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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Hausdörfer, Tussi-Modus oder Walisch...? - Seite 4
    Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von PetraS 17 Februar 2016 09 23 Hallo offenbar hat RTL das irgendwie geändert denn ich habe die Rückmeldung von anderen dass es noch verfügbar war als ich es verlinkt hatte bzw ich hatte es zur Kontrolle auch 1 2 Mal aufgerufen Ihr könnt aber nachsehen unter http www rtl de cms sendungen show die puppenstars videos html dort müsst ihr dann runterscrollen zu den einzelnen Szenen In der zweiten Reihe links findet ihr Puppenstar Finalist Christian stotterfrei dank Puppe Walter Des weiteren habe ich Rückmeldung einer Userin dass man das Puppenstar Finale auch komplett in der RTL Mediathek schauen könnte Die Mühe habe ich mir nun nicht mehr gemacht gewonnen hat auch wohl ein anderer Gruß Petra Nach oben Beiträge der letzten Zeit anzeigen Alle Beiträge 1 Tag 7 Tage 2 Wochen 1 Monat 3 Monate 6 Monate 1 Jahr Sortiere nach Autor Erstellungsdatum Betreff Aufsteigend Absteigend Antworten Druckansicht 47 Beiträge Vorherige 1 2 3 4 Zurück zu Stottern alles zum Thema Gehe zu Netiquette und Bekanntmachungen Netiquette Bekanntmachungen rund ums Forum Rund ums Stottern Stottern alles zum Thema

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Hausdörfer, Tussi-Modus oder Walisch...? - Seite 2
    deine alten Gewohnheiten überlagert haben müsste Ich praktiziere es noch nicht so lange erst fünf Jahre Ich finde das ist wenig wenn man vorher 50 Jahre lang gestottert sich also 50 Jahre lang falsch verhalten hat Und es gibt eben Momente da bin ich unkonzentriert abgelenkt müde oder überfordert Das kann doch mal vorkommen Ich bin zwar der Meinung dass Stottern salopp gesagt eine Sprechstörung aufgrund einer schlechten Angewohnheit ist aber diese Angewohnheit ist in der Kindheit aufgrund einer körperlichen Veranlagung entstanden die man nun einmal hat Und deshalb ist es schwer die schlechte Angewohnheit völlig abzulegen es erfordert immer ein gewisses Maß an Bewusstheit an Wachsamkeit PetraS hat geschrieben Stottern isr keine schlechte Angewohnheit Nein es ist eine Sprchstörung Aber ich deke es ist mit dem Stottern ähnlich wie mit einer Leberzirrhose Eine Leberzirrhose ist keine schlechte Angewohnheit sondern eine körperliche Störung Sie entsteht aber häufig durch eine schlechte Angewohnheit nämlich durch Saufen Und dem Säufer fällt es extrem schwer diese Angewohnheit abzulegen weil er eine Veranlagung dazu hat er wird sehr leicht abhängig Er muss ständig auf der Hut sein ja keinen Alkohol zu sich zu nehmen noch nicht einmal eine Weinbrandbohne Das kostet ständige Aufmerksamkeit besonders in Gesellschaft anderer Menschen Er muss sein spontanes Verhalten seine spontanen Bedürfnisse in dieser Hinsicht komplett unterdrücken Wollen wir ihm das vorwerfen ihm vorwerfen dass er nicht mehr authentisch ist nicht mehr er selbst ist weil er keinen Alkohol mehr trinkt Und noch etwas zum Thema Ich selbst Sein Ich habe es schon als Kind sehr genossen gut zu sprechen Ich konnte nämlich schon als Schüler ziemlich gut Gedichte rezitieren auch vor größerem Publikum Dabei ist nie Stottern aufgetreten Voraussetzung war dass ich das Gedicht perfekt auswendig konnte diesen Ehrgeiz hatte ich immer sodass ich mich voll auf den Ausdruck die Stimmführung die Betonung konzentrieren konnte Warum ich dabei nicht stottere habe ich aber erst vor ein paar Jahren begriffen als ich begann mich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen Es liegt eben einfach daran dass meine Aufmerksamkeit auf die Stimme und den Ausdruck gerichtet ist Das ist beim alltäglichen Sprechen nicht so einfach weil man dabei nicht auswendig spricht sondern viel Aufmerksamkeit für die Satzplanung braucht Aber da hilft mir das das Pausen Machen Ich plane meine Sätze Schritt für Schritt Damit sind wir bei der Frage warum es funktioniert Ich glaube dass es bei Schauspielern aus genau demselben Grund funktioniert wie bei mir beim Gedicht Rezitieren Der Schauspieler spricht den Text auswendig und richtet seine Aufmerksamkeit auf die Stimme und den Ausdruck zusätzlich noch auf Mimik und Gestik Es geht nicht darum in eine fremde Rolle zu schlüpfen Wenn ich ein Gedicht aufsage dann bin ich ich und schlüpfe in keine Rolle Ich lege mein Gefühl meinen Ausdruck in die Betonung Es ist einfach so wie Erwin Richter einer der Protagonisten der Naturmethode der selbst Stotterer und ausgebildeter Sprachtherapeut war geschrieben hat Recht stimmhaft und betont zu sprechen und die klangvolle Stimme in der Betonung mitzuhören gehört zum Geheimnis des fließenden Sprechenkönnens Gruß Torsten Richter E 3003 Natürlich Sprechen befreit vom Stottern 3 Aufl S 45 Köln Demosthenes www stottertheorie de Nach oben dosi kompetent Beiträge 410 Registriert 19 November 2006 16 14 Wohnort Braunsbedra Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von dosi 11 Januar 2016 16 12 Hallo Torsten du schreibst Wenn ich stottere bin ich nicht ich selbst Das sehe ich für mich anders Ich mag mein Stottern wahrhaft nicht aber mich gibt s nun mal nur mit dieser Sprechunflüssigkeit DAS BIN ICH Jedes Verstellen steht meinem Selbst im Wege Natürlich mache ich das mal aus Show Gründen aber im Endeffekt kann das für mich kein Dauerzustand sein auch wenn ich da flüssig bin Deshalb bin ich auch mit meiner erlernten Srechtechnik nicht dauerhaft klar gekommen Es war anfangs wie ein Rausch dass ich stotterfrei damit sprechen konnte Aber zu welchem Preis Zum Einen hat es mit der Technik nie geklappt wenn ich es dringend gebraucht hätte und dann ging so Vieles verloren was mich ausmacht Ich habe Videos von mir gesehen und ich konnte es nicht ertragen weil ich mit Technik nicht spontan lebendig gefühlsbetont sein konnte Dosi Nicht jeder Zwerg wird ein Feldherr und nicht jeder Stotterer ein Großmeister der Sprache Aber Stotterer und Zwerge sind stärker als Schöne und Gesunde motiviert eine geniale Begabung in die geniale Leistung umzusetzen Wolf Schneider Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von Torsten 11 Januar 2016 18 11 Hallo Dosi ich hab immer mehr den Eindruck dass Männer und Frauen das Ich selbst Sein unterschiedlich definieren Wenn ich einen Wutanfall habe dann bin ich außer mir dann geht etwas mit mir durch dass ich in dem Augenblick schwer beherrschen kann Wenn ich stark stottere geht auch etwas mit mir durch das ich in dem Moment schwer beherrschen kann Trotzdem bin natürlich ich es der tobt oder der stottert das ist klar Aber als Mann hab ich nicht das Bedürfnis das als eine positive Art von Spontaneität oder Authentizität zu pflegen Ich weiß aus Erfahrung dass meine Wutausbrüche für andere Menschen beängstigend sein können deshalb bemühe ich mich sie in Gesellschaft anderer zu unterdrücken ich bin dann eben mal nicht spontan und nicht authentisch Wenn ich dagegen allein bin lasse ich die Wutanfälle zu die Wut ist dann schnell vorüber Mit dem Stottern ist es ganz ähnlich Wenn ich allein bin und laut denke gebe ich mich den Gedanken hin Dabei tritt nicht selten Stottern auf weil ich beim lauten Denken natürlich nicht auf Stimme Betonung Pausen etc achte Mein Stottern stört mich dann aber nicht im Gegenteil ich registriere interessiert meine Symptome Aber wenn ich mit anderen Menschen rede bemühe ich mich gut zu sprechen Das ist mein ureigenes ganz authentisches Bedürfnis siehe den Schluss meines letzten Beitrags Und natürlich ist das Bemühen gut zu sprechen keine Sprechtechnik wie etwa die Technik der Kasseler Stottertherapie Ich bin kein Freund von Sprechtechniken Es geht einfach nur darum mit fester klangvoller Stimme klarer Betonung und mit Pausen zu sprechen sodass die Zuhörer gleich merken was wichtig ist gut folgen können Und auf die eigene Stimme zu hören und nicht an Stottern zu denken das ist alles was ich mache Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von PetraS 11 Januar 2016 20 13 Hallo Dosi ich freue mich dass du dich an diesem Diskurs beteiligst Und da habe ich auch gleich eine Frage an dich dosi hat geschrieben Ich mag mein Stottern wahrhaft nicht aber mich gibt s nun mal nur mit dieser Sprechunflüssigkeit DAS BIN ICH Jedes Verstellen steht meinem Selbst im Wege Natürlich mache ich das mal aus Show Gründen aber im Endeffekt kann das für mich kein Dauerzustand sein auch wenn ich da flüssig bin Deshalb bin ich auch mit meiner erlernten Srechtechnik nicht dauerhaft klar gekommen Ich lese aus dieser Passage zwei Aspekte heraus Verstellen aus Show Gründen Sprechtechnik Zu 1 Kannst du genauer definieren was für dich das Verstellen aus Show Gründen ist Ist es sowas wie das Kölsch Reden von dem von mir beschriebenen Mitglied der SHG Oder machst du einen auf Tussi Und wie kannst du dir erklären dass dadurch das Stottern verschwindet Zu 2 Da ich selber keine Sprechtechniken erlernt habe sie allerdings vom Ansehen her bei anderen kenne ist es noch etwas Anderes eine Sprechtechnik konsequent durchzuführen als sich auf andere Weise zu verstellen Meine Überlegung geht dahin dass bei einer Sprechtechnik ja Emotionen wie du selber schreibst eher geglättet werden während z B bei einem Dialekt einem Tussi Modus meinetwegen auch Tunten Modus oder z B Hausdörfer gerade Emotionen durch Überbetonung in den Vordergrund treten Dennoch hat beides denselben Effekt das Stottern verschwindet Womit wir beim Schauspielern wären Hallo Paul paul dest hat geschrieben Ich weiß nicht wie es den Hollywood Schauspielern geht bei Filmen sieht man nur das Endergebnis und das ist nicht unbedingt aussagekräftig denn es kann mehrmals gedreht und aus verschiedenen Stücken zusammengeschnitten worden sein Theater wäre da schon viel aussagekräftiger wenn man hier nicht wiederum das Theatralische abziehen müsste Ich selbst habe als Jugendlicher ein knappes halbes Jahr lang Improvisationstheater gespielt Danke für deine Info zum Impro Theater Ich kann mir denken dass man da auch ganz schön unter Druck gerät wenn andere einem dazwischengrätschen könnten Mir fielen noch die Sketche ein die auf dem Buko von Stotterern vorgespielt wurden bei denen bei weitem nicht alle stotterfrei geredet haben Es war auch eine Art Improvisationstheater zumindest glaube ich nicht dass sie einem festen Drehbuch folgten Und sprachlich war das eben kein Hamlet Modus Also Rolle ja aber ohne sprachlich theatralische Verstellung paul dest hat geschrieben Je weniger Improvisation desto weniger Vermeidungsmöglichkeiten Zugleich steigt aber auch die Vorhersehbarkeit des Turn Takings Bei einer klassischen Rollenverteilung nach Buch weiß man im voraus dass man jetzt eben sprechen wird was man sprechen wird und dass die anderen in dieser Zeit eben nicht sprechen werden Ich für meinen Teil stelle mir es für manchen Stotterer schwierig vor normales Theater mit Drehbuch zu spielen wo jeder Begriff jede gespielte Emotion richtig sitzen muss Als Jugendliche wollte ich das gerne machen hatte aber kein Vertrauen in mein Sprechen Man weiß zwar dass man gerade mit dem Sprechen dran ist aber das weiß man auch beim Bäcker wenn die Verkäuferin fragt Was möchten Sie bitte Und man ganz genau weiß dass man Ich hätte gerne 3 Brötchen sagen möchte paul dest hat geschrieben Das kommt einer klassischen öffentlichen Rede schon ziemlich nahe Und bei öffentlichen Reden Vorträgen ist zumindest bei mir die Sprechhindernis Rate und Schwere im Vergleich zum spontanen Dialog ziemlich gering Hast du eine Erklärung dafür außer dass du alleine dran bist und den Text kennst Veränderst du etwas am Sprechmodus auch unbewusst an der Betonung ist es theatralischer vielleicht einfach einen Tick langsamer als dein normales Sprechen Wie wäre das bei einer spontanen Rede wie es manchmal auf Hochzeiten oder Geburtstagen vorkommen kann Schon mal ausprobiert Hallo Torsten Torsten hat geschrieben ich hab immer mehr den Eindruck dass Männer und Frauen das Ich selbst Sein unterschiedlich definieren Dieser Aspekt ist interessant und verdient vielleicht auch im Umgang mit dem Stottern mal einen eigenen Thread Vorausgesetzt es beteiligen sich genug Frauen und Männer daran Torsten hat geschrieben Hallo Stottern alter Freund lebst du auch noch Und wenn ich vor einer Gruppe fremder Leute reden muss dann sage ich am Anfang dass ich eigentlich stottere und dass sie sich nichts draus machen sollen falls so etwas auftritt Diese Einstellung finde ich absolut korrekt und allein solch eine Einstellung kann zumindest aus meiner Erfahrung das Stottern erheblich reduzieren weil es die negativen Emotionen aus der Sache zieht denn man nimmt das Stottern als das Vorhandensein realer Sprechhindernisse wahr und nicht als Schreckgespenst Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben Genau hier ist der Knackpunkt Dass du in deine alten Muster zurückfällst halte ich gar nicht für verwerflich sondern eher für normal Dass du sie als falsch ansiehst finde ich eher bedenklich Denn es tut einem Menschen psychisch gar nicht gut wenn er seine spontane Art für falsch