwei Begriffe weil es in solchen Momenten nicht immer so ist dass das Sprechen gar nicht mehr weiter geht manchmal ist das Weitersprechen einfach nur erschwert Abstrakt sind diese Begriffe deswegen weil damit noch kein konkretes Erleben bezeichnet ist das ist nämlich variabel hat mehrere Ausprägungen und die Menge der einzelnen Ausprägungen wahrscheinlich von Stotterer zu Stotterer leicht unterschiedlich Die konkreten Ausprägungen wären zum Beispiel Sprechwiderstand oder ein Motor aus Erlebnis Bei all dem sind wir noch nicht bei einem Stotterereignis Ein Stotterereignis wird daraus erst wenn das Sprechhindernis die Sprecherschwernis intensiv genug ist um das von außen beobachtbare Sprechen durch eine Unregelmäßigkeit auffällig zu machen Stottereignis ist also jede Sprechunregelmäßigkeit die auf ein Sprechhindernis eine Sprecherschwernis zurückgeht Ergo jedem Stotterereignis liegt auch ein Sprechhindernis eine Sprecherschwernis zugrunde aber nicht jedes Sprechhindernis jede Sprecherschwernis wird zu einem Stotterereignis obwohl die meisten es werden Unterhalb der folgenden zwei Videos findest Du jeweils ein Diagramm mit der zeitlichen Einzeichnung der Sprechhindernisse im Video und weiter drunter die Liste aller ins Video verlinkten Sprechhindernisse Modell des Stotterns inneres Sprechen Experimente Eine Sprechblockade ist genau genommen ein falsch benutzter Fachbegriff es heißt Sprechblockierung Um genau das Missverständnis zu vermeiden welches bei Dir aufgekommen ist Wegen der Missverständlichkeit dieses Begriffs verzichte ich auf ihn gänzlich In meiner Nomenklatur ist eine Sprechblockierung ein Sprechwiderstand von hoher Intensität und Hartnäckigkeit Sprechwiderstände gibt es aber auch in geringeren Intensitäten und geringeren Hartnäckigkeiten Einschneidend im psychischen Sinne ist an einer Sprechblockierung wenn kein sozialer und kein kommunikativer Druck gegeben ist und man in einer eingeweihten Umgebung ist zum Beispiel in einer Stotterer Selbsthilfegruppe erstmal gar nichts Karsten hat geschrieben mehr oder weniger wollte ich an allen unvorteilhaften Charaktereigenschaften dem Stottern die Schuld geben Das ist falsch danke für den Rüffel Die Tatsache für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein knabbert am Gemüt und das nicht zu knapp aber sie nimmt keinen Einfluss auf sein Stottern verstanden Karsten hat geschrieben Du schreibst Paul bei dir sei es eher so dass du In deiner Antwort auf den Erfahrungsbericht eines Stotterers wenn ich mich recht erinnere war es irgendwann 2013 schreibst du aber Also kann s nicht grundverkehrt sein wenn mein Prot anfängt zu stottern sobald ihn ein paar Stärkere vermöbeln wollen Uff Ich habe in diesem Forum mittlerweile über 1 000 Beiträge geschrieben deswegen kenne ich nicht mehr jeden einzelnen von ihnen aus dem Kopf Ich gehe zwar davon aus dass meine Aussagen nicht widersprüchlich sind weil sie in den jeweiligen Kontexten zu betrachten sind kann es Dir aber nicht erklären wenn Du mir keine Links zu den entsprechenden Stellen lieferst so dass ich nachschauen kann worum es dort überhaupt im Einzelnen ging Was aber anfängt zu stottern sobald ihn ein paar Stärkere vermöbeln wollen angeht gut dass Du das wieder ansprichst ich habe nämlich befürchtet dass meine Erklärung zu kurz ausgefallen ist um von einem Nichtstotterer verstanden zu werden Hier die etwas längere Version Bevor es zum Vermöbeln kommt steigert sich in der Regel der Aggressionslevel auf beiden Seiten ob zum Zwecke des Angriffs oder zum Zwecke der Abwehr Damit einhergehend verändert sich auch die Sprechlautstärke die genau genommen zu einer Schrei lautstärke wird und die Artikulation Beim sehr lauten Sprechen und beim Schreien stottert man weniger bis gar nicht Und sollte nun jemand wie eine der mich in meiner Jugend behandelnden Lodopädinnen auf die Idee kommen das Stottern würde vielleicht vergehen wenn der Stotterer nur in den Wald gehen und sich einmal so richtig ausschreien würde dem sei gleich hinterher erklärt beim Flüstern stottert man auch weniger bis gar nicht Karsten hat geschrieben Ein labilerer Typ gerät unter Stress durchaus leicht ins Stottern Das geht mir selbst übrigens auch

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Flüssig sprechen zum Null-Tarif?
    von paul dest 20 November 2015 10 36 Hier zunächst die von Petra angefangene und von esche fortgesetzte Liste PetraS esche hat geschrieben Abbrechen Abwarten Pausieren Nachatmen Bauch anspannen Spannung herunterfahren Bewusst locker dehnen Ausweichen Stimme wegnehmen Jeden dieser Punkte kann ich an meiner eigenen Erfahrung bestätigen Der Punkt 8 ragt hier etwas raus Auch in der traditionellen und klassischen Definition des Stotterns stellt er keine Grauzone sondern ein klassisches Sekundärsymptom des Stotterns dar Er ist nicht mal stotterspezifisch sondern einer jeden Sprech und Sprachstörung eigen die Wörter betrifft Vermeidungsverhalten PetraS hat geschrieben Aber rangiert das unter Stottern Ja Dagegen bleibt die folgende Maßnahme für mich weiterhin völlig fremd Torsten hat geschrieben Der Preis den ich für mein flüssiges Sprechen zahlen muss ist dass ich auf meine Stimme hören muss einfach nur hören ohne etwas zu kontrollieren Weder hat bei mir der Versuch das zu tun jemals etwas bewirkt noch bin ich imstande anzugeben ob ich bei meinen Versuchen überhaupt den richtigen Preis im Sinne des Erfinders gezahlt habe Kurz trotz aller Versuche kann ich damit nichts anfangen mein Stottern erst recht nicht Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Flüssig sprechen zum Null Tarif Zitat Beitrag von PetraS 20 November 2015 22 24 Hallo noch mal ich möchte die unten stehende Liste aus der ich den Punkt Ausweichen aus gegebenem Anlass wieder entfernt habe PetraS esche hat geschrieben Abbrechen Abwarten Pausieren Nachatmen Bauch anspannen Spannung herunterfahren Bewusst locker dehnen Stimme wegnehmen noch um einen Punkt erweitern der mir heute mal wieder mehrfach aufgefallen ist Anschieben d h wenn der Anlaut eines Wortes zu viel Widerstand hat als dass er im normalen Artikulations und Atemfluss störungsfrei aussprechbar wäre muss ich mit einem Quäntchen zusätzlicher Kraft das Wort extra anschieben So wie ein Wagen der auf ebener Strecke durch ein Steinchen zum Stillstand kommt und mit einem kleinen Anschubser wieder ins Rollen gebracht werden muss Typischerweise sind das bei mir meistens Wörter mit m n oder l Anlaut Eigentlich handelt es sich um einen Punkt der über die Grauzone hinausgeht und den ich bei einem Stotterer vermutlich als offenes Stottern identifizieren würde jedoch würden ungeschulte Ohren das als symptomfreies Sprechen bezeichnen da es weder zu einer Repetition noch zu einem Block oder Dehnung kommt und eine akustische Unterscheidung zu einer rhetorischen Betonung vielleicht nur dadurch möglich ist dass eine Betonung an dieser Stelle unpassend ist paul dest hat geschrieben PetraS hat geschrieben Aber rangiert das unter Stottern Ja Gut dass wir an dieser Stelle einer Meinung sind Aber wie sehen das andere Stotternde wie Normalsprecher Gibt es nicht genau an diesen Punkten immer diese vielen Reibereien um Stottern ja oder nein Gruß Petra Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Flüssig sprechen zum Null Tarif Zitat Beitrag von paul dest 20 November 2015 23 42 PetraS hat geschrieben Gut dass wir an dieser Stelle einer Meinung sind Aber wie sehen das andere Stotternde wie Normalsprecher Im Falle von Normalsprechern ist die Antwort einfach zu bekommen halte einem Normalsprecher also Nichtstotterer die obige Liste unter die Nase und frage ihn ob er sich darin wiederfindet Der Normalsprecher wird Dich anschauen als würdest Du ihm was vom Pferd erzählen Zum normalen Sprechen gehören die Punkte dieser Liste also nicht Ob sie deswegen zum Stottern gehören wird Dir ein Nichtstotterer nicht sagen können Zu erfahren was zum Stottern gehört erwartet er ja gerade von einem Stotterer Woher soll er das denn wissen Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Flüssig sprechen zum Null Tarif Zitat Beitrag von PetraS 21 November 2015 09 58 Hallo und Morgen paul dest hat geschrieben PetraS hat geschrieben Gut dass wir an dieser Stelle einer Meinung sind Aber wie sehen das andere Stotternde wie Normalsprecher Im Falle von Normalsprechern ist die Antwort einfach zu bekommen halte einem Normalsprecher also Nichtstotterer die obige Liste unter die Nase und frage ihn ob er sich darin wiederfindet Der Normalsprecher wird Dich anschauen als würdest Du ihm