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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    EULAR 2015 OP0180 In Rom wurden die 1 Jahres Ergebnisse vorgestellt ein Start mit MTX Sulfasalazin SSZ Glukokortikoid GK 60 mg COBRA Classic oder mit MTX Leflunomid GK 30 mg COBRA Avantgarde bot im Vergleich zur hierzulande üblichen Starttherapie mit MTX GK 30 mg COBRA Slim keinerlei Vorteile s Abb 1 Zahlreiche Untersuchungen in Registern zeigen außerdem dass zumindest die Triple Therapie nach dem O Dell Schema in der Praxis ein schlechtes Langzeit Drug Survival aufweist Eine in Rom vorgestellte Untersuchung aus dem US Veterans Register belegte dies auch Die Adhärenz 17 vs 25 und noch deutlicher die Persistenz 28 9 vs 43 6 waren im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit TNFα Inhibitor MTX signifikant unterlegen EULAR 2015 FRI0113 Als Hauptursache früher Abbrüche wurde Sulfasalazin ausgemacht Update zu Biologika Auch wenn absolute Highlights dünn gesät waren gab es zu den bewährten Biologika eine Reihe interessanter Aktualitäten Die in den EULAR Empfehlungen vorgegebene Regel Biologika wenn möglich stets in Kombination mit MTX einzusetzen wird durch eine Metaanalyse aus 14 randomisierten kontrollierten Studien bestätigt Die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen eines ACR50 Ansprechens lag unter der Kombination um 36 höher als bei einer Biologika Monotherapie EULAR 2015 THU0126 Dies galt für alle Biologika einschließlich Tocilizumab TCZ welches allerdings mit einer Risikorate von 1 24 für das Erreichen der Response den numerisch geringsten Vorteil für die Kombination mit MTX bot umgekehrt zeigte nur Infliximab mit einer Risikorate von 3 54 einen exzessiven Vorteil der Kombination alle anderen Substanzen bewegten sich im Bereich 1 24 1 60 Eine der wenigen neuen Strategiestudien mit Highlight Charakter die in Rom neu präsentiert wurde ist die U ACT EARLY Studie EULAR 2015 OP0033 Hier wurden bei extrem früher RA durchschnittliche Krankheitsdauer bei Studieneinschluss 25 27 Tage randomisiert kontrolliert drei Starttherapien TCZ MTX TCZ Placebo und MTX Placebo verglichen spätere Eskalationsschritte bei Nicht Erreichen einer Remission sehen unter anderem die Zugabe von Hydroxychloroquin HCQ und den Wechsel von TCZ zu einem TNFα Blocker vor Die ersten jetzt präsentierten Ergebnisse zeigen dass 86 in der Gruppe TCZ MTX und 84 mit TCZ Placebo aber nur 44 unter MTX Placebo den primären Endpunkt einer anhaltenden Remission über mindestens 23 Wochen erreichten Die Frage der möglichen Entwicklung einer Immunogenität unter TCZ wenn diese Therapie unterbrochen wird war Gegenstand einer Post hoc Analyse aus der BREVACTA und SUMMACTA Studie EULAR 2015 RI0153 Es zeigte sich insgesamt eine sehr geringe Rate an substanzbezogenen Antikörpern im Bereich von 0 5 2 1 die auch durch eine Unterbrechung nicht erhöht wurde Die Häufigkeit und Folgen einer Spät Neutropenie unter einer Rituximab Therapie wurden von einer britischen Arbeitsgruppe untersucht EULAR 2015 FRI0155 Diese trat bei 2 5 der Patienten auf im Median 17 Wochen nach der letzten Gabe und am häufigsten im dritten Zyklus Eine schwere Ausprägung 0 5 x109 L fand sich in einem Drittel der Fälle in 10 von 12 Fällen musste antibiotisch in 6 von 12 mit G CSF therapiert werden Überraschenderweise wurde danach bei 19 der 23 Patienten die Therapie fortgesetzt ohne dass

