archive-de.com » DE » A » ATEMSCHUTZUNFAELLE.DE

Total: 354

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Beinaheunfälle im Jahr 1994
    Sonstiges Werbung Impressum Beinaheunfälle Beinaheunfälle im Jahr 1994 Ein Zwischenfall Hinweis in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden Daher kann es vorkommen dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt Januar 1994 Realbrandausbildung Problem mit Überdruckgerät Januar 1994 Realbrandausbildung Problem mit Überdruckgerät uc Rotterdam NL Während einer Realbrandausbildung Schiff mit heißen Brandstellen bei RISC kam es zu unbemerkten Undichtigkeiten

    Original URL path: http://www.atemschutzunfaelle.de/beinaheunfaelle/1994/ (2016-04-26)
    Open archived version from archive


  • Beinaheunfälle im Jahr 1996
    Studium der Begleitpapiere ergab dass der Kesselwagen für den Transport von Arcrylsäuremethlyester vorgesehen war Nach der Abschaltung und Erdung der Oberleitung ging ein Trupp unter CSA zur Überprüfung des Kesselwagens vor Es stellte sich heraus dass dieser nur noch eine Restmenge von ca 150 200l des Stoffes beinhaltete Im Nachgang der Überprüfungsarbeiten kam es zu folgendem Vorfall Bei der Arbeit auf der Oberseite des Kesselwagens ertönte bei einem der eingesetzten FA das Restluftwarnsignal Er begab sich sofort auf den Rückzug und erreichte den Boden ca 2 3 min nach Ertönen des Signals Der Luftvorrat war bis zu diesem Zeitpunkt komplett verbraucht Er musste von zwei zusätzlichen Kräften unverzüglich aus dem Anzug befreit werden Dekontaminationsmaßnahmen wären im Falle einer vorher stattgefundenen Kontaminierung nicht mehr möglich gewesen Der Unfall wurde folgendermaßen rekonstruiert Der FA trug bei seiner Arbeit einen Überdruck PA Bei der Arbeit unter dem Schutzanzug musste der Kopf stark an den Körper herangezogen und das Sichtfenster des Anzuges gegen den Oberkörper gepresst werden Blick nach unten Hierbei drückt im Anzug das Fenster gegen den Lungenautomaten und hebt die Atemschutzmaske vom Kopf ab Der Überdruck PA bläst bei diesem Vorgang konstruktionsbedingt unkontrolliert Luft in den PA ab Dies verursachte den ungewöhnlich hohen Luftverbrauch wodurch der Rückzugsweg nicht mehr gewährleistet war Versuche in der Wiesbadener Atemschutzwerkstatt ergaben dass die Luft eines Überdruck PA bei freiem Ausströmen innerhalb von 3 min verbraucht ist Nach Ansprechen der Restluftwarneinrichtung verbleiben in diesem Fall noch 20 sec Erkenntnisse der BF Wiesbaden Die Verwendung von Überdruck PA unter CSA kann für die eingesetzten Kräfte zu einer Gefährdung führen Ständiger Sichtkontakt mit den eingesetzten Trupps muss gewährleistet sein Die Möglichkeit einem verunfallten Kameraden aus dem Anzug zu helfen ist aufgrund der Schutzhandschuhe nur schwer möglich Die Ausbildung muss auf den Notausstieg aus dem CSA eingehen Quelle Florian Hessen

