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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Aktuelles | Detailansicht
    nicht so traurig wäre könnte man darüber herzlich lachen Das Land der genialsten Ingenieure das hochtechnisierte Deutschland trägt unter den wichtigen Industrienationen die rote Laterne in der medizinischen Datenverarbeitung Die von Behörden gestaltete und niemals einige gemeinsame Selbstverwaltung hat es mit engagierter Unterstützung einer nahezu extremistischen Datenschutzideologie geschafft selbst kleine Fortschritte des elektronischen Austauschs und der Zusammenführung medizinischer Daten wirksam zu blockieren Auch genau 10 Jahre nach der Gründung der Gematik eines von der Selbstverwaltung kontrollierten Instituts für Gesundheits IT ist es diesem immer noch nicht gelungen eine elektronische Gesundheitskarte eGK einzuführen die diesem Anspruch auch nur ansatzweise genügt Und das wäre ja nur der kleinste gemeinsame Nenner auf den sich die Selbstverwaltung zunächst verständigen konnte Die Möglichkeiten Anwendungen und Vorteile einer richtigen Datenautobahn im Gesundheitswesen gehen weit darüber hinaus Die verzögerungsfreie Übermittlung von Daten und Befunden macht das Gesundheitssystem effizienter und kann auch Leben retten Die Zusammenführung von Daten erlaubt zeitnahe Auswertungen und Prognosen im System und schafft Transparenz Wie sinnvoll solche Vernetzungen sind aber auch welche Schwierigkeiten dabei im Detail liegen können das wissen wir aus der inzwischen 20 jährigen Geschichte der Vernetzung von Arztpraxen untereinander Mehr als 100 unterschiedliche EDV Systeme in den Arztpraxen ließen sich eigentlich nie reibungslos miteinander kombinieren da die Schnittstellen zu verschieden gestaltet sind Der einzige Ausweg die Umstellung auf ein gemeinsames System war dann immer mit hohen Kosten verbunden Die Datenautobahn steht bereits wie der Geschäftsführer der Gematik Prof Dr Arno Elmer auf der 21 UCB Netzkonferenz Ende Januar in Berlin mitteilte Nun geht es daran die Auffahrten Schnittstellen einzurichten Ende dieses Jahres gibt es für die Datenautobahn einen ersten Feldversuch u a mit 1 000 Ärzten und zahlreichen Kliniken und Apotheken Anforderungen des Datenschutzes können die Nutzungsmöglichkeiten der Datenautobahn sehr begrenzen Dabei könnte man sich fragen ob die Bevölkerung einen extremen

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Aktuelles | Detailansicht
    Lupus erythematodes Arthrose Gicht Fibromyalgie Initiativen Patientenaktionen Downloads Arztsuche Suche nach Bundesländern Weblinks Literatur Rheumatoide Arthritis Psoriasis Arthritis SLE Vaskulitiden Kollagenosen Spondyloarthritiden Sonstiges Osteologie Orthopädische Rheumatologie Gicht Karriere Stellenangebote BDRh Praxisbörse Suche Rheuma Management Offizielles Mitteilungsorgan des BDRh e V 22 04 2015 Bildgebende Diagnostik Der besondere Fall CREST Syndrom Abb kutan und subkutan liegende Weichteilverkalkung am FEG D III rechts Weißliche Hauteinlagerungen und zunehmende Weißverfärbung der Finger CREST Syndrom Anamnese 63 jährige Patientin mit seit zehn Jahren zunehmenden kleinen weißlichen nicht schmerzhaften Hauteinlagerungen im Bereich beider Hände Seit fünf Jahren bei Kälteexposition schmerzhafte Weißverfärbung der Finger Augen und Mundtrockenheit Rezidivierende Arthralgien einzelner Fingergelenke Klinischer Befund Ca erbsengroße Weichteilverkalkung am Fingerendgelenk D III der rechten Hand Heberdenknoten an einzelnen Fingerendgelenken Keine peripheren synovitischen Schwellungen Haut Weißverfärbung D II IV der rechten und D III und IV der linken Hand Labor CRP 7 2 mg l BSG 34 h ANA 1 10000 Zentromer Ak stark positiv Röntgen Finger D III in zwei Ebenen s Abb Diagnose CREST Syndrom mit Calcinosis cutis Bei 70 der betroffenen Patienten mit CREST Syndrom sind gegen die Zentromere gerichtete Autoantikörper Antizentromer Ak nachweisbar Die Calcinosis cutis ist eine diagnosesichernde und differentialdiagnostisch relevante Organmanifestation Neben dem CREST