was vom Pferd erzählen Schwieriger Vergleich da ich unendlich viele Normalsprecher kenne die was von Pferden verstehen womit wir sehr viel gemeinsames Wissen haben Aber ich weiß schon was du damit gemeint hast Okay aber lassen wir die Normalsprecher mal aus dem Spiel denn du hast recht sie werden diese Erfahrung weder kennen noch nachvollziehen können wenn ich sie ihnen erkläre Womöglich basiert ja auch ihre Reaktion Du stotterst doch gar nicht Ich habe ja gar nichts bemerkt genau darauf dass ihre Aufmerksamkeit für derartige Taktiken nicht geschult ist Darum sollten wir lieber fragen ob andere Stotternde die von sich behaupten ich stottere nun nicht mehr auch diese Maßnahmen alle oder teilweise nicht mehr brauchen oder ob sie sich nicht doch an dieser oder jener Stelle in den Hafen einer solchen Taktik flüchten müssen weil im Sprechen irgendwas nicht so läuft wie erwünscht bzw erwartet Gruß Petra Anmerkung der Moderation An dieser Stelle beginnt die Löschung von Beiträgen die sich nicht aufs Hauptthema beziehen Alle Änderungen am 14 12 2015 18 19 Uhr Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Flüssig sprechen zum Null Tarif Zitat Beitrag von PetraS 5 Dezember 2015 15 48 Hallo Paul hallo Eberhard Editiert Löschung Aber ich kann Paul nur ganz genau zustimmen wenn er schreibt paul dest hat geschrieben Da hat Eberhard einen Beitrag geschrieben der mit dem Thema des Threads nicht das Geringste zu tun hat Gerade von jemandem wie Eberhard der ja sagt er habe sein Stottern überwunden hätte ich eigentlich erwartet dass er darüber Auskunft geben kann ob er noch die Punkte anwendet die ich oben gelistet habe oder ähnliches oder ob er immer und zu jeder Tages und Nachtzeit einfach so normal flüssig redet

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Flüssig sprechen zum Null-Tarif? - Seite 2
    Nervosität oder wegen Stottern gestockt oder gezögert hat Wenn ein Stotterer erst die Wörter ausbrütet bevor er sie spricht weil er sie vorher noch gar nicht sprechen KANN ist er deswegen kein Stotterer Ist der Mensch in dem Film Mein Leben als Stotterer Teil 2 https www youtube com watch v n3ruGh9Ka6I nun deswegen kein Stotterer weil er die Wörter wenn er sie denn ausspricht symptomfrei spricht Ja ich weiß dass es Menschen gibt die sich lieber kannst du etwa nicht lesen an den Kopf werfen lassen als es hinzunehmen als Stotterer bezeichnet zu werden Aber auch das ist nicht Thema hier Torsten hat geschrieben Ich bin nicht sicher ob es wirklich Maßnahmen sind vielleicht sind es nur spontane Verhaltensweisen um Stress abzuleiten Natürlich hat er Stress weil er fürchtet zu stottern aber wie gesagt Stress kann man auch als Nichtstotterer haben wenn man öffentlich reden muss und glaubt das nicht gut zu können Ohne Frage Die genaue Auskunft kann nur der Sprecher geben Torsten hat geschrieben Mir geht es hier um folgendes Ich halte nichts von einem erweiterten Stotterbegriff analog zum erweiterten Kunstbegriff den Joseph Boys in die Welt gebracht hat und gemäß dem auch ein Kehrichthaufen Kunst sein kann wenn ein Künstler ihn zusammengekehrt hat Ich weiß nicht ob dieser Vergleich passt Torsten hat geschrieben Ich finde es wichtig klar zu unterscheiden zwischen Stottern das sind bestimmte Arten von Repetitionen Lautdehnungen und stummen Blockierungen und all dem was Stotterer im Zusammenhang damit in Erwartung dessen und als Reaktion darauf empfinden denken und tun Letzteres bezeichne ich nicht als Stottern einfach um der klaren begrifflichen Abgrenzung willen sondern als Sekundärsymptomatik Ich weiß nicht genau an welcher Stelle ich das was ich als Grauzone bezeichne einsortieren soll Klar es sind Reaktionen auf das Gefühl das kommende Wort nicht adäquat sagen zu können Und erlernte erworbene Reaktionen um das was als Stottern erkennbar ist durch etwas flüssig Klingendes zu ersetzen Eine Repetition bleibt aus eine Blockierung ist nicht erkennbar eine Prolongation auch nicht aber ich tue etwas dafür Und wenn es nur Nachatmen oder etwas mehr Druck geben ist Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben Der Normalsprecher fährt einen Automatikwagen auf ebener vielleicht sogar ganz leicht abschüssiger Straße Ich fahre mit meinem Schaltwagen auf einer unebenen Straße mit Schlaglöchern und mehr oder weniger großen Hubbeln Dieses Bild ist m E nicht richtig Die Straße das ist die Sprache also die Wörter die Grammatik die Syntax Die Sprache ist für Stotterer und Nichtstotterer dieselbe Nein in meinem Vergleich ist die Straße meine Sprechstrecke rein phonetisch betrachtet Torsten hat geschrieben Es ist das falsche Denken vieler Stotternder zu glauben die Wörter oder bestimmte Anfangslaute seien irgendwie am Stottern schuld Ich habe noch nie behauptet dass Wörter oder Anfangslaute Schuld am Stottern wären Und genau dieser Aspekt ist es m E auch der es so schwer macht Stottern für sich selbst zu verstehen Warum kann ich in diesem Augenblick Lisa sagen und kurz darauf hänge ich mich in dem L auf Das ist eines der Mysterien des Stotterns die wohl bis heute noch niemand geknackt hat Aber dennoch ist es nach wie vor eine Tatsache dass man durch Austausch von Wörtern mit einem Problemanlaut oftmals das Stottern völlig verschleiern kann Solange nicht durch zu viel Austausch Kauderwelsch dabei raus kommt Denn Synonyme sind oft falsche Freunde Torsten hat geschrieben Nun zu der Frage Automatik oder Schaltwagen bzw System 1 und 2 PetraS hat geschrieben Das was ich in diesem Thread beschreibe ist einfach nur eine Aufschlüsselung aus welchen Einzelaspekten bei mir das System 2 besteht Wenn es wirklich so wäre dass der Stotternde auf einer Straße voller Hubbel und Löcher fährt dann wäre es sinnvoll von Automatik auf Handsteuerung also von System 1 auf System 2 zu schalten um den Hindernissen auszuweichen Genau das sage ich ja Torsten hat geschrieben Es nützt hier gar nichts ins System 2 zu schalten das würde die Sache nur schlimmer machen Ststt dessen sollte man sich fragen warum System 1 nicht richtig funktioniert wodurch es gestört wird und wie man diese Störungen vermeiden kann Und das wäre dann der Preis für das flüssige Sprechen Diese Frage stelle ich aber nicht Denn die Frage ist durch die Tatsache beantwortet dass ich Stotterin bin Und vielleicht kann sie mir ein Gehirnforscher beantworten wenn ich mich ins MRT lege Das ändert aber nichts an der Tatsache dass ich grundsätzlich mit Sprechhindernissen rechnen und sie aktiv überwinden muss Ihnen passiv ausgeliefert fühle ich mich schon lange nicht mehr seit ich keine Angst mehr habe Oder mit meinem Bild beschrieben Wände und unüberwindbare Gräben enthält meine Sprechstrecke schon lange nicht mehr Alles harmlose Dinge die ich mit meiner Fahrkunst bewältigen kann Gruß Petra Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Moraltipps und Stottertricks Zitat Beitrag von paul dest 12 Dezember 2015 15 57 Edit Teil gelöscht Hallo Petra Torsten und alle On Topic Interessierten Ich möchte Euch an das ursprüngliche von Petra eingeführte Thema dieses Threads erinnern David Seidler 78 der Drehbuch Autor von The King s Speech der in seiner Jugend schwer gestottert hat heutzutage von der Öffentlichkeit jedoch als Nichtstotterer wahrgenommen wird hat in einem Interview gesagt David Seidler im Interview mit APA hat geschrieben Sie hören mich zwar nicht stottern aber ich stottere dennoch Häufig fühle ich beim Reden eine Blockade kommen weiß aber mittlerweile automatisch wie ich damit umzugehen habe Ich kenne alle Tricks Innerlich stottere ich aber nach wie vor Das ist die GRAUZONE von der Petra redet Darum geht es in diesem Thread Und um diese Tricks die in Wirklichkeit gar keine Tricks sind Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Flüssig sprechen zum Null Tarif Zitat Beitrag von Torsten 12 Dezember 2015 21 32 Hallo Petra PetraS hat geschrieben Wenn ein Stotterer erst die Wörter ausbrütet bevor er sie spricht weil er sie vorher noch gar nicht sprechen KANN ist er deswegen kein Stotterer Wenn er ein Stotterer ist d h wenn er zu stotter typischen Repetitionen Dehnungen und Blockaden neigt und diese offenen Symptome durch das was du Ausbrüten der Wörter nennst vermeidet dann ist er ein Stotterer das ist klar Trotzdem würde ich das Ausbrüten von Wörtern nicht Stottern nennen sondern es ist ein Verhalten dass die Person als Reaktion auf die Erfahrung des Stotterns ausgebildet hat um das Auftreten von Stottersymptomen zu verhindern Wir haben oft miteinander geredet und du weißt dass ich meistens symptomfrei spreche Ich erreiche