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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    assoziierter Vaskulitis zugelassene Rituximab eingesetzt wird Einen Überblick über potenzielle neue aber auch alte Angriffspunkte gab auf dem DGIM Kongress Prof Dr Ulf Müller Ladner Bad Nauheim Neue Entwicklungen sind bei dem vertrauten Zytokin Target IL 6 zu verzeichnen Noch Zukunftsmusik Anti IL 6 Nanokörper und bi spezifischer TNFα IL 17 AntikörperNeben einer Reihe derzeit bei RA in Phase III befindlicher IL 6 Rezeptor Inhibitoren wie z B Sarilumab wurde erstmals auch ein Anti IL 6 Nanobody also Einzeldomänenantikörper entwickelt In einer Phase I II Studie erreichten unter ALX 0061 i v nach 24 Wochen fast zwei Drittel der RA Patienten eine DAS28 Remission Mit IL 17 rückt bei der RA aber auch eine neue Zielstruktur in den Fokus Erste Phase II Daten zu dem Anti IL 17A Antikörper Secukinumab waren zwar nicht gänzlich überzeugend zwei Phase III Studien bei RA sind jedoch bereits angelaufen Im Gegensatz dazu wurde die sehr gute Wirksamkeit und akzeptable Sicherheit des Antikörpers in je zwei weiteren Phase III Studien bei SpA und PsA nachgewiesen Mit Brodalumab könnte bei PsA zudem ein weiterer Anti IL 17 Rezeptor Antikörper reüssieren so Müller Ladner Noch in einer frühen klinischen Phase befindet sich mit ABT 122 ein interessanter bi spezifischer Antikörper der zugleich an TNFα und IL 17 ansetzt aber auch die Freisetzung von IL 6 hemmt Bislang wird ABT 122 bei RA getestet jedoch würde das Wirkprinzip auch eine gute oder sogar noch bessere Wirksamkeit bei SpA und PsA vermuten lassen Bei RA mit gutem Erfolg in Phase II geprüft wurden zwei Anti GM CSF Rezeptor Antikörper wobei z B in der EARTH Studie zu Mavrililumab eine gute und auch rasch eintretende Effektivität gezeigt wurde Vor allem kam es ebenso wie beim zweiten Kandidaten MOR 103 zu keiner Häufung schwerer Infektionen merkte Müller Ladner an Leider gestoppt

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    den ANCA assoziierten Vaskulitiden AAV zwar noch ein Stück weit entfernt jedoch sind in Bezug auf Remissionsinduktion und erhalt Fortschritte zu verzeichnen über die Prof Dr Frank Moosig Bad Bramstedt berichtete In Anbetracht der neuen Daten gerade zu Rituximab erfolgt derzeit eine Aktualisierung der EULAR Leitlinie zum AAV Management Erfreulich ist nach Moosig dass die Mortalität bei AAV inzwischen auch langfristig kaum noch über dem Niveau der Bevölkerung liegt wozu insbesondere ein früherer Therapiestart mit nachfolgender Remissionserhaltung niedrigere kumulative Cyclophosphamid CYC Dosen und eine geringere Infektionsrate beigetragen haben Weiter gefährdet sind jedoch bestimmte Subgruppen so bei Granulomatose mit Polyangiitis GPA jüngere Männer und Patienten mit initialem Organversagen bei der eosinophilen GPA EGPA Patienten mit Herzbeteiligung und bei Mikroskopischer Polyangiitis MPA solche mit Lungenfibrose Update zu Remissionsinduktion und erhalt Ziele der Therapie sind ein Birmingham Vasculitis Acitivity Score BVAS gleich Null also eine Remission ein möglichst niedriger Vasculitis Damage Index VDI und nach den EULAR EUVAS Remissionskriterien eine Prednisolon Dosis 7 5 mg Tag Zur raschen Remissionsinduktion sind gemäß der CYCLOPS Studie i v und p o CYC plus Prednisolon gleichwertig bei schwerer Nierenbeteiligung zeigt