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Aktuelles | Detailansicht
    jedoch zum jetzigen Zeitpunkt Verordnungsquoten oder einen unkontrollierten Wechsel zwischen Original und Biosimilar ab Eine ausführliche DGRh Stellungnahme hierzu wurde kürzlich veröffentlicht Angesichts des auslaufenden Patentschutzes einiger Biologika Rituximab Infliximab demnächst auch Etanercept und Adalimumab kommen nun erste Biosimilars auf den Markt Bei der Zulassung von Medikamenten und so auch Biosimilars sind in absteigender Wertigkeit Sicherheit und Verträglichkeit Effizienz und Kosten entscheidend Die DGRh fordert deshalb für Biosimilars nach der Marktzulassung ein langfristiges und dezidiertes Sicherheitsprogramm da Nebenwirkungen wie z B Allergien und Anaphylaxien oder eine vermehrte Bildung von Anti Drug Antikörpern auftreten können die bisher vom Original nicht zu erwarten waren Mögliche Variationen können nur erkannt werden wenn sich Wirkung und Nebenwirkung tatsächlich dem jeweiligen Original oder Biosimilar exakt zuordnen lassen Für die DGRh ergeben sich daraus folgende Konsequenzen Jedes Biologikum sollte einen unterschiedlichen internationalen Freinamen INN haben so dass z B nicht alle Infliximab Biosimilars als Infliximab firmieren und so rezeptiert werden Die DGRh unterstützt ausdrücklich den Vorschlag der WHO jedem Biologikum einen weltweit einheitlichen 4 stelligen Code den sog BQ Biological Qualifier zuzuordnen der die Identifikation jeder einzelnen Substanz aus jeder einzelnen Quelle ermöglicht Apotheker dürfen nicht ohne Wissen des Arztes und oder Anordnung des Arztes vom Originalpräparat auf ein Biosimilar umstellen oder umgekehrt Das gilt auch für parallele Entwicklungen durch den Originalhersteller Nebenwirkungen müssen in zentralen Registern z B dem deutschen RABBIT Register dokumentiert und einem definierten Produkt Original oder Biosimilar genau zugeordnet werden können Solange keine Langzeitdaten zu spezifischen Indikationen vorliegen ist ein unkontrollierter Produktwechsel mit jeder Verordnung zwischen Original und oder unterschiedlichen Biosimilars zu vermeiden um unerwünschte immunologische Wirkungen der verschiedenen Bioprodukte bei unterschiedlichen Herstellungsprozessen möglichst gering zu halten Ein unkontrollierter Wechsel zwischen Biologika aus Kostengründen ist zum jetzigen Zeitpunkt abzulehnen Das bezieht sich sowohl auf einen Präparatewechsel zwischen verschiedenen TNF Blockern als auch

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Aktuelles | Detailansicht
    bis August 2014 einen Marktanteil von 30 und ein Marktvolumen von 10 Mrd Seit August 2008 beträgt ihr jährliches Umsatzplus etwa 7 Onkologische Biopharmazeutika haben mit 36 den größten Anteil daran gefolgt von Anti TNFs mit einem Anteil von 16 und einem Volumen von 1 6 Mrd Lux geht von einem starken Biosimilar Effekt auf den Anti TNF Markt und einem weniger starken auf den Onkologie Markt aus Als Gründe hierfür nannte er die Indikation einer chronischen nicht tödlichen Erkrankung die größere Produktauswahl in dieser Klasse den zu erwartenden Launch mehrerer biosimilarer Antikörper was den Preiswettbewerb und damit Preisdruck fördern würde und den geringeren Widerstand der Ärzte gegen deren Einsatz Während die Vertreter der Krankenkassen keine signifikant andere Zulassungserfordernisse für biosimilare Antikörper für notwendig erachteten als für einfache Biosimilars sehen Hersteller und insbesondere Ärzte welche die Entscheidung gegenüber dem einzelnen Patienten vertreten müssen die Situation naturgemäß anders Sie betonen die potenziellen Folgen für Effektivität und Sicherheit die aus der Ähnlichkeit gegenüber einer Identität bei Generika