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    Bundesländern Weblinks Literatur Rheumatoide Arthritis Psoriasis Arthritis SLE Vaskulitiden Kollagenosen Spondyloarthritiden Sonstiges Osteologie Orthopädische Rheumatologie Gicht Karriere Stellenangebote BDRh Praxisbörse Suche Rheuma Management Offizielles Mitteilungsorgan des BDRh e V 22 11 2014 SpA Neue Ergebnisse aus TOPAS Studie Nachdem bei axialer SpA einschließlich AS TNFα Inhibitoren die einzige biologische Therapieoption darstellen liegen inzwischen auch für IL 17 Inhibitoren und neuerdings Ustekinumab vielversprechende Daten vor In der 28 wöchigen Proof of

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    Patientenaktionen Downloads Arztsuche Suche nach Bundesländern Weblinks Literatur Rheumatoide Arthritis Psoriasis Arthritis SLE Vaskulitiden Kollagenosen Spondyloarthritiden Sonstiges Osteologie Orthopädische Rheumatologie Gicht Karriere Stellenangebote BDRh Praxisbörse Suche Rheuma Management Offizielles Mitteilungsorgan des BDRh e V 22 11 2014 RA und AS Physikalische Therapie wirkt Oftmals wird bei Rheumatikern die physikalische Therapie vernachlässigt Dass sich durch eine serielle niedrig dosierte Radonstollen Hyperthermie zwölf 60 minütige Anwendungen in drei Wochen sowohl bei RA

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    zur Therapie mit NSAR und Biologika gab Prof Dr Jürgen Braun Herne Für die Detektion aktiver entzündlicher Veränderungen wird in fast allen Stadien die MRT mit Fettsuppression zum akuten Entzündungsnachweis eingesetzt Hierbei stellt sich meist eine Osteitis dar Da sich zu Beginn der krankheitsspezifischen Symptomatik im Achsenskelett die Entzündung primär in den Sakroiliakal SI Gelenken manifestiert ist die frühe Bildgebung in diesem Bereich von besonderer Bedeutung Im weiteren Verlauf treten dann meist entzündliche Veränderungen bzw eine Knochenneubildung im Wirbelsäulen Bereich auf Bei Patienten mit gesicherter axSpA sollten MRT Untersuchungen des Achsenskeletts zum Nachweis entzündlicher Veränderungen in der Wirbelsäule stets beschwerdeorientiert durchgeführt werden wobei Spondylitis Spondylarthritis sowie Enthesitis im Fokus der Betrachtung stehen erläuterte Braun Bildgebende Diagnostik im Fokus Mit konventionellem Röntgen werden strukturelle chronische Veränderungen im Achsenskelett beurteilt Während etwa 20 der Patienten bereits nach zwei Jahren röntgenologische Veränderungen im Sinne einer Sakroiliitis haben können bei vielen anderen Patienten mehrere Jahre vergehen bis solche Strukturveränderungen festgestellt werden Diese bestehen in der Wirbelsäule vor allem aus Syndesmophyten Spondylitis Spondylodiscitis Kasten oder Tonnenwirbeln und Ankylosierungen Das Ausmaß dieser Röntgenmanifestationen korreliert zwar grob mit der Einschränkung von Funktion und Mobilität aber auch Entzündungen wirken sich auf diese Parameter aus Aufgrund der meist geringen Progredienz empfahl Braun Röntgenuntersuchungen der Wirbelsäule nicht öfter als alle zwei Jahre durchzuführen Eine NSAR Therapie wirkt bei den meisten Patienten mit axSpA sehr gut auf die typischen klinischen Symptome wie den entzündlichen Rückenschmerz Die kontinuierliche NSAR Gabe ist dabei klinisch wirksamer als die Bei Bedarf Behandlung und hat offenbar auch Vorteile hinsichtlich der Röntgenprogression Vor allem trifft dies auf Patienten mit erhöhten Entzündungsparametern zu TNFα Blocker reduzieren neben der Schmerzsymptomatik auch die durch Steifigkeit bedingte Funktionseinschränkung der Wirbelsäule und insbesondere die mittels MRT nachgewiesene Achsenskelettentzündung Eine wesentliche Beeinflussung der Röntgenprogression scheint den TNFα Blockern aber zumindest in den ersten