so das Ergebnis der MEPEX Studie die Plasmapherese gewisse Vorteile gegenüber einer Methylprednisolon Pulstherapie In der RAVE Studie zur Remissionsinduktion erwies sich Rituximab RTX im Vergleich zu p o CYC über 6 18 Monate als äquaivalent wirksam bei Rezidiv Patienten war es nach sechs Monaten signifikant überlegen Obwohl sich die Hoffnung auf weniger Nebenwirkungen unter RTX nicht erfüllte sieht Moosig dieses als gute Therapieoption vor allem bei jüngeren AAV Patienten und solchen mit Rezidiv Eine weitere Alternative zur Remissionsinduktion bei AAV und aktiver Nierenbeteiligung könnte künftig der C5 Rezeptorantagonist CCX168 darstellen der in einer Phase II Studie kombiniert mit einer CYCLOPS Standardtherapie gegenüber hoch dosiertem Prednisolon bei recht guter Verträglichkeit häufiger eine renale Remission ermöglichte Zur

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    eine kanadische Studie mit 99 Patienten Nach drei Jahren waren ca 50 dieser Patienten noch schubfrei Serologische Aktivität niedriges Komplement hohe Anti dsDNA Ak Titer und ein eher schnelles Absetzen der IS waren prädiktiv für einen neuen Schub Eine weitere wichtige Studie aus 2014 bestätigt dass sich eine Glukokortikoid GK Therapie schon im ersten Behandlungsjahr Dosis abhängig negativ auf den Damage im Langzeitverlauf der SLE Patienten auswirkt Eine kurze hochdosierte GK Pulstherapie i v und eine niedrig dosierte Prednisolon Therapie 7 5 mg Tag im 1 Jahr bergen dagegen kaum ein zusätzliches Damage Risiko Langfristig ist dann aber eher eine Dosis 5 mg Tag anzustreben betonte Riemekasten Bei aktiver Lupus nephritis ergab die RITUXILUP Studie dass Rituximab 1 g und 500 mg Methyl Prednisolon an Tag 1 und 15 in Kombination mit bis zu 2x 1 5 g Tag Mycophenolat mofetil MMF bei 90 der Patienten ohne orale GK nach drei Jahren zu einer kompletten 72 oder partiellen Remission 18 und nur geringen Rezidivrate führte Zu den bei SLE vielversprechendsten neuen Therapiekandidaten zählt nach den Worten Riemekastens das gegen BAFF APRIL gerichtete Fusionsprotein Atacicept für das in einer Phase II Studie in einer Dosis von 150 mg eine signifikante Reduktion der Schubrate s Abb bei allerdings erheblichen Nebenwirkungen gezeigt wurde Fortschritte gibt es auch bei therapierefraktärem SLE Gute Ergebnisse wurden mit einer mesenchymalen Stammzelltransplantation erzielt 94 Überleben 50 komplette Remission nach vier Jahren Als eine weitere Therapieoption kristallisiert sich in dieser Situation der Proteasom Inhibibitor Bortezomib heraus erste positive Erfahrungen wurden zudem mit einer niedrig dosierten IL 2 Therapie gesammelt Update zu Sjögren Syndrom und Myositiden Erstmals in dieser Form wurde für das primäre Sjögren Syndrom pSS in einer großen europäischen Studie mit über 1 000 Patienten in Abhängigkeit von hoher Krankheitsaktivität und Risikofaktoren z B Männer Kryoglobuline Lungenbeteiligung niedriges Komplement Lymphopenie Gammopathie Anti La Ak eine nach median 117 Monaten um das 4 fache erhöhte Mortalität SMR 4 7 festgestellt mehr als zuvor erwartet betonte Riemekasten Neu veröffentlicht wurde ein Expertenkonsensus zur pSS Klassifikation der zwar nicht ideal erscheint aber gegenüber den AECG Kriterien sensitiver ist 96 vs 88 hat Erfüllt sein müssen zwei der folgenden Kriterien Erstens Anti Ro und oder La Ak oder RF und ANA 1 