resultieren Ohne gewisse Eindringtiefe würden Generika und Bio similars oft als das Gleiche betrachtet betonte auch Dr Johannes Bruns Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft e V Berlin Wie ähnlich ist ähnlich genug Die Biologie dahinter mache die Sache aber insbesondere bei biosimilaren Antikörpern komplexer bestätigte Dr Ralf Schumacher Roche Pharmaceutical Research and Early Development Penzberg Eine offenbar noch nicht in der ganzen Tragweite erfasste Tatsache ist dass diese komplexen Biomoleküle in einem lebenden Organismus in einem neuen Produktionsprozess mit einem neuen Klon eines neuen Produktionsstammes und einem neuen Aufreinigungsprozess hergestellt werden Dieser ganze Prozess macht das Produkt aus Meist wird bei der Frage der Ähnlichkeit vor allem an molekulare Unterschiede z B im Sinne von Zuckerseitenketten oder Desaminierungen gedacht Diese sind durch die im Zulassungsprozess geforderte Analytik die auch in der Bewertung einer ausreichenden Ähnlichkeit zwischen unterschiedlichen Chargen des Originalproduktes eingesetzt wird weitestgehend erfassbar Leichte Zweifel waren in Berlin aber hörbar ob die geforderte funktionelle Analytik in der Lage ist die unterschiedlichen Effektorfunktionen dieser interagierenden Biomoleküle ausreichend zu erfassen Schließlich geht es bei der therapeutischen Wirkung von monoklonalen Antikörpern nicht nur um die Neutralisation des Zielmoleküls sondern auch um Interaktionen mit Immunzellen und deren Apoptose EMA Zulassungsbedingungen im Fokus Die Gesetzgeber seien sich sehr wohl der besonderen Natur der Nachahmerprodukte von Biopharmazeutika bewusst so Dr Gabriele Dallmann Biopharma Excellence Ex Regulator PEI EMA München Daher würden sie ein komplettes wenn auch verkürztes CTD Common Technical Document fordern Entscheidend für die Zulassung von Biosimilars ist aber die Annahme dass bei Ähnlichkeit des Antikörpers von einer ähnlichen Wirkung und Sicherheit ausgegangen werden könne Daher hängt die Zulassung durch die EMA maßgeblich vom Nachweis der physikalischen Ähnlichkeit innerhalb gewisser Grenzen Äquivalenzkorridor 80 125 ab Darüber hinaus wird ein experimenteller in vivo Nachweis der funktionellen Ähnlichkeit gefordert In der stark verkürzten klinischen Prüfung geht es nur darum zu zeigen dass das Produkt im Vergleich zum Originator nicht signifikant anders wirkt Es reichen der Nachweis der klinischen Äquivalenz Äquivalenzkorridor 15 eines sensitiven Wirksamkeitsparameters in einer sensitiven Patientenpopulation der Nachweis der klinischen

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Aktuelles | Detailansicht
    des Zusatznutzens im Vergleich zu einer sog zweckmäßigen Vergleichstherapie besser führen zu können In einem lesenswerten Beitrag von Herrn Professor Raspe Institut für Sozialmedizin Universität zu Lübeck wurde speziell für die Rheumatoide Arthritis auf die Notwendigkeit der differenzierte Diskussion zum Zusammenhang von PRO und traditionellen Endpunkten hingewiesen Auf der Seite der niedergelassenen Rheumatologen besteht zudem eine gewisse Unzufriedenheit über die aktuelle Situation der Nicht interventionellen Studien NIS und der Teilnahme an Registern Unter anderem auch die Sorge über die im öffentlichen Fokus stehende Verkettung von der Verschreibung eines Pharmazieproduktes dessen Dokumentation der Wirksamkeit und entsprechenden Einzelhonorierung durch das herstellende pharmazeutische Unternehmen führt zu einer immer weiter schwindenden Motivation zur Teilnahme an den NIS Außerdem wünschen sich viele Rheumatologen mehr Beteiligung und Rückmeldung bezüglich der Auswertung der Studien und Registerdaten Viele NIS oder Register werden deshalb schon jetzt vermehrt in Ambulanzen an Krankenhäusern oder universitären Einrichtungen durchgeführt und spiegeln immer weniger die tatsächliche Situation der internistisch rheumatologischen