    Original URL path: http://www.atemschutzunfaelle.de/beinaheunfaelle/1996/ (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Beinaheunfälle im Jahr 1997
    erwähnten übersteigt Mai 1997 Kellerbrand mit Verpuffung unzureichende PSA Mai 1997 Kellerbrand mit Verpuffung unzureichende PSA bl Kellerbrand Mai 1997 Achmer NI Werktags um ca 15 30 Uhr Personalprobleme wurde meine FF über FME zu einem Kellerbrand gerufen In der Anfangsphase ging der Trupp des TLF 8 ein Kamerad mit GF Qualifikation und ein frischer AGT mit einem 30m Schnellangriff Pistolenstrahlrohr vor um den Brandherd zu lokalisieren Anmerkung Das TLF stand ca 10m von der Haustür entfernt Durch die enorme Hitze und Nullsicht schien ein Vordringen unmöglich Zudem verlor der Angriffstruppführer seinen Lungenautomaten den er sich selbst eingeschraubt hatte Gott sei Dank konnte er den Ausgang rechtzeitig erreichen Der zweite Trupp vom LF 8 zwei junge völlig unerfahrene Kameraden einer davon war ich unterstützte den Ersten Während wir mit dem Schnellangriff das Treppenende gerade erreicht hatten gab es eine Verpuffung Durch die Wucht flog eine Zimmertür aus dem Rahmen siehe rechtes Bild Völlig erschrocken eilten wir nach draußen Nach diesem Vorfall betrat vorerst niemand den Keller Letztendlich wurde der Keller mit Mittelschaum geflutet Brandursache war ein Fernseher der zu Testzwecken im Hobbykeller lief Zu unserer Schutzausrüstung Wir hatten alle nur eine leichte Baumwollhose die leichte Einsatzjacke DIN Helm mit Nackenleder

    Original URL path: http://www.atemschutzunfaelle.de/beinaheunfaelle/1997/ (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Beinaheunfälle im Jahr 2001
    mit möglichst wenig Atemzügen zu erreichen Durch die DLK wurden wir dann abgeholt und vom Rettungsdienst kurz durchgecheckt Ein Manometervergleich ergab das der Truppmann noch 110 Bar zur Verfügung hatte 300 bar CFK Ein Flaschen Geräte Die Zeit zwischen Ertönen der Restdruckwarnung und Ende des Luftvorrates war sehr kurz Wir hatten den Rückzug sofort beim Ertönen angetreten die Lageeinweisung war der einzige drei Sätze lang dauernde Stop Bemerkung in eigener Sache Leider wurde dieser Vorfall damals in unserer Feuerwehr nicht publik gemacht und auch nicht aufgearbeitet Ich kann aus eigener Erfahrung nur an alle Atemschutzgeräteträger insbesondere an die Führungskräfte darunter appellieren derartige Vorkommnisse ernst zu nehmen und entsprechendes Notfallmanagement zu üben Leider oder besser glücklicherweise reicht bei der überwiegenden Anzahl der Einsätze unter PA die Flaschenfüllung reichlich aus so dass eine scheinbare Routine entsteht Vgl Unfallbericht Köln was ist erfahren in Bezug auf die Anzahl der Einsätze bzw Dienstzeit im Verhältnis zur tatsächlich unter PA gearbeiteten Zeit Internetseiten wie diese hier tragen in sehr guter Weise dazu bei derartige Informationen und Erlebnisse breit zu streuen und anderen die Möglichkeit zu geben sich durch richtige Einsatzvorbereitung davor zu bewahren Quelle Hans Jörg Stellmacher OBM Zugführer 2 Zug Abt Korntal FF Korntal Münchingen Bildquelle Mit freundlicher Genehmigung von Alfred Drossel Ludwigsburger Zeitung Twittern Auf Facebook teilen Auf Google teilen 21 März 2001 Kühlhausbrand Beinaheabsturz bl Hamburg Während des Kühlhausbrandes in Hamburg tastet sich ein Trupp vor und entgeht nur knapp einem Unglück Als die vorgeschobene Axt keinen Boden mehr unter sich hat tastet der Truppführer mit den Händen und kniet nur wenige Zentimeter vor einem ungesicherten etwa drei Meter breiten Fahrstuhlschacht Quelle Feuerwehr Magazin 9 01 Seiten 38 45 Twittern Auf Facebook teilen Auf Google teilen Oktober 2001 Brand in landwirtschaftlichen Anwesen Einsturz Sicherheitstrupp aktiviert js Wallenhorst NI Über eine nahezu rauchfreie Diele gingen zwei Trupps unter PA in das Dachgeschoss vor In der durchbiegenden Zwischendecke wurden Flammen entdeckt Nach der Wassergabe bog sich die Zwischendecke weiter durch Als sich die Trupps daraufhin zurückziehen wollten gaben ca 50m der Decke nach und fielen auf einen Angriffstrupp Der andere Trupp hechtete aus einem Fenster im EG Nachdem sich der Truppführer wieder aufrappelte sah er brennende Trümmer von seinem Truppmann war nichts zu sehen Über Funk gab der Truppführer die Meldung Blitz Einsturz Mann in Not Rettungstrupp zur Haustür Er fing an den brennenden Schutt auseinander zuziehen Als der Sicherheitstrupp ankam der in Bereitstellung stand kam der vermisste Truppmann aus einem Nebenraum in den er durch die Trümmer geschubst worden war und meldete sich Wohlauf Quelle Jan Südmersen FF Wallenhorst Twittern Auf Facebook teilen Auf Google teilen 3 Dezember 2001 Dachstuhlbrand mit Durchzündungen ar Braunschweig NI Um 22 26 Uhr ging in der FEL der BF die Meldung Dachstuhlbrand ein Beim Eintreffen der zuständigen Ortsfeuerwehr und des Löschzuges der BF war der Vorplatz des Gebäudes bereits stark verraucht der Rauch drang aus dem gesamten Dachbereich des etwa 700qm großen Gebäudes offenes Feuer war zu diesem Zeitpunkt nicht zu sehen Ein Trupp der BF und

