archive-de.com » DE » B » BERNHARDJAUMANN.DE

Total: 106

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Inhalt "Die Vipern von Montesecco"
    ungewöhnlich heißer Juli Gewitter liegen in der Luft denn einer aus ihrer Mitte ist tot Eine giftige Viper hat Giorgio Lucarelli gebissen Was wie ein Unfall aussieht scheint ein wohlgeplanter Akt der Rache gewesen zu sein Carlo der Vater des Toten untersagt die Beerdigung bevor der Täter nicht gefaßt ist und verunglückt kurz darauf selber tödlich Ganz Montesecco sucht den Mörder und nahezu jeder im Ort ist verdächtig Und während

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Vipern_Inhalt.html (2016-04-24)
    Open archived version from archive


  • Leseprobe "Die Vipern von Montesecco"
    Vannoni drückte die Klinke herab Die Tür sprang auf Die Luft die herausdrang ließ ihn innehalten Er hatte bei keinem Besuch seiner Schwester mit ihr darüber gesprochen doch er war sicher daß Elena regelmäßig gelüftet Staub gewischt und die Spinnweben beseitigt hatte Aus dem Haus roch es auch nicht muffig Es roch nach gar nichts Keine Spur von abgestandenem Rauch von Essensdünsten von Achselschweiß Die Luft in seinem Haus war tot Weg nur weg hier dachte etwas in Vannoni Er mußte sich zwingen den Koffer abzustellen Seine Hand zitterte als er den Griff losließ Dann atmete er tief durch Er hätte nicht hierher zurückkommen müssen doch er hatte sich nun mal dafür entschieden Jetzt war er da und er würde eine Entscheidung die in fünfzehn Jahren gereift war nicht über den Haufen werfen nur weil das Haus einen Geruch ausströmte der ihm nicht paßte Wie sollte ein Haus denn riechen in dem fünfzehn Jahre keiner gewohnt hatte Vannoni zündete sich eine Zigarette an blies den Rauch aus Er würde jetzt durchs Haus gehen und die Fenster öffnen Er würde die Zimmer begutachten Alles wäre wie früher oder eben anders Es wäre ihm egal Er würde die Tatsachen zur Kenntnis nehmen und es wäre in Ordnung Genau so wie es war Er drückte die Zigarette am Türstock aus Vannoni ging durchs Haus Er begann in der Küche Er hatte Elena gesagt sie könne sich nehmen was sie wolle doch anscheinend hatte sie nichts gewollt Auch das Bad war unverändert Im Wohnzimmer hing noch der Kalender von der Cassa di Risparmio aus dem Jahr 1978 Das Foto für den Monat Juli zeigte einen Sonnenuntergang in den Dolomiten Catias Zimmer war bis auf den großen Schrank leer Natürlich hatten sie die Sachen für das Kind mitgenommen Alles war in Ordnung Bevor er das Schlafzimmer betrat zögerte er einen Moment Dann machte er die Tür auf Die Läden vor den beiden Fenstern waren geschlossen Im Raum lag Halbdunkel durch das helle Striche von den Ritzen der Läden her fielen Vannoni schaltete das Licht ein Auch damals hatte er das Licht eingeschaltet Da war Giorgio Lucarelli schon halb durchs Fenster gewesen Der behaarte Rücken und der nackte weiße Hintern waren das letzte gewesen was er von ihm gesehen hatte Der Schrank in dem die Lupara auf den Beginn der Jagdsaison gewartet hatte stand noch im Eck Bis er das Gewehr geladen hatte war Lucarelli in der Nacht verschwunden gewesen Vannoni öffnete das Fenster und die Läden Seine Hand strich am Sims entlang Er drehte sich um Auf dem Doppelbett lag eine leichte Decke Die Matratze darunter war nicht bezogen Damals war das Leintuch auf der rechten Seite zerwühlt gewesen Maria hatte sich nicht aus dem Bett weggerührt Ganz auf ihrer Seite hatte sie sich aufgesetzt Sie hatte den nackten Rücken an die Wand gedrückt und das Laken bis zum Kinn hochgezogen Sie hatte ihn angesehen Nie würde er diesen Blick vergessen Er hatte nicht verstanden was er ausdrückte Es war weder Schreck noch Scham nicht

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Vipern_Leseprobe.html (2016-04-24)
    Open archived version from archive

  • Pressestimmen zu "Die Vipern von Montesecco"
    mit denkwürdigem Ende NORDKURIER Ein Garant für feuchte Hände und Fernweh SAARBRÜCKER ZEITUNG Bernhard Jaumann führt den Leser mit unglaublich realistischen Details durch das Rätsel lässt ihn die Luft von Montesecco atmen und riechen die Hitze die Verzweiflung und das Gift der Vipern spüren Ein Krimi Roman der Extraklasse NEUE RUHR ZEITUNG eine zeitlos gültige allzu menschliche Geschichte eine Geschichte an der LeserInnen die Italien mögen ihre helle Freude haben

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Vipern_Pressestimmen.html (2016-04-24)
    Open archived version from archive