320 zweitens Biopsie der Speicheldrüse positiv mit einem Score einem Fokus 4 mm2 und drittens Keratokonjunktivitis mit Score der Hornhautfärbung 3 Lissamingrün Zur pSS Lokaltherapie wurde eine kontrollierte Studie mit 60 Patienten vorgestellt in denen mehrere Botulimumtoxin Injektionen medial des unteren Tränengangs versus Tränengangstöpseln eine deutliche Verbesserung der Augentrockenheit zur Folge hatten Beim sekundären Sjögren Syndrom im Rahmen einer RA erwies sich Abatacept sowohl in puncto Augen als auch Mundtrockenheit in der japanischen ROSE Studie als zumindest moderat wirksam bei pSS scheint ebenfalls eine Effektivtät von Abatacept gegeben zu sein so Riemekasten Einige neue Therapiestudien wurden auch zu den Myositiden präsentiert Erste positive Daten bei allerdings nur wenigen Patienten gibt es zum Einsatz von Basiliximab einem neuen Antikörper gegen den IL 2 Rezeptor CD25 bei amyopathischer Dermatomyositis und progressiver Lungenerkrankung

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    der SpA Überdies ist ungeklärt wie etwa bei PsA oder peripherer SpA das Zielkriterium Remission am besten abzubilden ist Dessen ungeachtet wurden schließlich jenseits der fünf Grundprinzipien neun für alle SpA Formen gültige Empfehlungen ausgesprochen jeweils drei gehen spezifisch auf die axiale SpA inkl der Ankylosierenden Spondylitis AS die periphere SpA und die PsA ein Angesichts der zahlreichen offenen Fragen wurde laut Heldmann eine umfangreiche Forschungsagenda zum T2T Konzept bei SpA aufgelegt Ein wichtiges Element der T2T Empfehlungen ist zu Recht die Forderung nach einem adäquaten Management wichtiger Komorbiditäten Wie Prof Märker Hermann betonte ist das kardiovaskuläre Risiko bei SpA und PsA in ähnlichem Maße erhöht wie bei RA Patienten So haben z B einer aktuellen Metaanalyse zufolge AS Patienten über ein Follow up von 15 Jahren ein 1 6 bzw 2 fach erhöhtes Risiko für einen Myokardinfarkt respektive Schlaganfall Bei axialer SpA ist zudem eine Adipositas BMI 30 mit einem deutlich schlechteren Ansprechen auf eine Anti TNF Therapie assoziiert Noch häufiger findet man Adipositas Insulinresistenz und oder ein metabolisches Syndrom bei PsA Patienten Eine solche Konstellation ist mit einem deutlich schwereren Verlauf der PsA assoziiert Odds ratio OR 3 5 Für Adipositas wurde wie bei axialer SpA ein schlechteres Therapieansprechen und eine geringere Wahrscheinlichkeit OR 0 5 für das Erreichen einer anhaltenden minimalen Krankheitsaktivität nachgewiesen Update zur Therapie bei axialer und peripherer SpA Bei schweren SpA Formen sei es im Stadium der nicht röntgenologischen axialen SpA nr axSpA oder bei manifester AS führt nach NSAR Versagen bislang kein Weg an einer Anti TNF Therapie vorbei wobei für die einzelnen TNFα Inhibitoren bei AS von einer ungefähr vergleichbaren Wirksamkeit mit einem ASAS40 Ansprechen von 39 47 nach 24 Wochen auszugehen ist führte Märker Hermann weiter aus Etwas geringer ist die Auswahl bei schwerer nr axSpA wo nach Adalimumab und Certolizumab im vergangenen Jahr mit Etanercept ein dritter TNFα Hemmer zugelassen wurde Golimumab dürfte demnächst folgen Erste positive Daten aus einer Pilotstudie mit 20 AS Patienten liegen inzwischen für den IL 12 23 Inibitor Ustekinumab vor der sich neuere Erkenntnisse zur SpA Pathogenese bestätigend wie schon bei PsA potenziell zu einer