    Original URL path: http://www.atemschutzunfaelle.de/beinaheunfaelle/2001/ (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Beinaheunfälle im Jahr 2002
    am linken Arm und der Atf auf der Kopfhaut Eine direkte Flash Over Erscheinung konnte der AT nicht wahrnehmen Auf Grund der Schmerzen brach der AT den Innenangriff ab und zog sich zurück Außerhalb des brennenden Gebäudes stellte der AT fest dass die Einsatzbekleidungen starker Brand und Hitzeeinwirkungen ausgesetzt waren Keiner trug dabei irgendeine Verletzung davon Nach kurzer Erholungspause konnten die Feuerwehrbeamten schon wieder bei der Brandbekämpfung eingesetzt werden Die Einsatzbekleidung hatte folgende Schäden Die Helme von Grf und Atf waren auf der Oberseite stark verbrannt Beim Grf hatte der linke Ärmel der Überjacke starke Verbrennungen Seine Maske und der Lungenautomat wiesen starke Verschmelzungen auf Die Bebänderung des PA war stark angebrannt pers Schutzausrüstung des Trupps Gruppenführer Feuerwehrhelm Dräger Gallet SUPRA F1S mit Alu Nackenschutz Flammenschutzhaube Nomex III Überjacke und Überhose Nomex III mit Dampfsperre Feuerwehrschutzhandschuhe Feuerwehrschutzstiefel Haix Dräger Helm Maskenkompination Angrifftruppführer mann Feuerwehrhelm Dräger Gallet SUPRA F1S mit Nomex Nackenschutz Hollandtuch sonst wie Grf Fazit Trotz Beachtung der taktischen Regeln konnte der Flash Over nicht verhindert werden jedoch blieben die Feuerwehrbeamten auf Grund ihrer sehr guten persönlichen Schutzausrüstung unverletzt Quelle Feuerwehr Erfurt Twittern Auf Facebook teilen Auf Google teilen 2 Februar 2002 Wohnungsbrand mit Durchzündung Selbstrettung ar Baltimore USA Wohnungsbrand in einem zweigeschossigen Gebäude mit starker Rauchentwicklung Die ersteintreffenden Feuerwehrangehörigen starteten sofort einen Innenangriff um die Suche nach dem Brandherd und nach Personen aufzunehmen Ein Feuerwehrmann wurde im zweiten OG von einer Rauchgasdurchzündung überrascht Er konnte das Gebäude über eine tragbare Leiter die in Anleiterbereitschaft stand verlassen Er stieg mit Hilfe eines Kollegen kopfüber herab Quelle Firehouse com Twittern Auf Facebook teilen Auf Google teilen 23 September 2002 Großbrand Einsturz ar Tittmoning BY Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens Nach etwa 40 Min war das Vieh größtenteils in Sicherheit Lediglich drei oder vier Schweine waren noch im Stall Die Feuerwehr versuchte