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    zu berücksichtigen gilt Soweit möglich sollte neben der RA Therapie die Prophylaxe oder Behandlung von Begleiterkrankungen vom Rheumatologen selbst durchgeführt oder zumindest veranlasst werden erläuterte Prof Dr Andreas Krause Berlin Untermauert wird die große Bedeutung von Komorbiditäten bei RA die häufig leider nicht ausreichend von hausärztlicher oder rheumatologischer Seite adressiert werden durch die europäische COMORA Studie Ann Rheum Dis 2014 73 1 62 68 Dass es hier dem Rheumatologen hilft die Patienten selbst mit Hilfe geschulter Fachassistenten innen bei der Erfassung von Begleiterkrankungen und der Krankheitsaktivität einzubinden beweist nach Krause die französische COMEDRA Studie in der dieses Vorgehen nach sechs Monaten ein deutlich intensiviertes Management der RA und vorliegender Komorbiditäten zur Folge hatte Ann Rheum Dis 2014 doi 10 1136 annrheumdis 2013 204733 Tipps für die ärztliche Praxis Bei kardiovaskulären Begleiterkrankungen sollten NSAR und Glukokortikoide vermieden werden beim Leflunomid LEF ist v a bei Patienten mit arterieller Hypertonie die häufig eintretende Blutdruckerhöhung zu beachten Im Gegensatz hierzu belegen mehrere Studien dass sich Methotrexat MTX und TNFα Inhibitoren positiv auf das kardiovaskuläre Risiko auswirken Etwas weniger gut belegt für MTX aber sehr eindrücklich für TNFα Hemmer Rituximab und andere Biologika ist zudem auch eine Reduktion der Gesamtmortalität Ann Rheum Dis 2014 doi 10 1136 annrheumdis 2013 204021 Eine Niereninsuffizienz kann eine Dosisanpassung oder das Absetzen insbesondere von NSAR und MTX erfordern Letzteres kann bei leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz unter Beachtung des erhöhten Risikos und regelmäßigem Monitoring aber gegeben werden Bei mittlerer und schwerer Niereninsuffizienz wird das mit einer Kontraindikation belegte LEF nur aufgrund der mangelnden Erfahrungen nicht empfohlen scheint jedoch aktuellen Daten zufolge sogar bei schwerer Niereninsuffizienz unbedenklich zu sein Expert Opin Drug Saf 2013 12 4 581 588 so Krause In Anbetracht der weiter unklaren Datenlage zum Einsatz von MTX Arthritis Rheum 2014 66 4 803 812 oder Biologika Nat

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    Infektionen durch Biologika deutlich wird aber auch dass über die Kontrolle der Krankheitsaktivität die Verbesserung der Funktionskapazität sowie die Einsparung von Glukokortikoiden die das Infektionsrisiko vor allem in Kombination mit weiteren Risikofaktoren ganz maßgeblich in die Höhe treiben Abb das Risiko wiederum gesenkt wird Ann Rheum Dis 2011 70 11 1914 1920 Auf Basis dieser Daten wurde der RABBIT Risiko Score entwickelt der es Rheumatologen ermöglicht das Infektionsrisiko unter einer Therapie für individuelle Patienten aufgrund ihres Risikoprofils Alter Komorbidität bisherige Therapien und aktuelle Komedikation zu jedem Zeitpunkt im Therapieverlauf zu berechnen Die hohe Validität des Scores wurde vor kurzem an einer unabhängigen Stichprobe evaluiert Ann Rheum Dis 2014 73 9 1673 1676 Auf der RABBIT Webseite www