biologischen Alternative zur Anti TNF Therapie mausern könnte Bereits deutlich weiter fortgeschritten bei AS ist die Entwicklung des IL 17A Inhibitors Secukinumab der mit MEASURE 1 und 2 bereits erfolgreich zwei Phase III Studien durchlaufen hat In Anbetracht von ASAS20 bzw 40 Ansprechraten von ca 60 bzw 40 und einer Effektivität auch bei TNF vorbehandelten Patienten dürfte hier in nicht allzu ferner Zukunft mit der Zulassung des ersten alternativen Biologikums neben den TNFα Inhibitoren bei axialer SpA zu rechnen sein so Märker Hermann Bei peripherer SpA bleibt es in puncto Biologika wohl zunächst bei der faktischen off label Therapie mit TNFα Inhibitoren auch wenn für Adalimumab aus der ABILITY 2 Studie durchaus gute Daten für Patienten mit peripherer SpA ohne PsA vorliegen Update zur Therapie bei Psoriasis Arthritis Als letzter TNFα Inhibitor wurde im vergangenen Jahr basierend auf der Phase III Studie RAPID PsA Certolizumab bei aktiver PsA zugelassen Bereits

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    für die Rheumatoide Arthritis RA seitens der EULAR erstmals Treat to target T2T Empfehlungen vorgelegt die in der Folge auch in die Gestaltung der Leitlinie eingingen Während ein Update der T2T Guidance in Kürze zur Publikation ansteht gab Prof Dr Hendrik Schulze Koops München im Rahmen des DGIM Kongresses einen kurzen Überblick zu neuen Entwicklungen in der RA Therapie des Jahres 2014 mit Fokus auf die aktuell vorliegenden EULAR Empfehlungen zum RA Management Wird das Therapieziel klinische Remission oder niedrige Krankheitsaktivität nicht binnen sechs Monaten mit Methotrexat MTX oder alternativ einer DMARD Kombination sowie einer möglichst kurzzeitigen Steroidtherapie erreicht wird in der EULAR Leitlinie bei RA Patienten mit ungünstiger Prognose zusätzlich die Gabe eines Biologikums gleichrangig TNFα Blocker Abatacept oder Tocilizumab sowie in bestimmten Situationen Rituximab empfohlen Wie Schulze Koops betonte sollte aber im Regelfall das MTX weitergegeben werden eine biologische Monotherapie wird von der EULAR explizit nicht propagiert Dass bei Patienten mit etablierter RA im Mittel ca 5 Jahre DAS28 5 8 und inadäquatem Ansprechen auf MTX dieses in Kombination mit dem TNFα Hemmer Adalimumab jedoch in reduzierter Dosis gegeben werden kann belegen die Ergebnisse der MUSICA Studie Nach 24 Wochen zeigten sich weder für Remission 2 6 noch niedrige Krankheitsaktivität 3 2 im DAS28 signifikante Unterschiede zwischen MTX 20 und 7 5 mg Woche 15 5 vs 13 6 bzw 31 0 vs 26 6 s Abb Ähnliche Daten lieferte die CONCERTO Studie mit MTX naiven RA Patienten Krankheitsdauer 0 3 Jahre DAS28 ca 6 Kombiniert mit Adalimumab wurden in puncto DAS28 2 6 oder 3 2 nach 26 Wochen keine signifikanten Unterschiede zwischen MTX 20 und 10 mg Woche beobachtet Vor allem bei schlechter Verträglichkeit von MTX kann daher in Kombination mit Adalimumab und wohl auch anderen Biologika dessen Dosis auf 7 5 bis 10 mg Woche