    Original URL path: http://www.atemschutzunfaelle.de/beinaheunfaelle/2002/ (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Beinaheunfälle im Jahr 2003
    alle war es bald klar wo die liegen musste kannten sie doch jetzt das Gebäude von den vorhergehenden Sucheinsätzen bereits recht gut Es wurde beschlossen nochmals einen Absuchauftrag auszuführen und den letzten Dummy rauszuholen Ein Dreiertrupp wurde zusammengestellt Alle Männer waren wir mit dem Truppverbindungsseil das sich selber aufrollt zusammengebunden Der niedrigste Flaschendruck lag bei 120 bar auf Grund der angenommen Sicherheit über den Aufenthaltsort des letzten Dummy wurde dieser niedrige Wert hingenommen Noch vor Erreichen des Dummy ertönt der Restdruckwarner Noch herrscht Ruhe der betroffene Feuerwehrmann informiert seine Kollegen und per Funk den Truppüberwacher Der Betroffene geht alleine zurück ohne Panik durchkriecht er rückwärts eine Betonröhre Er arbeitet schwer und zieht mehr Luft als gewöhnlich Plötzlich kommt keine Luft mehr Die Maske schließt sich eng um sein Gesicht Die Flasche ist leer Er versucht ruhig zu bleiben und zu flüchten Nach kurzer Zeit bleibt er liegen und versucht dicht über dem Boden Luft zu ziehen und zerrt am Truppverbindungsseil um seinen Trupp auf sich aufmerksam zu machen Nachdem dieser Versuch scheiterte entschloss sich der Atemschutzgeräteträger sich von dem Truppverbindungsseil zu trennen Das einhängen der nach außen führenden Rettungsleine schafft er nicht mehr Beim freien Bewegen verliert er die Rettungsleine aus den Händen Da er jedoch ein helles Licht sieht vermutet er den Ausgang und versucht unter Panik den Ausgang zu finden Er hört etwas am Funk kann jedoch nicht nach dem Gerät greifen Inzwischen liegt er wieder am Boden und versucht Luft zu schnappen Erst jetzt kommt ein Truppkollege zieht ihn durch dichteren Rauch und über eine Treppe nach unten und schließlich ins Freie Mit viel Glück ist der in Luftnot geratene Feuerwehrmann nicht zu Schaden gekommen Er setzte sich dennoch hin und fragte sich warum die Luft so schnell weg war und warum seine Kollegen nicht schneller bei ihm waren Er sagte sich dass dieser Beinaheunfall für die anderen Atemschutzgeräteträger aufgearbeitet werden muss und verfasste die ersten Erkenntnisse 120 bar Luft sind zu knapp für einen Rettungseinsatz mit Absuchen unbekannter Räume Warum haben wir unterwegs nicht nochmals alle im Trupp den Flaschendruck kontrolliert Weil ich so stark am Truppverbindungsseil zerrte wurden meine Kameraden in der Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und konnten so gar nicht mehr zur Leiter kommen Ich darf die Rettungsleine NIE NIE NIE verlieren Meine Kameraden und ich sind dadurch absolut orientierungslos und verloren Ist die Maske undicht weil sie nicht genau auf das Gesicht passt geht dadurch viel mehr Luft verloren Anmerkung Es wurden Überdruck PA verwendet War ich zu müde für diesen letzten Einsatz Mein Leistungstest war doch in Thun noch sehr gut Sollten wir das nochmals miteinander besprechen Möglicherweise den nicht direkt beteiligten AS Trägern erzählen Nach Angaben von einem Truppkollegen hatte er mehrmals das Signalhorn benützt um gegen außen Hilfe zu signalisieren Hat das keiner gehört und reagiert Anmerkung Das Signalhorn ist ein einfaches Horn mit Blasebalg das am Gerät fixiert ist Es dient zur Kommunikation wenn der Funk ausfällt Totmannwarngeräte werden zusätzlich eingesetzt Ich danke allen Kameraden für die Hilfe die sie