Versorgung in den Praxen wider RheumaDATA Ziele und Ablauf Die genannten Punkte motivierten zu einer Initiative die hier vorgestellt und für die unter den niedergelassenen internistischen Rheumatologen zur Teilnahme geworben werden soll In diesem Jahr wurde der gemeinnützige Verein RheumaDATA e V gegründet siehe auch www rheumadata com Ziel des Vereins soll die Darstellung der nationalen Versorgung real world data in internistisch rheumatologischen Praxen sein Fokus bei dem initialen Projekt ist die Biologika Therapie bei der Rheumatoiden Arthritis Der Ablauf in der Praxis ist übersichtlich jeder Biologika Patient soll bei seinem Routinebesuch in der Praxis maximal 1x Quartal einen Fragebogen mit dem Fokus auf die PROs ausfüllen In Zusammenarbeit unter anderem mit Frau Dr Rieke Alten Mitglied der Arbeitsgruppe der PROs in OMERACT wurde ein standardisierter Patientenbogen mit evaluierten Fragen zu den Themen Krankheitsaktivität diverse Kategorien zur Lebensqualität Arbeitsfähigkeit und Lebensstil konzipiert Zudem wird die aktuelle Medikation dokumentiert während Nebenwirkungen oder arztabhängige Beurteilungen der Krankheitsaktivität bewusst nicht integriert wurden Wie werden die Daten in RheumaDATA erfasst Die Erhebung der Daten erfolgt über eine Applikation App auf dem iPad das den teilnehmenden Praxen inklusive einer Internet bzw G3 Verbindung kostenlos zur Verfügung gestellt wird Abb 1 und 2 Eine Übersendung der eingegeben Daten erfolgt alle 15 Minuten auf einen dedizierten Server eine Praxis ein Server in Deutschland Die digitale Datenerhebung ist patientenfreundlich konzipiert und hat unterschiedliche interne Funktionen die die Datenqualität erhöhen und somit die Daten tagesaktuell digital verfügbar machen Die Auswertung der Daten soll Aufschluss über die rheumatologische Versorgungsrealität in Deutschland geben weshalb eine ausgeglichene geografische Verteilung von bis zu 50 Praxen angestrebt wird Eine wissenschaftliche Aufbereitung der Daten erfolgt mithilfe von Statistikern und soll im Namen der an Rheuma DATA e V teilnehmenden Kollegen der Öffentlichkeit Kongresse Krankenkassen Medien Rheuma Liga zugänglich gemacht werden Es ist nicht das Ziel eine Art Benchmarking über die Versorgungsqualität einzelner Praxen zu betreiben wobei regionale Unterschiede durchaus von Interesse sind Ein gutes Beispiel für die Bedeutung der Informationen aus vergleichbaren Projekten ist RHUMADATA des Institute of Rheumatology of Montreal in Kanada Auf dem diesjährigen ACR in Boston

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Aktuelles | Detailansicht
    die gibt es nur für die gesamte Gruppe der Facharztinternisten Des Weiteren Sollte ein Praxisaufkauf durch die KV stattfinden welcher Kaufpreis ist gerecht und mit welchem Kaufpreis ist zu rechnen Von Seiten der KVen gibt es diesbezüglich Vorgaben die dem zweifachen des Umsatzes des letzten Quartals entsprechen Für die jeweilige KV wäre dies einfach zu rechnen und für manche Arztpraxis die keinen Nachfolger findet vielleicht sogar ein Gewinn Für die Mehrzahl der hochinvestiven Facharztpraxen mit einem ggf höheren Privatpatientenanteil wäre dies jedoch ein massiver Verlust Ein getrennter Verkauf des privatärztlichen Anteils einer Arztpraxis dürfte nur in seltenen Fällen realisierbar sein und die Weiterführung einer alleinigen Privatpraxis wird für die Mehrzahl der vom Praxisaufkauf negativ betroffenen Ärzte ebenfalls keine tragbare und realistische Alternative sein Ein bisheriges BGH Urteil das im Falle eines Praxisaufkaufes durch die KV die Berücksichtigung des Gesamtwertes einer Praxis einschließlich des privatärztlichen Anteils einfordert dürfte eine wichtige Basis für künftige langdauernde Rechtsstreitigkeiten mit der KV um den Praxiswert sein Insgesamt ist zu befürchten dass diese erhebliche Einschränkung der Freiberuflichkeit die Aussicht die in