  • Inhalt "Saltimbocca"
    den Mahlzeiten schreibt der Autor seinen Krimi über den römischen Privatdetektiv Brunetti einen sympathischen Verlierer der sich mit Ehebruchsfällen über Wasser hält Ein von Brunetti beschatteter Restaurantkritiker wird fachgerecht zerstückelt aufgefunden Der Tat verdächtig ist ausgerechnet der Trattoriabesitzer in dessen Tochter Brunetti genauso leidenschaftlich wie unglücklich verliebt ist Zwischen mehr oder weniger appetitlichen Leichen und geheimnisvollen Renaissancegemälden durch unterirdische Ausgrabungsstätten und Obdachlosenspeisungen im Vatikan läuft Brunetti der Lösung des Falls

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Saltimbocca_Inhalt.html (2016-04-24)
    Open archived version from archive

  • Leseprobe "Saltimbocca"
    die Hände aus um Ruhe zu gebieten und begann mit ihrer rauhen Stimme zu sprechen Freunde Genossen Pontemolesi Ich bin nur eine einfache Arbeiterfrau Ich habe nicht studiert Wie man eine Rede hält weiß ich nicht und was jetzt zu tun ist kann ich euch erst recht nicht sagen Ein Gericht könnte vergiftet worden sein Deine Muscheln Boccioni oder dein Abbacchio dort Milena Natürlich muß Pallotta an das Wohlergehen seiner Gäste denken Jetzt weiterzuessen wäre gegen jede Vernunft denn das ist schon richtig mit dem Tod ist nicht zu spaßen Euch brauche ich das nicht zu sagen Es ist schließlich nicht die erste gefährliche Situation die ihr überstehen müßt Erinnert ihr euch als die Neofaschisten vom Foro Italico herübermarschiert sind Wie ihr das Tor verrammelt habt du Marta und Beppe und Mimmo und auch der Professore Und dann haben wir die rote Fahne gehißt und den Rücken zur Straße gedreht Und während die Schlägertrupps draußen vor Wut brüllten haben wir in Ruhe unsere Rigatoni con cacio e pepe gegessen Doch das ist vorbei und mit Gift ist nicht zu spaßen Ich weiß nicht wieso ich jetzt an die große Tiberüberschwemmung denken muß Vierundzwanzig Stunden lang haben wir Sandsäcke geschleppt Dämme und Mauern verstärkt doch alles hat nichts genützt der Fluß kam bist fast zur Kirche herauf Dann bist du Carletto mit dem Boot hierher zu Pallotta gepaddelt hast schon vor dem Tor nach deinen Nudeln geschrien und wenn ich mich recht erinnere haben wir alle die Füße hochgelegt und uns unsere Rigatoni con cacio e pepe schmecken lassen Doch das Jahrhunderthochwasser ist fast vergessen der Tiber plätschert längst wieder in seinem Bett und die Gefahr in der wir jetzt schweben ist von ganz anderem Kaliber Denn mit Giftdrohungen ist nicht zu spaßen Warum sollten wir nicht einfach unsere Rigatoni con cacio e pepe stehen lassen Warum sollten wir nicht einfach nach Hause gehen Es steht ja nichts auf dem Spiel Nichts was sich zu verteidigen lohnte Das ist nicht vergleichbar mit damals als die Deutschen mit ihren 8 8 Geschützen am Ponte lagerten und die Wacht am Rhein sangen Freilich damals haben wir unsere Rigatoni con cacio e pepe gegessen und nach jeder Gabel ein paar Takte von Bandiera rossa gesummt Doch da stand uns nur Hitlers Armee gegenüber die den ganzen Kontinent überrannt hatte und nicht ein simpler Verrückter der uns seinen Willen aufzuzwingen sucht Der uns den Appetit verderben will Warum sollten wir uns dagegen zur Wehr setzen Denn vergeßt nicht mit anonymen Drohungen ist nicht zu spaßen Hätten sich unsere Mütter und Väter anders verhalten Sind sie schweigend nach Hause gegangen als Mussolinis Horden 1922 einmarschierten Oder saßen sie hier im Pallotta und konnten den faschistischen Gruß nicht leisten weil sich ihre Fäuste zu fest um die Gabeln krallten Weil sie ein paar Rigatoni aufspießten als wären es Faschisten Was war mit ihren Vorvätern als sich Garibaldianer und Franzosen über den Tiber hinweg beschossen Und mit deren Vorvätern als die Landsknechte Karls V über die Brücke zogen

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Saltimbocca_Leseprobe.html (2016-04-24)
    Open archived version from archive

  • Pressestimmen zu "Saltimbocca"
    hat der gesättigte Leser nur noch einen Wunsch Nachschlag NÜRNBERGER NACHRICHTEN Spannend intelligent und amüsant RHEIN ZEITUNG Eine raffiniert gestrickte sozial genaue kenntnisreiche detailverliebte Detektivgeschichte LEIPZIGER VOLKSZEITUNG Der 5 Krimi von B Jaumann beschäftigt sich mit dem Geschmackssinn und ist eine Liebeserklärung an Rom seine Einwohner und seine Küche origineller Plot ausgefeilte Charakterisierungen reizvolle Verschmelzung von Fiktion und Realität EKZ INFORMATIONSDIENST Der als Ich Erzähler auftretende Autor lässt Gemeinsamkeiten mit