hält Mancher Mann hat die spontane Art zuzuschlagen wenn ihm die Meinung oder die Nase eines anderen nicht gefällt Wäre es nicht ein Fortschritt wenn er einsähe dass seine spontane Art falsch ist Dieser Vergleich hinkt Und zwar insofern als die spontane Art zuzuschlagen wirklich etwas Negatives ist das jedoch im Ermessen eines Menschen liegt Emotionen kann man im Zaume halten so etwas ist erlernbar Stottern dagegen ist einfach nur Stottern meinem Empfinden nach wertfrei sodass allein deshalb für mich ein Begriff wie falsch unangemessen ist Ein Nicht Stotterer hat überhaupt kein Recht sich ein Urteil über Stottern zu machen aber sie sind es die uns im Zuge unserer gesamten Entwicklung immer einreden wir machten etwas falsch Aber auch ein Stotterer sollte m E sein Stottern nicht falsch finden sondern allenfalls hinderlich ärgerlich oder meinetwegen auch bescheuert Torsten hat geschrieben Und noch etwas zum Thema Ich selbst Sein Ich habe es schon als Kind sehr genossen gut zu sprechen Ich konnte nämlich schon als Schüler ziemlich gut Gedichte rezitieren auch vor größerem Publikum Dabei ist nie Stottern aufgetreten Voraussetzung war dass ich das Gedicht perfekt auswendig konnte diesen Ehrgeiz hatte ich immer sodass ich mich voll auf den Ausdruck die Stimmführung die Betonung konzentrieren konnte Womit wir uns dem Thema wieder langsam annähern Und die Antwort gibst du selbst Torsten hat geschrieben Warum ich dabei nicht stottere habe ich aber erst vor ein paar Jahren begriffen als ich begann mich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen Es liegt eben einfach daran dass meine Aufmerksamkeit auf die Stimme und den Ausdruck gerichtet ist Mit anderen Worten du schlüpfst in einen Modus bei dem du nicht mehr völlig spontan bist sondern einem wie du schon gesagt hast Ideal nachstrebst In deinem Falle einem Ideal das du an jeder Stelle ästhetisch findest Schön für dich und das ist nicht ironisch gemeint Aber sobald du wieder einfach nur du selbst bist kehrt das Stottern dennoch zurück Oder es ist einfach da So wie bei mir wenn ich vor einem Publikum von mehreren hundert Leuten unter extremsten Performance Druck dolmetschen muss und alles fluppt und ich selber denke wow das war ja mal wieder ein geiles Gefühl und direkt danach einem interessierten Zuhörer nicht sagen kann Ich schau mal eben im Programm nach Aber die Zeiten sind vorbei wo ich mich über sowas geärgert habe Torsten hat geschrieben Damit sind wir bei der Frage warum es mit dem Schauspielern funktioniert Ich glaube dass es bei Schauspielern aus genau demselben Grund funktioniert wie bei mir beim Gedicht Rezitieren Der Schauspieler spricht den Text auswendig und richtet seine Aufmerksamkeit auf die Stimme und den Ausdruck zusätzlich noch auf Mimik und Gestik Es geht nicht darum in eine fremde Rolle zu schlüpfen Wenn ich ein Gedicht aufsage dann bin ich ich und schlüpfe in keine Rolle Ich lege mein Gefühl meinen Ausdruck in die Betonung Aber selbst das ist und bleibt eine Art veränderte Sprechweise die offenbar allein schon bei einigen Stotternden der Schlüssel für flüssiges Sprechen sein kann Vorübergehend Als sozial allseits akzeptierte Krücke die gemeinhin nicht mal als solche erkannt wird Schönen Abend Petra Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von Torsten 11 Januar 2016 21 33 Hallo Petra PetraS hat geschrieben Stottern dagegen ist einfach nur Stottern meinem Empfinden nach wertfrei Stottern ist eine Sprechstörung und eine Störung ist nie wertfrei denn sie stört Machen wir uns nichts vor Stottern ist Mist Schweres Stottern ist absoluter Mist denn es beeinträchtigt fast immer massiv die Kommunikation behindert einen in vielen Berufen usw Geringfügiges Stottern ist im Alltag problemlos aber eine Sprechstörung bleibt es trotzdem Und wenn ich vor Publikum Gedichte vortrage was ich manchmal tue dann wäre auch geringfügiges Stottern großer Mist denn ich will ja in diesem Fall mit meinem Sprechen eine ästhetische Wirkung erzielen Stottern auch geringfügiges ist kein schönes Sprechen PetraS hat geschrieben ein Stotterer sollte m E sein Stottern nicht falsch finden Das tue ich auch nicht weil es Unsinn wäre Ebenso wenig kann man eine Leberzirrhose falsch finden Nein Leberzirrhose und Stottern sind was sie sind Störungen Aber ich nehme an dass die Störung Stottern die Folge eines unbewussten in früher Kindheit automatisierten falschen Verhaltens beim Sprechen ist nämlich einer falschen Verteilung der Aufmerksamkeit Und da die Steuerung der Aufmerksamkeit zum Teil unserem Willen zugänglich ist können wir daran etwas ändern PetraS hat geschrieben du schlüpfst in einen Modus bei dem du nicht mehr völlig spontan bist Ich bin inzwischen so weit dass ich meistens ganz spontan in den Modus schlüpfe wie du es nennst Wenn man sich etwas über viele Jahre falsch angewöhnt hat dann macht man es spontan falsch weil man es so gewöhnt ist Wenn man dann lernt wie es richtig geht macht man es trotzdem noch oft spontan falsch eingefleischte Gewohnheiten lassen sich nicht so leicht ablegen Aber wenn man das Richtige lange genug geübt hat automatisiert es sich es wird zu einer neuen Gewohnheit die die alte überschreibt Und dann macht man es immer öfter spontan richtig PetraS hat geschrieben Torsten hat geschrieben Wenn ich ein Gedicht aufsage dann bin ich ich und schlüpfe in keine Rolle Ich lege mein Gefühl meinen Ausdruck in die Betonung Aber selbst das ist und bleibt eine Art veränderte Sprechweise die offenbar allein schon bei einigen Stotternden der Schlüssel für flüssiges Sprechen sein kann Vorübergehend Als sozial allseits akzeptierte Krücke Krücken sind etwas Hässliches ich kann mir nicht vorstellen dass jemand freiwillig und aus Spaß an Krücken geht Gutes Sprechen dagegen ist etwas Schönes für den Sprecher und für die Zuhörer Es erfordert eine gewisse Anstrengung aber Sport erfordert auch Anstrengung Gutes Sprechen macht Spaß jedenfalls mir Und wenn dabei auch noch das Stottern wegbleibt um so besser Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Reden vorm Publikum Zitat Beitrag von paul dest 12 Januar 2016 20 12 PetraS hat geschrieben paul dest hat geschrieben Das kommt einer klassischen öffentlichen Rede schon ziemlich nahe Und bei öffentlichen Reden Vorträgen ist zumindest bei mir die Sprechhindernis Rate und Schwere im Vergleich zum spontanen Dialog ziemlich gering Hast du eine Erklärung dafür außer dass du alleine dran bist und den Text kennst Nein Aber ich habe auch keine Erklärung dafür warum ich beim Vorlesen weniger stottere Und ich scheine damit weder eine Ausnahme zu sein noch eine Minderheit zu bilden PetraS hat geschrieben Veränderst du etwas am Sprechmodus auch unbewusst an der Betonung Nein Für unbewusst kann ich nicht sprechen sonst wäre es ja nicht unbewusst aber auch auf den Aufnahmen fällt mir kein Unterschied auf PetraS hat geschrieben ist

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Hausdörfer, Tussi-Modus oder Walisch...? - Seite 3
    Petra Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von Eberhard 15 Januar 2016 23 49 Habe eben in einem Newsletter von Spektrum gelesen Selbstwahrnehmung Manipulation der eigenen Stimme ändert die Gefühlslage 14 01 16 Der Klang unserer Stimme verrät wie wir uns fühlen Doch das funktioniert offenbar auch in die andere Richtung wie ein raffiniertes Experiment nun ergab Man sollt Hausdörfer nicht überbewerten Er hat zwar ein ausführliches Buch geschrieben Aber er beschreibt ja nur das was er wahrgenommen hat Und es steckt immer noch mehr hinter dem was wir wahrnehmen Ich meine das was an der Oberfläche passiert gibt noch lange nicht den Blick frei für das was im Untergrund passiert Und das was zunächst in übertriebener Form funktioniert kann später auch in normalisierter Form noch funktionieren Es braucht eben alles erst mal einen Anschub Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Hausdörfer Zitat Beitrag von paul dest 16 Januar 2016 08 56 Eberhard hat geschrieben Man sollt Hausdörfer nicht überbewerten Er hat zwar ein ausführliches Buch geschrieben Aber er beschreibt ja nur das was er wahrgenommen hat Jetzt schreibst Du aber wieder mal von etwas wovon Du nicht die geringste Ahnung hast Eberhard Hausdörfer hat kein ausführliches Buch geschrieben sondern ein 143 Seiten langes Büchlein mit dem Titel Durch Nacht zum Licht In diesem Buch hat er mitnichten beschrieben was er wahrgenommen hat sondern er hat ein Propaganda Buch geschrieben das mit ungeprüften falschen und jederzeit widerlegbaren Behauptungen übers Stottern und Sprechen nur so gespickt ist Die Propaganda Ausrichtung seines Büchleins ist schon an seinem Untertitel zu erkennen Unterstreichung durch mich Oskar Hausdörfer hat geschrieben Warum habe ich Angst und Störungen beim Sprechen trotzdem meine Sprachorgane gesund sind Die vollständige Erforschung des Wesens der Sprechhemmungen und der einzig natürlichen Weg zu ihrer dauernden Beseitigung Eine kurze Kritik des Werkes nicht von mir findet sich hier Über Oscar Hausdörfers Durch Nacht zum Licht Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von PetraS 16 Januar 2016 10 40 Hallo an alle insbesondere Torsten ungeachtet dessen was Hausdörfer geschrieben und propagiert hat denn das muss mit seinem Nachlass ja nur wenig zu tun haben Vielleicht klärt Torsten uns ja mal anhand einiger Hörbeispiele die du auch selbst schnell basteln kannst darüber auf wie sich das was heutzutage unter Hausdörfer Naturmethode in Seminaren angeboten wird in einer frühen mittleren und in der End Phase anhört Vielleicht reicht die Aufnahme Wauligmann auch schon für die End Phase Oder ist das noch was anderes Vielleicht klärt sich dadurch ja schon warum die betreffenden Aussagen von Phlegma emotionslos bis hin zu übertriebenem Tönen so weit auseinandergehen Gruß Petra Paul Die Kritik zu dem Buch ist sehr aufschlussreich Danke für die Verlinkung Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von Torsten 16 Januar 2016 10 56 Hallo Paul paul dest hat geschrieben Die Sprechweise eines Film Schauspielers zeichnet sich keineswegs durch etwas besonderes aus sonst wäre sie nicht glaubwürdig Das ist richtig Aber ich denke dass auch meine flüssige Sprechweise sich äußerlich durch nichts Besonderes auszeichnet Das Entscheidende ist m E die innere Einstellung genau diese Sprechweise bewusst zu wählen und durchzuhalten also auch hörend zu kontrollieren Es kommt dann weniger darauf an was das für eine Sprechweise ist Bei Schauspielern kommt wie schon gesagt hinzu dass sie einen auswendig gelernten Text sprechen ihre Aufmerksamkeit also ganz auf die Sprechweise und den Ausdruck konzentrieren können Ich denke ich kann diesen Vergleich zwischen meinem bewussten Sprechen und dem von Schauspielern ganz gut ziehen weil ich die Erfahrung des Gedichte Rezitierens habe Wenn ich in meinem Flüssig Modus spreche nehme ich dieselbe innere Haltung ein d h meine Aufmerksamkeit ist ähnlich eingestellt wie wenn ich ein Gedicht rezitiere Das Problem beim freien Sprechen ist allerdings dass ich die Sätze nicht einfach aus dem Gedächtnis abrufen kann sondern aktuell bilden muss Deshalb darf ich nicht zu schnell werden muss evtl Pausen machen und manchmal klappts auch nicht d h die Gedanken gewinnen die Oberhand meine Aufmerksamkeit ist nur noch bei den Gedanken und das Sprechen geht schief paul dest hat geschrieben ich war mal auf einem Genau genommen im Hausdörfer Arbeitskreis von Anke Schoppmann Und das was mir dort beigebracht worden war war keinesfalls eine ausdrucksstarke sondern eine konsonanten eliminierte Sprechweise also eine stark verwaschene und stark gedehnte zumindest im ersten Schritt Das ist natürlich nur der erste Schritt das Ziel ist ein normales Sprechen Und ein vokal betontes Sprechen ist ein guter erster Schritt zu einem ausdrucksvollen also gut betonten Sprechen denn wenn wir betonen betonen wir Vokale Die nächsten Schritte sind also die eigentlich unbetonten Vokale weniger zu betonen kürzer und oder leiser zu sprechen und die Konsonanten deutlicher werden zu lassen paul dest hat geschrieben Hausdörfer propagiert Phlegma also einen Zustand des emotionalen Abgestumpftseins Ja als innere Einstellung dem Sprechen und vor allem dem Stottern gegenüber Damit ist m E nichts anderes gemeint als Desensibilisierung was auch nur Abstumpfung bedeutet Aber Hausdörfer was er wirklich gemeint haben mag und was heute als Hausdörfer Methode praktiziert wird ist ein weites Feld Das sollten wir vielleicht lieber im Hausdörfer Thread diskutieren Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Hausdörfer Tussi Modus oder Walisch Zitat Beitrag von paul dest 16 Januar 2016 12 18 Hallo Torsten Torsten hat geschrieben Das Entscheidende ist m E die innere Einstellung genau diese Sprechweise bewusst zu wählen und durchzuhalten also auch hörend zu kontrollieren Es kommt dann weniger darauf an was das für eine Sprechweise ist Bei Schauspielern kommt wie

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Sprechen verändern - Verrat an meiner eigenen Identität?