die eigene Praxis getätigten Investitionen nicht mehr in ausreichender Form zurückzuerhalten die Ärzte künftig über alle Fachgebiete hinweg davon abhalten wird sich mit dem Gedanken an eine Niederlassung näher zu beschäftigen Für die einen Praxiskauf finanzierenden Banken bedeutet die Gesetzgebung insbesondere für größere investive Praxen einen erheblichen Verlust an Sicherheiten Diese sind u a im potenziellen Verkaufswert einer Praxis begründet und wer kann schon abschätzen wie sich die Bedarfsplanung in zehn bis 20 Jahren entwickeln wird Die Diskussion inwieweit mit dieser Regelung die Versorgung in ländlichen Gebieten gestärkt würde braucht eigentlich nicht mehr geführt zu werden Es ist leider nicht abwegig bei diesem Szenario zu befürchten dass die Bereitschaft das Risiko einer Niederlassung überhaupt einzugehen noch deutlich stärker zurückgehen wird als dies in den letzten Jahren bereits zu beobachten war Sollte dieser Teil des Referentenentwurfes realisiert werden gibt es zumindest für die Rheumatologie eine Chance einem für die Versorgung desolaten Abbau von fachärztlichen Praxen zu entgehen Ja dies ist allerdings an zwei Voraussetzungen gebunden die künftige ASV für schwere Verlaufsformen rheumatischer Erkrankungen müsste analog den bereits bestehenden 116b Ambulanzen einen Großteil der rheumatologischen Versorgung und damit des Tätigkeitsbereiches der internistischen Rheumatologen abdecken Wir benötigen eine eigene Bedarfsplanung für Rheumatologen Die magische Zahl des SGB V von 1 000 Ärzten für eine eigene Bedarfsplanung haben wir Ende des Jahres 2013 überschritten Unter einer überwiegend über die ASV stattfindenden Leistungsabrechnung wären für uns auch die hermetisch abgeschlossenen Fachgruppentöpfe der regionalen KVen nicht mehr ein Hindernis für eine eigene Bedarfsplanung Der Leistungsumfang eines neuen Praxissitzes müsste nicht mehr von den Rheumatologen im System bezahlt werden Das Leistungs das Fallzahl und damit das Morbiditätsrisiko würde nicht mehr von den Rheumatologen sondern von den Krankenkassen getragen werden Zum Thema Terminservicestellen Ebenso wie z B die Fachgruppe der Rheumatologen sind auch die Bundesärztekammer BÄK und die KBV der Meinung dass die im Referentenentwurf vorgesehenen Terminservicestellen überflüssig sind Fast jeder Patient bekommt bei einem Notfall einen raschen und unmittelbaren Zugang zu einem

    Original URL path: http://www.bdrh.de/aktuelles/detailansicht/archive/2015/january/article/referentenentwurf-zum-versorgungsstaerkungsgesetz-versorgungsstaerkung-ohne-die-niedergelassenen.html?tx_ttnews%5Bday%5D=22&cHash=b23de4fbd7bbcf96050427a29897d5ec (2016-02-09)
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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Aktuelles | Detailansicht
    nutzen Allein sechs Gesetzesvorhaben die er im Jahre 2015 umsetzen will hat er in 2014 vorbereitet Mit höchster Priorität wurde das Pflegestärkungsgesetz Teil I verabschiedet Es wird am 1 Januar 2015 in Kraft treten Danach wird der Beitragssatz zur Pflegeversicherung angehoben und die Leistungen insbesondere für demente pflegebedürftige Menschen verbessert Unter Fachleuten umstritten ist ob die beabsichtigte Bildung eines Pflegevorsorgefonds von jährlich 1 2 Mrd Sinn macht Für die Krankenkassen stellt die Flexibilisierung des Zusatzbeitrages der Versicherten die im GKV Finanzstruktur und Qualitätsweiterentwicklungsgesetzes FQWG festgelegt ist und ab 1 Januar 2015 in Kraft treten soll eine große Herausforderung dar Dies dürfte bei den Krankenkassen den Mut für innovative neue Versorgungsformen deutlich dämpfen sehen doch alle für die Jahre nach 2015 Finanzierungsdefizite auf sich zukommen Innovative Versorgungsverträge mit den Krankenkassen haben unter dieser Perspektive nur dann Chancen wenn diese Verträge kurzfristig am besten bereits im ersten Jahr die entstehenden