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    gehalten die Versorgung nach Schwerpunktbezeichnung zu prüfen In der gesamten Bundesrepublik gibt es keinen Bereich der eine entsprechende Überversorgung für die Rheumatologie aufweist Aus diesem Grund sind Rheumatologen in keiner Weise von Praxiseinziehungen betroffen und können gelassen künftigen Nachbesetzungsverfahren entgegensehen Die flächendeckende Versorgung der ambulanten Rheumatologie bleibt eine besondere Herausforderung die mit Hilfe neuer Versorgungs und Vergütungsstrukturen gelöst werden könnte Nach Ansicht von Gromnica Ihle die sich zunächst ausdrücklich für die jahrelange aufopferungsvolle Arbeit niedergelassener Rheumatologen im Namen der Rheumapatienten bedankte müsse unbedingt eine wohnortnahe Versorgungsstruktur angeboten werden In den größeren Rheumapraxen und Rheuma Ambulanzen in Ballungszentren bestünden teilweise monatelange Wartezeiten Rheuma MVZ Der Gesetzgeber wolle nach Auskunft von Maag auf die angesprochenen Versorgungsengpässe unter anderem mit der Möglichkeit fachgleicher Medizinischer Versorgungszentren MVZ reagieren und damit nicht nur die flächendeckende Versorgung sicherstellen sondern zugleich ambulante Angebote für niederlassungswillige Ärzte schaffen die wiederum flexible Arbeitsstrukturen ermöglichen könnten In der vertragsärztlichen Versorgung sind nach Angaben von Köhler bereits 26 000 Vertragsärzte angestellt zusätzlich sind weitere 20 000 Ärzte ambulant teilzeitbeschäftigt Diesem Trend müssten sich rheumatologische Schwerpunktpraxen nach Auffassung des BDRh und Köhler stellen Künftige ambulante rheumatologische Versorgungsstrukturen zeichneten sich durch überörtliche Kooperationen Filialisierung und dem Angebot von Anstellungsverhältnissen insbesondere flexibler Teilzeitstrukturen aus Hier ermutigte Köhler zum regen Gebrauch von Sonderbedarfszulassungen Diese könnten auch für ganze oder halbe Angestelltensitze beantragt werden Terminservicestellen Von den Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen KVen ist keine spürbare Verbesserung der ambulanten rheumatologischen Versorgung zu erwarten Die mit dem GKV VStG verknüpfte Erwartung der Vergabe eines Termins innerhalb einer oder zumindest von vier Wochen und alternativ eines frühen Behandlungstermins in einem Krankenhaus ist nach Auffassung von Hinübers illusorisch In Notfällen bestätigt die Rheuma Liga zwar die Sicherstellung in ambulanten Praxen für eine regelmäßige Konsultation fehle es den überlasteten Praxen sowie den Kliniken jedoch an Manpower bzw Spezialkräften Der Schlüssel liege in einer massiven Förderung der Weiterbildung zum Rheumatologen ASV Die Politik habe sich nach Auskunft von Maag durch die Neuregelung der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung ASV einen Schub für die fachärztliche Versorgung erhofft Die Umsetzung durch die Selbstverwaltung führe indes zu einer Überbürokratisierung Von Hinüber wies allerdings auf bereits bestehende Kooperationsgemeinschaften und den Kooperationswillen niedergelassener Rheumapraxen und Kliniken hin die Absprachen und das Zu und Rücküberweisungsverhalten funktioniere bereits Die Verzögerung des Ausbaus der ASV Struktur liege nur teilweise an der bürokratischen Handhabung überwiegend jedoch an fehlenden finanziellen Anreizen Für Kliniken sei eine ASV Mitbehandlung auf Basis eines EBM Ziffernkranzes defizitär die Schaffung einer ASV DRG stehe in weiter Ferne Soweit der Gesetzgeber mit dem GKV VStG die Altgenehmigungen nach 116b SGB V unbefristet verlängere werde sich auf diesem Gebiet nichts verändern Selektivverträge Besondere Versorgung Als neuer Hoffnungsträger für eine bessere Vergütung rheumatologischer Leistungen gilt die geplante Neuregelung der Besonderen Versorgung nach 140a ff SGB V Diese neue Vertrags und Versorgungsform soll künftig aus der Zusammenfassung der Integrationsversorgung nach 140a SGB V und Selektivversorgung nach 73c SGB V entstehen Im Rahmen der Besonderen Versorgung ist weder eine Interdisziplinarität noch eine regelhafte stationäre Einbindung Vertragsvoraussetzung Der BDRh ist nach Darstellung von Edelmann optimistisch