biologika register de wird so Strangfeld weiter ein Online Rechner für den Risikoscore zur Verfügung gestellt der die Wahrscheinlichkeit angibt bei einem bestimmten Risikoprofil unter einer Therapiekombination in den nächsten 12 Monaten eine schwerwiegende Infektion zu erleiden Biologika Malignomrisiko auch langfristig nicht erhöht Sonderfall Melanome Für neu auftretende Krebserkrankungen haben weder RABBIT noch andere europäische Register wie das britische BSRBR oder das dänische DANBIO Register eine generelle Risikoerhöhung durch Biologika beobachtet Nicht abschließend geklärt ist das Risiko für Hautkrebs Zwei aktuelle Studien aus dem britischen und dänischen Register legen jedoch nahe dass bei RA unter allen Therapien mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko gerechnet werden muss Zusätzlich wies das schwedische ARTIS Register durch Abgleich seiner Daten mit dem nationalen Krebsregister eine Risikoerhöhung für maligne Melanome unter TNFα Inhibitoren um 50 im Vergleich zu DMARDs nach was zwei zusätzlichen Melanomen pro 10 000 Patientenjahren entspricht Das Melanomrisiko wird aktuell in einer gemeinsamen Analyse mehrerer europäischer Biologika Register untersucht Da bei RA Patienten unter allen immunsuppressiven Therapien mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko gerechnet werden muss sollten regelmäßige hautärztliche Screenings fester Bestandteil der ärztlichen Verlaufskontrolle sein forderte Strangfeld In Anbetracht des bei RA per se erhöhten Malignomrisikos sollten aber auch anderweitige Krebsfrüherkennungsprogramme konsequent genutzt werden RA Patienten mit einer früheren malignen Erkrankung werden in Deutschland vielfach mit Rituximab ca 28 und relativ seltener mit Anti TNF Therapien behandelt so Strangfeld Hinsichtlich der Befürchtung durch eine Biologika Therapie das Risiko für eine erneute Krebserkrankung zu erhöhen kann wohl weitgehend Entwarnung gegeben werden Denn aktuelle Analysen der RABBIT Registerdaten zu 367 RA Patienten zeigen kein erhöhtes Rückfallrisiko unter Rituximab oder anderen Biologika im Vergleich zu konventionellen DMARDs DGRh Kongress 2014 Abstract RA 41 Kardiovaskuläre Ereignisse im Blickpunkt Bereits früh im Krankheitsverlauf weisen RA Patienten ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko auf das durch eine gute medikamentöse Kontrolle der Krankheitsaktivität positiv beeinflusst wird Aus diversen Studienanalysen leitet sich ein unter Methotrexat MTX aber mehr noch TNFα Inhibitoren und wohl auch anderen Biologika reduziertes Risiko für Myokardinfarkte MI ab Im britischen Register zeigte sich zudem dass Patienten mit gutem Ansprechen auf eine Biologika Therapie ein signifikant vermindertes MI Risiko aufwiesen Aus RABBIT Daten ergibt sich dass eine hohe Entzündungsaktivität ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung eines MI oder Schlaganfalls ist Ann Rheum Dis 2013 72 Suppl3 S109 Mit jedem Anstieg der BSG um 5 mm