    Original URL path: http://www.atemschutzunfaelle.de/beinaheunfaelle/2003/ (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Beinaheunfälle im Jahr 2004
    aus dem ersten Obergeschoß einging wurden ein Löschzug ELW HLF und DLK der zuständigen Feuerwache 2 und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwache 1 alarmiert Beim Eintreffen der ersten Kräfte vor Ort drang aus mehreren Stellen Rauch aus dem ersten Obergeschoß des dortigen Geschäftes Die Einsatzkräfte mussten sich gewaltsam Zugang ins Gebäude verschaffen Dazu wurden mehrere Fensterscheiben eingeschlagen Hinter der Fensterfront befand sich eine geschlossene Spanplattenkonstruktion die mit einer Kettensäge geöffnet werden musste Erst dann konnte mit den Löscharbeiten begonnen werden und das Schadensausmaß wurde sichtbar Es kam daraufhin zu mehreren Durchzündungen in der gesamten Etage Da das Feuer sehr spät entdeckt worden war hatte es sich bereits in der gesamten ersten Etage ausgebreitet auch auf der Gebäuderückseite platzten die Scheiben Die Löscharbeiten gestalteten sich extrem schwierig da der gesamte Bereich mit Verkaufs bzw Lagerregalen und Ware zugestellt war Die ersten Löschmaßnahmen konnten daher nur von außen über die Drehleiter vorgenommen werden Kollegen kamen nicht zu Schaden Der erste Trupp spürte einen Temperaturanstieg durch die Überbekleidung der so heiß war dass sie den Raum verlassen haben Gleichzeitig veränderte sich die Farbe des austretenden Rauches in pechschwarz Auch war ein deutlicher Druckanstieg des austretenden Rauches zu sehen in Verbindung mit einem Grollen oder Brummen in der Brandstelle Zum Zeitpunkt der Durchzündung waren daher keine Trupps mehr in der Brandstelle Trotz des massiven Einsatzes von zwei Wenderohren durch zwei relativ große Öffnungen je ca 3 m erfolgten in einem Zeitraum von ungefähr 30 Minuten noch zwei weitere Durchzündungen Quelle Michael Engelhardt Feuerwehr Mainz Twittern Auf Facebook teilen Auf Google teilen 24 April 2004 Aus banalen Nachlöscharbeiten wurde Zimmerbrand LA verloren js Osnabrück Niedersachsen Unter dem Stichwort Gebäudebrand wurde der Löschzug und die zuständige FF zu einer englischen Kaserne alarmiert Außen konnte an der Soldatenunterkunft die in etwa 10 x 60m groß und dreigeschossig war weder Feuer noch Rauch festgestellt werden Alle Einwohner standen auf dem Parklatz ein akustischer Feueralarm war deutlich wahrnehmbar Der erste Angriffstrupp und ein Drucklüfter wurden bereitgestellt Zur Erkundung ging ein englischer Offizier mit C Dienst und einem Gruppenführer in den Treppenraum und erläuterte auf englisch dass es in einem Badezimmer gebrannt hatte das Feuer aber gelöscht sei Im 2 OG zeigte er uns einen Trockenraum in dem mehrere Bekleidungsstücke gebrannt hatten aber durch die Vornahme eines Wandhydranten gelöscht worden waren Im 2 und 3 OG war eine leichte bis moderate Rauchentwicklung festzustellen Daraufhin wurde ein Angriffstrupp mit Brechwerkzeug und Kübelspritze ins 2 OG beordert und der Drucklüfter in Betrieb genommen Der Angriffstrupp erhielt den Auftrag mit Nachlöscharbeiten zu beginnen und die Entrauchung zu unterstützen Der Angriffstruppführer begab sich dazu in das 3 OG um ein geeignetes Fenster zu öffnen der CD wieder auf den Vorplatz Der Sicherheitstrupp wurde vom zweiten Löschfahrzeug gestellt Während kurz danach durch den CD Einsatzmittel entlassen wurden meldete der Angriffstruppführer Feuer und starke Rauchentwicklung im 3 OG allerdings mit starken Nebengeräuschen Der CD forderte eine Erkundung und Bestätigung durch den Gruppenführer an und ließ durch Maschinist und einem weiteren FA eine C Leitung aufbauen und rief

    Original URL path: http://www.atemschutzunfaelle.de/beinaheunfaelle/2004/ (2016-04-26)
    Open archived version from archive