Anlaufkosten wieder einspielen Die weitreichendsten Folgen für die niedergelassenen Ärzte enthält das Versorgungsstärkungsgesetz das als Referentenentwurf bereits im Oktober 2014 mit den betroffenen Akteuren diskutiert wurde Aus ärztlicher Sicht ist insbesondere die Forderung nach einer Befristung der Wartezeiten auf einen Facharzttermin kritisch zu sehen Der hier sichtbare staatliche Dirigismus gipfelt in der Sollvorschrift für die KVen Arztpraxen in überversorgten Gebieten aufzukaufen und zu schließen um so junge Ärztinnen und Ärzte in unterversorgte Regionen zu lenken Hier sehen die Kritiker ein Stück Verstaatlichung während die Befürworter die Sollvorschrift gerne durch ein Muss Gebot verschärft hätten Der Minister bereitet noch zwei weitere Gesetzesvorhaben für das Jahr 2015 vor nämlich ein Präventionsgesetz und ein Telematik Gesetz Im Präventionsgesetz mit dem vor allem die Gesundheitsförderung intensiviert werden soll werden die Krankenkassen verpflichtet die Ausgaben von 2 74 pro Versicherten auf 10 aufzustocken Verstärkt soll auch die betriebliche Gesundheitsförderung werden Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung soll die

    Original URL path: http://www.bdrh.de/aktuelles/detailansicht/archive/2015/january/article/rueckblick-2014-vorausschau-2015.html?tx_ttnews%5Bday%5D=22&cHash=6ce1b2841c40d91888e94f18ae7b1a9f (2016-02-09)
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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Aktuelles | Detailansicht
    oberhalb der kritischen Grenze von 110 Prozent für eine Zulassungsbeschränkung D h fast jeder 2 Facharztinternist und damit auch Rheumatologe würde in den nächsten Jahren aus der ambulanten fachärztlichen Versorgung verschwinden würde der Referentenentwurf in ein Gesetz überführt und 1 1 von den Zulassungsausschüssen befolgt werden Für die rheumatologische Versorgung aber auch für die onkologische kardiologische und übrige Schwerpunkt internistische Versorgung würde dies nicht nur in Bayern sondern auch den anderen Bundesländern einen Kahlschlag ohnegleichen bedeuten In der Rheumatologie wäre die Auswirkung für die Patienten nicht nur wegen des bereits vorhandenen Rheumatologen Mangels mit Abstand am extremsten Zum einen ist die Rheumatologie ein überwiegend ambulantes Fachgebiet zum anderen sind schon heute die Wartezeiten in den ca 180 bundesweiten Rheuma Ambulanzen keinesfalls kürzer als in den entsprechenden Facharzt Praxen Auch die im Gesetzentwurf vorgesehene ambulante Öffnung von Krankenhäusern ohne ambulante Zulassung wird keine Entlastung für die drohende Vernichtung rheumatologischer Kompetenz im ambulanten Bereich bringen Rheumatologen an Kliniken ohne rheumatologische Abteilung sind bundesweit eine Rarität und wenn sie dort tätig sind sind diese Rheumatologen meist in leitender Funktion im stationären allgemeininternistischen Bereich fest eingebunden und werden auch mit einer entsprechenden Öffnung dieser Krankenhäuser nur unzureichend in der ambulanten Versorgung tätig werden können Im klinischen Bereich tätige Rheumatologen haben in erster Linie Verantwortung für die stationäre Versorgung und werden damit weiterhin neben einer ambulanten Tätigkeit unverzichtbare Aufgaben in der stationären Versorgung der Patienten wahrnehmen Damit werden auch bei einer vielleicht vom Gesetzgeber gewollten Ausweitung der Rheuma Ambulanzen die durch die Stilllegung von rheumatologischen Praxen entstehenden Defizite bei weitem nicht gedeckt werden können In einem Bundesland wie Thüringen mit nur einer größeren Rheuma Ambulanz und der bestehenden Altersstruktur der niedergelassenen Rheumatologen ist bei einer Umsetzung des 103 des Referentenentwurfes davon auszugehen dass in den nächsten zwei Jahren 50 Prozent der ambulanten fachärztlichen rheumatologischen Versorgung

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