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    Wird hingegen eine moderate und nicht nur geringfügige Verbesserung des therapierelevanten Nutzens erzielt Verringerung von nicht schwerwiegenden Symptomen relevante Vermeidung von Nebenwirkungen wird dem neuen Arzneimittel ein geringer Zusatznutzen zuerkannt Ein vorhandener Zusatznutzen ist dagegen nicht quantifizierbar wenn die wissenschaftliche Datengrundlage dies nicht zulässt Dabei gibt G BA genau vor bei welchen konkreten Indikationen der festgestellte Zusatznutzen angenommen wird Folge des Zusatznutzens Die Feststellung des Zusatznutzens hat mehrere Folgen Gemäß 130b Abs 1 SGB V werden die Krankenkassen verpflichtet mit dem Arzneimittelhersteller einen Rabattvertrag zu vereinbaren Dabei wird der Preis für das Arzneimittel umso höher ausfallen je größer der Zusatznutzen ist Gemäß 130b Abs 2 SGB V soll die Vereinbarung zwischen den Krankenkassen und dem Arzneimittelherstellern darüber hinaus vorsehen dass Verordnungen von Arzneimitteln die einen Zusatznutzen haben von der Prüfungsstelle als Praxisbesonderheiten anerkannt werden Da diese Vereinbarung jedoch nur eine Soll Bestimmung darstellt steht dies in der Verhandlungsfreiheit der Krankenkasse Konsequenz für Vertragsarzt Solange eine solche Vereinbarung nicht vorliegt ist das Arzneimittel dennoch im GKV Bereich verordnungsfähig Es gelten die allgemeinen Anforderungen des Wirtschaftlichkeitsgebots nach 12 SGB V Sobald jedoch eine Vereinbarung mit den Krankenkassen vorliegt die auch eine Praxisbesonderheit anerkennt genießt der verordnenden Vertragsarzt im Grunde Regressschutz Dabei ist jedoch folgendes zu beachten Zum einen muss der verordnende Arzt bei der Verordnung die Vorgaben des G BA hinsichtlich der Indikation einhalten für die ein Zusatznutzen festgestellt wurde Dies sollte er auch entsprechend dokumentieren Zum anderen ist die Umsetzung des Regressschutzes von KV zu KV unterschiedlich Im KV Bezirk Bayern wird im Arzneimittelbereich keine Richtgrößenprüfung durchgeführt sondern die Einhaltung von Zielquoten geprüft Dabei werden Arzneimittel die durch eine Vereinbarung anerkannt wurden gemäß der Arzneimittelvereinbarung bei der Berechnung der dort relevanten Zielquote unberücksichtigt bleiben Dies bedeutet dass die Verordnungen grundsätzlich im Rahmen einer Prüfung nicht einbezogen werden Es besteht ein effektiver

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  • Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V. - Informationen für Rheumatologen | Kongressberichte | Detailansicht