    jedoch völlig stotternunabhängig Torsten hat geschrieben Deshalb bin ich immer ein bisschen skeptisch wenn Leute beteuern ihr Stottern sei ein Teil ihner Persönlichkeit sie hätten es total akzeptiert usw Es ist richtig und wichtig dass ich mich als Stotterer akzeptiere also als jemand der diese Veranlagung hat denn gegen die Veranlagung kann ich nichts tun Doch mein Stottern muss ich nicht akzeptieren denn dagegen kann ich etwas tun Ich denke manchmal darüber nach was ich ohne mein Stottern geworden wäre Und da fallen mir zum Beispiel meine Schwester und meine Tochter ein die dieselbe Veranlagung für Fremdsprachen haben wie ich aber beide nie gestottert haben Ihnen ist ihr Talent einfach nur egal sie geben sich ihren Launen hin Mir war mein Talent stets bewusst aber mich hinderte das Stottern daran es auszuleben Und der Weg aus dem Schlamassel führte darüber das Stottern hinzunehmen nur so konnte ich es für meine Zwecke bezwingen Ich kenne aber auch mittlerweile genug Leute die viel stärker stottern als ich und deshalb vor ganz anderen Optionen stehen Die mit ihrem Stottern in ihrem Leben gut klar kommen oder auch mal frustriert sind Ich versuche mich in ihre Entscheidungen ihren Umgang mit dem Stottern nicht einzumischen weil ich es nicht beurteilen kann Andererseits kenne ich Menschen die sehr viel weniger stottern als ich und sich nicht die Hälfte von dem zutrauen was ich täglich mache Diesen versuche ich sehr wohl ein gutes Beispiel zu sein weil ich mich in sie auch aus meiner früheren Einstellung heraus sehr gut hineinversetzen kann Pauschal würde ich aber über niemanden urteilen und auch niemals behaupten nur weil ich einen positiven Weg gefunden habe müssten alle anderen es mir gleich tun Gruß Petra Edit Anfangsteil entfernt da er durch die Teilung nicht mehr relevant ist 19 01 2016 10 30 Uhr Nach oben abc entdeckend Beiträge 16 Registriert 15 Juli 2015 21 33 Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von abc 22 Januar 2016 11 47 Hallo Roland und alle Mitlesenden Verrat an meiner eigenen Identität ein guter Vergleich Ich persönlich sehe diesen Verrat an meiner eigenen Identität gar nicht so dramatisch Mich würde es vielleicht gar nicht stören permanent im Doziermodus zu sprechen Doch bis jetzt habe ich es noch gar nicht geschafft außerhalb des Unterrichts länger als 2 3 Minuten in diesem Modus zu bleiben Und obwohl mich mein Stottern phasenweise unheimlich stört habe ich es noch nie geschafft meine Sprechweise dauerhaft zu verändern Und in den guten Phasen ist der Druck zu irgendwelchen Mitteln zu greifen sowieso viel geringer Ich glaube dass es hier ausserdem noch um Motivation und Disziplin geht Je stärker man stottert und somit leidet umso motivierter ist man seine veränderte Sprechweise wenn diese natürlich hilft beizubehalten Man legt dementsprechend mehr Disziplin an den Tag um nicht wieder in seine natürliche stotternde Sprechweise zurückzufallen Fühlt man sich dabei glücklich leidet weniger genießt man die verbesserte Lebensqualität dann hat man alles richtig gemacht Wir Stotterer wissen ja alle dass man dann doch immer wieder in die stotternde für mich natürliche Sprechweise zurückfällt Man verspürt wieder den Unterschied und arbeitet diszipliniert an seiner Sprechweise weiter wenn man will Eberhart Stottern bei einem Stotterer ist für mich keine Selbstentfremdung ganz im Gegenteil das ist die wahre Identität Das ist eine biologische organische physiologische genetische oder wie auch immer Tatsache die die gute Mutter Natur einem beschert hat Genauso wie eine große Nase oder die Segelohren Dass man sich mit dieser Tatsache mit diesem phänotypischen oder imFalle von Stottern genotypischen Merkmal NICHT identifizieren WILL ist eine andere Sache Dann kann man zum Schönheischirurgen gehen und sich nach einem gelungenen Ergebnis gern wieder selbst finden Man bleibt jedoch derselbe Mensch wie vor der OP mit derselben Identität mit der einzigen Ausnahme dass man sich selbst besser gefällt wenn man in den Spiegel sieht Genauso wie viele Stotterer mit sich selbst zufriedener sind wenn es ihnen gelingt mittels veränderter Sprechweise weniger zu stottern Wenn ich bei der Arbeit in meinem Doziermodus spreche bin ich immernoch Stotterin die während des Unterrichtens flüssig spricht weil sie in dem Moment langsam und deutlich spricht Und während des Unterrichtens verspüre ich keinen Prozess meiner Selbstfindung Ich stottere bloß nicht vorübergehend und ich fühle mich zugegeben wohler aber ich bin immernoch DIE Viktoria die stottert Und wenn ich im alltäglichen Leben stottere verspüre ich keine Selbstentfremdung Das Stottern nervt zwar beeinträchtigt zeitweise meine Lebensqualität doch ich bleibe dabei immer noch ich selbst und versuche die anderen Seiten des Lebens zu genießen Schöne Grüße Viktoria Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Eberhard 22 Januar 2016 21 08 Hallo Viktoria ja Stottern ist eine natürliche Sprechweise wie jede andere auch Weil eine Sprechweise auch die stotternde sich immer aus der augenblicklichen Befindlichkeit ergibt Wenn jemand mit seiner Stimme herum kaspert entspricht das ja auch seiner Befindlichkeit Danach kokettierst du mit deinem Stottern Klar warum auch nicht Wenn man etwas gefunden hat was einem das Leben erleichtert ist das in Ordnung Das Stottern als eigene wahre Identität Das wahre würde ich weglassen Als derzeitige Identität ja Ich sehe die Identität eines Menschen eher als fließend an Und um seine wahre Identität in seinem Leben zu erreichen braucht es viele glückliche Umstände Im Prinzip bist du ganz gut drauf Du ordnest dein Leben schaffst dir Orientierung und kommst damit zurecht Aber ich glaube an manche Dinge traust du dich nicht heran Und da ist dir das Stottern gerade recht um dich mit diesen Dingen nicht beschäftigen zu müssen Man kann sich die Sicht zu eigen machen Stottern mit Segelohren zu vergleichen Dann kann man sogar stolz auf sein Stottern sein so wie einer stolz auf seine Segelohren sein kann Das Gefühl von Stolz ist immer angenehm egal worauf man gerade stolz ist Ich will das auch gar nicht abwerten Es ist schlimmer für einen auf gar nichts stolz sein zu können Das ist nicht ironisch gemeint Ich sehe Stottern heute eher neutral während es mich früher mal sehr gequält hat Aber ich weiß wie ich mich innerlich verändern kann und muss um ohne Stottern aus zu kommen Das übe ich jetzt halt bis es meine neue Identität geworden ist Es ist schon etwas Pech wenn man da einen Modus gefunden hat der nur beim Dozieren oder beim Übersetzen geht aber nicht im privaten Leben Deinen Beitrag in Petras letztem Thema habe ich so empfunden dass ich dich schon fragen wollte ob du diese Stimmung wirklich für den Rest deines Lebens konservieren willst Das war jetzt spontan geschrieben Viele Grüße Eberhard Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Stottern ist weder eine Sprechweise noch eine Befindlichkeit Zitat Beitrag von paul dest 22 Januar 2016 21 45 Eberhard hat geschrieben ja Stottern ist eine natürliche Sprechweise wie jede andere auch Weil eine Sprechweise auch die stotternde sich immer aus der augenblicklichen Befindlichkeit ergibt Wenn jemand mit seiner Stimme herum kaspert entspricht das ja auch seiner Befindlichkeit Keine Ahnung worüber Eberhard hier schreibt aber Stottern ist weder eine Sprechweise noch natürlich noch etwas was irgendeiner Befindlichkeit entspricht Stottern ist das wie das natürliche Sprechen entstellt wird wenn es in seinem Fluss von Sprechhindernissen oder Sprecherschwernissen behindert wird Die Sprechhindernisse erschwernisse sind weder natürlich noch gewollt sondern unwillkürlich und haben deswegen nicht das Geringste mit irgendwelchen Befindlichkeiten zu tun Das Stolpern oder Wanken eines Menschen dessen Beine beim Gehen in unregelmäßigen aber wiederkehrenden Intervallen kurzzeitig verkrampfen versteifen erlahmen ist schließlich auch kein Gang der irgendeiner Befindlichkeit dieses Menschen entspricht Der stolpernde wankende Gang ist lediglich das Ergebnis davon wie dieser Mensch gegen die wiederkehrenden kurzzeitigen Weitergeh Aussetzer ankämpft Und dieses Ankämpfen dieser Kampf erzeugt eine Befindlichkeit und nicht etwa umgekehrt Ich frage mich ob es in dem obigen Beitrag dieses Threads überhaupt noch um Stottern geht Ist für mich nicht ersichtlich Siehe auch den Thread Stottern was es nicht ist das kritisierte Zitat im Eingangsbeitrag dieses Threads ist übrigens auch von Eberhard Eberhard an abc hat geschrieben Deinen Beitrag in Petras letztem Thema habe ich so empfunden dass ich dich schon fragen wollte ob du diese Stimmung wirklich für den Rest deines Lebens konservieren willst Und scheib doch mal im richtigen Thread Eberhard Wenn Deine Frage zu einem Beitrag im anderen Thread Thema gehört dann schreib sie auch im anderen Thread Thema Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Eberhard 23 Januar 2016 11 10 Eigentlich offenbart fast jede jeder mit dem was sie er hier schreibt warum sie er nicht aufhören kann mit Stottern Ich habe den Begriff Identität aus dem Thema mit benutzt aber der Begriff trifft in Verbindung mit dem Stottern nicht zu Mag sein dass das absichtliche Verstellen der eigenen Stimme die eigene Identität verletzt aber ich mag nicht von einer Stotterer Identität reden Stottern ist das Resultat eines falschen Umgangs mit sich selbst einer falschen inneren Haltung sich selbst gegenüber vielleicht auch das Resultat dass man sich selbst gegenüber überhaupt keine innere Haltung hat Deswegen hilft es auch nicht wirklich gegen das Stottern vorgehen zu wollen Es hilft auch nicht wirklich seine innere Haltung zum Stottern zu ändern du musst deine innere Haltung dir selbst gegenüber insgesamt verändern Das ist natürlich so gut wie unmöglich wenn einer glaubt immer Recht zu haben und alles besser zu wissen so einer kann dann nicht mal verstehen was damit gemeint sein könnte Dein Stottern will dir sagen So wie du mit dir selbst umgehst so geht das nicht Es zeigt aber auch das du es anders machen könntest sonst würde sich das Problem gar nicht mit Stottern bemerkbar machen Wenn du mal herausfinden würdest mit welcher inneren Haltung und Einstellung dir selbst gegenüber du dir deiner vorhandenen eigenen Möglichkeiten gerechter werden könntest dann würdest du dich auch nicht mehr als der ewige Stotterer fühlen Fühlt ihr euch jetzt provoziert Dann hätte es seinen Zweck erreicht Ich habe schon viele Bücher empfohlen Alle hatten nichts mit Stottern zu tun hätten aber sehr hilfreich sein können Jetzt empfehle ich noch mal ein Buch als Ergänzung zu meinen letzten Empfehlungen Albert Wunsch Mit mehr Selbst zum stabilen Ich Resilienz als Basis der Persönlichkeitsbildung Vermutlich stottert ihr weil ihr das was euch automatisch an Gedanken Vorstellungen und Gefühlen so in den Sinn kommt unreflektiert aussprechen wollt Ihr lasst damit eine wesentliche Fähigkeit einfach brach liegen Das was euch so automatisch an Gedanken Vorstellungen und Gefühlen in den Sinn kommt das ist nicht eure wirkliche Meinung es ist nur eine Basis für eure Meinungsbildung die darauf erst noch zu erfolgen hat Es ist genau so falsch nur mit Zitaten um sich zu werfen Die eigene Meinungsbildung verbunden