das indem ich etwas tue was das Auftreten von Stottern verhindert Ich achte auf meine Stimme Es wäre doch aber Unfug dieses Auf meine Stimme Achten als Stottern oder als verdecktes Stottern zu bezeichnen Im Gegenteil Es ist ein Verhalten mit dem ich das Stottern erfolgreich verhindere Mit dem Ausbrüten der Wörter in deinem obigen Beispiel ist es erst mal genauso Er verhindert dadurch das Auftreten von Stottern Die Frage um die es geht ist aber Was kostet mich meine Methode Stottern zu verhindern Hindert sie mich am spontanen Sprechen Verursacht sie mir Stress Nehmen wir ein paar Beispiele Wenn man sein Stottern verhindert indem man ständig Wörter austauscht dann hat das einen sehr hohen Preis Man kann kaum noch spontan sprechen man muss ständig Angst haben kein Synonym keine passende Umschreibung zu finden und sobald man etwas vorlesen muss versagt die Methode vollends Wenn man eine Sprechtechnik anwendet wie in dem von dir verlinkten Video Kasseler Stottertherapie dann hat das m E auch einen hohen Preis Man muss ständig seine Artikulation bewusst kontrollieren was ich mir ziemlich anstrengend vorstelle Dagegen finde ich dass meine eigene Methode mich wenig kostet Aber sie ist nicht gratis ich muss daran denken und darf nicht vergessen einen gewissen Teil meiner Aufmerksamkeit meiner Stimme zu widmen PetraS hat geschrieben Ich weiß nicht genau an welcher Stelle ich das was ich als Grauzone bezeichne einsortieren soll Klar es sind Reaktionen auf das Gefühl das kommende Wort nicht adäquat sagen zu können Ich denke dass schon das Gefühl das kommende Wort nicht adäquat sagen zu können wenn du damit die Antizipation des Stotterns meinst eine Reaktion auf die Erfahrung ist bei bestimmten Wörtern oder Anfangslauten häufig gestottert zu haben Ich glaube nicht dass Kinder wenn sie zu stottern beginnen solche Antizipationen haben Etwas anderes ist das unmittelbare Empfinden der Blockierung des Sprech Hindernisses Das ist tatsächlich ein Teil des Stotter Ereignisses Ich gebe allerdings zu dass beides mitunter schwer zu trennen ist besonders wenn die Antizipation kurz vor der Blockierung auftritt PetraS hat geschrieben Und erlernte erworbene Reaktionen um das was als Stottern erkennbar ist durch etwas flüssig Klingendes zu ersetzen Eine Repetition bleibt aus eine Blockierung ist nicht erkennbar eine Prolongation auch nicht aber ich tue etwas dafür Und wenn es nur Nachatmen oder etwas mehr Druck geben ist Genau Du tust etwas Erlerntes Erworbenes um die Stottersymptome zu verhindern Die Methode kannst du in einer Therapie erlernt oder selbst durch Zufall oder durch gezieltes Suchen gefunden haben Darauf kommt es nicht an Worauf es ankommt ist Wie wirksam ist die Methode und was kostet sie Siehe oben Nachatmen und Druck geben ist vermutlich recht anstrengend und vielleicht auch nicht immer wirksam also wohl eher keine gute Methode PetraS hat geschrieben Nein in meinem Vergleich ist die Straße meine Sprechstrecke rein phonetisch betrachtet Genau das meinte ich mit Wörter vielleicht hätte ich noch Silben und Laute hinzufügen sollen Und diese Sprechstrecke rein phonetisch betrachtet ist für einen Nichtstotterer der denselben Satz sagen will wie du genau dieselbe wie für dich Es liegt nicht an der Straße Aber eigentlich gehört das nicht in diesen Thread wir sollten dafür besser den System 1 2 Thread weiterführen PetraS hat geschrieben Warum kann ich in diesem Augenblick Lisa sagen und kurz darauf hänge ich mich in dem L auf Zumindest wird an dem Beispiel deutlich dass es nicht an Lisa und nicht am L liegen kann Es kann nur daran liegen dass du dich in den beiden Augenblicken unterschiedlich verhältst ohne dir dessen bewusst zu sein sodass in dem einen Augenblick Stottern entsteht und in dem anderen nicht Ich könnte auch schreiben Dein Gehirn verhält sich in beiden Augenblicken unterschiedlich Das wäre nicht falsch nur glaube ich nicht dass Menschen bloße Marionetten ihres Gehirns sind Wir haben Einfluss darauf was unser Gehirn tut PetraS hat geschrieben Aber dennoch ist es nach wie vor eine Tatsache dass man durch Austausch von Wörtern mit einem Problemanlaut oftmals das Stottern völlig verschleiern kann Solange nicht durch zu viel Austausch Kauderwelsch dabei raus kommt Denn Synonyme sind oft falsche Freunde Genau Wörter austauschen ist eine Methode sie funktioniert eine Zeitlang ganz gut hat aber einen hohen Preis Und in manchen Situation ist sie nicht anwendbar Siehe oben Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Moraltipps und Stottertricks Zitat Beitrag von PetraS 13 Dezember 2015 09 43 Hallo Paul Edit Teil gelöscht Für das unten stehende Zitat danke ich dir insbesondere weil es genau das wiedergibt was ich erklären wollte Mir war auch dieses Zitat bekannt ich hatte es zuvor schon gelesen du hättest mich aber totschlagen können ich hätte es niemals wiedergefunden Wie machst du das nur dass du solche Dinger immer parat hast wenn du sie brauchst Ja das beschreibt sehr schön was ich meine paul dest hat geschrieben David Seidler 78 der Drehbuch Autor von The King s Speech der in seiner Jugend schwer gestottert hat heutzutage von der Öffentlichkeit jedoch als Nichtstotterer wahrgenommen wird hat in einem Interview gesagt David Seidler im Interview mit APA hat geschrieben Sie hören mich zwar nicht stottern aber ich stottere dennoch Häufig fühle ich beim Reden eine Blockade kommen weiß aber mittlerweile automatisch wie ich damit umzugehen habe Ich kenne alle Tricks Innerlich stottere ich aber nach wie vor Das ist die GRAUZONE von der Petra redet Darum geht es in diesem Thread Und um diese Tricks die in Wirklichkeit gar keine Tricks sind Torsten auf deinen Beitrag gehe ich später ein da ich erst einmal was schaffen muss Gruß Petra Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Flüssig sprechen zum Null Tarif Zitat Beitrag von PetraS 14 Dezember 2015 17 25 Hallo Torsten ich glaube schon an den ersten zwei Beispielen erkennen wir die Komplexität des Themas Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben Wenn ein Stotterer erst die Wörter ausbrütet bevor er sie spricht weil er sie vorher noch gar nicht sprechen KANN ist er deswegen kein Stotterer Wenn er ein Stotterer ist Trotzdem würde ich das Ausbrüten von Wörtern nicht Stottern nennen sondern es ist ein Verhalten dass die Person als Reaktion auf die Erfahrung des Stotterns ausgebildet hat um das Auftreten von Stottersymptomen zu verhindern Ich stecke öfter in solchen Situationen Ich WILL etwas sagen bin auch sehr entschlossen dafür aber es geht noch nicht Das Problem ist dass ich den Moment die Sekunden in denen ein Sprechversuch zwecklos wäre sehr bewusst wahrnehme und selber nicht weiß warum ich nicht einfach versuche diese verschlossene Tür gewaltsam einzurennen Ich stehe wie unter einem Bann und weiß nicht einmal ob man mir äußerlich ansieht was in mir vorgeht Und ja für mich ist das dann Stottern Denn ich TUE etwas weil eigentlich spreche ich ja schon Und damit fällt das auch nicht mehr in die genannte GRAUZONE sondern ist ein Überwindungsverhalten wenn auch ein Unauffälliges Es sind stumme spannungsfreie Blocks Brenzlig wird es in solchen Situationen erst wenn man unter Zeitdruck gerät zum Beispiel in einer hitzigen Debatte oder in einer Menschenschlange Torsten hat geschrieben Wir haben oft miteinander geredet und du weißt dass ich meistens symptomfrei spreche Ich erreiche das indem ich etwas tue was das Auftreten von Stottern verhindert Ich achte auf meine Stimme Es wäre doch aber Unfug dieses Auf meine Stimme Achten als Stottern oder als verdecktes Stottern zu bezeichnen Im Gegenteil Es ist ein Verhalten mit dem ich das Stottern erfolgreich verhindere Hier würde ich dir prompt zustimmen Denn dein prophylaktisches Verhalten soll ja gerade das Aufkommen von Stottermomenten verhindern und tut dies anscheinend erfolgreich Torsten hat geschrieben Mit dem Ausbrüten der Wörter in deinem obigen Beispiel ist es erst mal genauso Er verhindert dadurch das Auftreten von Stottern Die Frage um die es geht ist aber Was kostet mich meine Methode Stottern zu verhindern Hindert sie mich am spontanen Sprechen Verursacht sie mir Stress Die Idee die Kosten zu bewerten in hohe geringe Kosten finde ich nicht schlecht denn das sagt etwas darüber aus wie tauglich oder untauglich es im Alltag ist Und ja das Ausbrüten der Wörter verursacht Stress Die Frage ist sicherlich auch warum ich bereit bin die Kosten zu tragen und warum ich nicht einfach spontan drauf los stottere Natürlich ist es Luxus wenn man diese Wahl