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  • Details zu Adventskranz
    Adventskranz erschienen in Fürchtet euch nicht ISBN 978 3 548 28107 0 Zurück nach oben

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  • Details zu Vom Himmel ein Stück
    Vom Himmel ein Stück erschienen in 13 Morde hat das Jahr ISBN 978 3 453 54010 1 Zurück nach oben

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  • Details zu Kein Märchen für Bönen
    Kein Märchen für Bönen erschienen in Mord am Hellweg IV ISBN 978 3 89425 352 3 Zurück nach oben

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  • Details zu Nacht über Unna
    Nacht über Unna erschienen in Mord am Hellweg III ISBN 978 3 89425 325 7 Zurück nach oben

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  • Details zu Jalousie
    Jalousie erschienen in Morden im hohen Norden ISBN 978 3 453 43227 7 Zurück nach oben

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  • Details zu "Die Drachen von Montesecco"
    und Schreibräume Spurensicherungen Bielefeld 2015 193 Seiten kart Aisthesis Verlag mit Beiträgen von Bruno Arich Gerz Julia Augart Walter Delabar Andreas Erb Joachim Feldmann Hans Volker Gretschel Christof Hamann Bernhard Jaumann Werner Jung Thomas Przybilka Marianne Zappen Thomson ISBN 978

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  • Inhalt "Der lange Schatten"
    wird die Frau des deutschen Botschafters entführt zusammen mit einem schwarzen Kind das sie adoptieren will Und in Berlin wird ein Polizist umgebracht just als eine Delegation ankommt die zwanzig in der deutschen Kolonialzeit geraubte Hereroschädel nach Namibia zurückholen will Werden hier Rechnungen beglichen die seit mehr als hundert Jahren offenstehen Während die Ex Polizistin Clemencia Garises in Namibia nach den Entführten sucht ahnt der Journalist Claus Tiedtke in Berlin