mit einer gehörigen Portion Skepsis erfordert viel Arbeit und ist ein wesentlicher Bestandteil der Selbstfindung Es ist die Bearbeitung und Weiterentwicklung eigener Erfahrungen durch neu gefundenes Wissen Und dann ist Selbstfindung Identitätsfindung die aber nie zu einem Ende kommt Sie ist allerdings erheblich erschwert wenn man als Jugendlicher das Pech hatte zu viel verwöhnt oder gelobt zu werden oder wenn einem gesagt wurde was man meint statt zur eigenen Meinungsbildung herausgefordert zu werden Wenn man aus Rücksicht auf das Stottern nicht so gefordert wurde wie es ein Jugendlicher braucht Aber es ist nie zum spät damit anzufangen sich selbst herauszufordern Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Torsten 23 Januar 2016 14 25 Hallo Eberhard Eberhard hat geschrieben Danach kokettierst du mit deinem Stottern Klar warum auch nicht Wenn man etwas gefunden hat was einem das Leben erleichtert ist das in Ordnung Hier gehst du zu weit Eberhard Ich kann nicht erkennen wie das Stottern Viktorias Leben erleichtert Es ist eine alte Theorie Stotterer würden irgendwie bewusst oder unbewusst von ihrem Stottern profitieren Das halte ich für Unfug Eberhard hat geschrieben Das Stottern als eigene wahre Identität Das wahre würde ich weglassen Ich habe Viktoria nicht so verstanden dass das Stottern ihre Identität ist Sie meint nur dass es ein Teil ihrer Identität ist Das ist ein wichtiger Unterschied Eberhard hat geschrieben Aber ich glaube an manche Dinge traust du dich nicht heran Und da ist dir das Stottern gerade recht um dich mit diesen Dingen nicht beschäftigen zu müssen Ich finde Viktoria traut sich ziemlich viel wenn sie trotz des Stotterns als Lehrerin arbeitet das zeugt doch von Mut Und es gelingt ihr ja auch in diesen Stunden stotterfrei zu sprechen Das ist eine tolle Leistung Eberhard hat geschrieben Man kann sich die Sicht zu eigen machen Stottern mit Segelohren zu vergleichen Dann kann man sogar stolz auf sein Stottern sein so wie einer stolz auf seine Segelohren sein kann Das ist ein schlechter Vergleich Eberhard Segelohren sind weder eine Störung noch eine Behinderung nicht mal beim Hören Segelohren sind allenfalls Geschmackssache Stottern ist immer eine Störung und oft eine Behinderung Ich glaube nicht dass irgendwer auf sein Stottern stolz ist Stolz kann man höchstens darauf sein dass man den Mut hat es nicht zu verstecken Aber dann ist man auf den Mut stolz nicht auf das Stottern Eberhard hat geschrieben Eigentlich offenbart fast jede jeder mit dem was sie er hier schreibt warum sie er nicht aufhören kann mit Stottern Stottern ist das Resultat eines falschen Umgangs mit sich selbst einer falschen inneren Haltung sich selbst gegenüber vielleicht auch das Resultat dass man sich selbst gegenüber überhaupt keine innere Haltung hat Es kann ja sein dass das auf dich zutrifft Eberhard Aber bedenke dass Stottern in den meisten Fällen im zarten Alter von drei oder vier Jahren beginnt Wie soll es da das Resultat eines falschen Umgangs mit sich selbst einer falschen inneren Haltung sich selbst gegenüber sein Eberhard hat geschrieben Dein Stottern will dir sagen So wie du mit dir selbst umgehst so geht das nicht Es zeigt aber auch das du es anders machen könntest sonst würde sich das Problem gar nicht mit Stottern bemerkbar machen Das kling mir sehr nach Thorwald Detlefsen Eberhard hat geschrieben Wenn du mal herausfinden würdest mit welcher inneren Haltung und Einstellung dir selbst gegenüber du dir deiner vorhandenen eigenen Möglichkeiten gerechter werden könntest dann würdest du dich auch nicht mehr als der ewige Stotterer fühlen Mir geht das zu weit Du schreibst über Stottern so als wäre es das Resultat einer Persönlichkeitsstörung Aber wie schon gesagt Stottern beginnt meist im Alte von drei oder vier Jahren und es gibt inzwischen gute empirische Belege dafür dass die betroffenen Kinder psychisch unauffällig sind Dass jahrelanges Stottern die Persönlichkeit beeinflusst ist eine andere Frage Stottern ist eine Sprechstörung Das Überwinden dieser Sprechstörung stellt Anforderungen an die Persönlichkeit erfordert unter Umständen das Ändern von Gewohnheiten und Einstellungen Aber du Eberhard drehst die Sache herum und behauptest Stottern wäre der Ausdruck oder die Folge einer Persönlichkeitsstörung Das ist falsch und kann leicht als kränkend empfunden werden Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Eberhard 23 Januar 2016 15 35 Hallo Torsten ich habe nicht geschrieben das Stottern würde Viktorias Leben erleichtern sondern das Kokettieren damit Und das kann es wirklich erleichtern Natürlich ist es eine tolle Leistung von Viktoria als Lehrerin zu arbeiten so wie es auch bei Petra eine tolle Leistung ist als Dolmetscherin zu arbeiten Ihr beide braucht das aber nun wirklich nicht dass ich euch deswegen lobe Aber was ist es was beide im Privatleben stottern lässt Da gibt es Dinge in einem selbst an die man mal ran muss um sie aufzulösen Wer so im Leben steht wie beide der muss sich doch nicht ausgerechnet im Privatleben nun doch noch seinem vermeintlichen Schicksal ergeben Der Segelohrenvergleich ist nicht von mir ich habe ihn nur aufgegriffen Ich rede nicht von der Zeit als Stottern anfing Ich rede davon warum 20 derer die mal mit Stottern anfingen als Erwachsene immer noch nicht damit aufhören können Wer ist Thorwald Detlefsen Muss ich den googeln Wenn man falsch mit einer Sache umgeht ist das keine Persönlichkeitsstörung Sondern einfach ein Nicht wissen darüber wie man es besser machen könnte Ich habe eigentlich das Gleiche gesagt wie du in deinem letzten Absatz Woher kommt dir der Gedanke ich würde Stottern als eine Persönlichkeitsstörung ansehen Mein Eindruck ist was oft so leichtfertig als psychische Störung oder Persönlichkeitsstörung deklariert wird ist meistens nur das Nicht Wissen über den richtigen Umgang mit sich selbst Das sollte als Jugendlicher gelernt werden Die ständige Stotter Erfahrung kann da aber in dieser Hinsicht ein ziemliches Hindernis sein Interessant ist dass die Sprachproduktion im Brocazentrum Teil des Frontalhirns ist mit dem wir willentlich bewusst handeln die Gedanken aber überwiegend aus dem unbewusst automatischen System kommen Ich habe schon mal geschrieben dass ich Stottern in dem Problemfeld des Zusammenspiels zwischen dem bewusst willentlichen System und dem unbewusst automatischen System ansehe Deshalb meine Aufforderung die Gedanken und Vorstellungen des unbewusst automatischen Systems nicht schon als fertige Meinung sondern als Basis der Meinungsbildung anzusehen Aber das ist jetzt ein anderes Thema Gruß Eberhard Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Torsten 23 Januar 2016 15 58 Eberhard hat geschrieben Wer ist Thorwald Detlefsen Muss ich den googeln Ich hab ihn falsch geschrieben sieh hier Thorwald Dethlefsen www stottertheorie de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Torsten 23 Januar 2016 16 59 Hallo Paul paul dest hat geschrieben Stottern ist weder eine Sprechweise noch natürlich noch etwas was irgendeiner Befindlichkeit entspricht Was die Sprechweise betrifft hast du Recht Aber mit Befindlichkeit hat Stottern eine Menge zu tun jedenfalls bei mir Ich

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Sprechen verändern - Verrat an meiner eigenen Identität? - Seite 3
    damit nicht das Iterieren auf bestimmten Lauten oder mein Gegenüber mit offenem Mund anzuschauen und das Wort nicht rauszukriegen das sind ohnehin Dinge die ich eigentlich nicht möchte Was ich meine sind Verhaltensauffälligkeiten wahrscheinlich Ablenkungsmanöver die ich auch erst in der letzten Zeit seitdem ich mich mit dem Thema so intensiv beschäftige identifiziert habe Dazu gehören bei mir vor allem zwei Angewohnheiten Nach einem Stotterereignis das meinem Gesprächspartner nicht entgangen sein dürfte baue ich einen Lacher oder eine alberne Handbewegung ein Ich merke dies meistens erst hinterher und ärgere mich insgeheim darüber weil ich es oft für unangebracht halte Es lässt mich nämlich an unpassender Stelle albern oder fröhlich wirken wo ich es eigentlich nicht bin Denn im Grunde ist es Ausdruck von Scham Was machen Mädchen wenn ihnen etwas peinlich ist Sie kichern Also Verrat an meinem momentanen Befinden Nach einem Stotterereignis das für andere hörbar geworden ist baue ich wenige Wörter später oft einen stimmlichen Schlenker ein also eine Art Singsang wie man ihn als rhetorisches Mittel einsetzen könnte Ich ertappe mich dabei immer erst wenn es schon geschehen ist Also Verrat an meiner eigenen Rhetorik Früher kam noch eine pauschalisierte Form hinzu was ich aber bereits an anderer Stelle erwähnt hatte Ich hatte festgestellt dass ich weniger stottere wenn ich ausgelassen und fröhlich bin Also versuchte ich mir die Fröhlichkeit Albernheit zum Dauerzustand zu machen ob es nun passte oder nicht und wurde oft zurechtgewiesen oder stieß auf Unverständnis durch meine Umwelt War das nicht auch Verrat an meiner Stimmung Das ist es was mir einfällt auch um wieder ein klein wenig mehr auf das Ursprungsthema einzugehen Schönen Tag noch Petra Nach oben Jaspis nicht mehr wegzudenken Beiträge 911 Registriert 27 August 2007 21 04 Wohnort bei Frankfurt a M Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Jaspis 16 Februar 2016 08 43 Hallo Ihr ich wollte mich auch zu diesem Thema äußern und nehme es nochmal auf auch wenn der Thread schon ein paar Tage alt ist Ich will mich nur auf den Eingangspost beziehen die weiteren Beiträge habe ich nur überflogen auf jeden einzugehen wäre zuviel Die spontane erste Antwort auf die Frage Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität ist bei mir Erst durch s Verändern meines Sprechens konnte kann ich Teile meiner Identität überhaupt zeigen Ich verändere mein Sprechen nicht dauerhaft aber ich wende Elemente der Naturmethode Hausdörfer und von Van Riper an Die Naturmethode und Hausdörfer habe ich auf mehreren Seminaren gelernt Elemente von Van Riper nicht Vermeiden Dehnen und Pull out habe ich mir hier im Forum angelesen und mir von Van Riper Anwendern abgeguckt Das ist keine richtige Therapie das ist klar Aber als ich anfing mich intensiver mit meinem Stottern zu beschäftigen war ich schon voll berufstätig und dann auch bald Mutter und hatte keine Zeit und Gelegenheit für eine richtige Therapie Viele Jahre genügte mir auch der Fortschritt und ich fühle mich auch heute meistens sicher genug im Sprechen bzw kann ich recht schnell

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Sprechen verändern - Verrat an meiner eigenen Identität? - Seite 2