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    Langzeitrisiken Werden ausschließlich konventionelle DMARDs wie Methotrexat MTX eingesetzt stellt sich die Frage nach der weiteren Reihenfolge nicht Das DMARD wird im ersten Schritt in der Dosis reduziert und wenn möglich bei weiterhin stabiler Einstellung probehalber abgesetzt Bei laufender DMARD Kombinationstherapie werden zunächst die Dosen der jeweiligen DMARDs reduziert eine Monotherapie mit MTX anvisiert und zuletzt auch diese abgebaut Gerade zum Therapieabbau von DMARDs ist die Datenlage recht dünn ein komplettes Absetzen scheint eher selten zu gelingen und zwar dies gilt eigentlich für alle Medikamente am ehesten bei früher RA Tipps für das Ausschleichen der Therapie Bei laufender Kombinationstherapie mit einem Biologikum und MTX ist eine vorsichtige Ausweitung der Intervalle Spacing zwischen den Biologika Applikationen der erste Schritt der bei stabiler Einstellung sehr häufig gelingt Es folgt ein Absetzen des Biologikums und zum Schluss ein Ausschleichen der DMARD Therapie meist MTX Die Empfehlung zuerst das Biologikum abzubauen ist allerdings nicht Evidenz basiert sondern hat nach Krügers Worten ausschließlich ökonomische Gründe Die meisten Erfahrungen zum Abbau von Biologika liegen naturgemäß aus Studien zu den TNFα Inhibitoren vor Studien in denen ein komplettes Absetzen der Biologika Therapie erprobt wurde liefern kontroverse Ergebnisse Klar scheint jedoch dass ein Absetzen nur bei früher stabil eingestellter RA aussichtsreich ist dann aber in neueren Studien in ca 20 50 der Fälle eine anhaltende Remission oder zumindest niedrige Krankheitsaktivität über 12 Monate möglich ist Als ein weiterer Prädiktor hat sich zudem ein sehr früher Therapiebeginn erwiesen In der niederländischen BeSt Studie waren beide Bedingungen erfüllt Bei jenen Patienten die zu Beginn eine Therapie mit Infliximab erhielten konnte dieses später in 64 der Fälle wieder abgesetzt werden zum Teil sogar für mehrere Jahre Deutlich schlechter sind die Aussichten zur Reduktion oder dem Absetzten des TNFα Inhibitors bei etablierter RA obgleich in der japanischen HONOR Studie bei Patienten die mit Adalimumab plus MTX für 12 Monate in einer tiefen DAS28 Remisison 2 0 waren auch nach dem Entzug des TNFα Inhibitors noch eine längerfristige Remission erreicht wurde Ann Rheum Dis 2014 doi 10 1136 annrheumdis 2013 204016 Weniger erfolgreich war ein noch ambitionierteres Vorgehen bei Patienten mit meist langjähriger RA in der kürzlich publizierten ACT RAY Studie Nach Erreichen einer DAS28 Remission konnten 50 der Patienten Tocilizumab und z T auch alle weiteren DMARDs komplett Absetzen was jedoch meistens 84 binnen weniger Monate zu einem Krankheitsschub führte eine anhaltende Medikamenten freie Remission erreichten 5 9 der Teilnehmer Ann Rheum Dis 2014 doi 10 1136 annrheumdis 2014 205752 Etwas bessere Daten zu einem vollständigen Therapieabbau hier jedoch bei Patienten mit früher RA lieferte die auf dem EULAR Kongress 2014 in Paris vorgestellte AVERT Studie in der nach 12 Monaten 60 der Patienten unter Abatacept plus MTX in eine DAS28 Remission gelangten Nach dem vollständigen Absetzen aller Medikamente waren sechs Monate später noch 18 5 der Patienten in Medikamenten freier Remission nach vorheriger Abatacept bzw MTX Monotherapie war dies nur bei 12 bzw 10 der Fall Ann Rheum Dis 2014 73 Suppl2 S69 Alles in Allem ist der bislang vorliegende Erfahrungsschatz