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Saltimbocca_Pressestimmen.html (2016-04-24)
    Open archived version from archive

  • Inhalt "Duftfallen"
    künstlichen Düften die Nase voll als er als Hauptverdächtiger eines Massenmordes untertauchen muss Für Kommissar Uozu indes ist Takamura längst nicht der einzig Verdächtige Gehen die mysteriösen Giftgasanschläge vielleicht auf die Endzeitvisionen einer Sekte zurück Handelt es sich um uralte Räucherzeremonien oder hypermoderne Manipulationstechniken Stets mit klassischen Haikus bewaffnet und einem melancholischen Lächeln unter der Atemschutzmaske geht er den gefährlichen Düften nach Der vierte Krimi in der Serie um die

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Duftfallen_Inhalt.html (2016-04-24)
    Open archived version from archive

  • Leseprobe "Duftfallen"
    Takamura Die dienen wohl für die Abluft des Wärmeaggregats mit dem die Brühe heiß gehalten werden soll Der Türsteher des Spielsalons machte einen Schritt nach vorn und schaute interessiert zu Ist was fragte die Polizistin Der Türsteher verbeugte sich und machte einen Schritt zurück Takamura stützte sich mit beiden Händen an der Unterkante des Automaten ab Hinter den Schlitzen schien das bunte Licht der Neonreklamen wider Wasser sagte Takamura Oder Kaffee Am Boden unter den Schlitzen steht eine Flüssigkeit Er war kein Fachmann für Getränkeautomaten doch er bezweifelte dass die Flüssigkeit eine von den Konstrukteuren vorgesehene Funktion erfüllte Er zwängte den Zeigefinger durch einen der Schlitze und stippte in die Brühe Sie war lauwarm Er roch Zur Sicherheit fasste er mit dem kleinen Finger noch einmal nach Die Flüssigkeit roch nach Kaffee Darf ich mal krächzte eine Männerstimme über Takamura Er wischte sich die Finger an der Jacke ab und sah hoch Einer der Penner stand neben ihm Er stank nach Bier und war offensichtlich über die Straße gewankt um sich mit einer Dosis Koffein für die nächsten Runden in Form zu bringen Entschuldigung sagte Takamura Er erhob sich und trat zur Seite Die Leuchtreklamen warfen grelle Farben durch die Nacht Die Polizistin sah ihn fragend an Ihr Kimono wirkte im abendlichen Gewühl des modernen Tokio fehl am Platz Ich habe keine Ahnung was hier vorgeht sagte Takamura Irgend etwas stimmte nicht Es war nur Kaffeeduft aber Es war nicht nur Kaffeeduft Nicht mehr Takamura lehnte neben der Geisha an einer Straßenlaterne Sie waren etwa vier Schritte von dem Automaten entfernt Der Kaffeeduft war nur noch eine Hülle die sich immer mehr ausdünnte Darunter wuchsen neue Düfte auf Andere Verschiedene Unterschiedliche Als ob eine Knospe plötzlich aufgesprungen wäre ihren Duft mit einem Stoß in die Nacht entsandt hätte Als ob jemand ein Fläschchen Rasierwasser zertreten grünen Tee verdampft exotische Aromen aus fernen Dschungeln hierher geblasen hätte Das ist sagte die Polizistin Passanten blieben stehen ein loser Kreis von Menschen bildete sich um den Penner der am Automaten stand ohne zu wissen wie ihm geschah Vielleicht glaubte er mit seinen geschnorrten Münzen das Duftwunder herbeigezaubert zu haben doch das kümmerte Takamura wenig Er stand einfach da und roch Er war gespannt wohin das führen würde Welcher besondere Geruch das große Finale bilden könnte Takamura stellte ihn sich als gewaltigen Donnerschlag vor doch er irrte sich Wie von selbst verschmolzen die unterschiedlichen Düfte zu einem einzigen sich ruhig und souverän entwickelnden neuen Aroma So selbstverständlich passten sie sich ein als hätten sie nie einzeln existiert Das war es darauf steuerte alles zu auf diesen betörenden Duft der fremd und vertraut zugleich wirkte Rauchig war er herbe Verletzlichkeit strahlte er aus er klopfte an längst vergessene Türen schloss die Vergangenheit auf ferne Jahrhunderte in denen gelb gewandete Mönche um das Nichts meditierten Unbeweglich saßen sie in düsteren Tempelhallen eine Reihe kahl geschorener Köpfe Ihre Augen suchten nicht nach den Dämonenfratzen die schwarz und rot aus dem Gebälk grinsten Ein mannshoher Gong hing am

    Original URL path: http://www.bernhardjaumann.de/buecher/Duftfallen_Leseprobe.html (2016-04-24)
    Open archived version from archive