    der Fehler die Veranlagung ist angeboren ich kann daran nichts ändern NEIN denn an dem Stottern meinem Umgang damit kann ich etwas ändern Aber dieses Ändern hat Grenzen nämlich so weit wie mir mein individueller Fehler die Veranlagung im Gehirn diese Grenzen aufzeigt Und das wiederum ist so individuell wie es einzelne Stotternde gibt Selbst zwei Leute mit von außen betrachtet gleicher Symptomatik können einen völlig verschiedenen Umgang pflegen der bei Person A dazu führt dass sie sich nichts traut immer in der Angst sie könnte stottern und wisse dann vor Scham nicht mehr wie es weitergehen soll Person B dazu führt dass sie sich herausgefordert fühlt und sagt jetzt erst recht dieses blöde Stottern kann mich doch nicht unterkriegen Torsten hat geschrieben Die Einstellung ist nicht nur bequem sie ist noch aus einem anderen Grund verführerisch Sie hat den Vorteil dass man sich das Stottern gegen das man ja nichts tun kann immer als Bonuspunkt anrechnen kann Ich habe das und das nicht erreicht weil ich stottere es ist daher eigentlich klar dass ich es nicht erreichen konnte und ich habe das und das erreicht obwohl ich stottere es ist daher ganz besonders toll dass ich es erreicht habe Kennst du persönlich einen Stotternden der sich solch einen Bonuspunkt wie in Beispiel 1 einstreichen möchte Ich kenne nur Leute die solch eine Feststellung treffen weil es bei ihnen der IST Zustand ist Und bei denen wo der IST Zustand ein anderer ist sie es jedoch aufgrund ihrer psychischen Einstellung nicht wahrhaben wollen kann man therapeutisch etwas tun JA Den Bonuspunkt in Beispiel 2 finde ich gesund und legitim es zeugt von einer resilienten Persönlichkeit und ich nehme ihn gerne für mich in Anspruch Torsten hat geschrieben Diese Einstellung wäre dann berechtigt wenn Stottern untherapierbar wäre Möglicherweise gibt es Fälle von untherapierbarem Stottern aber bis jetzt wissen wir das nicht Mit DIESE ist sicher Beispiel 1 gemeint meine Antwort darauf hast du schon Und JA ich kenne mehrere Stotterer deren Stottern auch durch zahlreiche Therapien und Veränderung in der persönlichen Einstellung und und und nicht wirklich merklich und dauerhaft verbessert werden konnte Und denen sich zu nähern mit einem direkt oder indirekt ausgesprochenen du bist es selber Schuld halte ich für einen Affront den leider sogar sogenannte Therapeuten häufig begehen Ob aus Unwissenheit weil sie selbst nicht stottern oder mit Vorsatz weil sie wirtschaftliche Interessen haben sei dahingestellt Torsten hat geschrieben So stehen sich zwei Philosophien im Umgang mit dem Stottern gegenüber Ich bin dabei wenn wir hierzu mal einen eigenen Thread aufmachen würden Gruß Petra Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Torsten 27 Januar 2016 10 47 Hallo Viktoria du schreibst über Eberhard abc hat geschrieben Du bist für mich ein älterer soweit ich das richtig verstanden habe Herr der sich vielzuviel mit esoterischen Themen bschäftigt und sich dementsprechend in einer Art Trance Zustand befindet der auf einem anderen Planeten lebt und sich manchmal von dort aus hier im Forum meldet Mein Eindruck ist aber dass die Position von Eberhard und die von Roland Pauli siehe den Eröffnungsbeitrag dieses Threads nicht sehr weit auseinanderliegen Schau dir mal diese Leitsätze für Stotternde von Roland Pauli an kommt dir das nicht auch esoterisch vor Nun ist Roland Pauli aber gewiss nicht von einem anderen Planeten sondern ein ganz irdischer Tennistrainer der weiß was man mit Zielstrebigkeit Disziplin und mit der Veränderung eigener Einstellungen erreichen kann im Sport und auch beim Sprechen So spricht er heute und hier in der unteren Aufnahme kannst du hören wie er früher gesprochen hat Torsten www stottertheorie de Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Sprechen verändern Verrat an meiner eigenen Identität Zitat Beitrag von Eberhard 27 Januar 2016 11 05 Hallo Torsten ich habe das Stottern nicht besiegt es lässt sich weder im Kampf noch mit Tricks besiegen Ich habe stattdessen so an mir gearbeitet dass das Stottern keine Basis mehr hat Jetzt kommt er wieder mit seinem esoterischen Psychozeugs werden einige LeserInnen denken weil sie sich lieber daran festklammern dass Stottern doch ein Gen Defekt oder ein neuronaler Defekt sein möge An mir arbeiten heißt ich arbeite an den Gedanken Vorstellungen Bildern und Gefühlen die mir so automatisch ins Bewusstsein kommen Im Gespräch mit anderen Menschen ist das schwierig bis unmöglich Aber es bleibt ja die Zeit die ich mit mir alleine bin Und dann nutze ich diese Zeit eben diese Gedanken Vorstellungen Bilder und Gefühle zu bearbeiten zu reflektieren zu relativieren und besseren Erkenntnissen anzupassen Ich frage mich also Was ist das für ein Gedanke Wann hatte ich ihn schon mal Woher kommt er Woran erinnert er mich Welches Gefühle welche reale Körperempfindung habe ich dabei Stecken dahinter Glaubenssätze die ich mal beiseite legen sollte Macht das überhaupt Sinn Steckt eine verkappte Angst dahinter Fallen mir noch andere Gedanken dazu ein Ist es richtig und fair so zu denken Und so weiter Da ich das mit mir alleine mache und keiner davon weiß ist das eine vergnügliche Sache und fördert das eigene Wohlbefinden Ich dringe sozusagen in mein Schattenreich ein und räume dort auf Oder einfacher Ich bin mein eigener Therapeut der das mit einiger Übung viel besser kann als ein fremder weil man ja einem Fremden längst nicht alles sagt was einen bewegt Das ist nicht so einfach wie es sich liest weil eben diese alten Gedanken Vorstellungen Bilder und Gefühle einen immer wieder zu überwältigen versuchen Es kann sein dass man eine Vorstellung gerade zurecht gerückt hat und schon hat einen in diesem Zusammenhang die nächste schon wieder im Griff Aber eine Sportart oder ein Musikinstrument lernt man ja auch nicht an einem Tag Der Erfolg dabei ist Ich finde mein Selbst gewinne sehr viel mehr Zutrauen zu meinen eigenen Gedanken Vorstellungen Bildern und Gefühlen Sie überraschen mich nicht mehr ich kenne sie schon und weiß dass ich sie schon mal korrigiert habe Wegen des gewachsenen

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Buch-Empfehlung. Freeing Your Inner Fluency
    nur ein Einrahmungskasten hat geschrieben Der Stotterer bildet sich fälschlicherweise ein das Sprechen sei schwierig und müsse kontrolliert werden Der Versuch Kontrolle über das Sprechen auszuüben das Sprechen mit Anstrengung anzugehen führe zum Stottern Dass jemand in seinem Stotternverständnis sich nicht mit der Frage beschäftigt wie das Stottern entsteht nicht zu verwechseln mit der Frage wie ein konkretes Stotterereignis entsteht halte ich jedoch nicht für eine Schwäche der Theorie Wenn mein Wagen nicht mehr anspringt weil die Zündkerzen es nicht mehr tun dann ist es mir egal ob die Kerzen deswegen aufgehört haben zu tun weil sie sich abgenutzt haben oder weil mir in der Werkstatt schlichtweg kaputte oder falsche Kerzen eingeschraubt worden sind Die Diagnose dass die Kerzen es nicht mehr tun und die daraus resultierende Therapie Kerzen durch funktionsfähige zu tauschen bleibt dennoch richtig und wirksam Und falls jemand jetzt denkt dass ich mit dem Beispiel zu technisch geworden bin es ist Dahms eigener Vergleich warum Stottern ein systemisches Problem sein soll nicht anhand der Kerzen aber anhand eines richtig gebauten Autos in welchem ein Fahrzeugteil ausfällt infolge dessen funktioniert das ganze Auto nicht mehr Das nennt sie systemisch Ist natürlich Unsinn weil gerade das nicht systemisch ist ein systemisches Problem ist eines welches das betreffende System in seinem Aufbau als Ganzes betrifft ein Problem dagegen welches zwar zum Funktionsausfall des Systems führt sich aber an einem einzelnen Teil des Systems beheben lässt ist eben kein systemisches Torsten hat geschrieben Zweitens stimmt es nicht dass die Hypothese Stottern entstehe dadurch dass der Sprecher auf normale Unflüssigkeiten überreagiert und diese zu unterbinden versucht von keinem ernsthaften Stotterforscher mehr vertreten wird Wie wir gerade oben beide festgestellt haben besteht Dahms Hypothese gar nicht darin dass der Sprecher auf normale Unflüssigkeiten überreagiert Es besteht deswegen auch kein Bedarf sich mit diesem Einwand auseinander zu setzen Torsten hat geschrieben Drittens eine Frage WIE kann jeder Stotternde anhand von wenigen Selbstexperimenten selbst prüfen ob das Bestreben das Sprechen zu kontrollieren das Stottern verstärkt oder vermindert Es gibt viele Selbstexperimente die man dazu durchführen kann Eine Möglichkeit wäre es ein sprecherzieherisches Übungsbuch durchzuarbeiten Amazon Stichwort Sprecherziehung Das sind Arbeitsbücher die normalerweise von professionellen Sprechern zur Schulung von klarer Aussprache durchgearbeitet werden dabei wird zumindest zu Beginn ein äußerst kontrolliertes Sprechen geübt Ich habe mal vor vielen Jahren ein paar solcher Bücher durchgearbeitet weil ich damit zum einen meinen Akzent beheben wollte zum anderen die Hoffnung hatte ich könnte damit mein Stottern positiv beeinflussen Das mit dem Akzent Reduzieren hat anscheinend geklappt bezüglich des Stotterns hatte es jedoch keinerlei Auswirkungen Insbesondere wird jeder Stotternde es kennen dass wenn er allein ist und für sich selbst spricht er das Sprechen so viel er will kontrollieren kann das Stottern bleibt dennoch aus entweder gänzlich oder weitgehend Ganz entgegen Dahms Stotternverständnis Analog Models fallen auch nicht deswegen vom Catwalk weil sie ihre Beine kontrolliert eins vor das andere setzen zumindest nicht öfter als einer der den Catwalk einfach nur schlendern geht Auch ein Sprinter oder Tennisspieler bekommen nicht deswegen einen Krampfanfall weil sie ihre Bewegungen kontrolliert ausführen Eine andere Möglichkeit wäre es sich eine PEP Maske Positive Expiratory Pressure aufzusetzen und in die Maske zu sprechen Das sieht so aus Man spürt dabei sofort dass das Sprechen damit anstrengender ist Doch obwohl man sich beim Sprechen nun anstrengen muss führt das nicht zu mehr Stottern Ganz im Gegenteil bei anfänglicher Benutzung führte es zumindest bei mir zum Ausbleiben des Stotterns so dass ich schon annahm einen neuen Stotterreduktionseffekt entdeckt zu haben Nach einiger Zeit kam aber auch hier das Stottern wieder zurück scheint also nur einer der vielen abnutzbaren Stottern für kurze Zeit weg Phänomene zu sein Die zwei Experimente sollten als Beispiele reichen Es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Buch Empfehlung Freeing Your Inner Fluency Zitat Beitrag von Torsten 16 Dezember 2015 10 47 Hallo Paul du hast recht dass das Ganze ein bisschen amerikanisch großsprecherisch ist und dass die Hirnforschungs Studien nicht wirklich im Zusammenhang mit ihrer Therapie Theorie stehen Was sie meint ist dass durch eine Veränderung des Verhaltens eine Veränderung der Gehirnprozesse erreicht werden kann Das ist richtig trifft aber für jede wirksame Therapie zu paul dest hat geschrieben Dahms dramatisch andere und in meinem Urteil nicht nur übersimplifizierte sondern schlichtweg falsche Sicht auf Stottern lässt sehr kurz wiedergeben kein Zitat von Dahm nur ein Einrahmungskasten hat geschrieben Der Stotterer bildet sich fälschlicherweise ein das Sprechen sei schwierig und müsse kontrolliert werden Der Versuch Kontrolle über das Sprechen auszuüben das Sprechen mit Anstrengung anzugehen führe zum Stottern Ja so kann man es zusammenfassen Ich denke aber dass daran auf chronisches Stottern bezogen viel Wahres ist in ihrer Online Therapie Praxis hat sie vermutlich nur mit chronischem Stottern zu tun und dass man viel erreichen kann wenn man dieses Denk Gefühlsmuster dieses Bedürfnis nach Kontrolle überwindet paul dest hat geschrieben Wenn mein Wagen nicht mehr anspringt weil die Kerzen es nicht mehr tun dann ist es mir egal ob die Kerzen deswegen aufgehört haben zu tun weil sie sich abgenutzt haben