überhaupt hat und der Grund warum man die Kosten in Kauf nimmt ist der dass man schon als Kind darauf geeicht wurde dass alles besser ist als Stottern Nur dadurch kommen ja überhaupt die Menschen denen sich immer wieder Sprechhindernisse in den Weg stellen auf die Idee sich irgendwelche Methoden anzueignen um das Stottern zu eliminieren oder zu verschleiern Der natürlichste Grund aber ist sicher der dass man sich selber das Sprechen so leicht wie möglich machen will Und viele darunter ich haben die Erfahrung gemacht dass wenn man nach einer längeren Strecke flüssigen Sprechens einmal in eine Repetition oder einen Block gerät leicht die Emotionen hoch kochen und man Gefahr läuft wieder und wieder zu stottern Aber an dieser Stelle beginnt ein neues Kapitel im Umgang mit dem Stottern das nicht Thema dieses Threads ist Torsten hat geschrieben Dagegen finde ich dass meine eigene Methode mich wenig kostet Aber sie ist nicht gratis ich muss daran denken und darf nicht vergessen einen gewissen Teil meiner Aufmerksamkeit meiner Stimme zu widmen Wenn es denn bei dir funktioniert habe ich dem nichts entgegenzusetzen Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben Und erlernte erworbene Reaktionen um das was als Stottern erkennbar ist durch etwas flüssig Klingendes zu ersetzen Eine Repetition bleibt aus eine Blockierung ist nicht erkennbar eine Prolongation auch nicht aber ich tue etwas dafür Und wenn es nur Nachatmen oder etwas mehr Druck geben ist Genau Du tust etwas Erlerntes Erworbenes um die Stottersymptome zu verhindern Die Methode kannst du in einer Therapie erlernt oder selbst durch Zufall oder durch gezieltes Suchen gefunden haben Darauf kommt es nicht an Worauf es ankommt ist Wie wirksam ist die Methode und was kostet sie Nachatmen und Druck geben ist vermutlich recht anstrengend und vielleicht auch nicht immer wirksam also wohl eher keine gute Methode Ehrlich gesagt mache ich mir darüber keine Gedanken ob das anstrengend oder eine keine gute Methode ist Wenn ich nicht nachatmen würde würde ich vielleicht nicht weitersprechen können obwohl an der Stelle eigentlich noch genug Luft da sein müsste und wenn ich keinen Druck geben würde würde ich z B statt ich habe das noch nicht gemacht sagen ich habe das n und es wäre erst mal Ende Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben Warum kann ich in diesem Augenblick Lisa sagen und kurz darauf hänge ich mich in dem L auf Zumindest wird an dem Beispiel deutlich dass es nicht an Lisa und nicht am L liegen kann Es kann nur daran liegen dass du dich in den beiden Augenblicken unterschiedlich verhältst ohne dir dessen bewusst zu sein sodass in dem einen Augenblick Stottern entsteht und in dem anderen nicht Ich sehe das ganz anders nämlich sehr pragmatisch Ich bin Stotterin und damit laufe ich immer und jederzeit Gefahr dass ich stottern könnte Bin ich noch frisch und ausgeruht stottere ich weniger je länger ich spreche umso höher liegt die Wahrscheinlichkeit dass ich stottere Und wenn es passiert hat das mit meinem Verhalten nichts zu tun sondern einfach damit dass Stotterer nun mal immer wieder stottern Und dann gehe ich in hab Acht

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Atypische Unflüssigkeiten - Stottern oder nicht?
    Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Ist das Stottern oder etwas anderes Zitat Beitrag von paul dest 20 November 2015 13 13 Hallo esche esche hat geschrieben Unterstrichene Teile aus Abschnitt 4 versteh ich immer noch nicht ganz Wie ich schon schrieb sehr aufmerksame Leserin Du hast exakt den Teil unterstrichen wo ich beim Übersetzen selber nicht genau wusste was gemeint ist Anbei nur die Bruchstücke die ich beitragen kann Identifikation damit ist wohl der übliche Prozess gemeint dass der Betroffene i sich der Störung Auffälligkeit bewusst wird und sich dessen bewusst wird ii wie die Störung Auffälligkeit sich im einzelnen äußert Auch wenn das in der deutschsprachigen Stotterszene für etwas ganz besonders tolles aus der Van Riper Therapie gehalten wird ist es nichts weiter als ein klassischer Standard Baustein vieler Verhaltenstherapien und keine Erfindung von Van Riper Spielformat damit ist wohl gemeint dass die Therapie als Spiel gestaltet ist aktives Überwachen hier geht es vermutlich darum dass der Betroffene sein Sprechen selbst aktiv überwachen und auf das Auftreten der Unflüssigkeiten Ausschau halten soll erst das ermöglicht ja die Identifikation Überwachung des nichtsprachlichen Verhaltens hier muss ich leider passen Vermutlich geht es erstmal darum dem kleinen Kind erstmal überhaupt die Kompetenz zu vermitteln sein Verhalten zu überwachen so dass man zum Einstieg ein griffigeres Verhalten als das Sprechen nimmt vermutlich etwas aus dem Bewegungsbereich Das ist alles was ich dazu beitragen kann Für handfestere Auskünfte einfach mal Nan Ratner direkt anschreiben Sie hat sich ja für solche Fälle mitsamt Email Adresse angeboten Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben esche angekommen Beiträge 28 Registriert 13 Mai 2015 14 08 Re Ist das Stottern oder etwas anderes Zitat Beitrag von esche 20 November 2015 18 05 Hallo Paul na die Bruchstücke ergeben doch ein sinnvolles Ganzes Danke hat mir sehr geholfen Jetzt stellt sich mir aber noch die Frage Wenn das Kind diese atypischen Unflüssigkeiten bemerkt kann es dann überhaupt in der Lage sein diese abzustellen Da ja laut Bericht die üblichen Behandlungsmethoden nicht greifen müsste entweder das Bewusstsein dafür reichen um sich selbst zu regulieren oder die Symptome sind so selbständig dass es nicht möglich ist diese zu beeinflussen Dann wirkt aber auch keine Therapie in Bezug auf das flüssige Sprechen Oder es ist gut behandelbar wie im Artikel ja erwähnt aber mit welchen Methoden Steht da auch noch wie diese konkret aussehen Vielleicht gibt es ja auch noch weitere Meinungen Erfahrungen bezüglich dieser Symtomatik we he see ʔee hier im Forum Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Ist das Stottern oder etwas anderes Zitat Beitrag von Torsten 20 November 2015 21 50 Hallo Esche bei der von Sisskin und Ratner beschriebenen Sprech Auffälligkeit scheint es sich tatsächlich um etwas anderes als um Stottern zu handeln Ich vermute das deshalb weil erstens die Symptome in der Mitte oder an Enden von Wörter auftreten sehr untypisch für Stottern und weil sie zweitens nicht mit Anspannung verbunden sind Die Kinder haben offenbar nicht das Gefühl die Wörter nicht herauszubekommen etwas das für Stottern charakteristisch ist Und da die Kinder etwas in ihr Sprechen einfügen Repetitionen oder Glottal Stops könnte die Therapie möglicherweise darin bestehen dass man das Kind zunächst darauf aufmerksam macht und dann mit ihm spielerisch übt diese Einfügungen wegzulassen Eine solche Therapie würde bei Stottern nicht funktionieren aber vielleicht funktioniert sie bei dieser Art von Auffälligkeit Es gibt eine Theorie die EXPLAN Theorie von Peter Howell der zufolge Stotterer sich auf unnormale Weise Pausen für die Sprechplanung verschaffen Während normale Leute äh oder andere Füllsel einfügen oder ganze Wörter oder Phrasen wiederholen wiederholen Stotterer Wortteile oder Silben oder dehnen Laute Das ist auf Stottern bezogen Unfug Aber vielleicht ist die EXPLAN Theorie zutreffend für die oben beschriebene Störung Vielleicht verschaffen die Kinder sich tatsächlich auf unübliche Weise die notwendige Zeit für die Planung ihrer Äußerungen Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Ist das Stottern oder etwas anderes Zitat Beitrag von paul dest 20 November 2015 23 54 esche hat geschrieben Wenn das Kind diese atypischen Unflüssigkeiten bemerkt kann es dann überhaupt in der Lage sein diese abzustellen Das erfährst Du im konkreten Fall Deiner Tochter nur wenn Du es direkt an ihr ausprobierst Beispiel Du kannst mir so oft Du willst sagen dass ich auf das Wort d rei nicht stottern soll aber das liegt außerhalb meines Beeinflussungsbereiches Selbst wenn ich mir vornehme bei dem Wort kein Sprechhindernis zu verspüren ist die Wahrscheinlichkeit gering dass es mir ohne eins über die Lippen kommt Es kann an einem Tag so und an einem anderen Tag anders sein aber ich selbst kann es nicht direkt beeinflussen Ich kann nur zur Kenntnis nehmen dass es heute besser geht als gestern oder umgekehrt Etwas anderes ist es beim Poltern oder Lispeln Wenn ein Polterer auf sein Sprechen achtet dann poltert er nicht Aber das ist für den Polterer anstrengend Wenn einem Lispler beigebracht worden ist nicht zu lispeln