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  • Leseprobe "Geiers Mahlzeit"
    die Flugkosten erstatten wollte Vielleicht hatte mir auch die selbstironische Art mit der Barley seine ethnologischen Forschungsreisen schilderte Appetit gemacht Jedenfalls sagte ich spontan zu und später als sich meine Bedenken meldeten scheute ich so lange vor einem Rückzieher zurück bis es zu spät war Ich hätte es als Zeichen nehmen sollen dass ich meinen Reisepass nicht fand Ich konnte mich kaum erinnern wann ich ihn das letzte Mal gebraucht hatte die vergangenen zwei Jahrzehnte jedenfalls nicht doch ich war ziemlich sicher ihn in meiner Dokumentenmappe aufbewahrt zu haben Zusammen mit Geburtsurkunde Taufschein Schul Universitätszeugnissen und anderen ach so wichtigen Unterlagen die man nie mehr benötigt sobald man sich im Leben eingerichtet hat Nicht nur der Pass sondern die ganze Mappe war verschwunden Ich hatte sie noch genau vor Augen ein in dickes braunes Leder gebundenes Ding mit vergoldeten Verschlüssen und der ebenfalls goldfarben geprägten Aufschrift Dokumente Zwei Tage lang stellte ich meine Wohnung auf den Kopf zog jedes Buch aus dem Regal leerte sämtliche Schubladen meines Schreibtischs doch vergebens Am dritten Tag ging ich zum Einwohnermeldeamt um mir einen neuen Reisepass ausstellen zu lassen Die Angestellte klickte auf ihrem Computer herum und fragte Wie war der Name Rogner Walter Geboren am 12 6 1954 Würden Sie das bitte buchstabieren Ich hatte keine Ahnung wie man meinen Namen anders hätte schreiben sollen als mit der Buchstabenfolge R O G N E R aber ich tat ihr den Gefallen Wir haben Sie nicht sagte die Frau Wie Bei uns ist kein Walter Rogner gemeldet Ich sagte vorsichtig dass das ein Irrtum sein müsse Die letzten siebzehn Jahre hätte ich ununterbrochen hier in Rosenheim gelebt und gearbeitet nur mein Pass sei unauffindbar und da ich ihn für eine Reise bräuchte wolle ich mir einen neuen ausstellen lassen Das sei doch wohl möglich

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  • Pressestimmen zu "Geiers Mahlzeit"
    Mahlzeit ist ein postmodernes kleines Stück Krimikunst Peter Delabar in www literaturkritik de Februar 2009 Ein Übersetzer rennt zu eigenem Schaden seiner Identität hinterher Witzig spannend amüsant www berlinkriminell de Geiers Mahlzeit erzählt von einem Mann der seinen Doppelgänger trifft und sich damit selbst zum größten Feind wird Die Spannung kulminiert in einem Zweikampf in der Wüste dessen Ausgang genauso zwingend wie verwirrend ist Allgemeine Zeitung Windhoek 18 7 2008

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  • Inhalt "Die Augen der Medusa"
    von Staatsanwalt Malavoglia wurde von einer Granate getroffen Am nächsten Tag kesselt eine Spezialeinheit der italienischen Polizei ganz Montesecco ein und arbeitet sich zum Haus des 17 jährigen Vannoni vor Binnen kurzem belagern Journalisten das kleine Bergdorf in der Mitte Italiens Nach Gutdünken drehen sie den Einwohnern das Wort im Mund um Schnell wird Montesecco zum kriminellsten Ort des Landes wo aus einem übersensiblen Jungen ein Killer wird Es dauert