oder weil mir in der Werkstatt schlichtweg kaputte oder falsche Kerzen eingeschraubt worden sind Aber es wäre doch nützlich letzteres zu wissen du würdest dann vielleicht die Werkstatt wechseln paul dest hat geschrieben es ist Dahms eigene Erklärung warum Stottern ein systemisches Problem sein soll nicht anhand der Kerzen aber anhand eines richtig gebauten Autos in welchem ein Fahrzeugteil ausfällt infolge dessen funktioniert das ganze Auto nicht mehr Da verstehe ich sie anders Sie glaubt nicht dass ein Teil ausfällt sondern dass die Teile nicht korrekt zusammenwirken weil das korrekte automatische Zusammenwirken dadurch gestört wird dass der Sprecher versucht das Sprechen willentlich zu beherrschen bewusst zu steuern Der Wille das Kontrollbedürfnis des Sprechers mischt sich in die Automatik ein und stört sie dadurch Es ist die alte Idee vom Tausendfüßler der aus dem Tritt kommt wenn er versucht die Bewegung seiner Beine zu kontrollieren paul dest hat geschrieben Es gibt viele Selbstexperimente die man dazu durchführen kann Eine Möglichkeit wäre es ein sprecherzieherisches Übungsbuch durchzuarbeiten Das sind Arbeitsbücher die normalerweise von professionellen Sprechern zur Schulung von klarer Aussprache durchgearbeitet werden dabei wird zumindest zu Beginn ein äußerst kontrolliertes Sprechen geübt Die These um die es geht ist nicht dass ein Bemühen um klare Artikulation das Stottern beeinflusst Die These ist dass das das Streben nach Kontrolle über das Sprechen um Stottern zu unterbinden das Stottern beeinflusst Ich würde jedem Stotterer raten sich um gute Artikulation zu bemühen und dabei hinzuhören ob es gut klingt wie beim Singen Man soll sich nur nicht bemühen durch Kontrolle Stottern zu vermeiden paul dest hat geschrieben Models fallen auch nicht deswegen vom Catwalk weil sie ihre Beine kontrolliert hinsetzen Models sind Normalgeherinnen sie haben nicht die Erfahrung gemacht dass ihre Beine plötzlich nicht mehr normal funktionierten sodass sie vom Laufsteg stolperten und sich furchtbar blamierten Die Models setzen ihre Beine nicht kontrolliert um deren normales Funktionieren zu erzwingen Du darfst nicht vergessen dass Barbara Dahms Theorie keine Ursachentheorie ist Sie erklärt nicht die Entstehung des Stotterns weder der Störung als solcher warum jemand zum Stotterer wird noch die Entstehung der einzelnen Symptome Sie setzt vielmehr die Erfahrung des Stottern voraus und behauptet lediglich dass das Bestreben durch Kontrolle des Sprechens das Stottern zu verhindern ein Faktor ist der wesentlich dazu beiträgt das Stottern aufrechtzuerhalten Oder griffiger formuliert Gerade dadurch dass man versucht das Stottern zu verhindern bleibt man ein Stotterer paul dest hat geschrieben Eine andere Möglichkeit wäre es sich eine PEP Maske Positive Expiratory Pressure aufzusetzen und in die Maske zu sprechen Doch obwohl man sich nun beim Sprechen anstrengen muss führt das nicht zu mehr Stottern Dahm meint mit der Anstrengung durch das Kontrollieren des Sprechens wohl zu allerletzt körperliche Anstrengung Sie meint vor allem die psychische Anstrengung den Aufwand an Aufmerksamkeit den Stress Die PEP Maske erfordert nur körperliche Anstrengung aber ein Kontrollieren des Sprechens Sie ist daher denkbar ungeeignet für eine Prüfung ob das Bestreben das Sprechen zu kontrollieren das Stottern verstärkt oder vermindert paul dest hat geschrieben Insbesondere wird es jeder Stotternde kennen dass wenn er allein ist und für sich selbst spricht er das Sprechen so viel er will kontrollieren kann das Stottern bleibt dennoch aus entweder gänzlich oder weitgehend Ganz entgegen Dahms Stotternverständnis Nein gerade das bestätigt ihre Annahme Wenn man allein mit sich selbst spricht oder mit einem Baby oder mit seinem Goldhamster oder Kanarienvogel bemüht man sich nicht durch Kontrolle des Sprechens das Stottern zu vermeiden Und eben deshalb weil man in solchen Situationen sein Sprechen nicht zu kontrollieren sucht weil man gar nicht an Stottern denkt sich also wie ein Normalsprecher verhält tritt kaum Stottern auf Das ist eine Erfahrung die wirklich jeder leicht machen kann und wahrscheinlich schon oft gemacht hat Gruß Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Buch Empfehlung Freeing Your Inner Fluency Zitat Beitrag von paul dest 16 Dezember 2015 17 05 Hallo Torsten Torsten über Dahms Sicht auf Stottern hat geschrieben Ich denke aber dass daran auf chronisches Stottern bezogen viel Wahres ist in ihrer Online Therapie Praxis hat sie vermutlich nur mit chronischem Stottern zu tun und dass man viel erreichen kann wenn man dieses Denk Gefühlsmuster dieses Bedürfnis nach Kontrolle überwindet Ja ich denke auch dass bezogen auf stotternde Einhörner viel Wahres dran ist die Mär vom bösen chronischen Stottern Torsten hat geschrieben Aber es wäre doch nützlich letzteres zu wissen du würdest dann vielleicht die Werkstatt wechseln Ja das wäre in der Tat nützlich Noch viel nützlicher ist es allerdings wenn keiner vom Diskussionsthema abschweift Torsten hat geschrieben Da verstehe ich sie anders Sie glaubt nicht dass ein Teil ausfällt sondern dass die Teile nicht korrekt zusammenwirken weil das korrekte automatische Zusammenwirken dadurch gestört wird dass der Sprecher versucht das Sprechen willentlich zu beherrschen bewusst zu steuern Ja das ist das Problem an schlechten Texten jeder versteht sie anders Besonders wenn die Autoren solcher Texte von Stelle zu Stelle verschiedene einander widersprechende Sachen behaupten Aber wir können ja einfach mal nachschlagen was sie geschrieben hat Unterstreichung durch mich Barbara Dahm in Freeing Your Inner Fluency hat geschrieben I define stuttering is a systemic problem It is the malfunctioning of the speech production system Just like in a well built car where all the parts of the system that make it go have to work together When any one part of the system doesn t function correctly it affects the whole system and what comes out of it Torsten hat geschrieben Es ist die alte Idee vom Tausendfüßler der aus dem Tritt kommt wenn er versucht die Bewegung seiner Beine zu kontrollieren Mit der alten Idee vom Tausendfüßler gibt es allerdings ein Problem das so alt ist wie die Idee selbst Diesen Tausendfüßler der über seine Füße stolpert hat noch nie jemand gesehen Mit gleichem Erfolg könnten wir uns daher auch über flugunfähige Drachen unterhalten Torsten hat geschrieben Die These um die es geht ist nicht dass ein Bemühen um klare Artikulation das Stottern beeinflusst Die These ist dass das das Streben nach Kontrolle über das Sprechen um Stottern zu unterbinden das Stottern beeinflusst Mag sein dass es die These ist um die es Dir geht aber in diesem Thread geht es um Thesen von Barbara Dahm in ihrem Ebook Freeing Your Inner Fluency Und Barbara Dahm schreibt Dahm in Freeing Your Inner Fluency übersetzt von Paul Dest hat geschrieben Eine der üblichen Arten das Sprechen zu kontrollieren ist die Arbeit mit dem Mund um die Sprechlaute zu formen Ich nenne das Artikulation im manuellen Modus Manuelle Artikulation kann mit der Art verglichen werden wie kleine Kinder schreiben wenn sie beginnen Buchstaben zu formen Insgesamt benennt Dahm noch drei weitere Arten der Kontrolle im Kapitel Control is the problem Formulierungskontrolle Dahm in Freeing Your Inner Fluency übersetzt von Paul Dest hat geschrieben Kontrolle der Sprachformulierung kann die Form der Spracheditierung annehmen bevor man etwas sagt Anstatt seine Gedanken automatisch auszudrücken wählt oder screent der Sprecher die zu benutzenden Wörter wissentlich überwachend welche Wörter gesagt werden oder zu einem späteren Zeitpunkt gesagt werden sollten Wenn das zum Stottern führen würde müsste so ziemlich jeder Politiker stottern Und vor allem Edmund Stoiber wäre dann ein Stotterer Was das jedoch mit meinem Sprechen Stottern zu tun haben soll weiß ich nicht Ganz im Gegenteil Dahm verkehrt die Reihenfolge in der in meinem Sprechen Stottern etwas geschieht Hörkontrolle Dahm in Freeing Your Inner Fluency übersetzt von Paul Dest hat geschrieben Sich selbst zuhören wie das Sprechen rauskommt ist eine andere Art der Kontrolle Jeder hört sich selbst sprechen doch nicht stotternde Sprecher hören nicht achtsam sich selbst zu Es ist wirklich schwierig seine Gedanken weiterzuentwickeln wenn man Aufmerksamkeit darauf richtet was man gerade gesagt hat Was das mit meinem Sprechen Stottern zu tun haben soll weiß ich ebenfalls nicht Atemkontrolle Dahm in Freeing Your Inner Fluency übersetzt von Paul Dest hat geschrieben Auf Atmung bezogene Kontrolle macht das Sprechen ebenfalls schwieriger Wir atmen wenn wir sprechen aber das Nachdenken darüber wie man atmet würde den Sprecher bedeutend ausbremsen und könnte auf andere Weise die normale Systemfunktion stören Jeder Nachrichtensprecher der Tagesschau wird anlässlich dieser Behauptung wohl nur seinen Kopf kratzen man nehme eine Videoaufnahme der Tagesschau und verfolge aufmerksam die Atembewegungen der Nachrichtensprecher Und würde man Ingrid Del Ferro und Barbara Dahm nun in einen Ring schubsen käme es sicherlich zu einer aufsehenerregenden Show Andere Arten von Kontrolle benennt Barbara Dahm nicht Torsten hat geschrieben paul dest hat geschrieben Models fallen auch nicht deswegen vom Catwalk weil sie ihre Beine kontrolliert hinsetzen Models sind Normalgeherinnen sie haben nicht die Erfahrung gemacht dass ihre Beine plötzlich nicht mehr normal funktionierten sodass sie vom Laufsteg stolperten und sich furchtbar blamierten Die Models setzen ihre Beine nicht kontrolliert um deren normales Funktionieren zu erzwingen Halten wir fest Kontrolle ist nicht das Problem Und das obwohl Dahm genau das Gegenteil behauptet Control is the problem Torsten hat geschrieben Oder griffiger formuliert Gerade dadurch dass man versucht das Stottern zu verhindern bleibt man ein Stotterer Wie gesagt Mag sein dass es das ist worum es Dir geht aber in diesem Thread geht es um Thesen von Barbara Dahm in ihrem Ebook Freeing Your Inner Fluency Das was Du oben als griffig formuliert hast ist die längst überholte These von Wendell Johnson Barbara Dahm dagegen bringt ihr Verständnis des Stotterns auf die unsinnige Formel die sie im Ebook fett einrahmt Dahm in Freeing Your Inner Fluency hat geschrieben Stuttering TRYING GET OUT WORDS Dahm in Freeing Your Inner Fluency übersetzt von Paul Dest hat geschrieben Stottern VERSUCHEN RAUSKRIEGEN WÖRTER über Eignung des PEP Maske Experiments zur Überprüfung Dahms Thesen Torsten hat geschrieben Dahm meint mit der Anstrengung durch das Kontrollieren des Sprechens wohl zu allerletzt körperliche Anstrengung Sie meint vor allem die psychische Anstrengung den Aufwand an Aufmerksamkeit den Stress Mag sein dass Du denkst dass sie das meint Ich dagegen lese Dahm in Freeing Your Inner Fluency hat geschrieben The act of speaking becomes effortful mentally neurologically and physically Dahm in Freeing Your Inner Fluency übersetzt von Paul Dest hat geschrieben Der Akt des Sprechens wird mental neurologisch und körperlich anstrengend Und ja es ist korrekt dass körperlich an letzter dritter Stelle steht ich sehe aber nicht warum ich es deswegen als zu allerletzt im Sinne von unbedeutend verstehen soll eine