    und Tuberkulose Diese Forderung wurde vom BDRh wiederholt in der Diskussion mit dem ASV Team der KBV eingebracht In seinem Beitrag zur bisherigen Umsetzung der ASV machte Dr Axel Munte insbesondere auf die bürokratischen Hürden aufmerksam die in einzelnen Bundesländern durch die erweiterten Landesausschüsse aufgebaut werden die über die Zulassung zur ASV entscheiden Die Maxime des Beitritts zur ASV wer kann der darf erscheint hier in einem ganz anderen Licht und wird anscheinend in manchen Bundesländern in denen die Kassenärztlichen Vereinigungen KVen der ASV sehr kritisch gegenüberstehen erheblich konterkariert Der Verband von Dr Munte Bundesverband Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung leistete und leistet den einzelnen Einrichtungen wichtige Unterstützung bei der zum Teil sehr aufwendigen Antragsstellung Bisher haben bundesweit nur sehr wenige onkologische Zentren und Einrichtungen die Tuberkulose Patienten versorgen einen Antrag gestellt Unsicherheit mangelnde Information über den Organisations und Vergütungsablauf sowie fehlende etablierte Abrechnungsstellen sind die Hauptursachen Auf den Bereich Abrechnung ging Dr Andreas Köhler Ehrenpräsident des Spitzenverbandes der Fachärzte SpiFa ein Die SpiFa baut derzeit eine Management Gesellschaft zur Abwicklung der Abrechnung der ASV auf und zwar nicht gegen die Kassenärztlichen Vereinigungen sondern unter Nutzung der Abrechnungssoftware der KVen Entgegen anderslautenden Verlautbarungen aus der KV Welt sind die KVen damit durchaus eingebunden Herr Dr Köhler vormaliger KBV Chef wies auf die Chancen der ASV für die Fachgebiete hin denen erstmalig seit Jahrzehnten keine Budgetierung in der Versorgung in Aussicht steht und rief die Alternative den alten 116b in Erinnerung mit ausschließlicher Zulassung der Kliniken zu dieser nicht budgetierten Versorgungsebene Die von manchen KV Vorsitzenden als Argument gegen die ASV ins Feld gebrachte Bereinigung sei zwar im Detail nicht geklärt doch wurde und wird diese Bereinigung bei der Hausarzt zentrierten Versorgung nach 73b seit vielen Jahren praktiziert und zudem besteht die gesetzliche Vorgabe dass die Bereinigung in der ASV nicht zulasten der fachärztlichen Grundversorgung gehen darf Insgesamt sprach sich Dr Köhler für eine Teilnahme der Rheumatologen an der ASV aus Änderungsvorschläge des BMG vom 15 05 2015 zum Versorgungsstärkungsgesetz VStG betreffend die ASV Aufgrund der vielfältigen Einwände der Fachverbände auch des BDRh gegen eine Fortschreibung eines dauerhaften Bestandsschutzes der Ambulanzen nach 116b alt die im Kabinettsentwurf zum Versorgungsstärkungsgesetz VStG vorgesehen war und der konzertierten Aktion von KBV und DKG stattdessen auf die Einschränkung auf schwere Verlaufsformen bei den besonderen Erkrankungen innerhalb der ASV zu verzichten eine Position die auch vom SpiFa und vom BDRh unterstützt wird hat das Bundesministerium für Gesundheit BMG in seinen Änderungsvorschlägen zum VStG festgelegt bei rheumatischen und onkologischen Erkrankungen auf die Einschränkung schwere Verlaufsformen zu verzichten Der Bestandsschutz nach 116b alt soll für drei Jahre nach Inkrafttreten der jeweiligen Anlage gelten und wird damit im Vergleich zum noch geltenden SGB V um ein Jahr verlängert Vom BDRh werden beide Änderungsvorschläge sehr begrüßt Der Wegfall der Definition schwere Verlaufsformen erweitert das Indikationsspektrum in der Rheumatologie auf alle chronisch entzündlichen Rheumaformen ggf einschließlich der Fiebersyndrome und erübrigt die Definition von schweren Verlaufsformen die zur Kontrolle und Abrechnungsprüfung nur einen bürokratischen Mehraufwand mit sich bringen würden Ein dauerhafter Bestandschutz der Ambulanzen

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