sofern bei der konkreten Person physiologisch möglich wird er nicht lispeln solange er sich Mühe gibt nicht zu lispeln esche hat geschrieben Oder es ist gut behandelbar wie im Artikel ja erwähnt aber mit welchen Methoden Steht da auch noch wie diese konkret aussehen Die im Artikel dargestellte Methode ist in den obigen Übersetzungsabschnitten enthalten mehr steht dazu im Artikel nicht Didaktisches Rüstzeug mal weggenommen ist die Methode einfach mache das Kind darauf aufmerksam dass es das Wort gerade unflüssig gesagt hat und lasse es das Wort flüssig wiederholen Die Hoffnung ist wenn man das lange genug und konsequent genug macht treten die Unflüssigkeiten bei dem Kind erst gar nicht mehr auf Ob diese Hoffnung aufgeht steht in den Sternen Ratner betont dass die berichtete Erfahrung bisher sehr eingeschränkt ist weil sie sich lediglich auf wenige Fälle erstreckt Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Ist das Stottern oder etwas anderes Zitat Beitrag von PetraS 21 November 2015 13 27 Hallo esche Deine Eingangsfrage war paul dest hat geschrieben esche hat geschrieben Wenn das Kind diese atypischen Unflüssigkeiten bemerkt kann es dann überhaupt in der Lage sein diese abzustellen Das erfährst Du im konkreten Fall Deiner Tochter nur wenn Du es direkt an ihr ausprobierst Dem ist im allgemeinen nichts hinzuzufügen paul dest hat geschrieben esche hat geschrieben Oder es ist gut behandelbar wie im Artikel ja erwähnt aber mit welchen Methoden Steht da auch noch wie diese konkret aussehen Die im Artikel dargestellte Methode ist in den obigen Übersetzungsabschnitten enthalten mehr steht dazu im Artikel nicht Didaktisches Rüstzeug mal weggenommen ist die Methode einfach mache das Kind darauf aufmerksam dass es das Wort gerade unflüssig gesagt hat und lasse es das Wort flüssig wiederholen Ob das so ein probates Mittel ist wage ich zu bezweifeln Aus meiner Stottererfahrung weiß ich dass ich ein Wort das mir in DIESEM Moment Schwierigkeiten bereitet unmittelbar danach flüssig sagen kann Ich kann mich nicht konkret an Momente erinnern in denen ich mich gleich danach ein zweites Mal darin aufgehängt hätte Dies war bei mir ganz krass in den Zeiten als sich mein Klassenlehrer im 6 Schuljahr dazu berufen fühlte mir mein Stottern abzugewöhnen Da hat er diese Methode zig mal an mir ausprobiert und immer konnte ich ganz brav die zuvor gestotterten Wörter flüssig wiederholen Ohne bleibenden Erfolg Darum zweifele ich ja auch die bei Van Riper Therapien gängige Nachbesserung an Was nützt es mir ein Wort flüssig zu wiederholen wenn das im Gehirn doch nicht zu Lerneffekten die man sich ja offensichtlich erhofft führt Das Wort ist NACH der gestotterten Variante zumindest bei mir und diese Beobachtung habe ich auch bei vielen anderen Stotternden gemacht unabhängig davon ob sie dies als bewusste Nachbesserung als Therapiefolge oder von sich aus zur Selbstbestätigung machen eigentlich IMMER flüssig sprechbar nur nicht dann wenn man dasselbe Wort ggf ein weiteres Mal wenige Minuten oder meinetwegen Tage später mal wieder benutzen will oder muss Wenn es also bei den atypischen Unflüssigkeiten ähnlich wäre dann würde diese Nachbesserung zwar für den Moment ein flüssiges Aussprechen bewirken jedoch ohne weiteren Lerneffekt Aber einen Versuch wäre es wert Gruß Petra Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Ist das Stottern oder etwas anderes Zitat Beitrag von Torsten 21 November 2015 15 58 paul dest hat geschrieben Didaktisches Rüstzeug mal weggenommen ist die Methode einfach mache das Kind darauf aufmerksam dass es das Wort gerade unflüssig gesagt hat und lasse es das Wort flüssig wiederholen Die Hoffnung ist wenn man das lange genug und konsequent genug macht treten die Unflüssigkeiten bei dem Kind erst gar nicht mehr auf Ob diese Hoffnung aufgeht steht in den Sternen Ratner betont dass die berichtete Erfahrung bisher sehr eingeschränkt ist weil sie sich lediglich auf wenige Fälle erstreckt Genau so sehe ich es auch man muss es ausprobieren möglichst spielerisch und ohne dem Kind Druck zu machen PetraS hat geschrieben Ob das so ein probates Mittel ist wage ich zu bezweifeln Aus meiner Stottererfahrung weiß ich dass ich ein Wort das mir in DIESEM Moment Schwierigkeiten bereitet unmittelbar danach flüssig sagen kann Die Voraussetzung für den Erfolg der obigen Methode ist dass es sich bei der Sprech Auffälligkeit nicht um Stottern handelt Falls es doch Stottern sein sollte wird die Methode nicht helfen Es spricht aber m E einiges dafür dass es kein Stottern ist sondern dass das Kind sich auf ungewöhnliche Weise Zeit für die Sprechplanung verschafft esche Wis spricht deine Tochter Macht sie häufig Pausen z B zwischen Sätzen oder redet sie eher wie ein Wasserfall Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben esche angekommen Beiträge 28 Registriert 13 Mai 2015 14 08 Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von esche 22 November 2015 18 15 Hallo Torsten meine Tochter spricht eher durchschnittlich schnell Diese Dehnungen mit eingeschobenen h kommen nur bei Vokalen vor Sowohl beim Lesen als auch beim bedächtigen normalen und hektischen Sprechen Sie kann in den Tussi Modus wechseln so nenn ich das übertrieben melodiöse Sprechen dann ist diese Symptomatik weg Das macht sie manchmal vermutlich unbewusst Auf Nachfrage was denn beim Sprechen passiert sagt sie dass ihr die Luft ausgeht Die Häufigkeit bewegt sich zwischen komplett flüssig und Dehnungen mit h bei jedem Vokal an jeder Stelle in jedem Wort z B a han je hede her Ste helle he Dabei kann es auch sein dass ein Laut nochmals wiederholt wird Dies könnte evtl ein Anlauf für das folgende Wort sein z B Stelle he he in Als dies schleichend angefangen hat mit 6 vermutete ich damals auch dass dies zur Zeitgewinnung Wortfindung geschieht und machte mir wenig Gedanken darüber Im Laufe des siebten Lebensjahres verstärkte es sich allerdings zunehmend so dass sie nun seit einem halben Jahr in logopädischer Behandlung ist Als ich die Logopädin beim Erstgespräch frage ob das denn überhaupt Stottern sei meinte sie Ja zumal dies auch beim Lesen vorkommt Und da muss ja keine Sprechplanung stattfinden die Zeit benötigt Aber seltsam ist das alles schon Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von Torsten 22 November 2015 22 19 Hallo esche ja seltsam ist es Der Sprechaufnahme nach hatte ich deine Tochter für jünger gehalten Wenn sie schon zur Schule geht dann kannst du ja mit ihr auch Lesen üben da die Unflüssigkeiten auch beim Lesen auftreten esche hat geschrieben Auf Nachfrage was denn beim Sprechen passiert sagt sie dass ihr die Luft ausgeht Aber sie atmet doch in diesen kurzen Unterbrechungen im Wort nicht wirklich ein oder So hat es sich jedenfalls nicht angehört esche hat geschrieben Die Häufigkeit bewegt sich zwischen komplett flüssig und Dehnungen mit h bei jedem Vokal an jeder Stelle in jedem Wort Gibt es Zusammenhänge mit Sprechsituationen also ist es besonders stark wenn sie aufgeregt ist esche hat geschrieben z B a han je hede her Ste helle he Dabei kann es auch sein dass ein Laut nochmals wiederholt wird Dies könnte evtl ein Anlauf für das folgende Wort sein z B Stelle he he in Ich glaube wirklich man sollte mit ihr Pausen üben Vielleicht sogar am Anfang übertrieben Lesen von Texten mit einer kurzen Pause zwischen jedem Wort und das Wort selbst fließend Wenn das funktioniert Pausen bei jedem Punkt und jedem Komma Wenn sie schon sieben ist und zur Schule geht dann kann man auch schon mit ihr am Sprechen arbeiten zumal sie sich vermutlich ihrer auffälligen Sprechweise bewusst ist oder esche hat geschrieben Als ich die Logopädin beim Erstgespräch frage ob das denn überhaupt Stottern sei meinte sie Ja zumal dies auch beim Lesen vorkommt Und da muss ja keine Sprechplanung stattfinden die Zeit benötigt Sprechplanung ist nicht nur das Finden der Wörter Damit hat deine Tochter der Aufnahme nach zu urteilen keine Schwierigkeiten Das Gehirn muss aber die motorischen Programme für die Artikulation der Wörter zu einer Sequenz für einen Sprach Fluss zusammenfügen und es muss dabei diese Programme mit Hilfe übergeordneter Programme modifizieren Deklination Konjugation Das gilt für das Lesen genauso wie für das freie Sprechen Dieser Vorgang der Sequenzierung also des Aneinanderreihens der Teile zu einem Ganzen scheint nicht stabil zu funktionieren Aber ich weiß nicht wirklich was das für eine Störung ist ich bin nur ziemlich sicher dass es kein Stottern ist Man müsste eben wissen ob sie es macht also ob es