Rangabfolge oder Wichtigkeitsabstufung ist der Formulierung nicht zu entnehmen Desweiteren kann ich mir unter neurologischer Anstrengung nichts Sinnvolles vorstellen und halte sie für eine reine Worthülse zwecks Bauernfängerei Also bleiben nur zwei Anstrengungen übrig mental und körperlich Beide Anstrengungen sind mir an eigener Erfahrung bekannt beide als Folge eines Sprechhindernisses nicht als seine Ursache mental die Suche nach einem Ersatzwort oder der Extra Aufwand durch die Sprechunterbrechung nicht im eigenen Denken gestört zu werden körperlich immer dann wenn ich einen Sprechwiderstand mit Muskelkraft überwinde kann sogar dazu führen dass ich mir dabei die Kiefermuskeln zerre ist schon mehrmals passiert Beide Anstrengungsarten sind Überwindungsmaßnahmen Maßnahmen mit denen ich die Sprechhindernisse überwinde Die Sprechhindernisse selbst sind jedoch vor jeglicher mentaler oder körperlicher Anstrengung da Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Dahms Mutmaßungen über Stottern über Eignung des Sprecherziehung Experiments zur Überprüfung Dahms Thesen Torsten hat geschrieben paul dest hat geschrieben Insbesondere wird es jeder Stotternde kennen dass wenn er allein ist und für sich selbst spricht er das Sprechen so viel er will kontrollieren kann das Stottern bleibt dennoch aus entweder gänzlich oder weitgehend Ganz entgegen Dahms Stotternverständnis Nein gerade das bestätigt ihre Annahme Wenn man allein mit sich selbst spricht oder mit einem Baby oder mit seinem Goldhamster oder Kanarienvogel bemüht man sich nicht durch Kontrolle des Sprechens das Stottern zu vermeiden Meine Experimentanweisung war nicht einfach nur mit einem Baby Goldhamster oder einem Kanarienvogel zu sprechen sondern beim Allein Sprechen sich darum zu bemühen Kontrolle über das Sprechen auszuüben Wenn Du Dir ein anderes Experiment ausdenkst dann brauchst Du nicht anschließend zu monieren dass es nicht zu dem taugt was Du bestellt hattest Oder bringst Du etwa in ein Restaurant Dein eigenes Essen mit um Dich anschließend beim Kellner zu beschweren dass er Dir das falsche Essen serviert hat Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Buch Empfehlung Freeing Your Inner Fluency Zitat Beitrag von Torsten 17 Dezember 2015 12 11 Hallo Paul und alle die mitlesen Mir geht es nicht darum Barbara Dahms Buch zu zerpflücken Wenn man ein Auto in seine Teile zerlegt fährt es nicht mehr und wenn man ein Tier in seine Teile zerlegt lebt es nicht mehr So ist es auch mit diesem Büchlein denn es ist keine wissenschaftliche Abhandlung Barbara Dahm wollte eine möglichst einfache und klare Botschaft senden Diese Botschaft lautet Nicht Kontrolle ist der Weg auf dem das Stottern nachhaltig überwunden wird

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  • Forum der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. • Buch-Empfehlung. Freeing Your Inner Fluency - Seite 2
    geschrieben Paul Ich kann nicht ganz folgen wieso du gegenüber dem Wort englisch get out deutsch herausbringen Kritik übst An welcher Stelle bezüglich herausbringen liest Du denn irgendeine Kritik heraus Ich kann Dir nicht folgen Der von Dir zitierte Abschnitt enthielt keinerlei Kritik Er enthielt nicht mal einen einzigen Satz von mir PetraS hat geschrieben Oft schon hast du die Sprache kleiner Kinder als besonders eindrucksvoll in der Beschreibung des Stotterns bezeichnet und sind es nicht gerade kleine Kinder die zum Beispiel sagen Ich kann das Wort nicht rauskriegen Hochdeutsch herausbringen Ja und das ist auch in Ordnung so Kritik übe ich nicht an get out und nicht an herausbringen sondern daran dass Barbara Dahm dem Leser weismachen will es gäbe beim Sprechen nichts was herauszubringen wäre Zumindest vom Standpunkt des Englischen und Deutschen sage ich dazu doch nicht umsonst gibt es die Wörter sich ausdrücken sich äußern etwas aussprechen to express to utter PetraS hat geschrieben Daher verstehe ich nicht wo dein Kritikpunkt liegt Ich auch nicht PetraS hat geschrieben Aber es ist nun mal eine Tatsache dass im deutschsprachigen Raum der Begriff chronisch sei er unsinnig oder nicht sich auch bei Stottern etabliert hat und ich es daher nicht für verwerflich halte auch perpetuate mit chronisch zu übersetzen Zumindest glaube ich nicht dass es missverständlich wäre Nein es wäre nicht missverständlich es wäre falsch So wie Rhinoceros mit Einhorn zu übersetzen auch falsch wäre weil ein Nashorn eben kein Einhorn ist Nur weil ein Wort in irgendeiner Sprache etabliert ist ist es deswegen noch lange nicht die richtige Übersetzung für ein anderes Wort Auch chronic ist im Englischen ein etabliertes Wort Doch Dahm hat nunmal what perpetuates it geschrieben und nicht what makes it chronic Das Wort chronic kommt in ihrem Büchlein wie gesagt kein einziges Mal vor Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben Torsten Moderator Beiträge 789 Registriert 9 Februar 2011 17 47 Wohnort Salzwedel Re Buch Empfehlung Freeing Your Inner Fluency Zitat Beitrag von Torsten 22 Dezember 2015 09 36 paul dest hat geschrieben Kritik übe ich nicht an get out und nicht an herausbringen sondern daran dass Barbara Dahm dem Leser weismachen will es gäbe beim Sprechen nichts was herauszubringen wäre Zumindest vom Standpunkt des Englischen und Deutschen sage ich dazu doch nicht umsonst gibt es die Wörter sich ausdrücken sich äußern etwas aussprechen to express to utter Ja es gibt diese Wörter Nur Was man beim Sprechen ausdrückt oder äußert sind Gedanken Gefühle Meinungen Zweifel usw Es wäre semantisch zumindest seltsam zu sagen Er bringt ein Wort zum Ausdruck oder Er äußert einen Laut Der Stotternde hat aber den Eindruck er könne bestimmte Wörter oder Anfangslaute nicht herausbringen und mancher Stotternde glaubt es hätte irgendetwas mit den Wörtern oder Lauten selbst zu tun Gerade diese Wörter gerade diese Laute seien speziell für ihn schwer herauszubringen Die Folge ist dass der Stotternde entweder versucht diese Wörter Anfangslaute zu vermeiden oder ihr Herausbringen zu kontrollieren also willentlich zu erzwingen Und das ist es wogegen Barbara Dahm sich wendet Wir müssen oder sollten bewusst kontrollieren wie wir unsere Gedanken Gefühle und Meinungen äußern anschaulich verständlich höflich Aber wir müssen nicht und sollten nicht bewusst kontrollieren wollen wie wir Wörter oder Laute herausbringen dann das kann das Gehirn am besten automatisch PetraS hat geschrieben ich es daher nicht für verwerflich halte auch perpetuate mit chronisch zu übersetzen Ich halte das ebenfalls nicht für verwerflich sondern für korrekt Wenn man im Deutschen von chronischem Stottern spricht drückt man damit die Erwartung aus dass das Stottern bestehen bleiben und nicht mehr von selbst verschwinden wird Dagegen scheint das englische chronic stuttering keine Erwartung sondern einen Zustand zu bezeichnen denn es wird z B bei Bloodstein Bernstein Ratner zwischen chronic stuttering und episodic stuttering unterschieden Für den deutschen Begriff chronisches Stottern wird im Englischen gewöhnlich nicht chronic stuttering sondern persistent stuttering gebraucht Da ich seit meiner Kindheit stottere das Stottern mich seitdem nicht verlassen hat und eine Spontanremission nicht mehr zu erwarten ist bezeichne ich mich als chronischen Stotterer oder persistent stutterer Da mein Stottern aber nur noch selten auftritt bin ich gewiss kein chronic stutterer sondern nur ein episodic stutterer Torsten www stottertheorie de Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Re Buch Empfehlung Freeing Your Inner Fluency Zitat Beitrag von paul dest 22 Dezember 2015 12 23 Torsten über sich ausdrücken sich äußern etwas aussprechen to express to utter hat geschrieben Ja es gibt diese Wörter Nur Was man beim Sprechen ausdrückt oder äußert sind Gedanken Gefühle Meinungen Zweifel usw Es wäre semantisch zumindest seltsam zu sagen Er bringt ein Wort zum Ausdruck oder Er äußert einen Laut In der Tat Man bringt ein Gefühl zum Ausdruck man äußert eine Meinung man drückt sich aus aber man spricht oder kriegt ein Wort eine Silbe oder einen Laut aus Und wenn ein Kind sagt es kriege ein Wort nicht heraus dann meint es eben dass das Problem vor welchem das Kind steht kein Problem der Gefühlsbestimmung kein Problem der Meinungsbildung kein Problem der Sichfindung und nicht mal ein Problem der Wort Silben oder Laut Findung ist sondern allein das Problem der lautzusammenhängenden Worthörbarmachung Und das hat nicht das Geringste damit zu tun dass das Kind etwa glaube Wörter Silben oder Laute wären eine Art Eier die es mit dem Mund legen oder eine Art Faeces die es durch den Mund ausscheiden müsste Dass der Stotternde jedoch genau diesen Glauben habe will Barbara Dahm dem Stotternden einreden siehe unten das Bild aus ihrem Ebook um ihn anschließend aus diesem absurden Glauben therapeutisch zu befreien dahm png 229 27 KiB 807 mal betrachtet Dazu sage ich nur Danke Frau Therapeutin meine tatsächlichen Stotterprobleme reichen mir Sie brauchen mir keine Absurditäten einzureden nur damit Sie Ihre selbst gesponnenen Absurditäten aus mir anschließend wieder heraustherapieren können Torsten hat geschrieben Der Stotternde hat aber den Eindruck er könne bestimmte Wörter oder Anfangslaute nicht herausbringen und mancher Stotternde glaubt es hätte irgendetwas mit den Wörtern oder Lauten selbst zu tun Gerade diese Wörter gerade diese Laute seien speziell für ihn schwer herauszubringen Korrekt ich gehöre zu solchen Stotternden Oder um es genau zu fassen nein es hat nichts mit Wörtern und nichts mit den einzelnen Lauten zu tun sondern lediglich mit bestimmten Lautfolgen Aber nicht deterministisch Deswegen kann ich auch nicht in voraus angeben ob eine bestimmte Lautfolge davon tatsächlich betroffen sein wird das muss sich erst zeigen Und deswegen hat es nichts mit irgendeiner Art von Glauben sondern schlichtweg mit tatsächlicher Erfahrung zu tun Es geht dann beim Sprechen an den Stellen einfach nicht weiter Es bleibt mir überlassen ob ich deswegen das Weitersprechen unterlasse oder versuche das Sprechhindernis mit irgendeiner Maßnahme zu überwinden ob mit oder ohne Anstrengung Dass das keine Sache von Glauben sondern eine Sache von Erfahrung ist lässt sich jederzeit ganz einfach nachprüfen Sobald ich mir Kopfhörer mit vertäubendem Rauschen aufsetze sind die Sprechhindernisse auf einmal weg Und jeder kann es selbst ausprobieren Anleitung zum Vertäuben Torsten hat geschrieben Die Folge ist dass der Stotternde entweder versucht diese Wörter Anfangslaute zu vermeiden oder ihr Herausbringen zu kontrollieren also willentlich zu erzwingen Und das ist es wogegen Barbara Dahm sich wendet Ja das sagt sie Sinngemäß sagt sie Dein Sprechweg ist mühelos begehbar Stell Dich nicht so an Gehe einfach Darauf antworte ich sinngemäß Es ist zwar sehr schön für Sie Frau Dahm dass Ihr Sprechweg immer mühelos begehbar ist und Sie sich deswegen nicht mal vorstellen können dass in Sprechwegen anderer so etwas wie Sprechhindernisse auftauchen können Aber genau deswegen verfehlen Sie auch das Problem eines Stotternden Therapieren Sie daher die von Ihnen herbeiphantasierten Probleme bei jemand anderem dem Sie Ihre absurden Phantasien einzureden geschafft haben Und was unser