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    sehr ähnlichem Wirkprofil wirklich benötigt würden wie sich die Zulassungsbehörden hierzu positionieren und wie hierzulande die Nutzenbewertungen ablaufen werden Anti Zytokin Strategien Neue Therapiekandidaten Durchaus vielversprechend erscheint bei RA der GM CSF Rezeptor als Target Sowohl zu dem Anti GM CSF Rezeptor Antikörper Mavrililumab als auch dem ebenfalls gegen GM CSF gerichteten Antikörper MOR103 wurden kürzlich positive Phase II Studiendaten berichtet führte Rubbert Roth weiter aus Bei durchaus guter Effektivität traten bislang auch keine Probleme bezüglich der Therapiesicherheit auf Eher durchwachsen schätzt sie die Situation bei den neuen IL 17A Inhibitoren in der RA ein In Phase II Studien konnten sowohl Ixekizumab als auch Brodalumab nur bedingt überzeugen etwas günstiger ist die Datenlage hingegen beim Secukinumab das derzeit in einer Reihe von Phase III Studien getestet wird Nichtsdestotrotz dürfte die IL 17A Inhibition wohl eher bei der axialen Spondyloarthritis SpA und Psoriasis Arthritis PsA ihren Platz finden wo die genannten IL 17A Inhibitoren und hier vor allem Secukinumab bereits sehr gute Resultate in Phase II geliefert haben Nicht nur bei der RA sondern auch bei Osteoporose durchaus vielversprechend erscheint die weitere Entwicklung von IL 20 Inhibitoren für genauere Aussagen zur Wertigkeit dieses potenziell neuen Therapieprinzips ist es aber noch zu früh Zelluläre Targets und small molecules im Fokus Jenseits der Zytokin Inhibition stellen auch die B und T Zellen wichtige Angriffspunkte für die RA Therapie dar wie die erfolgreiche Anwendung von einerseits Rituximab und andererseits Abatacept zeigt Auf Ebene der T Zellen fokussiert sich die Forschung in einem noch relativ frühen Stadium auf die Evaluation regulatorischer T Zellen Tregs Unaufgeräumt erscheint die Situation bei der Suche nach alternativen Anti B Zell Therapien Während bei RA Studien zu dem CD20 Antikörper Ocrelizumab gestoppt wurden laufen derzeit noch Phase II Studien zu Ofatumumab Veltuzumab und TRU 015 Keine Zukunft bei der RA haben die vom systemischem Lupus erythematodes SLE her bekannten gegen BLyS bzw gerichteten Antikörper Belimumab Tabalumab in Phase III gestoppt und Atacicept Nicht viel Neues gibt es laut Rubbert Roth derzeit zum interessanten Therapiekonzept der intrazellulären Kinase Inhibitoren zu berichten Nach den enttäuschenden Ergebnissen zur Syk Inhibition richtet sich hier die volle Aufmerksamkeit auf die JAK Inhibitoren Tofacitinib JAK 3 1 Baricitinib JAK 1 2 Decernotinib JAK 3 und Figotinib JAK 1 Deren therapeutische Potenz bei RA scheint dies legen zumindest auf dem EULAR Kongress 2014 in Paris vorgestellte in vitro Daten nahe unabhängig von ihrer Spezifität vergleichbar zu sein Ann Rheum Dis 2014 73 Suppl2 S116 In Anbetracht der trotz des erfolgreich abgeschlossenen Phase III Studienprogramms weiter unklaren Zulassungssituation von Tofacitinib in Europa bleibt abzuwarten welche Rolle diese im Gegensatz zu konventionellen DMARDs zielgerichtet wirksamen oralen Therapien in Zukunft bei der RA spielen werden so Rubbert Roth Update zur Optimierung verfügbarer Therapiestrategien Gemäß den kürzlich publizierten EULAR Empfehlungen zum RA Management Ann Rheum Dis 2014 73 3 492 509 wird Methotrexat MTX weiterhin als fester Bestandteil der Ersttherapie angesehen die Tür für eine initiale Kombinationstherapie mehrerer DMARDs in Anbetracht der Ergebnisse der TEAR oder RACAT Studie jedoch bewusst offen

    Original URL path: http://www.bdrh.de/informationen-fuer-rheumatologen/kongressberichte/detailansicht/archive/2014/november/article/neue-therapietargets-im-ueberblick.html?tx_ttnews%5Bday%5D=22&cHash=1aa3b13a45a69c25c7a8bd8fb739b434 (2016-02-09)
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