  • Beinaheunfälle im Jahr 2005
    Heat Düsseldorf abgeschlossen waren kam die heiße Probe aufs Exempel Am Donnerstag dem 14 Juli 2005 um 14 50 löste die Leitstelle des Main Taunus Kreises Löschzugalarm für die Feuerwehren der Stadt Bad Soden am Taunus Altenhain Bad Soden und Neuenhain mit dem Stichwort Brennt Wohnhaus nach Explosion aus Die drei Feuerwehren mit insgesamt 60 Kameraden Innen sowie Rettungsdienst waren insgesamt über fünf Stunden im Einsatz und das bei über 30 C Schon auf der Anfahrt konnte eine enorme Rauchsäule über dem Stadtteil Altenhain festgestellt werden Einsatzbericht Objekt Schwer zugängliches unterkellertes Einfamilienhaus mit harter Bedachung Walmdach ausgebauter Dachboden ausgebautes Untergeschoss Gasheizung Therme im UG Lage Explosion im UG Feuerschein im EG und UG gesamtes Objekt stark verraucht Nach Auskunft des Hauseigentümers keine Personen im Objekt Der Rauch aus dem Objekt war pechschwarz und kam teilweise stark pulsierend Der Einsatzleiter entschied sich für die Taktik Innenangriff von zwei Seiten des Objektes und Abriegeln des Nachbarschaftsobjektes mittels B Rohr Die Trupps versuchten zunächst die Rauchgase herunterzukühlen Trotzdem kam es zu mehreren Durchzündungen des Rauchgasgemisches Durch die enorme Thermik konnte der eigentliche Brandraum zunächst nicht erreicht werden Von den eingesetzten Trupps wurde immer wieder über 2 m die prekäre Situation durchgegeben so dass alle Einsatzkräfte im Bereich der Brandstelle informiert waren Durch den Einsatz von 3 Hohlstrahlrohren wurde die Temperatur soweit heruntergekühlt dass der eigentliche Brandraum erreicht wurde Nach einigen Minuten wurde dann nach exakter Wegbeschreibung durch den Hauseigentümer die Hauptgasabschieberung gefunden So konnte ein wichtiger Gefahrenschwerpunkt ausgeschaltet werden Die geschmolzenen Regaltteile im Brandraum mussten mittels fünf PG 12 abgelöscht werden weil Wasser hier seine Wirkung verweigerte Die eingesetzten PA Trupps wurden laufend getauscht Reservetrupps standen selbstverständlich bereit Die aus dem Objekt kommenden Trupps wurden sofort mit Unmengen von Trinkwasser versorgt was nicht nur wegen der hohen Temperaturen und der Hitze im Objekt unabdingbar war Manch einer kühlte sich auch mit bereit liegenden C Rohren die Temperatur etwas herunter Weitere Glutnester wurden nun abgelöscht das Objekt belüftet und nach Rücksprache mit der Polizei Brandschutt ausgeräumt Eine Brandwache für die nächsten 6 Stunden zur regelmäßigen Kontrolle wurde angeordnet Die Bilder zeigen deutlich mit welcher Kraft die Rauchgasdurchzündungen gewirkt haben Nach Meinung der Kriminalpolizei kann man aus der Sicht der Brandursachenermittlung hier nicht nur von einem flash over sprechen sondern ursprünglich von einer Untergruppierung des flashes dem Backdraft da bei der ersten Explosion vermutlich der Brand fast erloschen war Durch die Pyrolyse befanden sich im Raum aber noch genügend brennbare Gase und Dämpfe die durch das unmittelbare Zuführen von Sauerstoff geplatztes Fenster o ä und einer Zündquelle Glutnest oder elektrischer Verbraucher explodierten Eingesetzte Kräfte Feuerwehren Altenhain Bad Soden und Neuenhain stellv Kreisbrandinspektor Kreisbrandmeister Rettungsdienst 2 RTW Organisatorischer Leiter Rettungsdienst Leitender Notarzt DRK OV Bad Soden Polizei Kriminalpolizei Brandursachenermittlung Gasversorgungsunternehmen Stromversorgungsunternehmen Fazit Die realistischen Ausbildungsstationen für Atemschutzgeräteträger können gar nicht hoch genug bewertet werden Das Erkennen des pulsierenden Rauches durch die ersten Trupps und die getroffenen Maßnahmen zeigen eindeutig dass eine Heißausbildung ohne Alternative ist Bildquelle Feuerwehr Altenhain Feuerwehr Bad Soden Quelle Rolf Junker Hermann Zengeler

    Original URL path: http://www.atemschutzunfaelle.de/beinaheunfaelle/2005/ (2016-04-26)
    Open archived version from archive



  •