ein erlerntes Muster ist das sie nun schwer überwinden kann das hat man von Stottern in den 50er Jahren geglaubt oder ob es tatsächlich wie Stottern eine Störung der Abläufe im Gehirn ist Was macht denn die Logopädin mit ihr Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von PetraS 23 November 2015 10 06 Hallo esche ich habe mir noch einmal eine Reihe von Gedanken über das Sprechen deiner Tochter die Sprachaufnahmen von denen Torsten sprach sind mir auch bekannt gemacht und zwar insbesondere in folgendem Fokus Torsten hat geschrieben esche hat geschrieben Auf Nachfrage was denn beim Sprechen passiert sagt sie dass ihr die Luft ausgeht Aber sie atmet doch in diesen kurzen Unterbrechungen im Wort nicht wirklich ein oder So hat es sich jedenfalls nicht angehört Das ist mir auch aufgefallen und darauf möchte ich mich beziehen Es hört sich wie du beschreibst auch an esche hat geschrieben z B a han je hede her Ste helle he Dabei kann es auch sein dass ein Laut nochmals wiederholt wird Dies könnte evtl ein Anlauf für das folgende Wort sein z B Stelle he he in Ich versuche mal eine konkrete Abgrenzung zum üblichen Stottern vorzunehmen Die Sprechwissenschaften sprechen von drei Komponenten die am Sprechen beteiligt sind Atmung Stimmgebung Artikulation Ich für meinen Teil bin der Meinung dass diese drei Komponenten nicht ausreichen um das zu beschreiben was während des Stotterns passiert Und ebenso nicht für die von dir beschriebenen atypischen Unflüssigkeiten Daher hier ein etwas konkreteres Modell das ich an anderer Stelle schon mal eingebracht hatte Sprechabsicht Sprachdrang Atmung Sprechkraft Stimmgebung zu bildende Lautfolge Was beim normalen idiopathischen Stottern passiert ist ein Missverhältnis zwischen diesen Komponenten das sich aber in aller Regel um Punkt 5 rankt Ist Punkt 1 Sprechabsicht der Sprechdrang da folgt Punkt 2 die Atmung aus der ich Punkt 3 die Sprechkraft ziehe Punkt 4 Stimmgebung ist beim Stottern ein entscheidender Punkt denn die meisten Stotternden berichten dass sie beim Flüstern Sprechen ohne Stimme überhaupt nicht stottern aber im Endeffekt rankt sich alles um Punkt 5 die zu bildende Lautfolge Die zu bildende Lautfolge d h der Einsatz in den Anlaut UND ODER der Übergang in den Folgelaut unabhängig davon ob es sich um einen Vokal oder Konsonanten handelt das variiert individuell enthalten die erlebten Sprechhindernisse Beim Stottern passiert es dass trotz Sprechabsicht Sprechdrang und ausreichend Luft Atmung bei gleichmäßiger Stimmgebung plötzlich die Sprechkraft nicht reicht um die zu bildende Lautfolge Lautübergang zu bewältigen Man fühlt sich von dem Laut festgehalten oder empfindet den Folgelaut als unerreichbar Was aber bei Stotternden unabhängig voneinander passiert ist dass sie den Laut die Silbe VOR der Problemstelle wiederholen bis der Übergang funktioniert Meistens variieren sie dabei die Sprechkraft steigern sie fahren sie zurück je nach persönlicher Erfahrung und Schwere des Sprechhindernisses Was aber auch zu beobachten ist ist dass Stotternde die Wiederholungen in aller Regel in semantischen Einheiten machen über die sie nicht nachdenken die aber anscheinend ihr Sprechapparat so sortiert So kann ich mich an eine Situation erinnern in der ich in Europa sagen wollte und mehrfach in Eu in Eu in Eu gesagt habe also nicht in Eu Eu Eu Ich könnte dir nicht sagen wieso ich das gemacht habe Atypische Sprechunflüssigkeiten Kommen wir jetzt zu dem was deiner Tochter passiert Ich habe den Eindruck dass das was ihr passiert sich lediglich auf der Komponente Sprechkraft abspielt Da wir die Sprechkraft aus der Atmung ziehen empfindet sie es als mir geht die Luft aus aber was ihr eigentlich ausgeht ist die Weitersprechkraft Und dies unabhängig von der zu bildenden Lautfolge Das heißt ihr stehen keine Sprechhindernisse gekoppelt an Lautfolgen im Wege sondern ihr geht regelmäßig die Sprechkraft aus und zwar auf den Vokalen die zwischen den Konsonanten liegen Und dann schiebt sie neue Kraft nach und das mit einem h dazwischen Ihr dürfte also das Erleben eines lautgebundenen Sprechhindernisses fremd sein daher keine Anstrengung und kein Störungsbewusstsein doch die Sprechkraft die bei Normalsprechern rund läuft stottert bei ihr Aber wie nennen wir das Ding Da sich die Experten nicht einig zu sein scheinen würde ich es ruhig dabei belassen es erstmal als eine Variante des Stotterns zu bezeichnen Ich finde es für ein Kind viel schlimmer eine namenlose Störung zu haben als eine die man irgendwie benennen kann Und

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Atypische Unflüssigkeiten - Stottern oder nicht? - Seite 3
    wo sie das Wort zerlegt ohne zwischenzuatmen z B in der Aufnahme K2 Billard bei gescho ossen und abge ekna halt und in der Aufnahme K3 Carl Orff bei vo on 0 48 und bei da han 1 21 Es wird auch nicht immer ein h eingeschoben z B fehlt es in den obigen Beispielen bei vo on bei gescho ossen und in der ersten Unterbrechung bei abge ekna halt Außerdem ist ein h kein Anzeichen für Nachatmen denn beim h atmet man aus und nicht ein Ein Hauchen an einer Stelle im Wort wo es nicht hingehört ist Luftvergeudung deutet also gerade nicht auf einen Mangel an Luft hin Eine andere Möglichkeit wäre ein Nachlassen des Ausatemdruckes sodass sie die Unterbrechung den Glottisschluss benutzt um wieder genug subglottischen Druck für die Phonation aufzubauen Das kann ich zwar nicht ausschließen aber in diesem Fall wäre zu erwarten dass die Lautstärke vor den Unterbrechungen geringer ist als nach den Unterbrechungen Das ist aber nicht der Fall Es klingt nicht so als würde ihr vor den Unterbrechungen die Stimme versagen Es klingt einfach so als ob sie abbricht und oft mit demselben Ausatemstrom neu ansetzt Es klingt gerade nicht PetraS hat geschrieben wie ein Motor der nicht rund läuft und immer wieder neu angeschmissen werden muss Es klingt eher wie Bremsen und Wieder Anfahren weil die Fahrerin gerade nicht weiß wo es langgeht PetraS hat geschrieben Schwierigkeiten mit Konsonanten aller Art hat sie offensichtlich nicht Genau Und Schwierigkeiten die Vokale herauszubekommen was für Stottern typisch wäre hat sie auch nicht denn sie bekommt die Vokale immer klar heraus bevor sie sie unterbricht und neu ansetzt Da wir nicht wissen was die Logopädin macht kann ich dazu nichts sagen Dass sie die Auffälligkeit als Stottern diagnostiziert hat sagt noch nichts über ihre Therapiemethode Falls die Therapie keine schnelle positive Wirkung zeigt würde auch danach entscheiden ob das Kind gern zu der Logopädin geht oder nicht Worauf man aber unbedingt achten muss ist dass sich durch die Therapie nicht die echten Stottersymptome Konsonantwiederholungen am Wort bzw Silbenanfang vermehren Was man m E auf gar keinen Fall tun sollte ist das Kind zu ermahnen Denke erst mal nach bevor du sprichst Denn dann hätte ich die Befürchtung dass tatsächlich Stottern draus wird zumal man davon ausgehen muss dass eine ererbte Disposition für Stottern wahrscheinlich vorhanden ist Mir ist bei der Debatte in diesem Thread oft eine These durch den Kopf gegangen die in den 60er Jahren unter den Fachleuten in den USA populär war Das Stottern der Kinder beginnt in den Ohren der Eltern Das ist vermutlich falsch jedenfalls konnte man es nicht nachweisen und ist wieder davon abgekommen Aber vielleicht ist doch ein Körnchen Wahrheit dran Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von Torsten 28 November 2015 11 58 esche hat geschrieben Hab gestern mit meiner Tochter geredet Sie bemerkt beim Sprechen wohl

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Atypische Unflüssigkeiten - Stottern oder nicht? - Seite 2