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  • Leseprobe "Die Augen der Medusa"
    abfallendem Schwung durch die gefrorenen Äcker ging bei dem Rustico an der Abzweigung nach Madonna del Piano in eine lange Gerade über um dann wieder anzusteigen und zwischen bewaldeten Hügeln zu verschwinden Fünfzig Meter davor stand am Straßenrand ein hölzernes Patriarchenkreuz Die Längsachse verschwand hinter dem roten Balken nur die zweifachen Querarme ragten seitlich hervor Die oberen waren ein wenig kürzer ihre Kanten gestochen scharf Man glaubte fast an ihnen entlang streichen zu können doch sie waren zweihundert Meter Luftlinie entfernt Plus minus fünfundzwanzig Meter Genauer konnte man die Entfernung nicht justieren Als der schwarze Wagen zwischen den Hügeln auftauchte war von seinem Motor nichts zu hören Nicht einmal das leise Surren das man von einer kraftvollen Sechs Zylinder Maschine erwartete Unverhofft langsam glitt die Limousine aus der Deckung der kahlen Bäume Wahrscheinlich war die Fahrbahn in den Serpentinen des Waldstücks glatt gewesen Und der Fahrer blieb nun vorsichtig weil er die Strecke nicht kannte Noch vierzig Meter bis zum Kreuz mit den beiden Querbalken Die Limousine kam aus der letzten Kurve drehte auf 12 Uhr ein Man konnte nun das Nummernschild lesen Alles war in Ordnung In den durchbrechenden Sonnenstrahlen glänzte der Kühler silbern Aluminium Es hätte auch zehn Millimeter dicker Stahl sein können Das hätte nichts ausgemacht Nicht auf lächerliche zweihundert Meter Entfernung Der rote Balken lief knapp vor dem Kühler her Noch zwanzig Meter Im Graben längs der Straße lagen klumpige Schneehaufen mit einer schwärzlichen Kruste Das Patriarchenkreuz stand ein klein wenig schräg Die Limousine schien nun zu beschleunigen Noch ein paar Wagenlängen Der rote Balken in der Optik des OEG Spezialvisiers zitterte nicht Er lag senkrecht und genau mittig über Kühlergrill Motorhaube und Frontscheibe Die Schulterstütze war kaum zu spüren Der schwarze Wagen würde nun gleich das Kreuz passieren Nein das würde er nicht Nicht immer lief alles so wie es vorgezeichnet schien Das galt für fahrende Autos wie für das Leben Der rote Balken lag genau im Ziel Die Entfernung war justiert Der Drall würde automatisch korrigiert werden Den Abzug des MGL MK 1 durchzuziehen war auch mit klammen Fingern überhaupt kein Problem Als der schwarze Wagen genau auf der Höhe des Kreuzes angelangt war schlug die Vierzig Millimeter Granate in seiner vorderen Hälfte ein und hob sie ein wenig an Es wirkte so unwirklich wie eine Filmszene in Zeitlupe und ohne Ton Lautlos brach unter der Motorhaube ein Vulkan aus blähte das Blech und zerriss es wie dünnes Papier Die ausgefransten Fetzen stellten sich auf und in einem Feuerball fegte eine ungeheure unterirdische Kraft die Eingeweide aus dem Motorraum Schlauchteile abgesprengte Ventile schmelzende Plastikabdeckungen zerfaserte Kabelenden verkrümmte Metallstücke während die Frontscheibe wie von allein in Tausende von Splittern zersprang die unter zuckenden Blitzen in den Fahrgastraum prasselten und der Wagen selbst auf die Böschung zu schlitterte Noch bevor der Explosionsknall ankam war die zweite Granate im Ziel Als sei sie enttäuscht zu spät gekommen zu sein kippte sie den Wagen halb über die Böschung zerfetzte grimmig die Fetzen die die erste gelassen hatte zerstörte

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  • Pressestimmen zu "Die Augen der Medusa"
    Mit dem Krimi Die Augen der Medusa hat Bernhard Jaumann wohl zum letzten Mal das italienische Dorf Montesecco als Schauplatz gewählt Die gute Nachricht Der Roman ist ebenso unterhaltsam wie seine zwei Vorgänger DPA 25 8 2008 Jaumann schildert den Prozess von Entdeckung Solidarisierung Aufklärung und letztendlich erlösender Befreiung den die Dorfgemeinschaft durchmacht wunderbar leicht Je komischer die einzelnen Aktionen der Dörfler je größer das Mitgefühl des Lesers mit ihrem aussichtslos scheinenden Kampf desto klarer das Bewusstsein dass hier ein melancholisches Sehnsuchtslied erklingt auf eine untergegangene Welt auf den Heroismus die Solidarität und die Schlauheit der kleinen Leute Und ganz nebenbei Die Augen der Medusa ist ein perfekt konstruierter Kriminalroman T OBIAS G OHLIS bei ARTE TV 11 9 2008 Wie schon in den anderen Montesecco Romanen bietet der Wahl Italiener Jaumann wieder vergnügliche Unterhaltung im Stile eines Giovanni Guareschi oder Andrea Camilleri Sein erzählerisches Talent sorgt dafür dass sich der Leser mitten ins Geschehen des kleinen Dorfes hinein versetzen kann Ebenso wie mit den leisen Tönen kann der Autor auch mit Action umgehen P ETER K ÜMMEL auf KRIMI COUCH DE Oktober 2008 Dieser sehr eigenwillige Beitrag zur Initiative Unser Dorf soll schöner werden verdient mehr als nur Respekt

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  • Inhalt "Die Drachen von Montesecco"
    drei Tage hemmungslos praßt sich am vierten Tag in den Herbstwind setzt und stirbt Nur Gianmaria Curzio der den Tod seines besten Freundes schwer verkraftet vermutet ein Verbrechen und forscht nach Als bekannt wird daß der Tote ein unbegreifliches Millionenvermögen hinterlassen hat wittern die anderen Dorfbewohner die Chance ihres Lebens Kurz darauf wird der achtjährige Sohn Catia Vannonis entführt ein verschlossener Junge Jeder im Dorf fragt sich wer der Kidnapper