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  • Leseprobe "Der lange Schatten"
    antun Kaiphas begann in der Mitte des Grabs einen Schacht nach unten zu treiben Dort wo sich das Becken des Manns befunden haben musste Er setzte den Spaten an trat mit einer wilden Kraft zu schippte die Erde achtlos nach vorn Ja und ja und noch eine Schippe und nimm das und Kaiphas erstarrte in der Bewegung War er laut geworden hatte er jeden seiner Tritte mit einem Schrei begleitet Er stützte sich an der nassen Erdwand ab hörte sich schwer atmen Sonst hörte er nichts Da war nichts Nur ein Friedhof mit abgesperrtem Tor Nur Tote ringsum Nur verwesende Vergangenheit Und er Kaiphas der in einem knapp zwei Meter tiefen Loch stand Er blickte nach unten Und da Na also Kaiphas sah etwas Fahlweißes im Schein der Stirnlampe aufschimmern Er ließ sich auf die Knie fallen und wischte mit den bloßen Händen die Erde weg Ja das war ein Knochen ein länglicher leicht gebogener Knochen eher eine Rippe als ein Teil vom Becken Kein Stofffetzen kein Muskelfleisch und keine Sehne einer Wachsleiche nur ein schöner blanker Knochen Alles war wie es sein sollte Nur zur Sicherheit krallte er die Faust um den Talisman in seinem Beutel Du machst mir keine Angst toter Mann sagte Kaiphas leise Dann brach er den Knochen über seinem Knie entzwei und warf die Teile in hohem Bogen aus dem Grab hinaus Am Himmel sah der Mond bleich hinter zerrissenen Wolken hervor Kaiphas hatte nicht bemerkt wann es zu regnen aufgehört hatte Zweimal hatte Claus Tiedtke entfernte Verwandte in Deutschland besucht ganze neun Wochen seines bisherigen Lebens hatte er im Land seiner Vorfahren verbracht Dass seine Muttersprache zufällig Deutsch war hinderte ihn nicht daran Namibia als sein Heimatland anzusehen Dort war er geboren und aufgewachsen es war genauso sein Land wie das seiner Mitbürger egal welche Hautfarbe sie besaßen und in welcher Sprache sie ihre ersten Worte gestammelt hatten Und doch schien sich die Distanz zwischen ihm und der Delegation vergrößert zu haben seit sie in Frankfurt gelandet waren Keine zwei Stunden war das her sie warteten noch im Transitbereich auf den Anschlussflug nach Berlin Sie standen eng beieinander ein Minister einige Staatssekretäre und andere hohe Beamte Kirchen und Gewerkschaftsleute Vertreter des Genozid Komitees und der traditionellen Stammesbehörden Namas wie Hereros alles in allem an die siebzig Personen Keines der Königshäuser keiner der Chiefs ob er nun der roten der weißen oder sonst einer Flagge vorstand hatte es sich nehmen lassen an dieser historischen Mission teilzuhaben Auch ein paar Herero Frauen waren dabei Sie trugen ihre bodenlangen Kleider und hatten noch bevor sie dem Flugzeug entstiegen waren wieder ihre traditionellen Kopfbedeckungen mit den an Rinderhörner erinnernden Auswüchsen aufgesetzt Ob sie sich fragten wie ihr Festtagsstaat hier wirkte Claus beobachtete die vorbeiströmenden Fluggäste Geschäftsleute Urlaubsheimkehrer Städtetouristen Keiner verlangsamte den Schritt nur selten blieb ein Blick an den HereroFrauen hängen um gleich darauf weiterzuwandern Nicht umsonst war Frankfurt der größte Flughafen Deutschlands Hier hatte man schon alles gesehen hier interessierte sich niemand für afrikanische Folklore und schon gar nicht dafür warum sie getragen wurde und was die ganze Delegation nach Deutschland führte und ob vor mehr als hundert Jahren eine kaiserliche Schutztruppe einen Kolonialaufstand blutig niedergeschlagen hatte Im Terminal wogte es tausendfach hin und her auf zig Gates zu vorbei an Sitzreihen auf denen zeitweilig gestrandete Passagiere schliefen vorbei an den chromblitzenden Theken der Restaurationsbetriebe wo junge Anzugträger in ihre aufgeklappten Laptops starrten Rollkoffer surrten sanft die Gänge entlang eine angenehme Lautsprecherstimme warnte keine Gepäckstücke unbeaufsichtigt zu lassen und Claus spürte dass hundert Jahre nicht gleich hundert Jahre waren In Deutschland war erheblich mehr Zeit vergangen als in Namibia Zwei Weltkriege lagen zwischen damals und heute eine kurze Republik ein Tausendjähriges Reich ein geteiltes Land und ein wiedervereinigtes neues das sich mit seinem Geld gerade ganz Europa kaufte Wer wollte da noch an die ehemaligen Kolonien denken Wen juckte es wenn in irgendwelchen Universitätskellern ein paar alte Schädel herumlagen In Namibia hatte es gejuckt es hatte gebrannt und geschmerzt Der Schmerz hatte die Schatten der Vergangenheit lang und länger werden lassen er hatte die Zeit zusammengestaucht fast so als wären die Schädel erst gestern aus ihren Gräbern geraubt worden Eine unbekannte Anzahl von Schädeln die von den Kolonialherren ins Kaiserreich verschifft worden waren um sie anthropologischen Sammlungen einzuverleiben oder rassenkundliche Forschungen an ihnen anzustellen Zwanzig von ihnen die ersten zwanzig sollten nun in Berlin zurückgegeben werden Den Hereros waren sie ein Beleg dafür dass die alten Rechnungen auch nach einem Jahrhundert offenstanden Ihrer Meinung nach sollten die Deutschen endlich ihre Schuld abtragen mit Worten mit Taten und mit Euros Für viele von Claus deutschstämmigen Landsleuten stand dagegen ihr Ursprungsmythos auf dem Spiel Ihre Vorfahren durften keine unmenschlichen Verbrecher gewesen sein Deswegen redeten sie sich die Vergangenheit schön und unterstellten den Hereros bloß unter einem fadenscheinigen Vorwand Kasse machen zu wollen Das Thema kochte hoch die Angelegenheit war brisant genug dass die Windhoeker Allgemeine Zeitung trotz ihrer wahrlich nicht rosigen wirtschaftlichen Lage Claus Tiedtke beauftragt hatte die Delegation nach Deutschland zu begleiten Und so saß er jetzt hier im Frankfurter Flughafen keine zehn Schritte von seinen namibischen Landsleuten entfernt und fragte sich wieso er sich ihnen gegenüber fremd fühlte Und ja auch in gewisser Weise überlegen Er war kein Rassist er suchte sich seine Freunde nicht nach der Hautfarbe aus er hatte sich mehr als jeder andere den er kannte für die Lebenswirklichkeit der schwarzen Mehrheit seines Landes interessiert und hatte in einem Anfall von Selbstüberschätzung sogar eine Zeitlang versucht in der Township Katutura zu leben Das konnte in zwei Stunden nicht einfach ausgelöscht werden noch dazu wenn eigentlich gar nichts geschehen war Und doch empfand er fast so etwas wie Mitleid mit diesen Hereros und Namas die sich einbildeten irgendwen in Europa würde es interessieren was ihren Vorfahren angetan worden war Vom Gate aus wurde zum Boarding für den Flug nach Berlin aufgerufen Erst die Business Class und Familien mit kleinen Kindern dann die Fluggäste der hinteren Sitzreihen Claus stand auf steuerte auf die Delegation zu und

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Schatten_Leseprobe.html (2016-04-24)
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