    keine Hemmungen zu sprechen auch vor der Klasse nicht Obwohl es dort laut Lehrerin schon sehr auffallend ist Das ist doch sehr gut dass sie unter der Sache nicht groß leidet Und das spricht auch klar gegen Stottern Petras Beobachtung dass die Unterbrechungen immer bei den Vokalen auftreten ist richtig nur frage ich mich ob es an der Sprechkraft liegt Das klingt mir etwas zu physisch Sie kann ja auch fließend sprechen und Singen funktioniert auch normal an der Kraft zu Phonation also der Kraft den nötigen Ausatemdruck zu erzeugen um die Stimmbänder in Schwingung zu halten wird es kaum liegen Außerdem esche hat geschrieben schiebt sie auch Laute am Ende eines Satzes nach wenn alles schon gesagt wurde Und auch vor Wörtern z B he lese hen lesen Das spricht eher gegen die Hypothese von der mangelnden Sprechkraft Interessant finde ich dass ich beim Hören der Sprechaufnahme K3 viele der Symptome einfach als äh gehört und sie mit der unsicheren sich oft ändernden Satzplanung in Verbindung gebracht habe Und ich werde den Eindruck nicht los dass es sich um Verzögerungen handelt die dazu dienen mehr Zeit für die Formulierung zu haben ohne dass das deiner Tochter bewusst ist oder zumindest ohne dass ihr bewusst ist dass diese Art sich Zeit zu verschaffen sehr ungewöhnlich ist Kinder verschaffen sich auch auf andere unnormale Weisen Zeit für das Formulieren z B indem sie Vokale dehnen iiiiich dachte Das ist nicht weit entfernt von i hich dachte Was mich sehr überrascht hat ist dass du die Sätze bei denen deine Tochter in der Aufnahme K3 fließend spricht als Tussi Stil bezeichnest bzw dass deine Tochter diese Sprechweise so bezeichnt Ich empfinde das absolut nicht so auch nicht beim nochmaligen Hören dieser Passagen Sie spricht mit ihrer normalen Stimme die Satzformulierung ist klar die Artikulation ist sauber was sonst nicht immer der Fall ist die Stimme ist klangvoll was sonst auch nicht immer der Fall ist die Satzmelodie ist ausdrucksvoll die Betonung ist deutlich alles so wie es sein soll Und die Unflüssigkeiten sind weg Wie kommt deine Tochter darauf dass das Tussi Stil ist Ich finde du solltest sie einfach ermuntern recht oft in diesem Stil zu sprechen und ihr klar machen dass sie keine Tussi ist wenn sie so redet Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben esche angekommen Beiträge 28 Registriert 13 Mai 2015 14 08 Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von esche 24 November 2015 13 17 Hallo Torsten den Begriff Tussi Modus verwende ich natürlich nicht meiner Tochter gegenüber Das ist auch keinesfalls abwertend gemeint Es entspricht eben nicht ihrer natürlichen Art im Alltag zu sprechen der Tonfall ist ungewöhnlich so wie Mädels untereinander manchmal reden Und Sätze in dieser überbetonten Weise sind flüssig Torsten hat geschrieben Und ich werde den Eindruck nicht los dass es sich um Verzögerungen handelt die dazu dienen mehr Zeit für die Formulierung zu haben ohne dass das deiner Tochter bewusst ist oder zumindest ohne dass ihr bewusst ist dass diese Art sich Zeit zu verschaffen sehr ungewöhnlich ist So kommt das auch bei anderen Zuhörern im Alltag rüber War wie gesagt auch mein erster Schluss Aber das unflüssige Lesen spricht zumindest in Teilen keine Forumlierung dagegen Das Zeitargument trifft natürlich auch da zu paul dest hat geschrieben esche hat geschrieben Allerdings schiebt sie auch Laute am Ende eines Satzes nach wenn alles schon gesagt wurde Esche das ist äußerst interessant Hast Du Aufnahmen davon Das war vermutlich missverständlich Ich konnte in letzer Zeit keine Stellen hören bei denen danach nicht noch ein Satz folgte Aber innerhalb des Satzes kommt es am Ende selten vor Leider gibte es davon keine Aufnahme Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von Torsten 24 November 2015 15 11 esche hat geschrieben den Begriff Tussi Modus verwende ich natürlich nicht meiner Tochter gegenüber Ich hatte es so verstanden dass deine Tochter selber diesen Begriff geprägt hat esche hat geschrieben Es entspricht eben nicht ihrer natürlichen Art im Alltag zu sprechen der Tonfall ist ungewöhnlich so wie Mädels untereinander manchmal reden Den Eindruck dass der Tonfall ungewöhnlich ist den hatte ich beim Hören nicht die Stimme ist nicht verstellt Und wenn du mit Tonfall nicht die Stimme sondern allgemein die Art zu sprechen meinst dann ist sie im Vergleich zu der die du natürlich nennst ungewöhnlich gut esche hat geschrieben Und Sätze in dieser überbetonten Weise sind flüssig Sie spricht nicht überbetont Vielleicht vergleichst du es mit deiner eigenen Art zu sprechen die ich jedenfalls auf den Aufnahmen sehr unterbetont finde wenig Kontrast in der Tonhöhe und Lautstärke Ich finde es richtig dass ein Kind wie ein Kind spricht und dass ein Mädchen wie ein Mädchen spricht nicht so cool monoton wie die Jungs sondern mit Emotion in der Stimme und im Ausdruck ruhig auch ein bisschen übertrieben dramatisch Sie müssen schließlich erst lernen dabei das rechte Maß zu finden esche hat geschrieben Aber das unflüssige Lesen spricht zumindest in Teilen keine Formulierung dagegen Das Zeitargument trifft natürlich auch da zu Wie ich schon schrieb auch Lesen erfordert Sprechplanung Außerdem begegnen dem Kind viele neue Wörter die es zwar meist versteht die es aber noch nie aktiv benutzt hat die also erst in den aktiven Wortschatz eingefügt werden müssen d h es müssen neue sprechmotorische Programme generiert werden Auch dazu ist Zeit nötig Und du schriebst ja glaube ich dass beim Lesen weniger Unflüssigkeiten auftreten als beim freien Sprechen Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von PetraS 24 November 2015 15 30 Hallo Torsten da möchte ich auch noch mal meinen Senf dazugeben Torsten hat geschrieben esche hat geschrieben Und Sätze in dieser überbetonten Weise sind flüssig Sie spricht nicht überbetont Ich finde es richtig dass ein Kind wie ein Kind spricht und dass ein Mädchen wie ein Mädchen spricht nicht so cool monoton wie die Jungs sondern mit Emotion in der Stimme und im Ausdruck ruhig auch ein bisschen übertrieben dramatisch Problem ist halt dass dich keiner fragt wie du das findest Jeder hat für sich seine natürlich Art zu reden die Art wo er sich nicht verstellen muss wo er sie ganz er sie selbst ist Ich habe auch diese Nummern drauf Insbesondere wenn ich eine neue türkische Delegation empfange rede ich anfänglich im Tussi Modus in einem Modus der dem der gebildeten Damen der studierten Oberschicht entspricht Ich bin dann eine Parodie meiner selbst könnte mich innerlich kaputt lachen weil ich mich so urkomisch finde weiß aber andererseits ganz genau dass ich diese Nummer nur abziehe weil ich hundert Prozent sicher sein kann dass ich in dem Modus nicht stottere und die Kennenlernphasen die Phasen sind in denen ich am meisten aufs Nicht Stottern angewiesen bin Zumindest gefühlt Lustig ist ja auch dass die Leute aus der Türkei es normal finden wenn Damen so sprechen ich bin nämlich keine Dame sondern eine Frau Irgendwann nach spätestens fünf Minuten verfalle ich automatisch wieder in den ich selbst Modus aber dann habe ich das Gröbste hinter mir Und ich bin nicht die einzige die das so kann auch abc alias Viktoria schrieb hier mal von ihrem Doziermodus während des Unterrichtens Wobei ich denke dass es bei esches Tochter noch nicht so bewusst eingesetzt wird weil sie einfach zu jung ist Gruß Petra Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von Torsten 24 November 2015 23 41 PetraS hat geschrieben Problem ist halt dass dich keiner fragt wie du das findest Jeder hat für sich seine natürlich Art zu reden die Art wo er sich nicht verstellen muss wo er sie ganz er sie selbst ist Schon klar dass mich keiner fragt Aber ich finde es einfach nicht hilfreich zu denken dass esches Tochter sich verstellt wenn sie deutlich ausdrucksvoll und fließend spricht und dass sie natürlich spricht wenn sie undeutlich und unflüssig redet Was soll daran natürlich sein Sprechen ist nicht angeboren es wird durch Nachahmung erlernt Das einzige was man von Natur hat ist die Stimme Wenn ich mir die Aufnahmen von esches Tochter anhöre habe ich nicht den Eindruck dass sie während der Passagen in denen sie fließend spricht ihre Stimme verstellt Sie spricht mit derselben Stimme wie in den unflüssigen Phasen die Stimme ist nur matter und die Artikulation ist undeutlicher PetraS hat geschrieben Ich habe auch diese Nummern drauf Wobei ich denke dass es bei esches Tochter noch nicht so bewusst eingesetzt wird weil sie einfach zu jung ist Ich glaube überhaupt nicht dass sie eine künstliche Sprechweise einsetzt um flüssig zu sein weder bewusst noch unbewusst Der Vergleich mit dem Phänomen dass das Sprechen in einer ungewohnten Weise das Stottern vorübergehend vertreibt passt hier nicht denn Esches Tochter stottert nicht Ich neige viel eher zu der Annahme dass unbewusst die Silben Wiederholungen oder wie man es sonst nennen mag einsetzt um sich Erleichterung zu verschaffen wenn sie beim Sprechen überfordert ist Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben esche angekommen Beiträge 28 Registriert 13 Mai 2015 14 08 Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von esche 25 November 2015 08 48 Torsten hat geschrieben Sie spricht nicht überbetont Vielleicht vergleichst du es mit deiner eigenen Art zu sprechen die ich jedenfalls auf den Aufnahmen sehr unterbetont finde wenig Kontrast in der