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  • Leseprobe "Die Drachen von Montesecco"
    weiße Ohren die alle in dieselbe Richtung lauschten Nach Südwesten Als sei genau dies die Himmelsrichtung in der sich das wirkliche Leben abspielte das der Stars und Katastrophen der Champions League der Börsenkurse und der Politskandale Das Leben in dem Berlusconi Wahlen gewann die gute alte Lira durch den Euro ersetzt wurde und sich auch sonst dauernd irgend etwas Wichtiges ereignete Etwas Buntes Zähes Beharrliches Es kroch hinein unter die ausgebleichten Dächer von Montesecco und flüsterte unaufhörlich daß jeder seines Glückes Schmied wäre Benito Sgreccia hustete Er war in Montesecco geboren dort drüben in dem grauen Haus am Dorfrand Bis die Hebamme aus Pergola eingetroffen war war er schon abgenabelt gewesen Er wußte nicht wieso er es so eilig gehabt hatte auf die Welt zu kommen Er war dann aufgewachsen wie alle anderen und hatte sich genauso wenig wie sie gefragt ob das Leben einen anderen Sinn hatte als es zu erhalten Er hatte geheiratet und einen Sohn in die Welt gesetzt Auch eine Tochter hätte er gern gehabt doch das sollte nicht sein Den Krieg hatte er glücklich überstanden sich dafür nachher in den Schwefelminen von Cabernardi die Lunge ruiniert Später hatte er viel Zeit gehabt war mit Gianmaria Curzio herumgesessen hatte Grappa getrunken und sich dieses und jenes durch den Kopf gehen lassen Er hatte keinen Grund zu klagen Er hatte keinen Grund sentimental zu werden Er spürte den kalten Wind der jetzt in Böen von den Bergen herabfuhr Er fragte sich ob Sterben leicht war Die Böen rüttelten an den Fensterläden von Montesecco doch es war klar daß sie nicht ernst machten Sie klopften nur kurz an ohne wirklich interessiert zu sein ob jemand zu Hause war und dann stürzten sie sich über das Mäuerchen am Ostrand des Dorfs hinab zum Friedhof beugten die Spitzen der Zypressen und rauschten durch den Wald am gegenüberliegenden Hügel wieder hoch Die Blätter der Bäume waren noch grün nur vereinzelt blinkten gelbe Flecken heraus fast wie Gischt auf bewegtem Meer Ja fast wie das Meer Die Windböen ließen Wellen durch die Baumkronen laufen denen Sgreccia mit den Augen folgte bis sie oben über den Hügelkamm schwappten Die Zweige schwangen zurück und hatten noch nicht ausgependelt als sie die nächste Welle faßte Vielleicht ist es das was bleibt dachte Sgreccia Das Spiel der Elemente Daß der Wind den Wald in Meer verwandelte Sgreccia hustete Ihm wurde nun doch kalt Er spürte wie sich trotz seiner Anzugjacke die Härchen an seinen Unterarmen aufstellten Er hörte den Wind pfeifen und versuchte das Geräusch nachzuahmen Ihm schien daß der Wind lauter wurde Vielleicht lachte er ihn auch aus Lach nicht sagte Benito Sgreccia leise Er verschränkte die Arme vor der Brust doch er wußte daß ihm nicht mehr warm werden würde Dann hauchte er sein Leben aus und der Wind trug es aus dem Dorf in dem Sgreccia geboren worden war über den Friedhof hinweg und schwemmte es den gegenüberliegenden Hügel hinauf wo es hinter dem Kamm verschwand Wer hat dich entführt fragte ich Der

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  • Pressestimmen zu "Die Drachen von Montesecco"
    das vermag ringt einem ungleich mehr als Respekt ab eine Verbeugung Hendrik Werner DIE WELT 14 4 2007 Glänzend beschreibt Jaumann das Leben in der Provinz charakterisiert einfühlsam und mit feinem Humor ihre dickschädeligen Bewohner und führt die Handlungsstränge schlüssig zusammen Zu einem von zarter Melancholie umwehten Finale Volker Albers in HAMBURGER ABENDBLATT Bernhard Jaumann beweist auch mit Die Drachen von Montesecco seine Ausnahmestellung innerhalb der deutschen Kriminalschriftstellerei die ihm seine ruhige und souveräne Art eine Geschichte zu erzählen wohl auch in Zukunft garantieren wird Dieter Paul Rudolph in www hinternet de Wie da jeder jeden kennt wie keiner in Privatheit abtauchen kann wie die Alten ihre Traditionen beibehalten wollen und von den Sehnsüchten der Jungen immer weiter ins Abseits gedrängt werden wie die unübersichtliche Modernität der Metropole Rom ins beschauliche Dorfleben eindringt und alle Dorfbewohner ganz irre macht wie aber auch die Dorfgemeinschaft trotz aller Brüche funktioniert wenn es drauf ankommt das kann man nur so lebensprall beschreiben wenn man es gut kennt AUGSBURGER ALLGEMEINE 28 3 2007 Wann schon genießt ein Leser in der Wirklichkeit jenes Klischee vom Buch das er in einem Zug durchliest sagen wir 278 Seiten in zwei Tagen Mit Bernhard Jaumanns neuem Krimi ist

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