ach so tolles Gehirn angeht Torsten hat geschrieben Aber wir müssen nicht und sollten nicht bewusst kontrollieren wollen wie wir Wörter oder Laute herausbringen dann das kann das Gehirn am besten automatisch Offenbar kann mein Gehirn das nicht automatisch Sonst würde es erst gar keine Sprechhindernisse in meinen Sprechweg stellen Torsten hat geschrieben PetraS hat geschrieben ich es daher nicht für verwerflich halte auch perpetuate mit chronisch zu übersetzen Ich halte das ebenfalls nicht für verwerflich sondern für korrekt Natürlich kann man es für korrekt halten mammal mit Kätzchen zu übersetzen nur weil man sich so gerne Kätzchen Videos anschaut überhaupt nicht verwerflich denn schließlich ist ein Kätzchen ein Säugetier Aber das ändert nichts daran dass mammal Säugetier bedeutet und ein Säugetier zwar ein Kätzchen aber auch ein Welpe und sogar ein Wal sein kann Auch ein Langzeit Parker fortdauerndes Stottern ist nicht deswegen automatisch ein Bis zum Tode Parker ChronischesStottern nur weil ein Bis zum Tode Parker meist ein Langzeit Parker ist Im Übrigen siehe den Thread die Mär vom bösen chronischen Stottern Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Buch Empfehlung Freeing Your Inner Fluency Zitat Beitrag von PetraS 22 Dezember 2015 18 00 Hallo an alle Mitdiskutierenden da ich gleich weg muss nur zwei kurze Kommentare Paul ich hatte dich missverstanden was das Wort herausbringen rauskriegen angeht Torsten danke für deine Erklärungen Insgesamt finde ich wir sollten bei dieser Debatte deutlicher trennen zwischen Was sind die Worte von Barbara Dahm in ihrer urprünlichen Form Original oder übersetzt wobei sehe ich das richtig dass Torsten noch mehr Material vorliegt weil er noch dieses Arbeitsbuch hat Was sind eventuelle Übersetzungsprobleme rein semantischer Natur Was sind eigene Interpretationen Kommentare zu den Textpassagen Also z B schreibt meint Barbara Dahm etwas oder ist es nur Torstens Pauls Eberhards meine Auffassung dass das damit gemeint ist Sonst gibt es hier ein Heiden Chaos Gruß Petra Nach oben Eberhard kompetent Beiträge 356 Registriert 7 November 2008 11 01 Re Buch Empfehlung Freeing Your Inner Fluency Zitat Beitrag von Eberhard 22 Dezember 2015 20 08 Natürlich war die Übersetzung viel Aufwand Aber es hat mir ermöglicht mich intensiv mit dem Text auseinander zu setzen Außerdem war es eine gute Übung Für to administer gibt es eine Vielzahl von Übersetzungsmöglichkeiten Verwalten handhaben aber auch im Sinne von to dispense etwas geben Hilfe oder Unterstützung gewähren erste Hilfe leisten verabreichen und noch mehr bei Ergänzung mit verschieden Substantiven Im Zusammenhang mit Stottern fand ich unterstützende oder auch Hilfe leistende Therapie für sinnvoll Aber dann hätte es wohl administering heißen müssen Egal ich habe mir die Freiheit des Übersetzers in Anspruch genommen Zu versuchen Wörter oder Sprache herauszubringen das ist meine lebenslange Stotter Erfahrung Das Buch hat mich zunächst darüber aufgeklärt dass ich lange Zeit in Teilen ein verdeckter Stotternder war als ich meinte ich würde nicht mehr stottern Nun habe ich alle Versuche Worte mit Tricks herauszubringen aufgegeben weil ich das Ergebnis davon als eine ziemlich üble Scheinheilung ansehe die ihren Sinn nur dann haben kann wenn man davon ausgeht Stottern sei eh unheilbar Ich verspüre eine befreiende Wirkung davon solche quälenden Versuche nunmehr sein zu lassen Und das Sprechen wird tatsächlich freier leichter und automatischer Das Wort chronisch ist zwar im Deutschen gebräuchlich für fortdauerndes Stottern aber ich halte den Ausdruck auch für unglücklich Es hat sich vermutlich eingeprägt weil Fortdauerndes Stottern oder Aufrecht erhaltenes Stottern zu umständlich klingt Leider ist es so dass Worte nicht nur Ausdruck des Geistes sind sondern bei wiederholtem Gebrauch auch auf diesen also auf die Überzeugungshaltung zurückwirken Das ist das Gefährliche an einer vereinfachenden Wortwahl Mit den Wörtern Stottern und Stotternder ist es ähnlich Sie wirken auf hinterlistige Weise auf die Betroffenen zurück Statt Ich stottere könnte man sagen Ich kann die sich mir aufdrängenden Worte nicht immer einfach herausbringen Das ist natürlich umständlich zu sagen aber das würde jedenfalls meiner Wahrheit entsprechen Und ich muss ja doch die sich mir aufdrängenden Worte nicht unbedingt herausbringen Statt mich jetzt mit Stottern zu beschäftigen beschäftige ich mich damit warum ich den sich mir aufdrängenden Worten nicht immer folgen kann Und bin oft glücklich überrascht welches neue Selbst da bei mir zum Vorschein kommt Warum wird hier soviel über Details der Übersetzung geschrieben Ist das die verdeckte Feigheit vor dem Inhalt des Buchs Nach oben paul dest deaktivierter User Beiträge 1151 Registriert 3 Mai 2010 21 36 Wohnort Frankfurt am Main Kontaktdaten Kontaktdaten von paul dest Website Freeing Your Inner Fluency Stottern und Nichtstottern Zitat Beitrag von paul dest 23 Dezember 2015 08 06 Hallo Eberhard Eberhard hat geschrieben Natürlich war die Übersetzung viel Aufwand Aber es hat mir ermöglicht mich intensiv mit dem Text auseinander zu setzen Ja nicht zuletzt deswegen finde ich es großartig dass Du das Büchlein übersetzt hast Endlich kann man davon ausgehen dass Du Dich mit einem Text von dem Du hier schreibst auch wirklich auseinandergesetzt hast Eberhard hat geschrieben Das Buch hat mich zunächst darüber aufgeklärt dass ich lange Zeit in Teilen ein verdeckter Stotternder war als ich meinte ich würde nicht mehr stottern Hättest Du zwar auch aus einem x beliebigen Buch über Stottern erfahren können ohne irgendwas übersetzen zu müssen aber das hättest Du ja nicht gelesen Der Lebensweg besteht halt oft aus Umwegen Eberhard hat geschrieben Zu versuchen Wörter oder Sprache herauszubringen das ist meine lebenslange Stotter Erfahrung Statt Ich stottere könnte man sagen Ich kann die sich mir aufdrängenden Worte nicht immer einfach herausbringen Das ist natürlich umständlich zu sagen aber das würde jedenfalls meiner Wahrheit entsprechen Sätze in denen Du von Dir und Deiner Erfahrung schreibst sind extrem selten Ich bin angenehm überrascht Und zum allerersten Mal überhaupt lese ich in Deinen Beschreibungen etwas von Stottern Allerdings nicht ausschließlich Eberhard hat geschrieben Zu versuchen Wörter oder Sprache herauszubringen das ist meine lebenslange Stotter Erfahrung Keine Ahnung was Du hier mit Sprache herausbringen genau meinst Schwierigkeiten mit Sprache herausbringen sind im Allgemeinen kein Stottern sondern Aphasien oder Kognitive Dysphasien Eberhard hat geschrieben Statt Ich stottere könnte man sagen Ich kann die sich mir aufdrängenden Worte nicht immer einfach herausbringen Auch hier sind zwei Sachen vermengt kann Worte nicht immer einfach herausbringen ist Stottern sofern es sich bei Worte um Wörter handelt und bei herausbringen um ihre lautzusammenhängende Hörbarmachung die sich mir aufdrängenden Worte hat mit Stottern nichts zu tun sondern hört sich für mich nach Schizophrenie an Vielleicht auch irgendwas gänzlich anderes Im Bereich der psychischen Störungen kenne ich mich nicht aus Eberhard hat geschrieben Warum wird hier soviel über Details der Übersetzung geschrieben Ist das die verdeckte Feigheit vor dem Inhalt des Buchs Nur weil Du ein Büchlein übersetzt hast ist es noch lange kein Grund gleich falsche Behauptungen und giftige Unterstellungen gegenüber Deinen Mitmenschen zu streuen Dieser Thread hat mittlerweile 22 Beiträge und davon beschäftigen sich nur 4 halbe mit Deiner Übersetzung Komm also wieder runter auf den Teppich Viele Grüße Paul http stottern verstehen de Nach oben PetraS Moderatorin Beiträge 619 Registriert 9 November 2013 19 45 Wohnort Wesseling Nähe Köln Re Buch Empfehlung Freeing Your Inner Fluency Zitat Beitrag von PetraS 24 Dezember 2015 13 06 Hallo Eberhard Ich hoffe ich gehe nicht zu sehr ins Off Topic wenn ich hier deine Bemerkungen zum Buch und zur Übersetzung des Buches von Barbara Dahm kommentiere Zunächst einmal möchte ich meine Sichtweise deiner Übersetzung schildern damit du weißt unter welchen Voraussetzungen ich den Texte gelesen habe Ich betrachte deine Übersetzung wohl wissend dass du weder englischer Muttersprachler noch professioneller Übersetzer bist als eine nützliche Arbeitsübersetzung die mir dabei hilft einen Text dessen Tiefe ich selbst mangels fundierter Englisch Kenntnisse nicht erfassen kann besser zu verstehen Dafür bin ich dir sehr dankbar Gleichzeitig gehe ich davon aus dass du dabei nicht für die Richtigkeit und Vollständigkeit rechtlich haftbar gemacht werden willst so wie es in etwa in meinem Übersetzeralltag Gang und Gebe ist Bitte betrachte daher meine unten folgenden Kommentare nicht als Suchen nach Fehlern sondern als konstruktive Kritik Eberhard hat geschrieben Natürlich war die Übersetzung viel Aufwand Aber es hat mir ermöglicht mich intensiv mit dem Text auseinander zu setzen Außerdem war es eine gute Übung Was du schreibst kann ich nur bestätigen Jede Übersetzung sofern sie vom Übersetzer aus Überzeugung getätigt wird hat für diesen immer den wunderbaren Nebeneffekt dass er sich viel genauer mit den Inhalten und Details des Quelltextes auseinander setzt als jeder der den Text nur liest und ihn einfach so auf sich wirken lässt Oft gibt es aber unbeabsichtigte Dinge die den Übersetzer und folglich auch die Übersetzung beeinflussen Und dies umso mehr wenn er Laie ist Dies sind Dinge die der Übersetzer wenn der Text in seiner Fremd Zweitsprache geschrieben ist nicht versteht verstehen kann weil sie die Kenntnis eines ihm fremden Systems beinhalten Dinge die der Übersetzer nicht übersetzen kann weil sie in der Zielsprache nicht noch nicht existieren und er dafür Begriffe er finden müsste Du stellst die Frage Eberhard Unterstreichung durch PetraS hat geschrieben Warum wird hier soviel über Details der Übersetzung geschrieben Meine Antwort dazu Weil mir daran gelegen ist den Text richtig zu verstehen Eberhard hat geschrieben Für to administer gibt es eine Vielzahl von Übersetzungsmöglichkeiten Verwalten handhaben aber auch im Sinne von to dispense etwas geben Hilfe oder Unterstützung gewähren erste Hilfe leisten verabreichen und noch mehr bei Ergänzung mit verschieden Substantiven Im Zusammenhang mit Stottern fand ich unterstützende oder auch Hilfe leistende Therapie für sinnvoll Aber dann hätte es wohl administering heißen müssen Egal ich habe mir die Freiheit des Übersetzers in Anspruch genommen Leider kann ich dir für dieses spezielle Problem keine abschließende Antwort geben Fakt ist jedoch dass es innerhalb der im Wörterbuch genannten Alternativen insbesondere wenn es sich um Fachsprache handelt weder ein fand ich gibt noch eine Freiheit des Übersetzers Selbst dann nicht wenn es in der Zielsprache manchmal schräg klingt Daher nochmal zu to administer Wenn es denn so ist und ob es so ist müsste mir jemand der sich im englischen Sprachraum wirklich gut auskennt bestätigen dass to administer für verschreiben steht dann wäre es schlichtweg falsch von unterstützender Behandlung zu sprechen wenn ärztlich verschriebene gemeint ist Barbara Dahm übersetzt von Eberhard unterstrichen durch mich

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