Tonhöhe und Lautstärke Hab nochmals nachgehört so richtig Tussi Modus war eigentlich nur kurz ab 3 00 zu hören Es gab schon so auffallende Momente da hat sie stockend angefangen zu erzählen und mitten im Satz umgeschalten und den restlichen Satz sehr betont und flüssig zu Ende gesagt Da stellt sich natürlich die Frage was war zuerst Henne oder Ei bzw war sie flüssig weil sie den restlichen Satz genau wusste und keine Sprechplanung mehr brauchte oder war sie flüssig weil sie übertrieben gesprochen hat Ich weiß es nicht das frage ich mich ja auch die ganze Zeit Und nochmal kurz weder Tussi Modus noch übertrieben betonen finde ich negativ aber irgendwie muss ich die unterschiedlichen Sprechweisen ja beschreiben Jedenfalls war ich erst irritiert als meine Tochter vermehrt melodiös gesprochen hat Dachte sie immitert eine Freundin bzw macht einen auf Tussi um bei diesem Wort zu bleiben Kann natürlich sein dass dieses Sprechen nur mehr auffällt als Kontrast zu dem doch teils sehr stockenden Sprechen Interessant auch heuer im Urlaub 10 Tage mit mehreren Familien zusammen war sie komplett flüssig Allerdings war sie in dauer Hochstimmung und hat immer sehr melodiös gesprochen Kaum war wieder Alltag eingekehrt wars wie gehabt Nach oben abc entdeckend Beiträge 16 Registriert 15 Juli 2015 21 33 Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von abc 25 November 2015 21 28 Guten Abend Torsten und alle Mitlesenden Esches Tochter stottert nicht schreibst Du Torsten Das würde ich ihr vom Herzen wünschen Doch leider bin ich mir zu 110 sicher dass das Mädchen stottert Ich habe in ihrem Alter selbst Audioaufnahmen zum Spaß gemacht Und als ich neulich die Aufnahmen von Esches Tochter hörte hörte ich mich selbst vor 20 Jahren Und ich STOTTERE leider Und den besagten Tussi Modus habe ich damals auch schon entdeckt doch eher zufällig Nämlich als meine Freundin und ich Langeweile hatten und mithilfe eines Telefonbuchs vorzugsweise männliche Abonenten aussuchten die meisten russischen Nachnahmen verraten durch ihre Endungen ob die Person weiblichen oder männlichen Geschlechts ist Diese Männer haben wir angerufen und mit ihnen harmlos VERBAL geflirtet Ich habe STOTTERFREI weil im Tussi Modus gesprochen Meine Freundin hat sich kaputt gelacht Dieser Art Freizeitbeschäftigung gingen wir immer wieder nach Und ich genoss die Spielchen weil ich AUSNAHMSWEISE absolut stotterfrei sprach Das waren alles harmlose Geschichten Kein Telefonse Bitte nicht falsch verstehen Im Alltag habe ich diesen Modus damals nie angewandt Erstens bin ich nicht darauf gekommen und zweitens wäre ich durch diesen zu mir völlig unpassenden Modus mehr aufgefallen als durch das Stottern Und heute mit 36 unterrichte ich Deutsch als Zweit bzw Fremdsprache an einer VHS Dabei spreche ich langsam und deutlich und sottere dabei keine Sekunde Sobald ich den Kursraum verlasse stottere ich wieder weil ich dann wieder in den Ich Spontan Modus wechsle Auch Petra S ist es bei einem gemeinsamen Gespräch aufgefallen dass meine Stottersymptomatik der Esches Tochter ähnelt Als ich die Aufnahmen selbst hörte hörte ich mich selbst Ich muss jedoch anmerken dass ich so in meinen guten Stotterphasen spreche Viele Grüße und einen schönen Abend Viktoria Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von Torsten 26 November 2015 11 58 Hallo esche esche hat geschrieben Hab nochmals nachgehört so richtig Tussi Modus war eigentlich nur kurz ab 3 00 zu hören An der Stelle sagt sie Und wir wollten eine bricht dann ab offenbar weil sie nicht sicher ist wie sie den Satz jetzt fortsetzen kann denn sie formuliert ihn anschließend um und fällt dabei in den unflüssigen Modus Diese Stelle zeigt m E deutlich dass das melodische Sprechen kein Trick ist um Sprechflüssigkeit zu erreichen sondern umgekehrt dass diese Art des Sprechens Ausdruck dafür ist dass sie weiß wie sie ihren Gedanken in Worte fassen will dass also die Satzplanung klar ist Sobald sie unsicher wird fällt sie in die unflüssige Sprechweise Der unflüssige Sprechstil klingt mehr wie lautes Denken ihre Stimme wird dann sofort leiser und matter esche hat geschrieben Es gab schon so auffallende Momente da hat sie stockend angefangen zu erzählen und mitten im Satz umgeschalten und den restlichen Satz sehr betont und flüssig zu Ende gesagt Da stellt sich natürlich die Frage was war zuerst Henne oder Ei bzw war sie flüssig weil sie den restlichen Satz genau wusste und keine Sprechplanung mehr brauchte Genau das vermute ich Dafür spricht das obige Beispiel bei dem es umgekehrt ist Sie fällt in den unflüssigen Stil weil sie den restlichen Satz nicht weiß esche hat geschrieben Und nochmal kurz weder Tussi Modus noch übertrieben betonen finde ich negativ aber irgendwie muss ich die unterschiedlichen Sprechweisen ja beschreiben Gut Mir war dabei auch wichtig es nicht vorschnell mit dem Effekt zu vergleichen den Petra und Viktoria beschreiben nämlich dass eine ungewohnte Sprechweise vorübergehend das Stottern vertreibt Ich glaube dass das hier nicht passt weil deine Tochter nicht stottert esche hat geschrieben Interessant auch heuer im Urlaub 10 Tage mit mehreren Familien zusammen war sie komplett flüssig Allerdings war sie in dauer Hochstimmung und hat immer sehr melodiös gesprochen Kaum war wieder Alltag eingekehrt wars wie gehabt Das ist wirklich interessant Du hattest ja auch geschrieben dass das unflüssig Sprechen in letzter Zeit also seit sie zur Schule geht zugenommen hat Es scheint also mit Anforderungen zusammenzuhängen Vielleicht war sie im Urlaub weniger versucht lange komplexe Sätze zu formulieren und ungewohnte Wörter zu verwenden Oliver Bloodstein einer der bekanntesten Stotterforscher schreibt dass fast alle kleinen Kinder die Wörter fragmentieren also in kleinere Einheiten zerlegen wenn sie versuchen eine Äußerung hervorzubringen die sie motorisch oder linguistisch schwierig finden Das ist bei kleinen Kindern normal und hat nichts mit Stottern zu tun Vielleicht hat deine Tochter sich dieses Verhalten stark angewöhnt während andere Kinder irgendwann anfangen ähm einzuschieben wenn sie unsicher in der Satzplanung sind Das häufige Einschieben von ahm ist ebenfalls unflüssiges Sprechen und klingt nicht schön es geht aber als normal durch weil es die gesellschaftlich akzeptierte Form ist Der Zuhörer versteht sofort dass der Sprecher gerade nicht weiter weiß Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von Torsten 26 November 2015 13 54 Hallo esche noch ein Nachtrag Hab mir gerade noch mal die Stelle ab 1 43 in der Aufnahme K3 angehört Ich hatte das so transkribiert und er hat eine ä Musikschule ä er ö äm wie heißt es noch mal eröffnet sagen wir mal Du hast es so verstnden und er hat eine he Musikschule he Du hast das zweimalige eingeschobene ə Schwa Laut als Repetition also als eine Art Stottersymptom interpretiert Das höre ich aber nicht so Es ist nämlich kein h vor dem ə und die Pausen zwischen den Wörtern und dem nachfolgenden ə sind ziemlich lang besonders nach Musikschule Ich glaube wirklich dass das die üblichen äh Einschübe bei Sprechplanungs Unsicherheit sind Auch den Satz danach höre ich es anders als du Meine Transkription war Und er hat er hat vi hiele hä Musi hikstücke erfunden Du hörst es so Und er hat er hat vihiele he Musi hikstücke erfunden Hier ist wirklich ein h vor dem ə Trotzdem höre ich es nicht als Repetition der letzten Silbe von viele denn deine Tochter setzt dieses hə neu an Ich verstehe es deshalb als äh Einschub vor dem vielleicht noch unvertrauten Wort Musikstücke Was dann bleibt sind die Symptome innerhalb der Wörter wie in vi hile aber wie ich schon schrieb das ist kein Stottern Stottern würde bedeuten das i nicht herauszubekommen also və və viele oder vvvviele Es sind eher jene Dehnungen und Fragmentierungen die Kinder benutzen um sich Zeit zu verschaffen Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Atypische Unflüssigkeiten Stottern oder nicht Zitat Beitrag von Torsten 26 November 2015 18 22 Hallo Viktoria abc hat geschrieben Und ich STOTTERE leider Aber wie hat sich das für dich subjektiv angefühlt damals Und wie fühlt es sich jetzt an Hattest hast du das Gefühl die Wörter nicht herauszubekommen Stottern ist wenn man das was man gerade sagen will nicht herausbekommt Man weiß genau welches Wort man sagen will man weiß genau mit welchem Laut das Wort beginnt es kann der eigene Name sein aber man bekommt es nicht heraus Das ist Stottern Wenn du dieses Gefühl Ich weiß genau was ich

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